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  • Das Gespräch im Tempel ist einfach herrlich. Diese Priester, die nur an das eigene Wohl denken und sich so viel besser finden als alle anderen. Es ist ein sehr schöner Dialog. Fiafila schlägt den Herrn mit seinen eigenen Worten und Taten und das auf eine so leichte satirische Art. Gefällt mir sehr. Sie sagt ihm Wahrheiten ins Gesicht, wie es sicher kein anderer sagen würde. Dabei fühlt es sich nicht wie ein Streit an, weil sie so überlegen ist, dass sie nicht zu streiten braucht.


    Das stimmt, das gefällt mir an der Avatar auch sehr gut, schon auf dem Schiff hat sie solch spannenden Dialoge geführt.



    Auch aus Gonters Sicht, war der Übergang spannend und interessant geschildert. Er steht quasi vor dem „Highway to Hell“. Es kam mir zumindest einen Augenblick so vor. Wem wäre hier besonders wohl? Die Szene hat mich ein klein wenig an Stargate erinnert. ;D


    Die plötzlichen starken Zweifel von Gonter fand ich überraschend und spannend - ein wenig erinnerte mich diese Szene an die Szene im ersten Band, als er zusehen durfte, wie die gefangen genommenen Sölder an dem Haken aufgespießt wurden und er um sein Leben singen musste.



    Auch das Gespräch zwischen Fiafila-Ignuto und Yra war interessant. Die Avatar sorgt sich um ihre Magd und hat fast schon mütterliche Gefühle. Das steht für mich in großem Kontrast zur Szene in der sie das Feuer beschwört. Indem sie nicht möchte, dass Yra von Kort verletzt wird, beweist sie für mich, dass sie noch nicht so weit und auch nicht so schnell von Ignuto korrumpiert wird, als ich dachte.



    Diese Gegensätze finde ich auch total faszinierend.



    Mir persönlich fällt es schwer, mir ihre veränderte Gestalt vorzustellen und noch schwerer fällt es mir, zu glauben, dass das jemand mit sich machen lässt. Hat sie denn auch neue Fähigkeiten hinzugewonnen? Ich tippe auf ein großes Ja, denn nur optisch hat es sich schon mal nicht gelohnt. ;)


    Ich denke auch, das sich nicht nur ihr Äußeres verändert hat, wenn ich daran denke, wie nervig und kriecherisch Prekesta im ersten Band noch war - dagegen erscheint sie jetzt kühl-berechnend und überlegen.



    Dann denkt Gonter für mich irgendwie widersprüchlich und ich kann dem nicht folgen. Er zweifelt, überlegt was wären wenn er sich einfach davon machen würde usw. Dann wieder will er ganz dabei sein. Ich dachte da war er sich eh schon sicher. Dann denkt er an seine Eltern, Wut auf seinen Vater, seine Mutter (deren Brief er immer noch nicht gelesen hat!).


    Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht auch eine Auswirkung des durch das Dämonenfeuer gehen war, da diese Empfindungen so plötzlich und stark auftreten und die Wut so stark betont wurde. Vielleicht "feuert" dieses Dämonentor solche Empfindungen noch an, im Sinne von verstärken.



    Was soll das denn jetzt??? >:( Also die Entwicklung der Beziehung von Yra und Kort gefällt mir gar nicht. Ist das Stockholm-Syndrom? Yra hätte ich packen und schütteln können, so dämlich fand ich sie. :-\


    Und das kann man noch nicht einmal alles auf Teenager-Hormone schieben, denn ein gewisser Wunsch nach Macht war in dem Liebeswahn auch noch enthalten.


    Sorry, aber ich fange schon mal an die Axt zu wetzen, für den Fall dass Kort ihre Verliebtheit ausnutzt. Denn dann bin ich wirklich für Kopf ab. :barbar:


    Ehrlich gesagt, mein erster Gedanke war: so eine dumme Pute, da hätte Fiafila-Ignuto auf dem Schiff gar nicht für intervenieren müssen ;D



    Hm, meint Ihr, sie hat Selbstzweifel wegen ihrer aktuellen Rolle - oder stellt sie ihr altes Leben infrage?


    Ich habe das Gefühl, dass sie inzwischen von ihrem neuen Leben allzu fasziniert ist. An einer früheren Stelle wurde ja erwähnt, dass sie an ihr früheres Leben ohne die Macht, die sie jetzt hat, dachte und das war nicht gerade bedauernd.



    Die besonders negativen Gedanken - Das Sich-Herabgesetzt-Fühlen, der Hass, der Zerstörungswille - kommen auf, es in das Dämonenmaul geschritten ist. Auf dem Glühenden Pfad befindet er sich im Dämonenreich, und dort ist er dämonischen Einflüsterungen ausgesetzt.


    Damit hat sich meine obige Vermutung quasi bestätigt ;D



    Ich denke, man darf davon ausgehen, dass sie nicht im Ernst erwartet, dass diese Fertigkeiten zu Nirtos Ausbildungsplan gehören. :D


    Das dachte ich in dem Moment auch :D



    Ich hoffe, dass bei einer Konfrontation Fiafila-Ignuto und Prekesta die Avatar als Siegerin hervorgeht, da ich noch mehr über ihre verborgenen Kräfte erfahren möchte.


    Daher hoffe ich auch irgendwie, dass Fiafila und Ignuto zusammenbleiben, aber bitteschön weiterhin mit einem eher ausgeglichenen Kräfteverhältnis, ich liebe ihr Streitgespräche ;D


    Fiafila-Ignuto und Eivora: ich hoffe sehr, dass beide das Ende des Buches überleben werden, sicher bin ich mir aber überhaupt nicht.


    Gonter und Eivora: Eivoras Gefühle für Gonter machen sie zu verletzlich und bei Gonter bin ich mir nicht sicher, ob er wirklich so glücklich darüber ist, wenn er mit Eivora zusammen in einem Banner kämpft, da er die Befürchtung hat, dass sie ihn dann wieder zu beschützen versucht, was er endlich hinter sich lassen will. Vielleicht sollten die beiden Kesters Beispiel folgen: durchbrennen und erstmal ein normales Leben führen ;D Oder sich trennen.


    Gonter und Nirto: ich denke, das hängt davon ab, ob Gonter in diesem Band die Möglichkeit bekommt, sich zu behaupten und damit seinen (in Nirtos Augen) Fehler, sich in Ygôda gefangen nehmen zu lassen, auswetzen kann.


  • Was das Kämpfen angeht, wird Gonter bestimmt recht schnell im Klingenrausch ankommen, was aber sein Denken angeht, wird es noch länger dauern, wenn überhaupt: um ein Söldner zu sein, muss er lernen, wie sie zu denken; momentan denkt er aber noch viel zu "gerecht" und zu göttlich, die Dämonen sind ihm nach wie vor zuwider. Ich weiß nicht, ob er sich auf Dauer bei den Söldnern wohlfühlen wird.


    Wäre auch eine Idee, die mir sogar gefallen würde. Ein wenig "Moby Dick". Ismael-like. Hauptsache er kriecht nicht zurück zu seinem Vater.

  • Wie kommt ihr bei Gonter auf kriechen? Das passt ja nun überhaupt nicht. Der geht nur zurück, wenn das Volk ihn ruft und er Vater mindestens tot ist oder getötet werden muss.


  • Interressant ist nun, dass das Sturmbanner direkt bei den Prüfungen hilft. Eivora sieht das als vollkommen normal, Gonter nicht.


    Was haltet Ihr von dieser These?
    Die "oberste moralische Autorität" - oder zumindest etwas in der Nähe davon - ist für Eivora der Kontrakt. Sie ist keinen Göttern verpflichtet, sondern ihrer Legion, die wiederum dem Dienstherrn verpflichtet ist. Bei Gonter ist das alles etwas anders geordnet.



    Vor meinem inneren Auge habe ich gerade ein wenig Ying-Yang. Liebe und Hass. Licht und Dunkel, die sich gegenseitig brauchen und die Gesamtheit der Welt ausmachen.


    Wenn das stimmt, könnte das Fiafila-Ignutos besondere Macht erklären: Sie bringt viel mehr "Yin" ein als andere Avatare ...



    Und dann muss mal wieder eine Ziege dranglauben, war ja klar, Bernd kann es nicht lassen


    Nur flüchtig erwähnt - ich dachte, das rutscht vielleicht durch ... :verlegen:



    Ein wenig überrascht war ich, dass er Fiafila-Ignuto bereitwillig Auskunft über die Situation in Iljuga gegeben hat; aber wer weiß, was er alles verschwiegen hat.


    Die Frage ist auch, ob es in dieser Situation geholfen hätte, wenn er etwas verschwiegen hätte - vermutlich hätte sie alles auch anderweitig in Erfahrung gebracht.



    Ich denke, in Fiafila-Ignuto schlummern Kräfte, die zu beherrschen sie unbedingt noch lernen muss. Aber an wen soll sie sich diesbezüglich wenden? Gibt es überhaupt jemanden, der ihr das beibringen kann und es dann auch will?


    Ihre vorherige Lehrerin hat sie ja ... äh ... entlassen. ;D



    Fiafila-Ignuto und Eivora: ich hoffe sehr, dass beide das Ende des Buches überleben werden, sicher bin ich mir aber überhaupt nicht.


    Unsicherheit - eine Kern-Ingredienz der Spannung. ;D


  • Was haltet Ihr von dieser These?
    Die "oberste moralische Autorität" - oder zumindest etwas in der Nähe davon - ist für Eivora der Kontrakt. Sie ist keinen Göttern verpflichtet, sondern ihrer Legion, die wiederum dem Dienstherrn verpflichtet ist. Bei Gonter ist das alles etwas anders geordnet.


    Vor allem ist es einleuchtend und absolut schlüssig!



    Wenn das stimmt, könnte das Fiafila-Ignutos besondere Macht erklären: Sie bringt viel mehr "Yin" ein als andere Avatare ...


    Wenn das stimmt? NATÜRLICH stimmt das >:( :D :D8)


  • Weil es ein Weichei ist :D


    Er ist vielleicht weicher und glatter als die Söldner, aber ein Weichei ist er nicht. Zumindest verstehe ich darunter etwas anderes. ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Das kommt drauf an, was man unter einem Weichei versteht. Wenn es darum geht, Grausamkeiten zu üben oder zuzulassen oder zuzusehen, dann ja. Aber wenn es darum geht, was er einstecken kann, dann keinesfalls.


  • Nur flüchtig erwähnt - ich dachte, das rutscht vielleicht durch ... :verlegen:


    Und wieder ein totes Tier in einem Roman von Bernd tztztz...


    Die Buße-Tour von Kort nimmt er denke ich nicht wirklich ernst. Sie ist für ihn nur ein notwendiges Übel, um an sein Ziel zu kommen. Und dann lässt er sich auch noch seine Beute zutreiben, das geht ja gar nicht.
    Ich finde Kort nicht sehr sympathisch, aber Yra fährt ja ziemlich auf ihn ab. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Gerade bei ihr hätte ich vermutet, dass sie sich die Männer besonders gut anschaut.


    Fiafila-Ignuto liegt viel an Yra, sie hat sogar mütterliche Gefühle für sie und möchte sie beschützen, da kommt doch die wahre Fiafila durch.


    Er ist vielleicht weicher und glatter als die Söldner, aber ein Weichei ist er nicht. Zumindest verstehe ich darunter etwas anderes. ;)


    Er ist vielleicht ein Schönling, aber als Weichei würde ich ihn auch nicht bezeichnen.


  • Ich finde Kort nicht sehr sympathisch, aber Yra fährt ja ziemlich auf ihn ab. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.


    Da berichte ich als Mann mit Lebenserfahrung: Das ist bei den Mädels eher Grund als Hindernis. ;D
    Spaß beiseite: Kort hat etwas, das Yra schmerzlich vermisst: Stärke, Durchsetzungskraft, dadurch Selbständigkeit und Sicherheit. Alte Regel: Tu dich mit dem miesesten und stärksten Schläger zusammen, dann bist du sicher vor allen anderen. ;) Wenn sie damals schon mit Kort zusammengewesen wäre, hätte Prekesta es nicht gewagt, sie zu einem Halbwüchsigen zu schleppem und sie ihm auszuliefern.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen