01 - Prolog (Seite 5 - 44)

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  • Ich habe heute Vormittag Zeit zum Lesen gefunden und den Prolog fertig.


    Was mir gleich positiv aufgefallen ist: Es gibt diesmal eine genaue Zeitangabe, vor wieviel Jahren er spielt. :daumen: Die Zeitsprünge waren für mich kurz etwas irritierend, aber nachdem ich mich schnell darauf eingestellt hatte, die Überschriften genauer zu lesen (die werden von mir etwas nachlässig gelesen ;) ) hatte ich keinerlei Schwierigkeiten damit. Darüber, dass wir ein winziges Stück aus Crottets Vergangenheit erfahren hab ich mich gefreut. Ich nehme mal ganz stark an, das in diesem Abenteuer Crottet eine größere Rolle spielt und wir mehr von ihm kennenlernen. Darauf freue ich mich.


    Die Protagonisten im Prolog lernen wir diesmal nicht so richtig kennen. Winja etwas mehr, aber der Rest bleibt ziemlich blass. Aber ich denke, es ging wohl auch hauptsächlich um die Einführung des Wolfskindes Nikascha/Nirka. Die Freizügigkeit der Norbarden fand ich interessant. Auch war ich überrascht, das es zu Mada/dem Madamal zwei verschiedene Versionen gibt. Ich dachte auch nicht, dass es dort oben zwei Völker gibt, die Nirvesen und die Norbarden.


    Mir fällt es etwas schwer, zu dem Prolog etwas zu sagen, da es doch immer nur kurze Einblicke in verschiedene Zeiten und Orte waren.Was aber nicht heißt, dass mir der Prolog nicht gefallen hat.


    Ich bin sehr gespannt, welche Rolle das Wolfmädchen in diesem Buch noch spielen wird.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Hallo zusammen,


    der Prolog war tatsächlich ganz anders, als in den beiden vorherigen Büchern, hat mir aber auch sehr gut gefallen. Er hatte nicht so extrem grausige Momente, die einen doch bei den anderen etwas schlucken ließen oder sehr nachhingen (OK, als die Wölfin beim Öffnen der Tür angriff bin ich sehr erschrocken :o Das sind bei Filmen so die Momente, wo man auf dem Sofa heftig zusammenzuckt ;D), aber sie stimmten wunderbar auf das Buch ein, einmal von der Stimmung her (das Wolfsgeheul war sehr atmosphärisch) und auch von den Informationen, die man hier über Volk, Welt und Götter bekam. Als Nichtrollenspieler bin ich immer wieder besonders dankbar, wenn es in den Geschichten Momente gibt, in denen Hintergründe, Gesellschaft und Gepflogenheiten mal wieder kurz erklärend eingeflochten werden.


    Hmmm, da habe ich jetzt aber doch einen grausigen Moment verdrängt, wahrscheinlich weil ich die Augen so schnell verschlossen hatte beim Blick in das große Zelt. :D


    Winjas Emotionen waren gut greifbar. Diese Hin- und Hergerissenheit zwischen Angst und Faszination. Ihre widerstreitenden Gefühle, die nach und nach erzeugt wurden. Lustigerweise war es dann Duri, die von dem Zelt ein bisschen wie in Panik weggerannt ist, obwohl sie vorher noch so großspurig und überlegen tat. ;)


    Bei der Gelegenheit: Ob wir wohl Duri mit ihrer Schlange wieder treffen? Ich mochte sie auf Anhieb irgendwie und würde gerne mehr von ihr lesen.


    Dass sich Wanja dann so schnell dem Wolfsmann hingegeben hat, hat mich nicht verwundert. Auf mich machte die Begegnung einen fast irrealen Eindruck und so muss es auch für Winja gewesen sein. Unter den seltsamen neuen Gefühlen, die sie gerade spürte, muss dieser Wolf und die Situation wie eine unwirkliche Szene, in der sie die Hauptrolle spielte, gewesen sein (können Wölfe auch eine Magie ausüben bzw. andere irgendwie mit ihren Augen "fangen" . Das würde zu dieser unwirklich auf mich wirkenden Szene passen)


    Gut gemacht im Prolog waren die Abschnitte, die die wesentlichen Momente zeigten, nun also die Geburt.



    Frage in die Runde: Kommt rüber, wieso der Händler der Sache so milde gegenübersteht?


    Das kam bei mir sehr gut rüber, er hat ja mehrfach darüber nachgedacht, wie viel Glück und Reichtum ihm das Kind gebracht hatte. Es war für ihn wie ein Lottogewinn, finanziell gesehen.


    Und hier lernen wir also Crottet kennen. Schön, nun auch von ihm ein paar Hintergründe zu bekommen.



    Vielleicht wartet er auch darauf, dass sein Vater einen Einwand erhebt und ihn bremst, ihn bei sich behalten will ...?


    Diesen Eindruck hatte ich. Er wartete doch richtig auf einen Einwand des Vaters, auf ein Zurückhalten. Aber der sagte dann nur OK. Wobei ich dabei auch das Gefühl hatte, dass der Vater es gut mit ihm meinte und ihm helfen wollte, zu sich zu finden oder seinen Weg zu finden, den er wohl nicht bei sich im Lager sah, sondern draußen in der Welt.


    Der Einstieg hat mich jedenfalls sehr neugierig gemacht und ich freue mich aufs Weiterlesen und bin gespannt, wer neben unseren beiden Kontrahenten im Wettkampf in der Geschichte vielleicht auch noch eine Rolle spielt (also Wanja oder Duri oder Nossep .... ).


    Das Buch selbst gefällt mir übrigens auch wieder sehr vom Cover her. Tolles Bild!


  • Frage in die Runde: Kommt rüber, wieso der Händler der Sache so milde gegenübersteht?


    Ja. Er sieht in dem Kind einen Glücksbringer. Ich denke fast, dass da sowas wie "Magie" mit im Spiel ist. Winja hatte ja auch scheinbar keine wirkliche Chance, dem Wolfsmann zu widerstehen. Der Wolfsmann wiederum war nur auf die Zeugung dieses Wolfkindes bedacht. Und damit die Überlebenschancen dieses Kindes gesichert sind, liegt vielleicht so eine Art "Zauber" darüber.



    Die Richtung, die die Ottajasko einschlägt, stimmt ja zumindest schon einmal grob: Die dritte Prophezeiung wartet in Riva, das ja auch im Prolog bereits kurz "angespielt" wird. Denkt Ihr, es wird zum Wiedersehen der (Adoptiv-)Geschwister kommen?


    Auf jeden Fall! Darauf bin ich sehr gespannt.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Dem kann ich nicht zustimmen. Ich mag Crottet. Was wohl aber auch daran liegt, dass wir ihn aus dem vorherigen Band schon kennen und wissen, was aus ihm geworden ist.



    Hmm jaaa das stimmt zwar mit dem Anstupsen und natürlich empfindet Nirka (noch) nicht so, aber ich vermute trotzdem, auch wenn es dem Verhalten der Anderen geschuldet ist, dass er einen immer grüßer werdenden Groll auf seine "Schwester" hegen wird. Naja...mal sehen wie sich die Beiden entwickeln. :D


    Ich denke auch, das die Rivalität und Eifersucht unter den Ziehgeschwistern nicht so ausgeprägt ist. Ich meine eher, dass sie sich trotzdem mögen. Und oft ist es ja bei Geschwistern so, dass sie sich erst dann richtig gut verstehen, wenn sie nicht mehr zusammen unter einem Dach leben.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)


  • Wie gefällt Euch eigentlich die Aufmachung des Buchs - Karte, Druck, Titelbild, Vignetten ...?


    Ich finde das Titelbild sehr gelungen. Es gibt einen guten Eindruck von der Gegend wieder. Die Vignetten gefallen mir gut.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Hi,


    hier nun meine 2 Cents zum Prolog und zur Aufmachung.


    Mit letzterem fange ich zuerst an: Das Titelbild finde ich sehr stimmungsvoll und passend, die Vignetten gefallen mir auch sehr gut. Die Karte ist meiner Ansicht nach etwas zu grob, da werde ich wohl auf die Karte der Website zurückgreifen.


    Und nun zum Prolog:
    Winja wurde sehr gut beschrieben, man kann sich richtig ein halbwüchsiges Mädchen vorstellen. Der Zwischenfall mit der Wölfin kam für mich sehr überraschend, aber dass es sich dabei um Nirka handelte, das ahnte ich schon. Winjas Vater wurde auch gut charakterisiert.


    Von Crottet halte ich nicht viel.


    Ich bin sehr gespannt, wie sich Nirka weiterentwickelt, und wie ihr weiterer Weg ist.

    Fantastic! Allons-y! Geronimo! Oh, brilliant!


  • Was mir gleich positiv aufgefallen ist: Es gibt diesmal eine genaue Zeitangabe, vor wieviel Jahren er spielt.


    Ja, das schien mir notwendig, damit man sich orientieren kann, wie alt Winja in welcher Szene ist.



    Ich nehme mal ganz stark an, das in diesem Abenteuer Crottet eine größere Rolle spielt und wir mehr von ihm kennenlernen. Darauf freue ich mich.



    Von Crottet halte ich nicht viel.


    So unterschiedlich kann ein und dieselbe Figur wirken. :D
    Um mal um etwas Verständnis für Crottet zu werben: Ein bisschen erinnert er mich an die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater. Nur bekleidet er keine der Hauptrollen, sondern die Nebenrolle des anderen Sohns, der treu zu seinem Vater steht, alles tut, was ihm aufgetragen wird, immer fleißig mitarbeitet - und der noch nicht einmal ein Lamm nehmen darf, wenn er mit seinen Kumpels ein Fest feiern möchte. Der andere Sohn, der nie etwas für den Vater getan hat, bekommt dagegen alles, nur, weil er (wieder) da ist.
    Crottet ist der Sohn des Häuptlings. Das macht ihn nicht automatisch zu Kuljuks Nachfolger, aber wie viele Söhne orientiert er sich am Vater und will nich hinter ihm zurückfallen. Er ist ein sehr guter Spurenleser geworden, vermutlich auch ein passabler Jäger und Karenhirte. Er ist also auf einem guten Weg, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.
    Dann kommt Nirka.
    Nirka leistet zunächst einmal nichts, sie ist einfach. Dafür achten sie alle in der Sippe, sie wird als etwas ganz Besonderes - vor allem als viel "besonderer" als Crottet - wahrgenommen. Ein Stück weit ist er abgemeldet. Vorher das einzige Kind des Häupltings, hat er jetzt nur noch halb so viel Aufmerksamkeit.
    Und später überflügelt Nirka ihn auch noch mühelos in dem, was er sich mühevoll antrainiert hat und worin er sich für besonders gut hält: dem Spurenlesen. Ja, sie muss noch nicht einmal Spuren lesen, sie kann einfach wittern.
    Verständlich, dass er das als ungerecht empfindet, oder?
    Egal, wie sehr er sich anstrengt - er wird nie der beste Fährtensucher der Sairan-Hokke sein. Vermutlich wird man auch nie so viel auf seine Meinung geben wie auf die von Nirka, ganz egal, wie viel Erfahrung er haben wird - denn Nirka ist gesegnet und er nicht.
    Und dann noch die Tatsache, dass alle um diese Umstände wissen, aber keiner sie ausspricht! Er kann mit niemandem über seine Enttäuschung sprechen. Täte er es doch, würde man ihm vorwerfen, dass er seinen (neuen) Platz in der Sippe einfach nicht anerkennt.
    Er will etwas aus sich machen, und er erkennt, dass das dort, wo er sich befindet, nicht möglich ist. Also zieht er in die Welt hinaus - irgendwohin, wo man ihn vielleicht mehr braucht als bei der Sippe, die schon das Wolfsmädchen hat.



    Auch war ich überrascht, das es zu Mada/dem Madamal zwei verschiedene Versionen gibt.


    Das ist auch beim Himmelsturm so. Wenn Ihr Euch daran erinnert, was Ohm Follker und Galandel darüber zu sagen wussten, dann wichen diese Geschichten voneinander ab - und von dem, was man tatsächlich vorgefunden hat, sowieso ...
    Das ist ein gewisses "realistisches Element" im aventurischen Hintergrund. Dinge sind unbekannt, oder Erklärungen sind nicht erforscht, und verschiedene Kulturkreise spinnen dann unterschiedliche Mythen darum.



    Ich dachte auch nicht, dass es dort oben zwei Völker gibt, die Nirvesen und die Norbarden.


    Es gibt noch mehr - warte nur ab. ;)
    Die Siedlungsgebiete von Nivesen und Norbarden sind aber nicht identisch - sofern man bei Nomaden überhaupt korrekt von "Siedlungsgebieten" sprechen kann. Die Nivesen folgen in ihrer Mehrzahl dem Zug der Karenherden. Das deckt das Gebiet im Nordosten des Kontinents ab. Die Norbarden haben eine äußerst wechselvolle Historie, im Grunde sind sie Vertriebene. Heute leben sie in fahrenden Sippen, meist zwischen Riva und Festum. Damit wandern die Nivesen etwas weiter nach Norden, die Norbarden etwas weiter nach Süden. Es gibt aber auch nivesische Fallensteller, die sehr viel weiter nach Norden vordringen (in Nordwärts treffen wir Crottet ja auch auf dem Packeis) und Norbarden kann man grundsätzlich überall in Aventurien als fahrende Händler antreffen (wer bei den Leserunden zu Die Türme von Taladur dabei war, erinnert sich vielleicht daran, auch dort einem Norbarden begegnet zu sein - im dritten Band, glaube ich).


  • der Prolog ... hat mir aber auch sehr gut gefallen.


    :freu:



    OK, als die Wölfin beim Öffnen der Tür angriff bin ich sehr erschrocken :o Das sind bei Filmen so die Momente, wo man auf dem Sofa heftig zusammenzuckt


    :D



    Lustigerweise war es dann Duri, die von dem Zelt ein bisschen wie in Panik weggerannt ist, obwohl sie vorher noch so großspurig und überlegen tat. ;)


    Na ja, Winja hat ja auch aufgetrumpft und dabei ihre Erfahrungen in Sachen Küssen etwas, äh, umfassender dargestellt. :)



    Dass sich Wanja dann so schnell dem Wolfsmann hingegeben hat, hat mich nicht verwundert.


    Auf diesen Wolfsmann bin ich ein bisschen stolz.
    Es gibt bei den Nivesen die Nieijaa - heilige Wesen, die aus der Verbindung zwischen Wölfen und Menschen hervorgehen. Sind sie menschlich, tragen sie wolfsartige Züge. Die Quellenlage ist dazu uneinheitlich. In einer Quelle steht, dass aus der Verbindung zwischen einem Nieijaa und einem Menschen oft ein (zur Gestaltwandlung fähiges) Wolfskind hervorgeht. In einer anderen Quelle steht aber, dass genau das niemals der Fall ist.
    Deswegen habe ich den Mann im Prolog so beschrieben, dass er zu beiden "Quellenlagen" passt. Er könnte ein Nieijaa sein - oder aber nur ein Mann, der Winja in ihrer Reizüberflutung besonders animalisch erscheint. So kann jeder Leser sein eigenes Aventurienbild auf das Geschilderte projizieren. :)

  • Mir hat der Prolog auch sehr gut gefallen, anders als in den Vorgängerbänden, aber genauso gut.


    Winja ist ja schon sehr den körperliche Gelüsten zugetan. Ich dachte, mit 13 Jahren ist das schon ziemlich früh, ziemlich schamlos dem Treiben zuzusehen. Sie wirkte auf mich etwas nymphoman.


    Die Entscheidung von Winjas' Vater, das Kind auszusetzen, gefiel mir zwar nicht, aber ich konnte die Entscheidung etwas nachvollziehen. Er will mit seinem Geschäft die Zukunft für seine Familie sichern und eine Enkelin, die die Kunden möglicherweise angreift ist für das Geschäft nicht zuträglich. Auch wenn sich die Angriffe nicht häufen, ist das Gerede der Leute schädigend genug.


    Ich habe nicht ganz verstanden, warum Nirka auf einmal, als die Tür geöffnet wurde, angegriffen hat. War es ihre erste Verwandlung und sie war verwirrt oder konnte sie den Freund ihrer Mutter nicht leiden?


    Glücklicherweise hat Nirka dann bei den Nivesen eine Adoptivfamilie gefunden. Sie verhält sich total friedlich und setzt ihre Wolfsfähigkeiten ein, sehr zum Leidwesen von Crottet, er fühlt sich irgendwie ziemlich abgemeldet bei seinem Stamm.

  • Zitat

    Ich habe nicht ganz verstanden, warum Nirka auf einmal, als die Tür geöffnet wurde, angegriffen hat. War es ihre erste Verwandlung und sie war verwirrt oder konnte sie den Freund ihrer Mutter nicht leiden?


    Evt auch Revierverhalten. Führt aber alles aufs selbe hinaus, deswegen kann man es sich wohl zurechtreimen, wie man will.

  • Hallo ihr Lieben,


    gestern auf der Fahrt zum nächsten Familienbesuch habe ich den Prolog gelesen - inzwischen freue ich mich schon richtig auf die Prologe und bin gespannt, über wessen Vergangenheit wir etwas erfahren werden. Und auch dieser Prolog hat mir wieder sehr gut gefallen.


    Sehr gut hat mir die Umgebungsbeschreibung gefallen, ich konnte das Weglager bildlich vor mir sehen. Durch das Heulen der Wölfe in der Umgebung wurde es noch lebendiger :herz: Witzig, beim letzten Buch haben mir ebenfalls die Umgebungsbeschreibungen sehr gut gefallen - und dabei stammen die beiden Prologe nicht aus einer Feder, will sagen, ihr ergänzt euch wirklich perfekt, Bernhard und Bernd :daumen:


    Das Heulen der Wölfe stellte bei mir gleich die Verbindung zum Buchtitel her, wobei ich nicht auf die Idee gekommen bin, dass es sich um eine Art Werwolf handeln könnte, der Gedanke kam mir erst, als Winja dem Fremden mit den Wolfsaugen begegnet.


    Gelungen finde ich auch die Geschichte über den Madaverrat, wie unterschiedlich diese wahrgenommen wird und welchen Stellenwert Wölfe bei den Nivesen haben.


    Da der zweite Abschnitt in Riva knapp 10 Monate später spielt, dachte ich mir direkt, dass der Sex zwischen Winja und dem Fremden nicht folgenlos geblieben ist. Ich muss gestehen, ich war etwas überrascht, dass Winjas Schwangerschaft keine moralische Entrüstung hervorgerufen hat - irgendwie rechnet man immer automatisch mit so etwas ;D Erst hier habe ich dann die Aussage der Frau in dem Liebeszelt vollständig verstanden, wer sich denn um die Kinder kümmern würde, da Winja noch nicht verheiratet sei. Wobei sich Winja schon Gedanken macht, dass sie als alleinerziehende Mutter geringere Chancen bei den Männern hat. Bei Nossep hatte ich allerdings ein gutes Gefühl, daher bin ich sauer auf Jasper, dass er die Verbindung sabotiert. Wobei der Angriff auf Nossep schon heftig war, mich hätte es nicht gewundert, wenn er danach Reißaus genommen hätte :o


    Jaspers Entscheidung, dass Winja ihre Tochter aussetzen soll, fand ich im ersten Moment ebenfalls schrecklich, aber so wie es sich später herausstellt, war die Entscheidung doch nicht so falsch. Und ganz leicht fällt sie ihm ebenfalls nicht. Aber bei den Nivesen scheint es Nirka deutlich besser zu gehen: während ihr in Riva Misstrauen und Ablehnung begegnet wären, nimmt sie bei den Nivesen eine besondere Stellung ein, ein Stamm gilt sogar als gesegnet, wenn er einen Wolfsmenschen bei sich hat. Und scheinbar kann Nirka ihre wölfische Seite auch gut kontrollieren; da war ich mir nach dem Angriff auf Nossep nicht so ganz sicher.


    Crottet ist bockig und eifersüchtig auf Nirka, weil er das Gefühl hat, dass sie ihm vorgezogen wird. Dazu kommt noch, dass sie tatsächlich talentierter als er ist. Bisher hatte ich eigentlich nicht das Gefühl, dass Crottets Vater seinen Sohn weniger liebt als Nirka, er kommt mir eher ziemlich weise vor. Seinen Vorschlag, dass Crottet seinen eigenen Weg finden soll, da er bei ihm eine Unzufriedenheit spürt, finde ich daher nicht als Rausschmiss, sondern vernünftig. Mit seiner Eifersucht auf die Ziehschwester steht er sich bei den Nivesen nur selber im Weg.


    Und da er nun mit dem Foggwulf unterwegs ist, erlebt er ja auch was ;D In jedem Fall werde ich Crottet nun mit anderen Augen sehen, wenn wir von ihm lesen. Und natürlich bin ich gespannt, welche Rolle die Wölfin aus dem Titel spielen wird. Bisher gehe ich davon aus, dass es sich dabei um Nirka handelt.


  • In Nordwärts und Himmelsturm haben wir ja jeweils eine kompakte Geschichte im Prolog erzählt, diesmal sind es mehrere Splitter, die zwar insgesamt eine Linie haben, aber doch jeder für sich ein Schlaglicht beleuchten. Ist Euch das zu zerfasert, oder kommt Ihr gut damit zurecht?


    Nö, mir ist das nicht zu zerfasert, im Gegenteil, ich finde es immer gut, so viele Hintergrundinformationen wie möglich zu erhalten. Und die bekommt man hier durch die Zeitsprünge, ohne dass es langatmig wird.



    Ich vermute, dass er Nirka wiedersehen wird und bin gespannt, wie er auf sie reagiert. Den Vater fand ich klasse und sehr souverän.


    Mit hat der Vater bisher auch sehr gut gefallen. Ich habe mich übrigens auch gefragt, ob es irgendwann ein Zusammentreffen zwischen Crottet und Winja und deren Eltern geben wird.



    Frage in die Runde: Kommt rüber, wieso der Händler der Sache so milde gegenübersteht?


    Er sieht sie ja als Glücksbringerin, da seither seine Geschäfte richtig gut laufen.



    Wegen der engen Verbindung der Nivesen zu den Wölfen nennt man sie übrigens auch "das Wolfsvolk". ;)


    Durch diese enge Verbindung wurden mir die Nivesen direkt sympathisch ;D



    Das Erlebnis, das die beiden-noch unschuldigen- Mädchen im Zelt haben, ist faszinierend und natürlich DER Schlüsselmoment-zumindest für Winja. Der Satz auf SEite 16: "Winja fühlte sich halb erlöst und halb verstoßen, als sie über die Schwelle zurück in die Nachtluft trat." zeigt, ihre ambivalenten Gefühle deutlich. Wir alle kennen es aus unserer eigenen Jugend, man ist neugierig und abgestoßen zugleich, wenn man mit gewissen Dingen zum ersten Mal konfrontiert ist und doch kann man sich dieser Faszination nicht entziehen.


    Stimmt, die ambivalenten Gefühle von Winja nach dem Besuch in dem Zelt kamen wirklich gut rüber, sie war verwirrt über die Reaktion des eigenen Körpers auf das, was sie dort gesehen hat.



    Die Karenen gefallen mir noch gut. Vor allem die mit den bunten Bändern. Ich muss automatisch an Karibus denken und so stelle ich sie mir auch vor.


    Bei irgendeinem Video oder Interview hat Bernhard (ich glaube, es war Bernhard), erzählt, dass die Karene mit ihren langen Zähnen im Oberkiefer keine fantastische Erfindung sind, sondern ein reales Vorbild haben - da wusste ich bis dahin gar nicht, dass die Moschustiere so aussehen.
    Edit: ich sehe gerade, Bernd hat das ja schon erwähnt und verlinkt :-[



    Wie gefällt Euch eigentlich die Aufmachung des Buchs - Karte, Druck, Titelbild, Vignetten ...?


    Wieder sehr gut, vor allem die Vignetten gefallen mir sehr gut. Ich habe mir überlegt, ob es sich bei der Dame auf dem Titelbild um Nirka handelt.



    Und es soll ja auch nicht der Verdacht enstehen, dass ich Beorn über den grünen Klee loben würde :)


    :totlach:



    Unvergessen ist hier unser Lieblings Karen, "Karin das Karen". Unser Gruppen Maskottchen von damals.


    Ich würde gerne auch mehr über meine Namensvetterin lesen :D



    Lustigerweise war es dann Duri, die von dem Zelt ein bisschen wie in Panik weggerannt ist, obwohl sie vorher noch so großspurig und überlegen tat. ;)


    Da musste ich auch grinsen - überhaupt über die zwei Mädels, die sich zuvor so cool und erfahren geben :D



    Bei der Gelegenheit: Ob wir wohl Duri mit ihrer Schlange wieder treffen? Ich mochte sie auf Anhieb irgendwie und würde gerne mehr von ihr lesen.


    So ging es mir mit Duri auch.



    Dass sich Wanja dann so schnell dem Wolfsmann hingegeben hat, hat mich nicht verwundert. Auf mich machte die Begegnung einen fast irrealen Eindruck und so muss es auch für Winja gewesen sein. Unter den seltsamen neuen Gefühlen, die sie gerade spürte, muss dieser Wolf und die Situation wie eine unwirkliche Szene, in der sie die Hauptrolle spielte, gewesen sein (können Wölfe auch eine Magie ausüben bzw. andere irgendwie mit ihren Augen "fangen" . Das würde zu dieser unwirklich auf mich wirkenden Szene passen)


    Genau, die Faszination durch den Wolfsmann hatte etwas Surreales und mich würde es nicht wundern, wenn er sie tatsächlich irgendwie in seinen Bann gezogen hätte, immerhin trat er doch auch noch einen Schritt auf sie zu, also hatte er wohl schon bestimmte Absichten. Und wer weiß, wie aphrodisierend das "Duftöl" war, über das sich Winja Gedanken macht, als sie das Zelt betreten.


    Was Crottet angeht: natürlich finde ich es nicht schön, dass er so eifersüchtig ist, aber ein Stück weit kann ich seinen Neid ein wenig nachvollziehen, vor allem in dem Alter. Das, was wir in der Gegenwart von ihm kennengelernt haben, deckte sich bisher nicht mit dem Bild, was wir von ihm durch den Prolog erhalten haben. Er wirkte bei Phileasson gereifter.


  • Mir hat der Prolog auch sehr gut gefallen



    Und auch dieser Prolog hat mir wieder sehr gut gefallen.


    :freu: :freu:



    Winja ist ja schon sehr den körperliche Gelüsten zugetan. Ich dachte, mit 13 Jahren ist das schon ziemlich früh, ziemlich schamlos dem Treiben zuzusehen. Sie wirkte auf mich etwas nymphoman.


    Sie ist das Modell "heißer Feger". ;D



    Die Entscheidung von Winjas' Vater, das Kind auszusetzen, gefiel mir zwar nicht, aber ich konnte die Entscheidung etwas nachvollziehen.


    Apropos Winjas Vater: In der Szene mit der Geburt des Kindes habe ich etwas eingebaut, um das Verständnis von Frömmigkeit im Zwölfgötterglauben zu transportieren. Da er Phex, den Gott der Händler (und Diebe) verehrt, ist es für ihn fromm, geschäftsmäßig klug zu agieren und hohe Gewinne zu machen. Das ist anders als zum Beispiel bei Shaya, die als Traviageihte eine heilige Handlung vollzieht, wenn sie kocht und die die (Familien-)Gemeinschaft über alles schätzt.



    Evt auch Revierverhalten. Führt aber alles aufs selbe hinaus, deswegen kann man es sich wohl zurechtreimen, wie man will.


    Möglich. Vielleicht hatte sie auch Angst und kam sich nach der Verwandlung im Zimmer eingesperrt vor, zumal draußen die Wölfe heulten.




    Witzig, beim letzten Buch haben mir ebenfalls die Umgebungsbeschreibungen sehr gut gefallen - und dabei stammen die beiden Prologe nicht aus einer Feder, will sagen, ihr ergänzt euch wirklich perfekt, Bernhard und Bernd :daumen:


    Vielen Dank.
    Ein wenig liegt das sicher auch an unserer engen Zusammenarbeit. Wir schreiben ja nicht isoliert, schmeißen dann die Texte zusammen und geben direkt ab, sondern lesen und kommentieren sehr gründlich, was der andere geschrieben hat. Über einige Passagen diskutieren wir dann intensiv, und abgegeben wird erst, wenn wir beide zufrieden sind.



    Ich muss gestehen, ich war etwas überrascht, dass Winjas Schwangerschaft keine moralische Entrüstung hervorgerufen hat - irgendwie rechnet man immer automatisch mit so etwas


    Ich finde es immer spannend, fremde Gesellschaften schreibend zu erkunden. Das ist zwar ein (wenn nicht sogar das) Kernthema der Science-Fiction, aber auch in der Fantasy lasse ich das immer wieder gern einfließen. Auf Aventurien bezogen bedeutet das, dass die Vorstellung, Sex dürfe allein in der Ehe stattfinden, der Fokus der Traviakirche ist - und das ist gerade einmal eine von zwölfen im Zwölfgötterkult. Durchaus im Alltag sehr einflussreich, aber doch nicht so bestimmend, dass ihre Moralvorstellungen alle anderen Konzepte dominieren würden. Ein im zwölfgöttlichen Sinne frommer Mensch, der Rahja oder mit Abstrichen auch Tsa huldigt, wird dem Konzept ehelicher Treue und keuscher Zurückhaltung nichts abgewinnen können.



    Erst hier habe ich dann die Aussage der Frau in dem Liebeszelt vollständig verstanden, wer sich denn um die Kinder kümmern würde, da Winja noch nicht verheiratet sei.


    Bei den Norbarden gibt es übrigens keinen Zusammenhang zwischen "Kinder zeugen" und "für Kinder sorgen". Der Ehemann der Mutter ist "erziehungsberechtigt" (ein eher unpassend modernes Wort) für alle Kinder seiner Frau. Wobei die Norbarden ohnehin in Sippenverbänden leben, die die Erziehung gemeinschaftlich übernehmen.



    Wobei sich Winja schon Gedanken macht, dass sie als alleinerziehende Mutter geringere Chancen bei den Männern hat.


    Eine praktische Realität, der man sich auch in Aventurien stellen muss. Zumal Winja eben in keiner Sippen-Kultur lebt, sondern in einer modernen Stadt.



    Und da er nun mit dem Foggwulf unterwegs ist, erlebt er ja auch was ;D In jedem Fall werde ich Crottet nun mit anderen Augen sehen, wenn wir von ihm lesen.


    Dann habe ich ein wesentliches Ziel des Prologs erreicht. :freu:



    Und natürlich bin ich gespannt, welche Rolle die Wölfin aus dem Titel spielen wird.


    Beim Titel sind wir übrigens von der Vorlage abgewichen; das entsprechende Abenteuer heißt Der Unglückswolf.

  • Mir gefällt dieses Cover-bisher- am besten.


    Du hast von Bernhard Jack London Lektüre bekommen? Ohja, das erklärt einiges. Ich erinnere mich an die Schulzeit, als wir "Eine Beute der Wölfe" von Jack London lesen mussten und es gefühlte 5 Jahre behandelt haben :D ich glaube ich sah monatelang nur Schnee und Wölfe :totlach: Londons Werke können da sicher sehr inspirierend sein, um solche eine Szenerie mit Leben zu füllen! Danke für diese interessante Hintergrundinfo, sehr spannend, was alles in euren Schreibprozess einfließt!


    Dass Winja mit 13 solche Schamlosigkeit unterstellt wird...nunja....wenn ich daran denke als ich 14 war. Hmm, für mich durchaus realistisch :unschuldig:


    Dann muss ich doch mal nach diesem Moschusviech da googeln ;D

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • So nachdemich wieder arbeite und der Weihnachtsstress bis auf das wieder Aufräumen vorbei ist, habe ich mir den Genuss gegönnt, mit dem Buch anzufangen und werde Euch hinterher eilen.


    Der Prolog war diesmal etwas weniger brutal. Auch wenn es für eine Mutter schlimm ist, ihr Kind herzugeben, aber der Vater hatte recht. In seiner Welt wäre das Kind ein Monster gewesen, nun ist es ein Geschenk und wird in seiner Art anerkannt.


    Die Szene vorher mit der 13jährigen Winja kann ich nicht nachvollziehen, bin wohl einfach ein Spätzünder, aber mich hätte die Szenerie eher abgestoßen. Da es aber genut 13 bis 14 jährige gibt, die schön Mütter sind, ist das also sehr realistisch und in früheren Gesellschaften waren 14jährige eigentlich schon erwachsen. Scheint ja auch die Natur so zu sehen.
    Beschrieben fand ich den ganzen Prolog sehr schön. Es wurde nicht mehr erzählt als notwendig ist und es wurde mit allen Charakteren sehr liebevoll umgegangen. Kein Schurke in Sicht.
    Nun bin ich gespannt, wieder auf unsere Helden zu treffen.


  • Auch für mich ist es eine große Freude, dass die Lese-Ottajasko wieder in See sticht! :banane: :banane: :banane:


    Diesmal durfte ich erstmals den Prolog beisteuern. :freu:
    Deswegen bin ich besonders gespannt, wie Euch der Einstieg in Die Wölfin gefällt. Auch, was die Struktur des Prologs betrifft: In Nordwärts und Himmelsturm haben wir ja jeweils eine kompakte Geschichte im Prolog erzählt, diesmal sind es mehrere Splitter, die zwar insgesamt eine Linie haben, aber doch jeder für sich ein Schlaglicht beleuchten. Ist Euch das zu zerfasert, oder kommt Ihr gut damit zurecht?


    gut, dass ich erst meinen Eindruck geschrieben habe, bevor ich dies hier las. Aber gern nochmal, der Prolog hat mir sehr gut gefallen und ich fand ihn nicht zerfasert, sondern als Stationen im Weg der Wölfin.


  • Nachdem die Norbardin im Zelt schon erläutert hatte, in was für eine ungünstige Lage ein unverheiratetes schwangeres Mädchen käme, war ich überrascht, dass Winjas Vater so positiv reagierte.


    ich auch. Vor allem, weil er vorher nicht wirklich sympathisch rüber kam.



    Allzu traurig/mitfühlend war ich mit Winja nicht, dass sie ihr Kind nicht behalten konnte. Wunderte mich. Normalerweise ist das anders beim Thema Verlust eines Kindes, aber wahrscheinlich liegt es daran, dass die Beziehung zu dem Kind nicht weiter ausgeführt wurde, auch wenn Winja klar für die Kleine Position bezog. Oder es liegt daran, dass die Vernunftsentscheidung zu nachvollziehbar war.


    Bei mir änderte sich die Haltung schlagartig mit den Tränen in den Augen des Vaters, da begann ich die Vernunftentscheidung mit zu tragen.


    Den Teil mit Crottet mochte ich nicht so sehr. Erstmal hatte ich mir wirklich für das Mädchen gewünscht, zu ihresgleichen zu finden und dann steht Crottet (der Name allein schon ist mir unsympathisch) auch noch im Wettstreit mit ihr um die Gunst des Vaters/Ziehvaters. Das wollte ich für sie auch nicht. Ist natürlich die Frage, wie viel sie davon mitbekommt.


    Wenn das Leben zu einfach wird, dann geht doch keiner weg, oder?

  • Ich finde das Titelbild sehr gelungen. Es gibt einen guten Eindruck von der Gegend wieder. Die Vignetten gefallen mir gut.


    Ich habe gar nicht überlegt, ob ich mir das Buch als ebook kaufe. Wenn es auch als audiobook gegeben hätte, dann vielleicht aber nicht ohne trotzdem das Papierbuch zu kaufen. Ich finde auch dieses Cover sehr schön und passend. Leider wird wohl bis zum Schluss die unterschiedliche Namensgröße bleiben. Das stört mich nach wie vor.


  • So unterschiedlich kann ein und dieselbe Figur wirken. :D
    Um mal um etwas Verständnis für Crottet zu werben: Ein bisschen erinnert er mich an die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater. Nur bekleidet er keine der Hauptrollen, sondern die Nebenrolle des anderen Sohns, der treu zu seinem Vater steht, alles tut, was ihm aufgetragen wird, immer fleißig mitarbeitet - und der noch nicht einmal ein Lamm nehmen darf, wenn er mit seinen Kumpels ein Fest feiern möchte. Der andere Sohn, der nie etwas für den Vater getan hat, bekommt dagegen alles, nur, weil er (wieder) da ist.


    Ja, eine Geschichte, die mich immer wieder fasziniert, denn es ist ungerecht und es ist unvermeidlich. Man wird sich immer mehr um die Kinder kümmern, die einem Sorgen bereiten.


    'Hier ist es nun etwas anders. Nirka macht keine Sorgen, aber sie muss auch nichts leisten um geachtet zu werden. Die Liebe seines Vaters hat Crottet, aber es fehlt im die Anerkennung.
    Es ist das Beste, dass er geht, deshalb widerspricht der Vater sicher auch nicht. Ich denke, hier nicht zu widersprechen, sondern zu ermutigen ist ein großer Liebesbeweis des Vaters.


  • Winja ist ja schon sehr den körperliche Gelüsten zugetan. Ich dachte, mit 13 Jahren ist das schon ziemlich früh, ziemlich schamlos dem Treiben zuzusehen. Sie wirkte auf mich etwas nymphoman.


    Du bist aber steng. In ihrer Welt ist es nicht so unnormal und nur weil sie in einer Nacht voller verwirrender Eindrücke sich einem Mann hingibt, etwas Neues, das sie noch gar nicht versteht?

    Die Entscheidung von Winjas' Vater, das Kind auszusetzen, gefiel mir zwar nicht, aber ich konnte die Entscheidung etwas nachvollziehen. Er will mit seinem Geschäft die Zukunft für seine Familie sichern und eine Enkelin, die die Kunden möglicherweise angreift ist für das Geschäft nicht zuträglich. Auch wenn sich die Angriffe nicht häufen, ist das Gerede der Leute schädigend genug.


    Wenn das allein die Gründe für seine Entscheidung gewesen wären, würde ich ihn hassen. Ich glaube das aber nicht. Es wäre auch für das Kind die Hölle. Wenn es der Mob erfährt, gibt es sicher Gegenden wo sie verfolgt und gelyncht würde, während er annimmt (und das ja mit Recht) dass sie bei den Wolfsmenschen anerkannt wird.


    Ich habe nicht ganz verstanden, warum Nirka auf einmal, als die Tür geöffnet wurde, angegriffen hat. War es ihre erste Verwandlung und sie war verwirrt oder konnte sie den Freund ihrer Mutter nicht leiden?


    Sie hat das Rufen der Wölfe am offenen Fenster gehört. Ich nehme an, das war der Auslöser.