07 - Ende Kapitel 3 ab "An ihrem vierten Tag ..." (Seite 285 - 332)

  • Ihr macht mich hier ganz wuschig mit Zidaine. ??? :verrueckt:
    Ich bleib erstmal dabei, dass sie Fianna ist, bis die Autoren mich eines Besseren belehren.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Die Seuche ist bezwungen. Juhu. Versteht mich nicht falsch, aber das war ja gar nicht so „schwer“. Zumindest hat es, trotz zahlreicher Opfer nicht allzu schwer gewirkt.
    Oder sagen wir anders. Die Seuche ließ sich auch mit „alltäglichen“ Mitteln, Hygiene und einem Fachkundigen ganz gut in in den Griff bringen. Aus irgendeinem Grund hatte ich darauf gewartet, dass die Phileasson Ottajasko aktiver werden muss, reisen muss, um ein Heilmittel zu finden oder die Ursache der Seuche zu bekämpfen. Natürlich haben alle tatkräftig geholfen, aber ihr wisst vielleicht was ich meine.


    Zidaine vs. Shaya:
    Das war für mich der spannendste Abschnitt. Shaya hat mir ziemlich gut gefallen und ich sehe mich eher auf ihrer Seite. Ich stimme ihr voll und ganz zu, bei dem was sie gesagt hat, auch wenn sie natürlich nicht wissen kann, was Zidaine erlebt hat. Ich habe mich ja bisher eher mit Lob zu ihrer Person zurückgehalten, da ich finde, wenn jemand eh schon von allen über den Klee gelobt wird, dann sollte ich mich mit einer Person beschäftigen, die nicht so viel Aufmerksamkeit erhält. Generell fand ich sie etwas zu harmoniebedürftig, was vielleicht auch ihrer Göttin geschuldet ist, aber jetzt zeigt sie auch ihre verbale Streitbarkeit.


    Ist Fianna denn jetzt Zidaine, oder ist Zidaine jmd der vorgibt Fianna zu sein, oder ist Zidaine eine bezahlte Schauspielerin oder gar Auftragskillerin, oder ist Zidaine ein unzivilisierter Alien aus einer unzivilisierten Zukunft? Wer weiß? Ein paar Spekulationen hatten wir noch nicht. ;D ;)
    Aber schön zu sehen, wie ihr euch gegenseitig verrückt macht. Gut, dass ihr nicht alle in einem Raum eingesperrt seid, um eine Lösung finden zu müssen. ;D :-\


    Was mich etwas ratlos zurücklässt ist die Unmenschlichkeit Salarins. Als ich die Szene las dachte ich: „Hallo, was für ein A…loch!“
    Wenn ich so darüber nachdenke, verstehe ich die Darstellung seines Charakters. Ich verstehe seine Maßstäbe, seine Sichtweise und auch Argumentation. Dennoch handeln auch Elfen nach Grundsätzen, die den Menschen gleich oder ähnlich sind. Hilfsbereitschaft gehört hier dazu. Das hat mich dann doch etwas verwirrt und macht für mich am meisten Sinn, wenn er wusste, dass Shulinai sterben wird und jegliche Hilfe nichts mehr bringen würde…


    Ich persönlich finde es für ein Zwischenfazit noch zu früh. Dazu würde ich die Hälfte „Der Wölfin“ mit den anderen beiden -vollständigen- Bänden vergleichen wollen. Das fände ich nicht ganz fair.
    Bisher finde ich die Wölfin gelungen, aber es fehlt noch so einiges. Die Szenen sind nach meinem Geschmack und die Charaktere kommen weiterhin mehr und mehr heraus. Gefühlt sind wir aber noch nicht so recht vorangekommen, deshalb würde ich die zweite Hälfte gerne noch abwarten. Dass der dritte Band anders ist, lässt sich schon sagen. Das werte ich auch positiv. Was mir etwas fehlt ist die Spannung über das Buch hinweg, wohlgemerkt nicht über die Saga.
    Das wärs jetzt so, was mir im Kopf rumspukt. Aber wie gesagt, zwischendrin etwas zu sagen finde ich eigentlich ungerecht, da bestimmt noch einiges passiert. Aber natürlich bin ich Bernards Aufforderung gerne gefolgt. :bussi:

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Gut, dass ihr nicht alle in einem Raum eingesperrt seid, um eine Lösung finden zu müssen. ;D :-\


    Sind wir doch. Wir befinden uns in einer Leserunde - vergitterte Fenster und Türen, keine Notausgänge, kein Licht, Essen nur in kleinen Rationen, manchmal Wasser, keine Betten (wir sollen schließlich spekulieren und diskutieren, nicht schlafen) und raus dürfen wir erst, wenn mindestens drei Teilnehmer vor dem Ende des Buches rausgefunden haben, wie es endet, was natürlich erst beweisbar ist, wenn alle mit dem Buch durch sind. >:D ;D ;)


  • Sind wir doch. Wir befinden uns in einer Leserunde - vergitterte Fenster und Türen, keine Notausgänge, kein Licht, Essen nur in kleinen Rationen, manchmal Wasser, keine Betten (wir sollen schließlich spekulieren und diskutieren, nicht schlafen) und raus dürfen wir erst, wenn mindestens drei Teilnehmer vor dem Ende des Buches rausgefunden haben, wie es endet, was natürlich erst beweisbar ist, wenn alle mit dem Buch durch sind. >:D ;D ;)


    Ein bißchen brauche ich noch, auch wenn so mancher schon seine Rezension geschrieben hat. Und rausfinden wie es ausgeht? Keine Chance.! ;D ::) ???
    Und ich glaube du hast ganz schön viele Bücher von Herrn Corvus gelesen. Der scheint schön langsam auf dich abzufärben.... ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Ich weiß nicht, wenn man so hinterher hinkt, dann dauert es fast länger die vielen Beträge zu lesen als den Abschnitt des Buches. Da ich gern weiter lesen möchte werde ich jetzt ohne Hoffnung nicht Sachen zu schreiben, die schon zig mal geschrieben wurden, nur meine Eindrücke schildern.


    Ich habe beim vorherigen Abschnitt und beim Überfliegen der Beiträge gesehen, dass viele Zidaine nicht verstehen. Ich finde diese Figur so tragisch, weil ich denke, dass sie von Rache getrieben wird. Sie hat keine Psychotherapie, die ihr helfen könnte zu verarbeiten, was ihr passiert ist. Ihr Art sich zu rächen ist schlimm, aber was man ihr angetan hat ist m.E. viel schlimmer. Ihre Qual dauerte länger und war mit ständiger Demütigung verbunden. Warum sollte Tjorne davon kommen? ein Gericht, was ihn verurteilt für das was er getan hat gibt es nicht und ich glaube nicht, dass er sich sehr mit einem schlechten Gewissen plagt, denn sonst würde er doch zu gleichen Schlussfolgerungen kommen.
    Im Gegensatz´zu vielen anderen hier, war ich zunächst in dem GEspräch mit Shaya ziemlich sauer auf deren Reaktion. Sie hat bisher noch nicht wirklich was Schlimmes erlebt. Sie hat im Turm viel gesehen, aber sie war noch nie in einer Situation wie Zidaine. Ich war froh, als sie die Verletzlichkeit Zidaines schließlich doch sieht und sich zurück nimmt. Man kann gut reden, wenn man nicht in der Situation des anderen war oder ist. Es ist kein Wunder, wenn in ihr Dunkelheit ist, oder? Schließlich hat man ihr die zwangsweise verordnet. Ob es jemanden gibt, der sie aus ihr herausholen kann? Ich habe etwas Angst, dass sie Tylstyr gegenüber nicht ehrlich ist. Eigentlich ist ihr Verhalten ihm gegenüber eher das einer Schlange auf der Jagd.
    Aber es ist noch Hoffnunf, ist jemand auf die Szene eingegangen, als Zidaine dem Kind das Pony bringt? Wie wütend sie ist, wenn es um Kinder geht? sie hat erfahren, was es heißt, seine Kindheit zu verlieren und wie es ist völlig wehrlos zu sein, wie es eigentlich nur Kinder sind. Ich jedenfalls würde mir wünschen, dass sie ihre Ruhe findet, ohne ihre Rache zu vollenden. Aber ich wünsche Tjorne zumindest so viel Angst, dass er wirklich bereut und dann als Einsiedler irgendwo ein Frauenhaus gründet. ;D


    Leomara ist ein wirklich tolles Kind und ich freue mich, dass sie es überstanden hat. Ich denke, dass die Magie jetzt nachläßt und es eine Verbindung von Magie und Krankheit gab. Es wurde wohl auch bemängelt, das nur Blätter gegen die Krankheit helfen, aber wenn man sieht was (neben Anwendung verschiedener Zauber) vom Medikus getan wurde um die Seuche einzudämmen, dann kann es nur beides sein. Schließlich ist es das, was auch moderne Medizin machen würde, Ansteckungsgefahr verringern, Keime abtöten und Körper stärken.


    Sehr traurig war der Tod Shulinais. Als Salarin sagt, dass mit ihrem Lied etwas nicht stimmt sind alle sauer auf ihn. Aber er hatte recht. Sicher hatte er auch recht, dass man ihr nicht mehr helfen konnte. Es war´besonders traurig, da sie als Mutmacherin im Turm benannt wird und immer so viel anderen gegeben. Auch dass sie bis zuletzt noch Hoffnung hatte. Ich hätte es besser gefunden, wenn Salarin ihr die Wahrheit gesagt hätte und dann aber bei ihr geblieben wäre. Warum hat er es nicht getan? Ich glaube nicht daran, dies läge in seinem Elfischen Wesen. Er war lange genug unter Menschen um zu wissen wie wichtig dies für die Sterbende war. Ich denke das sind die Autoren. Die lesen unsere Kommentare und denken: Was, der ist so beliebt bei allen? Da haben wir was falsch gemacht, Figur zu undifferenziert, muss geändert werden, also wir schreiben eine Szene, wo sich der entsprechende Charakter richtig fies benimmt und schon verliert er an Sympathie und die Leser sind verwirrt.
    Also passt besser auf, was ihr über eure Lieblinge schreibt, betont nicht zu sehr wie sympathisch und überaus liebenswert sie sind, dann werden sie bestraft dafür!


    Die Verwandlung von Nirka war toll beschrieben. Auch in der Szene zeigt sich, dass Zidaine sehr schnell reagieren kann, keine dummen Fragen stellt und einfach macht, was jemand, der mehr Erfahrung oder Wissen hat, sagt. So schlau sind nicht alle Helden. (bei Zidaine besteht ja keine Gefahr, dass sie zu beliebt wird, oder?)


    Hat Galandel wirklich keine Erinnerung mehr an das Gespräch mit Galayne? Sie hätte ja einen guten Grund, nichts zu diesem GEspräch zu sagen, denn sie hatte seine wahre Natur erkannt, wollte ihn aber nicht deswegen verurteilen.


    In Salarin wohnt also nun auch eine Dunkelheit, die ihm fremd ist. Nun, er könnte ausnutzen, mit Zidaine auf der Lauer zu liegen und sich mehr über Dunkelheit sagen lassen. Aber er wird wohl nicht viel fragen und leider scheint ihn außer Galandel niemand danach zu fragen. Das wundert mich, denn für Phileasson wäre es wichtig zu wissen, was mit Salarin los ist. Es muss ihn doch interessieren, ob der Elf wirklich gesund ist, was los war. Schließlich haben sie einen Magier an Bord, der versuchen könnte, sich an das Dunkel heran zu machen, oder? Es ist sicher unter der Würde eines Elfen um Hilfe zu bitten, aber Phileasson könnte es einfach anordnen.


  • [Zidaines] Art sich zu rächen ist schlimm, aber was man ihr angetan hat ist m.E. viel schlimmer. Ihre Qual dauerte länger und war mit ständiger Demütigung verbunden. Warum sollte Tjorne davon kommen? ein Gericht, was ihn verurteilt für das was er getan hat gibt es nicht ...


    Wenn ich mich nicht irre, würde es in unserer heutigen Welt so aussehen:
    - Tjorne würde freigesprochen. Erstens liegt die Tat länger als zehn Jahre zurück, was bei Vergewaltigung meines Wissens bedeutet, das sie verjährt ist. Zweitens war er zum Tatzeitpunkt minderjährig, im Jugendstrafrecht dürfte er erst recht milder davonkommen.
    - Fianna bekäme lebenslänglich, schon allein wegen des Mordes an Eigil. Ihr Motiv war Rache (was als niederer Beweggrund zählt), und die Tat ist überaus grausam ausgeführt worden. Mord verjährt nicht. Auch in diesem Fall könnte das Jugendstrafrecht ziehen, aber falls sie auch die folgenden Morde verübt hat, ist sie Mehrfach-Mörderin und war spätestens bei dem Mord in Thorwal volljährig und voll strafmündig.



    und ich glaube nicht, dass er sich sehr mit einem schlechten Gewissen plagt, denn sonst würde er doch zu gleichen Schlussfolgerungen kommen.


    Dass er sich plagt, wissen wir schon seit Nordwärts. Aber welche Schlussfolgerungen sollte er daraus ziehen - außer, dass er sich eben schlecht fühlt, wenn er an die damaligen Ereignisse zurückdenkt?



    Im Gegensatz´zu vielen anderen hier, war ich zunächst in dem GEspräch mit Shaya ziemlich sauer auf deren Reaktion.


    Es gefällt mir sehr gut, wie unteschiedlich die Szenen des Romans auf Euch wirken. :)



    Aber ich wünsche Tjorne zumindest so viel Angst, dass er wirklich bereut und dann als Einsiedler irgendwo ein Frauenhaus gründet.


    Es gibt in Aventurien tatsächlich einige Einrichtungen, die in diese Richtung gehen. In der Boronkirche unterhält der Zweig der Noioniten Häuser, die der Seelenheilkunde dienen, und auch in Travias Häusern findet jeder Zuflucht. Bei den Thorwalern kümmert man sich besonders um die "Swafnirkinder", die die Wut des Wals in besonderer Weise spüren und nicht unter Kontrolle halten können. Die müssen in eigenen Siedlungen abseits der Zivilisation leben und werden dort von Swafnirgeweihten betreut.



    Ich glaube nicht daran, dies läge in seinem Elfischen Wesen. Er war lange genug unter Menschen um zu wissen wie wichtig dies für die Sterbende war.


    Möglich - aber wahrscheinlich hat für ihn der Wunsch einer Sterbenden kein größeres Gewicht als der Wunsch von irgendjemand anderem, weil das Lied des Lebens für ihn in allen Strophen gleichwertig ist.



    Ich denke das sind die Autoren. Die lesen unsere Kommentare und denken: Was, der ist so beliebt bei allen? Da haben wir was falsch gemacht, Figur zu undifferenziert, muss geändert werden, also wir schreiben eine Szene, wo sich der entsprechende Charakter richtig fies benimmt und schon verliert er an Sympathie und die Leser sind verwirrt.


    Bernhard, wir sind ertappt! :o



    bei Zidaine besteht ja keine Gefahr, dass sie zu beliebt wird, oder?


    :totlach:



    Aber er wird wohl nicht viel fragen und leider scheint ihn außer Galandel niemand danach zu fragen. Das wundert mich, denn für Phileasson wäre es wichtig zu wissen, was mit Salarin los ist.


    Ja ... aber vielleicht gehört das zu seinem Führungsstil. Er dringt selten in die Privatsphäre seiner Leute ein. Er hat bei Vascal nicht nachgebohrt wegen des fehlenden Fingers. Er weiß genauso viel oder wenig über Irullas Kindheit wie die anderen. Er mischt sich nicht in die amourösen Verstrickungen von Tylstyr und Zidaine. Und jetzt fragt er nicht nach Salarins innerem Zwiespalt.
    Er wäre aber vermutlich für jeden von seinen Leuten da, wenn sie zu ihm kämen.
    Und - so viel sei schon angedeutet - im letzten Leseabschnitt werdet Ihr erleben, dass er einmal von seinem Schema abweicht und jemanden zu einem vertraulichen Gespräch auf die Seite nimmt. ;)


  • Wenn ich mich nicht irre, würde es in unserer heutigen Welt so aussehen:
    - Tjorne würde freigesprochen. Erstens liegt die Tat länger als zehn Jahre zurück, was bei Vergewaltigung meines Wissens bedeutet, das sie verjährt ist. Zweitens war er zum Tatzeitpunkt minderjährig, im Jugendstrafrecht dürfte er erst recht milder davonkommen.
    - Fianna bekäme lebenslänglich, schon allein wegen des Mordes an Eigil. Ihr Motiv war Rache (was als niederer Beweggrund zählt), und die Tat ist überaus grausam ausgeführt worden. Mord verjährt nicht. Auch in diesem Fall könnte das Jugendstrafrecht ziehen, aber falls sie auch die folgenden Morde verübt hat, ist sie Mehrfach-Mörderin und war spätestens bei dem Mord in Thorwal volljährig und voll strafmündig.


    Ja, so würde es aussehen, was aber nicht heißt, dass ich das gut finde.


  • Ja, so würde es aussehen, was aber nicht heißt, dass ich das gut finde.


    In Anbetracht der Umstände, denke ich würde das Urteil auch für Fianna milder ausfallen. Zumindest was Eigil betrifft. Man kann es nicht direkt als Notwehr werten, aber in Anbetracht der Tatsachen denke ich nicht, dass die volle Härte des Gesetzes aufgerüfen würde. Und auch Fianna ist minderjährig. Evtl. würde man auch eine psychische Schädigung feststellen.


    Das macht alles jetzt nicht wirklich besser und es ist auch schwer die Situation zu beurteilen, da wir vermutlich nicht alle Fakten kennen.


    Das Rache-Prinzip sieht wohl auch jeder anders. Aber irgendwie ist das im Menschen verwurzelt.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen

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