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  • Außerdem ist sie bereit vor allem selbst den Preis zu bezahlen!


    Der Klingenrausch ist aber nicht nur ein Mensch, sondern ganz viele. Und ob sie die alle liebt, darf bezweifelt werde (siehe ihre Gefühle für Pirlitu am Ende).
    Ich glaube, es ist dieses verzweifelte Festhalten und die Fehler des Klingenrausch - gehen wir mal der Einfachheit halber davon aus, es handelt sich um eine Person - zu übersehen. Während der Klingenrausch sie tritt, beleidigt, verhöhnt, dann man wieder nett zu ihr ist, sie jedoch anschließend belügt und munter mit dem Intrigieren weitermacht ... Sorry, wenn man sich den Klingenrausch als Person vorstellt, ist Eivora die misshandelte Ehefrau, die ihn schönredet, seine Fehler korrigieren und ihn nicht verlassen will, bevor sie ihn nicht nach ihren Idealvorstellungen erzogen hat. >:(

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • Da wurde von LIEBE geschrieben!


    Dem brauche ich nichts hinzuzufügen. ;D



    Der Klingenrausch ist aber nicht nur ein Mensch, sondern ganz viele. Und ob sie die alle liebt, darf bezweifelt werde (siehe ihre Gefühle für Pirlitu am Ende).
    Ich glaube, es ist dieses verzweifelte Festhalten und die Fehler des Klingenrausch - gehen wir mal der Einfachheit halber davon aus, es handelt sich um eine Person - zu übersehen. Während der Klingenrausch sie tritt, beleidigt, verhöhnt, dann man wieder nett zu ihr ist, sie jedoch anschließend belügt und munter mit dem Intrigieren weitermacht ... Sorry, wenn man sich den Klingenrausch als Person vorstellt, ist Eivora die misshandelte Ehefrau, die ihn schönredet, seine Fehler korrigieren und ihn nicht verlassen will, bevor sie ihn nicht nach ihren Idealvorstellungen erzogen hat. >:(


    Auch hier sehe ich das wie Nicole...der Klingenrausch ist nicht wirklich mit einem geliebten Menschen vergleichbar.
    Vielleicht würde sie erblühen, wenn sie losließe und sich etwas anderes suchen würde. Sie hat bestimmt Talente und Fähigkeiten, die sie zu nutzen wüsste.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Endlcih ein Scharmützel. Endlich Blut. Pah. Dann kommt Gonter und macht es kaputt! Er wirkt wie ein Fremdkörper bei den Söldnern, ist aber in seinem taktischen Verständnis durch seine Erziehung vielen vorraus. Seine Erkenntnis, dass er immer nur "nach den Schatten von anderen beurteilt" wird, kann ich absolut nachvollziehen. Es ist das erste Mal, dass ich Gonter "verstehe" und ihm nicht den Tod wünsche. Da tut er mir nämlich leid. Hier der große König, da Eivora. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass er sie später aufsucht und eine höhere Distanz wünscht. Er muss sich selbst erst einmal finden, seinen Platz bei den Söldnern, ohne Eivora im Hintergrund.
    Beim Bebschuss auf der Brücke agiert er kühl und überlegt. Ich werde ein wenig wärmer mit ihm. Endlich. Es wirkt als hätte ihn der Entschluss auf Distanz zu Eivora zu gehen, beflügelt.


    Prekeska besitzt also die Macht, Emotionen, die in einem sind, zu verstärken. Yra gefällt mir immer noch nicht. Sorry, ich habe vielleicht zu viele Damen kennen lernen dürfen, die ähnliches durchgemacht haben und auch wenn alle verschieden sind in ihren Reaktionen eint sie dennoch etwas.
    Das Problem Prekeska ist auch Bestandteil eines Gespräch zwischen ehemaligen(?) Freundinnen. Ich kann die Naivität von Eivora nicht fassen. Als Söldner sollte sie wissen, dass alles seinen Preis hat und das dieser auch mal nicht in Gold oder Silber zu bemessen ist. Der Avatar so ein Freilos zu geben ist einfach nur dumm.


    Man hilft Kort munter weiter. Respekt vor Göttern existiert wohl nicht bei Dämonenjüngern, aber das passt auch. Nur der arme Esel, der tut mir echt leid. Ich mag Esel, die sind süß. Hmpf. Das war fies. Oberfies.


    Die Situation im Banner wird auch prekärer. Immer mehr fallen aus. Das könnte noch Probleme machen. Gerade, wenn man von den Salzzacken hört...


  • Und Yra? Kaum der Vergewaltigung entgangen, bereitet sie sich auf die nächste Gelegenheit vor. Bitte, Götter, lasst Hirn herabregnen! :-\


    Absolut! Hab es ja an anderer Stelle schon erwähnt, für mich ist sie da einfach unglaubwürdig als Figur. Sorry :(



    Gonter bekommt mit, dass er wieder als Günstling gilt, etwas dass er mit seinem Eintritt im Klingenrausch ja beenden wollte, und trennt sich daraufhin von Eivora. Einerseits kann ich seinen Stolz verstehen, aber andererseits leistet er sich auch ein paar Aktionen, unter anderem die Trennung, die doch sehr riskant sind. Ob Eivora ihm so schnell verzeihen wird, wenn Gonter sein Ziel, den Respekt seiner Kameraden, erreicht hat, das wage ich doch mal zu bezweifeln.


    Ich glaube, dass Eivora sehr wohl "verzeihen" wird. Sie weiß ja selber, dass es bei Söldnern eben so ist.



    Doch nicht nur Gonter trifft riskante Entscheidungen, sondern auch Eivora. Ihr Pakt mit Fiafila-Ignuto ist mehr als leichtsinnig. Zumal sie erkennt, dass die Avatar nicht mehr die unschuldige Priesterin vom Anfang ist, sie vorsichtig im Umgang mit ihr sein sollte und dass Fiafila-Ignuto ganz begierig auf etwas von ihr lauert. Und Eivora fragt einfach (wieder) nicht nach. Seufz. :-\


    Leichtsinnig ist leichtsinnig untertrieben. Es ist saublöd. Ich kann mir auch diesen Fehler aus ihrem Wesen heraus absolut nicht erklären. Sie erkennt doch die Veränderung der Priesterin.


  • Nur der arme Esel, der tut mir echt leid. Ich mag Esel, die sind süß. Hmpf. Das war fies. Oberfies.


    Oh ja, das war sooo gemein. :'(



    Die Situation im Banner wird auch prekärer. Immer mehr fallen aus. Das könnte noch Probleme machen. Gerade, wenn man von den Salzzacken hört...


    Daran habe ich auch schon gedacht. Das Sturmbanner eilt zwar von Sieg zu Sieg, allerdings wirkt es so, als würden sie so langsam aufgerieben und Stück für Stück auseinandergenommen.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Ich finde interessant, dass so viele von Euch das so sehen. Was disqualifiziert ihn? Vor allem, wenn ...


    Ich denke man verbindet Söldner mit Auftragsmörder. Er versucht aber Leben zu schonen. Ich will nicht sagen, dass er ungeeignet ist, er würde eben andere Wege gehen. Was als Söldner nicht einmal dumm ist. Der Gegner von heute ist der Auftraggeber von morgen. Aber wenn man alle Gegner tötet, gibt es keine neuen Aufträge...




    :D
    Jaja, das Söldnerleben ist gefährlich ...


    Das hoffe ich doch, alles andere wäre blöd. Ich wage mal zu sagen, einer der drei wird sterben und ich habe Hoffnung, dass es Gonter ist, der Eivora vor Fiafila schützen will.

  • Was die psychische Auswirkung eines Schadens angeht, den wir erleiden, gibt es auch immer eine Beeinflussung durch das Umfeld. Wir sind soziale Wesen, niemandem ist völlig egal, was die Menschen um einen herum von einem halten oder von einem erwarten.
    Mit dem Bürgertum bildete sich verstärkt der Begriff der "Frauenehre" heraus und damit einhergehend auch die gesellschaftliche Erwartung, dass die Frau angemessen trauert, wenn ihr diese Frauenehre genommen wird. Das war vor allem bei einer Vergewaltigung der Fall - sie musste sich dann ihr Leben lang als zu Unrecht Entehrte geben und den Verlust ihrer Frauenehre betrauern. Tat sie das nicht, galt sie als Flittchen. Es betraf aber nicht nur Vergewaltigungen, sondern auch zum Beispiel den Verlust der Jungfräulichkeit durch einen Verführer, der sie anschließend nicht heiratete.
    Yra lebt in einem anderen Kontext. Für Yra ist eine Vergewaltigung ein schreckliches Verbrechen, vor allem, wenn sie so brutal ausgeführt wird wie an ihr. In Rotes Gold wollte sie sich das Leben nehmen. In ihrer Welt ist es aber nichts Seltenes, so etwas stößt sehr vielen Frauen zu (insbesondere, wenn eine Stadt fällt). Sie ist also in diesem Sinne nichts Besonderes, sie ist nicht "die Eine, die vergewaltigt wurde", sondern eine von vielen. Wegen dem, was ihr zugestoßen ist, sticht sie also nicht besonders aus der Masse heraus. Das mag mit erklären, wieso sie dieses Ereignis nicht als lebensbeherrschende, singuläre Katastrophe wahrnimmt.
    Bei Prekesta war das anders: Sie ist überhaupt erst Söldnerin geworden, weil sie vergewaltigt wurde, und ihre Quälereien an den Männern in den besiegten Städten nahmen damit ihren Anfang.



    Vor allem scheint Eivora das nicht sonderlich als schlimm zu erachten... ein wenig kurzsichtig.


    Na ja - ein bisschen Schwund ist immer. :D


  • Na ja - ein bisschen Schwund ist immer. :D


    Wäre schlimm, wenn nicht. Ich erinnere mich an eine Szene aus dem Hobbit III (Film). Dwalin zu Thorin: "Moriagoblins. 100 Stück." Thorin "Die schaffen wir!"
    Ohne Verluste wäre es unglaubwürdig... wobei viele aber auch kaum ein Gefühl mehr haben, was es heißt 75 oder mehr Mann in einer Truppe zu haben.

  • Das hoffe ich doch, alles andere wäre blöd. Ich wage mal zu sagen, einer der drei wird sterben und ich habe Hoffnung, dass es Gonter ist, der Eivora vor Fiafila schützen will.


    Du bist fies. :o Der arme Gonter! Fehlt nur noch, dass du ein Kopfgeld auf ihn aussetzt.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Beim Kopfgeld wäre ich jetzt nicht unbedingt dabei. Beim Bier könnten wir aber evtl. reden, auch wenn es nicht unbedingt ein Fränkisches sein müsste. ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Ich sage ja nicht, dass es schlecht ist, aber ich bin aus Oberbayern. Wir haben unser Eigenes. ;D ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Das hoffe ich doch, alles andere wäre blöd. Ich wage mal zu sagen, einer der drei wird sterben und ich habe Hoffnung, dass es Gonter ist, der Eivora vor Fiafila schützen will.


    Ich tippe darauf, dass alle Überleben....also nicht alle alle...aber alle drei... ;D

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  • Es gibt immer mal wieder Widerstand auf dem Pilgerweg, wie bei den jungen Leuten an der Barrikade oder an der Staubtalbrücke. Wobei die jungen Leute mir eher etwas unbedarft vorkommen, als ob ihr Widerstand ein Abenteuer ist; sie haben keine Ahnung, was es bedeutet, sich Söldnern entgegenzustellen. Und wieder kann Gonter nicht einfach auf Söldner umschalten, vielmehr sagt ihm sein Ehrgefühl, dass es nichts davon hält, die jungen Leute zu verletzen. Die anderen Söldner kommen mir manchmal im Gegensatz zu ihm wie Trampel vor, die erst mal alles zusammenhauen und dann nachfragen ;D


    Bei seinem diplomatischen Feingefühl sollte er sich wirklich überlegen, ob er bei den Söldern gut aufgehoben ist, er sticht mit seiner Haltung doch ziemlich hervor. Und irgendwann fällt ihm vllt. auch mal nichts mehr ein, wie er ein in seinen Augen unnötiges Blutbad verhindert werden kann. Oder es gibt fetten Ärger, obwohl er auf diese Weise auch Verletzte auf der eigenen Seite verhindern konnte - und das ist ja dringend nötig, dass nicht noch mehr Verletzte dazukommen.


    Und es ist klar, dass es missgünstige Stimmen gibt, die eine Bevorzugung von Gonter sehen - ich kann verstehen, dass ihn das ziemlich nervt. Und Eivora liebt Gonter mehr als ihr recht sein kann, hoffentlich lässt sie sich dadurch nicht zu sehr ablenken.


    Grinsen muss ich, wenn sich Ignuto über Fiafilas philosophische Seite aufregt :D Hm, daran hatte ich gar nicht gedacht, dass Prekesta für den Unfrieden in der Söldnergruppe verantwortlich sein könnte, auch wenn mir die Situation zwischen Kort und Yra sehr seltsam und falsch vorkam, zumal mit den von Fiafila-Ignuto wahrgenommenen Empfindungen.


    Ich bin gespannt, wie Fiafila Prekesta beikommen will, ob sie wirklich einen Plan hat. Ignuto bekommt allmählich das Muffensausen, was den Mut seiner Trägerin angeht :D Aber es ist was dran an ihrer Schlussfolgerung, dass die Dämonen Kester schon längst vernichtet hätten, wenn sie es könnten.


    Und dann ist Fiafila noch so cool und nimmt Eivora das Versprechen für einen "Gefallen" ab: dann hat sie wohl nicht vor, Eivora hinterrücks zu meucheln. Mich würde echt interessieren, wieviel Blut sie denn von Eivora überhaupt benötigt, um Kesters Schwert in das Schwertfeuer einzuschmieden; aber das werden wir sicherlich früher oder später noch erfahren.
    Eivora setzt das Wohl der Legion über ihr eigenes Leben oder sie hofft, dass sie doch noch irgendwie aus der Sache rauskommt.


    Sie ist wirklich eine Dämonenpaktiererin geworden. Aber mit jemandem, der Blümchen auf weiche Hemden stickt, könnte ich jetzt auch nichts anfangen. :totlach:


    Kort will den Pilgerweg schnell hinter sich bringen, wirklich ernsthaft ist es ihm nicht mit der Buße. In Irqualas Tempel begegnen wir der verheerenden Seuche: die Beulen erinnern mich an die Pest, nur dass sie nicht schwarz, sondern gelb sind.


    Was ist mit Keijo plötzlich los, wo ist seine Großspurigkeit hin? Und warum geißelt er sich; das würde mich nun ebenfalls interessieren.


  • Und Yra? Kaum der Vergewaltigung entgangen, bereitet sie sich auf die nächste Gelegenheit vor. Bitte, Götter, lasst Hirn herabregnen! :-\


    Ich dachte auch schon, dass sie ganz schön mit dem Feuer spielt.



    Lobend möchte ich auch wieder die Illustrationen hervorheben, die wieder sehr gelungen sind.


    Dem schließe ich mich gerne an.



    So toll auch diesmal seine Idee war, ich denke es wird den anderen einfach nicht gefallen, dass er das Kommando übernimmt.


    Das gibt bestimmt noch Ärger, vor allem, so lange Prekesta noch ihren Einfluss ausübt.



    Ich bin gespannt was die anderen jetzt zu Keijo sagen. Komisch, dass die Traurigkeit nicht verstanden wird. Keijo scheint es mit seinem Glauben ernst zu meinen oder zumindest wollte er eine wirkliche Abkehr Korts vom Dämonenkult und eine Hinwendung zu Bescheidenheit gegenüber den Göttern. Eine Bescheidenheit, die dem Land sicher zugute kommen würde. Korts Verhalten gegenüber dem Boten hat mich mehr geärgert, als sein Verhalten gegenüber Yra. Nein, er ist wirklich kein guter Herrscher für das Land.


    Mist, Eilan hatte ich jetzt ganz vergessen: hier benimmt sich Kort wie der Elefant im Porzellanladen, mir hat seine Reaktion auch gar nicht gefallen. Er bekam die Chance auf eine Annäherung mit dem Menschen der Salzzacken und er wirft sich leichtfertig weg.



    Im Moment scheint sie noch die zuverlässigste Kraft innerhalb des Zauberbanners zu sein und der Trick mit Aglix war schon eine schöne Idee, auch wenn der Esel mir leid tat. Aber da sind wir wohl selber Schuld. Der Autor muss ausprobieren, bei welchen Tieren er am wenigsten in Gefahr kommt gehäutet zu werden. ;D


    Ja, der arme Esel - seufz, ich schreibe jetzt nichts mehr dazu ;D


    Rhea:
    Du könntest damit recht haben, dass Keijo wegen Kort etwas resigniert, weil sich wahrscheinlich nichts ändern wird.



    Wie wird das im Lese-Banner gesehen? Gibt es wenigstens bei Eivora und Gonter eine Chance für die Liebe? :)


    Ich weiß nicht, ob ich eine Chance bei den beiden sehe. Ich würde es ihnen gönnen, aber dann muss Eivora auch bereit sein, die Risiken einzugehen, sprich, dass sie Gonter verlieren kann. Im Moment habe ich das Gefühl, dass sie deutlich mehr unter der Trennung leidet als Gonter. Wenn er aber im Klingenrausch bleibt, dann werden sie sich immer mal wieder über den Weg laufen, ob das dann besser ist? Gut, irgendwann wird der Liebeskummer sicherlich nachlassen.



    Ich stelle mal eine dieser typischen Bewerbungsgespräch-Fragen: Wo würdet Ihr Gonter in fünf Jahren sehen? Taugt er zum Offizier? Könnte er ein Banner führen? Oder gar als Kampfherr in die Führungsriege aufsteigen?


    Ich finde, er handelt teilweise schon recht vorausschauend, wenn er nicht gerade den Weg mit Trümmer übersät, den die Söldner eigentlich noch begehen wollten ;D Und vorausschauendes Handeln spricht für eine Führungskraft. Die Frage ist nur, ob er das mit dem Plündern und Schänden auf lange Sicht hinbekommt bzw. akzeptieren kann. Und dann ist da noch der Dämonenkult, mit dem seine liebe Not hat.



    Lieber Bernd, wenn du gerne Romantik in die Geschichte einbringen möchtest, wie wäre es denn mit etwas Überraschung? Zum Beispiel unerwartete Romantik für Ignuto? Oder Prekesta? Deren Reaktion würde ich zu gerne sehen. ;D


    Jetzt habe ich Kopfkino und sehe einen rosafarbenen Ignuto, der Blümchen pflückt und verliebt mit seinen Fledermausohren wackelt, während Schmetterlinge ihn umfliegen :totlach:


    Ich glaube, dann wir Fiafila himmelangst :totlach:



    Möglicherweise hat sie Hemmungen. Vielleicht ist sie aber einfach auch noch nicht so weit, dass sie wüsste, wie das Ritual zu vollziehen ist?


    Ich denke auch, dass Fiafila-Ignuto sich noch nicht sicher ist, wie sie genau vorgehen muss. Diejenige, die das wüsste, kann sie nicht mehr fragen ;D Ich frage mich ja immer wieder, wie zuverlässig das eigentlich ist, was Wilania-Pressito erzählt hat. Ist das denn wirklich sicher? Oder hat sie das mit der Rolle nur erfunden oder sich zusammengereimt?



    Denn es kann nicht gut für den Klingenrausch sein, wenn ein Kampfherr ständig um Akzeptanz ringen muss oder sich sich den Respekt der Mannschaft einfach nicht sichern kann.


    Ja, hier muss wirklich mal was für sie vorwärtsgehen, im Moment tritt sie auf der Stelle. Umso wichtiger ist es für sie, dass sie Kort heil ans Ziel bringt, damit sie mehr über die Hintergründe des Angriffs auf Zigûn erfährt.


    Und was das Bier angeht: da drückt Gonter euch allen einen Krug in die Hand und alle vertragen sich wieder :D


  • Ich frage mich ja immer wieder, wie zuverlässig das eigentlich ist, was Wilania-Pressito erzählt hat. Ist das denn wirklich sicher? Oder hat sie das mit der Rolle nur erfunden oder sich zusammengereimt?


    Ja, die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Es ist bestimmt etwas dran, sonst hätte Wilania-Pressito auch ihre Zeit verschwendet...es sei denn sie hat komplett gelogen.
    Am Ende reicht vielleicht eine kleine Menge Blut aus, um das Schwertfeuer zu erweitern. Das nächste ist auch noch, dass der passende Schmied gefunden werden muss...



    Und was das Bier angeht: da drückt Gonter euch allen einen Krug in die Hand und alle vertragen sich wieder :D


    Aaach...der verträgt doch nichts. ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Ohne Verluste wäre es unglaubwürdig...


    Ganz allgemein - nicht nur auf diese Geschichte bezogen - braucht das Konzept "Spannung" beim Leser das Gefühl, dass etwas passieren könnte, was er seinen "Lieblingen" nicht wünscht. In einer Liebesgeschichte zum Beispiel muss er es für möglich halten, dass sich der Kerl für das falsche Mädel entscheidet oder dass die fantastische Beziehung der beiden füreinander Bestimmten zerbrechen könnte. Wenn er mit einem Einbrecher fiebert, muss er glauben, dass dieser geschnappt werden könnte. Bei meiner Söldnergeschichte habe ich es leicht, die Frage ist ganz elementar: Überlebt Figur xyz - oder fällt sie?
    Um diese Ungewissheit zu halten, ist es sehr nützlich, wenn die Gegenseite ab und zu einen "Wirkungstreffer" setzt, der beweist, dass sie in der Lage ist, auch etwas zu reißen. Ein Boxkampf ist dann besonders spannend, wenn er eben nicht in der ersten Runde durch KO des Champions endet, sondern wenn er im Ungewissen bleibt. Mal gewinnt einer eine Runde, dann der andere, einer wird niedergeschlagen, dann der andere angezählt. Wenn derjenige, dem man die Daumen drückt, am Ende knapp gewinnt, ist das nicht nur ein triumphales, sondern auch ein befreiendes Gefühl.
    Deswegen tut man seinen Figuren keinen Gefallen, wenn sie vom Start bis zum Ziel ungefährdet durchmarschieren - das nimmt dem Leser die Möglichkeit, mit ihnen zu bangen.



    Wobei die jungen Leute mir eher etwas unbedarft vorkommen, als ob ihr Widerstand ein Abenteuer ist; sie haben keine Ahnung, was es bedeutet, sich Söldnern entgegenzustellen.


    Das sehen sie sicher auch so - für sie ist das so eine Art Picknickausflug. Sie haben keine Ahnung, gegen wen sie da antreten ...



    Aber es ist was dran an ihrer Schlussfolgerung, dass die Dämonen Kester schon längst vernichtet hätten, wenn sie es könnten.


    Ja, im Reich der Feuerherren setzt sich der Krieg fort ... >:D



    Was ist mit Keijo plötzlich los, wo ist seine Großspurigkeit hin? Und warum geißelt er sich; das würde mich nun ebenfalls interessieren.


    Du glaubst also nicht, dass ihn die Flagellanten "inspiriert" haben?



    Mist, Eilan hatte ich jetzt ganz vergessen: hier benimmt sich Kort wie der Elefant im Porzellanladen, mir hat seine Reaktion auch gar nicht gefallen. Er bekam die Chance auf eine Annäherung mit dem Menschen der Salzzacken und er wirft sich leichtfertig weg.


    Liebes Tagebuch,
    als verantwortungsvoller Politiker kommt man beim Lesevolk immer schlecht weg.
    Mit Kort haben wir einen Verantwortungsträger, der sein Herz auf der Zunge trägt. Ihm kann man wahrlich nicht vorwerfen, dass er vor seiner Inthronisation jedem alles verspricht, was derjenige hören will - er zeigt da klare Kante. Geradezu vorbildlich setzt er die wirtschaftliche Analyse - wir brauchen das Salz! - in politische Aktion um - halt's Maul und gib mir das Salz! Zudem ist er geradezu visionär in der Folgenabschätzung möglicher Alternativen - Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder meint, er könnt sein eigenes Salz behalten?
    Leider wird dieser ergebnisorientierte Politikstil im Lese-Banner unzureichend gewürdigt.
    :'(



    Ja, die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Es ist bestimmt etwas dran, sonst hätte Wilania-Pressito auch ihre Zeit verschwendet...es sei denn sie hat komplett gelogen.


    Das ist tatsächlich eine Kardinalfrage. Was wusste Wilania-Pressito überhaupt selbst? Und hat sie die Wahrheit gesagt, wenn sie Fiafila-Ignuto davon berichtet hat?
    Fiafila-Ignuto muss sich auf jeden Fall selbst informieren ... Aber wie und wo? Ihr "Experiment" mit dem Schwertfeuer (bevor sie Prekesta getroffen hat) hat ja nicht so recht zum Ziel geführt.