01 - Prolog (Seite 5 - 44)

  • Hallo liebe Leserunde,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Die Phileasson Saga 3: Die Wölfin" und ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders Bernhard Hennen und Robert Corvus, die uns hier beide begleiten werden. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid! :-*


    Bitte lest Euch nochmals die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch!


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Vermeidet bitte auch reine Inhaltsangaben, wir lesen alle das gleiche Buch. ;)


    Es wäre zudem sehr schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Faustregel: nicht mehr als einen Abschnitt pro Tag.


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 44 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!!! :winken:


    Liebe Grüße
    Heimfinderin

  • Auch für mich ist es eine große Freude, dass die Lese-Ottajasko wieder in See sticht! :banane: :banane: :banane:


    Diesmal durfte ich erstmals den Prolog beisteuern. :freu:
    Deswegen bin ich besonders gespannt, wie Euch der Einstieg in Die Wölfin gefällt. Auch, was die Struktur des Prologs betrifft: In Nordwärts und Himmelsturm haben wir ja jeweils eine kompakte Geschichte im Prolog erzählt, diesmal sind es mehrere Splitter, die zwar insgesamt eine Linie haben, aber doch jeder für sich ein Schlaglicht beleuchten. Ist Euch das zu zerfasert, oder kommt Ihr gut damit zurecht?

  • Nein, der Prolog kommt mir nicht zu zerfasert daher! Fand die Zeitsprünge genau richtig. Es durfte nicht weniger, brauchte aber auch nicht mehr sein zur "Entstehung" und dem jungen Leben unserer Wölfin, falls sie denn die Titelgeberin ist.

    Ich musste direkt ein wenig schmunzeln bei der Szene im Norbardenzelt. MEINE Norbardin hat sowas irgendwie nie mitgemacht. xD Und irgendwie erinnerte es mich auch an Sender wie HBO, die zu Anfang für die Zuschauer erstmal nackte Haut präsentieren. Bitte nicht angegriffen fühlen! Fand es eigentlich nämlich sehr spaßig zu lesen. "Das Spiel der Geschlechter"... da musste ich wirklich lachen. Hach, ich bin schrecklich albern bei sowas. :-[


    Die detailreichen Beschreibungen zu den Unterschieden zwischen Nivesen und Norbarden, ermöglichen nicht nur eine genaue Vorstellung des Lagers, sondern sind für DSAler nochmal ein besonderes Vergnügen, wenn einem beispielsweise bei der Abbildung einer Biene auf dem Zelt sofort Mokoscha in den Sinn kommt. Auch die Geschichte mit dem Bären...gab es da nicht mal ein DSA-Abenteuer mit einem Bären im Bornland?


    Nachdem die Norbardin im Zelt schon erläutert hatte, in was für eine ungünstige Lage ein unverheiratetes schwangeres Mädchen käme, war ich überrascht, dass Winjas Vater so positiv reagierte.


    Allzu traurig/mitfühlend war ich mit Winja nicht, dass sie ihr Kind nicht behalten konnte. Wunderte mich. Normalerweise ist das anders beim Thema Verlust eines Kindes, aber wahrscheinlich liegt es daran, dass die Beziehung zu dem Kind nicht weiter ausgeführt wurde, auch wenn Winja klar für die Kleine Position bezog. Oder es liegt daran, dass die Vernunftsentscheidung zu nachvollziehbar war.


    Den Teil mit Crottet mochte ich nicht so sehr. Erstmal hatte ich mir wirklich für das Mädchen gewünscht, zu ihresgleichen zu finden und dann steht Crottet (der Name allein schon ist mir unsympathisch) auch noch im Wettstreit mit ihr um die Gunst des Vaters/Ziehvaters. Das wollte ich für sie auch nicht. Ist natürlich die Frage, wie viel sie davon mitbekommt.


    Sich aus Trotz den Händlern anschließen zu wollen, kann ich verstehen, aber hätte eher damit gerechnet, dass Crottet seinem Vater dann in anderer Reihenfolge gesagt hätte: "Weißt du was? Dann schließe ich mich den Händlern an. Die können gehen, wohin sie wollen." Stattdessen führt er erst aus, was er an den Händlern mag und teilt dann seinen Entschluss mit, sich ihnen anschließen zu wollen. Wenn auch mit trotzigem Ton. Das klingt mehr danach, dass er es auch wirklich gerne tun will und von seinem Vater nur einen (schmerzlichen) Schubser benötigt. Wette, er wird künftig noch eine Rolle spielen.


    Der Einstieg - ohne Vorwissen zu benötigen - war bisher auf jeden Fall sehr angenehm.


    Würde mir wünschen, bald mal einen Teil aus Sicht der Wölfin zu lesen, aber rechne eher damit, dass es jetzt bei einem der eigentlichen Protagonisten losgeht.


    Hoffentlich entspricht dieser Text in etwa dem, was ihr hier als Rückmeldung erwartet. Habe da schließlich noch keine Erfahrungswerte.

    Liebe Grüße

    Juliane

    Einmal editiert, zuletzt von Janesway ()

  • Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie ihr es schafft auf wenigen Seiten ein aventurisches Feeling herbeizuführen.


    Der Prolog hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die verschiedenen Facetten. Man erfährt etwas über den Mythos von Mada (hat es einen bestimmten Grund, das Mada manchmal als „sie“ und dann wieder als „er“ bezeichnet wird?), lernt die Norbarden etwas kennen und der Charakter Crottet gewinnt einiges an Tiefe hinzu.


    Die Erwähnung von Mikail war auch ein kleines Highlight. Der Bezug zu aventurischen Geschehnissen/berühmten Personen bereitet mir viel Lesespaß :)


    Generell tragen die dezenten erotischen Szenen zur Stimmung bei und bieten etwas Abwechslung und „Ruhe“ von der Spannung, allerdings finde ich das Timing in diesem Fall etwas unpassend.


    Nun kann ich es kaum erwarten mehr über Nirka und vielleicht auch ihren Vater zu erfahren :)


    @ Janesway- Der Zorn des Bären (DSA 2) :)

    Auch diese Worte vergehen (Rohal der Weise)

    Einmal editiert, zuletzt von Arendor ()

  • Der Prolog ist tatsächlich ganz anders, als die anderen Beiden. Ich empfand es aber mal als eine Erholung, nicht direkt mit Action überladen zu werden, sondern eine Lebensgeschichte zu lesen. So kann man sich in Ruhe auf das Buch einlassen.


    Jetzt wird mir auch klar, warum Crottet alleine unterwegs ist, auch wenn der Grund der Eifersucht eher ein dummer ist. Für die Figur Crottet hätte ich mir allerdings noch ein wenig mehr Wissen erhofft, aber vielleicht erfahren wir ja im Laufe der Geschichte mehr über ihn. Ich vermute, dass er Nirka wiedersehen wird und bin gespannt, wie er auf sie reagiert. Den Vater fand ich klasse und sehr souverän.


    Winja fand ich dagegen irgendwie nicht so sympathisch und ich konnte ihre Handlung nicht ganz nachvollziehen. Da sieht sie zum ersten mal dem "Spiel der Geschlechter" (lustige Bezeichnung dafür) zu und im nächsten Moment ist sie voll dabei - mit 13. Und dann landet sie noch einen Volltreffer mit einem Wolfskind :D


    Ein wenig traurig fand ich schon, dass sie das Kind ausgesetzt haben, anstatt gemeinsam mit der Familie eine Lösung zu finden, damit zu leben. Die Nivesen haben es ja auch geschafft, aber natürlich leben sie ein ganz anderes Leben. In der Stadt ist das sicherlich nicht möglich und Winjas Vater waren seine Geschäfte wohl wichtiger.


    Insgesamt ein ruhiger Prolog, der einige Erkenntnisse brachte, aber sicherlich nicht so prägnant wie die ersten beiden (ich sag nur Gorillapranke ;)). Dafür stimmt er einen gut in die folgende Geschichte ein.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Den Teil mit Crottet mochte ich nicht so sehr.


    Das könnte jetzt durchaus daran liegen, dass du die Figur noch nicht kennst. Wir haben sie bereits im ersten Band kennen gelernt.



    Nun kann ich es kaum erwarten mehr über Nirka und vielleicht auch ihren Vater zu erfahren :)


    Mich hat das auch richtig neugierig gemacht und bin schon sehr gespannt, was da jetzt kommt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Ich musste direkt ein wenig schmunzeln bei der Szene im Norbardenzelt. MEINE Norbardin hat sowas irgendwie nie mitgemacht.


    Dann war sie aber für eine Norbardin ziemlich verklemmt - denn die sind für solchen Zeitvertreib bekannt. ;D



    Und irgendwie erinnerte es mich auch an Sender wie HBO, die zu Anfang für die Zuschauer erstmal nackte Haut präsentieren. Bitte nicht angegriffen fühlen!


    Vom Vergleich mit der erfolgreichsten Fantasyserie unserer Zeit fühle ich mich bestimmt nicht angegriffen. ;) Jedes Mal, wenn so etwas in einem Rezensionsportal auftaucht, knallen im Verlag die Sektkorken. :D



    Nachdem die Norbardin im Zelt schon erläutert hatte, in was für eine ungünstige Lage ein unverheiratetes schwangeres Mädchen käme, war ich überrascht, dass Winjas Vater so positiv reagierte.


    Frage in die Runde: Kommt rüber, wieso der Händler der Sache so milde gegenübersteht?



    Stattdessen führt er erst aus, was er an den Händlern mag und teilt dann seinen Entschluss mit, sich ihnen anschließen zu wollen. Wenn auch mit trotzigem Ton. Das klingt mehr danach, dass er es auch wirklich gerne tun will und von seinem Vater nur einen (schmerzlichen) Schubser benötigt.


    Vielleicht wartet er auch darauf, dass sein Vater einen Einwand erhebt und ihn bremst, ihn bei sich behalten will ...?



    Wette, [Crottet] wird künftig noch eine Rolle spielen.


    Der Kenner lächelt und schweigt. :)



    Hoffentlich entspricht dieser Text in etwa dem, was ihr hier als Rückmeldung erwartet. Habe da schließlich noch keine Erfahrungswerte.


    Perfekt. :daumen:



    Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie ihr es schafft auf wenigen Seiten ein aventurisches Feeling herbeizuführen.
    Der Prolog hat mir sehr gut gefallen.


    Vielen Dank, das freut mich. :freu:



    (hat es einen bestimmten Grund, das Mada manchmal als „sie“ und dann wieder als „er“ bezeichnet wird?)


    Ja: Im Zwölfgöttermythos und bei den Nivesen sind Mada unterschiedliche Personen. Bei den einen ist Mada weiblich, bei den anderen männlich. Gemeinsam ist beiden die Verbindung der jeweiligen Sage zum Mond.



    Die Erwähnung von Mikail war auch ein kleines Highlight. Der Bezug zu aventurischen Geschehnissen/berühmten Personen bereitet mir viel Lesespaß :)


    Ich baue so etwas auch immer gern ein. Hier ist es eine Referenz an den Roman Blaues Licht von Daniela Knor, der die Geschichte dieses Heiligen erzählt.



    Ich vermute, dass [Crottet] Nirka wiedersehen wird und bin gespannt, wie er auf sie reagiert.


    Die Richtung, die die Ottajasko einschlägt, stimmt ja zumindest schon einmal grob: Die dritte Prophezeiung wartet in Riva, das ja auch im Prolog bereits kurz "angespielt" wird. Denkt Ihr, es wird zum Wiedersehen der (Adoptiv-)Geschwister kommen?



    Da sieht [Winja] zum ersten mal dem "Spiel der Geschlechter" (lustige Bezeichnung dafür) zu und im nächsten Moment ist sie voll dabei - mit 13.


    Na ja, äh, das ist ja nun auch kein Ausbildungsberuf, in dem man groß angelernt werden müsste, um voll dabei zu sein. ;D



    Die Nivesen haben es ja auch geschafft, aber natürlich leben sie ein ganz anderes Leben.


    Wegen der engen Verbindung der Nivesen zu den Wölfen nennt man sie übrigens auch "das Wolfsvolk". ;)


  • Nachdem die Norbardin im Zelt schon erläutert hatte, in was für eine ungünstige Lage ein unverheiratetes schwangeres Mädchen käme, war ich überrascht, dass Winjas Vater so positiv reagierte.


    Frage in die Runde: Kommt rüber, wieso der Händler der Sache so milde gegenübersteht?
    - Ja, es kam schon rüber, dass er dank diesem Umstand Profit gemacht hat und sowas wie einen Glücksbringer in dem Kind sah. Dennoch hatte ich nicht damit gerechnet bevor ich soweit gelesen hatte.



    Stattdessen führt er erst aus, was er an den Händlern mag und teilt dann seinen Entschluss mit, sich ihnen anschließen zu wollen. Wenn auch mit trotzigem Ton. Das klingt mehr danach, dass er es auch wirklich gerne tun will und von seinem Vater nur einen (schmerzlichen) Schubser benötigt.


    Vielleicht wartet er auch darauf, dass sein Vater einen Einwand erhebt und ihn bremst, ihn bei sich behalten will ...?
    - Es steht auch so im Text, dass er es gerne gehabt hätte, dass sein Vater ihn da behalten will, aber wer weiß schon selbst genau, was er will? Klar hätte er sich gerne der Vaterliebe versichert, aber vielleicht schlagen da eben auch zwei Herzen in seiner Brust. :>



    Ich vermute, dass [Crottet] Nirka wiedersehen wird und bin gespannt, wie er auf sie reagiert.


    Ich denke, dass die Zwei sich eigentlich ganz gut verstehen, wenn sie nicht um ihren Vater buhlen müssen. Wie es eben so ist unter Geschwistern. Eifersucht hin oder her. Sie sind zusammen groß geworden, das schweißt sie zusammen.



    Da sieht [Winja] zum ersten mal dem "Spiel der Geschlechter" (lustige Bezeichnung dafür) zu und im nächsten Moment ist sie voll dabei - mit 13.


    Man muss wahrscheinlich einen mittelalterlichen Blick darauf haben. Da haben die Menschen eben viel früher geheiratet/ Familien gegründet und Winja wurde vielleicht durch das "Vorspiel" angeheizt, aber genauso gut kann der Fremde sie einfach in ihren Bann gezogen haben und durch seine unwiderstehliche Aura zu etwas verführt haben, von dem sie vorher selber nicht gedacht hätte, dass sie schon dazu bereit wäre. Klappt ja auch bei Vampiren. ;D



    Die Nivesen haben es ja auch geschafft, aber natürlich leben sie ein ganz anderes Leben.


    Es kam auch gar nicht als Lösungsidee, dass Winja mit ihrer Tochter fortan bei den Nivesen lebt, fällt mir gerade auf. Ja, da hat der Vater eben die Hosen an.


  • Klar hätte er sich gerne der Vaterliebe versichert, aber vielleicht schlagen da eben auch zwei Herzen in seiner Brust.


    Ja, es ist gut möglich, dass Crottet innerlich schon weiter war, als er selbst realisiert hat ...



    ..., aber genauso gut kann der Fremde sie einfach in ihren Bann gezogen haben und durch seine unwiderstehliche Aura zu etwas verführt haben, von dem sie vorher selber nicht gedacht hätte, dass sie schon dazu bereit wäre. Klappt ja auch bei Vampiren. ;D


    Und im allseits beliebten Genre der "Nackenbeißer". ;D Zur Erklärung: Das sind die romantischen Hefte, auf deren Titelbild ein Mann eine junge Dame an sich zieht, die ihrerseits seufzend (Lippen leicht geöffnet) den Kopf nach hinten legt und damit den Hals einladend überstreckt, als wolle sie, dass er hineinbeiße ("neck biter" - "Nackenbeißer" ist etwas unscharf übersetzt). Auf diesen Covern hat der Mann meist recht wenig oder gar kein Textil am Oberkörper und sieht allgemein wild aus.


  • Und im allseits beliebten Genre der "Nackenbeißer". ;D


    Ehrlich gesagt habe ich tatsächlich als erstes daran gedacht, als ich die Szene gelesen habe ;)
    In Verbindung mit Vampiren auch durchaus mal ganz nett zu lesen ;D

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Dann möchte ich auch mal meinen Eindruck vom Prolog kundtun.


    Für Winja konnte ich mich vom ersten Moment an begeistern. Die unheimliche Stimmung, die durch das nächtliche Umherstreifen und Heulen der Wölfe entsteht, hat mich sofort gepackt. Schon schnell lässt das Mädchen durchblicken, dass es sehr neugierig auf die Dinge ist, die zwischen Mann und Frau passieren können. Ich finde, ein völlig normales Verhalten in diesem Alter. Die Geschichte vom Madamal fand ich sehr schön eingebunden, allerdings kann ich jetzt nicht sagen, ob diese Geschichte einigen schon aus DSA bekannt ist, da ich leider keinen DSA Hintergrund habe.


    Das Erlebnis, das die beiden-noch unschuldigen- Mädchen im Zelt haben, ist faszinierend und natürlich DER Schlüsselmoment-zumindest für Winja. Der Satz auf SEite 16: "Winja fühlte sich halb erlöst und halb verstoßen, als sie über die Schwelle zurück in die Nachtluft trat." zeigt, ihre ambivalenten Gefühle deutlich. Wir alle kennen es aus unserer eigenen Jugend, man ist neugierig und abgestoßen zugleich, wenn man mit gewissen Dingen zum ersten Mal konfrontiert ist und doch kann man sich dieser Faszination nicht entziehen. Ich denke, Winja verspürt eine tiefe Sehnsucht danach, ebenso begehrt zu werden, wie die Frauen in dem Zelt. Winja, die wie auch fast alle Heranwachsenden unter den Fittichen ihrer strengen Eltern stehen, verspürt den Drang zu rebellieren und verleiht diesem Gefühl Ausdruck, in dem sie sich einem nun sagen wir mal, sehr animalischen "Menschen" unterwirft und hingibt. Im Wissen ihren Eltern eins Auszuwischen und endlich selbst über sich und ihren Körper zu entscheiden, lässt sie sich mit ihm ein, völlig angezogen von seiner Stärke und Männlichkeit.


    Ihr Vater Jasper Nutjes- kann wenig bei mir Punkten. Immer aufs Geschäft bedacht zwingt er seine Tochter schließlich, ihr "Wolfskind" auszusetzen. Eine Szene, die mir nun wirklich beinahe das Herz gebrochen hat. Zwar weint der gute Mann einige Krokodilstränen...naja aber es hätte sicher auch eine andere Lösung gefunden werden können. Wie kann man als Vater so etwas von seiner Tochter verlangen? KLar, es steht viel auf dem Spiel für ihn und dennoch fehlt mir das Verständnis.


    Crottet kann ich nicht ausstehen! :unschuldig: Ich hasse es wenn man seinen Geschwistern etwas neidet und im Gegensatz zu manch anderer Einschätzung hier glaube ich nicht, dass sie sich zusammenraufen werden weil sie quasi "Geschwister" sind. Nein, im Gegenteil, ich denke Crottet wird Nirka irgendwann ganz ganz übel mitspielen. Gerade unter Geschwistern herrscht oft bittere Feindschaft, da schenkt keiner dem anderen etwas und manche Neidereien wachsen von einem zierlichen Unkraut zu einem imposanten Baum, in dessen Schatten nichts mehr gedeihen kann. Will heißen: ES kann nur PLatz für einen geben ;-) Da bin ich sehr gespannt ob und was wir da noch erfahren werden.
    Die Karenen gefallen mir noch gut. Vor allem die mit den bunten Bändern. Ich muss automatisch an Karibus denken und so stelle ich sie mir auch vor.


    Für mich ein gelungener Prolog mit sehr überzeugenden Charakteren, die mich neugierig gemacht haben und über die ich unbedingt mehr erfahren möchte: vor allem über Winja ( ich denke es wird ein Wiedersehen mit Nikascha/Nirka geben), Nirka und Crottet.


    Dieser Prolog war in der Tat einmal ganz anderes als die letzten beiden, doch sehr anstrengenden Einstiege. Für mich ein gelungener Einstieg in ein neues Abenteuer.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Zitat

    Crottet kann ich nicht ausstehen!


    Ha! *hand-reich*


    Zitat

    hier glaube ich nicht, dass sie sich zusammenraufen werden weil sie quasi "Geschwister" sind


    Mein Hinweis darauf ist, dass Nirka auf der letzten Seite zu ihm (Crottet) kommt und ihn mit der Schnauze anstupst. Hätte sie ja nicht tun brauchen. Zumindest von ihrer Seite ist doch scheinbar Zuneigung da. Crottet beklagt auch nicht Nirkas Verhalten, sondern das aller anderen. Dass man ihr alles nachsieht und sie nicht gleich behandelt.


  • Ha! *hand-reich*



    Mein Hinweis darauf ist, dass Nirka auf der letzten Seite zu ihm (Crottet) kommt und ihn mit der Schnauze anstupst. Hätte sie ja nicht tun brauchen. Zumindest von ihrer Seite ist doch scheinbar Zuneigung da. Crottet beklagt auch nicht Nirkas Verhalten, sondern das aller anderen. Dass man ihr alles nachsieht und sie nicht gleich behandelt.


    Hmm jaaa das stimmt zwar mit dem Anstupsen und natürlich empfindet Nirka (noch) nicht so, aber ich vermute trotzdem, auch wenn es dem Verhalten der Anderen geschuldet ist, dass er einen immer grüßer werdenden Groll auf seine "Schwester" hegen wird. Naja...mal sehen wie sich die Beiden entwickeln. :D

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Für Winja konnte ich mich vom ersten Moment an begeistern. Die unheimliche Stimmung, die durch das nächtliche Umherstreifen und Heulen der Wölfe entsteht, hat mich sofort gepackt.
    ...
    Für mich ein gelungener Prolog mit sehr überzeugenden Charakteren, die mich neugierig gemacht haben und über die ich unbedingt mehr erfahren möchte


    :freu:



    Schon schnell lässt das Mädchen durchblicken, dass es sehr neugierig auf die Dinge ist, die zwischen Mann und Frau passieren können. Ich finde, ein völlig normales Verhalten in diesem Alter.


    Ich erinnere mich, dass meine Kumpels und ich, als wir 13 waren, bereits eine sehr genaue (wenn auch nicht immer zutreffende) Vorstellung von weiblicher Anatomie hatten, der wir auch in sehnsuchtsvollen und erwartungsfrohen, wenn auch oftmals ungelenken Zeichnungen Ausdruck verliehen. ;D



    Gerade unter Geschwistern herrscht oft bittere Feindschaft, da schenkt keiner dem anderen etwas und manche Neidereien wachsen von einem zierlichen Unkraut zu einem imposanten Baum, in dessen Schatten nichts mehr gedeihen kann. Will heißen: ES kann nur PLatz für einen geben ;-)



    Mein Hinweis darauf ist, dass Nirka auf der letzten Seite zu ihm (Crottet) kommt und ihn mit der Schnauze anstupst. Hätte sie ja nicht tun brauchen. Zumindest von ihrer Seite ist doch scheinbar Zuneigung da. Crottet beklagt auch nicht Nirkas Verhalten, sondern das aller anderen. Dass man ihr alles nachsieht und sie nicht gleich behandelt.


    Gut beobachtet! Und vielleicht wächst ja auch der Neid nicht unbedingt himmelhoch, wenn Crottet wirklich die Sippe verlässt und ihm die Reibungsfläche fehlt? In der Fremde mag er Möglichkeiten finden, sich zu beweisen und Selbstbewusstsein aufzubauen, sodass er sich nicht ständig als "der im Schatten Stehende" empfindet ...



    Die Karenen gefallen mir noch gut. Vor allem die mit den bunten Bändern. Ich muss automatisch an Karibus denken und so stelle ich sie mir auch vor.


    Auf dem Titelbild ist ein Karen abgebildet und die Vignetten zum Kapitelstart stellen ebenfalls ein Karen dar. Irdisches Vorbild war vermutlich das sibirische Moschustier.


    Wie gefällt Euch eigentlich die Aufmachung des Buchs - Karte, Druck, Titelbild, Vignetten ...?

  • Frag nicht... :(


    Das ist eben die Schwäche des Ebooks. Schwarzweiß nimmt dem Titelbild (das ich an sich total schön finde) viel Wirkung und die Karte ist besonders übel: Außer einem groben Umriss ist nichts zu erkennen. Und einmal ist mir bereits beim Wischen auf die Karte das Ebook abgestürzt (lese auf einem Tolino Shine).
    Dafür nimmt es im Wohnzimmer keinen Platz ein. :>

  • Der Prolog hat mir viel Freude beim lesen gemacht. Ich finde es gut, dass man durch eure Prologe nach Monaten der Lesepause, immer wieder langsam in die Geschichte reingeführt wird.


    Das Prolog diesmal mehre Orte und Zeitebenen hat, finde ich nicht störend.


    Die Erlebnisse der beiden Mädchen bei den Norbarden waren toll geschildert. Es wurden viele Details der Kulturen von Nordbaden, Nivesen und Bornländern aufgegriffen und passend platziert. Das macht einfach Spass zu lesen wenn man Aventurien so plastisch präsentiert bekommt.


    Crottet war immer ein beliebter Charakter in unserer Gruppe. Und auch die Karen waren immer die heimlichen Stars dieser dritten Queste. Deswegen finde ich die Vignette sehr gelungen. Unvergessen ist hier unser Lieblings Karen, "Karin das Karen". Unser Gruppen Maskottchen von damals.


    Die Feindschaft zwischen den Geschwistern finde als Motivation für Crottet, hinaus in die Welt zu ziehen, gut gewählt.


    Die Reaktion des Vaters von Winja war für mich auch Nachvollziehbar. Der Mann ist Händler durch und durch und mochte das Enkelkind als eine art phexisches Geschenk.


  • Der Prolog hat mir viel Freude beim lesen gemacht.


    :freu:



    Es wurden viele Details der Kulturen von Nordbaden, Nivesen und Bornländern aufgegriffen und passend platziert. Das macht einfach Spass zu lesen wenn man Aventurien so plastisch präsentiert bekommt.


    Es macht auch Spaß, diese Dinge einzubauen. Bei der Recherche im Quellenmaterial zu Aventurien fühle ich mich manchmal wie ein Junge im Süßwarenladen, dem der Vater sagt: "Greif zu, du darfst so viel mitnehmen, wie du tragen kannst." :)



    Unvergessen ist hier unser Lieblings Karen, "Karin das Karen". Unser Gruppen Maskottchen von damals.


    :totlach:

  • Ich freue mich immer besonders, wenn alte Spieler hier mitlesen und ihre alten Abenteuer im Geiste noch mal aufleben. Bitte mehr über "Karin das Karen" und andere Geschichten in Zukunft.
    Ich bin auch sehr gespannt wie der Weg Beorns ankommen wird, da es hier viele Infos gibt, die im Abenteuer fehlten ... Mehr wird nicht gespoilert ...
    Und es soll ja auch nicht der Verdacht enstehen, dass ich Beorn über den grünen Klee loben würde :)

  • [quote author=Bernhard H. link=topic=14245.msg291612#msg291612 ]
    Und es soll ja auch nicht der Verdacht enstehen, dass ich Beorn über den grünen Klee loben würde :)
    [/quote]


    Natürlich ist jeder von Euch total objektiv, was die Figuren betrifft und sieht ausschließlich nur das Ganze ;) :D :totlach:


    "Karen das Karen" sagt mir natürlich gar nichts, vielleicht mag einer von den Rollenspielern uns das genauer erklären. Würde mich interessieren.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

Anstehende Termine

  1. Freitag, 6. Juli 2018 - Sonntag, 22. Juli 2018

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  2. Dienstag, 10. Juli 2018, 21:40 - Dienstag, 24. Juli 2018, 22:40

    odenwaldcollies

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    Caren

  4. Freitag, 13. Juli 2018 - Sonntag, 22. Juli 2018

    odenwaldcollies