01: Anfang - Seite 57 (einschl. Kap. 2)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt vom Anfang bis Seite 57 (einschl. Kapitel 2 "Erben") schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Kapitel 1 ist geschafft. Ich mag es ja kapitelweise hier zu schreiben.


    Ich denke die Blutkrähen werden in diesem Buch ein wichtiges Wort mitzureden haben. In zwei Szenen werden sie gleich erwähnt oder tauchen auf. Man erfährt viel über das Leben nachdem man Söldner war. Ein Wehrhof hier oder wie im Falle von Kort, dass sich ganz andere Wege eröffnen. Ich musste wirklich sehr breit grinsen, wenn ich mir vorstelle, wie ein großer Kampfherr eine Wallfahrt im Büßergewand zu tun hat.


    In der ersten Szene dachte ich schon Eivora und Gonter benehmen sich wie ein altes Ehepaar. Sie wittert gleich eine Falle, er ist da ein wenig treudoof. Das übertreibende Weibchen. Haha. Falsch gedacht. Ich schwanke ob der Reaktion von Gonter. Als verwöhntes Prinzenbürschchen fällt es ihm sicher schwer, die Eigenheiten um Rorgator zu verstehen, sollte aber auch die Intelligenz besitzen, dass Eivora diese umso besser kennt.


    Dann sind sie wieder da. Fiafila und Ignuto. Eine ungemein spannende Verbindung. So recht kann ich noch nicht deuten, was da wirklich vorgefallen war, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es darum geht, dass auf Dauer Fiafila versucht den Homunkulus zu kontrollieren und nicht umgekehrt. Spannend!


    Zum Abschluss dann endlich Blut :D. Die Versorgung der Wunde kann ich vom Realismus nicht einschätzen, aber sie wirkt sehr real, sehr gut recherchiert und überaus glaubhaft. Die Kritik, dass Gonter noch kein Eid leistete, kann ich absolut verstehen. Das ist schon ein Ding, dass er vom Blitzstein weiß, aber außer durch seine Ehre, keine Verpflichtung eingegangen ist.


    Ein schöner runder Einstieg mit vielen interessanten Beginnen.

  • Der erste Abschnitt ist geschafft. Ich muss sagen, der Einstieg gefällt mir gut. Die Stimmung ist gleich eine ganz andere als noch in der Novelle, wenn Eivora und Fiafila-Ignuto auch mit dabei sind.


    Ich mag ja Eivora, für eine Söldneranführerin (Kampfherrin) ist sie eine sehr sympathische Figur. Anders als Pirlitu, aber bei der warte ich ja immer noch darauf, dass sie ihr wahres Gesicht zeigt. Dass Eivora sowohl ihr als auch Fiafila-Ignuto erst einmal trauen will, weil sie die beiden als Freundinnen ansieht, wird sich vermutlich irgendwann noch rächen.


    Eivora, Pirlitu und Gonter werden bei Togusos Wehrhof angegriffen und ich habe mich wirklich gefragt, was die drei dort alleine zu suchen hatten. Der Ort eignet sich ja wunderbar für einen Hinterhalt, was die Blutkrähen ausnutzen wollten, es aber nicht ganz geschafft haben. Ich habe mich gefragt, ob Gonters Vater die Blutkrähen beauftragt hat, ihn zurückzuschaffen, denn sie haben sich ja doch auf ihn konzentriert und die Netze dienten klar einem Ziel: der Gefangennahme.


    Ich bin gespannt, ob es noch zu mehr Spannungen zwischen dem Klingenrausch und ihren ärgsten Rivalen, den Blutkrähen, kommen wird. Sie haben mit ihrer Forderung nach Erneuerung des Schwurs ihnen ja schon einen hübschen Knüppel zwischen die Beine geworfen. Da hilft auch Eivoras kämpferisches Versprechen "Wir werden wieder groß sein. Groß, mächtig und gefürchtet." nicht viel, auch wenn es ihre Rottmeister - und uns Leser - schön auf ein gemeinsames Ziel einschwört. Und dann wird auch Gonter wohl endlich offiziell zum Klingenrausch gehören.


    Fiafila-Ignuto wird von ihren Problemen eingeholt. Harnastes ist zornig auf sie. Ich bin schon gespannt, welche Auswirkungen das haben wird. Nicht nur, dass sie jetzt ein leichtes Erpressungsopfer für die andere Avatar ist, auch auf ihre Magie hat es vermutlich Auswirkungen. Ich bin neugierig, wie es mit ihr weitergeht.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

    Einmal editiert, zuletzt von Nicole Gozdek ()

  • Da hätte ich doch fast vergessen die tolle Karte von Timo Kümmel zu Beginn zu loben. :-[


    Mir hat sie wieder super gefallen. Sie stimmt schon mal auf die kommende Mission ein. Der Tempel der Würgerin und der Tempel der Erneuerung sind mir dabei besonders aufgefallen. Ich bin schon mega gespannt, welche Rolle sie spielen werden und was es mit ihnen auf sich hat. :D

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Der erste Abschnitt ist nun geschafft und ich war sofort wieder mitten drin. Zu Eivora habe ich nach wie vor ein gespaltenes Verhältnis und gehört nicht zu meinen Lieblingen. Aber ich erhoffe mir noch, dass sie sich in diesem Abenteuer weiter entwickeln wird. Sie ist ja noch ein Frischling in ihrer relativ neuen Rolle.


    Fiafila-Ignuto ist meine Lieblingsfigur und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihr weiter geht. Der innere Dialog, den sie ständig mit sich führt und damit auch ihre innere Zerrissenheit gegenüber den Grausamkeiten und ihrer ich nenne es mal "alten Moral" finde ich sehr spannend und toll beschrieben. Ich könnte mir vorstellen, dass Ignuto langfristig ihr unterliegt. Sie scheint mir ohnehin auch unter ihresgleichen etwas Besonderes zu sein, was Wilania-Pressito vermutlich auch spürt. Oder was hat sie sonst mit ihr vor? Totale Selbstlosigkeit wird es mit Sicherheit nicht sein, dass sie Fiafila in ihrer neuen Rolle helfen möchte. Da ahne ich noch Böses in anderer Form.




    Ich musste wirklich sehr breit grinsen, wenn ich mir vorstelle, wie ein großer Kampfherr eine Wallfahrt im Büßergewand zu tun hat.


    Da musste ich auch schmunzeln, der Dialog zwischen Eivora und Pirlitu fand ich da auch sehr erfrischend. Die Frage ist aber auch, wie er nun gegenüber seiner alten Mannschaft dasteht. Schon eine seltsame Situation. Als Charakter stelle ich ihn mir sehr interessant und vielschichtig vor.



    Ich bin gespannt, ob es noch zu mehr Spannung zwischen dem Klingenrausch und ihren ärgsten Rivalen, den Blutkrähen, kommen wird. Sie haben mit ihrer Forderung nach Erneuerung des Schwurs ihnen ja schon eine hübschen Knüppel zwischen die Beine geworfen.


    Da rechne ich auf jeden Fall noch mit etwas. Die Blutkrähen haben eindeutig etwas vor und ich denke, es ist viel mehr, als nur einen Rivalen zu schwächen.


    Mir ist nicht ganz klar, was es bedeutet, den Schwur mit Blut zu erneuern. Hörte sich für mich aber gefährlich an, so als ab das nicht jeder unbedingt überlebt, was irgendwie blöd ist, wenn man sich durch so etwas selbst schwächt. Oder habe ich da etwas Wesentliches überlesen?


    Der erste Abschnitt macht neugierig und animiert zum Weiterlesen. Aber immer schön brav nur einen Abschnitt pro Tag ;)


    Die Zeichnungen finde ich klasse, ich habe auch mal ein wenig zu den anderen geblättert. Ich finde, sie werten das Buch optisch sehr auf. Die ganze Aufmachung gefällt mir auch außerordentlich gut. Das Auge liest ja schließlich mit :D

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Kapitel 2 liegt hinter mir. Fiafila-Ignuto. Hm. Diese Verbindung scheint noch mehr besonders zu sein, als ich bisher annahm. Ich bin mir nicht sicher, wie es da weiter geht. Die Gegensätze zwischen der ehemaligen Priesterin und dem Homunkulus sind so krass, aber das macht es auch spannend.


    Die Blutkrähen also. Man kann nur erahnen, was es wirklich bedeutet, seinen Eid auf das Banner neu sprechen zu müssen. Ich nehme an, dass es jedem frei steht, sich damit einer anderen Söldnervereinigung anzuschließen. Der ohnehin dezimierte Klingenrausch droht also noch kleiner in der Zahl zu werden. Dazu mit Blut besiegeln. Ihr Onkel sagt es so gewichtig, dass ich automatisch viel erwarte.



    Mir ist nicht ganz klar, was es bedeutet, den Schwur mit Blut zu erneuern. Hörte sich für mich aber gefährlich an, so als ab das nicht jeder unbedingt überlebt, was irgendwie blöd ist, wenn man sich durch so etwas selbst schwächt. Oder habe ich da etwas Wesentliches überlesen?


    Da empfinde ich ähnlich, aber mit dem Überleben wäre natürlich heftig. Das wäre meines Erachtens auch zu heftig.

  • Ich muste aufhören, weil ich nicht posten konnte. War auf der Motorradmesse ohne IPAD.Grmmpf.
    Aber das ist ja das Schöne an Leserunden, dass man gezwungen ist, langsamer zu lesen, obwohl hier alle nicht an sich halten können, so schnell wie möglich vorwärts zu kommen. Sehr verständlich.


    Und sagte ich es nicht, Gonter muss noch viel lernen. Wer einmal bei seiner Einheit war bleibt dieser treu und ein Veteran ist nicht plötzlich ein gutmütiger alter Herr. Feinde erkennen ist überlebenswichtig und niemanden unterschätzen. Allerdings teilt er diese Unterschätzung scheinbar mit anderen, denn sie suchen ja auf seinem Hof auch nach Nachwuchs. Da ich ja russische Märchen liebe, weiß ich dass man im Haus seines Feindes weder isst noch trinkt. Ich dachte, dass schon der Wein vergiftet ist undhatte Angst um Eivoras kleinen Freund. Eine Frage habe ich noch. Die Wunde, die Eivora hat, ist doch auch am Bein, aber nicht von dem Stich, oder? Ich denke immer, dass in dem Teppich noch ein gemeines Vieh gelauert hat, dass Eivora dann gestochen hat und das scheinbar immer wieder tut. Oder was sollen die Stiche, die sie nicht beachtet bedeuten?


    Gonter schlägt sich ja ziemlich gut, aber mir gefällt irgendwie nicht, dass sich Eivora jetzt plötzlich wie jede andere Frau benimmt und ihn ständig beschützen will. Sie merkt es zwar selbst, aber trotzdem frage ich mich, ob das gut gehen kann. Sie wird dabei für mich von der Kämpferin zum Weibchen.


    Ganz anders dann als sie die Befehle austeilt. Da gefällt sie mir schon besser. Aber auch hier frage ich mich, ob sie nicht zu schwach reagiert auf die verbalen Angriffe der anderen und vor allem auf das ziemlich provokative Ausbleiben eines Offiziers. Sicher, ich möchte bei so einer Entscheidung auch nicht in ihrer Haut stecken. Richtig finde ich allerdings, sich nicht auf die Blutkrähen einzulassen. Warten, so tun als ob nichts gewesen wäre und unvermutet zuschlagen. Ja, das gefällt mir. Mir gefällt auch, dass trotz aller Rivalität auch Respekt dem Gegner gegenüber vorhanden ist.


    Was wollen die Blutkrähen? Ich denke sie wollen die Rolle einnehmen, die jetzt der Klingenrausch hat. Wollen sie den neuen Auftrag, vielleicht aber sicher wollen sie mehr. Wenn ein wichtiger Posten bei den Blutkrähen so plötzlich vakant ist, muss doch dafür gesorgt werden, dass dies nicht zur Katastrophe wird. Nun vielleicht sind sie wirklich drauf aus. durch einen neuen Schwur zu erreichen, dass nicht nur Mannschaft freigesetzt wird, sondern vielleicht sich dadurch auch Ersatz findet?
    Es wird jedenfalls eine Machtprobe und gerade jetzt doppelt schwierig für Eivora.


    Fiafila-Ignuto ist nun eine sehr hin und her gerissene Persönlichkeit. Macht korrumpiert...Schlimm nicht mehr zu wissen, was eigenes Denken ist und was beeinflusst ist und schlimm auch keine Wurzeln mehr zu haben, mit denen man sich verankern kann.

  • Dann reihe ich mich mal ein: Der erste Abschnitt liegt hinter mir.


    Zu Beginn ein Schmunzeln: Es wurde ja bereits angesprochen. Gonter & Eivora, wie ein altes Ehepaar. S. 13 muss ich lachen, als er etwas unsicher zu Eivora blickt und er sich fragt, ob er sich einen Wein genehmigen darf. :totlach: Na, das ging ja schnell. Heißes Liebespaar und nun hat er schon Angst :D


    Überhaupt scheint mir die Beziehung Gonter-Eivora etwas einseitig. Sie schätzt ihn zwar als geschickten Liebhaber, aber ich bin mir nicht sicher, ob er tatsächlich ihre große Liebe ist. Sie stellt sich diese Fragen selbst, kommt aber zu keinem Ergebnis, da sie einfach nicht einschätzen kann, wie genau sich denn nun die große Liebe anfühlt. Gonter hingegen würde natürlich alles für Eivora tun. ER liebt sie abgöttisch und ich befürchte, er wird sich an Eivora noch die Finger verbrennen. ZU diesem Thema stellt Eivora auf S. 19 selbst fest, dass Liebe verwundbar macht. (Und sie hat ja Recht damit) Für mich kristallisiert sich heraus, dass sie es so empfindet, dass Gonter sie schwächt. Sie macht sich Sorgen um ihn und eigentlich will sie ihn gar nicht im Klingenrausch haben! Man ahnt welches Konfliktpotenzial sich da noch entfalten könnte.
    Auf S. 27 die erste Begegnung mit Wilania-Pressito (unwillkürlich muss ich an Melania T .denken ;D ) Jedenfalls ist diese Dame gruselig ohne Ende. :o Ich traue ihr nicht über den Weg und sie führt etwas im Schilde im Bezug auf Fiafila-Ignuto. Ich denke sie wird sie in irgendeine Falle führen o.ä Es ist nichts Gutes zu erwarten von der anderen Avatar-Dame.
    Die Folterszene ( war ja klar, dass wir solchen Szenen nicht entkommen werden) war für mich sehr greifbar. Ich konnte das verbrannte Fleisch förmlich riechen *örks* und es hat mich wieder etwas Überwindung gekostet zu " beobachten", wie meine gute Fiafila ( + Homunkulus) auch Vergnügen empfindet, Lust und Macht. Dann die Bilder von der Schändung....ich vermute die Erinnerungen an die Schändungen in ihrem Heimattempel stiegen in ihrer menschlichen Seite auf UND ZUSAMMEN mit Ignuto ergaben sie eine ganz neue Dimension ihrer Macht! So treibt die eigentlich GUTE Seite in Fiafila am Ende die dunkle Seite (hervorgerufen durch den Homunkulus) weitaus mehr voran, als es vielleicht "nur" die bösen Neigungen Ignutos getan hätten. Darum folgere ich, dass Fiafila noch mächtiger, brutaler, gnadenloser und furchterregender sein wird als jeder andere Avatar.


    Tja zum KLingenrausch würde auch das Motto passen: "Make the klingenrausch great again!" :totlach: Ganz schön in der Krise steckt der Verein und ich bin gespannt, wie Eivora das alles wieder hinbekommen will. Gonter hat sich wirklich entschieden das Ding durchzuziehen. Ich glaube es wird der Beziehung zu Eivora nicht gut tun. Aber warten wir es ab. ;)

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Überhaupt scheint mir die Beziehung Gonter-Eivora etwas einseitig. Sie schätzt ihn zwar als geschickten Liebhaber, aber ich bin mir nicht sicher, ob er tatsächlich ihre große Liebe ist. Sie stellt sich diese Fragen selbst, kommt aber zu keinem Ergebnis, da sie einfach nicht einschätzen kann, wie genau sich denn nun die große Liebe anfühlt. Gonter hingegen würde natürlich alles für Eivora tun. ER liebt sie abgöttisch und ich befürchte, er wird sich an Eivora noch die Finger verbrennen. ZU diesem Thema stellt Eivora auf S. 19 selbst fest, dass Liebe verwundbar macht. (Und sie hat ja Recht damit) Für mich kristallisiert sich heraus, dass sie es so empfindet, dass Gonter sie schwächt. Sie macht sich Sorgen um ihn und eigentlich will sie ihn gar nicht im Klingenrausch haben! Man ahnt welches Konfliktpotenzial sich da noch entfalten könnte.


    Ich glaube es ist schwer, in der Söldnertruppe die große Liebe zu erkennen.
    Das ist es ja was mich wundert, dass es überhaupt darum geht. Bei einem solchen Leben kann es nur Episoden geben.


    Auf S. 27 die erste Begegnung mit Wilania-Pressito (unwillkürlich muss ich an Melania T .denken ;D ) Jedenfalls ist diese Dame gruselig ohne Ende. :o Ich traue ihr nicht über den Weg und sie führt etwas im Schilde im Bezug auf Fiafila-Ignuto. Ich denke sie wird sie in irgendeine Falle führen o.ä Es ist nichts Gutes zu erwarten von der anderen Avatar-Dame.


    Das glaube ich auch nicht und ich dachte ich hätte mich verlesen, als Fiafila-Ignuto sie förmlich anfleht bei ihr zu bleiben. Was soll das, sie weiß es doch besser. Das war etwas enttäuschend.


    Die Folterszene ( war ja klar, dass wir solchen Szenen nicht entkommen werden)


    Hört hört!!



    war für mich sehr greifbar. Ich konnte das verbrannte Fleisch förmlich riechen *örks* und es hat mich wieder etwas Überwindung gekostet zu " beobachten", wie meine gute Fiafila ( + Homunkulus) auch Vergnügen empfindet, Lust und Macht. Dann die Bilder von der Schändung....ich vermute die Erinnerungen an die Schändungen in ihrem Heimattempel stiegen in ihrer menschlichen Seite auf UND ZUSAMMEN mit Ignuto ergaben sie eine ganz neue Dimension ihrer Macht! So treibt die eigentlich GUTE Seite in Fiafila am Ende die dunkle Seite (hervorgerufen durch den Homunkulus) weitaus mehr voran, als es vielleicht "nur" die bösen Neigungen Ignutos getan hätten. Darum folgere ich, dass Fiafila noch mächtiger, brutaler, gnadenloser und furchterregender sein wird als jeder andere Avatar.


    Stark die dunkle Seite ist in ihr! Es erinnert mich daran wie die dunkle Seite Macht erhält, durch die Wut und den Hass (auf das Böse) eine feine dialektische Widersprüchlichkeit, die mir besonders gut gefällt.

    Ganz schön in der Krise steckt der Verein und ich bin gespannt, wie Eivora das alles wieder hinbekommen will. Gonter hat sich wirklich entschieden das Ding durchzuziehen. Ich glaube es wird der Beziehung zu Eivora nicht gut tun. Aber warten wir es ab. ;)


    Ich fände es gut, wenn er sich zurückhält und sie entgegen allen 'Erwartungen die Anführerin sein kann, die ihre eigenen Gefühle hinten an stellt. Obwohl ihr Vater das ja auch nicht konnte in Bezug auf seine Tochter, ne war?


  • Ein schöner runder Einstieg mit vielen interessanten Beginnen.



    der Einstieg gefällt mir gut.



    Der erste Abschnitt ist nun geschafft und ich war sofort wieder mitten drin.


    :freu: :freu: :freu:



    Man erfährt viel über das Leben nachdem man Söldner war. Ein Wehrhof hier oder wie im Falle von Kort, dass sich ganz andere Wege eröffnen.


    ... oder Eivoras Onkel, der sich ja auch aus dem "aktiven Dienst" zurückgezogen hat und nun im Rat von Eisen und Gold sitzt. ;)



    So recht kann ich noch nicht deuten, was da wirklich vorgefallen war, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es darum geht, dass auf Dauer Fiafila versucht den Homunkulus zu kontrollieren und nicht umgekehrt. Spannend!


    Und wen haltet Ihr in dieser Verbindung für stärker?


    Ich könnte mir vorstellen, dass Ignuto langfristig ihr unterliegt.


    Falls Fiafila tatsächlich siegen sollte - hätte sie dann noch eine Zukunft inmitten der dämonenpaktierenden Söldnerlegion?



    Dass Eivora sowohl ihr als auch Fiafila-Ignuto erst einmal trauen will, weil sie die beiden als Freundinnen ansieht, wird sich vermutlich irgendwann noch rächen.



    Totale Selbstlosigkeit wird es mit Sicherheit nicht sein, dass sie Fiafila in ihrer neuen Rolle helfen möchte. Da ahne ich noch Böses in anderer Form.



    Ich denke sie wird sie in irgendeine Falle führen o.ä Es ist nichts Gutes zu erwarten von der anderen Avatar-Dame.


    Liebes Tagebuch,
    wie soll es mir bei einer solchen Leserschaft gelingen, nette Geschichten über wuschelige Trumbels oder Glitzerfeen zu schreiben? Ich bin total festgelegt auf Fiesheiten! Die trauen mir überhaupt nicht zu, dass es in meinen Geschichten auch echte Freundschaft und schöne Sachen gibt! Da lassen die mir nix durchgehen!
    :'(



    Eivora, Pirlitu und Gonter werden bei Togusos Wehrhof angegriffen und ich habe mich wirklich gefragt, was die drei dort alleine zu suchen hatten.


    So ganz allein waren sie ja nicht ... aber die Eintreiber des Rates von Eisen und Gold haben sich lieber rausgehalten, als es dann taff wurde. Auch hier gilt: Der schlaue Söldner kämpft nur, wenn er dafür bezahlt wird. ;D



    Ich bin gespannt, ob es noch zu mehr Spannungen zwischen dem Klingenrausch und ihren ärgsten Rivalen, den Blutkrähen, kommen wird.


    Spannung herrscht zwischen den Top-Legionen von Rorgator eigentlich immer. Die Frage ist nur, wie laut es jeweils knallt. ;D



    Fiafila-Ignuto wird von ihren Problemen eingeholt. Harnastes ist zornig auf sie.


    Das ist milde ausgedrückt: Er will Ignuto zurück, der ja so etwas wie ein Teil oder zumindest ein Abkömmling von ihm ist.



    Da hätte ich doch fast vergessen die tolle Karte von Timo Kümmel zu Beginn zu loben.



    Die Zeichnungen finde ich klasse, ich habe auch mal ein wenig zu den anderen geblättert. Ich finde, sie werten das Buch optisch sehr auf. Die ganze Aufmachung gefällt mir auch außerordentlich gut.


    Timo Kümmel selbst ist besonders stolz auf das Schiff, das mir auch ausnehmend gut gefällt.
    Die Idee, die Zeichnungen diesmal innerhalb des Texts an den passenden Stellen zu platzieren, kommt übrigens von meiner Lektorin. Das ist gar nicht so ohne, weil sie das nicht selbst machen kann, sondern die Herstellung davon überzeugen muss, "dass das so sein muss". Das hat sie super hinbekommen, finde ich. :)



    Der innere Dialog, den sie ständig mit sich führt und damit auch ihre innere Zerrissenheit gegenüber den Grausamkeiten und ihrer ich nenne es mal "alten Moral" finde ich sehr spannend und toll beschrieben.


    Das ist für mich als Autor auch dankbar im Sinne von "leicht zu schreiben". Bei Monologen muss man immer sehr aufpassen, dass sie sich nicht eintönig lesen. Durch diese "Persönlichkeitsspaltung" habe ich die Chance, auf einen Dialog zu wechseln.



    Mir ist nicht ganz klar, was es bedeutet, den Schwur mit Blut zu erneuern.


    Geduld ... der passende Leseabschnitt ist nicht mehr fern. ;)



    Die Gegensätze zwischen der ehemaligen Priesterin und dem Homunkulus sind so krass, aber das macht es auch spannend.


    Wie Schreibtrainer James N. Frey sagt: Eine gute Geschichte braucht vor allem drei Dinge; Konflikt, Konflikt und Konflikt. ;D



    Feinde erkennen ist überlebenswichtig und niemanden unterschätzen. Allerdings teilt er diese Unterschätzung scheinbar mit anderen, denn sie suchen ja auf seinem Hof auch nach Nachwuchs.


    Das Geschehen gibt dieser Einschätzung natürlich recht - aber glaubt Ihr, "einmal Blutkrähe - immer Blutkrähe" gilt für jeden?
    Söldner sind nicht durch Treue an ein König oder an einen Gott gebunden, sie können in ihrer Laufbahn mehrfach die Legion wechseln ...



    Die Wunde, die Eivora hat, ist doch auch am Bein, aber nicht von dem Stich, oder?


    Das ist ein Andenken an den Ygôda-Feldzug. Am Ende von Rotes Gold, als die Söldner den Blitzstein positionieren, wird Eivora von einer Axt am Oberschenkel getroffen. Am Schluss hat sie deswegen auch eine Beinschiene. Diese Beinschiene braucht sie jetzt nicht mehr, aber vollständig verheilt ist die Wunde noch nicht.



    ..., dass sich Eivora jetzt plötzlich wie jede andere Frau benimmt und ihn ständig beschützen will.


    Interessant, dass Du das als typisch weibliche Eigenschaft siehst! Ich kenne es eher so, dass in einem Paar dem Mann die Beschützerrolle zufällt.



    Richtig finde ich allerdings, sich nicht auf die Blutkrähen einzulassen. Warten, so tun als ob nichts gewesen wäre und unvermutet zuschlagen. Ja, das gefällt mir.


    Auch bekannt als "die japanische Methode". ;D



    Wenn ein wichtiger Posten bei den Blutkrähen so plötzlich vakant ist, muss doch dafür gesorgt werden, dass dies nicht zur Katastrophe wird.


    Zweifelsohne - wobei aber gerade in den Söldnerlegionen gilt: "Etwas Schwund ist immer." Der Klingenrausch hat ja seinen Flammenbringer verloren, also den Oberbefehlshaber, weswegen Eivora einen Rat der Kampfherren (also der nächsten Ebene) etabliert hat. Zumindest dieses Problem haben die Blutkrähen (noch?) nicht.



    Na, das ging ja schnell. Heißes Liebespaar und nun hat er schon Angst


    Ich dachte mir: Ein Minimum an Realismus kann auch einem Fantasyroman nur guttun. :D



    Gonter hingegen würde natürlich alles für Eivora tun. ER liebt sie abgöttisch und ich befürchte, er wird sich an Eivora noch die Finger verbrennen.


    Also ist Eivora eine femme fatal?



    Sie macht sich Sorgen um ihn und eigentlich will sie ihn gar nicht im Klingenrausch haben! Man ahnt welches Konfliktpotenzial sich da noch entfalten könnte.


    Es gäbe ja verschiedene Möglichkeiten:
    1) Gonter kommt in den Klingenrausch. Dann steht Eivora im Rang weit über ihm. Falls er ins Sturmbanner kommt, ist sie sogar seine Befehlshaberin. Ist das ein gutes Vorzeichen für eine Beziehung?
    2) Gonter geht zu einer anderen Einheit. Dann werden die beiden sich kaum noch sehen, schließlich rücken die Einheiten selten gleichzeitig aus und kehren gleichzeitig zurück. Ein wenig so, als wären sie Matrosen auf unterschiedlichen Schiffen.
    3) Gonter ergreift einen anderen Beruf in Rorgator, während Eivora auf Feldzüge geht.
    Was davon hätte wohl "die größte Chance für die Liebe"? :herz:



    Auf S. 27 die erste Begegnung mit Wilania-Pressito (unwillkürlich muss ich an Melania T .denken ;D ) Jedenfalls ist diese Dame gruselig ohne Ende. :o


    Ihr müsst jetzt sehr stark sein: Diese Dame kennt Ihr bereits aus Rotes Gold. Dort hatte sie auch schon eine Sprechrolle. ;)



    So treibt die eigentlich GUTE Seite in Fiafila am Ende die dunkle Seite (hervorgerufen durch den Homunkulus) weitaus mehr voran, als es vielleicht "nur" die bösen Neigungen Ignutos getan hätten. Darum folgere ich, dass Fiafila noch mächtiger, brutaler, gnadenloser und furchterregender sein wird als jeder andere Avatar.


    Ich sage mal: Da bist Du auf einer guten Spur! Ich hätte nicht gedacht, dass das jemand so früh "wittert".
    :klatschen:


  • Das glaube ich auch nicht und ich dachte ich hätte mich verlesen, als Fiafila-Ignuto sie förmlich anfleht bei ihr zu bleiben. Was soll das, sie weiß es doch besser. Das war etwas enttäuschend.


    Möglicherweise versucht sie (noch immer) einen unzulässigen Analogschluss. Fiafila war ja früher Priesterin im Tempel des Windgottes, und da hat man innerhalb des Klerus zusammengehalten. Im Glühenden Tempel dagegen arbeiten alle gegeneinander. Das muss sie vielleicht noch verinnerlichen ...


  • Fiafila vs. Ignuto. Willkommen zur ersten Runde. Die Frage ist eher, was Fiafilas alte Gottheit so treibt. Wenn ich TippendeTastatur lese, überlege schon schon in die Richtung. War es nicht so, dass am Ende der Wirt stirbt? Vielleicht wird sie selbst zu einem Dämon am Ende?


  • Fiafila vs. Ignuto. Willkommen zur ersten Runde.


    :D



    War es nicht so, dass am Ende der Wirt stirbt?


    Die Wurzeln des Homunkulus wachsen von der Schulter aus in die Brust hinab. Solange der Homunkulus lebt, interagiert er mit dem Wirtskörper. Wenn der Homunkulus stirbt, hat man zwei "Einstichstellen" in der Brust. Dann kommt es darauf an, wie tief die reichen und was alles mit kaputtgeht beim Rausreißen. Wenn man die Wurzeln drin lässt, hat man sie als Fremdkörper in der Brust - vermutlich auch ungesund ...



    Vielleicht wird sie selbst zu einem Dämon am Ende?


    Kester hatte dafür eine Menge Gold angespart, um die Dämonen zu besänftigen.
    Leronn dagegen fand es klüger, nicht weiter aufzufallen und nach seinem Tod in Vergessenheit zu geraten - irgendwo, wo weder Götter noch Dämonen ihn finden.


  • :D


    Das wird ein ganz spannender innerer Kampf und ich kann mir auch gut vorstellen, dass Fiafila eine ganz andere Art von Boshaftigkeit praktizieren könnte. Das ist definitiv eine Figur, die sich von allen wohl am meisten entwickelt, auch wenn vielleicht nicht unbedingt zum Besseren.... obwohl das ja auch Ansichtssache ist.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • So, ich habe nun ebenfalls den ersten Abschnitt des Buches gelesen und war auch wegen der Kurzgeschichte direkt angekommen. Die Rückblicke waren für mich in der richtigen Dosis, an alles hätte ich mich nicht mehr erinnert.


    Als erstes möchte ich die wieder gelungene Zeichnung von Timo Kümmel lobend erwähnen. Den Pilgerweg hat Bernd ja schon in seinem Video vorgestellt und wenn es stimmt, dass Fiafila-Ignuto mit von der Partie sein wird, wenn es um den neuen Kontrakt geht, dann bin ich auf ihre Reaktion gespannt, wenn sie am Ende dort ankommt, wo sie die erste Begegnung mit dem Klingenrausch hatte. Falls sie dort ankommen ;D


    Der Beginn des Buches über die Zubereitung der Felswürmer hat mir direkt gut gefallen und hat die Atmosphäre sehr aufgelockert. Im ersten Band ging es zu Beginn ja gleich zur Sache.


    Die Schlacht um Ygôda hat dem Klingenrausch ganz schöne Verluste beigebracht, so hatte ich das gar nicht mehr in Erinnerung. Und was das Plündern anging, wurden sie ebenfalls um ihr Recht betrogen - das alles wird nicht gerade zur Motivation der Truppe und damit zu Eivoras Ansehen beitragen.


    Gonter bedeutet Eivora mehr, als ihr lieb ist - kein Wunder, dass ihr die Angst um sein Wohlergehen gar nicht gefällt, gerade in ihrem Job. Aber Gonter ist weiterhin entschlossen, sich dem Klingenrausch anzuschließen, auch wenn vieles so fremd für ihn ist. Ich denke, nach der neuesten Forderung des Rates nach Erneuerung des Eids kann sich Eivora nicht mehr dagegen wehren, dass Gonter volles Mitglied der Söldnertruppe wird, ansonsten riskiert sie weiteren Unfrieden.


    Nach wie vor hoffe ich, dass sich Fiafila-Ignuto vertan hat, was den Diebstahl des Blitzsteins und Pirlitu angeht, denn ich mag die Freundschaft zwischen ihr und Eivora. Hoffnung besteht ja noch, denn die Avatar muss noch sehr viel lernen, um den gesehenen Bildern und geschmeckten Gefühlen vertrauen zu können.


    Warum wollten die Blutkrähen Eivora, Gonter und Pirlitu lebend gefangen nehmen? Hat das etwas mit Kort und seiner neuen Aufgabe zu tun? Aber warum dann eine Gefangennahme?


    Dann zu Fiafila-Ignuto: wie schon geschrieben, sie hat noch viel zu lernen, aber dadurch, dass sie für die anderen Avatare so unbedarft ist, ahnt vielleicht auch keiner, über welche Macht sie tatsächlich verfügt. Sehr gut gefallen mir wieder Fiafilas ambivalente Empfindungen und Zweifel, was wäre, wenn Ignuto sterben würde. Es ist beinahe wie bei einer Süchtigen, die nicht mehr auf das Gefühl der Macht verzichten möchte. Und sobald es darum geht, dass eine Frau geschändet wurde, sieht sie immer noch rot. Sie muss lernen, ihre Gefühle besser zu beherrschen.


    Ich hoffe nur, Wilania-Pressito spielt mit Fiafila-Ignuto kein falsches Spiel, Fiafila verlässt sich zu sehr auf ihre Mentorin. Aus Nächstenliebe macht Wilania-Pressito das nicht, das stellt sie ja klar. Mit Harnasta scheint weiterhin nicht gut Kirschen essen zu sein, was Ignuto angeht, weil sich dieser im ersten Band seinem Schicksal widersetzt hat.


    Und was hat es mit dem Dolch von Chastro auf sich, bei dem Fiafila-Ignuto einen besonderen Zauber spürt? Wenn es stimmt, was ihre Mentorin sagt, dann müsste dem Dolch ebenfalls etwas von seinem Feuerherrn innewohnen. Um wen es sich dabei wohl handelt? Und könnte Fiafila-Ignuto mit seiner Hilfe gegen Harnasta "aufbegehren"?


  • Ich musste wirklich sehr breit grinsen, wenn ich mir vorstelle, wie ein großer Kampfherr eine Wallfahrt im Büßergewand zu tun hat.


    Die Vorstellung ist in der Tat ... befremdlich ;D



    So recht kann ich noch nicht deuten, was da wirklich vorgefallen war, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es darum geht, dass auf Dauer Fiafila versucht den Homunkulus zu kontrollieren und nicht umgekehrt. Spannend!


    Ich hoffe ja wieder auf einige Streitgespräche zwischen den beiden ;D Im Gegensatz zu Chastro, der in den wenigen Augenblicke, in denen Ignuto geschlafen hat, seiner Verzweiflung freien Lauf gegeben hat, sorgt sich Fiafila eher um den Gnom in ihrer Schulter.



    Ich habe mich gefragt, ob Gonters Vater die Blutkrähen beauftragt hat, ihn zurückzuschaffen, denn sie haben sich ja doch auf ihn konzentriert und die Netze dienten klar einem Ziel: der Gefangennahme.


    Daran hatte ich gar nicht gedacht - du könntest recht haben.



    Der Tempel der Würgerin und der Tempel der Erneuerung sind mir dabei besonders aufgefallen.


    Auf den Tempel der Würgerin bin ich auch sehr gespannt :o



    Mir ist nicht ganz klar, was es bedeutet, den Schwur mit Blut zu erneuern. Hörte sich für mich aber gefährlich an, so als ab das nicht jeder unbedingt überlebt, was irgendwie blöd ist, wenn man sich durch so etwas selbst schwächt.


    Darauf bin ich auch gespannt, ich hoffe mal, dass dabei nicht zu viel Blut fließen wird.



    Ich dachte, dass schon der Wein vergiftet ist undhatte Angst um Eivoras kleinen Freund.


    Genau das habe ich in dem Moment auch befürchtet.



    Eine Frage habe ich noch. Die Wunde, die Eivora hat, ist doch auch am Bein, aber nicht von dem Stich, oder? Ich denke immer, dass in dem Teppich noch ein gemeines Vieh gelauert hat, dass Eivora dann gestochen hat und das scheinbar immer wieder tut. Oder was sollen die Stiche, die sie nicht beachtet bedeuten?


    Hier dachte ich im ersten Moment auch, dass Eivora von etwas oder jemanden gepikst worden ist, aber scheinbar war es die Beinwunde, die sie aber am liebsten ignorieren würde.



    Das glaube ich auch nicht und ich dachte ich hätte mich verlesen, als Fiafila-Ignuto sie förmlich anfleht bei ihr zu bleiben. Was soll das, sie weiß es doch besser. Das war etwas enttäuschend.


    Da war ich auch kurz von ihr enttäuscht, dass sie hier solche Schwäche zeigte. Aber andererseits muss sie mehr Wissen ansammeln und nachdem die andere Avatar ihr verraten hat, warum Fiafila-Ignuto für sie wertvoll ist, ist sie vllt. das kleinere Risiko wie eine oder ein anderer Avatar. Oder genau das Gegenteil.


  • ... und wenn es stimmt, dass Fiafila-Ignuto mit von der Partie sein wird, wenn es um den neuen Kontrakt geht, dann bin ich auf ihre Reaktion gespannt, wenn sie am Ende dort ankommt, wo sie die erste Begegnung mit dem Klingenrausch hatte.


    Eine Avatar, mithin ein Gefäß dämonischer Kraft, könnte auf einem von den Göttern gesegneten Pilgerweg ohnehin schon eine ziemliche Irritation sein, oder?
    >:D



    Die Schlacht um Ygôda hat dem Klingenrausch ganz schöne Verluste beigebracht, so hatte ich das gar nicht mehr in Erinnerung.


    Vor allem im Westlager, dorthin hat Eivora ja den Angriff der Ygôder gelenkt, damit die Ostflanke der Stadt ungeschützt zurück blieb.



    Nach wie vor hoffe ich, dass sich Fiafila-Ignuto vertan hat, was den Diebstahl des Blitzsteins und Pirlitu angeht, denn ich mag die Freundschaft zwischen ihr und Eivora.


    Das ist doch ein hervorragendes Thema zum Spekulieren! War es Pirlitu - oder war sie es nicht? :nachdenk:



    Es ist beinahe wie bei einer Süchtigen, die nicht mehr auf das Gefühl der Macht verzichten möchte.


    Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr in Rotes Gold in der Szene nachlesen, als Chastro "allein" erwacht, um nachzuschauen, wie er das erlebt hat ... ;) Da findet Ihr auch die Antwort auf diese Frage:


    Und was hat es mit dem Dolch von Chastro auf sich, bei dem Fiafila-Ignuto einen besonderen Zauber spürt?


    In diesem Fall ist es (ausnahmsweise) einmal kein Zauber: Dieser Dolch war das Letzte, was Chastro aus seinem alten Leben geblieben ist. Er konnte sich nie davon trennen, was den Spott des Homunkulus hervorrief.

  • Schön, dass die Handlung gleich wieder ein paar Wochen nach den Ereignissen des letzten Buches einsetzt. So fällt es etwas leichter wieder ins Geschehen zu finden, denn ich muss zugeben, dass ich nicht mehr alle Details aus „Rotes Gold“ präsent habe. Es gibt einige Handlungsstränge, die mir noch durch den Kopf schwirren, die ich aber nicht mehr so ganz greifen kann. Auch blieben noch einige Fragen offen, die noch nicht geklärt wurden. Die meinerseits Drängenste war, was aus Kester wurde bzw. was er so vorhat.


    Wir finden Eivora und Gonter bei der Steuereintreibung für die Stadt Rorgator. Zudem ist die Kampfherrin Pirlitu auf der Suche nach geeigneten Rekruten für die Armbrustschützen, da ihre Kontingente im letzten Kampf aufgerieben wurden. Getrübt wird die verliebte Idylle durch einen Hinterhalt, den Tugoso mit Hilfe der konkurrierenden Blutkrähen legt. Eivora und Gonter sollen lebend gefangen werden. Hier stellt sich mir gleich die Frage, ob das etwas mit Eivora und somit dem Klingenrausch oder Prinz Gonter, als attraktiver, königlicher Geisel zu tun hat.
    Es wurde auch davon gesprochen, dass König Harlef seinen Sohn zurückholen möchte. Daran habe ich im ersten Moment ehrlich gesagt nicht gedacht. Ich bin der Meinung, dass der König seinen Erben als Schwächling ansieht und deshalb nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte.


    Ich habe es befürchtet, dass wir Fiafila-Ignuto bald wiedersehen würden und schon ist sie dabei ihren ersten Gefangenen zu foltern. Sie hadert zwar noch mit sich selbst, aber der Homunkulus scheint sie immer besser in den Griff zu bekommen. Zumindest wird das Gute in ihr immer schwächer. Allerdings möchte sie den Gefangenen nicht wie gefordert leiden lassen, sondern ihn für seine Untaten bestrafen, die sie aus seinem Geist gezogen hat. Nur sind die empfangenen Bilder, soweit man das sagen kann, nicht immer 1:1 die Realität.


    Es tut sich ein neuer Kontrakt auf, für den sich der Klingenrausch bewerben kann. Ihre stärksten Rivalen sind die Blutkrähen, die jedoch den bedeutenden Kampfherren Kort verlieren, der überraschenderweise als Graf gehandelt wird.


    Wir treffen Yra wieder, die von Fiafila gerettet wurde und nun ihre Magd ist. Damals wurde sie von einem Jungen gefoltert, der von Chastro-Ignuto angeleitet wurde. Ich denke sie hat zurecht Angst vor Wilania-Pressito, deren Besuch etwas unerwartet und auch merkwürdig anmutet.
    Was hat es auf sich, dass sie ausgerechnet den Bronzeleuchter mit Harnastes Abbild mitnimmt. Mich beschleicht auch der Verdacht, dass sie Fiafila-Ignuto nicht wohlgesonnen ist. Auch wenn Harnastes Ignuto zürnt, erschließt sich mit diese Aktion nicht ganz.


    Eivora hat ihre Schwäche noch nicht überwunden und auch ihre Akzeptanz ist noch gering. Klar, dass sich das in 2-3 Wochen nicht geändert hat. Sie hat nach wie vor einen schweren Stand als Kampfherrin und braucht Erfolge, um sich zu beweisen. Aber diese werden sicherlich bald kommen.
    Außerdem sollte die junge Kampfherrin herausfinden, wer den Blitzstein gestohlen hat. So könnte sie auch bestimmt das Vertrauen der Einheit gewinnen, indem sie den Täter überführt und der gerechten Strafe zuführt. Schließlich hatte der Diebstahl auch Ziguns Tod zur Folge, der sehr geachtet war.


    Ich bin weiter gespannt, wie sich das Sturmbanner bei den Blutkrähen rächen wollen. Ich stelle es mir schwer vor eine Aktion zu unternehmen, die dem Angriff gerecht wird, die aber nicht in eine Eskalation führt.


    Eine weitere schlechte Nachricht. Der komplette Klingenrausch muss den Treueeid neu schwören und dies mit Blut. Ich verstehe, dass dies eine Schikane des Rats ist, aber ich sehe nicht, warum das für große Aufregung sorgt. Eine Erneuerung und gerade nach so herben Verlusten und einer Neusortierung könnte doch die Moral des Klingenrausches stärken, oder nicht? Auch der Elitestatus bleibt erhalten, was ja große Bedeutung für das an Land ziehen neuer Aufträge hat.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Ich könnte mir vorstellen, dass Ignuto langfristig ihr unterliegt. Sie scheint mir ohnehin auch unter ihresgleichen etwas Besonderes zu sein, was Wilania-Pressito vermutlich auch spürt. Oder was hat sie sonst mit ihr vor? Totale Selbstlosigkeit wird es mit Sicherheit nicht sein, dass sie Fiafila in ihrer neuen Rolle helfen möchte. Da ahne ich noch Böses in anderer Form.


    Da bin ich anderer Meinung. Ich denke nicht, dass Fiafila auf Dauer dem Einwirken Ignutos widerstehen kann. Das fängt alleine schon beim körperlichen an. Ignuto versengt ihr Gesicht, verwurzelt sich mit der Zeit immer tiefer in ihr, verändert sie. Fiafila kann ihm vielleicht bestimmte Zeit noch Einhalt gebieten, aber sie verändert ihn ihrerseits nicht.



    Die Idee, die Zeichnungen diesmal innerhalb des Texts an den passenden Stellen zu platzieren, kommt übrigens von meiner Lektorin. Das ist gar nicht so ohne, weil sie das nicht selbst machen kann, sondern die Herstellung davon überzeugen muss, "dass das so sein muss". Das hat sie super hinbekommen, finde ich. :)


    Das verstehe ich nicht ganz. Wie meinst du die Herstellung überzeugen? Was könnte man dagegen haben, dass die Abbildungen bei den geeigeneten Passagen sind?



    Die Vorstellung ist in der Tat ... befremdlich ;D


    Das finde ich eigentlich nicht. Auch in der Geschichte schon mehrfach dagewesen. Ich erinnere an König Heinrich IV, der als Büßer nach Canossa ging um beim Papst Abbitte zu leisten. ;) ;D

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)