07: Seite 326 - Ende (Kap. 14 – Ende)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 326 bis zum Ende (Kapitel 14 "Ziel" - Ende) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Home, sweet home - zurück im heimeligen Rorgator und fertig mit dem Feldzug.
    :klatschen:
    Ich freue mich auf die Diskussion zum letzten Leseabschnitt. Wie hat Euch Yras Entscheidung gefallen? Wie die von Eivora, was den Überfall auf Zigûn angeht? Und die Auflösung mit dem Schwertfeuer? Und überhaupt alles?
    Weißes Gold beginnt mit dem Überfall auf dem Wehrhof, dann kommt die Auseinandersetzung zwischen Fiafila-Ignuto und Wilania-Pressito, es gibt Turbulenzen um den Eid auf die Legion, man macht sich auf zum Pilgerweg, es gibt eine Schifffahrt, wir sind den Pilgerweg entlanggegangen, dessen Stationen man auf der Karte vorn im Buch sieht ...
    Welche dieser Episoden hat Euch am besten gefallen? Welche wird Euch am stärksten im Gedächtnis bleiben?
    Wovon hättet Ihr mehr gewollt - was war Euch zu weitschweifig?
    Welche Figuren mögt Ihr? Von wem wollt Ihr mehr lesen?
    Ich bin zwar kein Avatar und Ihr steht nicht auf glühenden Kohlen, aber trotzdem: Sagt mir alles! ;D


    PS: Und eine Bonusfrage habe ich auch noch. Wer von Euch erinnert sich, wo Wilania-Pressito bereits in Rotes Gold aufgetaucht ist? :nachdenk:

  • :anbet: herzlichen Dank! (vorerst, ich habe bedenken, dass wir in Sicherheit gewiegt werden sollen, um mit Vertrauen in den dritten Band zu gehen, irgendwas fieses wird dort bestimmt noch kommen ODER glaubt der Autor doch wieder an den Sieg des Guten?????? ???)


    Alle lieben Menschen haben überlebt! Gonter wird Anführer, ist angesehenes Mitglied der Truppe. Nirto ist sein Fürsprecher, Eivora wird von ihrem Vater über den Tod hinaus beschützt und Fiafila-Ignuto konnte seinen Zorn gerade noch ausweichen (wie gut, dass ihr Blut noch nicht helfen würde).


    Puh, eine schwere Probe hat Eivora da zu bestehen im Gespräch mit Nirto und sie besteht die Probe. Mir war gleich klar, dass Nirtos Entscheidung zu Gunsten Gonters ausfallen würde, aber nicht wie sehr zu seinen Gunsten. Wie wir hat er erkannt, dass Gonter kein einfacher Befehlsempfänger ist und wo man Leute braucht, die selbst denken. Kluger Mann dieser Nirto.
    Ich bin ein absoluter Fan von Eivora. Sie ist eine absolut starke Führerin und ich hoffe, dass dies immer mehr anerkennen. Leider wird wohl keiner erfahren, wozu sie für den Klingenrausch bereit war und leider werden auch wenige verstehen, dass sie zugunsten des Klingenrauschs darauf verzichtet zu wissen, wer hinter dem Anschlag steckt. Eine erfahrene Kampfherrin zu verlieren wäre im Moment nicht so förderlich. Hoffentlich fällt ihr das nicht auf die Füße. Dem Verhalten nach war Pirlitu wirklich zumindest beteiligt. Wird sie die gebotene Chance nutzen? Oder bleibt sie im Rücken Eivoras als Feindin? Vertrauen kann Eivora ihr nie wieder.
    Was für eine Szen in der das Schwert eingeschmiedet wird. Eivora die standhafte, die Beschreibung ihrer Gefühle, toll gemacht. Sicher hat jeder Leser an der Stelle Angst, sie zu verlieren, denn sie hat Gift getrunken und sie ist fast ausgeblutet. Wie Fiafila-Ignuto das wieder hingekriegt hat weiß ich nicht, aber sicher werden wir das noch irgendwann erfahren? Ich war sehr überrascht. Dass Kester das Opfer seiner Tochter in Wut bringen würde, wenn sie gegen ihren Willen geopfert würde, war mir klar. Habe mich immer gefragt, wieso Fiafila sich das nicht fragt. Nun scheint er aber auch mit ihrem Willen dagegen zu sein und das überrascht doch sehr. Er braucht Gefolge, wenn ich den Dämonenkult bisher richtig verstanden habe und da bietet sich eine riesige Chance an. Aber er liebt seine Tochter auch noch als Geist oder Dämon? Er ist bereit auf ihr Opfer zu verzichten und damit auf ein gehöriges Machtpotenzial. Das klingt so als ob die Beziehung zwischen Vater und Tochter sehr stark ist. Eivora widmet ja auch ihre "letzten" Gedanken ihrem Vater. Liebe in der Region der Dämonen? Das klingt sehr interessant. Bin noch gespannt darauf, was dazu kommt.
    Eivora wäre eine sehr gute Flammenbringerin. Schließlich kann man Feuer auch über die Armbrust verteilen. Sicher aber ist sie die treueste Anhängerin des Klingenrauschs, klug, bereit ihre eigenen Interessen einschließlich ihres Lebens, zurück zu setzen und kämpfen kann sie auch. Also meine Stimme hätte sie.


    Gonter wäre auch ein Kandidat für den Flammenbringer. Aber, es wurde im vorigen Abschnitt gefragt, was ihn disqualifiziert und ich habe eben meine Bedenken, wenn der Auftrag noch unmoralischer wird, als Betrug bei eine Wallfahrt. Er wird immer nach einem moralischen Weg suchen, Was aber, wenn es keinen gibt?


    Nun zu den Fragen:
    Es gibt zwei Szenen, die ich besonders gut fand (obwohl es schwer fällt, sich zu entscheiden) Die "Opferung Eivoras" und ihr Gespräch mit Nirto wegen Gonter.
    Im Allgemeinen haben mir die Dialoge sehr gut gefallen, wo es um verschiedene Sichtweisen geht. Fiafila-Ignuto/Keijo in dessen Heiligtum , Gonter/Eilan - während des Duells, Eivora/Keijo -als es um die Überzeugung ging zu lügen.


    Ich hätte gern mehr von den Übungen mit Nirto gewollt, gerade auch wie er verschieden Kämpfer ausbildet und zusieht, ihre Stärken zu nutzen. Schade, dass wir dazu nur kurze Zusammenfassungen am Ende von Gonter erhalten.
    Weitschweifige Szenen in einem Buch von Dir??? Wo sollen die sein ;D
    Naja, wen mögen wir. EIVORA, Gonter, Nirto, Fiafila-Ignuto, Kester (weil fremdartig spannend), Prekesta, Pirlitu
    Interessieren würde mich auch eine Auseinandersetzung von Ignuto mit seinesgleichen, Ignuto selbst gewinnt für mich an Interesse, der kleine Feigling, was wird er nun unternehmen? Haben sie es geschafft, doch zu Kesters Gefolge zu werden? Wird Ignuto einen Weg finden mit den Geistern in Prekesta zu kommunizieren? Das macht mich genauso neugierig wie ihn.
    Bonusfrage:
    Nee, wenn ich den ersten Band als e-book hätte ;D

  • Letzter Abschnitt. Puh! Da ist doch noch mal einiges passiert.


    Irgendwie war mir entfallen, dass der Klingenrausch ja schon in Abidia gewesen ist - oder auf der tollen Karte zu Beginn des Romans ist mir die Stadt einfach nicht ins Auge gesprungen. Dass sich die Bevölkerung der Stadt wenig begeistert zeigen würde, war klar. Andererseits haben sie den Söldnern nicht viel entgegen zu setzen. Besonders nicht Fiafila, die sich in Abidia und mit den dort geltenden Gepflogenheiten ja bestens auskennt. Sehr geschickt argumentiert kommen sie sogar kampflos in die Stadt. Und mit dem Bösen im Herzen, das ist sehr wohl war. Vermutlich weil sie inzwischen erkannt hat, dass das Böse auch in ihr steckt.


    Damit ist meine Theorie vom letzten Abschnitt, dass der Kampf in den Salzzacken das letzte große Hindernis wahrgeworden. :D


    Der Rest des Abschnitts fühlte sich hingegen weniger wie ein Sieg denn wie ein fauler Kompromiss an.


    Yra erkennt endlich Korts Wesen und die Verliebtheit endet bei dessen Orgie zur Feier der vollendeten Wallfahrt. Prekesta reizt Yra und verspottet ihre Weiblichkeit, woraufhin Yra kaltblütig einen Adepten im Dämonentempel tötet. Sorry, Fräulein, wenn du Prekesta nacheifern willst, dann bist du für mich gestorben. >:(>:(


    Eivora wird am Ende des Kontrakts zur Anführerin, doch dabei opfert sie etwas ganz Entscheidendes: sich selbst. Erst verzichtet sie auf die Wahrheit und verpasst Kort einen Maulkorb zu den Hintergründen von Zigûns Tod, beendet ihre frühere Freundschaft mit Pirlitu, indem sie ihr verrät, dass sie die Ereignisse nicht länger untersuchen wird - aber doch irgendwie Bescheid weiß, was Pirlitu getan hat -, dann begräbt sie ihre Beziehung zu Gonter ganz offiziell, indem sie sein Schicksal - Leben im Klingenrausch oder Tod - allein in Nirtos Hände legt und dann noch ihre Opferbereitschaft für ihren Vater und den Klingenrausch. Für mich schwingt da Todessehnsucht mit durch. Ihr ist nichts geblieben, also kann ihr Tod wenigstens noch einen sinnvollen Zweck - das Schwertfeuer und ihren Vater im Jenseits stärken - erfüllen.


    Für mich ist Eivora in diesem Band durch ein Feuer der Bewährungen gegangen, doch ob sie daraus gestärkt oder stumpf und gebrochen hervorgeht, wird wohl erst der nächste Band zeigen.


    Ich bin jedenfalls verdammt froh, dass Kester eingeschritten ist. Diese machthungrigen Idioten (Prekesta und Fiafila-Ignuto) hätten doch tatsächlich Eivoras Leben und Geist geopfert. Ich nenne sie bewusst Idioten, denn sie haben doch tatsächlich geglaubt, dass Kester sich freuen würden, wenn sie seine Tochter opfern und ihn damit stärken. Irgendwie zeigt das deutlicher als alles andere, dass Fiafila als Avatar abgestumpft ist und die Liebe von Vater und Tochter als irrelevant abtut - falls sie denn überhaupt daran gedacht hat.


    Ich hatte ja die ganze Zeit gehofft, dass das Blut ausreichen würde - aber ja, es sind ja Geister an den Tisch gebunden, im Nachhinein logisch, dass Blut allein nicht ausreichen würde. Dass nun Wilania-Pressito an das Schwertfeuer gebunden ist - nun, der Geist der toten Avatar bekommt nun auf unerwartete Weise, was sie sich gewünscht hatte, nämlich Kester zu dienen. Um sie ist es nicht schade, wohl aber um Eivoras Beziehung zu Fiafila. Die wird sie wohl nicht mehr als Freundin sehen.


    Ein Licht am dunklen Ende ist Gonters offizielle Aufnahme in das Sturmbanner. Dass er als einfacher Söldner "nicht taugt", war abzusehen. Doch zum Glück ist eine Position als Rottmeister frei. 8)


    Dass seine Rede nun auch noch für einen Zuwachs an Rekruten gesorgt hat, umso besser. Irgendwie fügen sich auch die beiden Todesfälle (Lostor und die Avatar) und anderen Vorfälle am Ende ganz hervorragend in ein stimmiges Bild. Dass mir nicht alles gefällt (Eivoras Veränderung :'( ), schade. Aber nachdem ich ja schon mit Toten gerechnet hatte, darf ich mich vermutlich glücklich schätzen, dass Eivora Fiafila-Ignutos ehrgeizigen Plan immerhin überlebt hat und dass auch Gonter noch wohlauf ist. Ich hoffe, dass sie sich von den Ereignissen während und nach diesem Kontrakt erholt.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Noch zu den Fragen, dann ist aber auch Schlafenszeit. Rezension folgt dann morgen oder übermorgen.


    Yras Entscheidung hat mich schwer enttäuscht und entsetzt. :boahnee:


    Eivoras Entscheidung, lieber nichts wissen zu wollen, war nach ihrer Haltung im "Gespräch" mit Fiafila ... zwar nicht absehbar, aber doch nachvollziehbar. Dass sie Pirlitu menschlich nicht vergeben kann, das Wohl der Legion aber über ihre persönlichen Beziehungen stellt, macht mich leider nicht zufrieden. Ein Zweikampf zwischen ihr und Pirlitu, bei dem sie ihre ehemalige Freundin getötet hätte, wäre aber genauso scheiße gewesen. Ich glaube, hier gab es keinen guten Ausweg aus ihrem Dilemma.


    Ich hätte mir vielleicht insgesamt noch ein bisschen mehr Gonter gewünscht. Das hätte dem Gesamtbild des Romans ein bisschen mehr Helligkeit gegeben, wenn ich mal einen Maler-Vergleich heranziehen darf. So fühlte sich das Ende jedoch reichlich deprimierend an.


    Ich glaube, mit den ersten Leseabschnitten war ich am zufriedensten. Die Yra-Kort-Liebelei hat mir dann etwas die Mitte verhagelt, die späteren Abschnitte fand ich dann wieder sehr fesselnd und spannend, das Ende war gefühlsmäßig gemischt. Einerseits klasse, andererseits bin ich wegen Eivora auch traurig. Welcher Abschnitt mir am stärksten im Gedächtnis bleiben wird, kann ich momentan noch nicht sagen. Aktuell ist noch alles recht frisch. ;)


    Mehr lesen: Eivora, Gonter, Nirto, Aglix, vielleicht auch Eilan und Zein.
    Bitte köpfen: Prekesta.
    Bitte bestrafen: Fiafila-Ignuto und Yra. (Die Art der Strafe darf der Autor selbst wählen, ich bin großzügig. :P )


    Bonusfrage: Nee, die genaue Szene weiß ich leider nicht mehr. Sorry.

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  • Yras Entscheidung hat mich schwer enttäuscht und entsetzt. :boahnee:


    Das war doch Prekesta, Zumindest in dieser Form. Yra ist, glaube ich, entsetzt über ihr Tun.



    Eivoras Entscheidung, lieber nichts wissen zu wollen, war nach ihrer Haltung im "Gespräch" mit Fiafila ... zwar nicht absehbar, aber doch nachvollziehbar. Dass sie Pirlitu menschlich nicht vergeben kann, das Wohl der Legion aber über ihre persönlichen Beziehungen stellt, macht mich leider nicht zufrieden. Ein Zweikampf zwischen ihr und Pirlitu, bei dem sie ihre ehemalige Freundin getötet hätte, wäre aber genauso scheiße gewesen. Ich glaube, hier gab es keinen guten Ausweg aus ihrem Dilemma.


    Ich fand den Ausweg sehr gelungen. Ein Anführer muss seine eigenen Interessen hintenan stellen, auch die Eitelkeit. Sie hätte sich rehabilitiert, aber der Klingenraus hätte eine Anführerin verloren so oder so.



    Ich hätte mir vielleicht insgesamt noch ein bisschen mehr Gonter gewünscht. Das hätte dem Gesamtbild des Romans ein bisschen mehr Helligkeit gegeben, wenn ich mal einen Maler-Vergleich heranziehen darf. So fühlte sich das Ende jedoch reichlich deprimierend an.


    Ich dachte, Du hättest schon mehr von Bernd gelesen. Für seine Verhältnisse war das Ende dierekt von der Sonne beschienen (aber es ist ja auch noch kein Ende)


    andererseits bin ich wegen Eivora auch traurig.


    Weshalb? Sie ist aus allem gestärkt hervorgegangen und jetzt, auf Augenhöhe kann Gonter, wenn er will auch wieder mit ihr techteln :)


    Bitte köpfen: Prekesta.
    Bitte bestrafen: Fiafila-Ignuto und Yra. (Die Art der Strafe darf der Autor selbst wählen, ich bin großzügig. :P )
    [/quote]


    Wenn Du die spannenden Figuren köpfen läßt, wie sollen wir dann unsere Neugier befriedigen? Oder soll der Klingenrausch insgesamt überlaufen und zu Gonters königlicher Garde werden? Oder so eine Art Robin Hood der Salzzacken? ;)


    [/quote]

  • Das war doch Prekesta, Zumindest in dieser Form. Yra ist, glaube ich, entsetzt über ihr Tun.


    Und da bin ich nicht ganz sicher. Klar, es steht was davon, dass Yra bebte und ihre Lippen betastete. Aber ich sehe kein Anzeichen für Entsetzen bei ihr. Sie kann auch aus einem anderen Grund beben.
    Und wie wir ja auch schon erfahren haben, verstärkt Prekesta das, was sowieso da ist. Und ich fürchte, da Yra immer Schutz von Kort wollte, hat sie nun gelernt, dass sie mit Mord sich selbst schützen kann. Ich fürchte, das war keine einmalige Tat, die sie bereut.


    Ich fand den Ausweg sehr gelungen. Ein Anführer muss seine eigenen Interessen hintenan stellen, auch die Eitelkeit. Sie hätte sich rehabilitiert, aber der Klingenrausch hätte eine Anführerin verloren so oder so.


    Ist es ein Ausweg? Denn mal ehrlich: Werden Zigûns Leute nie wieder eine Antwort und seinen Mörder fordern? Für mich hat Eivora das Problem hier einfach nur vertagt. Es geht mir hier nicht um Eitelkeit oder eigene Interessen hintenan stellen, sondern dass sie bewusst ein Versprechen bricht und wie sie sich dabei fühlt. Denn im Grunde weiß sie ja Bescheid. Es hat ihr vielleicht niemand gesagt - Oder hat Kort es ihr gesagt und sie will Pirlitu in Sicherheit wiegen, bis sie sich entschieden hat? Auch möglich, wir waren ja nicht dabei. -, aber sie hätte nicht mit Pirlitu gebrochen, wenn sie sich nicht sicher gewesen wäre.


    Ich dachte, Du hättest schon mehr von Bernd gelesen. Für seine Verhältnisse war das Ende dierekt von der Sonne beschienen (aber es ist ja auch noch kein Ende)


    Das war mein 3. Roman von Bernd. Dass seine Geschichten Abstufungen in Grau sind, ist mir sehr bewusst. Was Bernd jedoch immer sehr gut macht, weil die Dunkelheit so noch besser hervorkommt, ist uns helle Momente zu bieten, um so den Kontrast zu verstärken. Eivora war im 1. Band so ein Garant für helle Momente.
    Damit wird am Ende (und auch ein bisschen vorher schon) in meinen Augen gebrochen. Eivora verliert ganz langsam diese Funktion, als sie und Gonter sich trennen. Auch wenn Eivora überlebt, es ist die Frage, wie sie im nächsten Band ist und ob sie noch für die hellen Momente sorgen kann. Da sehe ich jetzt eher Gonter und der kam als Erzählfigur im Gegensatz zu Eivora und Fiafila-Ignuto doch recht wenig vor. Ich hätte gerne mehr von ihm gelesen.


    Weshalb? Sie ist aus allem gestärkt hervorgegangen und jetzt, auf Augenhöhe kann Gonter, wenn er will auch wieder mit ihr techteln :)


    Äh, dass Eivora sich von ihm losgesagt hat, als sie Nirto die Entscheidung über Gonters Leben oder Tod überließ, hast du mitbekommen, oder? Ich sehe Eivora da nicht gestärkt aus der Situation hervorgegangen. Mag sein, dass sie Nirtos Respekt errungen hat, aber sie hat dafür einen Teil von sich selbst geopfert. Und das war am Ende des Romans nur eins der Opfer, die sie gebracht hat. Daher ist sie für mich aktuell stark angeschlagen, nicht gestärkt.


    Wenn Du die spannenden Figuren köpfen läßt, wie sollen wir dann unsere Neugier befriedigen? Oder soll der Klingenrausch insgesamt überlaufen und zu Gonters königlicher Garde werden? Oder so eine Art Robin Hood der Salzzacken? ;)


    Ich will nur eine Figur köpfen lassen: Prekesta. Für mich hat sie immer eine zeitweilige Funktion, um für Spannung zu sorgen. Interessant finde ich eher Fiafila-Ignuto, auch weil wir als Leser Anteil an ihren Gedanken und Gefühlen und der Entwicklung ihrer Beziehung zu Ignuto nehmen können. Ich glaube nicht, dass Prekesta zur Erzählfigur wirkt oder auch taugt. Dementsprechend kann sie letzten Endes auch irgendwann abtreten - ähnlich wie Wilania-Ignuto -, einen neuen interessanten Gegenspieler werden wir dann schon von Bernd bekommen. Da bin ich mir sicher. ;D


    Und ganz ehrlich? Denkst du, dass Kester so schnell Fiafila-Ignutos Absicht vergessen und vergeben wird? Ich kann mir schon vorstellen, dass im nächsten Band eine Strafe für sie lauert. Aber auch dass Kester sie nicht umbringen wird, weil sie ihm nützlich ist.


    Habe ich das gefordert? Nein. Ich denke, dass Gonter eine Gratwanderung machen wird, sowohl die Interessen des Klingenrauschs vertreten, als auch entscheiden, WIE er das machen will. Das hat er ja bereits in diesem Band gemacht. Und das war eine Entscheidung, die zu einer königlichen Garde nun nicht gepasst hätte. Ich denke, das Interessante an Gonter ist, dass er ein starker Anführer ist, der sich nicht darum schert, dass seine Leute vielleicht seine Methoden nicht mögen, der aber trotzdem für Ergebnisse sorgt. Und ganz ehrlich: Schau dir Nirto und Eivora an! Als Anführer sind sie ganz anders als Pirlitu oder Kort. Dass es unter den Söldnern nur eine Art von Anführer geben kann: gut oder machthungrig und verdorben, glaube ich nicht. Hier sehe ich mehr als nur schwarz und weiß, auch hier gibt es sehr viele Abstufungen.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Das war ja mal ein letzter Abschnitt. Immerhin gibt es keine zusätzlichen Toten (auch keine Tiere), das ist ja schon fast wie bei einem Soft-Fantasy-Roman ;)


    Sehr lustig fand ich, dass Eivora so gar nicht verstehen konnte, warum die Bevölkerung, die man erst kurz vorher ausgeraubt und geschändet hat, einen nicht mit offenen Armen empfangen wollte :D Na sowas..... Und Ironie scheint auch nicht ihre Stärke zu sein. Immerhin ist es unblutig ausgegangen. Manchmal erreicht man mit Verstand eben doch mehr als mit der brutalen Variante.


    Deshalb wunderte es mich dann auch nicht, dass sie bei der Wahrheit um Zigûns Tod einen Rückzieher macht. Und wenn ich länger darüber nachdenke, ist das sicherlich ein kluger Schachzug - zumindest vorübergehend. Alle sind zunächst ruhig gestellt. Natürlich kommt das irgendwann auf Eivora wieder zu, aber sie hat Zeit gewonnen, um nichts überstürzen zu müssen und damit den Klingenrausch zu gefährden, denn dieser muss sich im Innersten erst einmal wieder stärken.


    Yra, die dumme Nuss, berührt mich gar nicht. Sie kann ja jetzt in Prekestas Lehre gehen. Auch Bösewichte müssen sich um ihren Nachwuchs kümmern >:D Und das Kort weiter macht, wie bisher, war ja wohl auch klar. Keine Überraschung also.


    Das Gespräch zwischen Nirto und Eivora fand ich dagegen sehr gut. Sie hat sachlich zu Gunsten des Klingenrausches entschieden und ihre Gefühle hinten angestellt. Das war auch das einzig Richtige in ihrer Position. Natürlich habe ich beim Lesen darauf gehofft, dass Nirto Gonter behält. Die zwei werden gute Kumpels. Und jetzt, wo sie gleichberechtigt sind, könnte das durchaus eine sehr starke Verbindung zugunsten des Klingenrauschs werden. Es stärkt ihn auf jeden Fall. Und Führen und gute Reden schwingen kann Gonter ja nun gut.


    Und dann kam die Szene mit Kester. Erstmal hatte ich gehofft, dass sich Eivora nicht opfern müsste, aber sie hat sich ihrem Schicksal ergeben. Und natürlich gefiel das ihrem Vater überhaupt nicht. Das war ein starker Auftritt. Nun ist tatsächlich Wilania-Pressito am Klingenrausch gebunden. Das heißt dann aber doch, dass Fiafila-Ignuto nun über sie immer Kontakt zu Kester aufnehmen muss, oder? Und ich bin auch sehr gespannt, welche Strafe sie erwarten wird. Ich hoffe, eine sehr hohe.


    Letztendlich bin ich mit dem Ende des Buches zufrieden.


    Wie stehe ich nun zu Eivora, mit der ich mich in Rotes Gold gar nicht anfreunden konnte? Nun, sie hat in diesem Band eindeutig gewonnen und alleine schon die fehlende Liebeleien mit Gonter (zum Schluss jedenfalls) haben dazu beigetragen, aber auch die guten Gespräche und Entscheidungen, die sie getroffen hat. Ich würde mal sagen, ich habe mich mit dieser Figur versöhnt, auch wenn es nicht meine Lieblingsfigur werden wird. Sie hat auf jeden Fall an Stärke und Charakter gewonnen und ich bin gespannt, wie sie sich im nächsten Teil schlägt.


    Nun zu Bernds Fragen:


    Mir gefielen in diesem Buch die Dialoge sehr gut und dass einige Schlachten auf dem Feld des Verstandes gewonnen wurden. Das Duell zwischen Gonter und Eilan hat mir imponiert und natürlich Kesters Auftritt. Das hatte dann nochmal den düsteren dunkelroten Effekt der Dark-Fantasy, der während des Romans - vielleicht durch die vielen Liebeleien? - ein wenig ins wölkchenblaue überschwappte.


    Ich kann jetzt nicht sagen, dass mir etwas gefehlt hätte oder irgendetwas zu langatmig gewesen wäre.


    Natürlich mag ich nach wie vor Gonter, von dem wir ja mehr lesen werden, aber auch Nirto hat mir gut gefallen, ich möchte ihn nicht missen. Fiafila-Ignuto gefällt mir auch gut, weil sie so ein widersprüchlicher Charakter geworden ist und natürlich nicht fehlen darf. Über Kester würde ich gerne mehr lesen, wie es ihm in der Dämonenwelt so ergeht und wie er sich durchschlägt oder aber auch so ähnlich wie in der letzten Szene. Das fände ich sehr spannend. Irgendwie muss es ja nun demnächst einen Dialog zwischen ihm und dem Klingenrausch geben.


    Die Bonus-Frage: So genau weiß ich das nicht mehr, aber hat Fiafila, damals glaube ich noch kein Avatar, nicht Wilania-Pressito im Dämonentempel getroffen?

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

    Einmal editiert, zuletzt von Murkxsi ()

  • Und da bin ich nicht ganz sicher. Klar, es steht was davon, dass Yra bebte und ihre Lippen betastete. Aber ich sehe kein Anzeichen für Entsetzen bei ihr. Sie kann auch aus einem anderen Grund beben.
    Und wie wir ja auch schon erfahren haben, verstärkt Prekesta das, was sowieso da ist. Und ich fürchte, da Yra immer Schutz von Kort wollte, hat sie nun gelernt, dass sie mit Mord sich selbst schützen kann. Ich fürchte, das war keine einmalige Tat, die sie bereut.


    War es Mord was sie wollte, oder war es nur die Rache allgemein an Männern, die latent vorhanden war?

    Ist es ein Ausweg? Denn mal ehrlich: Werden Zigûns Leute nie wieder eine Antwort und seinen Mörder fordern? Für mich hat Eivora das Problem hier einfach nur vertagt. Es geht mir hier nicht um Eitelkeit oder eigene Interessen hintenan stellen, sondern dass sie bewusst ein Versprechen bricht und wie sie sich dabei fühlt. Denn im Grunde weiß sie ja Bescheid. Es hat ihr vielleicht niemand gesagt - Oder hat Kort es ihr gesagt und sie will Pirlitu in Sicherheit wiegen, bis sie sich entschieden hat? Auch möglich, wir waren ja nicht dabei. -, aber sie hätte nicht mit Pirlitu gebrochen, wenn sie sich nicht sicher gewesen wäre.


    Aber willst Du nicht, dass ein Anführer die Interessen seiner Truppe über die eigenen stellt? Was nutzt der Truppe das Wissen, wer den Tod verursacht hat. Sie würden Rache wollen und das führt zur Schwächung der Truppe. Dieses Wissen hat sich Eivora auf dieser Reise erworben. Die Wahrheit ist nicht immer hilfreich. Siehe ihr Gespräch mit Koijo.

    Das war mein 3. Roman von Bernd. Dass seine Geschichten Abstufungen in Grau sind, ist mir sehr bewusst. Was Bernd jedoch immer sehr gut macht, weil die Dunkelheit so noch besser hervorkommt, ist uns helle Momente zu bieten, um so den Kontrast zu verstärken. Eivora war im 1. Band so ein Garant für helle Momente.
    Damit wird am Ende (und auch ein bisschen vorher schon) in meinen Augen gebrochen. Eivora verliert ganz langsam diese Funktion, als sie und Gonter sich trennen. Auch wenn Eivora überlebt, es ist die Frage, wie sie im nächsten Band ist und ob sie noch für die hellen Momente sorgen kann. Da sehe ich jetzt eher Gonter und der kam als Erzählfigur im Gegensatz zu Eivora und Fiafila-Ignuto doch recht wenig vor. Ich hätte gerne mehr von ihm gelesen.


    Eivora ist für mich sogar heller geworden, denn sie wird durch Gonter beeinflusst und sieht eine neue Form von Ehre. Ich habe fast alles gelesen, was Bernd geschrieben hat und er hat einige Romane geschrieben, in denen nichts Helles mehr übrig bleibt ;)

    Äh, dass Eivora sich von ihm losgesagt hat, als sie Nirto die Entscheidung über Gonters Leben oder Tod überließ, hast du mitbekommen, oder? .


    Hat sie sich von ihm losgesagt, oder nur Vertrauen in ihn gehabt? Sie kennt Nirto. Wenn sie Gonter gegen seine Entscheidung im Klingenrausch behalten hätte, wäre sie Gonter auch losgeworden, denn das hätte er nicht gewollt. Die Entscheidung, was dann mit ihm geschieht, wäre noch zu klären gewesen. Aber ich bin davon ausgegangen, dass sie in Gonters Sinn entschieden hat. Er hätte es auch so gewollt.

    Ich will nur eine Figur köpfen lassen: Prekesta. Für mich hat sie immer eine zeitweilige Funktion, um für Spannung zu sorgen. Interessant finde ich eher Fiafila-Ignuto, auch weil wir als Leser Anteil an ihren Gedanken und Gefühlen und der Entwicklung ihrer Beziehung zu Ignuto nehmen können. Ich glaube nicht, dass Prekesta zur Erzählfigur wirkt oder auch taugt. Dementsprechend kann sie letzten Endes auch irgendwann abtreten - ähnlich wie Wilania-Ignuto -, einen neuen interessanten Gegenspieler werden wir dann schon von Bernd bekommen. Da bin ich mir sicher. ;D


    Und ganz ehrlich? Denkst du, dass Kester so schnell Fiafila-Ignutos Absicht vergessen und vergeben wird? Ich kann mir schon vorstellen, dass im nächsten Band eine Strafe für sie lauert. Aber auch dass Kester sie nicht umbringen wird, weil sie ihm nützlich ist.


    Habe ich das gefordert? Nein. Ich denke, dass Gonter eine Gratwanderung machen wird, sowohl die Interessen des Klingenrauschs vertreten, als auch entscheiden, WIE er das machen will. Das hat er ja bereits in diesem Band gemacht. Und das war eine Entscheidung, die zu einer königlichen Garde nun nicht gepasst hätte. Ich denke, das Interessante an Gonter ist, dass er ein starker Anführer ist, der sich nicht darum schert, dass seine Leute vielleicht seine Methoden nicht mögen, der aber trotzdem für Ergebnisse sorgt. Und ganz ehrlich: Schau dir Nirto und Eivora an! Als Anführer sind sie ganz anders als Pirlitu oder Kort. Dass es unter den Söldnern nur eine Art von Anführer geben kann: gut oder machthungrig und verdorben, glaube ich nicht. Hier sehe ich mehr als nur schwarz und weiß, auch hier gibt es sehr viele Abstufungen.


    Aber es geht um Geld und wenn du siehst, was in Rotes Gold mit Geld bezahlt wurde, meinst Du Gonter hätte das gut geheißen? Er fühlt mit den Salzzacken, und nicht immer wird es möglich sein einen Trick zu finden. Wielange hält sein Gewissen das durch? Er als Flammenbringer würde vermutlich die Kontrakte sehr auswählen. Geht das?

  • War es Mord was sie wollte, oder war es nur die Rache allgemein an Männern, die latent vorhanden war?


    Ehrlich gesagt, der Beweggrund - und ob Yra ihn erkennt - beschäftigt mich weniger als die Wirkung, die der Mord möglicherweise auf ihre Psyche hat. Wenn sie den Mord, das Gefühl des Tötens, mit dem Gefühl der Sicherheit verbindet, dann befürchte ich, dass wir eine Serienkillerin bei ihrer Geburt zusehen.


    Aber willst Du nicht, dass ein Anführer die Interessen seiner Truppe über die eigenen stellt? Was nutzt der Truppe das Wissen, wer den Tod verursacht hat. Sie würden Rache wollen und das führt zur Schwächung der Truppe. Dieses Wissen hat sich Eivora auf dieser Reise erworben. Die Wahrheit ist nicht immer hilfreich. Siehe ihr Gespräch mit Koijo.


    Ein guter Anführer schafft einen Ausgleich zwischen den eigenen Interessen (ich verstehe darunter nicht unbedingt nur Eigennutz!!) und dem Wohl seiner Leute. Was Eivora hier gerade macht, ist alles (ihre eigenen Werte und eigenen Beziehungen) für das Wohl des Klingenrauschs zu opfern. Doch wenn ihr nichts mehr bleibt außer dem Klingenrausch, ist das äußerst ungesund.
    Soll sie bis zum Umfallen kämpfen? Sich in vorderster Linie im Kampf aufstellen, weil das Wohl jedes Einzelnen in ihrem Trupp wichtiger ist als ihr eigenes? Denn darauf steuert Eivora in meinen Augen gerade zu. Ein guter Anführer muss auch mal die eigenen Leute opfern und unbeliebte Entscheidungen treffen. Doch wenn sie nicht bereit ist, den Preis für diese Entscheidungen auf andere zu verteilen, sondern ihn allein trägt, tja, dann sehen wir bald Zombie-Eivora, fürchte ich.
    Und ja, die Wahrheit hilft nicht immer. Andererseits schwelt so der Konflikt weiter. Und wenn herauskommt, dass sie etwas wusste, aber nichts getan hat ... Dann war diese Entscheidung vielleicht Eivoras letzter Fehler. :-\
    Aber ehrlich gesagt, glaube ich es nicht, dass Eivora es auf sich beruhen lässt. Ich denke, sie wartet ab, bis sie eine bessere Gelegenheit hat. Ich fand es nämlich auffällig, dass sie sich immer bewusst war, wo ihre Waffen sind, als sie auf Pirlitu zuging. Das liest sich für mich wie ein Wunsch, den Kampf nicht vor Zeugen auszutragen und ihn auf später zu vertagen. Denn Aggressionen gegen Pirlitu sind definitiv da.



    Eivora ist für mich sogar heller geworden, denn sie wird durch Gonter beeinflusst und sieht eine neue Form von Ehre. Ich habe fast alles gelesen, was Bernd geschrieben hat und er hat einige Romane geschrieben, in denen nichts Helles mehr übrig bleibt ;)


    Ich fürchte, hier werden wir uns nicht einigen, sorry. Für mich ist Eivora nicht heller geworden. :bussi:


    Hat sie sich von ihm losgesagt, oder nur Vertrauen in ihn gehabt? Sie kennt Nirto. Wenn sie Gonter gegen seine Entscheidung im Klingenrausch behalten hätte, wäre sie Gonter auch losgeworden, denn das hätte er nicht gewollt. Die Entscheidung, was dann mit ihm geschieht, wäre noch zu klären gewesen. Aber ich bin davon ausgegangen, dass sie in Gonters Sinn entschieden hat. Er hätte es auch so gewollt.


    Dass sie nicht die Hand über ihn hält und für seine bevorzugte Behandlung sorgt, ja, das hätte Gonter nicht gewollt. Aber du vergisst, dass er - anders als die anderen Rekruten - über den Blitzstein Bescheid weiß. Und wenn er nicht in den Klingenrausch gepasst hätte, wenn Nirto so entschieden hätte, dann hätte das Gonters Todesurteil bedeutet. Das wurde im Roman vorher ja schon angedeutet. Deshalb musste Gonter ja auch eintreten. Einfach weil sein Wissen ohne seine Zugehörigkeit und Loyalität zum Klingenrausch zu gefährlich wäre. Daher sehe ich das nicht so positiv wie du. Das war buchstäblich eine Entscheidung über Leben und Tod.
    Eivora weiß das, Gonter jedoch nicht. Daher denke ich auch nicht, dass die beiden wieder zusammen kommen. Ich mag mich irren. Aber für mich hat das etwas Endgültiges gehabt.


    Aber es geht um Geld und wenn du siehst, was in Rotes Gold mit Geld bezahlt wurde, meinst Du Gonter hätte das gut geheißen? Er fühlt mit den Salzzacken, und nicht immer wird es möglich sein einen Trick zu finden. Wielange hält sein Gewissen das durch? Er als Flammenbringer würde vermutlich die Kontrakte sehr auswählen. Geht das?


    Ich glaube, Gonter unterscheidet sehr genau, was die anderen tun und was er tut. Ich denke nicht, dass er etwas tut, was seinem Gewissen zuwiderläuft, persönlich aber trotzdem dafür sorgt, dass der Kontrakt so gut wie möglich erfüllt wird. Möglicherweise interpretiert er ein paar Dinge dann eigenmächtig und verargumentiert seine Entscheidungen gleichzeitig so gut, dass die Legion daraus keine Nachteile erwachsen. Ich denke, dass Gonter gelernt hat, sich geschickt durch Minenfelder zu lavieren und Befehle zu beugen, die ihm nicht gefallen. ;D

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

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  • Zuallererst führe ich zu meiner Verteidigung an: Nirto lebt noch! ;D



    Was für eine Szen in der das Schwert eingeschmiedet wird. Eivora die standhafte, die Beschreibung ihrer Gefühle, toll gemacht.


    :freu:
    Dass sie in dieser Szene über die Sterne nachdenkt, mag schon ein Vorwehen von Feuer der Leere sein. :D



    Ich nenne sie bewusst Idioten, denn sie haben doch tatsächlich geglaubt, dass Kester sich freuen würden, wenn sie seine Tochter opfern und ihn damit stärken.



    Dass Kester das Opfer seiner Tochter in Wut bringen würde, wenn sie gegen ihren Willen geopfert würde, war mir klar. Habe mich immer gefragt, wieso Fiafila sich das nicht fragt.


    Vermutlich dachte sie, dass der Aufenthalt im Dämonenreich ihn völlig von solchen Gefühlen "reinigt". Zu dieser Annahme besteht ja auch durchaus Anlass: Einige von Euch haben angemerkt, wie sehr der Marsch über den Glühenden Pfad Gonters Fühlen beeinflusst ...



    Naja, wen mögen wir. EIVORA, Gonter, Nirto, Fiafila-Ignuto, Kester (weil fremdartig spannend), Prekesta, Pirlitu


    Ich glaube, bei der ersten "Kandidatin" wird es im Lese-Banner unterschiedliche Ansichten geben ... :D Aber das ist ja nicht schlimm.



    Irgendwie war mir entfallen, dass der Klingenrausch ja schon in Abidia gewesen ist - oder auf der tollen Karte zu Beginn des Romans ist mir die Stadt einfach nicht ins Auge gesprungen.


    Die Miniatur, die Timo Kümmel auf dieser Karte verwendet hat, entspricht der Illustration am Anfang von Rotes Gold. ;)



    Yra erkennt endlich Korts Wesen und die Verliebtheit endet bei dessen Orgie zur Feier der vollendeten Wallfahrt. Prekesta reizt Yra und verspottet ihre Weiblichkeit, woraufhin Yra kaltblütig einen Adepten im Dämonentempel tötet. Sorry, Fräulein, wenn du Prekesta nacheifern willst, dann bist du für mich gestorben. >:(>:(


    Yra hat es aber wirklich schwer bei Dir. :D Da schickt sie schon ihr Herzblatt in die Wüste und sucht sich ein anderes Hobby - und das ist dann auch wieder nicht recht! :D



    Eivora wird am Ende des Kontrakts zur Anführerin, doch dabei opfert sie etwas ganz Entscheidendes: sich selbst.


    Das kann man so sehen. Oder man sagt: Sie entwickelt sich weiter und wächst über sich hinaus. Die Frage ist nur, ob sie sich zum Positiven entwickelt ...



    Für mich schwingt da Todessehnsucht mit durch. Ihr ist nichts geblieben, also kann ihr Tod wenigstens noch einen sinnvollen Zweck - das Schwertfeuer und ihren Vater im Jenseits stärken - erfüllen.


    Ich glaube, das kam bereits in einem frühreren Leseabschnitt auf: Für Eivora macht der Klingenrausch ihr Leben aus. Sie zieht mit der Legion, seit sie zwölf ist. Wenn sie diese verliert, wenn die Einheit zu zerbrechen droht, kommt sie wahrscheinlich wirklich in eine massive Sinnkriese. Wenn man ihr dann allerdings einen Weg aufzeigt, wie die Legion doch wieder erstarkt, wird sie ihn wahrscheinlich gehen.



    Nun ist tatsächlich Wilania-Pressito am Klingenrausch gebunden. Das heißt dann aber doch, dass Fiafila-Ignuto nun über sie immer Kontakt zu Kester aufnehmen muss, oder?



    Dass nun Wilania-Pressito an das Schwertfeuer gebunden ist - nun, der Geist der toten Avatar bekommt nun auf unerwartete Weise, was sie sich gewünscht hatte, nämlich Kester zu dienen. Um sie ist es nicht schade, wohl aber um Eivoras Beziehung zu Fiafila. Die wird sie wohl nicht mehr als Freundin sehen.


    Denkt Ihr, dass wird Einfluss haben, wenn Fiafila-Ignuto küntig das Schwertfeuer nutzt?



    Aber nachdem ich ja schon mit Toten gerechnet hatte, darf ich mich vermutlich glücklich schätzen, dass Eivora Fiafila-Ignutos ehrgeizigen Plan immerhin überlebt hat und dass auch Gonter noch wohlauf ist.


    Liebes Tagebuch,
    meine höflichen Leserinnen sind auch mit Wenigem zufrieden.
    :D



    Yras Entscheidung hat mich schwer enttäuscht und entsetzt. :boahnee:


    Hm, aber sie hat Kort doch in die Wüste geschickt?



    Bitte köpfen: Prekesta.


    :D



    Und wie wir ja auch schon erfahren haben, verstärkt Prekesta das, was sowieso da ist. ... Ich fürchte, das war keine einmalige Tat, die sie bereut.


    Da ist was dran ... ;)



    Deshalb wunderte es mich dann auch nicht, dass sie bei der Wahrheit um Zigûns Tod einen Rückzieher macht. Und wenn ich länger darüber nachdenke, ist das sicherlich ein kluger Schachzug - zumindest vorübergehend.



    Ist es ein Ausweg? Denn mal ehrlich: Werden Zigûns Leute nie wieder eine Antwort und seinen Mörder fordern?


    Diese Frage ist offener, als sie zunächst scheint.
    Die Kontrakte des Klingenrauschs sind gefährlich, die Soldliste ist in Bewegung. Leronn war sehr interessiert am Mord, aber er ist tot. Lostor war sehr eifrig, er ist ebenfalls tot. Gonter kannte Zigûn nicht, deswegen wird sein Interesse mäßig ausfallen, aber er ist jetzt im Sturmbanner. Bei vielen anderen wird dieser Überfall auf Zigûn mit der Zeit in der Erinnerung verblassen und in der Bedeutung abnehmen: neue Kontrakte, neues Silber, neuer Kameraden, eine neue Anführerin, mit der man neue Erlebnisse verbindet. Zigûns "Prägung" auf die Einheit wird mit der Zeit abnehmen. Wenn Eivora lange genug "den Deckel draufhält", interessiert es irgendwann vermutlich kaum noch jemanden ... Zumal "moralische Entrüstung" in Rorgator eher selten vorkommt. Selbst wenn jemand des Mordes an Zigûn schuldig ist - wenn er danach dafür gesorgt hat, dass bei den Söldnern ordentlich Silber ins Säckel kommt, war es vielleicht gar nicht so schlecht. ;D



    Eivora war im 1. Band so ein Garant für helle Momente.


    In Grünes Gold wird es wieder mehr helle Momente geben. Sogar witzige, hoffe ich. Ich habe beim Schreiben viel gelacht. ;)



    Mag sein, dass sie Nirtos Respekt errungen hat, aber sie hat dafür einen Teil von sich selbst geopfert. Und das war am Ende des Romans nur eins der Opfer, die sie gebracht hat. Daher ist sie für mich aktuell stark angeschlagen, nicht gestärkt.


    Möglicherweise beides ... Sie hat sicher etwas von sich hinter sich gelassen, und das mag ihr noch leidtun. Aber dieses Etwas wäre möglicherweise ein Hindernis auf dem Weg gewesen, zu einer respektierten Kampfherrin zu werden.



    Ich glaube nicht, dass Prekesta zur Erzählfigur wirkt oder auch taugt.


    Das ist generell ein Problem mit mystischen Figuren. Sie leben von ihrem Geheimnis. Wenn man ihre Perspektive einnimmt, macht man den Scheinwerfer an und zeigt, wie es in ihrem Kopf aussieht. Dadurch läuft man Gefahr, sie zu entzaubern.
    Darum wird Prekesta auch in Grünes Gold keine Perspektivfigur sein.



    Immerhin gibt es keine zusätzlichen Toten (auch keine Tiere), das ist ja schon fast wie bei einem Soft-Fantasy-Roman


    :totlach:



    Sehr lustig fand ich, dass Eivora so gar nicht verstehen konnte, warum die Bevölkerung, die man erst kurz vorher ausgeraubt und geschändet hat, einen nicht mit offenen Armen empfangen wollte :D Na sowas.....


    Aber echt! Voll nachtragend, diese Städter. :D



    Yra, die dumme Nuss, berührt mich gar nicht.


    :totlach:
    Romantisch bewegte Mädels haben es echt schwer bei Euch. :D



    Erstmal hatte ich gehofft, dass sich Eivora nicht opfern müsste, ...


    Dafür, dass Du zu Beginn des Romans noch auf Eivora hättest verzichten können, hat sie sich dann ja ganz gut gemacht! :)



    Natürlich mag ich nach wie vor Gonter, ...


    Dann ist Söldnergold Dir ja sozusagen auf den Leib geschrieben. :)



    Die Bonus-Frage: So genau weiß ich das nicht mehr, aber hat Fiafila, damals glaube ich noch kein Avatar, nicht Wilania-Pressito im Dämonentempel getroffen?


    Heiß. ;)



    Ehrlich gesagt, der Beweggrund - und ob Yra ihn erkennt - beschäftigt mich weniger als die Wirkung, die der Mord möglicherweise auf ihre Psyche hat. Wenn sie den Mord, das Gefühl des Tötens, mit dem Gefühl der Sicherheit verbindet, dann befürchte ich, dass wir eine Serienkillerin bei ihrer Geburt zusehen.


    Unter Dämonenpaktierern kann "Serienkillerin" durchaus ein ehrbarer Beruf sein. :D



    Soll sie bis zum Umfallen kämpfen? Sich in vorderster Linie im Kampf aufstellen, weil das Wohl jedes Einzelnen in ihrem Trupp wichtiger ist als ihr eigenes? Denn darauf steuert Eivora in meinen Augen gerade zu. Ein guter Anführer muss auch mal die eigenen Leute opfern und unbeliebte Entscheidungen treffen. Doch wenn sie nicht bereit ist, den Preis für diese Entscheidungen auf andere zu verteilen, sondern ihn allein trägt, tja, dann sehen wir bald Zombie-Eivora, fürchte ich.


    Ich weiß nicht, ob der Vergleich so passend ist: Als Offizierin ist es nicht Eivoras Rolle, sich in die erste Schlachtreihe zu stellen. Damit würde sie ihrer Aufgabe nicht gerecht. Sie muss an die gesamte Einheit denken, der sie durch kluge Befehle einen Vorteil verschafft - nicht an einen einzelnen Krieger, dem sie mit dem Schwert in der Hand beispringt.



    Aber du vergisst, dass er - anders als die anderen Rekruten - über den Blitzstein Bescheid weiß. Und wenn er nicht in den Klingenrausch gepasst hätte, wenn Nirto so entschieden hätte, dann hätte das Gonters Todesurteil bedeutet.


    Das wäre in der Tat heikel geworden. Gonter hat zwar vor dem Abmarsch auf den Klingenrausch geschworen, aber nicht auf das Sturmbanner. Damit hat er denselben "Geheimhaltungsstatus" wie die Kampfherren außerhalb des Sturmbanners (Pirlitu, Atirion, ...), die auch über den Blitzstein Bescheid wissen. Vielleicht hätte man das mit einem zusätzlichen Eid lösen können - aber sicher hätten auch einige für eine endgültigere Lösung plädiert.

  • Mit trockener Kehle lege ich die Geschichte also zur Seite und hadere mit meinen Gefühlen. "Jedes Menschenherz ist ein Tempel für Dämonen." Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Der Mensch ist verkommen und zu Schrecklichem fähig! Doch ich will auch an das Gute, das Reine, das Ehrliche in uns Menschen glauben. Hoffen dürfen. Auch mir geht es so, dass der Roman mich einigermaßen deprimiert zurücklässt. Das klingt zunächst mal negativ. Doch so möchte ich es nicht verstanden wissen. Doch sind bei mir viele Gedanken in Gang gekommen, vieles hat mich nachdenklich gemacht. Das ist ja nichts Schlechtes. Doch liegt ein dunkler Schleier über mir, aus dem ich mich erst mal befreien muss.


    S.332 Fiafila-Ignuto: "Alle Menschen tragen einen Ort in ihrer Brust, an dem sie Dunkelheit verehren. Das Böse wohnt in jedem Herzen." ::) Das möchte und kann ich nicht bestreiten, bei alldem, was die Menschheit schon an Verbrechen begangen hat. Dennoch ein deprimierender Gedanke. :'(


    Keijo hat mir dann zum Ende hin richtig gut gefallen. Ein Lichtblick in der Dunkelheit! "Priester vermitteln zwischen Sterblichen und den Ewigen. Lügen tötet die Selbstachtung." Ich schätze seine Standhaftigkeit. Seine Aufrichtigkeit. Und plötzlich möchte ich mich bei Keijo ausweinen und schreien: "Was ist das alles für ein verlogener Scheiß hier. Ich möchte das auch nicht mehr mitansehen." :'(


    Eivora meint, die Wahrheit wird überschätzt was zählt ist der Sieg. >:( Ich hasse so eine Einstellung. Neeee, Eivora geht mir grade gar nicht mehr ab. Das zeichnete sich im Laufe der Geschichte immer mehr so ab und nun ist sie mir ehrlich gesagt eine Last geworden. Ob sie den Klingenrausch nun zusammenhält oder nicht, ist mir egal....ich mag ihre Einstellungen nicht. Alles über Bord werfen nur um ein Ziel zu verfolgen...neeee das kotzt mich mit Verlaub an. ( Hört man dass das Buch mir nun einiges abverlangt hat zum Ende hin?)Immer nur Sieg? DAS kann es doch nicht sein? UND das MUSS irgendwann mit Gonter krachen-aber gewaltig!!! Gonter ist anders als sie. Gonter denkt anders, handelt anders. Der anfangs etwas fade Prinz hat mein Herz erobert und ist DER Lichtblick in diesem Band. Gonter glänzte wahrlich und hat mir sehr sehr gut gefallen und das konstant.


    Gonters Rede schafft es Männer zu rekrutieren. Wieder zeigt sich seine Führungsqualität.


    Klasse fand ich die Stelle mit dem "Eselchen" :D Die kleine Yra....bestätigt den menschlichen Dämonentempel. Unerwartet brutal.


    Jetzt muss ich erst einmal nachdenken und alles verarbeiten. Zeigte sich doch "Rotes Gold" schon schnell von seiner "anstrengenden, fordernden Seite" hat sich "Weisses Gold" erst allmählich als "fordernd" herausgestellt dafür aber umso heftiger mit einem Paukenschlag!


    Da bleibt mir nur in die Runde zu rufen (wie Keijo) : "Was bleibt, wenn es keine Wahrheit mehr gibt?" JA? WAS...? Und welchen Preis kostet es?
    Eine Lektüre mit unerwartetem Tiefgang will ich meinen.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Unerwartet in sofern, dass ich nicht erwartet hätte, dass so viele Elemente enthalten sind, die mich zum nachdenken anregen. Viele elementare Fragen über das Mensch-sein, über Gut und Böse und wie unterschiedlich die Menschen damit umgehen.


    Also: unerwartet in Form von überrascht, WAS alles enthalten war. Darum ist es ja auch eine Lektüre die fordert...das kann mitunter anstrengend sein, aber in jedem Fall bringt es einem so manche Erkenntnis.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

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  • Unerwartet in sofern, dass ich nicht erwartet hätte, dass so viele Elemente enthalten sind, die mich zum nachdenken anregen. Viele elementare Fragen über das Mensch-sein, über Gut und Böse und wie unterschiedlich die Menschen damit umgehen.


    Also: unerwartet in Form von überrascht, WAS alles enthalten war. Darum ist es ja auch eine Lektüre die fordert...das kann mitunter anstrengend sein, aber in jedem Fall bringt es einem so manche Erkenntnis.


    Das wirst du in Bernds Büchern aber oft finden. Ist einer der Faktoren, die mich zu seinen Büchern gebracht haben.

  • Wow! Was für ein langer Kommentar, Bernd! Ich bin baff. :o



    Zuallererst führe ich zu meiner Verteidigung an: Nirto lebt noch! ;D


    Ja, sehr schön. Ich freue mich. :D



    Vermutlich dachte sie, dass der Aufenthalt im Dämonenreich ihn völlig von solchen Gefühlen "reinigt". Zu dieser Annahme besteht ja auch durchaus Anlass: Einige von Euch haben angemerkt, wie sehr der Marsch über den Glühenden Pfad Gonters Fühlen beeinflusst ...


    Das habe ich bei Kester seltsamerweise nie gedacht. Merkwürdig, aber er kam mir von Anfang an wie ein gefestigter Charakter vor. Jemand, der sich nicht beirren lässt, auch nicht von den Dämonen und ihren Einflüsterungen. Daher ist er ja auch im Dämonenreich so erfolgreich. ;D



    Ich glaube, bei der ersten "Kandidatin" wird es im Lese-Banner unterschiedliche Ansichten geben ... :D Aber das ist ja nicht schlimm.


    Die ersten drei stimmen mit meinen überein. Kester - aus denselben Gründen. Aber "mögen" ist für die anderen Charaktere leider das falsche Wort, fürchte ich. >:(



    Yra hat es aber wirklich schwer bei Dir. :D Da schickt sie schon ihr Herzblatt in die Wüste und sucht sich ein anderes Hobby - und das ist dann auch wieder nicht recht! :D


    Nee, wirklich nicht. Da fiel es mir eher schwer zu entscheiden, welche Alternative mir weniger gefällt. Meine Antwort siehst du ja. ;)



    Das kann man so sehen. Oder man sagt: Sie entwickelt sich weiter und wächst über sich hinaus. Die Frage ist nur, ob sie sich zum Positiven entwickelt ...


    Ja, das Thema hatten wir schon heiß diskutiert. Die Wahrnehmung von Eivora am Ende ist doch sehr unterschiedlich. Vielleicht weil dem Autor hier eine sehr komplexe Figur und eine interessante Situation gelungen ist. :blume:



    Denkt Ihr, dass wird Einfluss haben, wenn Fiafila-Ignuto küntig das Schwertfeuer nutzt?


    Ja. Es ist die Frage, ob ihr Geist mit ihr zusammenarbeitet. Dass die Geister ja sehr eigenwillig sein können, man ihnen drohen oder schmeicheln muss, haben wir schon in vorherigen Beispielen gesehen. Vielleicht muss man ihr ein paarmal mit Kester drohen. ;D



    Hm, aber sie hat Kort doch in die Wüste geschickt?


    Die meinte ich nicht. Es ging um ihre Entscheidung, zur Mörderin zu werden.



    :D


    Heißt das, ich bekomme meinen Wunsch im nächsten Band erfüllt? Du darfst auch gerne vorher eine Romanze für sie einbauen und der killt sie dann am Ende. :flirt:



    Diese Frage ist offener, als sie zunächst scheint.
    Die Kontrakte des Klingenrauschs sind gefährlich, die Soldliste ist in Bewegung. Leronn war sehr interessiert am Mord, aber er ist tot. Lostor war sehr eifrig, er ist ebenfalls tot. Gonter kannte Zigûn nicht, deswegen wird sein Interesse mäßig ausfallen, aber er ist jetzt im Sturmbanner. Bei vielen anderen wird dieser Überfall auf Zigûn mit der Zeit in der Erinnerung verblassen und in der Bedeutung abnehmen: neue Kontrakte, neues Silber, neuer Kameraden, eine neue Anführerin, mit der man neue Erlebnisse verbindet. Zigûns "Prägung" auf die Einheit wird mit der Zeit abnehmen. Wenn Eivora lange genug "den Deckel draufhält", interessiert es irgendwann vermutlich kaum noch jemanden ... Zumal "moralische Entrüstung" in Rorgator eher selten vorkommt. Selbst wenn jemand des Mordes an Zigûn schuldig ist - wenn er danach dafür gesorgt hat, dass bei den Söldnern ordentlich Silber ins Säckel kommt, war es vielleicht gar nicht so schlecht. ;D


    Okay, aussitzen. Könnte funktionieren. Eine frühere Arbeitskollegin von mir war Meisterin in dieser Taktik.



    In Grünes Gold wird es wieder mehr helle Momente geben. Sogar witzige, hoffe ich. Ich habe beim Schreiben viel gelacht. ;)


    Ich nehme dich beim Wort! ;)



    Das ist generell ein Problem mit mystischen Figuren. Sie leben von ihrem Geheimnis. Wenn man ihre Perspektive einnimmt, macht man den Scheinwerfer an und zeigt, wie es in ihrem Kopf aussieht. Dadurch läuft man Gefahr, sie zu entzaubern.
    Darum wird Prekesta auch in Grünes Gold keine Perspektivfigur sein.


    Oder wir könnten Albträume bekommen und müssten dir anschließend unsere Rechnungen für den Psychiater schicken. :unschuldig:



    Unter Dämonenpaktierern kann "Serienkillerin" durchaus ein ehrbarer Beruf sein. :D


    Kannst du sie nicht wenigstens erst einmal erwachsen werden lassen? Dann hätte ich wenigstens keine Skrupel "Kopf ab!" zu schreien. :unschuldig:



    Das wäre in der Tat heikel geworden. Gonter hat zwar vor dem Abmarsch auf den Klingenrausch geschworen, aber nicht auf das Sturmbanner. Damit hat er denselben "Geheimhaltungsstatus" wie die Kampfherren außerhalb des Sturmbanners (Pirlitu, Atirion, ...), die auch über den Blitzstein Bescheid wissen. Vielleicht hätte man das mit einem zusätzlichen Eid lösen können - aber sicher hätten auch einige für eine endgültigere Lösung plädiert.


    Ja, aber dass es eine Alternative (zusätzlichen Eid) gab, stand für mich irgendwie nicht zur Debatte. Deshalb habe ich schon das Schlimmste befürchtet.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

    Einmal editiert, zuletzt von Nicole Gozdek ()


  • Mit trockener Kehle lege ich die Geschichte also zur Seite und hadere mit meinen Gefühlen. "Jedes Menschenherz ist ein Tempel für Dämonen." Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Der Mensch ist verkommen und zu Schrecklichem fähig! Doch ich will auch an das Gute, das Reine, das Ehrliche in uns Menschen glauben. Hoffen dürfen. Auch mir geht es so, dass der Roman mich einigermaßen deprimiert zurücklässt. Das klingt zunächst mal negativ. Doch so möchte ich es nicht verstanden wissen. Doch sind bei mir viele Gedanken in Gang gekommen, vieles hat mich nachdenklich gemacht. Das ist ja nichts Schlechtes. Doch liegt ein dunkler Schleier über mir, aus dem ich mich erst mal befreien muss.


    Ja, mir ging es da ähnlich wie dir.
    Schöne Zitate übrigens, die du wieder rausgesucht hast. :bussi:



    Gonter ist anders als sie. Gonter denkt anders, handelt anders. Der anfangs etwas fade Prinz hat mein Herz erobert und ist DER Lichtblick in diesem Band. Gonter glänzte wahrlich und hat mir sehr sehr gut gefallen und das konstant.


    Ja, aber er kam mir zu wenig vor.



    Eine Lektüre mit unerwartetem Tiefgang will ich meinen.


    Ja, definitiv. 8)

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • Mit trockener Kehle lege ich die Geschichte also zur Seite und hadere mit meinen Gefühlen.


    Liebes Tagebuch,
    STRIKE!
    ;D



    "Jedes Menschenherz ist ein Tempel für Dämonen." Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Der Mensch ist verkommen und zu Schrecklichem fähig! Doch ich will auch an das Gute, das Reine, das Ehrliche in uns Menschen glauben. Hoffen dürfen.


    Das ist ja auch durchaus berechtigt - sowohl in der Welt der Schwertfeuer-Saga als auch in unserer gibt es viele nette Dinge und viele Menschen sind oft gut zueinander. Nur sind das Aspekte des Lebens, die ein Einflüsterer wie Ignuto ... äh ... nicht übermäßig betont. ;D



    Keijo hat mir dann zum Ende hin richtig gut gefallen. ... Ich schätze seine Standhaftigkeit. Seine Aufrichtigkeit.


    Aufrichtig ist er sicher, zumindest vor sich selbst, aber standhaft ...? Er hat ja der Versuchung nachgegeben (wenn auch durch Prekesta verstärkt) und will ja eben nicht zu seiner Tat stehen, sondern sie vertuschen. ???



    Immer nur Sieg? DAS kann es doch nicht sein?


    Genau das muss es sogar sein - wenn man eine Elite-Legion bleiben will, zählen nur die Siege ...



    Gonter denkt anders, handelt anders. Der anfangs etwas fade Prinz hat mein Herz erobert und ist DER Lichtblick in diesem Band. Gonter glänzte wahrlich und hat mir sehr sehr gut gefallen und das konstant.


    Hast Du schon Söldnergold gelesen? Es könnte Dir gefallen. ;)



    Darum ist es ja auch eine Lektüre die fordert...das kann mitunter anstrengend sein, aber in jedem Fall bringt es einem so manche Erkenntnis.


    Merke: Die fleißige Söldnerin, die tapfer mit dem Lese-Banner marschiert, wird am Ende auch mit einem schönen Beutel Silber belohnt. ;)



    Ja, aber er kam mir zu wenig vor.


    Ich glaube, ich erwähnte es noch nicht: Auf dem Titelbild von Grünes Gold seht Ihr das Schwert, das Gonter am Ende von Weißes Gold von Eivora bekommt. Ihr dürft davon ausgehen, dass derjenige, der dieses Schwert schwingt, im dritten Teil der Schwertfeuer-Saga auch eine gewichtige Rolle spielen wird. ;)


  • Ich glaube, ich erwähnte es noch nicht: Auf dem Titelbild von Grünes Gold seht Ihr das Schwert, das Gonter am Ende von Weißes Gold von Eivora bekommt. Ihr dürft davon ausgehen, dass derjenige, der dieses Schwert schwingt, im dritten Teil der Schwertfeuer-Saga auch eine gewichtige Rolle spielen wird. ;)


    :freu: :freu: :freu:

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