05: Seite 321 - Ende (Kap. 62 – Ende)

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  • Ich bin so schlecht, an GEN-Versuche habe ich überhaupt nicht gedacht und ich hatte Paul die ganze Zeit im Verdacht. Eigentlich hatte ich schon die Befürchtung, dass Clare allein da steht.
    Nun es ist alles gut ausgegangen - zumindest für die meisten. Dass die Drahtzieher wieder mit allem davon kommen, ist sehr realistisch. Aber es ärgert doch.
    Wie schlimm muss es für das Kind gewesen sein, alles zu spüren, die Lügen um sie rum, den Betrug, das Böse.
    Für mich ist es nicht so richtig glaubhaft mit dem Gedächtnis der Zellen, das würde wieder die Erziehung hintenan stellen und denen Recht geben, die Kinder von Mördern auch abstempeln. Ich hoffe einfach, dass es so etwas nicht gibt.
    Schade fand ich, dass sich Paul nicht so viel Gedanken um die Lösung der Verschlüsselung gemacht hat wie dann Clare. Er wußte ja eigentlich, dass es eine Verschlüsselung geben muss und er hat ja auch den Schlüsselgefunden. Da hätte es doch drin sein können, dass er genauso schlau ist wie seine Frau, oder? Sogar der komische Stil war ihm aufgefallen. Außerdem frage ich mich, ob ein Stick wirklich allein durch eine Explosion des Hauses schon nicht reaktivierbar ist. Müßte er da nicht richtig dem Feuer ausgesetzt sein? Wenn er nun bloß hinaus gewirbelt wurde? Ich denke die Lösung ist nicht perfekt, denn sie können immer gefunden werden und eigentlich bleibt die Angst. Nach wie vor weiß Clare zuviel. Dann kommt dazu, dass die Tochter ja wirklich Probleme mit ihren Visionen hat. Wie will Clare sie da schützen? Ich denke sie war der Meinung, dass es eine Lebensgefahr in der Zukunft für die Tochter gibt? War sie nicht zur Behandlung gegangen, weil sie Angst hatte ihr irgendwann nicht mehr helfen zu können? Ich meine die GEschwister sind ja auch gestorben. Oder kommt dann noch eine Fortsetzung?

  • Ja hier ist noch einiges passiert, aber mein erster Eindruck ist, das ich mit dem Ende unzufrieden bin. Wenn ich ehrlich bin, ist die ganze Handlung ja eher etwas langsam, weil ja Clare keine Erinnerungen hatte. Dafür war mir dann das Ende einfach zu schnell erzählt.
    Ich bin langsam in die Story rein gewachsen und daher war mir dann alles am Schluss zu holprig.
    Zwar fand ich auch realistisch das der Drahtzieher davon gekommen ist, aber auch mich ärgert das Ende. Vielleicht auch, weil es kein Ende ist?


    Wie Clare bei ihrer Flucht das Rätsel für Paul hinterlassen hat, damit kann ich mich auch nicht anfreunden. Den Brief hätte sie ihm ja einfach über die Anwältin aushändigen lassen können, mit dem Vermerk ihn zu vernichten ......................Wenn also Clare und Paul mehr miteinander geredet hätten, auch schon vor ihrer ersten Flucht..............................dann wäre vieles gar nicht erst passiert.


    Das einen Tag später noch nicht mal bekannt war, wer die beiden Streifenpolizisten vor der Wohnung waren und wer sie vielleicht abgezogen hat, das fand ich auch nicht nachvollziehbar.


    Denn so würde man ja auch auf den Drahtzieher kommen und dann würde er halt wegen dem angeheuerten Profikiller in den Knast gehen. Der hat ja Clare alles gestanden und die Leichen gab es ja auch ....................


    Für mich gibt es leider immer noch viel zu viele Fragen und einiges passt für mich nicht zusammen. Ich bin zu logisch veranlagt.


    Inselbegabungen sind mir so auch nicht bekannt, wie die von Bonnie und ich glaube nicht, das das jemand kann?


  • Ja hier ist noch einiges passiert, aber mein erster Eindruck ist, das ich mit dem Ende unzufrieden bin. Wenn ich ehrlich bin, ist die ganze Handlung ja eher etwas langsam, weil ja Clare keine Erinnerungen hatte. Dafür war mir dann das Ende einfach zu schnell erzählt.
    Ich bin langsam in die Story rein gewachsen und daher war mir dann alles am Schluss zu holprig.
    Zwar fand ich auch realistisch das der Drahtzieher davon gekommen ist, aber auch mich ärgert das Ende. Vielleicht auch, weil es kein Ende ist?


    Der Anfang ist langsam, da Clare da noch keine Erinnerung hat. So wie sie erst langsam und nach und nach die Bausteine zusammensetzten muss, muss der Leser diese mit ihr entdecken. Dann kommt die Erinnerung zurück und damit geht das Tempo steil in die Höhe - jetzt weiß sie wieder, wie prekär die Situation ist und wie schnell sie handeln müssen. Das ist ganz bewusst so gesetzt.
    Das Ende ist übrigens offen gelassen, da eine Fortsetzung geplant ist, die allerdings vom Verkaufserfolg dieses Buches abhängt.



    Wie Clare bei ihrer Flucht das Rätsel für Paul hinterlassen hat, damit kann ich mich auch nicht anfreunden. Den Brief hätte sie ihm ja einfach über die Anwältin aushändigen lassen können, mit dem Vermerk ihn zu vernichten ......................Wenn also Clare und Paul mehr miteinander geredet hätten, auch schon vor ihrer ersten Flucht..............................dann wäre vieles gar nicht erst passiert.


    Genau das wollte Clare nicht, denn sie war sich zu dem Zeitpunkt der Macht bewusst, die Huntingdon hat. Und der Mittel, die er bereit ist einzusetzen, um seine Investition zu schützen. Sie fühlte sich beschattet und verfolgt und wenn man in so einer Situation ist, sieht man überall Gespenster. So hat sie auch befürchtet, dass ein Brief von ihr an Moira zur Übergabe an Paul abgefangen/auffliegen/geklaut werden könnte und sie damit zusätzlich Moira in Gefahr bringt. Wenn du dich mit Whistleblowern beschäftigst und den Umwegen und Sicherheitsvorkehrungen, die diese nehmen, um Informationen weiterzugeben, wirst du dir zum einen bewusst, wie verängstigt diese Menschen sind und zum zweiten, wie einfach es ist, Menschen abzuhören und auszuspionieren. Und dazu braucht man nicht einmal Wanzen, dazu reicht ein ganz normales Smartphone. Clare hat als Jugendliche oft verschlüsselt kommuniziert. Was für sie ein einfaches Rätsel ist, war für Paul nicht zu verstehen, da er diese Form des Denkens nie geübt hat. Vielleicht ist es dir auch schon einmal so ergangen, dass du ewig an etwas herumgerätselt hast, jemand anderes das Rätsel schnell lösen konnte und und du dich danach gefragt hast, warum du das nicht auch gesehen hast. Du hast es aber nicht gesehen, obwohl es offensichtlich war, weil du nicht daran gewohnt bist, etwas auf diese Art und Weise zu betrachten.


    .


    Die Polizisten in der Wohnung waren keine echten Polizisten und die Streifenpolizisten hat Huntingdon wegschicken lassen. Das sollte hoffentlich klar sein. Du kannst dich ebenso leicht in ein Funknetz einhacken wie in einen Computer und du kannst dabei deine Herkunft so verschleiern, dass es schier unmöglich ist, den Ursprung zu finden. Dies ist genau das Problem der Polizei bei dem Versuch der Cyberkriminalität auf die Spur zu kommen. In dem Moment, wo du aus dem Darknet heraus operierst, bist du kaum noch aufzufinden. Und, übrigens, ins Darknet kann jeder von uns, und zwar ohne besondere Computerkenntnisse. Du kannst ohne Einladung nur nicht überall hin. Aber wenn du mal nicht willst, dass zig Firmen mitverfolgen, was du so im Netz suchst (und das tun sie und zwar bei jeder deiner online-Aktivitäten ), dann musst du nur über TOR rein und schwups surfst du im Darknet und keine Firma kann mehr mitverfolgen, wer denn gerade die Suchanfrage gestellt hat.
    Du hast natürlich Recht, Beech hat Clare alles gestanden, aber Clare hat keine Beweise - das einzige was sie vorbringen kann ist "Hörensagen" und das ist vor Gericht nicht zulässig. Und einen Stick unversehrt aus den Trümmern einer Wohnung bergen, die gerade von einer Gasexplosion zerstört wurde ... das ist hoch gepokert. Und ohne Beweise geht nun mal nichts. Denk an Al Capone - alle wussten, dass er hinter zig Morden stand, aber keiner konnte es ihm beweisen. Dran bekommen haben sie ihn schließlich wegen Steuerhinterziehung. Und das gilt übrigens in ähnlicher Form für einige der bekannten Mafia/Drogenbosse, die in den letzten 10 Jahren verfolgt wurden.


    Und schließlich Bonnies Inselbegabung - nein, eine solche Begabung ist bislang nicht bekannt - aber das ist ja der Punkt des - fiktiven - Buches. Es geht darum, was könnte möglich sein, wenn wir aus Menschen Supermenschen machen wollen? Überlege dir, was Leser vor 300 Jahren gesagt hätten, wenn sie ein Buch gelesen hätten, in dem ein Astronaut vor dem Abflug seinen Samen einfrieren lässt, damit seine Frau sich sein Kind einsetzen lassen kann, falls er nicht zurückkommt. Das ist heute absolut nachvollziehbar - damals wäre das eine unsinnige, absurde Vorstellung gewesen. Wir haben keine Ahnung, zu was wir alles fähig sind, was in uns steckt, was wir mit der entsprechenden Manipulation werden könnten. Es ist die Aufgabe von uns Autoren, einen Schritt weiter zu denken und Szenarien zu entwerfen, die uns zum Nachdenken anregen und uns hinsehen lassen, was in der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik im oft verborgenen Kämmerlein und ohne ganzheitliche Sicht vorangetrieben wird.


    Ich will dir damit das Buch nicht schönreden, um Gottes willen! Das ist alles Geschmacksache, die einen können mit einer Geschichte etwas anfangen, andere nicht, ich werde niemals jedermans Lesergeschmack treffen. Jemand der schon einige Verschwörungs- oder Sci-Fi- Thriller gelesen hat, wird damit sicher leichter klar kommen, als jemand, der eher Serienmörder- oder Psychothriller oder gar keine Thriller liest. Ich will nur meine Gedanken hinter dem Geschriebenen aufzeigen. Übrigens finde ich es sehr spannend und lehrreich, zu lesen, wie bestimmte Aspekte auf unterschiedliche Leser wirken, bzw. nicht wirken. Das ist für meine nächsten Projekte wichtig, da jede Information, die ich gebe oder nicht gebe eine Gratwanderung ist. Erkläre ich zuviel, wird es langatmig, nehme ich Dinge als selbstverständlich an, kann es zu Unverständnis führen. Ob ich hier je den Königsweg finden werde, bzw. ob es diesen Weg gibt, weiß ich nicht. Aber ich bleibe dran ;)

  • Ha! Huntingdon. Haben wir es nicht alle gewusst? ;D


    Mir hat gut gefallen, dass die Geschichte gegen Ende noch mal richtig Fahrt aufgenommen hat. Auch wurden einige offene Fragen geklärt. Zum Beispiel, warum der Computer im Geheimzimmer Paul begrüßt hat. Das ist so eine Stelle, an der ich mir nur mit der flachen Hand vor die Stirn schlagen und "Natürlich!" ausrufen kann. War doch logisch, dass nur Clare das hatte ändern können.


    Was mir allerdings nicht so ganz einleuchtet: Warum hat Clare sich nicht die Zeit genommen, vor ihrer Flucht unter vier Augen mit Paul zu sprechen, statt ihm kryptische Nachrichten zu schicken? Ein Grund soll ja sein, dass sie dadurch ein paar Tage Zeit gewinnt ... aber wieso eigentlich? Vielleicht hat das ja jemand von den anderen Leserinnen verstanden? Auch die Begründung, dass sie Angst vor Huntingdons Einfluss hatte, überzeugt mich nicht, denn dann hätte sie gerade Klartext mit Paul reden müssen, denn er hat Huntingdon ja vertraut. Sie hat sich viel zu sehr darauf verlassen, dass Paul ihre Botschaften versteht, und das passt nicht zu ihr.
    Und dann war Paul auch noch zu dämlich, um die Nachricht zu entschlüsseln. Er hat es ja nicht mal versucht, wie es aussieht. Die Botschaft mit den gelöschten Fotos hat er auch nicht kapiert. Hätte Clare das nicht wissen müssen? Sie kennt ihren Mann doch. Hat sie ihm da zu viel zugetraut oder ist er sonst nicht so blöd? Paul hat sich sowieso nicht mit Ruhm bekleckert. Statt Clare zu vertrauen, als er ihr Verschwinden bemerkt, ist er beleidigt und hetzt ihr einen dubiosen Typen hinterher. Eigentlich hätte ich aus Clares wiedererwachten Erinnerungen geschlossen, dass sie und Paul eine innige und vertrauensvolle Beziehung hatten, da passt das irgendwie nicht. Genauso wenig wie sein merkwürdiges Benehmen nach ihrer Rückkehr. Warum hat er ihr nicht einfach mal alles erklärt? Zeit hatten sie doch.
    Paul hat sich meiner Meinung nach die ganze Zeit wie ein Idiot benommen. Das fällt besonders auf, weil Clare als sehr intelligente, besonnene und clevere Frau dargestellt wird.


    Dass Huntingdon letztendlich davonkommt, stört mich dagegen nicht. Das halte ich für realistisch. Als Mann mit viel Geld und Einfluss macht er sich nun mal nicht selbst die Finger schmutzig und es ist schwer, ihm etwas nachzuweisen.


    Auch Bonnies Begabung finde ich gar nicht so unrealistisch. Die Gentechnik ist glaube ich schon weiter, als wir ahnen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass gerade Fähigkeiten wie die von Bonnie möglich sind.



    Es ist die Aufgabe von uns Autoren, einen Schritt weiter zu denken und Szenarien zu entwerfen, die uns zum Nachdenken anregen und uns hinsehen lassen, was in der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik im oft verborgenen Kämmerlein und ohne ganzheitliche Sicht vorangetrieben wird.


    Ja, das sehe ich auch so. In diesem Buch wird ja auch deutlich, dass die Wissenschaftler die Auswirkungen nicht durchdacht haben und unverantwortlich gegenüber den Kindern gehandelt haben.


    Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen. Der Roman kann aber meiner Meinung nach auch gut für sich stehen. Das Ende hat mir gefallen. Trottel Paul und Clare und Bonnie vereint in Neuseeland, mit Pony. Über Bonnies weisen Spruch mit den Namensänderungen musste ich schmunzeln. Offenbar hat sie die schlimmen Erlebnisse relativ gut überstanden. Etwas schade fand ich, dass so schnell abgehandelt wurde, als sie Clares "falsche Erinnerung" entdeckt hat (dass ihr Vater Clare angeblich über Bord geworfen hat). Da ist mir ihre Reaktion zu schwach ausgefallen. Sie mag ja ihrem Alter voraus sein, aber da hätte ich doch mehr Gefühl erwartet und dass sie sich nicht so leicht von Clare beruhigen lässt.
    Jedenfalls fände ich es sehr spannend zu erfahren, wie es mit Bonnie weitergeht und was sie mit ihrer Fähigkeit noch vorhat.

  • Mir fällt auf, dass ich noch gar nichts zu Raphael geschrieben habe. Die Auflösung, dass er in Clare verliebt war, fand ich sehr schlüssig. Das erklärt sein Verhalten, das mir aufdringlich bis sogar gruselig vorkam. Dass er für Clare sein Leben geopfert hat, war schon stark. Allerdings ist danach gar nicht mehr die Rede von ihm. Das tut mir ein bisschen leid für ihn. Da hätte mir ein wenig Reflektion von Clare ganz gut gefallen. Natürlich nicht mitten in der Action, aber später. Vielleicht in der Krankenhausszene.

  • So, jetzt habe ich alles mal etwas verdaut und Janets Sicht erklärt einiges, das ich doch anders sehe/gesehen habe. Lieben Dank, da merkt man doch gleich das du wirklich gerne schreibst :winken:


    Das es am Ende einen Showdown gibt, das finde ich schon in Ordnung und es musste ja was passieren, nachdem Clare ihre Erinnerungen zurück bekommen hat. Nur ist mir dann alles zu schnell gegangen und warum ist die Wohnung erst in die Luft gegangen, in dem Moment wo Clare mit dem Polizisten gekommen ist? Das in der Wohnung doch noch Beweise sind, konnte Hundingdon doch gar nicht Wissen ( Wenn ich mich richtig erinnere ? ) Bleech hätte Clare schon die ganze Zeit umbringen können, warum wurde da gezögert?


    Das mit dem verschlüsselten Rätsel mag Sinn geben, wenn das Pauls und ihr Ding gewesen waren, aber Paul macht für mich nicht den Eindruck, wie wenn er überhaupt versucht hätte darüber nachzudenken. So ein Rätsel kann ich nicht jemanden hinterlassen, der damit absolut nichts anfangen kann. Dafür war es auch viel zu schwierig ;) Das mit den Bildern in der Wohnung habe ich so verstanden, das in der Wohnung nur Bilder von Paul und Bonnie waren und kein einziges von Clare.............................. ( warum sollte das einen Hinweis darauf geben, das im Bilderrahmen was versteckt ist ? ) Für mich sieht das so aus, wie wenn sich jemand bewusst auslöschen wollte! Das habe ich auch nicht ganz verstanden.


    Warum sie dann Moira oder Paul nicht kurz vor ihrer Flucht etwas persönlich gesagt hat, das verstehe ich wirklich nicht. Das ergibt für mich keinen Sinn. Ja, wenn man Angst hat, tut man Dinge die nicht ganz logisch sind, aber hier sind mir zu viele Dinge nicht ganz verständlich. Noch dazu hatte sie mit Paul ja damals alles durchschaut und hatte einen Plan und wusste gegen wenn sie kämpft................es war also nicht das sie ganz überraschend in diese Situation gekommen ist. Paul wusste auch alles und sie haben immer miteinander über alles geredet...........................warum nicht vor der Flucht?


    Welche Polizisten in der Wohnung waren nicht echt? Ich habe nur von zwei Polizisten gelesen die vor der Wohnung warten sollten und nicht mehr da waren. Einen Tag zuvor gab es dort tote und schwer verletzte und geheime Zimmer ( Warum war da einen Tag später keiner mehr in der Wohnung? ) Die zwei Polizisten vor dem Haus waren doch gerade erst angefordert worden, wie konnten die so schnell wo anders hingeschickt werden ? Wie konnte in dieser kurzen Zeit die Gasexplosion geplant werden? Wenn die Bombe/Manipulation schon länger in der Wohnung war, warum störten dann die zwei frisch eingetroffenen Polizisten vor der Wohnung? Das ist mir nicht ganz stimmig und ich denke da einfach darüber nach.


    Huntingdon ist doch nicht bei der Polizei, wie will er die zwei Polizisten wegschicken können? Mir ist das nicht klar gewesen und ich würde die beiden danach fragen, wer sie abgezogen hat und danach den zuständigen fragen warum ..............................und so schließt sich dann der Kreis und man wüsste wer das Faule Ei im Nest ist?


    Bonnies Inselbegabung könnte wirklich vielleicht mal mit Gentests in der Zukunft möglich sein. Eigentlich stört mich das auch nicht all zu sehr, das es sich eben im Jahr 2017 noch nicht realistisch anhört. Aber da es für mich doch zu viele Ungereimtheiten gab oder eben Clare und Paul und auch Moira nicht unbedingt Klug gehandelt haben, ist das vielleicht bei mir einfach zu viel geworden, an Dingen die ich nicht verstehe.


    Mir hat das Buch aber dennoch Gefallen und Janet hat einfach einen tollen Schreibstil, der einen mit zieht in die Geschichte. Das logische Denken ( das ich nicht abschalten kann ), hat mir schon manchmal die Lesefreude etwas getrübt. Dinge die andere Leser gar nicht so sehr zensieren oder eben in Frage stellen.
    Auch auf meiner Arbeit geht es nicht anders und wenn ich etwas Entschuldigen muss oder eben etwas anders erzähle und erkläre, damit die Firma in einem guten Licht steht und der Kunde Zufrieden ist ......................... überlege ich gut wie man das am besten klärt. Aus jeder Antwort kann ja eine Kettenreaktion entstehen und auch wenn 2 Antworten von mir noch logisch klingen, könnte mit der dritten Frage des Kunden das Kartenhaus zusammenfallen ...................................ich kann so etwas immer gut lösen und habe dann auf alles eine Antwort, weil eben zuvor alles gut durchdacht wurde. Das können die meisten Arbeitskollegen von mir auch nicht und die können manchmal gar nicht verstehen, wie ich manches sogar Schlagfertig löse ohne viel nachzudenken. Das macht aber die Übung.


  • Nur ist mir dann alles zu schnell gegangen und warum ist die Wohnung erst in die Luft gegangen, in dem Moment wo Clare mit dem Polizisten gekommen ist? Das in der Wohnung doch noch Beweise sind, konnte Hundingdon doch gar nicht Wissen ( Wenn ich mich richtig erinnere ? ) Bleech hätte Clare schon die ganze Zeit umbringen können, warum wurde da gezögert?


    Die Wohnug geht in die Luft in dem Moment als Clare den Lichtschalter bedient. Die elektrische Ladung dabei reicht, um das Gasleck, das die falschen Polizisten gelegt haben zur Explosion zu bringen.
    Vor der Tür sollte eine Streife stehen. Die wurde abgezogen. Stattdessen haben sich falsche Polizisten in die Wohnung eingeschlichen, um sie per Gasexplosion zu zerstören und etwaiges Beweismaterial zu vernichten.
    Bleech durfte Clare erst umbringen, nachdem er die Unterlagen gesichert hat, die sie Raphael geklaut hat. Als er sie dann erschießen wollte, sind zuerst Raphael, dann Paul dazwischen gegangen.



    Das mit den Bildern in der Wohnung habe ich so verstanden, das in der Wohnung nur Bilder von Paul und Bonnie waren und kein einziges von Clare.............................. ( warum sollte das einen Hinweis darauf geben, das im Bilderrahmen was versteckt ist ? ) Für mich sieht das so aus, wie wenn sich jemand bewusst auslöschen wollte! Das habe ich auch nicht ganz verstanden.


    Warum sie dann Moira oder Paul nicht kurz vor ihrer Flucht etwas persönlich gesagt hat, das verstehe ich wirklich nicht. Das ergibt für mich keinen Sinn. Ja, wenn man Angst hat, tut man Dinge die nicht ganz logisch sind, aber hier sind mir zu viele Dinge nicht ganz verständlich. Noch dazu hatte sie mit Paul ja damals alles durchschaut und hatte einen Plan und wusste gegen wenn sie kämpft................es war also nicht das sie ganz überraschend in diese Situation gekommen ist. Paul wusste auch alles und sie haben immer miteinander über alles geredet...........................warum nicht vor der Flucht?


    Die persönlichen Bilder waren auf dem digitalen Fotorahmen. Dort hat Clare die Bilder mit ihr drauf gelöscht. Sie wusste, das würde Paul auffallen und hat gehofft, dass er dadurch merkt, dass der Bilderrahmen eine besondere Bedeutung hat.
    Als Clare fliehen musste, war Paul auf einer Tagung außerhalb Englands. Sie hätte ihn nur telefonisch von ihrer Flucht unterrichten können, das war ihr zu riskant, da sie nicht sicher sein konnte, ob ihr oder (wenn sie ein externes Telefon benutzt) seines abgehört wird. Denn bis zu dem Zeitpunkt hatten sie und Paul ja NICHT alles durchschaut! Sie haben mitbekommen, dass Torenzo Bonnie geschadet hat, aber das Ausmaß der ganzen Geschichte und vor allem Huntingdons Rolle waren ihnen bis dahin völlig unklar. Mit Moira wollte sie nicht darüber reden, da sie Paul in dem Brief in dem Computer freigestellt hat, zu entscheiden, ob er diese Info vernichten oder agieren will. Sprich: zunächst sollte nur Paul davon wissen und entscheiden, wie weit er gehen will.



    Welche Polizisten in der Wohnung waren nicht echt? Ich habe nur von zwei Polizisten gelesen die vor der Wohnung warten sollten und nicht mehr da waren. Einen Tag zuvor gab es dort tote und schwer verletzte und geheime Zimmer ( Warum war da einen Tag später keiner mehr in der Wohnung? ) Die zwei Polizisten vor dem Haus waren doch gerade erst angefordert worden, wie konnten die so schnell wo anders hingeschickt werden ? Wie konnte in dieser kurzen Zeit die Gasexplosion geplant werden? Wenn die Bombe/Manipulation schon länger in der Wohnung war, warum störten dann die zwei frisch eingetroffenen Polizisten vor der Wohnung? Das ist mir nicht ganz stimmig und ich denke da einfach darüber nach.


    Huntingdon ist doch nicht bei der Polizei, wie will er die zwei Polizisten wegschicken können? Mir ist das nicht klar gewesen und ich würde die beiden danach fragen, wer sie abgezogen hat und danach den zuständigen fragen warum ..............................und so schließt sich dann der Kreis und man wüsste wer das Faule Ei im Nest ist?


    Das mit den beiden Polizisten ist z.T. oben beantwortet. Huntingdon musste schnell handeln, um etwaiges Beweismaterial zu vernichten. Daher hat er die falschen Polizisten in die Wohnung geschickt, nachdem dort die Polizei die Leichen/Verletzten abtranspotiert hat. Um einen Gasunfall zu manipulieren braucht man keine zehn Minuten, wenn man weiß, was man tut und es ist eine sichere Art, großflächig Verwüstung zu verbreiten. Nach einem Mord wird eine Wohnung bis zum Abschluss aller Spurensicherungsmaßnahmen versiegelt, aber nicht über Nacht von Polizisten besiedelt oder bewacht. Zumal in diesem Fall Überlebende da waren, die den Täter benennen konnten. Wie er so schnell die vor dem Haus wartende Streife abberufen konnte, hatte ich gestern schon erklärt, (nicht rückverfolgbarer Hack ins Funknetz, dafür hat jemand wie Huntingdon seine Leute) - du musst bedenken, dass die Streife über eine Zentrale gesteuert wird, d.h. eine Streife wird nicht von einem bestimmten Vorgesetzten von A nach B beordert, sondern die Einsätze werden über die Notrufzentrale mit zig, in Schicht arbeitenden Mitarbeitern gesteuert. Die abberufene Streife wird sicher einen Namen nennen können - der dann allerdings ins Leere laufen wird.
    Natürlich ist das alles Showdownmäßig mit Wumms in Szene gesetzt, Dinge überschlagen sich, wie das so im Thriller gern gemacht wird. Wir normalen Menschen, ohne das entsprechende Netzwerk und ohne die entsprechende kriminelle Energie wären dazu nie in der Lage. Aber kriminelle Strukturen können so etwas arrangieren. Und zwar schnell, da schon mit Clare Rückreise nach London bei Huntingdon Alarmstufe Rot herrschte und er neben Plan A und B auch Plan C organisieren musste (Wohnung zerstören, falls nötig). Technisch ist das alles machbar, das habe ich recherchiert. Ob es glaubhaft ist, liegt beim Leser ;)


    Jedenfalls danke dir für all die kritischen Fragen, ich zeig sie meiner Lektorin und bespreche mit ihr, ob am Schluß noch ein oder zwei Seiten bei einem Nachdruck eingefügt werden, wo genau diese Punkte noch auserklärt werden. Manche Leser brauchen und schätzen das, andere fühlen sich von zuviel Nachklapperklärungen genervt. Das ist wirklich eine Gratwanderung.

  • Bow, gegen Ende, als Clare ihre Erinnerungen wieder hat, kommt ja richtig Fahrt auf. Das gefällt mir z.B. sehr gut. Anfangs, ohne Erinnerungen, war alles ziemlich langsam und doch spannend, aber jetzt steigt die Spannung nochmal stark an.


    Ich kann mich also doch noch auf mein Bauchgefühl verlassen. Huntingdon ist der Drahtzieher der ganzen Genmanipulationsgeschichte. Und Bonnie die Leidtragende, an der geforscht wurde und weiter geforscht werden soll. Da kann ich Clare sehr gut verstehen, dass sie ihre Tochter aus der Schusslinie bringen will. Aber wird sie das auch für die Zukunft schaffen? Jetzt ist die Familie erst mal in Neuseeland, Bonnie freut sich auf ihr Pony und sie fangen ein ganz neues Leben an. Aber wird Huntingdon aufhören sie zu suchen und sie nicht irgendwann finden? Da würde ich mich über eine Fortsetzung sehr freuen.


    Dass sich Huntingdon vor der Justiz nicht fürchten braucht, ist auch klar. Beweise liegen fast keine vor, sind vernichtet worden und die die vorliegen kann man nicht verwenden. Also alles wie im richtigen Leben.


    Als Raphael Clare erklärt, dass er sie liebt, ist mir auch einiges klar geworden. Darum war er immer bei ihr, da er ja wusste, was passieren kann… Daher rührte auch seine mehr als freundschaftliche Behandlung. Obwohl auch er in die ganzen Machenschaften verstrickt war, hat mir sein Tod doch leid getan. Schlussendlich aber hat er ja nur Clare beschützt.


    Und Paul. Einerseits bin ich auch der Meinung, er hätte Clare mehr über ihre Vergangenheit und die Zusammenhänge erzählen müssen. Andererseits hat er aber auch gemerkt, dass Clare total unsicher ist und ihm wahrscheinlich nicht glauben wird. Ich denke, er wollte sie nicht noch mehr verunsichern. Und unsicher Clare gegenüber war er ja selber auch. Viele Missverständnisse, die sich im Nachhinein aber gut und schlüssig erklären lassen.


    Ich kann mit dem Ende der Geschichte sehr gut leben.


  • Ich bin so schlecht, an GEN-Versuche habe ich überhaupt nicht gedacht.


    Mir kam die Idee auch erst, als von der getöteten Famie von Bonnie die Rede war.



    Nun es ist alles gut ausgegangen - zumindest für die meisten. Dass die Drahtzieher wieder mit allem davon kommen, ist sehr realistisch. Aber es ärgert doch.


    Wie im richtigen Leben halt.


  • Das einen Tag später noch nicht mal bekannt war, wer die beiden Streifenpolizisten vor der Wohnung waren und wer sie vielleicht abgezogen hat, das fand ich auch nicht nachvollziehbar.


    Da hat sich Huntingdon mal wieder sehr große Mühe gegeben, das zu verschleiern.



    Inselbegabungen sind mir so auch nicht bekannt, wie die von Bonnie und ich glaube nicht, das das jemand kann?


    Da dies ja eine fiktive Geschichte ist, muss man es sich einfach vorstellen können. Janet hat das bei mir z.B. sehr gut geschafft.

  • Vielen Dank, liebe Janet, für die ausführlichen Erklärungen. Nun sind auch meine allerletzten Zweifel ausgeräumt. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Geschichte eine Fortsetzung bekäme. :winken:

  • Auch ich möchte mich bei Janet ganz herzlich bedanken auch für die wirklich ausführlichen Erklärungen, die mir manches doch begreiflicher machen.
    Alle Zweifel sind bei mir dennoch nicht ausgeräumt und es bleiben für mich ein paar Dinge, die mir so zu unlogisch bleiben.


    Im Gesamtpaket hat mir das Buch aber sehr gut gefallen und auch ich würde mich über eine Fortsetzung freuen :winken:

  • Ich bedanke mich auch herzlich fürs Mitlesen - all eure Fragen und Kommentare haben mir einiges an Anregungen gegeben! Das ist wirklich hilfreich- man vergisst beim Schreiben doch immer wieder, dass man deutlich mehr Informationen im Kopf hat als der Leser wissen kann. Vor allem beim Kürzen - man hat das ja schon alles geschrieben und wieder gelöscht, im Kopf ist es, im Buch nicht mehr, das kann dann schon mal zu einer Erklärungslücke führen. Da ist einfach noch mehr Achtung geboten. Phew. Hat mal jemand behauptet, Schreiben sei leicht? ;D

  • So... fertig gelesen!


    Das Ende ist dann recht rasch gekommen - aber bei einem Thriller passt so ein Show-down gut - und es ist so konzipiert, dass es eventuell noch eine Fortsetzung gibt. Alles in allem ist der Roman für mich schlüssig und logisch. Ich bin zwar keine passionierte Scifi/Thriller-Leserin, aber mit diesem vorläufigen Ende kann ich wirklich gut leben!


    Clare wurde gut dargestellt. Durch die Ich-Form lernt der Leser Clare und ihre Gedankenwelt recht gut kennen. Sie ist eine kluge, mutige und engagierte Mutter.
    Paul verblasst neben ihr. Er reagiert in vielen Bereichen unlogisch bzw unaufmerksam (warum hat er das Rätsel von Clares Nachricht an ihn) nicht gelöst? So schwer war das doch auch nicht!!! Paul sollte in der Fortsetzung vielleicht eine etwas bessere Rolle bekommen!


    Raphael... dass er in Clare verliebt ist, könnte vorher ein wenig bestimmter angedeutet werden. Es hat mich zwar nicht wirklich überrascht, aber sein Opfer war dann zu groß!


    Schade finde ich, dass Frau Torenzo auch ermordet wurde - sie könnte eine würdige Gegnerin und vielleicht später eine würdige Verbündete sein...
    Und der große Drahtzieher - Huntingdon - bleibt vorerst weiter im Hintergrund...


    Das Thema Genmanipulation mit allen Möglichkeiten scheint momentan ja ein ebenso aktuelles wie gruseliges Thema zu sein! Spannend - man sollte sich ein wenig besser darüber informieren!


    Liebe Janet - irgendwo hast Du ja geschrieben, dass es die Aufgabe von Autoren ist, möglicherweise zur Zeit Unmögliches darzustellen und damit zum Nachdenken anzuregen. Weil eben vieles was heute noch unmöglich erscheint, morgen schon fast eine Alltäglichkeit sein kann.
    Ich finde, es ist Dir ziemlich gut gelungen - nicht nur was das Thema Gen-Manipulation angeht, sondern auch die vielen Möglichkeiten, einen anderen Menschen auszuspionieren... Es sind gruselige Themen, vor denen man gerne die Augen verschließt!


    Ich denke, ich werde auch die Fortsetzung lesen...



    Glg!
    ysa


  • Das Ende ist dann recht rasch gekommen - aber bei einem Thriller passt so ein Show-down gut - und es ist so konzipiert, dass es eventuell noch eine Fortsetzung gibt. Alles in allem ist der Roman für mich schlüssig und logisch. Ich bin zwar keine passionierte Scifi/Thriller-Leserin, aber mit diesem vorläufigen Ende kann ich wirklich gut leben!


    Genauso sehe ich das auch. Ich lese normalerweise nur "normale" Krimis, bei denen es hier und da drunter und drüber geht. Aber wenn´s nachvollziehbar und schlüssig ist wie hier, passt das schon. Und hier sieht ja alles nach einer Fortsetzung aus über die ich mich freuen würde.

  • Ha, also doch Huntingdon - da haben wir gut getan, ihm von Anfang zu misstrauen ;D
    Als wir durch Clares Aufzeichnungen davon erfahren, dass Bonnies leibliche Eltern Teil eines illegalen Genversuchs waren, war es eigentlich klar, dass Huntingdon dahintersteckt. Im ersten Moment war ich auch auf die leiblichen Eltern von Bonnie wütend, weil sie bei so etwas mitgemacht haben, aber ich möchte sie nicht voreilig verurteilen, immerhin kenne ich ihre damalige Lebenssituation nicht. Und wenn es nicht die Morenos gewesen wären, hätten sie andere Eltern gefunden, denen sie das Blaue vom Himmel herunter versprochen hätten.


    Und nicht nur, dass der Versuch illegal war, zusätzlich befanden sich die Morenos nicht in den Händen von Wissenschaftlern, sondern von Verbrechern, was schlussendlich zu ihrem brutalen Tod geführt hat :'(


    Die Verschlüsselung des Codes mithilfe der Nachricht war ja sehr raffiniert - schon zu raffiniert, wenn man ihn kaum knacken kann ;D


    Was Moira angeht, war ich bis zu dem Zeitpunkt, als Clare die angeschossene Moira findet, immer noch ein ganz kleines wenig skeptisch, ob man ihr wirklich vertrauen kann. Als wir erfahren, dass der Glatzkopf ein falsches Spiel spielt, hatte ich Sorge, ob man Ken vertrauen kann (auch wenn Bonnie ihn sympathisch fand) bzw. ob er schnell genug Bonnie in Sicherheit bringen kann. Aber Ken gehört zu den Guten und er hat glücklicherweise schnell reagieren und sogar noch eine Nachricht hinterlassen können.


    Was es mit Raphael und Clare auf sich hatte, erfahren wir jetzt auch und ich muss gestehen, ich bin froh, dass zwischen den beiden nie etwas gelaufen ist. Wobei mir Raphael schon ein Stück weit leid tut, er war nicht so schlecht wie der Rest.


    Der Hammer war, als Walker Paul die Notwehr gegenüber Beech nicht abnehmen wollte - aber wer hätte es ihm verübeln wollen, die Geschichte, die Clare und Paul ihm erzählen, erscheint ja wirklich ziemlich haarsträubend. Als Bonnie während des Verhörs am Malen ist, habe ich darauf gehofft, dass sie durch ihre Zeichnung eine gedankliche Wende bei Walker hevorrufen kann. Ich glaube Walker, dass er sich für die Brents eingesetzt hätte, wenn er irgendwas in der Hand gehabt hätte.


    Huntingdon hat aber auch wirklich an alles gedacht, als er dann auch noch die Wohnung der Brents in die Luft fliegen ließ. Teilweise war mir das schon zuviel Action und Intrigen auf der Verbrecherseite, so lückenlos können die doch auch nicht alles durchplanen. Huntingdon konnte sich doch nicht sicher sein, ob nicht irgendwo doch noch weitere Kopien vorhanden sind. Gut, deswegen schafft er auch sämtliche Zeugen nun aus dem Weg, weil er kalte Füße bekommt. Lieber nimmt er auch das Ende des Genversuchs und damit Bonnies Tod in Kauf, bevor doch noch jemand von dem Versuch Wind bekommen kann.


    Was mich ein wenig wundert: wie hat es Clare geschafft, sich diese ganzen Informationen über Huntingdon, Torenzo usw. zu besorgen, ohne dass diese so lange etwas davon mitbekommen haben? Wie gesagt, das waren keine unbedarfte Wissenschaftler, sondern Kriminelle, die mit allen Wasser gewaschen sind.


    Dass die Brents und Walker Huntingdon nicht das Handwerk legen können, fand ich zwar schade, aber leider ist das so deutlich realistischer. Ich hoffe sehr, dass Clare, Paul und Bonnie langfristig wirklich in Neuseeland unbehelligt bleiben. Evtl. gibt es irgendwann eine Fortsetzung.


    Und ich bin auch froh, dass Moira überlebt hat und in London weiterhin die Stellung hält - da haben sie eine echte Freundin.


    Das war wieder ein sehr spannender und packender Roman mit einer faszinierenden Thematik.


  • Für mich ist es nicht so richtig glaubhaft mit dem Gedächtnis der Zellen, das würde wieder die Erziehung hintenan stellen und denen Recht geben, die Kinder von Mördern auch abstempeln. Ich hoffe einfach, dass es so etwas nicht gibt.


    Das mit dem Erinnerungsvermögen von Zellen ist bisher, nach meinem Wissenstand, immer noch Theorie, aber bei dem Moreno-Kindern wurden ja die Gene zusätzlich (illegal) verändert, das war ja besonders perfide.



    Außerdem frage ich mich, ob ein Stick wirklich allein durch eine Explosion des Hauses schon nicht reaktivierbar ist. Müßte er da nicht richtig dem Feuer ausgesetzt sein?


    Stimmt, darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, ob der Stick nicht doch noch erhalten sein könnte. Vor allem wundert es mich, dass Clare nicht noch weitere Sicherheitsdepots mit Kopien angelegt hat, denn die Brisanz ihrer Nachforschungen muss ihr bewusst gewesen sein, nachdem sie wusste, dass Huntingdon hinter dem Tod der Morenos steckte.



    Dann kommt dazu, dass die Tochter ja wirklich Probleme mit ihren Visionen hat. Wie will Clare sie da schützen? Ich denke sie war der Meinung, dass es eine Lebensgefahr in der Zukunft für die Tochter gibt? War sie nicht zur Behandlung gegangen, weil sie Angst hatte ihr irgendwann nicht mehr helfen zu können? Ich meine die GEschwister sind ja auch gestorben.


    Die Geschwister sind aber nicht an den Versuchen gestorben, sondern wurden erschossen. Allerdings sind geistige Schäden bzw. Überforderungen an den ersten beiden Kindern zurückgeblieben. Ob das bei Bonnie irgendwann auch der Fall sein wird, wird sich sicherlich noch herausstellen. Da kommen garantiert noch Probleme auf die Familie zu. Und Clare kann nichts anderes tun, als sie wie bisher zu behandeln und zu hoffen, dass das in Zukunft ausreichend sein wird.