Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.


    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!


    Wir freuen uns auch darüber, wenn ihr eure Rezension auf Literaturschock.de veröffentlicht. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.

  • Für das wunderschöne Buch und die tolle Leserunde darf ich mich ganz herzlich bedanken. Ich fand die Geschichte sehr schön und unterhaltsam, aber auch spannend und lehrreich. Anbei meine Rezension mit den dazugehörigen Links:


    Abenteuerliches Madagaskar


    1926 Paris/Madagaskar. Die Pariserin Louise Bernard lebt wie ihre Eltern in Paris und arbeitet als Kfz-Mechanikerin bei Citroën. Unter all ihren männlichen Kollegen fällt sie auf wie eine Exotin und muss sich dementsprechend durchsetzen. Nicht mal eine eigene Umkleidekabine kann sie aufsuchen. Ihr Zwillingsbruder Adrian hat Frankreich vor einiger Zeit verlassen, um in Madagaskar eine Tierauffangstation zu leiten. Nur spärlich und mit langer Wartezeit kommen die Briefe von ihm mit Neuigkeiten. Eines Tages erhält Louise die Nachricht, dass Adrian die Einheimische Rana geheiratet hat und gleichzeitig spendet der Chef ihrer Werkstatt ein Automobil für die dortige Missionsstation. Das Fahrzeug muss allerdings überführt werden – klar, dass Louise die Abenteuerlust packt und auch ihren Bruder wiedersehen will, deshalb meldet sie sich freiwillig für diese Reise. Ihr Fürsprecher ist ihr Kollege Fabrice, der sie auf dieses Abenteuer begleiten wird, um den Wagen sicher zu übergeben. Kaum sind sie in Madagaskar angekommen und Louise hat sich endlich in die Arme ihres Bruders werfen können, da geschieht ein Doppelmord auf der Auffangstation. Louise steht auf allein unbekannten Mächten gegenüber und muss sich gleichzeitig in einer fremden Kultur in einem fremden Land behaupten. Wird sie sich Respekt verschaffen und auf Unterstützung hoffen können?


    Anna Levin hat mit ihrem Buch „Im Schatten des Flammenbaums“ einen sehr unterhaltsamen und spannenden historischen Roman vor der exotischen Kulisse Madagaskars vorgelegt. Der Schreibstil ist bildgewaltig und so lebendig, dass der Leser sich nahezu von jetzt auf gleich als Schatten der Protagonisten auf Zeitreise und einem abenteuerlichen Trip vom mondänen Paris in unbekannte Gefilde begibt. Die Landschaftsbeschreibungen und auch Tierwelt wird so lebhaft beschrieben, dass man alles regelrecht vor dem inneren Auge sehen kann. Die Schilderungen über die Tierauffangstation sind sehr interessant zu lesen, wo verletzte Tiere behutsame Pflege durch Ärzte und Mitarbeiter erfahren und man versucht, diese nach ihrer Genesung wieder in die Natur zu entlassen, damit sie weiterhin unter ihren Artgenossen in Freiheit leben können. Die Spendenfinanzierung gestaltet sich schwierig, denn solche Stationen sind meist von privaten Geldern abhängig und müssen mit den wenigen Mitteln gut haushalten. Die Autorin versteht es zudem, sehr interessante Details über den Aberglauben der Bevölkerung in ihre Handlung einzustreuen und den Glauben an Fady und Talismänner zu verdeutlichen.


    Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und haben alle ihre speziellen Eigenheiten, so dass der Leser nicht immer sicher sein kann, wer gut und wer böse ist. Louise ist eine junge Frau, die schon recht emanzipiert wirkt, arbeitet sie doch in einem Männerberuf zu einer Zeit, als dies fast noch undenkbar war. Sie ist recht impulsiv, trägt ihr Herz aber auf dem rechten Fleck. Louise ist hilfsbereit und handwerklich begabt, allerdings wirkt sie oftmals auch sehr misstrauisch und manche ihrer Reaktionen sind sehr naiv, was allerdings ihrem Alter und ihrer Unerfahrenheit in fremder Umgebung anzulasten ist. Adrian ist ein netter Mann, der sich liebevoll um seine Frau Rana und um die Auffangstation kümmert. Allerdings hat er ein Geheimnis, dass er zu verbergen sucht, auch vor seiner Schwester. Fabrice ist ein Kollege von Louise, der von eher ruhigerer und besonnener Natur ist, doch immer hilfsbereit und als Mann in der Not zu unterstützen weiß. Oliver ist ein ortsansässiger Franzose, der auf Madagaskar Reisegruppen führt. Er wirkt zu Beginn recht arrogant und von sich eingenommen, hat aber ein Gespür für Menschen und ihre Bedürfnisse und ist oft der rettende Anker in der Not. Jipa ist der Vater von Rana und arbeitet auf der Station, er ist ein liebevoller Mann, der seine Aufgaben sehr ernst nimmt und sich seinem Stamm sehr verbunden fühlt. Auch die anderen Protagonisten stützen die Handlung mit ihren kleinen Geschichten und erhöhen die Spannung, bis dem Leser endlich die Auflösung präsentiert wird. Besonders zu erwähnen sei noch das kleine Katta-Mädchen, dass sich schnell in die Herzen der Leser schleichen wird.


    „Im Schatten des Flammenbaums“ ist ein sehr fesselnder und unterhaltsamer historischer Roman vor exotischer Kulisse, der allen Lesern dieses Genres sehr gefallen dürfte. Hier kann man abtauchen in eine fremde Welt und ein richtiges (Kopf-)Abenteuer erleben – und ein bisschen Liebe ist auch dabei! Absolute Leseempfehlung!


    Links:


    https://www.lovelybooks.de/aut…2-w/rezension/1438708590/
    https://www.amazon.de/review/R…nodeID=299956&store=books
    http://wasliestdu.de/rezension/abenteuerliches-madagaskar
    https://www.lesejury.de/anna-l…1&tab=reviews&s=2#reviews
    http://www.buechertreff.de/thr…chatten-des-flammenbaums/
    http://www.reliwa.de/review/show/11544


    Herzlichen Dank auch an die Autorin Iris/Anna für diese schöne Geschichte, ich habe mir gerade ein neues Abenteuer aus Deiner Feder besorgt und freue mich schon auf weitere exotische Handlungen.


    Alles Liebe und herzliche Grüße

  • Liebe Dreamworx,


    was für ein wunderschönes Fazit! Vielen lieben Dank. Du hast mich mit deiner Rezi berührt. :bussi: Und viel Spaß auch mit meinen anderen Büchern. Erzählst du mir, wie sie dir gefallen haben?


    Liebe Grüße
    Iris/Anna :danke:


    Mit einigen von euch treffe ich mich bald zur nächsten Leserunde (Mina Baites Die silberne Spieldose) wieder. Darauf freue ich mich heute schon. :) Vielleicht möchte der eine oder andere noch teilnehmen?

  • Ich möchte mich bei dir liebe Iris und bei euch für die tolle Leserunde bedanke :-*. Sie hat Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die nächste LR mit dir Iris 8)




    " Im Schatten des Flammen Baums" von Anna Levin ist ein bildgewaltiger historischer Roman vor der traumhaften Kulisse Madagaskars, der mich sehr berührt hat.


    Louise Bernard ist eine junge außergewöhnliche Frau , sie lebt 1926 in Paris und hat einen für eine Frau ungewöhnlichen Beruf. Sie ist Mechanikerin in einer Citroën Werkstatt und übt ihre Arbeit mit Begeisterung aus.
    Die liebevollen Eltern akzeptieren ihren Wunsch in einer von Männern bestimmten Welt zu arbeiten. Auch ihr Zwillingsbruder Adrien hat einmal in der Firma gearbeitet, bis er im Oktober 1924 im Auftrag von Monsieur Citroën, die Expedition Croisière Noire von Algerien nach Madagaskar begleitet hat. Doch auf einer Entdeckungsreise im Südosten der Insel entdeckte er eine Tierauffangstation und hat sich, zum Kummer von Louise und den Eltern, entschieden dort zu bleiben.
    Sie vermisst ihren Bruder so sehr, auch wenn sie nicht leicht beseitet ist, hat sie stets Tränen in ihren Augen wenn sie an ihren geliebten Bruder denkt oder Briefe von ihm liest.
    Als Adrien von seinen Lage im Regenwald mit der Tierauffangstation berichtet, entschließt sich Monsieur Citroën einen Wagen B10 für die norwegische Mission auf Madagaskar zu spenden. Die Überführung des B10 von Frankreich nach Madagaskar soll von zwei Mechaniker begleitet werden. Das ist die Chance für Louise ihren Bruder wieder zu sehen, doch sie muss als Frau hart dafür kämpfen in diesem Beruf akzeptiert zu werden. Aber ihre Mühen werden belohnt und so kommt es, dass sie mit auf die Reise gehen kann.
    Monsieur Citroën hat Louise ein schönes Geschenk gemacht, vier Wochen kann sie bei ihrem Bruder Adrien und dessen Frau Rana bleiben, bevor es wieder auf den Heimweg nach Paris geht.
    Leider wird ihr Aufenthalt auf Madagaskar nicht so verlaufen wie sie es sich gewünscht hat.
    Nach einem herzlichen Wiedersehen sieht Louise in den nächsten Tagen mit wieviel Eifer Adrien, Rana und die Mitarbeiter der Station dafür kämpfen verletzte Tiere zu heilen und nach deren Genesung wieder auszuwildern.
    Louise hat das Glück im richtigen Zeitpunkt bei ihrem Bruder zu sein, sie darf bei der Hochzeitszeremonie von Adrien und Rana die vom Stamm der Tanala ist, teilnehmen.
    Nach diesen vielen schönen Ereignissen und Eindrücken geschieht etwas so Schreckliches , womit niemand gerechnet hat und alles scheint aus dem Gleichgewicht zu geraten.
    Louises ganze Leben bricht wie ein Kartenhaus zusammen, nichts ist mehr wie es einmal war und sie muss all ihre Kraft sammeln um diese schlimme Zeit zu überstehen.


    Meine Meinung:
    Es gelingt nicht vielen Autoren den Leser von der ersten Seite an mit auf seine Reise zu nehmen. Anna Levin ist dies mit diesem Roman gelungen.
    Die bildgewaltige Sprache hat es mir leicht gemacht mir die Landschaft mit all ihrer Schönheit und der Tierwelt vor meinem inneren Auge zu sehen. Die Protagonisten haben tolle Charaktere und waren mir sehr sympathisch. Man kann förmlich spüren mit wieviel Herzblut Anna Levin diesen Roman geschrieben hat.
    Ein Roman der einen lange im Gedächtnis bleibt.
    Nach diesem ersten Buch der Autorin kann ich mit Sicherheit sagen, dass dem noch viele folgen werden. Ich kann diesen schönen Roman wirklich empfehlen.




    Hier meine schon veröffentliche Links.....Die restlichen folgen in den nächsten Tagen wenn sie online sind.


    Ich habe sie auch auf Literatur Schock veröffentlicht, aber irgendwie finde ich meine Rezis da immer nicht wieder.


    https://www.lesejury.de/anna-l…1&tab=reviews&s=2#reviews


    http://wasliestdu.de/rezension…-wunderschoene-madagaskar


    https://www.lovelybooks.de/aut…2-w/rezension/1440203270/


    http://www.hugendubel.de/de/ta…im%20schatten%20des%20fla


    https://www.thalia.de/shop/hom…tten%20des%20flammenbaums


    http://www.buch.de/shop/home/s…enbaums&stype=productName


    http://www.buecher.de/shop/afr…/detail/prod_id/44941954/


    https://www.weltbild.de/artike…s-flammenbaums_21634409-1

    Liebe Grüße Kerstin

    Einmal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Vielen Dank für diese tolle Leserunde.
    :danke: :buchtipp:


    ---------


    Louise Bernard lebt 1926 in Paris. Sie hat einen für eine Frau ungewöhnlichen Beruf erlernt, denn Sie ist Automechanikerin in der Werkstatt von Citroën. Durch ihr Können hat sie sich auch die Anerkennung ihrer männlichen Kollegen erarbeitet. Auch ihr Zwillingsbruder Adrien war bei Citroën beschäftigt, bis er im Auftrag von Monsieur Citroën eine Expedition nach Madagaskar begleitet hat und dort hängen geblieben ist. Eine Tierauffangstation ist dort nun sein Zuhause. Sowohl seine Eltern als auch Louise vermissen ihn schmerzlich. Seine Berichte von dort machen deutlich, dass Hilfe für die Insel notwendig ist und so spendet Monsieur Citroën einen Wagen B10 für die Mission auf Madagaskar. Zwei Mechaniker sollen den Wagen auf der Tour begleiten. Es braucht einige Überzeugungsarbeit von Louise, bis sie dabei ist. Aber sie hat eine enge Beziehung zu ihrem Bruder und will ihn unbedingt wiedersehen. Ihr Bruder hat inzwischen die Einheimische Rana geheiratet und Louise freut sich, dass sie vier Wochen auf der Insel bleiben kann. Doch der Aufenthalt gestaltet sich ganz anders als erwartet.
    Der Schreibstil ist ungemein lebendig und sehr bildhaft. Ich glaubte die Geräusche des Urwalds zu hören, die Farbenpracht zu sehen und den Duft der Blumen zu riechen.
    Louise ist gerade rechtzeitig in der Tierauffangstation angekommen, um die Hochzeitszeremonie der Tanala mitzuerleben. Doch nach dem größten Glück kommt ein furchtbarer Schlag und sie muss sehr stark sein. Aber es gibt auch Menschen, die ihr helfen. Nur muss sie erst einmal herausfinden, wem sie trauen kann nachdem den furchtbaren Ereignissen. Aber da die Polizei wenig Interesse zeigt, die Sache aufzuklären, kann sie gar nicht anders, als selbst zu ermitteln. Dabei handelt sie, ohne über die Gefahren nachzudenken. Es ist auch bewundernswürdig, wie sie sich in der Auffangstation einbringt, obwohl sie vorher mit Tieren nichts zu tun hatte. Dabei hat es ihr besonders ein kleines Katta-Mädchen angetan, aber das beruht wohl auf Gegenseitigkeit.
    Es ist der Autorin sehr gut gelungen, die unterschiedlichen Charaktere lebendig und sehr authentisch zu gestalten. Dabei konnte ich mir aber bei einigen nicht sicher sein, ob sie nun gut oder böse waren und was sie antreibt. Interessant fand ich es, etwas über die Gebräuche der Einheimischen zu erfahren.
    Ich konnte mich schwer der exotischen Atmosphäre entziehen. Mir hat diese abenteuerliche Geschichte verbunden mit einem Kriminalfall und ein bisschen Liebe sehr gut gefallen.

  • Eine Zeitreise nach Madagaskar


    Paris 1926: die junge Louise Bernard hat einen für ihre Zeit ungewöhnlichen Beruf, sie ist Automechanikerin bei Citroën. Als ihr Arbeitgeber ein Auto einer auf Madagaskar ansässigen Mission spendet, sieht Louise ihre Chance, ihren dort lebenden Zwillingsbruder und dessen Frau besuchen zu können. Adrien Bernard betreibt dort mit Rana und seinem Schwiegervater eine Tierauffangstation. Louise ahnt nicht, wie sehr Aufenthalt auf der Insel ihr Leben verändern wird.


    Das Buch erzählt die Geschichte einer selbstbewussten jungen Frau, die sich gegen das gängige Frauenbild der 1930er Jahre auflehnt und ihren Weg geht. Immer wieder wird sie zwar mit Vorurteilen konfrontiert, jedoch beweist sie zielstrebig, dass auch Frauen in Männerberufen erfolgreich sein können. Von Vorteil ist dabei auch, dass ihre Eltern, auch wenn sie anfangs von ihrem Berufswunsch nicht begeistert waren, sie dennoch unterstützen.


    Gut gefallen haben mir die lebendigen Beschreibungen der Reise nach Madagaskar und Louises gespannte Vorfreude auf das langersehnte Wiedersehen mit ihrem geliebten Bruder – ich wurde selbst ganz kribbelig vor Erwartung. Aber auch die Umgebungsbeschreibungen auf Madagaskar haben mir die Insel näherbringen können, wie auch die Beschreibungen des Alltags in einer Tierauffangstation in exotischem Ambiente.


    Die Charaktere finde ich gelungen und überraschend, ich muss gestehen, dass die Autorin mich erfolgreich in die Vorurteilsfalle gelockt hat, was zwei bestimmte Figuren angeht. Gefallen haben mir auch die Einblicke in die Riten und Traditionen der madagassischen Stämme.


    Was ich aber besonders lobend hervorheben möchte: die Handlung nimmt eine für mich völlig unerwartete Wendung, die ich nicht im geringsten geahnt habe. Dadurch entwickelte sich das Buch in eine ganz unerwartete Richtung. Und die Autorin hat es geschafft, mich nicht nur einmal zu überraschen.


    Ich habe die Reise nach Madagaskar zusammen mit Louise und ihren Reisebegleitern genossen und bin sehr gespannt auf die weiteren Bücher der sympathischen Autorin.


    Mein Fazit erscheint bei:
    Amazon
    Großes Literaturschock-Bücherforum
    Literaturschock.de
    LovelyBooks
    Thalia
    Weltbild
    Blanvalet Verlag

  • Herzlichen Dank auch von mir für diese schöne Leserunde! Es hat mir viel Spaß gemacht, mit Euch zu lesen :bussi:


    Zum Buch:


    Paris 1926: Louise ist Kfz-Mechanikerin in einer Citroën-Autowerkstatt. Als Frau hat sie es nicht leicht in ihrem Beruf, aber Louise ist eine starke Frau und lässt sich nicht beirren. So ist es für sie ganz klar, dass sie auch mit nach Madagaskar reist, als ihr Chef für eine dortige Missionsstation ein Fahrzeug spendet. Auf Madagaskar lebt Louises Zwillingsbruder Adrien mit seiner Frau. Sie leiten eine Tierauffangstation. Louise ist überglücklich, ihren Bruder endlich dort besuchen zu können. Sie ahnt noch nicht, welche Abenteuer auf sie warten...


    Mein Leseeindruck:


    Besonders gut an dieser Geschichte hat mir gefallen, dass sie zum größten Teil auf Madagaskar spielt. Ich habe mich direkt dorthin versetzt gefühlt und konnte mir den Regenwald und die außergewöhnliche Tierwelt sehr gut vorstellen. Die Beschreibungen der Autorin waren so intensiv, dass ich fast Teil der Geschichte wurde.


    Auch sehr gut hat mir die Protagonistin Louise gefallen. In den 1920er Jahren arbeitet sie als Kfz-Mechanikerin. Das weist schon auf eine starke Persönlichkeit hin. Louise war mir zudem sehr sympathisch. Auch wenn sie eine starke und durchsetzungsfähige junge Frau ist, so hat sie doch ihr Herz am rechten Fleck.


    Das Buch erzählt über eine außergewöhnliche Reise, eine wunderschöne Insel, einige Abenteuer und Liebe. Es wird nie langweilig, und immer wieder hat die Geschichte mich mit ihren Wendungen überraschen können.


    Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Es gibt Bücher, die kann ich nicht lange am Stück lesen, weil der Schreibstil holprig oder schwierig ist, aber Anna Levin schreibt sehr flüssig und leicht, so wie ich es am liebsten mag.


    Jetzt bin ich fast ein bisschen traurig, dass ich das Buch beendet habe, denn dank des schönen Settings habe ich mich fast ein bisschen wie im Urlaub gefühlt.


    Jeder, der eine schöne und gleichzeitig auch außergewöhnliche Geschichte lesen möchte mit interessanten Charakteren, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es lohnt sich!

  • Anna Levin - Im Schatten des Flammenbaums - Blanvalet
    Paris/Madagaskar
    Es ist 1924 und die junge Louise Bernard arbeitet bei Citroën. Nein, nicht als André Citroëns Sekretärin, sie ist Mechanikerin und macht sich richtig die Finger schmutzig und irgendwie hat sich die ganze Familie Bernard der Firma des französischen Autoherstellers verschrieben. Der Vater arbeitet dort und ihr Bruder Adrien durfte eine legendäre Rallye begleiten, die "Croisière Noire".
    Die Transafrikaexpedition, die von Nordafrika bis nach Madagaskar ging, betrug abenteuerliche 28.000 km.
    Der Liebe wegen blieb Adrien auf der tropischen Regenwaldinsel, er und seine Rana führen eine Tierauffangstation für verletzte Lemuren. Die kleinen "Schattengeister der Verstorbenen“ sind äußerst liebenswert und erhaltenswürdig und doch gibt es viele Eingeborene, die dafür verantwortlich sind, dass so eine Station existiert. Die kleinen Halbaffen werden gejagt, verletzt und ihr Lebensraum dezimiert, sie zu beschützen, ist nicht immer eine dankbare Aufgabe, die Menschen hungern und die Station ist auf Geldspenden angewiesen.
    Die Insel im indischen Ozean wird jährlich von Naturkatastrophen und Krankheiten heimgesucht, als Andre Citroen um Hilfe gebeten wird, stiftet er spontan sein neuestes Modell, den B10. Louise schafft es unter trotziger Anstrengung ihren Chef zu überreden, sie den Trail begleiten zu lassen. Louise ist stur und besitzt einiges an Überzeugungskraft. Sie geht mit ihren Kollegen und dem Automobile in Marseille an Bord, die Schiffsreise ist beschwerlich, aber Louise ist überglücklich in wenigen Tagen ihren geliebten Bruder wieder in die Arme zu nehmen und kann es gar nicht erwarten seine Freundin Rana kennenzulernen.
    Ein grausamer Mord verändert alles und Louise lässt sich nicht aus den Ermittlungen herausdrängen.
    Der Charme Madagaskars übt auch auf Louise eine gefährliche Anziehung aus.


    Die Autorin legte großen Wert darauf die Tierwelt und die Naturkulisse ausgiebig zu beschreiben, dies ist ihr sehr gut gelungen. Romantik kontra Dschungel und Skorpione im Bett. Historisch angelegte Geschichte über eine tollkühne Französin.


    Danke an Leserunden.de, an das Forum, Iris und den Blanvalet-Verlag und die interessante Leserunde.
    :)


    https://literaturschock.de/lit…scussions/review?id=11816
    https://literaturschock.de/lit…x.php?thread/44609.0.html
    https://www.amazon.de/review/R…m?ie=UTF8&ASIN=3734102618
    https://www.goodreads.com/review/show/1946436432
    http://wasliestdu.de/rezension/schatten-und-flammen
    https://www.lovelybooks.de/aut…on/1441385082/1441412205/

  • Ich bin ein bisschen zwiegespalten was meine Meinung über das Buch angeht. Es hält sich so die Waage würde ich sagen...


    Sehr gut gefallen hat mir das Setting der Geschichte. Sie spielt zum größten Teil auf Madagaskar und die Autorin hat so ausführlich und farbenfroh ein wunderschönes Bild dieser Landschaft gezeichnet, dass ich alles wunderbar vor mir sehen konnte. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich würde mit großer Begeisterung einen Reisebericht lesen. Im Gegensatz dazu, fand ich die Charaktere eher blass und oberflächlich und ich hätte mir etwas mehr Tiefe und Einblick in den Charakter der Figuren gewünscht...So konnte ich zu keinem ein Verhältnis aufbauen und habe bis auf ein oder zwei Begebenheiten ihr Tun eher teilnahmslos verfolgt. Was ich sehr schade finde, weil die Charaktere durchaus potential hatten und symphatisch waren !


    Der nächste Pluspunkt ist, der riesengroße Überraschungsmoment, mit dem die Autorin ihre Leser sowas von aus der Bahn wirft ! Das fand ich großartig ! Ich mag es, wenn plötzlich alles Kopf steht und man sich neu positionieren muss - obwohl ich es natürlich auch unangenehm finde aus der Komfortzone gerissen zu werden ( aber nur ein kleines bisschen ). Bis dahin hatte ich wirklich das Gefühl, die Geschichte plätschert so dahin, ohne großartige Vorkommnisse. Alles fügte sich immer irgendwie auf wundersame Weise und ohne große Worte. Auch das die Hauptperson Louise, so unerschrocken mit allem umgeht und keinerlei Vorbehalte und Angst zeigt, erscheint mir nicht wirklich plausibel. Selbst wenn sie hart im Nehmen ist....
    Einiges wirkte auf mich zu konstruiert und anderes dafür sehr menschlich und verständlich - es ist wirklich nicht sehr einfach die richtigen Worte zu finden.
    Die Geschichte ist unterhaltsam und liest sich in einem Rutsch durch, wenn man will, was an dem gefälligen Schreibstil der Autorin liegen mag - ich war dadurch fast sofort in der Geschichte drin.
    Ich glaube, es hätte dem Buch gut getan ein paar Seiten mehr zu haben und sie für die Vertiefung der Charaktere zu nutzen. So ist es für mich zwar ein Lesespaß, aber ein oberflächlicher gewesen !


    Literaturschock-Forum
    Literaturschock.de
    amazon
    hugendubel
    bücher.de

  • Ich sehe gerade, dass wir alle mit dem Buch durch sind und auch bereits alle Rezensionen eingestellt sind. Daher möchte ich mich herzlich bei dir, liebe Iris, für die tolle Begleitung dieser gelungenen Leserunde bedanken.


    Ebenso danke ich allen Teilnehmern, dass ihr mit euren Beiträgen um Gelingen der Runde beigetragen habt :winken:

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen