00: Kurzgeschichte Söldnergold (eBook)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 03.02.2017 zur Leserunde zu dem Buch "Weißes Gold" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Robert, der uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, lieber Robert, wieder mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Wenn ihr die Kurzgeschichte "Söldnergold" habt, dann könnt ihr hier über "Söldnergold" schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße
    odenwaldcollies :winken:

  • Dann starte ich doch gleich mal^^


    Kapitel 1
    Es ist wie nach Hause zu kommen. Man ist gleich wieder drin in der Geschichte. Dumm nur, dass Gonter die Figur ist, die mich überhaupt nicht reizt. Er ist mir persönlich zu wenig Mann, zu glatt und gegenüber den starken Damen im Klingenrauch auch recht blass. Chanz wäre hier zu nennen. Rau, flink und offen mit der Zunge. Ein wenig wie eine Thorwalerin, oder?
    Interessant ist der Hinweis auf den Eid, den Gonter noch leisten muss, da hoffe ich doch auf ein ausführliche Szene spätestens in "Weißes Gold"


    Kapitel 2
    Nun gut. Die Beiden wollen das Erbe ihres gefallenen Kameraden zum Erben bringen. Mir gefallen die Informationen über die vielen Arten, wie die Söldner "leben" oder in "Rente" gehen. Trobin, der Bäcker. Eine kranke Frau und die Frage wo Ulano ist, was man in diesem Kapitel nicht erfährt. Vielleicht lag es an der Müdigkeit, aber die letzten Absätze waren mir noch sofort klar.


    Kapitel 3
    Der Kult. Immer wieder faszinierend, wie und was wir durch solche Szenen erfahren. Ein Opfer, oder mehrere und auch die unterschiedlichen Gründe, warum man die Hilfe der Priester erbittet. Die Zusammenhänge sind spannend. Man nutzt das Kind, um die Krankheit der Mutter aus Rache auf eine Metze zu übertragen, der Auftraggeberin Kummer bereitet. Genial. Ehrlich. Interessant wird es hier sicher noch, wenn herauskommt, dass der Beo eben nicht so wichtig für Midalin war, wie ihre Katze.

  • Söldnergold ist eine schlichte, kleine, stimmige und sehr geradlinige Geschichte mit einer Handvoll an Charakteren. Aber genau richtig, um die Wartezeit zur Leserunde zu überbrücken und schon mal wieder das „Söldner-Feeling“ zu bekommen. ;D


    Als Hauptakteure sind Gonter und Chanz unterwegs, die Leronn’s Gold seinem Neffen und rechtmäßigem Erben zukommen lassen wollen, was sich erstmal als schwieriger gestaltet als angenommen.
    Ich weiß noch, dass Leronn von Pirlitu, der Kampfherrin der Armbruster im Zweikampf getötet wurde. Was ich nicht mehr weiß, ist der genaue Grund. Es ging, glaube ich, um den Blitzstein, der gestohlen wurde. Seine Einheit war für dessen Schutz zuständig.
    Auf jeden Fall war sich Leronn bewusst, dass er kaum eine Chance haben würde. Und so war es dann letztendlich auch. Er tat mir damals furchtbar Leid, da er ein aufrechter, alter Krieger war, der nicht verdiente was er bekam. Dem aber seine und die Ehre seiner Einheit über alles ging.


    Mir war nicht bewusst, dass in Rorgator die Nachkommen erben. Ich dachte, das ganze Gold geht an die Dämonen, um diese der eingehenden Seele gnädig zu stimmen!? Soweit ich weiß hat Eivora auch nicht viel geerbt. Aber Leronn war sein lebender Neffe wohl wichtiger als sein eigenes Seelenheil.


    Midalin ist ein leicht zwielichtiger, aber dennoch interessanter Charakter. Sie wirkt auf mich nicht wirklich böse, aber auch nicht sehr gut. Immerhin beschließt sie einen Vogel zu foltern und zu opfern, den sie augenscheinlich nicht sehr mag. In meinen Augen versucht sie an Geltung und Macht zu gewinnen, indem sie sich dieser Kultgruppe anschließt, aber irgendwie ist ihr bewusst, dass sie hier nicht richtig vorwärts kommen wird. Sie wechselt auch gleich die Seite, als ihre „Kameraden“ getötet oder verwundet werden.


    Kommt sie auch im Hauptroman vor?

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Dumm nur, dass Gonter die Figur ist, die mich überhaupt nicht reizt. Er ist mir persönlich zu wenig Mann, zu glatt und gegenüber den starken Damen im Klingenrauch auch recht blass.


    Ja, mir ging es in "Rotes Gold" ähnlich. Mit Gonter konnte ich nicht viel anfangen und er hat mich wenig gereizt. Auch, dass er mit Eivora zusammen ist hat mich eher gestört.
    Das mochte vielleicht daran liegen, dass er zu undbedarft, zu fehlerfrei und zu gutaussehend war im Kontrast zum fehlerhaften, narbigen, verlogenen Söldnerhaufen. ;D
    Jetzt mit ein bißchen Abstand ist Gonter ein durchaus interessanter Charakter in Rorgartor mit sehr viel potenzial. Mir gefällt seine Hilfsbereitschaft und die Tatsache, dass er sich für Andere (vor allem Schwächere) einsetzt. Ich denke, über ihn gibt es noch viel zu erzählen. Er muss sich schließlich im Klingenrausch erst einmal behaupten und da reicht es nicht nur gut kämpfen zu können.



    Der Kult. Immer wieder faszinierend, wie und was wir durch solche Szenen erfahren. Ein Opfer, oder mehrere und auch die unterschiedlichen Gründe, warum man die Hilfe der Priester erbittet. Die Zusammenhänge sind spannend. Man nutzt das Kind, um die Krankheit der Mutter aus Rache auf eine Metze zu übertragen, der Auftraggeberin Kummer bereitet. Genial. Ehrlich.


    Der Dämonenkult ist wirklich interessant. Wobei es sich hier eher um eine schwache Splittergruppe unter einem Verrückten zu handeln scheint. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese im Hauptroman noch eine große Rolle spielen. Wenn ich ehrlich bin bezweifle ich auch, dass das Oberhaupt überhaupt in der Lage war, etwas zu bewirken, wie eine Krankheit zu übertragen.



    Interessant wird es hier sicher noch, wenn herauskommt, dass der Beo eben nicht so wichtig für Midalin war, wie ihre Katze.


    Das wird wohl nicht mehr herauskommen. ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Ah, es geht los, es geht los! :banane:


    Ich freue mich sehr auf die Leserunde, das wird bestimmt klasse! :freu:


    Als meine Lektorin und ich über Weißes Gold gesprochen haben, haben wir überlegt, was wir flankierend machen können. Natürlich war klar, dass ich auf meiner Homepage wieder eine Seite zu Weißes Gold machen würde, auf der man beispielsweise die Illustrationen von Timo Kümmel anschauen kann. Wir haben uns dann noch an das eBook Giftschatten erinnert, das wir weiland begleitend zu Die Schattenherren gemacht haben. Giftschatten ist kostenlos, was zu vielen Downloads führt, aber der Nachteil ist eine gewisse "Was (gar) nichts kostet, ist nichts wert"-Mentalität: Manche laden Hunderte Gratis-eBooks runter, aber sie werden nie mehr angeschaut, sprich: nicht gelesen. Deswegen haben wir überlegt, eine kurze Erzählung für einen Minimalpreis anzubieten.
    Auf der Frankfurter Buchmesse sprachen wir über Umfang (im eBook eher variabel als im Print) und Thema (sowohl der Söldneraspekt als auch der Dämonenaspekt der Schwertfeuer-Saga sollten enthalten sein).


    Nur: Leider habe ich beim Schreiben von Weißes Gold völlig auf Söldnergold vergessen. :-[
    Ich gab also Weißes Gold ab und rief, mir keiner Schuld bewusst, meine Lektorin an, und die fragte natürlich prompt: "Wo bleibt denn Söldnergold?" :D


    Da hieß es also, sich ein Vorbild an meinen Söldnern zu nehmen und die einmal geschlossene Vereinbarung auch durchzuziehen. :barbar:
    So kommt es, dass ich Söldnergold erst nach Weißes Gold geschrieben habe. Die Verknüpfung sollte ja ohnehin eher locker sein, man sollte die beiden Bücher unabhängig voneinander lesen können. Aber eine Figur, die in Weißes Gold nur kurz erwähnt wird, habe ich übernommen - ich schätze, das Lese-Banner wird sie finden. ;)


  • Es ist wie nach Hause zu kommen. Man ist gleich wieder drin in der Geschichte.



    Söldnergold ist eine schlichte, kleine, stimmige und sehr geradlinige Geschichte mit einer Handvoll an Charakteren. Aber genau richtig, um die Wartezeit zur Leserunde zu überbrücken und schon mal wieder das „Söldner-Feeling“ zu bekommen. ;D


    :freu: :freu:



    Dumm nur, dass Gonter die Figur ist, die mich überhaupt nicht reizt. Er ist mir persönlich zu wenig Mann, zu glatt und gegenüber den starken Damen im Klingenrauch auch recht blass.



    Mit Gonter konnte ich nicht viel anfangen und er hat mich wenig gereizt.


    Danke für die Eindrücke!
    Ich versuche, verschiedene "Typen" zu bringen, damit jede Leserin und jeder Leser jemanden zum "andocken" findet, für den er oder sie sich interessiert. Von daher ist es für mich nicht tragisch, wenn nicht alle Figuren für jeden faszinierende Sympathieträger sind - solange jeder wenigstens ein paar Figuren findet, deren Schicksal ihn interessiert. Ein Nebenkriterium ist, dass niemand "mitspielen" darf, der so nervig ist, dass man seinetwegen das Buch weglegt. Bei Euch scheine ich Glück gehabt zu haben, dass Chanz noch schnell auf die Soldliste gerutscht ist. :schwitzen:
    Wie ist das bei den anderen?



    Rau, flink und offen mit der Zunge. Ein wenig wie eine Thorwalerin, oder?


    Jede Erfahrung, die ein Schriftsteller macht, ist potenziell Inspiration.
    Die Arbeit an der Phileasson-Saga gehört seit über einem Jahr zu meinen intensivsten Tätigkeiten, von daher ist gut möglich, dass etwas von den Thorwalern "herüberschwappt" - gut beobachtet! ;)



    Interessant ist der Hinweis auf den Eid, den Gonter noch leisten muss, da hoffe ich doch auf ein ausführliche Szene spätestens in "Weißes Gold"


    Jawohl, da kommt etwas in der Richtung! ;)



    Interessant wird es hier sicher noch, wenn herauskommt, dass der Beo eben nicht so wichtig für Midalin war, wie ihre Katze.


    Zum Beo gibt es noch Einiges zu erzählen, aber damit warte ich noch ein wenig, um nicht direkt zu Beginn mein ganzes Pulver zu verschießen. ;) Als Vorgeschmack: Bei meiner Lektorin heißt die Geschichte: "Bratz in der Hand der Dämonen". :D



    Ich weiß noch, dass Leronn von Pirlitu, der Kampfherrin der Armbruster im Zweikampf getötet wurde. Was ich nicht mehr weiß, ist der genaue Grund. Es ging, glaube ich, um den Blitzstein, der gestohlen wurde.


    Ja, genau:
    Fiafila-Ignuto hat ein Ritual durchgeführt, um Gewitterwolken zu rufen. Dabei hat sich Pirlitu verbrannt, und in ihrem Schmerz fing Fiafila-Ignuto ein Bild von Pirlitu auf, aus dem sie schloss, dass Pirlitu den Blitzstein des Sturmbanners gestohlen hatte, mithin am Überfall auf den (und dem Tod des) Kampfherrn des Sturmbanners schuldig sei. Leronn forderte Pirlitu zu eine Art Gottesurteil (nur nicht mit Göttern, sondern mit Dämonen als Schirmherrn), und in diesem Duell hat Pirlitu ihn besiegt.



    Ich dachte, das ganze Gold geht an die Dämonen, um diese der eingehenden Seele gnädig zu stimmen!?


    Nur selten:
    [quote author=Söldnergold Kapitel 1]
    Rorgators Söldner standen mit Dämonen im Bunde. Im Jenseits erwartete sie nichts Gutes. Nur die Mächtigsten von ihnen versuchten, sich im Reich der Feuerherren eine bedeutende Stellung zu erstreiten, die anderen waren froh, wenn sie dem Vergessen anheimfielen.[/quote]



    Kommt [Midalin] auch im Hauptroman vor?


    Nein, in diesem Hauptroman müsst Ihr noch ohne sie auskommen. ;)



    Jetzt mit ein bißchen Abstand ist Gonter ein durchaus interessanter Charakter in Rorgartor mit sehr viel potenzial.


    Bei den ersten Überlegungen zu Söldnergold stand im Vordergrund, sowohl den Söldneraspekt als auch den Dämonenaspekt der Schwertfeuer-Saga vorzustellen. Bei den Söldnern bot sich jemand an, der neu hinzustößt, sodass der Leser durch seine Augen Rorgator und die Söldner kennenlernen kann. In Rotes Gold klingt das nur ganz kurz bei Chastros Rückblende an und ein bisschen bei Fiafilas Eindrücken von der Stadt. Während ich überlegte, wie ich den Neu-Säldner ausgestalten sollte, klopfte Gonter an und verlangte die Rolle für sich.



    Wenn ich ehrlich bin bezweifle ich auch, dass das Oberhaupt überhaupt in der Lage war, etwas zu bewirken, wie eine Krankheit zu übertragen.


    Damit teilst Du Midalins Einschätzung. ;)

  • Die Geschichte geht ja gut aus ;D


    Eine schöne Geschichte, um wieder in die Söldnertruppe zu gelangen. Ich bin nun aber ziemlich misstrauisch, denn da baut sich gerade ein positiver Held auf, einer, der ethische Grundsätze hat, die noch außerhalb der Söldnertruppe liegen. Völlig ungewohnt.
    Was wieder genial ist, wie Bernd es schafft, die Rettung des Jungen auch zum ziel der Söldnerin zu machen. Es ist nicht Mitleid mit dem Kind (wie bei Gonter) sondern die Pflicht einem Kameraden gegenüber. Auch die Situation in der Gonter nicht weiß wie er mit dem Alten umgehen sollte und Chanz ihm diese Entscheidung abnimmt. Deutlich zwei völlig unterschiedlich motivierte Kämpfer. Was wird Gonter noch erleben, bis er diese Denkweise übernimmt (die vermutlich für Söldner überlebenswichtig ist). Da gruselt es mich schon ein wenig und so habe ich Angst, mich zu sehr an Gonter zu hängen. Wer weiß was Bernd da so alles einfällt.
    Es hat Spaß gemacht, die Sekte und deren Führer aus dem Blickwinkel Midalins zu sehen. Eine junge Frau mit viel Verstand und noch unausgewogen in welche Richtung sie sich entwickelt.
    Bisher scheint sie auch noch ein sehr nettes Gemüht zu haben, denn der Vogel tut ihr doch leid. Sie holt ihn sogar wieder aus dem Loch heraus. Dass sie daran gedacht hat zeugt doch von sehr viel Mitleid mit einem Tier, welches sie eigentlich nicht leiden konnte. Aber mal ehrlich, wer kann schon Mitleid verhindern, wenn die vorerst letzten Worte des Vogels: "Bienchen", "Hübscher Bratz" sind. (gut, dass er nicht mit zwei "a" geschrieben ist ;D)


    Und da ist noch Folias, jemand, der gut in die Geschichte des Kultes passt, jemand, der vielmehr Potenzial hätte, den Kult anzuführen. Ich hoffe er war es nicht, der von Gonter die Entscheidung forderte, ihn umzubringen? Dazu erschien er mir zu klug. Wenn nicht, dann kommt er sicher wieder.


  • Kapitel 1
    Es ist wie nach Hause zu kommen. Man ist gleich wieder drin in der Geschichte.


    Ja, ging mir auch so und ich habe mich sehr auf die Mittagspause gefreut, um weiter lesen zu können. Dummerweise mußte ich zwischendurch arbeiten. :(


    Dumm nur, dass Gonter die Figur ist, die mich überhaupt nicht reizt. Er ist mir persönlich zu wenig Mann, zu glatt und gegenüber den starken Damen im Klingenrauch auch recht blass.


    Ich kann diese Ansicht nicht teilen. Gerade Gonter ist für mich sehr interessant in der Hinsicht. Er ist ein Prinz, hat also eine völlig andere Erziehung genossen und will jetzt Söldner sein. Weiß er wirklich worauf er sich einläßt? Was wird, wenn seine ethischen Anschauungen auf die tägliche Arbeit der Söldner treffen? Ich finde das spannend. Und Mann, naja ich mag Männer eigentlich ganz gern ohne Narben und ausgestochene Augen oder so ;D



    Chanz wäre hier zu nennen. Rau, flink und offen mit der Zunge. Ein wenig wie eine Thorwalerin, oder?


    Ja, stimmt. Die Frage ist, wieviel Unterschied zwischen Söldnern und Thorwalern ist. Bringen Thorwaler für Geld Menschen um? Ist das Banner für die Söldner das was die Ottajasko für die Thorwaler ist? Interessante Idee, das wohl!


    Interessant ist der Hinweis auf den Eid, den Gonter noch leisten muss, da hoffe ich doch auf ein ausführliche Szene spätestens in "Weißes Gold"


    Ohja, das hoffe ich auch. solche Szenen mag ich immer sehr. Ausbildung und Rituale. (Wobei die Rituale der Kulte manchmal viel Nervenkraft erfordern.) Aber seht wie nett, der Welpe fiepst nur von weitem, die Hunde, wurden in der Vergangenheit gequält und das direkte Opfer ist diesmal kein Säugetier.
    .


  • Midalin ist ein leicht zwielichtiger, aber dennoch interessanter Charakter. Sie wirkt auf mich nicht wirklich böse, aber auch nicht sehr gut. Immerhin beschließt sie einen Vogel zu foltern und zu opfern, den sie augenscheinlich nicht sehr mag. In meinen Augen versucht sie an Geltung und Macht zu gewinnen, indem sie sich dieser Kultgruppe anschließt, aber irgendwie ist ihr bewusst, dass sie hier nicht richtig vorwärts kommen wird. Sie wechselt auch gleich die Seite, als ihre „Kameraden“ getötet oder verwundet werden.


    Kommt sie auch im Hauptroman vor?


    Das wäre schön, ich würde sie gern wiedersehen, sie hat für mich großes Potenzial. Wenn man bedenkt in welcher Gesellschaft sie aufwächst, dann denkt sie doch ziemlich genau nach und erkennt viel.
    Ich glaube nicht, dass Geltung und Macht ihr Ziel sind. Jedenfalls nicht direkt. sie will frei sein, keine Magd mehr, nicht immer von jedem rumgescheucht werden. Das dürfte für eine Frau in der Gesellschaft ziemlich schwierig zu erreichen sein. Im Kult sah sie eine Möglichkeit, hat dann ja aber erkannt, dass dort auch keine Freiheit zu finden sein wird, sondern nur eine andere Form von Knechtschaft. Wird sie sich als Söldner frei fühlen? Zumindest kann sie dann nicht jeder rumscheuchen.


  • Wird sie sich als Söldner frei fühlen? Zumindest kann sie dann nicht jeder rumscheuchen.


    Das ist eine gute Frage, wobei Midalin mir im ersten Moment als Söldnerin ungeeignet erscheint.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • So. Nun hab ich den Rest auch geschafft. Eine sehr nette, angenehme kurzweilige Geschichte. Schöne Einblicke in den Dämonenkult allgemein, aber auch speziell (von wegen Asgarr, der Quacksalber). Ich hoffe ja auch mehr Chaz. Die ist einfach toll gelungen. In ihrer Art, ihrem Ausdruck, einfach alles an ihr ist toll.


    Zu Gonter hatte ich ja genug gesagt, ich hoffe und wünsche mir aber, dass seine "eigene" Sicht als Prinz ihn mal richtig in Schwierigkeiten bringt. Das könnte interessant werden. Fiafala hat mir gefehlt mit ihrem Homunkulus (oder umgekehrt^^).


    Hier und da hätte ich mir ein wenig mehr Blut gewünscht. Ansonsten freue ich mich nun auf den Klingenrausch


  • Die Geschichte geht ja gut aus ;D


    Eine schöne Geschichte, um wieder in die Söldnertruppe zu gelangen. Ich bin nun aber ziemlich misstrauisch, denn da baut sich gerade ein positiver Held auf, einer, der ethische Grundsätze hat, die noch außerhalb der Söldnertruppe liegen. Völlig ungewohnt.


    Da hoffe ich ja, dass er dadurch mal ordentlich in die Klemme kommt. Da darf er auch gern sterben^^



    Was wieder genial ist, wie Bernd es schafft, die Rettung des Jungen auch zum ziel der Söldnerin zu machen. Es ist nicht Mitleid mit dem Kind (wie bei Gonter) sondern die Pflicht einem Kameraden gegenüber. Auch die Situation in der Gonter nicht weiß wie er mit dem Alten umgehen sollte und Chanz ihm diese Entscheidung abnimmt. Deutlich zwei völlig unterschiedlich motivierte Kämpfer. Was wird Gonter noch erleben, bis er diese Denkweise übernimmt (die vermutlich für Söldner überlebenswichtig ist).
    Da gruselt es mich schon ein wenig und so habe ich Angst, mich zu sehr an Gonter zu hängen. Wer weiß was Bernd da so alles einfällt.


    Wäre natürlich auch interessant diesen mentalen Werdegang mitzuerleben...



    Es hat Spaß gemacht, die Sekte und deren Führer aus dem Blickwinkel Midalins zu sehen. Eine junge Frau mit viel Verstand und noch unausgewogen in welche Richtung sie sich entwickelt.
    Bisher scheint sie auch noch ein sehr nettes Gemüht zu haben, denn der Vogel tut ihr doch leid. Sie holt ihn sogar wieder aus dem Loch heraus. Dass sie daran gedacht hat zeugt doch von sehr viel Mitleid mit einem Tier, welches sie eigentlich nicht leiden konnte. Aber mal ehrlich, wer kann schon Mitleid verhindern, wenn die vorerst letzten Worte des Vogels: "Bienchen", "Hübscher Bratz" sind. (gut, dass er nicht mit zwei "a" geschrieben ist ;D)


    Hm. Ich bin wohl der einzige, der sagt, die brauch ich nicht mehr^^?



    Und da ist noch Folias, jemand, der gut in die Geschichte des Kultes passt, jemand, der vielmehr Potenzial hätte, den Kult anzuführen. Ich hoffe er war es nicht, der von Gonter die Entscheidung forderte, ihn umzubringen? Dazu erschien er mir zu klug. Wenn nicht, dann kommt er sicher wieder.


    Hm. Interessanter Aspekt.


  • Das war Fiafala auch...


    Fiafila ist in dem Sinn auch keine Söldnerin. Sie hat einen Homunkulus und ist somit eine Avatar. Wie und in welcher Form sich das auswirkt muss sich noch zeigen.



    Hm. Ich bin wohl der einzige, der sagt, die brauch ich nicht mehr^^?


    Sieht so aus. ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Eine schöne stimmungsvolle Einführung in die Söldnertruppe und ganz ohne Eivora >:D Gonter bekommt in dieser Geschichte ein wenig mehr Format, ohne das Anhängsel von Eivora zu sein. Ich denke, er hat genügend Potenzial, sich zu entwickeln. Chanz bildete ein wenig den harten Gegensatz, der diesem Duo aber sehr gut tat. Sie ist eben schon lange Söldnerin und weiß, wo der Hammer hängt oder in ihrem Fall der Morgenstern ;D
    Die anderen Figuren blieben für mich eher unscheinbar, gehörten zur Geschicht und gut ist. Auch der Junge war, auch wenn er der Hauptgrund der Aktion ist, eher uninteressant. Midalin schien mir da eher interessant zu sein, doch bei so wenigen Seiten fehlt da natürlich die Entwicklung. Obwohl ich durchaus denke, dass sie nach diesem Erlebnis einen anderen beruflichen Werdegang einschlagen wird.



    Nicht so laut. Autor liest mit! Es ist schon eine meiner Befürchtungen.


    Also ich wäre da eher für Eivora und Gonter übernimmt die Führung >:D


    [quote author=Rhea link=topic=14399.msg294877#msg294877]
    Ohja, das hoffe ich auch. solche Szenen mag ich immer sehr. Ausbildung und Rituale. (Wobei die Rituale der Kulte manchmal viel Nervenkraft erfordern.) Aber seht wie nett, der Welpe fiepst nur von weitem, die Hunde, wurden in der Vergangenheit gequält und das direkte Opfer ist diesmal kein Säugetier.
    .
    [/quote]
    Rituale mit Tieren gehen mir auch immer sehr an die Nerven und unter die Haut. Das kann ich gar nicht gut lesen. Und da habe ich bei Robert auch ein wenig Angst :o



    Ach ja: Und Hallo in die Runde :winken: und ein Hallo an Robert :winken: Kommt mir irgendwie so vor, als wäre ich in einer Dauerleserunde mit Dir :D

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Die Geschichte geht ja gut aus
    ...
    Völlig ungewohnt.


    Ich habe mir gedacht: "Schocke deine Leser - schreibe ein Happy End!" :D



    Eine schöne Geschichte, um wieder in die Söldnertruppe zu gelangen.



    Eine sehr nette, angenehme kurzweilige Geschichte.



    Eine schöne stimmungsvolle Einführung in die Söldnertruppe


    :freu: :freu: :freu:



    Da gruselt es mich schon ein wenig und so habe ich Angst, mich zu sehr an Gonter zu hängen. Wer weiß was Bernd da so alles einfällt.


    Liebes Tagebuch,
    meinen Söldnern wird echt zu wenig zugetraut! Das sind knallharte Typen, die halten echt was aus. Da muss eine Menge passieren, bis die Kratzer kriegen.
    Das werden die nächsten Leseabschnitte direkt unter Beweis stellen, har har har



    Bisher scheint sie auch noch ein sehr nettes Gemüht zu haben, denn der Vogel tut ihr doch leid. Sie holt ihn sogar wieder aus dem Loch heraus.


    Na ja, ohne ihre Aktion wäre er erst gar nicht im Loch gelandet ...



    Gerade Gonter ist für mich sehr interessant


    Quod erat demonstrandum: Ein vielfältiger Figuren-Mix ist meist von Vorteil, da findet jeder eine Figur, die ihm gefällt, und jede Figur findet ihre Fans. :)



    Die Frage ist, wieviel Unterschied zwischen Söldnern und Thorwalern ist. Bringen Thorwaler für Geld Menschen um?


    Die sind eher als selbständige Unternehmer ohne Auftraggeber unterwegs - aber plündern tun sie auch. ;)



    Rituale mit Tieren gehen mir auch immer sehr an die Nerven und unter die Haut. Das kann ich gar nicht gut lesen.



    ... und das direkte Opfer ist diesmal kein Säugetier.


    Das war zunächst anders. Da hatte Midalin keinen Beo namens Bratz, sondern eine alte Katze namens Maunz dabei. Meine Lektorin war darüber ziemlich unglücklich, sie meinte, sie hätte echte Schwierigkeiten gehabt, die Folterszene zu lesen, und hätte als Leserin an dieser Stelle vermutlich abgebrochen. Wir haben dann gemeinsam überlegt, ob die Geschichte auch ohne diese Szene funktioniert hätte - hätte sie nicht. Oder ob sie verloren hätte, wenn man die Sache nicht so eindringlich schildert - hätte sie.
    Wir hatten uns dann schon damit arrangiert, dass wir eben ein gewisses Lesersegment verlieren würden, und einer von uns meinte dann scherzhaft: "Tja, es muss wohl eine Katze oder ein Welpe sein - ein Pony kann man ja schlecht eingraben." Und dann der andere: "Und ein Wellensittich hält nicht lange genug durch." Stille. "Was ist mit einem Papagei?" :D
    Es ist dann der Beo geworden, und in Bratz' erstem Auftritt hat er nicht nach Bienchen, sondern nach "Lecker Körnern" gerufen. Meiner Lektorin kam das seltsam vor, sie hat recherchiert und herausgefunden, dass Beos keine Körner, sondern Früchte und Insekten fressen. Das hat zu der Version geführt, die Ihr jetzt gelesen habt.



    Das dürfte für eine Frau in der Gesellschaft ziemlich schwierig zu erreichen sein.


    Ja, wobei sie es allerdings in Rorgator leichter haben dürfte als in Abidia. Erinnert Ihr Euch noch an Fiafilas Überraschung in Rotes Gold, als sie das selbstbewusste Auftreten der Frauen in der Söldnermetropole beobachtet?



    Hier und da hätte ich mir ein wenig mehr Blut gewünscht.


    Kommt noch ... :schwert:



    ..., die lief stets beim Homunkulus herum und sabberte den förmlich an, ...


    Prekesta.



    Sie ist eben schon lange Söldnerin und weiß, wo der Hammer hängt oder in ihrem Fall der Morgenstern


    :totlach:



    ... und ein Hallo an Robert :winken: Kommt mir irgendwie so vor, als wäre ich in einer Dauerleserunde mit Dir :D


    :five:

  • Ich komme mir vor, als wäre ich zu spät zum Appell angetreten. :-[ Mensch, ihr seid ja schon alle fleißig am Lesen und Diskutieren.


    Aber immerhin, ich habe "Söldnergold" jetzt auch durch. :) Keine Ahnung, was ich erwartet hatte, aber ich hatte vermutlich gehofft, mehr Vertrautes aus dem 1. Band und noch ein bisschen mehr Übersicht über Rorgator zu bekommen. Eivora und die anderen fehlten mir, stattdessen gab es von den bekannten Figuren nur Gonter und mit Chanz und Midalin zwei neue Charaktere. Ich bin jetzt natürlich gespannt, welche Rolle die beiden in "Weißes Gold" spielen werden.


    Midalin kann ich noch nicht ganz einschätzen. Sie schwankt zwischen Mitleid und Opportunismus. Erst will sie aus ihrer Mitgliedschaft bei den Kultisten einen Vorteil schlagen, dann schlägt sie sich überraschend auf Gonters und Chanz' Seite. Aber dennoch passt sie nicht wirklich dort rein, weder bei den Dämonenanhängern noch bei den Söldnern. Ich frage mich, was ihre Vorgeschichte ist und was ist mit ihrem Kleid auf sich hat. Es hat sie ja ganz schön von den anderen abgehoben.


    Die Kultisten - oder genauer gesagt der alte Folias - geben uns Einblicke in die Denkweise der Dämonenanbeter und die Ziele der Dämonen - Leid und Unterwerfung der Menschen -, falls jemand diese aus dem ersten Band vergessen haben sollte. Im ersten Moment hatte ich mich gewundert, was sie mit dem Erzählstrang von Gonter zu tun haben - ich hatte angenommen, der Junge wäre tot -, dann fand ich es kurz erschreckend. Ich musste mich erst wieder an die Welt gewöhnen. :unschuldig:


    Okay, die Abhärtung vor der Söldnermission "Weißes Gold" ist jetzt erfolgt. Morgen kann es losgehen mit Folter, Flammen, Dämonen und Gemetzel! >:D :barbar:

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"