Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!


    Wir freuen uns auch darüber, wenn ihr eure Rezension auf Literaturschock.de veröffentlicht. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.

  • Noch mal herzlichen Dank für das Buch, die Leserunde hat mir sehr gut gefallen.
    Bleibe natürlich noch ein bisschen dabei, ich bin ja immer gespannt wie andere das selbe Buch finden ;)


    Hier meine Rezensionen :


    Hier ( Pelikanchen ) https://literaturschock.de/lit….msg946749.html#msg946749
    Lovely Books ( Pelikanchen ) https://www.lovelybooks.de/aut…4-w/rezension/1410404246/
    Amazon ( Carmen ) https://www.amazon.de/review/R…Z1XG10/ref=cm_cr_rdp_perm
    Was liest du http://wasliestdu.de/rezension…gar-nichts-mehr-erinnerst
    Literaturschock Hauptseite ( 05.01. Carmen Dauer ) http://literaturschock.de/lite…/janet-clark-black-memory
    Heyne ( Carmen Dauer 05.01. ) https://www.randomhouse.de/Pap…t-Clark/Heyne/e467024.rhd


    Orientierungslos wacht Clare vor der indonesischen Küste in einem Boot auf. Sie hat Kopfschmerzen und alles tut ihr weh, aber sie kann sich nicht mal daran erinnern wer sie ist. Uniformierte Leute kommen auf das Boot und schleppen sie hilflos weg und sie versteht nicht mal ihre Sprache. Ein Alptraum wenn man nur darüber nachdenkt. Später beschuldigt man sie, das sie ein kleines Mädchen entführt haben soll. Von dem Mädchen fehlt aber jede Spur. Clare befindet sich in einem totalen Blackout, das wohl von einem sehr schweren Trauma kommt ...............................was ist auf diesem Boot passiert und wo ist das kleine Mädchen.


    Janet Clark hat einen wirklich tollen Schreibstil und schafft es einen komplett in die Geschichte eintauchen zu lassen. Man spürt Clares Angst und kann sich vorstellen wie es ihr geht. Es gibt viele Verwirrungen und immer wieder Wendungen und bis zum Schluss weiß auch der Leser nicht, wem er wirklich trauen kann. Die Geschichte wird von Clare in der ich- Perspektive erzählt, was meiner Meinung nach oft schief geht. Hier ist es Goldrichtig, da ich Clare von Anfang an mag und sie ein wirklich toller Charaktere ist.


    Einzig die Logik an manchen stellen der Geschichte, die schon am Aufbau beginnt, sind für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Jeder Leser denkt aber nicht gleich und was dem einen gefällt, das findet der andere nicht so gut. Alle Menschen sind verschieden und eben nicht jeder tut es so, wie man es selbst gemacht hätte.


    Clare steht im Mittelpunkt der Geschichte und man lernt sie wirklich gut kennen. Die anderen Charaktere bleiben für mich leider etwas Farblos, denn eigentlich wird sie von allen nur belogen und jeder verschweigt ihr etwas anderes. Die einen wollen sie schützen und die anderen haben andere Gründe. Der Leser weiß aber lange nicht, wer nun die guten und wer die bösen sind und das bringt ziemlich viel Spannung in die Geschichte.
    Das Ende war mir persönlich dann etwas zu schnell abgehandelt und vieles blieb mir einfach zu offen..............................aber vielleicht kommt ja noch eine Fortsetzung

  • Hallo Pelikanchen, vielen Dank für die ausführliche und ausgewogene Rezension. Und vielen Dank für die vielen Fragen und das Interesse - deine Fragen haben mich immer wieder auf den Prüfstand geschickt und das ist gut so, denn zum einen habe ich wieder wichtige Erkenntnisse für mein nächstes Buch herausgezogen und zum anderen, konnte ich dadurch bei einigen Punkte der Geschichte checken, ob sie noch Bestand haben oder nicht - es kann durchaus passieren, dass bei all dem Um- und Überarbeiten plötzlich etwas ins schwarze Loch fällt und dann bleibt die Logiklücke... ???

  • Liebe Janet,
    wenn sich ein Buch so toll lesen lässt, dann habe ich es wirklich gerne gemacht.


    Ich verstehe die Problematik am Schreiben und ich denke jedes Buch ist eine Herausforderung und du als Autorin kannst nur abwarten, ob die Leser zufrieden sind und eben alles in der Geschichte verstehen. Für mich hast du hier fast alles richtig gemacht und Dank der Leserunde und vielen Erklärungen von dir, versteht man doch einiges besser.


    Liebe Grüße Carmen

  • Herzlichen Dank für diese spannende und interessante Leserunde!


    Meine Rezension...


    "Black Memory"
    Clare, eine junge Ärztin und die Hauptperson dieses Thrillers, leidet an Amnesie. So kann sie sich zwar an Fachliches erinnern, nicht jedoch an ihren Mann und ihre Tochter. Damit beginnt ihre Suche nach der Wahrheit. Wem kann sie vertrauen, wer belügt sie und welche Ziele verfolgen die einzelnen Personen in ihrer Umgebung? Welcher Mittel bedienen sie sich? Wo ist ihre Tochter? Was hat es mit der speziellen Begabung ihrer Tochter auf sich? Und nicht zuletzt: Wer ist sie selbst wirklich?


    Der Roman ist aus der Sicht Clares in Ich-Form geschrieben – der Leser ist also sofort mitten im Geschehen. Mit Clare gemeinsam zweifelt und hinterfragt der Leser, vertraut und misstraut um dann die eigene Meinung doch wieder komplett zu revidieren. Und das gleich mehrmals im Laufe der 381 Seiten.
    Die einzelnen Kapitel sind kurz und knapp, der Schreibstil flüssig und gut lesbar und von Anfang bis zum Ende wirklich spannend und nachvollziehbar!


    Eine temporeiche Geschichte, die aber auch viel Stoff zum Nachdenken liefert, denn Janet Clark thematisiert hier auch Möglichkeiten der Technik und Wissenschaft, andere Menschen zu manipulieren, Erinnerungen zu verändern, mittels Gentechnik Menschen sogar neu zu gestalten, zu „verbessern“ - eine gelungene Mischung aus Thriller, Psychothriller und ein klein wenig Scifi (hoffe ich wenigstens).


    Auch wenn man kein Verschwörungstheoretiker ist – man kommt ins Grübeln: Was vor 100 Jahren noch utopisch erschien, ist für uns heute Alltag.
    Gruselig, was so in einigen Jahren zum Alltag werden könnte!


    Auf alle Fälle hoffe ich auf eine Fortsetzung!

  • Vielen herzlichen Dank, dass ich bei dieser spannenden und sehr interessanten Leserunde dabei sein durfte. Ich habe die Lesestunden sehr genossen.


    Eine Frau erwacht auf einem Ruderboot auf dem offenen Meer. Wer ist sie, wie heißt sie, wie kommt sie hierher? Sie kann sich an nichts erinnern. Nach ein paar Tagen in einem indonesischen Gefängnis wird sie von 2 Männern nach London gebracht. Hier soll sie zuhause sein. Einer der beiden Männer soll ihr Ehemann Paul und sie die Ärztin Clare Brent sein. Und sie soll ihre kleine 5-jährige Tochter Bonnie entführt haben. Warum? Ganz langsam versucht Clare die Vergangenheit wieder zu finden und in ihr ehemaliges Leben zurückzukehren.


    Mit ihrem mitreißenden Schreibstil schafft es Janet Clark mich sofort tief in die Geschichte hinein zu ziehen. Beim Lesen mal eine Pause zu machen, fällt mir sehr schwer. Spannend geht es auf der ersten Seite los und ich fiebere mit bis zur letzten Seite, wo sich endlich ein Happy End andeutet. Die meist recht kurzen Kapitel fachen die Spannung zusätzlich an.


    Clare erzählt ihre Geschichte in der Ich-Form, was mich noch näher an ihren Gedanken und am Geschehen teilnehmen lässt. Ganz langsam versucht sie herauszufinden, wer von den vielen „Freunden“, die es angeblich nur gut mit ihr meinen, wirklich auf ihrer Seite steht. Genau wie Clare weiß ich nicht wem ich trauen kann, wer ist Freund – wer ist Feind? Immer wieder habe ich meine Theorien verwerfen müssen, weil sich plötzlich manches, an das ich fest geglaubt hatte, ganz anders darstellt.


    Es geht in der Geschichte um Genmanipulationen und um eine Inselbegabung der kleinen Bonnie. Ich finde es sehr interessant und spannend, aber auch beängstigend zu lesen, wie Forscher unser Erbgut vielleicht in ein paar Jahrzehnten werden verändern können. Die Anfänge sind ja bereits gelegt und ich will nicht wissen, was es schon alles gibt, von dem wir nur noch nichts wissen. Auch wenn es um die Beschreibung von krimineller Energie geht, z.B. um Vernichtung von Beweisen, zieht mich die Autorin mitten rein ins Geschehen. Es gruselt mich, wenn ich denke, dass das, was sie schreibt, alles Wirklichkeit sein könnte – wenn nicht heute, dann vielleicht in ein paar Jahren.


    Ich habe einen super spannenden Thriller gelesen, den ich sehr gerne weiter empfehle und von dem ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird. :buchtipp:



    So, und hier die Links zu den Seiten, wo die Rezension freigeschaltet wurde:


    https://literaturschock.de/lit…/43517.msg947536.html#new
    http://literaturschock.de/lite…/janet-clark-black-memory
    https://www.amazon.de/gp/cdp/m…&sort_by=MostRecentReview
    https://www.lovelybooks.de/aut…4-w/rezension/1412445691/
    http://wasliestdu.de/rezension…nend-und-sehr-interessant
    https://www.lesejury.de/janet-…lack-memory/9783453418332
    https://www.blogger.com/blogge…ts;postNum=1;src=postname
    https://www.buecher.de/go/my_my/my_ratings/
    http://www.thalia.de/shop/home…e0-44f8-8a57-dadf0ff0c41d
    https://www.hugendubel.de/de/a…26D51481B49148A6C1F.www02
    https://www.weltbild.de/konto/kommentare
    https://www.facebook.com/gaby.hochrainer
    https://www.jokers.de/konto/kommentare
    https://www.pustet.de/kundenkonto/reviews
    https://www.lehmanns.de/search…iatype_id=&q=Black+Memory
    https://www.heymann-buecher.de/kundenkonto/reviews
    ://www.heyn.at/rezension/9783453418332
    https://fachbuch-schaper.shop-asp.de/kundenkonto/reviews

  • @ Ysa und Gabi
    Vielen Dank für eure wunderbaren Rezensionen und vielen Dank fürs Mitlesen und Miträtseln und Mitdiskutieren! Es hat mir viel Spaß gemacht und auch einiges zum Nachdenken gegeben!

  • Hier nun auch meine Rezension, die ich auch bei Lovelybooks und Amazon posten werde. Die Leserunde hat mir viel Spaß gemacht. Der Thriller eignet sich ja auch super, um mit anderen Leserinnen gemeinsam zu rätseln und Theorien aufzustellen (und wieder zu verwerfen).


    Eine Frau erwacht halbverdurstet in einem Boot auf offenem Meer. Sie weiß nicht, wie sie dort hingekommen ist und, schlimmer noch, sie weiß nicht, wer sie ist.
    Was beginnt wie ein Albtraum geht beklemmend weiter, denn die Frau, die als Clare identifiziert wird, erfährt von einem Fremden, der sich als ihr Ehemann vorstellt, dass ihre Tochter verschwunden ist.


    Der Thriller ist komplett aus der Ich-Perspektive von Clare geschrieben und ich bin ihr dadurch sehr nahe gekommen. Ihr Misstrauen und ihre Sorgen konnte ich gut nachempfinden. Clare ist eine starke Heldin, intelligent und überlegt. Wie oft ärgere ich mich über unmotiviertes und dummes Verhalten von Romanheldinnen; das war hier überhaupt nicht der Fall. Auch wenn Clare im Nachhinein sicher einiges hätte anders machen können, in der konkreten Situation war es immer plausibel und ich konnte mir vorstellen, mich ähnlich verhalten zu haben.
    Die anderen Figuren erschienen dagegen eher wie blasse Statisten. Sie blieben mir fremd, schienen alle eine Maske zu tragen, wirkten irgendwie nicht „echt“, und genau das war wohl, wie es Clare ging. Sie wusste nie wirklich, wem sie trauen kann. Vermeintliche Verbündete entpuppten sich als Gegner. Was eben noch wie Wahrheit schien, wurde wenig später als Lüge entlarvt. Es war spannend, zu rätseln und Theorien aufzustellen, wer denn nun der „Böse“ ist und was hinter den Geschehnissen wirklich steckt.

    Gut eingebettet in die spannende Handlung, die den Thriller zu einem echten Pageturner macht, widmet sich der Roman Themen wie Gedächtnisforschung, Inselbegabung und Genmanipulation und regt zum Nachdenken an.

    Der rasante Schluss löst alle offenen Fragen gut auf und ist befriedigend, jedoch offen genug, um mich auf eine Fortsetzung hoffen zu lassen.

  • Ein Frau wacht ohne Erinnerungen im Meer auf


    Clare Brent erwacht mitten im Meer vor der Küste Indonesiens und weist einige Verletzungen auf. Nach ihrer Rettung wird sie verhaftet, da sie unter Verdacht steht, ihre eigene Tochter entführt zu haben. Aber wo befindet sich Bonnie? Clare kann sich an nichts persönliches mehr erinnern. Auch an ihren Mann kann sie sich nicht mehr erinnern, der ihr zwar helfen möchte, sich aber immer wieder in Widersprüche verstrickt. Als ihr noch von anderer Seite Hilfe angeboten wird, weiß sie nicht mehr, wem sie überhaupt trauen kann. Stimmt es, dass ihre Tochter über eine außergewöhnliche Inselbegabung verfügt? Liegt hier der Grund für ihr Verschwinden?


    Das Buch wird zwar als Thriller angeboten, aber ich würde es eher im Bereich Psychothriller ansiedeln, denn mit ein Hauptthema ist Clares Suche nach ihrer Vergangenheit und der Wahrheit. Es ist schon furchtbar, wenn man sich an nichts mehr erinnern kann, aber besonders extrem ist es in Clares Fall, wenn man dann noch der Entführung der eigenen Tochter verdächtigt wird. Die Menschen in Clares Umgebung bieten ihr zwar Hilfe an, jedoch beschuldigen sie sich auch gegenseitig, so dass sich Clare nicht sicher sein kann, wer es mit ihr ehrlich meint und wer nicht – und Hilfe hätte Clare mehr als nötig.


    Da das Buch aus Clares Perspektive und im Präsens geschrieben ist, hat man als Leser das Gefühl, noch näher an der Protagonistin zu sein und kann ihre Verzweiflung angesichts der Amnesie noch besser nachvollziehen. Natürlich habe ich mich gefragt, warum eine Mutter ihre eigene Tochter entführt und ihr Mann nichts davon weiß.


    Clares Erinnerungen sind zwar komplett ausgelöscht, aber Fachbegriffe usw., die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit als Ärztin stehen, sind nach wie vor präsent.


    Wie ich es von Janet Clark gewöhnt bin, hält sie auch in diesem Buch die Spannung durchgehend hoch. Teilweise war es mir beinahe schon zu nervenaufreibend, wie Clares Gegner immer einen Schritt voraus zu sein scheinen. Ich spreche der Autorin ein dickes Lob aus, dass sie bei der verästelten Handlung immer den Durchblick behalten hat und somit die Handlung auch für mich logisch nachvollziehbar war.


    Sehr spannend fand ich die Erklärungen rund um Bonnies Inselbegabung, die zwar in dem Sinne Fiktion, aber durchaus mit der Begründung im Buch vorstellbar ist – und bis zu einem gewissen Grad in der Wissenschaft diskutiert werden.


    Das Buch endet in einem turbulenten Showdown und konnte mich überzeugen, da es absolut realistisch ist. Alle offenen Fragen werden behandelt und doch ist das Ende insofern offen, dass es auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Ich würde mich darüber sehr freuen.


    Meine Rezension erscheint bei:
    Amazon
    Großes Literaturschock-Bücherforum
    Literaturschock.de
    LovelyBooks
    Thalia
    Weltbild
    Heyne Verlag

  • Hier kommt auch meine Rezension, vielen Dank für die Leserunde.
    Die gestreuten Links reiche ich noch nach.


    Clare ist eine junge Frau, die unter Amnesie leidet und von einem Fischer vor der indonesischen Küste aus einem Boot gerettet wird. Da gegen sie ein internationaler Haftbefehl vorliegt, wird sie kurzerhand ins Gefängnis gebracht, wo sie Tage später von 2 ihr unbekannten Männern herausgeholt und nach England gebracht wird. Einer der beiden Männer soll angeblich ihr Ehemann sein, doch Clare kann sich nicht an ihn erinnern und auch nicht an ihre gemeinsame Tochter Bonnie, die sie angeblich entführt haben soll.


    In London versucht sie, ihre Erinnerungen wieder zu bekomme, doch sie muss ein solch schweres Trauma erlitten haben, dass es ihr unmöglich macht, ihre Amnesie aufzuheben. Was ist passiert und warum haben plötzlich einige Menschen in ihrem Umfeld ein großes ebenso ein großes Interesse an ihren Erinnerungen? Clare merkt sehr schnell, dass sie absolut niemandem trauen kann – ein Alptraum, denn Bonnie ist immer noch verschwunden und nur Clare weiß, wo sie sich aufhält.


    „Black Memory“ ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Janet Clark gelesen habe. In der Ich- Perspektive aus der Sicht von Clare geschrieben, fesselt das Buch schon nach wenigen Seiten und man hat kaum eine Chance, es aus der Hand zu legen. Durch den Schreibstil muss man zwangsläufig Empathie für Clare empfinden und fiebert mit der Hauptprotagonistin mit, dass sie endlich hinter die Geheimnisse kommt, die sie umgeben und sie ihre Tochter Bonnie bald wohlbehalten wieder in die Arme schließen kann.


    Bei den anderen Protagonisten gibt es für den Leser – wie für Clare auch – kaum ein Durchsehen. Man weiß einfach nicht, wer auf Clares Seite steht. Geschickt schafft es hier die Autorin, falsche Fährten zu legen und eh man sich versieht, ist, wird aus einem vermeintlichen Freund von Clare der Bösewicht, der Clare lieber tot als lebendig sehen will. Das führt im Buch zu einem stetigen Spannungsaufbau, der dann in einem Showdown endet. Den Ausgang des Buches lässt die Autorin teilweise offen, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass man als Leser mit offenen Fragen zurückgelassen wird. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung des Buches - wer weiß.


    Das Buch ist auf mehr als 350 Seiten in über 70 kurze Kapitel eingeteilt. Diese Einteilung verführt den Leser natürlich dazu, nur noch schnell ein Kapitel lesen zu wollen - was jedoch aufgrund der Spannung kaum gelingt.


    Für mich ist dies bestimmt nicht der letzte Roman, den ich von der Autorin gelesen habe und ich freue mich schon auf weitere Werke von ihr. Das Buch bekommt 5 Sterne von mir.

  • Nachdem alle mit dem Buch durch sind und fast alle Rezensionen eingestellt wurden, werde ich diese spannende Leserunde allmählich abschließen. Liebe Janet, ich danke dir herzlich für deine tolle Begleitung und die vielen Hintergrundinformationen. Und ich freue mich auf unsere nächste gemeinsame Leserunde :-*


    Allen Teilnehmern danke ich herzlich, dass ihr mit euren Beiträgen und Spekulationen zum Gelingen dieser Runde beigetragen habt :-*

  • Dann melde ich mich noch ein letztes Mal zu Wort und bedanke mich SEHR herzlich für eure anregenden Diskussionen, hilfreichen Anmerkungen und schönen Rezensionen! Es hat mir viel Spaß gemacht und einige wertvolle Erkenntnisse gebracht!


    Vielleicht bis bald in einer neuen Leserunde! :winken:


    Liebe Grüße
    Janet


  • Dann melde ich mich noch ein letztes Mal zu Wort und bedanke mich SEHR herzlich für eure anregenden Diskussionen, hilfreichen Anmerkungen und schönen Rezensionen! Es hat mir viel Spaß gemacht und einige wertvolle Erkenntnisse gebracht!
    Vielleicht bis bald in einer neuen Leserunde! :winken:
    Liebe Grüße Janet


    Mir hat es diesmal auch wieder sehr viel Spaß gemacht, vor allem, weil es auch ein sehr interessantes Thema war.
    Wir lesen uns auf alle Fälle im April zu Ewig dein - Deathline wieder. :lesen:
    Bis dahin liebe Grüße Gaby :winken:

  • Liebe Janet, es war eine spannende Leserunde und ein spannendes Buch. Vielen Dank für Deine Beglöeitung und an alle Mitleser den Dank für die vielen Hinweise, die ich übersehen hätte. Ich wäre nie auf den Täter gekommen.


    Black Memory – das eigene unbekannte Ich


    Aufwachen ohne Gedächtnis und auch niemand, der die Gedächtnislücken schließen kann in der Nähe. Eine Unbekannte für sich selbst. Schrecklich nicht zu wissen, wer man ist und vor allem wieman ist. Die Ich-Erzählerin in diesem Roman, Clare, erlebt genau das. Sie erfährt, dass sie ein Kind entführt haben soll und lange weiß sie nicht, ob sie nicht doch eine Kriminelle ist. Dann kommen die Angehörigen, die Freunde, die Bekannten und sie erkennt keinen wirklich, sie weiß nicht, warum sie in einem fremden Land, in einem Boot, verletzt aufgefunden wurde und sie weiß nicht, was mit dem kleinen Mädchen passiert ist. Diese Situation ist der blanke Horror, denn jeder in ihrer Umgebung meint es angeblich gut, aber verschiedene Leute bezichtigen sich sehr überzeugend gegenseitig der Lüge. Und es sind keine einfachen Lügen, sondern es geht um nicht mehr oder weniger als das Leben des Kindes und vielleicht auch ihr eigenes Leben.


    Diese Ausgangssituation gibt Potenzial für eine ununterbrochene Spannung. Da die Geschichte aus der Sicht Clares geschrieben ist, erfährt der Leser auch nicht mehr als sie. Das ist ein wirklich toller Punkt dieser Geschichte. Ein wenig kann man so nachvollziehen, wie verwirrend die verschiedenen Geschichten sind und wie schwierig, wenn nicht gar unmöglich es ist, die Wahrheit herauszufinden.
    Wem sollte sie vertrauen? Wem vertraut der Leser? Ist der freundliche Nachbar wirklich nur freundlich? Ist die beste Freundin wirklich um sie besorgt? Ist der Ehemann ihr Vertrauen wert? Ist die fachliche Kollegin wirklich hilfreich?
    Eine weniger starke Persönlichkeit als Clare würde vermutlich bei diesem Irrgarten zusammenbrechen, aufgeben. Clare nicht. Sie kämpft,, sie riskiert viel und sie nutzt das fachliche Wissen, welches nicht der Amnesie verfallen ist.
    Welcher Schock löste die Amnesie aus?


    Clare war mir von Anfang an sympathisch und ich hoffte mit ihr, dass sie keine Kriminelle ist. Bei den anderen Figuren bin ich die Wege mit Clare mitgegangen und habe mich, wie sie, in einigen Personen sehr getäuscht. Ich denke damit habe ich wohl auch die Hoffnungen der Autorin bestätigt.


    Der Schreibstil der Autorin ist packend und die Charaktere sind glaubwürdig und lebendig. Vielleicht ist nicht alles hundertprozentig schlüssig, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Die kurzen Kapitel fand ich sehr entgegenkommend. Sie haben das Lesetempo sehr erhöht, denn man denkt dann immer: ein Kapitel geht noch.


    Spannend die medizinischen Themen, die bei dieser Geschichte eine Rolle spielen und die ethischen Fragen, über die man nachdenken sollte.


    Wenn am Ende alle Fragen beantwortet sind, wird man als Leser tief die angehaltene Luft ausatmen und fragen: Was nun? So kann es nicht enden!
    Ich hoffe also auch auf einen zweiten Teil.

  • Schön, dass Du noch mal reingesehen hast. Bei Amazon habe ich sie auch eingestellt. Und nun zum nächsten Buch von Dir, Bin schon in der Leserunde angemeldet 8)

  • Ich habe nicht an der Leserunde teilgenommen, durch diese inspiriert aber das Buch auch gelesen und lasse daher meine Meinung auch hier.


    Clare hat ihr Gedächtnis verloren. Sie erwacht in einem Boot vor der indonesischen Küste und kann sich weder daran erinnern, wer sie ist noch wie sie hierher gekommen ist. Sie wird festgenommen und beschuldigt, ein kleines Mädchen entführt zu haben. Clare ist entsetzt, kann sich nicht vorstellen, dass sie zu einer solchen Tat fähig sein soll. Und vor allem fragt sie sich, was aus dem Kind geworden ist?
    Ein Unbekannter holt sie aus der indonesischen Haft und bringt sie nach London – wo er sich als ihr angeblicher Ehemann entpuppt. Clare hat auch an ihn keinerlei Erinnerung. Sagt er die Wahrheit, kann sie ihm vertrauen? Wem kann sie glauben, wenn ihr eigenes Gedächtnis ihr keinerlei Anhaltspunkte bietet und sie somit nicht einmal sich selber trauen kann?


    Ich habe schon mehrere Bücher von Janet Clark gelesen, sowohl Jugendbücher als auch ihre Thriller für Erwachsene. Beim vorliegenden Buch spielt die Wissenschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle, eigentlich ein Thema, das mich nicht besonders interessiert und, wenn es zu sehr ausgewalzt wird, in Büchern auch schnell mal langweilt. Hier gelingt es der Autorin aber, viele Informationen geschickt einzuflechten und dennoch die Handlung voranzutreiben und die Spannung hochzuhalten. Nicht jeden Fachbegriff muss man zudem bis ins letzte Detail verstehen, um der Geschichte folgen zu können, die entscheidenden Dinge werden auch für den Laien verständlich dargestellt, ohne dass die Autorin zu sehr in einen dozierenden Modus verfällt.
    Das beklemmende Gefühl, wenn einen der eigene Körper bzw. Geist im Stich lassen, ist auf jeden Fall sehr glaubwürdig dargestellt und Clares verzweifelte und schwierige Situation wirkt sehr nachvollziehbar beschrieben.


    Wer steht auf welcher Seite, wem kann Clare vertrauen? Diese zentrale Frage zieht sich durch das ganze Buch. Die eine oder andere Wendung habe ich mir gedacht, manches hat mich aber auch überrascht, so dass es bis zum Ende spannend blieb.