02 - Kapitel 4 bis 8 (S. 59 bis 127)

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  • Tamár war mir am Anfang sehr unsympathisch, jetzt weiß ich nicht mehr, was ich von ihm halten soll...

    Wirklich? :o Mir ging es genau anders! Ich mochte Tamar von Anfang an. Ist doch interessant, wie der gleiche Text auf unterschiedliche Menschen gegensätzliche Wirkung haben kann.


  • Sehr gut hat mir die Szene gefallen in der Sten die Zähne zeigt ;D, für Menschen eine freundliche Geste des Anlachens, für Kerr ein angsteinflößendes, agressives Zähnefletschen. Da kann man mal wieder sehen, wie leicht Missverständnisse entstehen.


    Über diese Szene habe ich auch sehr gelacht. Wirklich lustig finde ich, dass die großen starken Trolle vor den kleinen Menschen Angst haben. ;D


    Heimfinderin: Ich bewundere gerade die Art wie du das Buch liest. Diese ganzen Dinge, bezüglich der Trolle, sind mir gar nicht aufgefallen. Und auf die Idee die Namen der Städte nachzuschlagen, wäre ich auch nicht gekommen. Deine Beiträge sind eine echte Bereicherung für mich. :winken:


    Katrin

  • Wirklich? :o Mir ging es genau anders! Ich mochte Tamar von Anfang an. Ist doch interessant, wie der gleiche Text auf unterschiedliche Menschen gegensätzliche Wirkung haben kann.


    Schon witzig! :) Aber ich mochte seine Art nicht, wie er auf dem Hügel mit diesem Mann mit K. (den Namen kann ich mir nicht merken) geredet hat. Wenn jemand solche Bedenken hat sollte man ihn doch ernst nehmen und sich nicht noch lustig machen.


    Über diese Szene habe ich auch sehr gelacht. Wirklich lustig finde ich, dass die großen starken Trolle vor den kleinen Menschen Angst haben. ;D


    Das fand ich auch echt lustig. Aber ich finde es total bemerkenswert, wie Pard mit Kerr umgeht: nach seinem Verhalten in Band 1 hätte ich gedacht, dass er sich über jemanden wie ihn eher lustig macht. Stattdessen nimmt er ihn nicht nur ernst, sondern er zieht in auch noch ins Vertrauen (als sie mit Sten reden) und verteidigt ihn vor den anderen. Ob das daran liegt dass er quasi ein Schüler von Druan war?

    Möge das Schicksal, das uns zusammenführte uns verbinden, dein Weg noch oft den meinen kreuzen und die Brücke zwischen unseren Herzen nie vergehn


  • Aber ich mochte seine Art nicht, wie er auf dem Hügel mit diesem Mann mit K. (den Namen kann ich mir nicht merken) geredet hat. Wenn jemand solche Bedenken hat sollte man ihn doch ernst nehmen und sich nicht noch lustig machen.

    Aber nicht in einer militärischen Hierarchie. Da gilt, was der Anführer sagt und der muss zusätzlich dafür sorgen, dass die Moral seiner Truppe stimmt. Solche Bedenken sind da fehl am Platz und erzeugen nur schlechte Stimmung. Tamar hatte recht das sofort zu unterbinden, auch wenn es hart erscheint.


    Aber ich finde es total bemerkenswert, wie Pard mit Kerr umgeht: nach seinem Verhalten in Band 1 hätte ich gedacht, dass er sich über jemanden wie ihn eher lustig macht. Stattdessen nimmt er ihn nicht nur ernst, sondern er zieht in auch noch ins Vertrauen (als sie mit Sten reden) und verteidigt ihn vor den anderen. Ob das daran liegt dass er quasi ein Schüler von Druan war?

    Stimmt, über Pards Geduld Kerr gegenüber habe ich mich auch schon gewundert. Vielleicht glaubt er auch, dass noch wesentlich mehr in Kerr steckt. Er sieht seine Klugheit und sein zukünftiges Potential, obwohl ich auch das eher ungewöhnlich für Pard finde. Aber er ist insgesamt in diesem Band reifer geworden.

  • Aber nicht in einer militärischen Hierarchie. Da gilt, was der Anführer sagt und der muss zusätzlich dafür sorgen, dass die Moral seiner Truppe stimmt. Solche Bedenken sind da fehl am Platz und erzeugen nur schlechte Stimmung. Tamar hatte recht das sofort zu unterbinden, auch wenn es hart erscheint.


    Da hast du natürlich auch wieder recht, aber es stört mich trotzdem;D

    Möge das Schicksal, das uns zusammenführte uns verbinden, dein Weg noch oft den meinen kreuzen und die Brücke zwischen unseren Herzen nie vergehn


  • Heimfinderin: Ich bewundere gerade die Art wie du das Buch liest. Diese ganzen Dinge, bezüglich der Trolle, sind mir gar nicht aufgefallen. Und auf die Idee die Namen der Städte nachzuschlagen, wäre ich auch nicht gekommen. Deine Beiträge sind eine echte Bereicherung für mich. :winken:


    Oh, danke Jaqui. Ich lese eigentlich gar nicht irgendwie speziell :-[ Ich habe ja auch nicht alles entdeckt, manchmal nur reagiert und wir kommen hier super zusammen auf die verschiedensten Spekulationen. Ich finde es toll, wenn eine Entdeckung oder ein Gedanke eine neue Entdeckung oder Idee nach sich zieht. Das liebe ich an Leserunden. Das finde ich auch immer bereichernd.


    Stimmt, über Pards Geduld Kerr gegenüber habe ich mich auch schon gewundert. Vielleicht glaubt er auch, dass noch wesentlich mehr in Kerr steckt. Er sieht seine Klugheit und sein zukünftiges Potential, obwohl ich auch das eher ungewöhnlich für Pard finde. Aber er ist insgesamt in diesem Band reifer geworden.


    Ja, und vielleicht merkt Pard auch instinktiv, dass Kerr ihm dadurch helfen kann, diese ganze Situation zu bewältigen. Und dessen ehemalige Verbindung zu Druan verstärkt das Gefühl bestimmt. Er ist bestimmt froh, dass er noch jemand "Vernünftigen" neben sich hat in dieser schwierigen Sache.


  • Ich finde es toll, wenn eine Entdeckung oder ein Gedanke eine neue Entdeckung oder Idee nach sich zieht. Das liebe ich an Leserunden. Das finde ich auch immer bereichernd.


    Das mag ich an den Leserunden auch besonders, wenn ich das Buch dann später in der Hand habe, kann ich mich noch genau an die leserunde erinnern und ich verbinde auch immer Personen mit der LR.


    Katrin

  • Hallo!


    Hui, da komme ich ja schon wieder ganz schön spät hierher. Mal sehen, worüber ihr schon alles diskutiert habt.


    Sargans Auftauchen war eine schöne Überraschung. Jetzt ist er wirklich wichtig - und nimmt sich nicht nur so, wie das im ersten Band teilweise war. Mit Sargan hatte ich in dem Moment wirklich nicht gerechnet, aber nach der großen Ankündigung des Besuchs hatte ich schon das Gefühl, dass da was passieren muss. Ich dachte allerdings nicht an eine positive Überraschung sondern meine Vermutung ging eher in die Richtung, dass dem Gesandten unterwegs was passieren wird, sodass daraus ein Chaos entsteht, oder zumindest einige Probleme.


    Sehr überrascht hat mich auch, dass Tamár Gyulas Sohn ist. Diese Konstellation auf diese Weise wie hier aufzudecken, find ich super gemacht!


    Flores wiederzubegegnen war auch sehr schön. Und nach ihrer Begegnung mit Tamár war er mir dann komischerweise doch eher sympathisch (Heimfinderin, hierauf hatte ich in meinem Beitrag im ersten Abschnitt angespielt). Vielleicht hat das Schmunzeln über Flores´ Temperament, Bissigkeit, etc. schon ausgereicht.


    Mich ganz schön geschaudert, als Flores und Vicinia von Gyula wegen einer eventuell noch bestehenden Verbindung zu den Trollen ausgefragt wurden und die beiden das natürlich abgestritten haben, weil sie nicht wussten, dass sich Pard, Kerr und die anderen bei Sten einquartiert haben.


    Was ihr geschrieben habt, kann ich mir aus Zeitgründen nun doch nicht mehr ansehen. Ich hole das sobald wie möglich nach.


    Ich freu mich sehr aufs Weiterlesen!


    Liebe Grüße,
    melima


  • Flores wiederzubegegnen war auch sehr schön. Und nach ihrer Begegnung mit Tamár war er mir dann komischerweise doch eher sympathisch (Heimfinderin, hierauf hatte ich in meinem Beitrag im ersten Abschnitt angespielt). Vielleicht hat das Schmunzeln über Flores´ Temperament, Bissigkeit, etc. schon ausgereicht.


    Ich finde das gerade sehr interessant. Wie kommt es, dass bei der Vorstellung einer Person schon bei den ersten Sätzen ein bestimmtes Gefühl für diejenige beim Leser erzeugt wird. Ich meine, man sieht die Person ja nicht vor sich, wie im richtigen Leben, nicht ihren Gesichtsausdruck, nicht ihre Stimme, etc. Je nachdem wie sich die Person weiter verhält schwankt die Einstellung manchmal noch hin und her, gerade am Anfang, aber der erste Eindruck prägt (zumindest bei mir) die Person und bestimmt das überwiegende Lesegefühl für sie im weiteren Verlauf. Wie ist das, Christoph. Gibt es da ganz bestimmte "Regeln", dieses Gefühl zu übermitteln? Sind das einfach so kleine Dinge wie "Schmunzeln" oder "kalter Blick) o. ä. oder steckt da mehr dahinter, dem Leser mitzuteilen, diese Person ist eigentlich sympathisch und diese Person ist in Wirklichkeit eine linke Ratte, auch wenn es ihr nicht auf der Stirn geschrieben steht. Ich merke gerade, ich kann mich schlecht ausdrücken. Also mir geht es um die versteckten Zeichen, die Gefühle erzeugen,nicht das offensichtliche. Ich stelle mir das nicht so einfach vor, die Charaktere dem Leser zu "übermitteln".


  • Ich finde das gerade sehr interessant. Wie kommt es, dass bei der Vorstellung einer Person schon bei den ersten Sätzen ein bestimmtes Gefühl für diejenige beim Leser erzeugt wird. Ich meine, man sieht die Person ja nicht vor sich, wie im richtigen Leben, nicht ihren Gesichtsausdruck, nicht ihre Stimme, etc. Je nachdem wie sich die Person weiter verhält schwankt die Einstellung manchmal noch hin und her, gerade am Anfang, aber der erste Eindruck prägt (zumindest bei mir) die Person und bestimmt das überwiegende Lesegefühl für sie im weiteren Verlauf. Wie ist das, Christoph. Gibt es da ganz bestimmte "Regeln", dieses Gefühl zu übermitteln? Sind das einfach so kleine Dinge wie "Schmunzeln" oder "kalter Blick) o. ä. oder steckt da mehr dahinter, dem Leser mitzuteilen, diese Person ist eigentlich sympathisch und diese Person ist in Wirklichkeit eine linke Ratte, auch wenn es ihr nicht auf der Stirn geschrieben steht. Ich merke gerade, ich kann mich schlecht ausdrücken.

    Keineswegs! Jedenfalls besser als ich, denn genau das wollte ich auch fragen, bin aber dann daran gescheitert die Problematik zu formulieren.

  • Das ist ein komplexes Thema. Es hängt auch stark von der Perspektive ab. Im Fall der Troll-Bücher schreibe ich recht personal. Alle Personen abseits der Perspektivträger werden nur durch deren Augen wahrgenommen. Das ist einerseits eine gute Chance, um die Protagonisten zu charakterisieren, andererseits muss man das auch bei der Wirkung von Figuren auf den Leser bedenken. Wenn ein Protagonist jemanden zum Beispiel nicht leiden kann, die Person aber für den Leser sympathisch sein soll, muss man diesen Zwiespalt irgendwie lösen.


    Generell gibt es einige Möglichkeiten, Personen zu charakterisieren. Sehr einfach und eher ungern gesehen sind wertende Beschreibungen, z.B. "der böse Mann". Wirkt plump. Interessanter wird es, wenn man die Personen über ihre Taten charakterisiert. Manchmal kann man auch ihre Gedanken zeigen, je nach Perspektive eben. Die Sprache einer Person, sowohl Form als auch Inhalt ist ebenfalls gut geeignet. Und dann die subtileren Anzeichen, wie Mimik oder Körpersprache, die vielfältige Möglichkeiten bietet. Man kann z.B. durch Hinweise auf verkrampfte Finger oder unruhige Blicke andeuten, dass jemand lügt, selbst wenn der Protagonist das gar nicht entdeckt. Das ist allerdings recht diffizil.


    Es lohnt für einen Schreiberling, sich mit der Körpersprache des Menschen vertraut zu machen. Zumindest unbewusst lesen wir ja alle diese vielen Zeichen. Steht jemand offen oder mit defensiv mit verschränkten Armen? Sind die Extremitäten ruhig, oder gibt es viel Bewegung? Schwitzt jemand? Ist die Gelassenheit echt, oder nur vorgetäuscht?


    Das ist ein weites Feld, dessen Kenntnis definitiv sehr hilfreich ist.


    Lieben Gruß,


    Christoph

  • Hallo ihr Lieben!



    Diesem Vrok traue ich im Übrigen nicht über den Weg! Ich könnte mir vorstellen, dass der noch mal Ärger macht.


    Das geht mir auch so. Allerdings muss das bei mir nichts heißen, denn dasselbe dachte ich im ersten Band über Pard...und da ist auch nie etwas ins Problematische eskaliert. (Nicht, dass mich das stört... *g*)




    Und so wie er sich bereits jetzt mit Flores fetzt, bahnt sich da sicher noch etwas an. ;D


    Den Gedanken hatte ich auch. Und am Ende des Abschnitts dachte ich noch, dass Tamárs Gedanken, die um Sten und Flores kreisen, keineswegs zum Kern haben, dass er mit Flores nun die Schwester desjenigen vor sich hat, an dem er sich schon immer rächen wollte und ihm wegen der diplomatischen Verhandlungen nun die Hände gebunden sind. Ich glaube stattdessen viel mehr, dass es ihn einfach sehr irritiert, dass er nun die Schwester desjenigen vor sich hat, dem er schon immer hat wehtun wollen und sei so beeindruckend findet.




    Das wäre doch ein lustiges Paar - Flores und Tamár, mehr Wortgefechte als Romantik.


    Naja, was für die einen eine Meinungsverschiedenheit, ist für die anderen ein prima Vorspiel. ;)




    Das Wüten Andas und ihres Trupps ist schon sehr grausam. Es war übrigens so ein kurzes Kapitel wie damals die mit den Zwergen. Mal gespannt, ob das so bleibt. Das war damals gut gemacht. Kurz aber „schmerzhaft“.


    Ja, da musste ich auch sofort an die Zwerge denken. Das ist also auch ein Punkt, den ich sehr spannend finde!




    Pard sucht also Hilfe bei Sten und es stellt sich heraus, dass Costin bei dem Überfall getötet wurde (deshalb hat Anda ihn schon mal vorher gewittert) . Jetzt, wo ich wieder weiß, wer Costin war. >:(


    Oh ja, diese Erkenntnis war wirklich dolle traurig. :(




    Amüsant fand ich die Gedanken, die sich Kerr über die Menschen und ihr Aussehen und Verhalten gemacht hat. Aber ansonsten fand ich den Abschnitt mit Pards Trollen sehr bedrückend und traurig, denn ihre Angst und Unsicherheit waren richtig zu spüren, finde ich.


    Ja, und wenn man sich das mal vorstellt: Da kommt ein ganzer Haufen dieser riesigen Ungeheuer - nach außen großklappig, nach innen ängstlich und unsicher - zu den kleinen hilflosen Menschlein, die sich Mauern aus Stein bauen müssen, weil sie so schwach sind und die immer Waffen haben müssen, weil sie ohne nichts ausrichten können. Und diese großen Ungeheuer schlüpfen bei den schwächlichen Menschen unter, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen. Das kann einem doch nur gleich doppelt Leid tun, oder? --- Ich empfinde Mitleid mit riesigen, hässlichen, Menschen fressenden, Angst erregenden Bestien. :o




    Mir macht es etwas Angst, dass Flores und Vicinia in seiner Hand sind, besonders, wenn er durch Kundschafter herausfinden wird, dass Sten Trolle in seiner Burg hat.


    Waaah, davor graut mir echt schon richtig arg!




    Ich denke aber, dass Tamar klug und flexibel genug ist um seine Einstellungen noch zu ändern und dann das zu tun, was nötig ist.


    Oh man, hoooffentlich! Obwohl das ja noch lange nicht den Anschein macht.




    Was mir in diesem Buch bisher sehr gut gefällt ist, dass man so viel Gedanken lesen kann insbesondere von Kerr als Troll. Das ist ein ganz interessanter Aspekt. Ich wollte schon immer mal wissen, was in so einem Trollkopf vorgeht.


    Oh ja, sehr spannend. Allerdings hat uns Christoph in der Leserunde zum ersten Teil auch versprochen, dass wir die Trolle jetzt noch etwas besser kennen lernen werden.




    Ich möchte niemals in voller Länge bei einer dieser interessanten und aufsführlichen Dyrierreden dabeisein.


    :D Naja, zumindest nicht ohne eine Kanne Kaffee.




    Was auch immer Anda und ihre Trolle größer und stärker gemacht hat, es hat sich auch empfindlicher gegen Licht gemacht. Schon das Pilzlicht hat sie gestört, und hier brennt ihr das Mondlicht auf der Haut.


    Das ist mir auch aufgefallen. Ich hab es aber noch nicht erwähnt, weil ich erst noch ein paar Mal feststellen wollte, dass bei den anderen Trollen eine solche Bemerkung auf jeden Fall ausbleibt. Mir war nämlich nicht so, dass das vorher (im ersten Band) mal erwähnt wurde, dass Mondlicht auch schon ausrichtet.




    Schon witzig! :) Aber ich mochte seine Art nicht, wie er auf dem Hügel mit diesem Mann mit K. (den Namen kann ich mir nicht merken) geredet hat.


    Köves, oder?




    Tamár [...] in einem Zwiespalt gefangen, emotional, dabei aber klug. Seine Agonie angesichts der Situation war eine echte Herausforderung, ebenso sein manchmal ambivalentes Verhalten.


    Die Ambivalenz seines Verhaltens zeigt sich, denke ich, sehr schön in unseren Diskussionen über ihn. Unsere Eindrücke über ihn sind reichlich verschieden und jeder schwankt in seiner Meinung über ihn. Witzig, wie wir uns hin- und herreißen lassen! :)




    Ansonsten ein großes Lob an die Teilnehmer: viel zu erklären habe ich ja nicht, da ihr mir gemeinsam ganz gut auf die Schliche kommt ... ;)


    Zum ersten: Das wird schon noch kommen und ganz ohne dich wollen wir ja doch nicht auskommen und tun es ja auch nicht.
    Und zum zweiten: :P ( ;) )


    @Christoph, letzter Beitrag: Das klingt ziemlich kompliziert bzw. eben komplex, wie du es schon sagtest. Aber es ist wahnsinnig spannend, wahrscheinlich auch für dich zu sehen, wie deine Charakterisierungen bei uns ankommen, welche Wirkungen sie bei uns erzielen, oder? Auch wenn die Wirkungen an den Testlesern bereits erprobt sind. Kommt es eigentlich auch mal vor, dass jemand etwas ganz anders wahrnimmt als beabsichtigt oder bei den Testlesern herausgekommen ist? Oder verhalten wir uns genau so, wie du "vorgesehen" hast?


    Liebe Grüße,
    melima

  • Nein, man kann nicht die Reaktion jedes Lesers vorhersehen. Nicht einmal annähernd, deswegen versuche ich daran beim Schreiben auch gar nicht zu denken. Ich versuche, die Dinge so zu schreiben, wie sie in meinem Kopf geschehen. Kommt es so beim Leser an, war es gut, kommt es falsch an, war ich schlecht. Irgendwann liegt der Text in der Hand der Leserin, und spätestens dann muss man als Autor loslassen und darauf vertrauen, dass man sein Bestes gegeben hat. Dennoch muss man akzeptieren, dass es manchmal einfach nicht "passt", dass Leser unterschiedlich sind und man nicht zu allen Zugang finden kann. Es wird immer welche geben, die das Buch nicht mögen, die etwas anders sehen oder verstehen, denen andere Dinge wichtig sind.


    Jeder Leser sieht die Dinge anders; wie langweilig wäre die Welt, wenn das nicht so wäre? Und wozu wären Leserunden gut, wenn alle gleich lesen? ... ;)


    Lieben Gruß,


    Christoph

  • Danke, Christoph, für die interessanten Informationen!



    Es lohnt für einen Schreiberling, sich mit der Körpersprache des Menschen vertraut zu machen. Zumindest unbewusst lesen wir ja alle diese vielen Zeichen. Steht jemand offen oder mit defensiv mit verschränkten Armen? Sind die Extremitäten ruhig, oder gibt es viel Bewegung? Schwitzt jemand? Ist die Gelassenheit echt, oder nur vorgetäuscht?


    Das ist ein weites Feld, dessen Kenntnis definitiv sehr hilfreich ist.


    Man muss es also schaffen, dem Leser die Körpersprache, durch Worte sichtbar zu machen. Und dabei besonders die unbewussten Dinge, dem Leser bewusst zu machen, ohne dass ihm das eigentlich selbst bewusst ist (auf dem Präsentierteller vorgelegt wird). Das erzeugt dann dieses gewisse Gefühl, das man beim Lesen für bestimmte Personen entwickelt, aber sich nicht immer (z. B. aufgrund von widersprechenden Informationen oder Handlungen) erklären kann. Ich finde das sehr spannend und denke, dass ist nicht einfach. Dir ist es aber gut gelungen! Ich finde diese Gefühlsebene aber sehr wichtig, denn nur so bekommt man einen richtigen Bezug zu den Personen. Wird mir die Person am Anfang haarklein erklärt, so dass ich weiß, ja, die gehört zu den Guten, die hat die und die Eigenschaften, dann ist das evtl. gar nicht mehr zu erspüren und dann fehlt mir definitv etwas.


  • Ich empfinde Mitleid mit riesigen, hässlichen, Menschen fressenden, Angst erregenden Bestien. :o


    Ja, man möchte sie manchmal einfach trösten. Kaum vorstellbar :o. Trotzdem halte ich lieber Abstand...



    Das ist mir auch aufgefallen. Ich hab es aber noch nicht erwähnt, weil ich erst noch ein paar Mal feststellen wollte, dass bei den anderen Trollen eine solche Bemerkung auf jeden Fall ausbleibt. Mir war nämlich nicht so, dass das vorher (im ersten Band) mal erwähnt wurde, dass Mondlicht auch schon ausrichtet.


    Wahrscheinlich ist es wirklich so, dass mit Steigerung der Kraft auf der einen Seite, etwas anderes dafür auf der anderen Seite "geopfert" werden muss, bzw. ein Nachteil entsteht. Fände ich jedenfalls nur gerecht.

  • Guten Morgen,


    hier wieder was von der Leseschnecke :winken:


    Durch diesen Abschnitt bin ich nun auch durch und ihr ward ja schon sehr fleissig, da kann ich kaum was ergänzen.



    Sehr gut hat mir die Szene gefallen in der Sten die Zähne zeigt ;D, für Menschen eine freundliche Geste des Anlachens, für Kerr ein angsteinflößendes, agressives Zähnefletschen. Da kann man mal wieder sehen, wie leicht Missverständnisse entstehen.

    Das fand ich auch sehr nett, und machte mir Kerr sehr sympathisch. Was er alles bemerkt ;)


    Ich habe auch schon eine erste Vermutung zur Veränderung von Anda. Möglicherweise ist sie mit ihrer Gruppe in der Tiefe auf einen radioaktiven Ort getroffen, der zum einen schön warm ist, zum anderen aber diese merkwürdigen Veränderungen bewirkt.
    Da bin ich schon sehr gespannt.


    Das erstmal kurz von mir, jetzt ist erstmal Kinderzeit! Bis später.
    Liebe Grüße
    Kathrin


  • Ich habe auch schon eine erste Vermutung zur Veränderung von Anda. Möglicherweise ist sie mit ihrer Gruppe in der Tiefe auf einen radioaktiven Ort getroffen, der zum einen schön warm ist, zum anderen aber diese merkwürdigen Veränderungen bewirkt.
    Da bin ich schon sehr gespannt.


    Die Theorie passt dann doch eher in einen SciFi-Roman. ;D

  • ;D
    Ok, dann ein phantastischer Erklärungsversuch: Anda ist in den Bann eines geheimnissvollen Magiers gelangt, der ihr und ihren Trollgefährten einen Trank bereitet, der stark, größer, unverwundbar und gefährlicher macht ;D passt das besser?


    :winken:
    Liebe Grüße
    Kathrin