04: Seite 162 - Seite 207 (Kap. 8 + Kap. 9)

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  • Auch das Gespräch zwischen Fiafila-Ignuto und Yra war interessant. Die Avatar sorgt sich um ihre Magd und hat fast schon mütterliche Gefühle. Das steht für mich in großem Kontrast zur Szene in der sie das Feuer beschwört. Indem sie nicht möchte, dass Yra von Kort verletzt wird, beweist sie für mich, dass sie noch nicht so weit und auch nicht so schnell von Ignuto korrumpiert wird, als ich dachte. Das hat mich gefreut.


    Übrigens hat mir die Szene nicht so gut gefallen. Sie stimmt, wenn man die Teenager aus unserer Zeit als Vorbild nimmt. Yra hat etwas erlebt, was wir uns nicht vorstellen können. Schon bei einer "einfachen" Vergewaltigung, bei Missbrauch, ändern sich die Betroffenen, sie können teilweise ohne Therapie keinen Mann mehr an sich heranlassen. Außerdem waren in dieser Art Gesellschaft 14 jährige schon erwachsen und wurden auch so behandelt. Yra hätte also mindestens zwei Gründe viel erwachsener zu reagieren. Deshalb ist sie für mich in der Szene also völlig falsch dargestellt. für mich unglaubhaft. Ich mag diese maulenden Teenager die heute so als normal gelten nicht besonders. Aber da wäre sie richtig angesiedelt.

  • Kapitel 8


    Es geht wieder aufwärts. Fiafila-Ignuto und der Priester bringen in ihrem Gespräch wieder schön den Gegensatz zwischen Götter und Dämonen auf den Punkt. Zeigleich beginnt Kort seine "Buße". Eine schöne bildliche Umsetzung des "rein" waschens von außen. Vor allem waren solche Rituale auch vor vielen Zuschauern nicht unnormal, noch heute kann man auf Mittelaltermärkten vor allem Leuten auf der Bühne zubern :D


    Zudem wird klar, dass nicht jeder mit Kort einverstanden ist und sein Bruder Rodalf (schwieriger Name, wenn man einen Vorgesetzten mit dem Namen Randolph hatte^^) doch einige Unterstützer besitzt.


    Als Fiafila dann mit ihrer Magd spricht... bin ich skeptisch. Yra schwärmt dermaßen von Kort, dass ich mich frage, ob ich was verpasst habe. Ist die Kleine so naiv? Vor allem nach der Schändung kommt mir das ein wenig "früh" vor. So lange ist die ja nicht her. Von vergewaltigt und mit Kohlen gefoltert hin zu "bitte nimm mich" in einem runden Monat. Das ist für mich nicht glaubwürdig. Interessant sind da die "Muttergefühle" von Fiafila.
    Ihr beschworenes Feuer ist riesig und mächtig, sogar mächtiger als das von Chastro. Sie schnellt also auf der Machtleiter massiv nach oben. Nebenbei eingestreut, aber wichtig. Ich denke Dämon und Expriesterin katapultieren sich gegenseitig zu solchen Mächten. Das was Ignuto fehlt, ersetzt Fiafila und umgekehrt.


    Toll ist nun aber, dass man miterlebt, wie die Banner durch das Feuer "transportiert" werden. Das gefiel mir sehr sehr gut. Diese Szenen geben einem auch immer einen kleinen Teil Dämonenkult, was ich auch klasse finde. Augen austechen 8)


    Ich hab mich bei Gonter gefragt, ob seine Fragen. Was er hier tut und so, ein wenig vom Autor aus seiner Soldatenzeit entsprungen sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Fragen jungen Rekruten vor dem ersten Einsatz so durch den Kopf gehen, vor allem bei Kampfeinheiten. Dummerweise macht das Gonter wieder ein wenig zum Weichei. Ergo Kopf ab :D

  • Auf Seite 188 stört mich der Satz in dem Eivora fragt, ob Nirto ihm endlich beigebracht hat richtig mit Zunge zu küssen. Nöööööööö! Das fand ich etwas unpassend. So unerfahren schien er doch nicht in ihren Liebesnächten, dass er nun nicht in der Lage ist seine Zunge geschickt einzusetzen? Oder??? ::) Oder soll das nur ein Scherz von Eivora sein? Auch dann ist es irgendwie unpassend.


    STIMMT! Ich fand den Scherz unpassend und deplatziert.


  • Also ich würde Gonters Zweifel nicht mit "Weichei" titulieren. Dennoch stellt es ihn natürlich etwas wankelmütig da, was mich ja auch irgendwie gestört hat. Dass er kurz bevor es ernst wird einen Rückzieher machen will ist wohl nur allzu menschlich. Und ich denke Du bist da auf der richtigen Fährte. Vielleicht war der Autor da mal in einer ähnlichen Situation und musste gegen aufkeimende Zweifel kämpfen. Was ja auch -wie gesagt- einfach nur menschlich ist. Trotzdem zeigt es für mich auch, dass Gonter eben -im Gegensatz zu den Söldnern- ein ganz anderes Gewissen hat und sich auch mit diesem im Dialog befindet. Das ist eine gute Eigenschaft. Wer sein eignes Verhalten oder Denken reflektieren kann, kann sich weiterentwickeln. Von daher bin ich gespannt, ob sich unser Gonter wirklich dauerhaft so gut aufgehoben fühlt in den Reihen der goldhungrigen Söldner. Zumal ihm Gold relativ wenig bedeuten dürfte, da er im Wohlstand groß geworden und er beim Anblick einer TRuhe Münzen sicher nicht so aus dem Häuschen sein wird wie die gierigen Söldner.


    Zu Yra möchte ich noch etwas anmerken. Ich denke schon, dass ihr Verhalten passend ist. Ich verstehe deine Zweifel im Bezug auf ihre Schändung, ihr Alter usw. Aber es geht auch deutlich hervor, dass Yra-so jung sie auch sein mag- bereits über die Machtverhältnisse nachdenkt UND wie es wäre an der Seite von Kort zu regieren und Macht zu haben. Der sexuelle Gewaltakt ist IMMER auch ein Zeichen von Machtausübung, manchmal spielt das eine weitaus größere Rolle als die reine Befriedigung körperlicher Natur! D.h Yra hat ganz früh erfahren, dass der Geschlechtsakt auch ein Mittel der Macht sein kann und so ist es für mich nicht verwunderlich, dass sie darüber nachdenkt Kort mittels Körperlichkeit gefügig zu machen, von sich zu überzeugen oder an sich zu binden. Sie weiß vielleicht noch nicht viel über Männer, aber DAS hat sie schon mal begriffen und wendet es vermutlich demzufolge auch an. Wie viele Frauen erobern sich den Platz an der Seite eines mächtigen Mannes ( ich nenne keine Namen, die NSA liest vielleicht mit :totlach: ) nur, um an ihr Ziel zu kommen? Yra ist eine Magd, und anscheinend gedenkt sie nicht das zu bleiben.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Also ich würde Gonters Zweifel nicht mit "Weichei" titulieren. Dennoch stellt es ihn natürlich etwas wankelmütig da, was mich ja auch irgendwie gestört hat. Dass er kurz bevor es ernst wird einen Rückzieher machen will ist wohl nur allzu menschlich. Und ich denke Du bist da auf der richtigen Fährte. Vielleicht war der Autor da mal in einer ähnlichen Situation und musste gegen aufkeimende Zweifel kämpfen. Was ja auch -wie gesagt- einfach nur menschlich ist. Trotzdem zeigt es für mich auch, dass Gonter eben -im Gegensatz zu den Söldnern- ein ganz anderes Gewissen hat und sich auch mit diesem im Dialog befindet. Das ist eine gute Eigenschaft. Wer sein eignes Verhalten oder Denken reflektieren kann, kann sich weiterentwickeln. Von daher bin ich gespannt, ob sich unser Gonter wirklich dauerhaft so gut aufgehoben fühlt in den Reihen der goldhungrigen Söldner. Zumal ihm Gold relativ wenig bedeuten dürfte, da er im Wohlstand groß geworden und er beim Anblick einer TRuhe Münzen sicher nicht so aus dem Häuschen sein wird wie die gierigen Söldner.


    In Anbetracht seiner Erziehung und seines Trainings ... irgendwie "weich". So menschlich es ist, wie er empfindet.



    Zu Yra möchte ich noch etwas anmerken. Ich denke schon, dass ihr Verhalten passend ist. Ich verstehe deine Zweifel im Bezug auf ihre Schändung, ihr Alter usw. Aber es geht auch deutlich hervor, dass Yra-so jung sie auch sein mag- bereits über die Machtverhältnisse nachdenkt UND wie es wäre an der Seite von Kort zu regieren und Macht zu haben. Der sexuelle Gewaltakt ist IMMER auch ein Zeichen von Machtausübung, manchmal spielt das eine weitaus größere Rolle als die reine Befriedigung körperlicher Natur! D.h Yra hat ganz früh erfahren, dass der Geschlechtsakt auch ein Mittel der Macht sein kann und so ist es für mich nicht verwunderlich, dass sie darüber nachdenkt Kort mittels Körperlichkeit gefügig zu machen, von sich zu überzeugen oder an sich zu binden. Sie weiß vielleicht noch nicht viel über Männer, aber DAS hat sie schon mal begriffen und wendet es vermutlich demzufolge auch an. Wie viele Frauen erobern sich den Platz an der Seite eines mächtigen Mannes ( ich nenne keine Namen, die NSA liest vielleicht mit :totlach: ) nur, um an ihr Ziel zu kommen? Yra ist eine Magd, und anscheinend gedenkt sie nicht das zu bleiben.


    Diese Wandlung ist mir aber zu abrupt, selbst wenn du Recht hättest. Auch habe ich kein Erlebnis, nach der Tat im Kopf, die ihre Angst und die Scham, die normal da sind erklärt. Ich meine es gibt ganze Bücher über solche Ereignisse. "Glück gehabt" zum Beispiel...

  • In Anbetracht seiner Erziehung und seines Trainings ... irgendwie "weich". So menschlich es ist, wie er empfindet.



    Diese Wandlung ist mir aber zu abrupt, selbst wenn du Recht hättest. Auch habe ich kein Erlebnis, nach der Tat im Kopf, die ihre Angst und die Scham, die normal da sind erklärt. Ich meine es gibt ganze Bücher über solche Ereignisse. "Glück gehabt" zum Beispiel...


    Hmmm...allerdings befinden wir uns ja in einer anderen Welt und Zeit, bzw. in einer Welt anderer Gebräuche und Ansichten wie jetzt in unserer realen modernen Welt. Das könnte ja beinhalten, dass das Frauenbild ohnehin ein anderes ist. Mädchen wachsen schon so auf, dass sie weniger Wert sind als Männer, dass Männer die Welt dominieren und auch, dass sie das vermeintlich "schwache" Geschlecht sind. Insofern ist der Wechsel vielleicht gar nicht so abrupt wie es auf uns den wirkt. Mit der Scham ist das so eine Sache. So manche Frau ist auch in dem Glauben, sie habe lediglich bekommen, was sie ohnehin verdient habe, aus irgendeinem banalen Grund. Vielleicht benutzt sie nun das Mittel Macht durch Körperlichkeit, eben weil sie es am eigenen Leib erfahren hat. Nicht jede Frau, jedes Mädchen reagiert gleich auf so etwas oder empfindet gleich. Ich denke da gibt es erhebliche Unterschiede, die natürlich zum einen von dem individuellen Charakter abhängen, als auch von dem eigentlichen Tatgeschehen. Und Scham kann sich ganz schnell sicherlich auch wandeln in Zorn und dem Drang Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Oder aber auch in Autoaggression...da gibt es sicherlich viele Varianten. Aber wir wissen ja noch nicht was weiter zwischen Kort und Yra passieren wird. Ich bin gespannt.

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  • Eine Welt, wo die Frau nichts wert ist, sieht aber anders aus. Schau dir die Söldner an, wie viele starke Frauen dort als Offiziere dienen.


    Ja, nur ist es vielleicht so, dass das Frauen betrifft, die sich das erst mal verdienen mussten. Und vielleicht ist es ja wie so oft, dass Frauen viel mehr kämpfen müssen, leisten müssen, für annähernd dieselbe Anerkennung bzw. Entlohnung. Die Frauen im Klingenrausch haben sich ja quasi als würdig erwiesen und sich einen gewissen Status erarbeitet. Wie es jenseits des Klingenrauschs in dieser rauen Welt aussieht, vermag ich nur zu vermuten.


    Ist ja alles nur Spekulation :D Mal sehen, was die Anderen noch so darüber denken. So dann mal weiter....... :lesen::winken:

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  • Ich sehe viel besser aus, als ich alt bin. ;D
    In meine Bundeswehrzeit fielen gerade mal die ersten Vorwehen der Auslandseinsätze. Die Ausbildung basierte noch auf "Blauland gegen Rotland", was bedeutete: "Der Warschauer Pakt greift uns an und wir müssen uns verteidigen". Das war allerdings schon damals ein Szenario, mit dessen Eintreffen niemand mehr gerechnet hat. Die "kleineren Einsätze" in Afghanistan etc. waren noch sehr weit weg. Für uns Wehrdienstleistende war die Aussicht, tatsächlich kämpfen zu müssen, etwas, worüber wir eigentlich nie ernsthaft nachgedacht haben.


    Bei den Reaktionen auf Vergewaltigungen habe ich nur Informationen aus dritter Hand. Daraus entnehme ich, dass diese Reaktionen sehr individuell ausfallen. Ein Trauma äußert sich oft im völligen Rückzug und dem Wunsch, nichts mehr mit der Welt zu tun zu haben. Es gibt aber auch Fälle, in denen das Pendel ins Gegenteil ausschlägt, was psychologisch oft einhergeht mit der Einstellung: "Jetzt erst recht - jetzt bin ich Herrin meiner Sexualität und lebe sie aus!" Und es gibt auch Fälle, in denen psychisch praktisch nichts zurückbleibt. Über einen solchen Fall habe ich einen Spielfilm gesehen, ich glaube, er heißt "Schuldlos schuldig" oder so ähnlich (aber nicht der Tatort mit demselben Titel). Die Frau hat sich nach dem Verbrechen ebenso verhalten (oder das versucht) wie zuvor, und das hat ihren Lebensgefährten und auch ihr Umfeld sehr irritiert. Alle haben von ihr erwartet, dass sie sich als Opfer fühlt und als (potenzielles nochmaliges) Opfer benimmt. Sie wurde auf diese Opferrolle festgelegt - wenn ihr Umfeld nichts von der Tat gewusst hätte, wäre es ihr vermutlich möglich gewesen, die Fäden wieder aufzunehmen und so zu leben wie vorher. Es war ein Spielfilm, keine Dokumentation, aber es war sehr überzeugend gespielt, und ich habe das noch in lebhafter Erinnerung.


    Was die Stellung der Frau in der Schwertfeuer-Saga angeht: Erinnert Ihr Euch an Fiafilas Überraschung darüber, wie selbstbewusst die Frauen in Rorgator agieren? Sie hat sich nicht nur über deren sexuelle Freizügigkeit gewundert, sonder auch darüber, dass Frauen in Rorgator ganz selbstverständlich Waffen tragen und auch damit umgehen können. Zumindest in der Weltgegend, in der sie sozialisiert wurde, waren Frauen Nicht-Kombattanten.


  • Was die Stellung der Frau in der Schwertfeuer-Saga angeht: Erinnert Ihr Euch an Fiafilas Überraschung darüber, wie selbstbewusst die Frauen in Rorgator agieren? Sie hat sich nicht nur über deren sexuelle Freizügigkeit gewundert, sonder auch darüber, dass Frauen in Rorgator ganz selbstverständlich Waffen tragen und auch damit umgehen können. Zumindest in der Weltgegend, in der sie sozialisiert wurde, waren Frauen Nicht-Kombattanten.


    Stimmt! Da war was.


  • Übrigens hat mir die Szene nicht so gut gefallen. Sie stimmt, wenn man die Teenager aus unserer Zeit als Vorbild nimmt. Yra hat etwas erlebt, was wir uns nicht vorstellen können. Schon bei einer "einfachen" Vergewaltigung, bei Missbrauch, ändern sich die Betroffenen, sie können teilweise ohne Therapie keinen Mann mehr an sich heranlassen. Außerdem waren in dieser Art Gesellschaft 14 jährige schon erwachsen und wurden auch so behandelt. Yra hätte also mindestens zwei Gründe viel erwachsener zu reagieren. Deshalb ist sie für mich in der Szene also völlig falsch dargestellt. für mich unglaubhaft. Ich mag diese maulenden Teenager die heute so als normal gelten nicht besonders. Aber da wäre sie richtig angesiedelt.


    Auch wenn sie in dieser Art von Gesellschaft als erwachsen gelten, müssen sie das ja noch nicht sein. Auch glaube ich nicht, dass Yras Reaktion so besonders viel mit Teenageralter zu tun hat.
    Dieses Gespräch könnte im Prinzip eigentlich genauso ausgehen, wenn beide gleich alt wären. Auch darf man nicht außer acht lassen, dass Prekesta ihre Finger im Spiel hat, was alles irgendwie noch schwerer durchdringbar macht.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

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  • Auch wenn sie in dieser Art von Gesellschaft als erwachsen gelten, müssen sie das ja noch nicht sein. Auch glaube ich nicht, dass Yras Reaktion so besonders viel mit Teenageralter zu tun hat.
    Dieses Gespräch könnte im Prinzip eigentlich genauso ausgehen, wenn beide gleich alt wären. Auch darf man nicht außer acht lassen, dass Prekesta ihre Finger im Spiel hat, was alles irgendwie noch schwerer durchdringbar macht.


    Hat sie bei Yra auch ihre Finger im Spiel? Daran habe ich nicht gedacht, weil ich nicht dachte, dass dies auf solange Zeit geht, was sie da macht. Außerdem ist Liebe doch ein positives Gefühl? Meinst Du sie stachelt ihre Machtgelüste an? Aber dazu schwärmt sie mir zu sehr.


  • Hat sie bei Yra auch ihre Finger im Spiel? Daran habe ich nicht gedacht, weil ich nicht dachte, dass dies auf solange Zeit geht, was sie da macht. Außerdem ist Liebe doch ein positives Gefühl? Meinst Du sie stachelt ihre Machtgelüste an? Aber dazu schwärmt sie mir zu sehr.


    Ich denke schon, dass sie auch Yra beeinflusst. Liebe wäre positiv. Aber Yra strebt schon nach dem Gefühl der Macht und nach Bedeutung. Sie hat durchaus Hintergedanken, was ihre Beziehung zu Kort betrifft.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Ich denke schon, dass sie auch Yra beeinflusst. Liebe wäre positiv. Aber Yra strebt schon nach dem Gefühl der Macht und nach Bedeutung. Sie hat durchaus Hintergedanken, was ihre Beziehung zu Kort betrifft.


    Ich denke eher, dass Prekesta Yra leiden lassen würde. Also Furcht in ihr erzeugen. Aber für mich wirkt es, als hätte Prekesta ihre Kräfte auf Kort konzentriert.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Bin leider durch die Fantasy-Woche auf Facebook ein wenig aufgehalten worden. Hier ist ja mittlerweile eine feste Diskussion entbrannt, dem ich gar nicht mehr so viel entgegensetzen möchte oder kann.


    Ich weiß auch gar nicht so recht, was ich zu dem Abschnitt schreiben soll, da ich dieses hauptsächlich unterwegs gelesen habe und ich die Gegebenheiten erstmal so hingenommen habe, wie sie kamen. Übrigens ist papego echt praktisch, dass muss ich sagen. Und es funktioniert wunderbar.




    Ich mache mir in erster Linie Gedanken darüber, wer das Buch überlebt. >:D


    Fiafila und Ingnuto werden sich auf jedenfall arangieren, wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass Fiafila die Stärkere von ihnen ist.
    Prekesta konnte ich noch nie leiden und wäre für einen spannenden Kampf, in dem sie ihren Kopf verliert :D
    Fiafila-Ingnuto und Eivora können nur bedingt ein freundschaftliches Verhältnis aufrecht erhalten, dazu sind die Interessen unter Umständen zu unterschiedlich. Aber eine Verbindung wird sicherlich bleiben.
    Eivora und Gonter: Trennung auf Dauer bitte, das ist ja nicht mehr zum aushalten.
    Zwischen Gonter und Nirto könnte sich eine distanzierte, aber auch respektierende Söldnerfreundschaft entwickeln, die aber noch etwas Zeit braucht.



    einzeln ist alles ok, aber die Art und Weise wie sie das macht wirkt irgendwie so romantisch weiblich und irgendwie passt alles nicht zusammen. Die Bemerkung zu Nirto hätte mir besser gefallen, wenn es eine Zweideutigkeit beinhaltet hätte, aber so wirkt es so aufgesetzt.


    Diese Szene empfand ich auch als unpassend und hatte auch direkt das Bild einer liebestollen Blondine vor mir, die zuckersüß ein Küsschen fordert *kotz* Da nehme ich lieber glitzerstaubverteilende Waldfeen - und DAS will schon was heißen.
    Ich persönlich bin sehr froh darüber, dass Gonter die Sache beendet hat und brauche diesbezüglich kein Happy End. Ich finde ohnehin, die beiden sind besser alleine und können sich dadurch charakterlich besser entwickeln. Vielleicht kann ich dann Eivora auch mehr ernst nehmen, wenn nicht immer wieder so Weibchen-Szenen kommen.


    Da ich ein wenig aufholen muss, lese ich jetzt mal den nächsten Abschnitt. Mal sehen, was unser herziger Autor noch so für uns auf Lager hat.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich mache mir in erster Linie Gedanken darüber, wer das Buch überlebt. >:D


    Ja, ich auch. Aber das macht die Geschichte auch so spannend. Sie ist unvorhersehbar und nichts und niemand ist sicher. Wir müssen einfach schauen, wer am Ende noch übrig ist. :lesen:



    Diese Szene empfand ich auch als unpassend und hatte auch direkt das Bild einer liebestollen Blondine vor mir, die zuckersüß ein Küsschen fordert *kotz* Da nehme ich lieber glitzerstaubverteilende Waldfeen - und DAS will schon was heißen.


    :totlach:

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • Übrigens ist papego echt praktisch, dass muss ich sagen. Und es funktioniert wunderbar.


    Super, das freut mich!
    :daumen:



    Ich mache mir in erster Linie Gedanken darüber, wer das Buch überlebt. >:D


    :totlach:



    Eivora und Gonter: Trennung auf Dauer bitte, das ist ja nicht mehr zum aushalten.


    Murmel, murmel ... Romantik! ... murmel, murmel ... gefühlskalte Zeiten! ... murmel, murmel ... keine Liebe mehr zwischen den Menschen ... murmel, murmel ...

  • Kapitel 9


    Zu Fiafila und Yra sagte ich ja bereits etwas. Interressant ist nun, dass das Sturmbanner direkt bei den Prüfungen hilft. Eivora sieht das als vollkommen normal, Gonter nicht. Ich will nicht wieder Weichei sagen, weil ich der Meinung bin, dass dies aus seiner Erziehung heraus absolut normal und verständlich ist. Er ist eben auch noch gottesfürchtig und nicht dämongeplagt.


    Die abschließende Fiafila Szene vertieft vieles. Sie beginnt Zusammenhänge zu erkennen, Tiefen in ihrem Wirken als Priesterin und zusammen mit dem Homunkulus sieht sie hinter die Rituale. Vor meinem inneren Auge habe ich gerade ein wenig Ying-Yang. Liebe und Hass. Licht und Dunkel, die sich gegenseitig brauchen und die Gesamtheit der Welt ausmachen. Das Auftauchen von Prekesta drückt die Spannung in die Höhe. Als Herold. Gesandte von Harnastes. Da dreht sogar Ignuto verständlicherweise durch.

  • Mit Keijo haben wir einen weiteren interessanten Charakter bei der Pilgerfahrt, wobei sich schnell herausstellt, dass er nicht so "priesterlich" ist, wie man denken könnte: den Aderlass überlässt man lieber den Untergebenen, da man ja selbst viel zu wichtig ist, um womöglich seine Gesundheit zu riskieren ;D Kein Wunder, dass das Ignuto gefällt.


    Ab und zu ist Ignuto einfach zu putzig, wie gleich am Anfang dieses Abschnitts, als er Fiafila vorschlägt, ob er ein paar Flammen aus seinen Augen schießen lassen soll und sie antwortet, dass sie es nicht übertreiben wollen. Oder als Ignuto feststellt, dass sie Keijo doch mit nach Hause nehmen und ihn ins Magma werfen könnten, da die Dämonen ihre Freude an so viel edlem Metall hätten :totlach:


    Und dann muss mal wieder eine Ziege dranglauben, war ja klar, Bernd kann es nicht lassen ;D Aber stimmt, auf diese Weise werden ja Nachrichten an den Rest der Kampfbanner geschickt. Auch hatte ich gar nicht mehr an das Beamen à la Dämon gedacht; vielmehr habe ich mich die ganze Zeit gewundert, warum die Nachhut immer noch in Rorgator sitzt und es doch dann ewig dauert, bis sie in Alton sind :-[


    Das mit dem heißen Wasser als reinigende Einführung in die Pilgerfahrt fand ich zwar eine schöne Idee, aber dass man darin beinahe gekocht wird, war dann doch etwas unangenehm. Schön, dass wir während dieser Zeremonie von Keijo gleich eine Erklärung dafür bekommen haben, was es mit den Meuterern auf der Ahrons Pfeil auf sich hatte. Ich bin gespannt, wie Keijo sich weiterhin verhalten wird. Ein wenig überrascht war ich, dass er Fiafila-Ignuto bereitwillig Auskunft über die Situation in Iljuga gegeben hat; aber wer weiß, was er alles verschwiegen hat.


    Es hat also niemand Eivoras Kampf mit Lostor auf dem Schiff beobachtet, auch die Avatar hat keinen Verdacht, im Gegenteil, sie selbst steht unter Verdacht, an Lostors Verschwinden nicht unschuldig zu sein.


    Wie Fiafila-Ignuto das Feuer herbeigerufen und genährt hat, war schrecklich und faszinierend - und beängstigend, als sie völlig weggetreten zu sein scheint. Hat in dem Moment Ignuto vollständig von ihrem Geist und Willen Besitz ergriffen oder war das vielmehr das Stück von Harnastes, welches in Ignuto als Schnipsel des Dämons existiert? Zuerst dachte ich, Fiafila war durch die plötzliche Macht wie trunken, aber nachdem Eivora ihr die Ohrfeige verpasste, war es so, als ob sie da erst richtig wahrnimmt, was sie getan hat. Sie schien auch Eivora bis dahin gar nicht erkannt zu haben. Ich denke, in Fiafila-Ignuto schlummern Kräfte, die zu beherrschen sie unbedingt noch lernen muss. Aber an wen soll sie sich diesbezüglich wenden? Gibt es überhaupt jemanden, der ihr das beibringen kann und es dann auch will?


    Spannend fand ich, dass wir diesmal das Dämonen-Beamen durch Gonter hautnah miterleben und durch Nirto noch weitere Erklärungen erhalten. Jetzt kapiere ich auch, warum die Priester diese Brandnarben haben, ich dachte bisher, das wäre vielleicht eine Art Selbstkasteiung.


    Was das Kämpfen angeht, wird Gonter bestimmt recht schnell im Klingenrausch ankommen, was aber sein Denken angeht, wird es noch länger dauern, wenn überhaupt: um ein Söldner zu sein, muss er lernen, wie sie zu denken; momentan denkt er aber noch viel zu "gerecht" und zu göttlich, die Dämonen sind ihm nach wie vor zuwider. Ich weiß nicht, ob er sich auf Dauer bei den Söldnern wohlfühlen wird.


    Und dann endet dieser Abschnitt mit dem Auftauchen Prekestas als Harnastes "Vollstreckerin" und bringt damit Ignuto derart in Panik, dass er völlig die Fassung verliert. Und das soll mal was heißen.