02 - Kapitel 1 bis "... wie Schnee und silbernem Haar." (Seite 45 - 87)

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  • OH Mann, also muss ich jetzt, solange Beorn noch im Himmelsturm ist, noch parallel den 2. Band dazu nehmen, um mit der zeitlichen Reihenfolge klarzukommen? Das ist für mich ziemlich verwirrend. Wo ich doch die Überschriften meistens nur flüchtig lese. :-[
    Danke für die zeitliche Sortierung. Ich dachte auch, dass Selime schon das Herz von Eichward hat, als sie im Kerker auf Ursa trifft.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Nachdem mein post durch den lieben Laptop verschwunden war (er hatte sich eben mal kurz aus dem Internet verabschiedet.) Hatte ich keine Lust, nochmal anzufangen. Mich hat auch eine Erkältung erwischt und wir sind außerdem in unser Silvesterquartier gefahren. Die Computer stehen und es geht dann los mit unserer Feier - endlich wieder WoW.
    Ich werde aber Lesepausen einlegen. Den post habe ich jetzt vorsorglich in word geschrieben :)
    Ich mußte ein wenig Anlauf nehmen, um die Geschichte um Beorn zu lesen, denn es war schnell klar, Zeitsprung uns als Leser in die Mannschaft Beorns geholt hatte bevor Phileasson ihn im Stich gelassen hat. Ja, für mich bleibt es ein im Stich lassen, denn eine Wettfahrt zu gewinnen, indem man den anderen übermächtigen Feinden überläßt hätte ich bisher nur Beorn zugetraut. Nun dieser wohl auch. Seine Anerkennung für Phileasson hat mich ein wenig getröstet. Trotzdem hatte ich das Gefühl, als ob man Beorn und einige seiner Mannschaft, z.B. Ursa im turm heimlich ausgetauscht hat.
    Ein Beorn, der sich ergibt? Irgendwie hat ihm sicherlich jemand gesagt, er muss sich mal ein wenig Mühe geben, damit die Leser ihn mögen. ;D In diesem Abschnitt war er nun sehr sympathisch und Ursa ist plötzlich nicht nur eine schmerzertragende loyale Heldin, sondern auch noch die Trösterin von kleinen Mädchen. Sehr sonderbar.
    So geschrumpft wie sie ist, hält sich die Ottajasko Beorns aber sehr gut. Schade, dass sie eigentlich keine Chance haben. Nun kommt wieder ein Dreh(war das mal der Dreh eines Meisters, um die Mannschaft nicht sterben zu lassen ? ein Hook?) Pardona ist neugierig, sie will wissen was gespielt wird und das macht die Gefangenen lebend wichtig. Da haben sie Glück gehabt. Nun bin ich gespannt, wie sie es schaffen will, dass Beorn an eine echte Flucht glaubt. Die Folterung vor seinen Augen war nun ein guter Einstieg, aber eigentlich müßte Beorn doch wissen, dass er hier eigentlich keine Chance hat herauszukommen und ich denke, es kann auch niemand eingeweiht werden, wenn Pandora sicher gehen will, dass ihr Plan gelingt. Galayne wurde auch ausgewechselt. Was ist von dem stolzen, weise wirkenden Elfen noch übrig? Ein winselndes Hündchen. Und das nicht wegen der Schmerzen, sondern wegen der Frau, seiner Herrin. Aus einem Löwen wird eine Hyäne. Schrecklich das mit ansehen zu müssen.
    Ist das Mädchen in Ursas Zelle absichtlich dort? Ist sie zu retten? Wird Beorn sie mitnehmen? Sie ist ein Risiko und ich dachte immer, dass Beorn kein Risiko eingeht, was nicht unbedingt notwendig ist. Allerdings hat er sicher ein schlechte Gewissen, weil er den Elfen als nicht zu seiner Ottajasko zugehörig angesehen und sich nicht um ihn gekümmert hat. Der wäre dann zwar in der gleichen Lage, aber was weiß denn ich welche Purzelbäume die Ehre eines Thorwallers macht?
    Die Szene mit Nirka war sehr schön, das Rennen mit den Wölfen und die Jagd. Es liegt Dir Bernd, Jagd zu beschreiben, oder? Ich habe in den Posts gelesen, dass Dir Bernhard Jack London gegeben hat. Wundert mich, dass Du ihn nicht selber hast, aber sicher doch gelesen? Als Teeny war das mein absoluter Lieblingsschriftsteller und ich bewundere heute noch, wie er aus nichts eine spannende Geschichte machen kann.
    Was hat ihren Vater da besucht? Es klingt für mich fast so, als würde er auf andere Art ausgesaugt. Könnte das eventuell Galayne gewesen sein? Ich habe sein Äußeres nicht genau gemerkt aber von der Art her könnte es sein, dass er gerade gegessen hat. Er hat ja die Lebewesen immer verschont, sie nicht ganz ausgesaugt.


    Was ich mich gefragt habe in diesem Abschnitt, warum Wesen, die selbst sich von eigenen Artgenossen ernähren, ihn so gruslig finden? Und vor allem, wenn er so ein Ungeheuer ist, warum Galandel ihn trotzdem nicht wegschickt und nicht verrät. Nein, ich glaube, dass die „Göttin“ nicht vollständig Schöpferin ist. Hier ist ein eigenständiger Geist, der nicht töten will. Außerhalb ihrer Einflusssphäre könnte man ihn vielleicht zu sich bringen?!


  • Nun kommt wieder ein Dreh(war das mal der Dreh eines Meisters, um die Mannschaft nicht sterben zu lassen ? ein Hook?) Pardona ist neugierig, sie will wissen was gespielt wird und das macht die Gefangenen lebend wichtig.


    Das wird in der Phileasson-Saga eine viel größere Rolle spielen als "nur" die, Beorn und den Seinen das Leben zu retten. ;)



    Galayne wurde auch ausgewechselt. Was ist von dem stolzen, weise wirkenden Elfen noch übrig? Ein winselndes Hündchen. Und das nicht wegen der Schmerzen, sondern wegen der Frau, seiner Herrin. Aus einem Löwen wird eine Hyäne. Schrecklich das mit ansehen zu müssen.


    Ja, diese Facette seiner Person überrascht ja viele Leute in der Leserunde.
    Aber wenn man überlegt, was ihn von Beginn an treibt ...
    Er sieht im schwarzen Stein, dass Beorn und Phileasson zum Himmelsturm reisen werden ... Er weiß, dass das Pardona missfallen muss ... Er nimmt an, dass Beorn ihn eher akzeptieren wird, als Phileasson ... Er entwickelt den Plan, Pardona die Eindringlinge zum Geschenk zu machen und sich damit zu rehabilitieren ... Dazu muss er ihnen helfen, den Himmelsturm überhaupt zu erreichen ...
    Im Grunde befindet er sich also am Ziel eines Weges, den er konsequent beschritten hat - oder doch nicht? :)



    Die Szene mit Nirka war sehr schön, das Rennen mit den Wölfen und die Jagd. Es liegt Dir Bernd, Jagd zu beschreiben, oder?


    :freu:
    Ich mache das gern, ja. Mein Vater war Jäger. Eine der ganz wenigen Erinnerungen, die ich an ihn habe, ist, wie er mir beigebracht hat, mit einem speziellen Gewehr zu schießen. Es hatte zwei Abzüge, der eine war nur dazu da, den zweiten auf den Druckpunkt zu ziehen. Danach brauchte man diesen zweiten nur noch anzutippen, damit sich der Schuss löste. So konnte man den Schuss nicht mehr verreißen. Das Gewehr hatte auch ein spezielles Zielfernrohr, das das Restlicht verstärkte, damit man in der Dämmerung noch etwas sehen konnte. Natürlich war keine Patrone im Lauf, ich war damals noch sehr jung. Mein Vater ist gestorben, als ich fünf Jahre alt war.



    Könnte das eventuell Galayne gewesen sein? Ich habe sein Äußeres nicht genau gemerkt aber von der Art her könnte es sein, dass er gerade gegessen hat. Er hat ja die Lebewesen immer verschont, sie nicht ganz ausgesaugt.


    Hmm ... Könnt Ihr Euch an eine Stelle erinnern, an der Galayne überhaupt jemanden - ganz oder teilweise - ausgesaugt hat?



    Was ich mich gefragt habe in diesem Abschnitt, warum Wesen, die selbst sich von eigenen Artgenossen ernähren, ihn so gruslig finden?


    Ich glaube nicht, dass die Nachtalben Kannibalen sind ...
    Galayne dagegen nährt sich von fremder Lebenskraft ...
    Vielleicht erklärt das den Grusel? ;)

  • Beorns Mannschaft ist gefangen. Viele schreiben, dass er ihnen dadurch, dass er seine Mannschaft befreien möchte und nur an sie denkt sympathischer geworden ist. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Er hat sich immer um seine Ottajasko gesorgt, egal ob man Band 1 oder 2 nimmt. Das will niemand bestreiten. Allerdings ändert es nichts daran, dass er kein wirklich guter Mensch ist.


    Mit Ursa kann ich am wenigsten Mitleid empfinden, auch nicht mit Galayne. Folter hat dennoch niemand verdient. Aber wie es aussieht ist durchaus ein Ende in Sicht.


    Dass Pardona wirklich verrückt ist, denke ich nicht. Sie denkt nur in anderen Maßstäben. ;D

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Hmm ... Könnt Ihr Euch an eine Stelle erinnern, an der Galayne überhaupt jemanden - ganz oder teilweise - ausgesaugt hat?


    Es gab eine Szene, in der Galayne mit ....Shaya oder Galandel, ich glaube es war Galandel...auf einer Bank in einem Garten saß. Da hatte ich das Gefühl, dass Galayne so etwas wie Energie aufsaugte.


  • Es gab eine Szene, in der Galayne mit ....Shaya oder Galandel, ich glaube es war Galandel...auf einer Bank in einem Garten saß. Da hatte ich das Gefühl, dass Galayne so etwas wie Energie aufsaugte.


    Ja, das war Galandel, und er hat Ihr Lebenskraft über einen Kuss genommen. Aber ausgesaugt hat er sie nicht. Von daher passt das nicht mit der Wahrnehmung, die TippendeTastatur von der Gestalt hat, die sich über Kuljuk beugt.


  • Ja, das war Galandel, und er hat Ihr Lebenskraft über einen Kuss genommen. Aber ausgesaugt hat er sie nicht. Von daher passt das nicht mit der Wahrnehmung, die TippendeTastatur von der Gestalt hat, die sich über Kuljuk beugt.


    Kann er das nicht steuern? Er mag doch Galandel und er wollte nicht, dass sie ihn verachtet und trotzdem nimmt er ihr Lebenskraft. Oder wollte er, dass sie weiß wer er ist. Auf alle Fälle war er sehr überrascht, dass sie ihn trotzdem noch mochte.


  • Kann er das nicht steuern? Er mag doch Galandel und er wollte nicht, dass sie ihn verachtet und trotzdem nimmt er ihr Lebenskraft. Oder wollte er, dass sie weiß wer er ist. Auf alle Fälle war er sehr überrascht, dass sie ihn trotzdem noch mochte.


    Aus der Sicht der Menschen ist Galayne das Monster der Monster(Nachtalben). Ich finde von den aktuell handelnden Personen ist nur Pardona noch übler.

  • Da kann ich Dir nicht zustimmen, ich sehe in ihm einen Kern, der sich gegen seine Natur auflehnt. ER ist einsam ohne seine Göttin und er will nicht wirklich einsam sein. Er will auch nicht töten und das finde ich schon bemerkenswert an einem "Monster". Ich denke da an Frankensteins Monster.

  • Also ich würde Dir zustimmen, wenn er jetzt als Spion auf Beorns Ottajasko ist, dann müssen wir ihn im Auge behalten. Ich grusle mich auch vor ihm. Rhea ist immer so verständnisvoll bei solchen Kreaturen nur nicht bei den Thorwalern, da kommt sie mit Moral.
    Narrania


  • Da kann ich Dir nicht zustimmen, ich sehe in ihm einen Kern, der sich gegen seine Natur auflehnt. ER ist einsam ohne seine Göttin und er will nicht wirklich einsam sein. Er will auch nicht töten und das finde ich schon bemerkenswert an einem "Monster". Ich denke da an Frankensteins Monster.


    Damit hast du natürlich auch Recht. Dieser Kern scheint da zu sein. Er handelt in meinen Augen nur nicht so. Er ist bereit die komplette Gruppe als Geschenk für Pardona zu bringen. Das zeigt mir, dass er sich Null für das Schicksal der Menschen interessiert und sehr egoistisch, bzw. triebgesteuert handelt.


    Er "frisst" seine eigene Rasse und er sieht Menschen als Handelsgut für seine Rehabilitation bei seiner Chefin an. Deswegen meinte ich, dass er der für mich zweitübelste Charakter des Serie bisher ist. Frankenstein war das hässliche Monster mit gutem Charakter. Galayne ist das hübsche Monster mit schlechtem Charakter. Da sehe ich schon einen Unterschied.


  • Aber dann Phileasson auch nicht, nicht nachdem er seine Landsleute verraten hat.


    Darüber haben wir im letzten Buch schon diskutiert. Ich sehe das etwas anders. ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Zu Galayne:


    Ich finde schon, dass er ein sehr übler Charakter ist. Im Moment könnte ich nicht sagen, auf welchem Platz er ist. Auf jeden Fall unter den Top 3 bisher.
    Aber dadurch, dass wir jetzt seine Absichten besser kennen, wird er für mich nachvollziehbarer und vielschichtiger. Und auch durchaus interessanter.
    Am Anfang konnte ich ihm nicht viel abgewinnen, aber das hat sich etwas geändert.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)