04: Seite 162 - Seite 207 (Kap. 8 + Kap. 9)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 162 bis Seite 207 (Kapitel 8 "Willkommen" und Kapitel 9 "Jäger") schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Nun geht es also los mit dem Schutz des Thronerben. Ich hätte ja nicht gedacht, dass es so vieler bedarf. Eigentlich dachte ich man müsse ihn vor einem Meuchelmörder schützen. Nun sieht es aber so aus, als ob er eine ganze Streitmacht gegen sich sieht. Da bin ich ja gespannt.
    .
    Das Gespräch im Tempel ist einfach herrlich. Diese Priester, die nur an das eigene Wohl denken und sich so viel besser finden als alle anderen. Es ist ein sehr schöner Dialog. Fiafila schlägt den Herrn mit seinen eigenen Worten und Taten und das auf eine so leichte satirische Art. Gefällt mir sehr. Sie sagt ihm Wahrheiten ins Gesicht, wie es sicher kein anderer sagen würde. Dabei fühlt es sich nicht wie ein Streit an, weil sie so überlegen ist, dass sie nicht zu streiten braucht. Ich denke es ist aber auch ein Dialog, den sie mit sich selbst führt bis zu einem gewissen Grad.


    Kort ist wirklich ein Krieger, er läßt sich brühen wie ein Krebs. Ein Wunder, dass er das heil übersteht und nicht gleich gekocht wird.
    Enttäuschend dann, dass er sich den Hirsch zutreiben läßt. Da bin ich bei Gonter, aber Eivora hat Recht. Da Kort nichts von den Göttern hält und er das nur macht, damit er den Thron besteigen kann, ist es ihm vermutlich egal wie er die Aufgaben löst, solange die anderen ihm das abnehmen. Enttäusch war ich trotzdem., denn es ist eine Aufgabe, die eigentlich eines Kriegers auch würdig wäre, da er alle Eigenschaften eines guten Kriegers auch hier anwenden könnte.
    Das Gonter enttäuscht ist und er so intensiv darüber nachdenkt, läßt befürchten, dass er doch eine romantisierte Vorstellung von den Söldnern hat. Die Überlegungen bevor er ins Feuer geht lässt mich auch zweifeln. Er glaubt an eine Kameradschaft, die es so nicht zu geben scheint. Wenn es bei einer Neueinschwörung so viele gibt, die wegen eventuell besserer Bezahlung gehen, wie soll man da an einen Schulterschluss für längere Zeit glauben. Ich weiß nicht wie lange Gonter der Art des Kampfes der Söldner noch zustimmen wird. Er ist ein Ehrenmensch und seine Art der Ehre hat noch viel mit Gut zu tun. Wie wird er mit dem Morden, sinnlosen Zerstören und Schänden klar kommen?


    Eivora gefällt mir als Anführerin gut, aber wenn Gonter dazu kommt wirkt sie auf einmal ganz anders. Vor versammelter Mannschaft einen Kuss abfordern wie ein Weibchen vorm Altar, das verändert sie vollkommen. Dann passt so ein Satz wie ...hat Nirto dir beigebracht wie man vernünftig mit Zunge küsst, für mich überhaupt nicht.


    Die Art zu Reisen, wie es der Klingenrausch tut ist doch mit viel Zerstörung verbunden. Wenn die jedesmal so ein Feuer brauchen, was machen sie, wenn keine Slums zur Verfügung stehen? Da könnten ja Wälder abbrennen, sehr unökologisch. ;D


    Eivora zeigt wiedermal Stärke eines Anführers. Wer hätte sich getraut in dem Moment, Fiafila-Ignuto zu schlagen, um sie aus der Trance zu holen? Was wäre passiert, wenn sie das nicht getan hätte? Ich sah schon die ganze Stadt in Flammen aufgehen und scheinbar würde ihr das auch gefallen. Mir hat gefehlt, dass sie selbst dazu noch mal nachdenkt. Ich glaube eine Wahnsinnige Fiafila-Ignuto ist für die Söldner dann auch nicht mehr zu gebrauchen. Also Macht und Wahnsinn gehen selten lange zusammen.


    Fiafila-Ignuto will also wirklich das Schwert einschmieden und sie will dafür auch Eivora opfern, ohne Skrupel. Sie wird zum Fanatiker. Ihr Können ist also mehr instinktiv als gekonnt? Das wird dann ja noch gefährlicher. Gut, dass Ignuto Fiafila braucht und sie trotz seiner Begeisterung für das Feuer noch warnen kann.


    Und dann Prekesta als Inkarnation des Harnastes? Oder ist das nur die Paranoia Ignutos?
    Was hatte sie mit ihrem Besuch bezweckt? Angst?

  • Die Schiffsreise endet und die Vorhut des Klingenrausches ist am Ziel. Besonders herzlich ist der Empfang ja nicht. Na gut, das hatte ich auch nicht gerade erwartet und es zeichnete sich auch schon im Vorfeld ab.
    Besonders das geistliche Oberhaupt Keijo zeigt Fiafila-Ignuto sehr deutlich was er von Dämonen und deren Folgern hält. Auch das Gespräch über Macht und wer wem aus welchem Grund folgt, fand ich sehr interessant.


    Ich glaube ich habe noch kein Buch gelesen, egal ob Fantasy oder nicht, indem die geistliche Obrigkeit gut weg kam. Alles machthungrige A…löcher. Da ist selten jemand nicht von der Macht korrumpiert.


    Schließlich kommt auch der Moment, auf den ich mehr oder weniger gewartet habe bzw. der früher oder später fast kommen musste. Fiafila-Ignuto gerät für einen längeren Moment „außer Kontrolle“ und ergötzt sich schlicht und ergreifend am lodernden Feuer und darin brennenden Menschen. Es war für sie nicht nur Mittel zum Zweck, um die anderen Einheiten zu befördern. Es war ein persönlicher Genuss für sie. Lobend erwähnen möchte ich Eivora. Sie hat geistesgegenwärtig reagiert und Fiafila-Ignuto rechtzeitig wieder in die richtige Bahn geleitet.
    Auch aus Gonters Sicht, war der Übergang spannend und interessant geschildert. Er steht quasi vor dem „Highway to Hell“. Es kam mir zumindest einen Augenblick so vor. Wem wäre hier besonders wohl? Die Szene hat mich ein klein wenig an Stargate erinnert. ;D


    Auch das Gespräch zwischen Fiafila-Ignuto und Yra war interessant. Die Avatar sorgt sich um ihre Magd und hat fast schon mütterliche Gefühle. Das steht für mich in großem Kontrast zur Szene in der sie das Feuer beschwört. Indem sie nicht möchte, dass Yra von Kort verletzt wird, beweist sie für mich, dass sie noch nicht so weit und auch nicht so schnell von Ignuto korrumpiert wird, als ich dachte. Das hat mich gefreut.


    Inzwischen ist Kort auf der Jagd, um dem hier angebeteten Gott Arohn ein Jagdopfer darzubringen. Gonter verurteilt, dass Nirto ihm dabei hilft.
    Das fand ich irgendwie süß und interessant zugleich. Er lebt jetzt in einer Stadt die von Dämonen und deren Absichten beherrscht wird und ist in einer Einheit, die sich der Hilfe von Dämonen bedient, aber er lehnt es ab, wenn Kort beim Opfer an seinen neuen Gott betrügt. Er hat einen hohen moralischen Kodex. Immer noch. Das hat er sicher nicht von seinem Vater Harlef. Ich denke, in seinem bisherigen Leben hat er vermutlich auch eher Götter verehrt?


    Fiafila ergründet die Welt der Dämonen…soweit, da wird sogar Ignuto Angst. Welche Schemen sie da erkennt möchte ich gar nicht wissen. Was mich interessieren würde wäre, ob sie hieraus einen nutzen ziehen könnte oder vielleicht auch mit Kester in Kontakt kommen könnte?
    Auf diese gruselige Szene geht es gleich weiter mit noch mehr Grusel. Prekesta ist zurück und das in einer Form mit der vermutlich niemand gerechnet hat. Wer oder was sie ist lässt sich noch nicht ausmalen. Aber auch Fiafila wird hier ganz anders. Ich vermute wir haben eine neue Gegenspielerin.
    Mir persönlich fällt es schwer, mir ihre veränderte Gestalt vorzustellen und noch schwerer fällt es mir, zu glauben, dass das jemand mit sich machen lässt. Hat sie denn auch neue Fähigkeiten hinzugewonnen? Ich tippe auf ein großes Ja, denn nur optisch hat es sich schon mal nicht gelohnt. ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Das Gonter enttäuscht ist und er so intensiv darüber nachdenkt, läßt befürchten, dass er doch eine romantisierte Vorstellung von den Söldnern hat. Die Überlegungen bevor er ins Feuer geht lässt mich auch zweifeln. Er glaubt an eine Kameradschaft, die es so nicht zu geben scheint. Wenn es bei einer Neueinschwörung so viele gibt, die wegen eventuell besserer Bezahlung gehen, wie soll man da an einen Schulterschluss für längere Zeit glauben. Ich weiß nicht wie lange Gonter der Art des Kampfes der Söldner noch zustimmen wird. Er ist ein Ehrenmensch und seine Art der Ehre hat noch viel mit Gut zu tun. Wie wird er mit dem Morden, sinnlosen Zerstören und Schänden klar kommen?


    Da ist schon was dran. Es wirkt oft so, als wäre es mit der Kameradschaft nicht sooo weit her. Und ich stimme zu und befürchte auch, dass er auf Dauer nicht so klar kommen wird.
    Allerdings hat er auch viel Gelegenheit Gutes zu bewirken. Ich sage nur die Situation im Wirtshaus...



    Vor versammelter Mannschaft einen Kuss abfordern wie ein Weibchen vorm Altar, das verändert sie vollkommen. Dann passt so ein Satz wie ...hat Nirto dir beigebracht wie man vernünftig mit Zunge küsst, für mich überhaupt nicht.


    Das empfinde ich gar nicht so. Zugegebenermaßen könnte so mancher mit dem Finger auf die beiden deuten und die Beziehung negativ deuten. Aber eigentlich finde ich gut, dass sie so offen auch vor den anderen umgehen. Geheimniskrämerei würde mich da eher nerven und das fände ich auch etwas unangebracht. Den Spruch über Nirto fand ich lustig. ;)




    Die Art zu Reisen, wie es der Klingenrausch tut ist doch mit viel Zerstörung verbunden. Wenn die jedesmal so ein Feuer brauchen, was machen sie, wenn keine Slums zur Verfügung stehen? Da könnten ja Wälder abbrennen, sehr unökologisch. ;D


    Krieg ist selten ökologisch. ;D



    Fiafila-Ignuto will also wirklich das Schwert einschmieden und sie will dafür auch Eivora opfern, ohne Skrupel. Sie wird zum Fanatiker. Ihr Können ist also mehr instinktiv als gekonnt? Das wird dann ja noch gefährlicher. Gut, dass Ignuto Fiafila braucht und sie trotz seiner Begeisterung für das Feuer noch warnen kann.


    Hm, da ist das letzte Wort glaube ich noch nicht gesprochen. Ich glaube hier gibt es bestimmt eine Lösung, ohne Eivora recht viele Haare zu krümmen. Ich denke auch, dass sich Fiafila-Ignuto selbst noch nicht schlüssig ist, wie sie das anstellen will.



    Und dann Prekesta als Inkarnation des Harnastes? Oder ist das nur die Paranoia Ignutos? Was hatte sie mit ihrem Besuch bezweckt? Angst?


    Inkarnation glaube ich weniger. Eher mit dessen Hilfe geformt. Dass sie Angst verbreiten möchte, glaube ich ohne Weiteres und ihre neue Macht testen. Vielleicht ist sie auch mit einem Auftrag unterwegs...

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Das empfinde ich gar nicht so. Zugegebenermaßen könnte so mancher mit dem Finger auf die beiden deuten und die Beziehung negativ deuten. Aber eigentlich finde ich gut, dass sie so offen auch vor den anderen umgehen. Geheimniskrämerei würde mich da eher nerven und das fände ich auch etwas unangebracht. Den Spruch über Nirto fand ich lustig. ;)


    einzeln ist alles ok, aber die Art und Weise wie sie das macht wirkt irgendwie so romantisch weiblich und irgendwie passt alles nicht zusammen. Die Bemerkung zu Nirto hätte mir besser gefallen, wenn es eine Zweideutigkeit beinhaltet hätte, aber so wirkt es so aufgesetzt.

  • Ich überlege noch, wie genau ich diesen Abschnitt einordnen soll. Für mich war er etwas langatmig und ich glaube es hat sich mir nicht alles ganz erschlossen.


    Auf Seite 166 wird Fiafila-Ignuto in Zusammenhang gebracht mit Lostors plötzlichem Verschwinden. Mal sehen, ob da nicht schon bald ans Licht kommt, wer den Kerl wirklich ins Jenseits befördert hat. Vielleicht wurde Eivora doch von jemandem beobachtet ODER Fiafila-Ignuto "sieht" irgendwann, was Eivora verbrochen hat. Ich denke es wird raus kommen und zwar zu einem-für Eivora-sicherlich ungünstigen Zeitpunkt! ::)


    Lachen musste ich über Keijos Umschreibung unseres Avatars (Avatarin??? Gibt es da eine m/w-Form eigentlich=) "Dämonenmetze" :totlach: Überhaupt finde ich Keijo widerlich! Bääähhh...ich finde ihn irgendwie eklig. Und nein nicht wegen der eigentlichen Piercings (war selber jahrelang gepierct) aber das Ausmaß dieser Löcher mutet schon etwas eklig an. :D


    Ach und dann kommt doch eine schöne Badeszene in eine schönen Zuber. Ich freue mich schon auf einige schmeichelnde Beschreibungen und dann??? Korts Geschlecht ist klein und schrumpelig!!! :-\ :-[ :unschuldig: *räusper* das war aber jetzt schon fies. Nunja, ist sein Teil wohl zu lang in der heißen Suppe geköchelt, oder was??? ;D Hier hätte der Autor uns Leserinnen auch etwas mehr gönnen können. >:( Aber er liebt ja grausame Spielchen mit seiner Leserschaft! :P


    Yra ist also scharf auf Kort. Wer kann es dem Mädchen verdenken? Die Szene zwischen Fiafila-Ignuto und Yra bzw. zwischen Herrin und Magd fand ich großartig! Und ja es mutete tatsächlich wie ein Mutter-Tochter-Konflikt an und letztendlich kassiert die freche Yra auch eine Ohrfeige dafür. Das musste ja so kommen und sie hatte sich auch durchaus weit aus dem Fenster gelehnt. Am Ende konnte sich Fiafila angestachelt von Ignuto nicht beherrschen. Typisch Junge Frau-Alte Frau. Hübsche Frau vs. verblühende reife Frau. Angeblich nur in Sorge um das arme Küken und doch schwingt doch immer etwas Eifersucht auf die Jugendlichkeit mit, der man nachhängt und weiß, dass diese Zeiten unwiederbringlich vergangen sind. Ich denke da spielen viele Dinge eine Rolle und verweben sich zu einem komplizierten zwischenmenschlichen Geflecht. Hier steht uns sicher noch einiges an Konfliktmaterial bevor.


    Eivora fällt auf S. 175 auf, dass Fiafila-Ignuto über die Flammen gebietet, was Chastro-Ignuto nie gelang. Sie ahnz also, dass Fiafila-I. auf einem machtvolleren Weg wandelt und wird sie sicher auch vorsichtiger werden und hoffentlich aufmerksamer.


    Dann kommt die imposante Szene, in der dieses Krankenviertel/Armenviertel in Brand gesteckt wird. Sehr beeindruckend, mitreißend und packend. Doch dann: S. 177 Fiafila-Ignuto "gluckste" ??? Das Wort stößt mir irgendwie sauer auf. Es passt einfach überhaupt nicht zu der Figur in dem Moment. Dieses Wort nimmt mir in dem Moment zu viel von der mächtigen Fiafila-Ignuto, die eben noch so imposant rüberkam. Da hätte ich mir eine andere Umschreibung gewünscht, um an dieser wichtigen Stelle keinen unnötigen Bruch herbeizuführen. Die /der eben noch so beeindruckende, mächtig dargestellte Avatar/in wird mit diesem Wort irgendwie "entmachtet". Ich weiß nicht, ob mir da jemand folgen kann? Vielleicht kann der Autor da auch noch etwas dazu sagen. Vielleicht hatte er da etwas bestimmtes im Sinn was mir entgangen ist? ???


    Interessant fand ich die Zeile, in der sich Gonter versucht in einen Vogel zu versetzen und sich fragt, wie er wohl die Welt von oben so sieht. Es zeigt, dass Gonter (noch) anders denkt, auf einer anderen Ebene die Dinge betrachtet wie die Söldner, zu denen er ja so gerne gehören möchte. Ein spannender Hinweis für mich, den ich hoffentlich richtig eingeordnet habe.
    Dann denkt Gonter für mich irgendwie widersprüchlich und ich kann dem nicht folgen. Er zweifelt, überlegt was wären wenn er sich einfach davon machen würde usw. Dann wieder will er ganz dabei sein. Ich dachte da war er sich eh schon sicher. Dann denkt er an seine Eltern, Wut auf seinen Vater, seine Mutter (deren Brief er immer noch nicht gelesen hat!). So sehr ich seinen Vater-Sohn Konflikt durchaus verstehen kann hadere ich dennoch mit seinem Verhalten, mit seinem Denken, dieses Hin und Her. Plötzlich diese Unsicherheit, die dann wieder in absolute Gewissheit umschwenkt, angetrieben von Zorn und Verletzung. Irgendwie ist Gonter für mich eine Figur, die ich nicht gut greifen kann. Zudem finde ich ihn einfach unreif und was seine Eltern anbelangt bockig und aufmüpfig wie ein kleiner Rotzlöffel, der sich in der TRotzphase befindet. Irgendwie zeugt das nicht von einem reifen, gestandenen Mann. Da hat er wohl einiges an Nachholbedarf, vielleicht ist es auch dem Umstand geschuldet, dass er so betüdelt aufgewachsen ist und sich dieser Loslösungsprozeß von den Eltern nie vollziehen konnte!? :-\ Da bleibe ich ratlos zurück. Nun dachte ich er weiß, was er will aber irgendwie hat er ja doch Zweifel. Er ist einfach aus einem anderen Holz geschnitzt und dagegen wird er auf Dauer nicht ankommen!


    Auf Seite 188 stört mich der Satz in dem Eivora fragt, ob Nirto ihm endlich beigebracht hat richtig mit Zunge zu küssen. Nöööööööö! Das fand ich etwas unpassend. So unerfahren schien er doch nicht in ihren Liebesnächten, dass er nun nicht in der Lage ist seine Zunge geschickt einzusetzen? Oder??? ::) Oder soll das nur ein Scherz von Eivora sein? Auch dann ist es irgendwie unpassend.


    S. 191 gefällt mir die Stelle in der steht "Die Wahrheit im Kopf schuf sich jeder selbst." Da steckt viel Wahres drin. Überhaupt gefallen mir die immer wieder verteilten Anspielungen, auf sehr tiefgründige Themen. Z.B dass Götter eben nicht so handeln, wie wir es erwarten. Dass Fantasien nicht von der Wirklichkeit zu unterscheiden waren, wenn derjenige, der ihnen nachhing, fest genug an sie glaubte. usw Da gibt es viele schöne Stellen.


    Für mich ein durchwachsener Abschnitt. Nicht ganz verstanden habe ich das mit den Steinfiguren, durch die der Trupp schreitet.


    Jetzt schau' ich mal was die anderen geschrieben haben.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Dann kommt die imposante Szene, in der dieses Krankenviertel/Armenviertel in Brand gesteckt wird. Sehr beeindruckend, mitreißend und packend. Doch dann: S. 177 Fiafila-Ignuto "gluckste" ??? Das Wort stößt mir irgendwie sauer auf. Es passt einfach überhaupt nicht zu der Figur in dem Moment.


    Aber Ignuto gluckst doch auch ab und zu. Und wen man es mit dem in Zusammenhang bringt, dass Fiafila wie ein Kind durch die Flammen schaut, dann kann dieses glucksen gut eine kindliche Begeisterung darstellen. Sie ist in dem Moment auch nicht die beherrschte machtvolle Avatar, sondern ein Kind, dass mit einem neuen ganz phantastischen Spielzeug spielt. So habe ich das aufgefasst.


  • Aber Ignuto gluckst doch auch ab und zu. Und wen man es mit dem in Zusammenhang bringt, dass Fiafila wie ein Kind durch die Flammen schaut, dann kann dieses glucksen gut eine kindliche Begeisterung darstellen. Sie ist in dem Moment auch nicht die beherrschte machtvolle Avatar, sondern ein Kind, dass mit einem neuen ganz phantastischen Spielzeug spielt. So habe ich das aufgefasst.


    Hmmm. Lustig, dass du es so empfindest. Ich habe zwar auch verstanden, dass Fiafila-Ignuto in eine Art Feuerrausch gefallen war und sich dieser Faszination nicht entziehen konnte, aber als "kindlich" was ja gleichbedeutend mit "unschuldig" wäre, habe ich es nicht empfunden. Sie hat es ja sehr genossen und sich dem ganzen gerne ganz und gar hingegeben. Darum empfand ich auch das anschließende "Glucksen" irgendwie völlig deplatziert. Es könnte aber sein, dass der Autor es dann so angedacht hat, wie du es empfunden hast. Anscheinend habe ich Fiafila-Ignuto in diesem Feuerrausch als mächtig empfunden, was dann diesen Konflikt mit dem Wort "glucksen" in mir ausgelöst hat. Tja, da sieht man mal wieder wie unterschiedlich die Leser etwas empfinden und interpretieren können. Sehr interessant!

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Was soll das denn jetzt??? >:( Also die Entwicklung der Beziehung von Yra und Kort gefällt mir gar nicht. Ist das Stockholm-Syndrom? Yra hätte ich packen und schütteln können, so dämlich fand ich sie. :-\


    Und das kann man noch nicht einmal alles auf Teenager-Hormone schieben, denn ein gewisser Wunsch nach Macht war in dem Liebeswahn auch noch enthalten.


    Sorry, aber ich fange schon mal an die Axt zu wetzen, für den Fall dass Kort ihre Verliebtheit ausnutzt. Denn dann bin ich wirklich für Kopf ab. :barbar:


    Ich weiß nicht, ob Fiafila ein echtes Interesse an Kort hat. Ich vermute mal, dass sie sich gekränkt fühlt, weil Kort ihr zuvor beleidigend klar gemacht hat, dass sie für ihn sowieso nicht in Frage kommt, und sie sich nun fragt, welchen Einfluss Ignuto auf ihr zukünftiges Liebesleben hat.


    Dafür verliert sie sich jedoch immer mehr im Feuer und in Gewaltphantasien. Dass sie Eivora verletzt hat, kam doch etwas überraschend. Ich glaube, dass diese Freundschaft allmählich gefährdet ist. Zu Spannungen - die wir nur erzählt bekommen - kommt es auch zwischen Gonter und Nirto. Da merkt man wieder, wie groß die Unterschiede zwischen den beiden sind. Gonter ist ein Kämpfer, jedoch kein Söldner.


    Dann das Wiedersehen mit Prekesta. Uiuiui. Die Fanatikerin par excellence hat anscheinend endlich die (dämonische) Anerkennung bekommen, nach der sie schon im letzten Band gestrebt hat. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Begegnung von ihr und Fiafila-Ignuto. Das kann noch reichlich Zündstoff geben. >:D


    Sorry, Bernd, aber in diesem Abschnitt bin ich leider mit der Entwicklung nicht ganz zufrieden. :'(

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Da ist schon was dran. Es wirkt oft so, als wäre es mit der Kameradschaft nicht sooo weit her. Und ich stimme zu und befürchte auch, dass er auf Dauer nicht so klar kommen wird.
    Allerdings hat er auch viel Gelegenheit Gutes zu bewirken. Ich sage nur die Situation im Wirtshaus...


    Gonter ist immer noch der Neue. Er hat ja gerade erst den Eid geschworen und muss sich noch beweisen. Dass er nicht richtig dazugehört - zumal auch aufgrund seiner Herkunft und seiner Werte -, finde ich da sehr logisch. Gonter bemüht sich jedoch und ich denke nach der Mission könnte es um seinen Stand im Klingenrausch schon ganz anders bestellt sein.


    Das empfinde ich gar nicht so. Zugegebenermaßen könnte so mancher mit dem Finger auf die beiden deuten und die Beziehung negativ deuten. Aber eigentlich finde ich gut, dass sie so offen auch vor den anderen umgehen. Geheimniskrämerei würde mich da eher nerven und das fände ich auch etwas unangebracht. Den Spruch über Nirto fand ich lustig. ;)


    Darüber bin ich auch gestolpert. Ich habe mich gefragt, ob sie ihn vielleicht mehr vermisst hat, als sie zugeben will und das vielleicht mit diesem Spruch überspielt.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • Ja! Ich befürchte auch Schlimmstes mit Prekesta. Sicher kommt es irgendwann zum Duell mit Fiafila-Ignuto! Das könnte richtig krachen. Du hast Recht....wenn dieser lüsterne Kort Yra wirklich anpackt....ich mag gar net dran denken. Aber da Yra sich schon mit der Macht an seiner Seite beschäftigt befürchte ich auch Schlimmstes. Sieh mal einer die jungen Dinger an! Wissen genau was sie wollen. Einen Mann der was her macht in guter Stellung....tztztz.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Das Gespräch im Tempel ist einfach herrlich. Diese Priester, die nur an das eigene Wohl denken und sich so viel besser finden als alle anderen. Es ist ein sehr schöner Dialog. Fiafila schlägt den Herrn mit seinen eigenen Worten und Taten und das auf eine so leichte satirische Art. Gefällt mir sehr. Sie sagt ihm Wahrheiten ins Gesicht, wie es sicher kein anderer sagen würde. Dabei fühlt es sich nicht wie ein Streit an, weil sie so überlegen ist, dass sie nicht zu streiten braucht. Ich denke es ist aber auch ein Dialog, den sie mit sich selbst führt bis zu einem gewissen Grad.


    Ja, das Gespräch fand ich auch klasse. 8) Die Szene gehört für mich zu ihren wirklich starken Momenten.



    Das Gonter enttäuscht ist und er so intensiv darüber nachdenkt, läßt befürchten, dass er doch eine romantisierte Vorstellung von den Söldnern hat. Die Überlegungen bevor er ins Feuer geht lässt mich auch zweifeln. Er glaubt an eine Kameradschaft, die es so nicht zu geben scheint. Wenn es bei einer Neueinschwörung so viele gibt, die wegen eventuell besserer Bezahlung gehen, wie soll man da an einen Schulterschluss für längere Zeit glauben. Ich weiß nicht wie lange Gonter der Art des Kampfes der Söldner noch zustimmen wird. Er ist ein Ehrenmensch und seine Art der Ehre hat noch viel mit Gut zu tun. Wie wird er mit dem Morden, sinnlosen Zerstören und Schänden klar kommen?


    Ich glaube, sinnloses Zerstören und Schänden wird es bei diesem Kontrakt eher nicht geben. Würde irgendwie den Sinn der Wallfahrt aufheben. ;) Also werden wir uns vermutlich bis zum nächsten Band mit der Antwort auf diese Frage gedulden müssen.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • Ja! Ich befürchte auch Schlimmstes mit Prekesta. Sicher kommt es irgendwann zum Duell mit Fiafila-Ignuto! Das könnte richtig krachen. Du hast Recht....wenn dieser lüsterne Kort Yra wirklich anpackt....ich mag gar net dran denken. Aber da Yra sich schon mit der Macht an seiner Seite beschäftigt befürchte ich auch Schlimmstes. Sieh mal einer die jungen Dinger an! Wissen genau was sie wollen. Einen Mann der was her macht in guter Stellung....tztztz.


    Gegen ein Duell zwischen Prekesta und Fiafila-Ignuto hätte ich gar nichts. Das wäre sicher spannend und vermutlich ein Wettstreit auf ähnlichem Niveau. Und da der Konflikt ja schon im 1. Band begonnen hat, als Fiafila zum Avatar wurde, rechne ich damit, dass es da bald knallen ... äh, brennen wird. >:D :explodier:


    Ich bin schon gespannt auf den nächsten Abschnitt. Was ich jedoch nicht haben will, ist eine Liebesbeziehung zwischen Yra und Kort. :krank:

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Hmmm. Lustig, dass du es so empfindest. Ich habe zwar auch verstanden, dass Fiafila-Ignuto in eine Art Feuerrausch gefallen war und sich dieser Faszination nicht entziehen konnte, aber als "kindlich" was ja gleichbedeutend mit "unschuldig" wäre, habe ich es nicht empfunden. Sie hat es ja sehr genossen und sich dem ganzen gerne ganz und gar hingegeben. Darum empfand ich auch das anschließende "Glucksen" irgendwie völlig deplatziert. Es könnte aber sein, dass der Autor es dann so angedacht hat, wie du es empfunden hast. Anscheinend habe ich Fiafila-Ignuto in diesem Feuerrausch als mächtig empfunden, was dann diesen Konflikt mit dem Wort "glucksen" in mir ausgelöst hat. Tja, da sieht man mal wieder wie unterschiedlich die Leser etwas empfinden und interpretieren können. Sehr interessant!


    kindlich würde ich in diesem Fall nicht mit unschuldig gleichsetzen, sondern mit der Art wie Kinder reagieren, emotional, ganz im Moment und absolut begeisterungsfähig. (so wie Kinder jeden Tag neu eine sich drehende Windmühle bestaunen oder jedes Auto auf der Straße mit Staunen und Begeisterung sehen und begeistert sind, wenn ihnen etwas gelingt, was sie noch nicht konnten)


  • kindlich würde ich in diesem Fall nicht mit unschuldig gleichsetzen, sondern mit der Art wie Kinder reagieren, emotional, ganz im Moment und absolut begeisterungsfähig. (so wie Kinder jeden Tag neu eine sich drehende Windmühle bestaunen oder jedes Auto auf der Straße mit Staunen und Begeisterung sehen und begeistert sind, wenn ihnen etwas gelingt, was sie noch nicht konnten)


    Ich finde, "kindlich" passt schon ganz gut. Denn Kinder können ja ganz in einer Tätigkeit aufgehen, Freude daran haben, ohne an die Konsequenzen zu denken oder sie überhaupt nur zu sehen, während die Eltern anschließend entsetzt über ihren Unfug sind. Okay, blöder Vergleich, Eivora ist nicht ihre Mutter, aber von Fiafilas Verhalten können wir schon rückschließen, dass die höheren Denkprozesse einfach mal ausgesetzt haben. Insofern passt die Beschreibung dann doch.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Ich finde, "kindlich" passt schon ganz gut. Denn Kinder können ja ganz in einer Tätigkeit aufgehen, Freude daran haben, ohne an die Konsequenzen zu denken oder sie überhaupt nur zu sehen, während die Eltern anschließend entsetzt über ihren Unfug sind. Okay, blöder Vergleich, Eivora ist nicht ihre Mutter, aber von Fiafilas Verhalten können wir schon rückschließen, dass die höheren Denkprozesse einfach mal ausgesetzt haben. Insofern passt die Beschreibung dann doch.


    Ich verstehe was ihr meint. Dennoch bleibe ich dabei, dass mich dieses "Glucksen" einfach sehr stört. Es fühlt sich für mich irgendwie nicht richtig an. :angst:

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Fiafila schlägt den Herrn mit seinen eigenen Worten und Taten und das auf eine so leichte satirische Art. Gefällt mir sehr.



    Auch das Gespräch über Macht und wer wem aus welchem Grund folgt, fand ich sehr interessant.


    :freu: :freu:
    Sie hat den Vorteil, sich als Ex-Priesterin im klerikalen Milieu sehr gut auszukennen.



    Ich denke es ist aber auch ein Dialog, den sie mit sich selbst führt bis zu einem gewissen Grad.


    Hm, meint Ihr, sie hat Selbstzweifel wegen ihrer aktuellen Rolle - oder stellt sie ihr altes Leben infrage?



    Da Kort nichts von den Göttern hält und er das nur macht, damit er den Thron besteigen kann, ist es ihm vermutlich egal wie er die Aufgaben löst, solange die anderen ihm das abnehmen.


    Eivoras Zweifel geht ja noch tiefer: Wenn wirklich der Gott wollte, dass die Aufgabe auf eine bestimmte Art gelöst wird, würde er mit seiner göttlichen Macht dafür sorgen oder das Opfer zurückweisen. Da das nicht geschieht, stellt sie die Frage, ob es wirklich der Gott ist, dem etwas an dieser Prüfung liegt - oder hat sich das eine Priesterschaft ausgedacht?



    Er glaubt an eine Kameradschaft, die es so nicht zu geben scheint. Wenn es bei einer Neueinschwörung so viele gibt, die wegen eventuell besserer Bezahlung gehen, wie soll man da an einen Schulterschluss für längere Zeit glauben.


    Ich glaube, da muss man das "für längere Zeit" betonen. Eine lebenslange Loyalität oder nur etwas, das dem nahekäme, gibt es bei Söldnern nicht. Aber jetzt gehen sie auf einen Feldzug, und das ist eine spezielle Situation, in der man sich auf die Kameraden verlassen muss, sonst zerfällt die Einheit und alle gehen drauf. In Rorgator wird man es keinem Söldner übel nehmen, wenn er die Flagge wechselt. Aber auf einem Feldzug ist das Fahnenflucht, da fühlt man sich verraten.



    Vor versammelter Mannschaft einen Kuss abfordern wie ein Weibchen vorm Altar, das verändert sie vollkommen. Dann passt so ein Satz wie ...hat Nirto dir beigebracht wie man vernünftig mit Zunge küsst, für mich überhaupt nicht.


    Generell gehen die Söldner ja sehr freizügig miteinander um ... Es würde vermutlich auch niemanden wundern, wenn Eivora heute mit Gonter herumscharwenzeln würde, morgen mit einem anderen und übermorgen mit einem Dritten.



    Die Art zu Reisen, wie es der Klingenrausch tut ist doch mit viel Zerstörung verbunden. Wenn die jedesmal so ein Feuer brauchen, was machen sie, wenn keine Slums zur Verfügung stehen? Da könnten ja Wälder abbrennen, sehr unökologisch. ;D


    Wenn Ihr Euch erinnert: Genau das tun sie in Rotes Gold. Sie brennen einen Waldhang ab - eigentlich sogar zwei: beim Eintreffen und beim Abmarsch. ;)



    Ich sah schon die ganze Stadt in Flammen aufgehen und scheinbar würde ihr das auch gefallen. Mir hat gefehlt, dass sie selbst dazu noch mal nachdenkt.


    Es gibt einen Grund, wieso sie über manche Dinge nicht nachdenkt - oder, deutlicher: nicht nachdenken kann. ;)



    Ihr Können ist also mehr instinktiv als gekonnt? Das wird dann ja noch gefährlicher.


    Sowohl als auch. Sie versteht viele Dinge instinktiv und hat zusätzlich sowohl das Wissen einer Priesterin als auch das eines vergleichsweise alten (er hatte ja schon einen Träger) Homunkulus. Wenn sie jetzt noch ein bisschen Zeit zum Üben bekommt, wird sie - im wahrsten Sinne des Wortes - brandgefährlich. >:D



    Prekesta ist zurück und das in einer Form mit der vermutlich niemand gerechnet hat.



    Und dann Prekesta als Inkarnation des Harnastes? Oder ist das nur die Paranoia Ignutos?
    Was hatte sie mit ihrem Besuch bezweckt? Angst?


    Angst zu verbreiten kann durchaus die Motivation einer dämonischen Heroldin sein ... Da bist Du auf einer guten Spur. ;)



    Die Avatar sorgt sich um ihre Magd und hat fast schon mütterliche Gefühle. Das steht für mich in großem Kontrast zur Szene in der sie das Feuer beschwört.


    Ja ... sie ist eine gespaltene Persönlichkeit. :D



    Das fand ich irgendwie süß und interessant zugleich. Er lebt jetzt in einer Stadt die von Dämonen und deren Absichten beherrscht wird und ist in einer Einheit, die sich der Hilfe von Dämonen bedient, aber er lehnt es ab, wenn Kort beim Opfer an seinen neuen Gott betrügt. ... Ich denke, in seinem bisherigen Leben hat er vermutlich auch eher Götter verehrt?


    Die Verehrung von Göttern wird sicher zu seiner Erziehung gehört haben. Wie sehr er mit dem Herzen dabei war, ist eine andere Frage.
    Die Ablehnung eines Sakrilegs scheint auch unter Leuten, die nicht religiös sind, weit verbreitet. Ich habe neulich ein Video von einem sehr kirchenkritischen Atheisten gesehen, der berichtet hat, dass er noch immer intuitiv die Stimme senkt und sich leise verhält, wenn er eine Kirche betritt - auch, wenn er allein im Gotteshaus ist.



    Welche Schemen sie da erkennt möchte ich gar nicht wissen. Was mich interessieren würde wäre, ob sie hieraus einen nutzen ziehen könnte oder vielleicht auch mit Kester in Kontakt kommen könnte?


    Hier betritt sie - auch für Ignuto - Neuland. Ihre Absicht liegt sicher darin, das Schwertfeuer zu erforschen und herauszufinden, wie sie es besser nutzen kann - vielleicht auch, indem sie vollendet, was Wilania-Pressito vorhatte ...



    Mir persönlich fällt es schwer, mir ihre veränderte Gestalt vorzustellen und noch schwerer fällt es mir, zu glauben, dass das jemand mit sich machen lässt. Hat [Prekesta] denn auch neue Fähigkeiten hinzugewonnen?


    Davon darfst Du ausgehen. >:D


  • Lachen musste ich über Keijos Umschreibung unseres Avatars (Avatarin??? Gibt es da eine m/w-Form eigentlich=) "Dämonenmetze" :totlach: Überhaupt finde ich Keijo widerlich! Bääähhh...ich finde ihn irgendwie eklig.


    Hm ... er bringt Dich zum Lachen, aber Du findest ihn widerlich? Da scheint sich eine Hassliebe zu entwickeln. :D



    Typisch Junge Frau-Alte Frau. Hübsche Frau vs. verblühende reife Frau.


    Mit 28 fällt man also in die Kategorie "alt und verblühend" :D
    Um meiner Gesundheit willen schweige ich dazu. :D



    Dann kommt die imposante Szene, in der dieses Krankenviertel/Armenviertel in Brand gesteckt wird. Sehr beeindruckend, mitreißend und packend.


    :freu:



    Doch dann: S. 177 Fiafila-Ignuto "gluckste" ??? Das Wort stößt mir irgendwie sauer auf.


    Sie entdeckt ihre Kraft, es ist ganz neu für sie ... wie für ein Kind ... ;)
    Kinder reißen auch gern mal einer Fliege die Flügel aus und schauen dann zu, wie sich das Tier quält. Der Jugend unschuldige Spielchen ... >:D



    Dann denkt Gonter für mich irgendwie widersprüchlich und ich kann dem nicht folgen. Er zweifelt, überlegt was wären wenn er sich einfach davon machen würde usw. Dann wieder will er ganz dabei sein. ... Dann denkt er an seine Eltern, Wut auf seinen Vater, seine Mutter (deren Brief er immer noch nicht gelesen hat!).


    Der Widerspruch ist gut erkannt. ;)
    Die besonders negativen Gedanken - Das Sich-Herabgesetzt-Fühlen, der Hass, der Zerstörungswille - kommen auf, es in das Dämonenmaul geschritten ist. Auf dem Glühenden Pfad befindet er sich im Dämonenreich, und dort ist er dämonischen Einflüsterungen ausgesetzt.



    Auf Seite 188 stört mich der Satz in dem Eivora fragt, ob Nirto ihm endlich beigebracht hat richtig mit Zunge zu küssen. Nöööööööö! Das fand ich etwas unpassend. So unerfahren schien er doch nicht in ihren Liebesnächten, dass er nun nicht in der Lage ist seine Zunge geschickt einzusetzen? Oder??? ::) Oder soll das nur ein Scherz von Eivora sein?


    Ich denke, man darf davon ausgehen, dass sie nicht im Ernst erwartet, dass diese Fertigkeiten zu Nirtos Ausbildungsplan gehören. :D



    Was soll das denn jetzt??? >:( Also die Entwicklung der Beziehung von Yra und Kort gefällt mir gar nicht.



    Du hast Recht....wenn dieser lüsterne Kort Yra wirklich anpackt....ich mag gar net dran denken.


    Liebes Tagebuch,
    eieiei, da wird noch Einiges an Zorn auf mich zukommen.
    Aber was soll ich als getreulicher Chronist machen? "Wo die Liebe hinfällt", sage ich da nur.
    Mit romantischen Gefühlen brauche ich meiner knallharten Leserschaft jedoch gar nicht erst zu kommen. :'(
    Besser, ich sehe mich nach einer hübschen Hütte im Amazonas um. Wenn die rauskriegen, was ich im weiteren Verlauf für zarte Bande knüpfe, kommen die mich holen und schneiden mir den Kopf ab ... :o



    Dass sie Eivora verletzt hat, kam doch etwas überraschend. Ich glaube, dass diese Freundschaft allmählich gefährdet ist. Zu Spannungen - die wir nur erzählt bekommen - kommt es auch zwischen Gonter und Nirto.


    Vielleicht sind wir jetzt - zur Halbzeit des Buchs - an einer guten Stelle, zu überlegen, was sich aus den Beziehungen im Buch entwickelt.
    Fiafila und Ignuto ...
    Fiafila-Ignuto und Prekesta ...
    Fiafila-Ignuto und Eivora ...
    Eivora und Gonter ...
    Gonter und Nirto ...
    Was denkt Ihr, wer wird noch befreundet sein, wenn das Wort "Ende" unter der Geschichte steht?



    Dann das Wiedersehen mit Prekesta. Uiuiui. Die Fanatikerin par excellence hat anscheinend endlich die (dämonische) Anerkennung bekommen, nach der sie schon im letzten Band gestrebt hat.


    Oh ja!
    >:D >:D >:D


  • Hm, meint Ihr, sie hat Selbstzweifel wegen ihrer aktuellen Rolle - oder stellt sie ihr altes Leben infrage?.


    Ich habe das Gefühl, dass sie ihr altes Leben infrage stellt, vor allem das woran sie da geglaubt hat.


    Ich glaube, da muss man das "für längere Zeit" betonen. Eine lebenslange Loyalität oder nur etwas, das dem nahekäme, gibt es bei Söldnern nicht. Aber jetzt gehen sie auf einen Feldzug, und das ist eine spezielle Situation, in der man sich auf die Kameraden verlassen muss, sonst zerfällt die Einheit und alle gehen drauf. In Rorgator wird man es keinem Söldner übel nehmen, wenn er die Flagge wechselt. Aber auf einem Feldzug ist das Fahnenflucht, da fühlt man sich verraten..


    Weiß Gonter das auch? Ich fürchte, er sieht die Kameradschaft weiter gehend.


    Generell gehen die Söldner ja sehr freizügig miteinander um ... Es würde vermutlich auch niemanden wundern, wenn Eivora heute mit Gonter herumscharwenzeln würde, morgen mit einem anderen und übermorgen mit einem Dritten..


    Wie gesagt, das sie sich in der Öffentlichkeit küssen ist klar, es geht um das "Wie" ich sehe eine kleinere Frau, die dem Mann den Mund zum Kuss hinhält. Das passt mir irgendwie nicht. Wenn sie sich den Kuss selbst genommen hätte oder er - so wirkt es mir halt zu romantisch.


    Die Ablehnung eines Sakrilegs scheint auch unter Leuten, die nicht religiös sind, weit verbreitet. Ich habe neulich ein Video von einem sehr kirchenkritischen Atheisten gesehen, der berichtet hat, dass er noch immer intuitiv die Stimme senkt und sich leise verhält, wenn er eine Kirche betritt - auch, wenn er allein im Gotteshaus ist..


    Das mache ich auch, weil ich es als Frage des Respekts betrachte und Kirchen auch als Platz der Ruhe und Meditation sehe. (Leider hat mein Enkel, der es so mit uns erlebt hat für diese Antwort eine schlechte Note bekommen)
    Bei Gonter sehe ich allerdings mehr. Er ist einfach noch auf Ehre und Gut eingestellt. Ich weiß nicht, ob er weiter macht, wenn er merkt, dass es nicht möglich ist auf Dauer "gut" zu sein.

  • Liebes Tagebuch,
    eieiei, da wird noch Einiges an Zorn auf mich zukommen.
    Aber was soll ich als getreulicher Chronist machen? "Wo die Liebe hinfällt", sage ich da nur.
    Mit romantischen Gefühlen brauche ich meiner knallharten Leserschaft jedoch gar nicht erst zu kommen. :'(
    Besser, ich sehe mich nach einer hübschen Hütte im Amazonas um. Wenn die rauskriegen, was ich im weiteren Verlauf für zarte Bande knüpfe, kommen die mich holen und schneiden mir den Kopf ab ... :o
    .


    Keine Sorge, solange Du noch Geschichten schreibst, lassen wir Dich leben, denke ich. Solltest Du allerdings den Beruf wechseln, dann.....garantieren wir für nichts - stimmts?

    Vielleicht sind wir jetzt - zur Halbzeit des Buchs - an einer guten Stelle, zu überlegen, was sich aus den Beziehungen im Buch entwickelt.


    Fiafila und Ignuto ... Da hatten wir uns ja schon mehrheitlich(?) für eine gleichberechtigte Partnerschaft entschieden, in der Fiafila das Sagen hat ;D
    Fiafila-Ignuto und Prekesta .. sie könnten gemeinsam viel erreichen, aber bei Dämonen ist eine solche Verbindung wohl auf Dauer nicht möglich. Es könnte eine Weile eine Pattsituation geben aber dann hoffe ich auf das spurlose Verschwinden Prekestas.
    Fiafila-Ignuto und Eivora ...Freundschaft? Ich glaube nicht, dass man es so nennen kann. Eine Verbindung, die etwas tiefer ist als die mit anderen Söldnern, ein sich gegenseitig Unterstützen, ja, könnte ich mir vorstellen. Wenn Fiafila Kesters Wohlwollen haben will, dann sicher nicht, wenn sie dessen Tochter umbringt. Also sollte sie dann doch einen anderen Weg finden.
    Eivora und Gonter ...Da bin ich mir nicht sicher. Ich hätte Gonter gern weiter bei den Söldnern, aber dann würde er sich sehr verändern müssen und ob er dann noch Interesse an Eivora hat? Er beginnt schon zu zweifeln, weil er eben immer noch an seine Art von Ehre glaubt. Sollte er sich nicht ändern, wird es zunehmend Mißtöne zwischen ihnen geben.
    Gonter und Nirto ...Wenn Gonter bleibt, dann könnte zumindest eine kontraktlange Freundschaft entstehen.(vielleicht sogar etwas länger, da Nirto ja dem Klingenrausch sehr verbunden ist. Aber vielleicht wächst Gonter auch über Nirto hinaus? Wielange läßt Bernd Nirto noch am Leben? Ich fürchte eigentlich dass er noch zu den abgewählten gehört, denn er ist uns sympathisch.


    Zitat repariert