#1 Erstes Buch: Anfang bis einschl. Kapitel 8 (bis Seite 72)

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  • Hallo lieber Michael,
    liebe MitleserInnen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Tote Helden" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Michael Peinkofer - schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Ihr dürft den Autor duzen!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netikette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis einschl. Kapitel 8 (bis Seite 72) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Hallo lieber Michael, hallo liebe Mitleser,


    da ich zu den Glücklichen gehörte, schon gestern das Buch zu bekommen, konnte ich nicht widerstehen, schon anzufangen, zumal ich gerade ein anderes Buch beendet hatte.


    Zum Buch: Ich finde, Piper gibt sich immer sehr viel Mühe mit seinen Fantasy-Romanen. Die beiden Klappeinbänder mit den tollen Karten, das schöne dicke Papier, das tolle Cover, das glücklicherweise bei Fantasy oft nicht mehr kitschig, sondern stylisch schön gestaltet wird und die kleinen Zeichen zu Beginn eines Kapitels (wie heißen die doch gleich) sowie die Kapitelüberschriften und kurzen Kapitel (ich liebe das) haben mich - ohne auch nur eine Zeile gelesen zu haben - sehr positiv auf das Buch eingestimmt. Besonders gut finde ich, dass das Personenverzeichnis am Anfang steht. Das erleichtert das Blättern.


    Der Prolog erzählt von Ikerón, der mir sehr leid tat, nur wegen seiner besonderen Gabe verbannt zu werden, obwohl er doch seinen Freunde und die Dorfbewohner vor Schlechtem gewarnt und gerettet hat. Aber vermutlich ist alles, was der Mensch sich nicht erklären kann, von Natur aus Böse und muss vernichtet, oder wie in diesem Fall verscheucht werden. Das erinnerte mich ein wenig an die Hexenverfolgung.


    Natürlich bin ich mir deshalb sehr sicher, dass Rayan, der besondere Barde, auch Ikerón ist, der den "Steinschlag" damals überlebt hat. Vermutlich rührt auch die Narbe über seinem Gesicht von dem damaligen Vorfall. Die Figur ist mir auch sofort sympathisch und hat mich direkt abgeholt. Ich fiebere mit ihr und bekam einen Schreck, als Rayan auf die Unsichtbaren traf, die glücklicherweise nichts Böses im Sinn hatten, sondern seinem Lied sehr aufmerksam zugehört hatten und sich so retten konnten. Sind das vielleicht die alten Helden und Legenden aus der Vergangenheit, von denen im Klappentext die Rede ist? Den Anführer fand ich durchaus sympathisch und weise. Ich hoffe, von denen noch mehr zu lesen.


    Diesen Zwerg Lorymar kann ich noch nicht so richtig einschätzen, ist aber auch nicht unsympathisch. Ich ahne nur böse Pläne und Intrigen von dem König Astyragis und dem Feuerprieser Xusra. Überhaupt sind mir diese ganzen Figuren nicht ganz geheuer. Ich glaube, nur der Neffe Nawyd, der durch seine Jugend noch nicht ganz ausgereift ist, hat so etwas wie Mitgefühl, Moral und Gerechtigkeitssinn. Ich befürchte allerdings, dass er sich nicht durchsetzen kann, auch wenn König Astyragis bei ihm mehr Milde walten lässt. Wenn Nawyd seinem Onkel in die Quere kommt, wird er sicherlich keine Skrupel haben, ihn aus dem Weg zu räumen, wenn er seine Pläne in Gefahr sieht. Und sehr nobel finde ich auch, dass er sich für seine Schwester einsetzt.


    Ich hoffe, Rayan erhält seine Umhängetasche wieder. Das war aber auch wirklich leichtsinning, in einer Stadt wie Skaradag nicht auf sein Gepäck zu achten ;)


    Die ersten 72 Seiten sind ein spannender Auftakt, der Wechsel zwischen den beiden Szenarien machten das Buch sehr lebendig, und ich hätte direkt weiterlesen können (Hoch lebe die Parallellektüre :D).


    Wieviele Bände soll es eigentlich geben (nur damit ich schon mal weiß, wie viel Platz ich zukünftig in meinem übervollen Regal schaffen muss).

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Herzlichen Dank für diese erste Einschätzung ... Was Rayans Tasche betrifft - wie Du schon vermutet hast, gibt es da ein Geheimnis. Und was die Länge betrifft - naja, ein paar Bändchen könnten es schon werden ... Gehe derzeit von 3 bis 4 aus. Es gibt noch viel Stoff zu erzählen ...

  • So, ich habe auch losgelegt und bin schon recht gut in der Geschichte angekommen, denke ich.


    Ist Rayan Ikéron aus dem Prolog? Zumindest scheinen sie eine ähnliche bzw. dieselbe Gabe zu haben, sie können manchmal in die Zukunft blicken. Schwierig nur, dass Rayan seine Gabe nicht steuern kann.
    Und auch für Ikéron war es wohl mehr ein Fluch als eine Gabe. Sehr bitter, wie sich sein Dorf gegen ihn gewandt hat, obwohl er vielen der Einwohner oft geholfen und sie vor Schaden bewahrt hat. Sein eigener Vater verbannt ihn? Wie grausam. Und anstatt dass man ihn dann wenigstens einfach gehen lässt, wird er noch beinahe gesteinigt :(


    Was will Rayan in dieser Salzstadt? Sehr einladend wirkt diese auf mich bisher nicht. Aber er scheint ein klares Ziel zu haben und dafür schlägt er auch die Aufnahme bei den Unsichtbaren aus, die in seiner Situation doch eigentlich recht verlockend für ihn hätte sein müssen. Aber ich bin gespannt, ob er denen nochmal begegnet.


    Ich muss gestehen, ich habe so leichte Game of Thrones-Assoziationen beim Lesen ;) Gerade bei den Szenen um den König und seinen Rat. Ein Zwerg, ein Eunuche mit Spitzeln, ein Feuerpriester...


    Letzterer ist mir besonders unheimlich. Was heckt er da für einen Plan aus? So ganz genau habe ich das Gespräch am Ende des Abschnitts noch nicht verstanden. Aber wir werden sehen...

  • Auf dem Toliono sind die Karten mit Nordwest- und Südosthälfte noch ziemlich gut zu erkennen. Wenn man sich anstrengt, sind die Städtenamen gerade so lesbar, ansonsten reicht es, den Tolino auf die Seite zu kippen, damit man kann alles einwandfrei lesen.


    Die Dramatis Personae habe ich ehrlich gesagt übersprungen. Will mir da noch nichts vorwegnehmen. Mir persönlich gefällt es besser, wenn solche Listen am Ende eines Buches stehen.


    Der Prolog ist sehr stark. Ich stand praktisch mit auf dem Platz und durfte dem fiesen Schauspiel beiwohnen. Die Atmosphäre ist düster und die ersten Fragen tauchen auf: Wie genau hat er die Menschen errettet? Warum haben sie es jetzt erst auf ihn abgesehen, wenn er seine "bösen" Kräfte doch schon häufiger eingesetzt hat? Wer sind die Exekutoren? Ist die Gestalt auf dem Cover einer der Schwarzen Reiter der Exekutoren?


    Das Dorf Corras, Burgos, habe ich leider nicht auf der Karte gefunden. Der Name Ikerón ist für mich irgendwie schwer zu merken. Kaum hatte ich ihn gelesen, hatte ich ihn auch schon wieder vergessen und ich musste darauf warten, dass er nochmal auftaucht. Selbst für dieses Feedback musste ich ihn tatsächlich nachschlagen. xD


    Die Unsichtbaren sind so unglaublich freundlich, wie man es von Fremden nicht unbedingt erwarten darf. Rayan muss einen unglaublichen Wert für sie haben. Die Unsichtbaren haben anscheinend aufs Land verstreut einige ihrer Mitglieder und sind nicht immer geschlossen als Gruppe unterwegs. Warum schließt sich Rayan dann nicht trotzdem ihnen an, trotz seiner Aufgabe? Weiß er, dass er von seiner Aufgabe nie zurückkehren wird?


    Also ich will ja nix sagen, aber vieles erinnert mich doch stark an eine andere erfolgreiche Fantasy-Geschichte... Die Münze des Vielgesichtigen...äh der Unsichtbaren..."Niemand"...


    Lorymar erinnert mich an Tyrion: Halbling, Wein und Weibern zugetan, Narbe im Gesicht, wohlhabend bzw. zumindest im Wohlstand lebend und "Meister der scharfen Zunge"? Naaja...dann noch der Rat mit einem alten Berater, einem Eunuch, einem Feuer-Priester (gut, die gibts ja wirklich häufig)...
    ich musste lange überlegen, was ich dazu sagen soll.
    Tja, Tyrion gefiel mir schon immer und gerade die Zwiste im Kleinen Rat besonders. Das Beste rausgepickt, sozusagen.^^ Deswegen finde ich es bisher nicht schlimm. Nur, habe ich natürlich dadurch schon recht präzise Vorstellungen zu dem Charakter.


    Die Salzstadt ist toll beschrieben, überhaupt sind die Schauplätze gut vorstellbar. Was mir auffällt: Es wird was "entgegnet", "gekontert", "hoch angerechnet"...aber nie "gesagt". Ich war schon kurz davor, mein Notizbuch zu zücken, denn hier findet man eine breite Palette an Synonymen, da würde ich mir gerne eine Scheibe von abschneiden. ;-)


    Insgesamt ist die Vorstellung der Charaktere bisher gut gelungen. Zuerst war ich schockiert von der Anzahl der Kapitel, die das Buch hat, aber ich finde es bei dem Wechsel von Charakter zu Charakter sinnvoll und eher angenehm.

  • Hallo ihr Lieben,


    ich bin mit meinem ersten Buch von Michael ebenfalls gut gestartet und bin schon gespannt, wohin die Reise gehen wird.


    Nun erstmal zum Prolog: ich denke, wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass Ikerón Rayan sein wird. Oder doch nicht? Das erste Mal habe ich gezweifelt, als Rayan nach Skaradag "zurückkehrt", denn es "fühlte" sich an wie heimkommen, aber Ikerón lebte in einem Dorf. Und warum hat Rayan seinen Namen geändert? Weil er sein altes Leben komplett hinter sich lassen wollte, nachdem er in die Verbannung geschickt wurde?


    Dass sein eigener Vater Ikerón in die Verbannung schickte, fand ich sehr grausam. Zuerst dachte ich auch, es wäre wirklich aus Angst vor den Exekutoren, aber nachdem ihn sogar seine Freunde mit Steinen bewerfen, muss mehr dahinterstecken. Die Verachtung ihm gegenüber muss immens sein, wenn die Dorfbewohner dafür in Kauf nehmen, in Zukunft nicht mehr vor einer Gefahr gewarnt zu werden. Vllt. sind sie auch der Meinung, dass Ikerón die Gefahr durch sein Zweites Gesicht erst heraufbeschwört - Aberglauben trägt ja die seltsamsten Formen.


    Wie Rayan in der Schenke die Vision überkommt, war gruselig - und noch gruseliger, als sie sich in ihrer ganzen Brutalität erfüllt. Über die Unsichtbaren hätte ich gerne noch etwas mehr gelesen, vielleicht haben sie nochmal einen Auftritt. Meinetwegen hätte Rayan sich ihnen gerne anschließen dürfen, das wäre sicher spannend geworden ;D


    Warum war Lahad so entsetzt, dass Rayan nach Skaradag will? Überhaupt bin ich gespannt, was Rayan dort erreichen will und wie. Nun aber ist erstmal seine Tasche weg - war hier etwas Besonderes drin, außer seiner Leier oder hat der Dieb sich einfach das geschnappt, was er kriegen konnte?


    Dann haben wir den Handlungsstrang um den Zwerg und Narren Lorymar - die Hofnarren sollte man nie unterschätzen, sie bekommen so einiges mit und durchschauen dadurch recht schnell bestimmte Zusammenhänge - so wie er auch das Gespräch zwischen Astyragis und Xusra belauscht. Xusra traue ich nicht über den Weg, er ist mir zu fanatisch. Aber auch gefährlich, wie er es schaffte, den Schreiber in Brand zu setzen. Kein Wunder, dass dieser nicht erpicht darauf war, dass seine Tätowierung bekannt wird, wenn dann das einzige Mittel diese Seelenreinigung ist.


    Ob jemand anderes als Xusra und der König von ihrem Plan überhaupt weiß. Gut gefällt mir bisher der erste Eindruck, den wir von Prinz Nawyd haben, ich hoffe, wir lesen von ihm auch noch mehr.


    Aber nochmal zurück zu Lorymar: während Rayan die Zukunft sieht, wird Lorymar von der Vergangenheit eingeholt - ist das eine Art schlechtes Gewissen oder haben diese Träume eine tiefere Bedeutung? Und wie werden die Ereignisse von Altashar mit denen von Rayan zusammenhängen? Ich bin gespannt.


    Bei den vielen Völkern und wem alles nicht zu trauen ist, hoffe ich, dass ich nicht den Überblick verliere. In jedem Fall sieht es für das Land eng aus mit den ganzen Unruhen an seinen Grenzen.


    Achja, eines habe ich noch vergessen, und zwar das Fragment des unbekannten Autors, welches vor dem Prolog abgedruckt ist:
    Für die einen waren sie Legenden,
    Für die anderen ein Albtraum.
    Für wieder andere nur dämliche Arschlöcher
    (an der Stelle musste ich lachen ;D)
    Doch weder die einen noch die anderen ahnten, dass sie noch
    immer unter uns weilten ...


    Von wem ist hier die Rede? Im ersten Moment dachte ich, ob damit die Unsichtbaren gemeint sind, aber das glaube ich inzwischen nicht mehr.


  • Dass sein eigener Vater Ikerón in die Verbannung schickte, fand ich sehr grausam. Zuerst dachte ich auch, es wäre wirklich aus Angst vor den Exekutoren, aber nachdem ihn sogar seine Freunde mit Steinen bewerfen, muss mehr dahinterstecken.


    Die Szene fand ich auch sehr grausam, immerhin ist es sein eigener Sohn und dann wird er noch von seinen Freunden mit Steinen beworfen. Das fand ich sehr übertrieben, zeigt aber auch, WIE sehr sie sich vor ihm fürchten.



    Ich musste an der gleichen Stelle lachen. Diese doch sehr moderne Formulierung liest man in diesem Genre eher seltener. Ich vermute tatsächlich, dass die Unsichtbaren die alten Legenden sind, könnte mich aber natürlich auch täuschen. Ich hoffe sehr, dass sich das am Ende aufklärt und man nicht erst bis zum letzten Band warten muss. Ich weiß.... unwahrscheinlich, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zum Schluss.



    Also ich will ja nix sagen, aber vieles erinnert mich doch stark an eine andere erfolgreiche Fantasy-Geschichte... Die Münze des Vielgesichtigen...äh der Unsichtbaren..."Niemand"...


    Lorymar erinnert mich an Tyrion: Halbling, Wein und Weibern zugetan, Narbe im Gesicht, wohlhabend bzw. zumindest im Wohlstand lebend und "Meister der scharfen Zunge"? Naaja...dann noch der Rat mit einem alten Berater, einem Eunuch, einem Feuer-Priester (gut, die gibts ja wirklich häufig)...
    ich musste lange überlegen, was ich dazu sagen soll.


    Ich muss gestehen, ich habe so leichte Game of Thrones-Assoziationen beim Lesen ;) Gerade bei den Szenen um den König und seinen Rat. Ein Zwerg, ein Eunuche mit Spitzeln, ein Feuerpriester...


    Ich glaube bei der Vielzahl an Fantasy-Romanen, vor allem, wenn man selbst sehr viele liest, wird sich immer irgendetwas wiederholen oder man wird unwillkürlich an einen anderen Roman erinnert. Das geht mir genauso. Auch ich hatte schon bei dem ersten Abschnitt mehrere Fantasy-Serien vor Augen. Da ich die alle aber gut finde und die unterschiedlichen Verknüpfungen wieder etwas völlig Neues schaffen, finde ich das nicht schlimm. Im Gegenteil, ich glaube sogar, dass das sehr hilfreich ist, sich sofort in die Geschichte einzulesen und sich dort wohl zu fühlen. Das ist so wie alte Bekannte treffen.


    Zitat

    Insgesamt ist die Vorstellung der Charaktere bisher gut gelungen. Zuerst war ich schockiert von der Anzahl der Kapitel, die das Buch hat, aber ich finde es bei dem Wechsel von Charakter zu Charakter sinnvoll und eher angenehm.


    Da stimme ich Dir zu, die Charaktere finde ich auch sehr gut gestalten. Viele, vor allem kurze Kapitel liebe ich. Sie haben nur einen Nachteil: Sie verführen zu schnell zum weiterlesen. "Ist ja nur ein kurzes Kapitel..." und schwups ist das Buch ausgelesen ;D

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Die Szene fand ich auch sehr grausam, immerhin ist es sein eigener Sohn und dann wird er noch von seinen Freunden mit Steinen beworfen. Das fand ich sehr übertrieben, zeigt aber auch, WIE sehr sie sich vor ihm fürchten.


    Genau - Ikerón hat mir in dem Moment unendlich leid getan, einmal wegen der Verbannung und dann noch offene Ablehnung durch die Freunde :'(

  • Ich bin auch gestartet und der Prolog war grausam, aber eine Szene, die sehr oft gebraucht wird. Für die Gemeinschaft verraten Eltern ihre Kinder, vielleicht aus Angst, vielleicht aus Pflichtbewusstsein, aber ganz sicher auch aus Angst vor dem "Monster", dem unverständlichen, dem Anderen.
    Ihr habt schon so viel geschrieben, dass ich mich jetzt mal einfach anhänge.




    Auf dem Toliono sind die Karten mit Nordwest- und Südosthälfte noch ziemlich gut zu erkennen. Wenn man sich anstrengt, sind die Städtenamen gerade so lesbar, ansonsten reicht es, den Tolino auf die Seite zu kippen, damit man kann alles einwandfrei lesen.


    Ich bin nicht so ein Kartenfan, die meisten Karten sehen für mich gleich aus. Es ist für die Orientierung nicht schlecht. Aber mich würde interessieren, nach welchen Kriterien ihr Karten beurteilt. Vielleicht lerne ich dann was über unterschiedliche Qualitäten.



    Dramatis Personae habe ich ehrlich gesagt übersprungen. Will mir da noch nichts vorwegnehmen. Mir persönlich gefällt es besser, wenn solche Listen am Ende eines Buches stehen.


    Das geht mir auch so. Ich war sehr überrascht und habe die Seiten schnell überschlagen.



    Der Prolog ist sehr stark. Ich stand praktisch mit auf dem Platz und durfte dem fiesen Schauspiel beiwohnen. Die Atmosphäre ist düster und die ersten Fragen tauchen auf: Wie genau hat er die Menschen errettet? Warum haben sie es jetzt erst auf ihn abgesehen, wenn er seine "bösen" Kräfte doch schon häufiger eingesetzt hat? Wer sind die Exekutoren? Ist die Gestalt auf dem Cover einer der Schwarzen Reiter der Exekutoren?


    Ich glaube es geht im Prolog doch sehr deutlich hervor, in welchen Situationen er die Dorfbewohner gerettet hat. Er hat sie vor der Dürre gewarnt, so konnten sie vorräte anlegen und haben nicht gehungert, er hat sie vor den Steuereintreibern gewarnt, vor den Plünderern, so dass diese sie nicht im Schlaf überraschen konnten. Er hat so mehrfach das Leben der Menschen im Dorf gerettet. Zunächst dachten wohl alle an einen Zufall, aber dann wurde klar, dass er anders ist. Ich weiß nicht welche Erfahrungen diese Welt mit denen gemacht hat, die die Voraussicht haben, aber scheinbar sehen sie etwas sich entwickelndes darin und haben Angst vor der stärker werdenden Kraft, die nicht beherrschbar ist (wie wir dann beim Sänger sehen und wie es scheinbar schon bei seiner Mutter war- es ist nicht klar, ob er als Kind etwas getan hat, was sie umbrachte, oder ob sie auch diese Gabe hatte)



    Das Dorf Corras, Burgos, habe ich leider nicht auf der Karte gefunden. Der Name Ikerón ist für mich irgendwie schwer zu merken. Kaum hatte ich ihn gelesen, hatte ich ihn auch schon wieder vergessen und ich musste darauf warten, dass er nochmal auftaucht. Selbst für dieses Feedback musste ich ihn tatsächlich nachschlagen. xD


    Ich merke mir selten Namen. Ich schlage auch nach, nur eben wegen des Feedbacks. Da bin ich dann dankbar für ein Personenregister oder wenn ich bei anderen abgucken kann ;D



    Die Unsichtbaren sind so unglaublich freundlich, wie man es von Fremden nicht unbedingt erwarten darf. Rayan muss einen unglaublichen Wert für sie haben. Die Unsichtbaren haben anscheinend aufs Land verstreut einige ihrer Mitglieder und sind nicht immer geschlossen als Gruppe unterwegs. Warum schließt sich Rayan dann nicht trotzdem ihnen an, trotz seiner Aufgabe? Weiß er, dass er von seiner Aufgabe nie zurückkehren wird?


    Ich bin mir nicht sicher, was die Unsichtbaren wirklich sind. Nachdem ich durch die Leserunde zu Nordwärts erfahren haben, wie demokratisch Piraten waren, frage ich mich hier auch. eigentlich erinnern sie mich an die Fremdenlegion.
    Ryan ist ja davon überzeugt, dass dies keine gesetzestreuen Menschen sind und vielleicht will er sich nicht an dem beteiligen, was sie tun. Er könnte dann auch nicht mehr wirklich als Sänger arbeiten, denn nur für die Seeleute, das wird irgendwann langweilig für beide Seiten. Ich weiß nicht, ob man immer mal wieder ausscheren kann. Mal sehen, ich denke wir haben sie nicht das letzte Mal gesehen.



    Die Salzstadt ist toll beschrieben, überhaupt sind die Schauplätze gut vorstellbar. Was mir auffällt: Es wird was "entgegnet", "gekontert", "hoch angerechnet"...aber nie "gesagt". Ich war schon kurz davor, mein Notizbuch zu zücken, denn hier findet man eine breite Palette an Synonymen, da würde ich mir gerne eine Scheibe von abschneiden. ;-)


    Mach doch ;D


    Insgesamt ist die Vorstellung der Charaktere bisher gut gelungen. Zuerst war ich schockiert von der Anzahl der Kapitel, die das Buch hat, aber ich finde es bei dem Wechsel von Charakter zu Charakter sinnvoll und eher angenehm.


    Finde ich auch sehr angenehm.


  • Ist Rayan Ikéron aus dem Prolog? Zumindest scheinen sie eine ähnliche bzw. dieselbe Gabe zu haben, sie können manchmal in die Zukunft blicken. Schwierig nur, dass Rayan seine Gabe nicht steuern kann.


    Ich denke schon, dass es die gleiche Person ist und ich vermute man kann die Gabe nicht steuern, ohne es zu lernen. Aber da sie verboten ist, gibt es keine Ausbildung dazu.


    Und auch für Ikéron war es wohl mehr ein Fluch als eine Gabe. Sehr bitter, wie sich sein Dorf gegen ihn gewandt hat, obwohl er vielen der Einwohner oft geholfen und sie vor Schaden bewahrt hat. Sein eigener Vater verbannt ihn? Wie grausam. Und anstatt dass man ihn dann wenigstens einfach gehen lässt, wird er noch beinahe gesteinigt :(


    Das ist m.E. das schlechte Gewissen. man muss sich einreden, dass da wirklich ein Monster verjagt werden muss.


    Was will Rayan in dieser Salzstadt? Sehr einladend wirkt diese auf mich bisher nicht.


    ´
    Die Frage stellt sich mir wirklich. Es sieht so aus, als habe er eine Vision von irgendwas, was von dort ausgeht und er will es verhindern? ändern? Oder jemanden treffen? Wenn er etwas verhindern will, dann wäre er wirklich ziemlich dumm, denn er weiß ja nun, dass er dafür dann sterben muss. Hier würde er vermutlich nicht nur verjagt werden. Ich wünschte mir, dass es eine Vision war, die ihm helfen kann, also eventuell Menschen mit der gleichen Gabe, aber es klingt eigentlich anders


    er scheint ein klares Ziel zu haben und dafür schlägt er auch die Aufnahme bei den Unsichtbaren aus, die in seiner Situation doch eigentlich recht verlockend für ihn hätte sein müssen. Aber ich bin gespannt, ob er denen nochmal begegnet.


    Ich bin sicher, dass er ihnen noch mal begegnet. Es wäre ja sonst nicht notwendig gewesen, ihm die Münze zu geben. In jedem Märchen kommt dann die Situation wo so ein Geschenk plötzlich einen Sinn erhält. Und verlockend? Nur kurzzeitig.


    Ich muss gestehen, ich habe so leichte Game of Thrones-Assoziationen beim Lesen ;) Gerade bei den Szenen um den König und seinen Rat. Ein Zwerg, ein Eunuche mit Spitzeln, ein Feuerpriester...


    Da ich Game of Thrones nicht gelesen und nicht gesehen habe, habe ich ganz andere Assoziationen. Der Zwerg ist bei mir eine Mischung aus Zwerg Nase und kleinem Muck. Irgendwie sehe ich zumindest immer wenn der große Turban ins Gespräch kommt den kleinen Muck vor mir :)



    Letzterer ist mir besonders unheimlich. Was heckt er da für einen Plan aus? So ganz genau habe ich das Gespräch am Ende des Abschnitts noch nicht verstanden. Aber wir werden sehen...


    Feuerpriester sind mir immer unheimlich! Kenne keine Gutmenschen unter ihnen bis jetzt.

  • Nun erstmal zum Prolog: ich denke, wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass Ikerón Rayan sein wird. Oder doch nicht? Das erste Mal habe ich gezweifelt, als Rayan nach Skaradag "zurückkehrt", denn es "fühlte" sich an wie heimkommen, aber Ikerón lebte in einem Dorf. Und warum hat Rayan seinen Namen geändert? Weil er sein altes Leben komplett hinter sich lassen wollte, nachdem er in die Verbannung geschickt wurde?


    Er war ja ohne Bewußtsein in einem Fluss. Wenn er da lebend rausgekommen ist, dann vermutlich mit Hilfe. vielleicht hat ihn jemand aus der Stadt zu sich genommen und ihm geholfen?



    Warum war Lahad so entsetzt, dass Rayan nach Skaradag will? Überhaupt bin ich gespannt, was Rayan dort erreichen will und wie. Nun aber ist erstmal seine Tasche weg - war hier etwas Besonderes drin, außer seiner Leier oder hat der Dieb sich einfach das geschnappt, was er kriegen konnte?


    Es wirkt so, als ob der Dieb sich einfach geschnappt hat, was er kriegen konnte. Es wäre aber auch möglich, dass dies gerade die Voraussicht was, die er hatte und dass damit alles losgegangen ist. Vielleicht hatte er nicht den Diebstahl gesehen, aber der war dann doch der Auslöser? Ich frage mich auch, ob die Leier eine besondere ist. Natürlich braucht er sie um zu singen und das ernährt ihn (wie den Kämpfer das Schwert) aber seine Sorge um die Leier scheint mir doch sehr stark. Entweder hat sie einen großen Erinnerungswert, vielleicht hat ihn ein Sänger aufgenommen und ausgebildet und es ist dessen Geschenk oder Erbe, oder sie hat etwas magisches. Ich vermute allerdings ersteres.


    Dann haben wir den Handlungsstrang um den Zwerg und Narren Lorymar - die Hofnarren sollte man nie unterschätzen, sie bekommen so einiges mit und durchschauen dadurch recht schnell bestimmte Zusammenhänge - so wie er auch das Gespräch zwischen Astyragis und Xusra belauscht. Xusra traue ich nicht über den Weg, er ist mir zu fanatisch. Aber auch gefährlich, wie er es schaffte, den Schreiber in Brand zu setzen. Kein Wunder, dass dieser nicht erpicht darauf war, dass seine Tätowierung bekannt wird, wenn dann das einzige Mittel diese Seelenreinigung ist.


    Tja wäre er mal auf die Tatoomesse gegangen, da gab es zwei Stände, die Tatoos auf einfachere Weise beseitigen ;D


    Ob jemand anderes als Xusra und der König von ihrem Plan überhaupt weiß. Gut gefällt mir bisher der erste Eindruck, den wir von Prinz Nawyd haben, ich hoffe, wir lesen von ihm auch noch mehr.


    Er scheint klug und mutig zu sein, allerdings hat er wenig Chancen gegen das Zweiergespannt König und Xusra. Die Prinzessin wird wiedermal nicht gefragt. Immer diese Männergesellschaften in der Fantasy.


    Aber nochmal zurück zu Lorymar: während Rayan die Zukunft sieht, wird Lorymar von der Vergangenheit eingeholt - ist das eine Art schlechtes Gewissen oder haben diese Träume eine tiefere Bedeutung? Und wie werden die Ereignisse von Altashar mit denen von Rayan zusammenhängen? Ich bin gespannt.


    Ich gehe davon aus, dass sie zusammenhängen und ich denke, dass es schon sehr schlimm sein muss, entweder würde es die wahre Herkunft des "Zwerges" entlarven oder seine Träume sind wirklich schlechtes Gewissen. Ich vermute, dass er bei der Auslöschung einer Ortschaft dabei war und überlebt hat, was nun mal keinem gut tut, wenn es jemand erfährt.


    Bei den vielen Völkern und wem alles nicht zu trauen ist, hoffe ich, dass ich nicht den Überblick verliere. In jedem Fall sieht es für das Land eng aus mit den ganzen Unruhen an seinen Grenzen.


    Ja, dabei scheint es aber so zu sein, dass die Bedrohung doch eher von dem Zweiergespann ausgeht. Allerdings wenn hier der Prinz so gelobt wird, dann sollte man auch beachten, wie er die Probleme lösen würde. Wenn die Situation anders geschildert würde, eine weise friedliebende Monarchin ihre Tochter bitten würde, um des lieben Friedens Willen zu heiraten (was ja durchaus üblich war) und ein böser Kriegshetzer dann dagegen gesprochen hätte wie hier der Prinz: "besser wäre es, die Gesandten aus Archos allesamt zu enthauptenund ihre Köpfe nach Elayan zurückzuschicken." Auf welcher Seite stünden wir Leser dann???



    Ich denke es sind eben die Toten Helden. Um die geht es doch, oder? Vielleicht sind es magiebegabte Menschen? Mein Schatz meinte es klingt wie alte Götter.


  • Aber mich würde interessieren, nach welchen Kriterien ihr Karten beurteilt. Vielleicht lerne ich dann was über unterschiedliche Qualitäten.


    Naja, Wege nachvollziehen zu können, das sollte eine Karte mindestens ermöglichen. Nachbarländer zu kennen, auf die Bezug genommen wird, lässt einen noch mehr in die Geschichte eintauchen. Qualitative Unterschiede liegen sonst vielleicht im Detailreichtum, sonst könnte ich es auch nicht genau sagen. Ich denke nur, dass gerade auf den eReadern die Karten sehr problematisch sind. Zum einen wäre da das Blättern zur Karte (mal eben ist das zumindest bei mir nicht) und ich hatte es auch bei der Phileasson-Saga so, dass ich dafür lieber auf der Info-Internetpräsenz nachguckte, weil auf der Karte im eBook wirklich nicht viel zu erkennen war.


    Ich glaube es geht im Prolog doch sehr deutlich hervor, in welchen Situationen er die Dorfbewohner gerettet hat.


    Mir ging es darum, wie genau seine Fähigkeit funktioniert.


    Ich bin mir nicht sicher, was die Unsichtbaren wirklich sind.


    Auf mich wirken sie wie die Nachtwache in GoT. Man lässt sein altes Leben hinter sich und lebt nach ihren Gesetzen. Ich halte sie nicht für die toten Helden. Ich denke, dass unser Halbling mehr über die toten Helden weiß. Er hat sie vielleicht früher erlebt und auch die Schrecken, gegen die sie gekämpft haben, weshalb er schlecht schlafen kann.

  • Ich denke nur, dass gerade auf den eReadern die Karten sehr problematisch sind. Zum einen wäre da das Blättern zur Karte (mal eben ist das zumindest bei mir nicht)


    Auf welchem Reader liest du? Ich lese auf dem IPad und da kann man wie beim Kindl gut Lesezeichen setzen und kommt auch über das Inhaltsverzeichnis ganz schnell zu bestimmten Stellen. Ich finde das ist ein großer Vorzug des Readers, dass man zum Beispiel auch Stellen im Buch viel schneller wiederfindet.


    Mir ging es darum, wie genau seine Fähigkeit funktioniert.


    Ich dachte, das sei beschrieben? Was ist da unklar? Er sieht es voraus und sagt es den Leuten. Vermutlich haben die Dorfbewohner zuerst nicht darüber nachgedacht. Vielleicht kam ja auch die Angst vor ihm erst mit der Zeit, mit dem erstarken seiner Visionen. Allerdings, wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann sagt er "ich mache es nicht mehr" . Hmm, ja, dann ist die Frage wirklich, was hat er gemacht, dass man ihm die Voraussage geglaubt hat. Manchmal kommt man auch auf zusätzliche Fragen, Danke!


    Ich bin mir nicht sicher, was die Unsichtbaren wirklich sind.



    Auf mich wirken sie wie die Nachtwache in GoT. Man lässt sein altes Leben hinter sich und lebt nach ihren Gesetzen. Ich halte sie nicht für die toten Helden.


    Wie gesagt, ich kenne GoT nicht und die Fremdenlegion ist ja auch so aufgebaut.



    Ich denke, dass unser Halbling mehr über die toten Helden weiß. Er hat sie vielleicht früher erlebt und auch die Schrecken, gegen die sie gekämpft haben, weshalb er schlecht schlafen kann.


    Das klingt interessant und möglich.

  • Oh mei... ihr seid so schnell :D


    Nun gut, wie immer mache ich es Kapitelweise.


    Prolog


    Ikeron wird verbannt. Warum genau, was seine Eigenschaft angeht, das bleibt ein wenig im Dunklen. Ich denke, er kann die Zukunft erkennen oder deuten. Seine Mutter scheint die gleichen Kräfte gehabt zu haben. Der Vater ist der Dorfvorsteher und spricht die Verbannung aus. Schön ist das Bild mit "kein Wasser, kein Feuer". Das gefiel mir sehr. Die Szene an sich erinnert mich irgendwie an die Verbannung von Connor MacLeod.


    Es ist ein Einstieg, der mich zumindest neugierig gemacht hat. Man wird angefüttert, aber die Fragen sammeln sich beim Lesen.


    Die Karte gefällt mir, nur ist es schade, dass sie so geteilt ist. Da lobe ich mir die Karte im Herrn der Ringe, die man ausklappen kann.

  • Ich glaube bei der Vielzahl an Fantasy-Romanen, vor allem, wenn man selbst sehr viele liest, wird sich immer irgendetwas wiederholen oder man wird unwillkürlich an einen anderen Roman erinnert. Das geht mir genauso. Auch ich hatte schon bei dem ersten Abschnitt mehrere Fantasy-Serien vor Augen. Da ich die alle aber gut finde und die unterschiedlichen Verknüpfungen wieder etwas völlig Neues schaffen, finde ich das nicht schlimm. Im Gegenteil, ich glaube sogar, dass das sehr hilfreich ist, sich sofort in die Geschichte einzulesen und sich dort wohl zu fühlen. Das ist so wie alte Bekannte treffen.


    Also von meiner Fantasy-Erfahrung her kann ich sagen, dass ich bisher noch nicht erlebt habe, dass so viel einem anderen Roman gleicht. Ganz besonders unser Tyrion-Verschnitt wirkt derzeit fast schon 1:1 übernommen. Nur, dass Tyrion in GoT durch seinen Namen seine Stellung inne hat und hier ist es noch etwas schwierig für mich zu erkennen, wie er genau seinen Platz fand und warum man einen Narren mit in den Rat setzt und sogar nach seiner Meinung fragt. Nicht falsch verstehen: Ich habe kein Problem damit, dass soviel wieder zu erkennen ist. Es könnte nur ein Problem für das Buch sein, wenn das später das ist, was noch vorrangig hängen bleibt, etwa: "Da kamen Charaktere aus GoT drin vor".


    Ich lese auf dem Tolino und ja, man kann mit Lesezeichen springen, aber um mal eben auf die Karte zu schauen, finde ich es trotzdem umständlicher als einfach vorne aufzuschlagen.

    Liebe Grüße

    Juliane

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  • Kapitel 1


    Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass hier einige GoT nannten, oder aber die Ähnlichkeit aus der Serie einfach da war. Der Hungrige Wolf... Das Schild erinnerte mich an die Starks^^. Aber das ist nahezu lächerlich, weil das ein dermaßen simpel gehaltenes Symbol ist, dass es allgegenwärtig ist. Das erste Lied ist brilliant. Die Irrlichter haben ein ähnliches, ich mag sowas sehr und es passt wunderbar in die Szenerie. Abschließend frage ich mich, ob das nicht unser guter Ikeron aus dem Prolog ist. Immerhin scheint er etwas gesehen zu haben.


  • Ich weiß nicht welche Erfahrungen diese Welt mit denen gemacht hat, die die Voraussicht haben, aber scheinbar sehen sie etwas sich entwickelndes darin und haben Angst vor der stärker werdenden Kraft, die nicht beherrschbar ist (wie wir dann beim Sänger sehen und wie es scheinbar schon bei seiner Mutter war- es ist nicht klar, ob er als Kind etwas getan hat, was sie umbrachte, oder ob sie auch diese Gabe hatte)


    Stimmt, Ikeróns Mutter hatte ich ganz aus den Augen verloren bis zum Ende dieses Abschnitts, dabei hatte ich mich auch gefragt, was mit ihr geschehen ist und ob sie ebenfalls über die Gabe verfügte.



    Es wirkt so, als ob der Dieb sich einfach geschnappt hat, was er kriegen konnte. Es wäre aber auch möglich, dass dies gerade die Voraussicht was, die er hatte und dass damit alles losgegangen ist. Vielleicht hatte er nicht den Diebstahl gesehen, aber der war dann doch der Auslöser? Ich frage mich auch, ob die Leier eine besondere ist. Natürlich braucht er sie um zu singen und das ernährt ihn (wie den Kämpfer das Schwert) aber seine Sorge um die Leier scheint mir doch sehr stark. Entweder hat sie einen großen Erinnerungswert, vielleicht hat ihn ein Sänger aufgenommen und ausgebildet und es ist dessen Geschenk oder Erbe, oder sie hat etwas magisches. Ich vermute allerdings ersteres.


    So hatte ich das noch gar nicht gesehen, dass der Diebstahl bereits Teil der Voraussicht sein könnte, da könnte was dran sein. Und ja, was die Leier angeht, bin ich bei dir, ich fand seine Sorge um sein Instrument ebenfalls auffällig. Andererseits verdient er damit seinen Unterhalt, dadurch stellt sie für ihn schon aus diesem Grund einen wertvollen Gegenstand dar. Oder aber sie ist doch etwas ganz besonderes.



    Ja, dabei scheint es aber so zu sein, dass die Bedrohung doch eher von dem Zweiergespann ausgeht. Allerdings wenn hier der Prinz so gelobt wird, dann sollte man auch beachten, wie er die Probleme lösen würde. Wenn die Situation anders geschildert würde, eine weise friedliebende Monarchin ihre Tochter bitten würde, um des lieben Friedens Willen zu heiraten (was ja durchaus üblich war) und ein böser Kriegshetzer dann dagegen gesprochen hätte wie hier der Prinz: "besser wäre es, die Gesandten aus Archos allesamt zu enthauptenund ihre Köpfe nach Elayan zurückzuschicken." Auf welcher Seite stünden wir Leser dann???


    Genau wegen des von dir zitierten Ausspruchs bin ich gespannt auf den Prinzen, wie er sich im Endeffekt geben wird. Noch wissen wir auch nichts von den Menschen aus Archos, warum Nawyd solch einen drastischen Vorschlag macht: sind sie solche Barbaren, wie Nawyd sie darstellt oder nicht.



    Ich denke es sind eben die Toten Helden. Um die geht es doch, oder? Vielleicht sind es magiebegabte Menschen? Mein Schatz meinte es klingt wie alte Götter.


    Das denke ich auch, dass es sich dabei um die Toten Helden handelt, aber wer sind sie? Eben weil sie sich so mystisch anhören, denke ich nicht, dass es sich bei ihnen um die Unsichtbaren handelt. Alte Götter hört sich ebenfalls gut an.


    Achja, was Lorymar und Muck angeht: ich hatte die gleiche Assoziation wegen dem Turban ;D