#3 Erstes Buch: Kapitel 17 bis einschl. Kapitel 26 (Seite 139 bis 206)

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  • Doch, auf die Bordellbetreiberin tippe ich. Denn bei ihr wurden die anscheinend astari-typischen spitzen Ohren erwähnt bzw. angedeutet. Und irgendwie finde ich es spannend, in ihrem Zusammenhang mit dem Wort "unschuldig" zu spielen ;)


    Ich tippe ebenfalls auf die Bordellbetreiberin. Wie Rhea schon schrieb, muss "unschuldig" nicht mit "jungfräulich" (im Sinne von nicht mit Sexualität behaftet) gleichgesetzt werden. Es reicht, wenn die Bordellbetreiberin in wahrsten Sinne des Wortes "frei von Schuld" ist, also noch niemals jemand absichtlich oder auch nur unabsichtlich geschadet hat.



    Bei wem seid ihr alle momentan am liebsten dabei? Rayan, Lorymar oder unserem düsteren Großexekutor?


    Den Großexekutor lese ich am wenigsten gerne, zum Glück kommt er ja auch weniger drin vor.


    Die Passagen mit Thorgon finde ich sehr gelungen. Ohne Frage sind sie grausam, zeigen aber gleichzeitig auf, in welcher Welt die teilweise noch zu enthüllenden Helden bestehen werden müssen. Es gibt keinen übermächtigen Bösewicht von außen, wie beispielsweise im HdR, sondern das Übel kommt von innen, von den Menschen selbst. Xusra und Thorgon sind nur Beispiele dafür.



    Lorymar ist mir etwas unsympathisch geworden, als er die Bitte ablehnte, der hübschen Prinzessin die Sprache der Westrier beizubringen. Na er wird schon seine Gründe haben.


    Noch weiß man nicht, was Lorymars Ziele überhaupt sind. Wir gehen davon aus, dass er aufgrund Rayans Lied einer der gesuchten Helden sein kann, aber erstens ist das noch nicht sicher und zweites bedeutet es nicht automatisch, dass ein Held fehlerfrei sein muss. Lorymar kann sich noch immer als einer der Bösewichter der Serie entpuppen (was ich aber selbst auch nicht wirklich glaube, um ehrlich zu sein). Lorymar ist für mich derzeit deswegen zu faszinierend, weil er genügend Raum zu spekulieren gibt. Man weiß noch nicht, warum er nach Altashar ins Exil ging und eigentlich nicht vorhatte, nach Westray zurück zu kehren. Mir sind auch seine Gründe für die nun notwendige Rückkehr nicht klar. Quälen in diese Träume wegen einer tatsächlichen Schuld, die er begleichen muss? Oder gibt es einen anderen Grund sowohl für die Träume als auch die Rückkehr?


    Aber zurück zu Lorymars Ablehnung, der Prinzessin die Sprache beizubringen: ich vermute, er möchte sich nicht mit ihr befreunden. Das könnte aber passieren, wenn er durch den Unterricht zwangsläufig mehr Zeit mit ihr verbringt.

  • Ich bin diese Woche kaum zum Lesen gekommen, diesen Abschnitt habe ich vor ein paar Abenden begonnen und ich möchte meine bisherigen Eindrücke schon mal schildern, bevor ich die Hälfte vergesse :-[


    Rayan bringt die sieben Helden ins Spiel, ich denke, dabei handelt es sich um die Toten Helden. Und der magische Stein, mit dem sie Astray retten wollten, existiert scheinbar immer noch - nur hält jeder ihn und die Legenden, die sich um ihn ranken für genau das, nämlich für Legenden.


    Woher weiß Rayan von dem Stein? Hat er das in einer seiner Vision gesehen? Das wäre dann aber ein ziemliche klare Vision gewesen. Das kann ich aber nicht so ganz glauben, ich denke, von den alten Legenden bzw. den sieben Helden wusste er von anderer Seite und mich würde interessieren, woher.


    Wenn der Stein tatsächlich in der Schatzkammer von Skaradag liegt, gehe ich mal davon aus, dass seine Bedeutung den Stadtoberen nicht bekannt ist.


    Die Geschichte um den Kampf gegen die Malfertas (stellten sie damals auch den Kaiser, gegen den gekämpft wurde?) und dem Alten Reich interessiert mich ebenfalls brennend. Im Moment verstehe ich das so, dass dieser Kampf zu der Großen Divergenz führte - aber warum?


    Der Stein stammt also von den Astari - haben sie ihn den sieben Helden freiwillig gegeben? Haben damals Menschen und Astari an einem Strang gezogen? Waren die sieben Helden damals erfolgreich oder nicht und es kam deswegen zur Großen Divergenz? Warum nahmen nur sieben Helden den Kampf auf und nicht eine vereinte Armee der verschiedenen Völker? Auf die "Legenden" bin ich echt gespannt.


    Thorgon ist wirklich skrupellos und absolut nachtragend: schlimm, wie er den Dorfvorsteher und dessen Sohn so grausam bestraft.


    Es sieht beinahe so aus, als ob Bray noch weiterhin eine Rolle spielen wird, worüber ich mich sehr freue - und sie ist nicht nachtragend und steht hinter Rayans Vorschlag und hofft natürlich, dass sie nicht auf das falsche Pferd setzt.


    Lorymar ist nun mit Nyasha und Nawyd unterwegs und ich bin weiterhin gespannt, was der Halbling für ihre Flucht geplant hat. Dann bin ich natürlich gespannt, wen er mit ihr meint, als er sich fragt, was aus ihr geworden ist? Wo vermutet er, dass sie sich aufhalten könnte? Ist sie eine alte Liebe oder hat sie etwas mit der Vergangenheit zu tun, die ihn in seinen Alpträumen heimsucht?


    Eure Beiträge lese ich erst durch, wenn ich den kompletten Abschnitt durchgelesen habe.

  • Zumindest der Zauberlehrling hat einen Refrain und auf Wiki steht "Wichtigstes Formmerkmal der balada ist ein mehrzeiliger Refrain (respos, refranh)."Mit (modernen) Balladen kenne ich mich aber auch nicht aus. Vielleicht spielt er ja auch mal was anderes als nur Balladen.^^


    Also ich habe immer Balladen geliebt und schon als Kind auswendig gelernt. Ich weiß nicht, was da als Refrain bezeichnet wird, aber normalerweise erzählen sie eine Geschichte. Vielleicht verstehe ich nur unter Refrain etwas anderes als die Wissenschaftler, aber wo bitte ist in der Bürgschaft, im Handschuh, Bei John Maynard, der Lorelei, Nis Randers, Archibald Douglas usw. ein Refrain? Der Zauberlehrling war für mich nie eine Ballade, sondern immer ein Gedicht. Naja, Wiki weiß mehr. Leider habe ich mein umfangreichstes Balladenbuch verliehen, aber ich glaube ich gehe mal forschen, demnächst.

  • So, bis Michael wieder da ist von der LBM, hole ich mal zu euch auf. Mir kommt dieser Abschnitt irgendwie noch immer wie der Prolog vor, ich weiß noch bei niemandem so recht wo er/sie her kommt, hingeht oder welche Ziele/Werte hinter den Taten stecken. Ich bin völlig orientierungslos in Michaels‘ Welt geraten! Da wir aber schon mehr als 1/3 gelesen haben, wird es m.E. garantiert einen Cliffhanger am Ende des Buches geben :o



    Doch, auf die Bordellbetreiberin tippe ich. Denn bei ihr wurden die anscheinend astari-typischen spitzen Ohren erwähnt bzw. angedeutet. Und irgendwie finde ich es spannend, in ihrem Zusammenhang mit dem Wort "unschuldig" zu spielen ;)


    Also ich hatte weder die Bordellbetreiberin noch die Prinzessin im Blick für diese Rolle. Ich hatte eher mit der Frau gerechnet, die Lorymar in seiner alten Heimat sucht. Vielleicht war Lorymar ja auch früher schon einer der 7 Helden, er hatte mal erwähnt, dass Halblinge ja viel länger leben als Menschen. Und vielleicht kennt er die Frau von früher, wodurch sie ihm mit den Träumen, die er vielleicht auch von damals hat, helfen könnte.


    Das würde ich mir gerne aber genauer mit euch ansehen, daher poste ich das Lied aus dem Buch nochmal hier (naja, nur den Ausschnitt mit den 7 Helden):


    Also Lorymar ist wirklich, so denke ich, der Halbling von dem die Rede ist. Einen Dwarg, einen Urok und einen Drak haben wir ja noch gar nicht kennengelernt, oder? Also wir wissen durch Lorymar, dass Dwarge die Zwerge des Norderns mit Bärten und so sind.


    Hattet ihr schon gemutmaßt, wer der Krieger ist? Ich würde tatsächlich am ehesten mit D_Stalder konform gehen, dass es sich höchstens um den Großexekutor handelt. Da weiß ich allerdings nicht mehr, ob irgendwann von seinem Alter die Sprache war. Der Krieger soll ja angeblich jung sein. Dass es der Prinz ist, scheint mir unrealistisch, dann hätte er sich ja von Lorymar – den wir schon als Teil der Gruppe sehen – getrennt. Und wie bereits weiter oben erwähnt, denke ich weder, dass die Bordellbesitzerin noch die Prinzessin ein Teil dieser Runde sind, aber vielleicht irre ich da und der Vater der Prinzessin hat eine ehemalige Herrscherin der Astari zur Frau genommen und so Nachkommen einer alten Herrscherdynastie gezeugt. Ich würde aber eher auf die Frau tippen, die Lorymar sucht wegen seinen Träumen – entweder als Heiler oder als altes Blut.


    Ich bin auf jeden Fall auf eure Sicht auf diese Sachen gespannt.



    Bei wem seid ihr alle momentan am liebsten dabei? Rayan, Lorymar oder unserem düsteren Großexekutor?


    [...]


    Eine Frage habe ich auch noch zu den Kapitelenden. Vielleicht bin ich auch zu blöd und verstehe es einfach nur nicht. Was hat es damit auf sich, wenn da 3Ostragi für „Wind“ steht??


    Also ich werde mit Lorymar irgendwie nicht warm. Er ist Trinker und ziemlich unfreundlich und arrogant. Ich ertrage ihn nur, weil ich denke es hat etwas mit seiner Vergangenheit zu tun, dass er so geworden ist. Naja. Ich lese momentan am liebsten den Strang um Rayan oder den Großexecutor und hoffe daher natürlich, dass diese Stränge sich bald kreuzen. Da dieses Kapitel aber das letzte in Buch 1 ist, habe ich Angst, dass wir jetzt zu GANZ anderen Helden springen ;D Mal schaun!


    Also in der Printversion wäre es mit * versehen und als Fußnote die Übersetzung des Wortes. Ich weiß aber nicht, ob ich das bräuchte bzw. ob nicht ein kurzes Wortverzeichnis am Ende sinnvoller wäre. Ich bin nicht so ein Fußnotenfan (außer bei Walter Moers), wenn es um Romane geht.


    Außerdem bin ich jetzt noch mehr gespannt, was Michael am Montag dazu zu sagen haben wird :D Spannende Geschichte!

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Also aus rein wissenschaftlicher Sicht gibt es Balladen mit und ohne Refrain (oder etwas Refrainartigem). Die Klassiker wie Schiller und Goethe hatten das selten, bis auf den Zauberlehrling, der tatsächlich als Ballade gezählt wird. Öfter kamen refrainartige Strophen oder Strophenteile in den Balladen der Romantik vor, da man versuche das gemeine Volk mit dem Bildungsbürgertum zu vereinbaren. zB gäbe es in Mörikes' "Die Feuerreiter" einen refrainartigen Strophenteil, der sich ständig wiederholt:



    Refraine waren damals einfach nur genutzt, um sich das besser merken zu können bzw. damit das gemeine Volk auch einfach mitsingen/sprechen konnte (zumindest diese Teile).

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Nun habe ich noch den Rest gelesen:


    Ganz schön riskant, dass sich Rayan während des Überfalls durch die Spinnen hat fesseln lassen. Dass er in dem Moment gezweifelt hat, obwohl er weiß, wie sicher seine Visionen sind, hat mich nicht gewundert, aber so dürfte er das Vertrauen der Krähen nun wirklich erlangt haben.


    Und kämpfen kann er auch ziemlich gut - es hat ja schon was, wenn man sich in einer aussichtslosen Situation befindet und man aber eigentlich sicher ist, dass man nach seiner Vision so nicht sterben wird. Andersrum ist es dafür umso gruseliger, wenn man in die Situation kommt ;D
    Bray scheint Rayan ganz gut zu gefallen, immerhin ist er eifersüchtig, als er sie mit ihrem Freund tanzen sieht.


    Als Lorymar tödlich getroffen ins Meer stürzt, war ich kurz wirklich schockiert und dachte nur, dass es das doch nicht sein konnte mit der Figur :o Aber es war glücklicherweise nur ein Traum.


    Nun haben wir die Antwort darauf, wie Nyasha und Lorymar unbemerkt fliehen wollen - ehrlich, mit so einem Blutbad hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Nyashas Reaktion auf die Morde hat mir gut gefallen: sie verurteilt sie aufs schärfste, wird sich aber dann allmählich bewusst, was sie dadurch gewinnt. Allerdings frage ich mich, ob sie mit diesem Wissen leben kann oder ob ihr Gewissen sie eines Tages stolpern lassen wird.


    Ich bin jetzt jedenfalls sehr gespannt auf Abyssia, auf die grauenvollen Gerüchte, die mit seinen Alpträumen zusammenhängen. Und was seine Anspielung gegenüber Nyasha bedeuten könnte, dass das alles nicht mehr von Bedeutung sein wird, wenn ... Was plant er? Ich habe im Moment überhaupt keine Idee. Und was soll eigentlich aus Nyasha in Zukunft werden?


    Thorgon scheint von dem magischen Stein nichts zu wissen; solch ein Artefakt muss ja in den Augen der Exekutoren ein absoluter Frevel sein. Ich hoffe nur, Thorgon erwischt Rayan nicht in Skaradag, er ist ihm bedrohlich nah auf den Fersen.


    Wir erfahren noch etwas mehr über die alten Legenden: die Helden waren tatsächlich eine bunt gemischte Truppen aus Angehörigen verschiedener Völker. Bei dem Halbling, der seine Heimat verloren hat, musste ich an Lorymar denken, aber das kann nicht sein, denn zeitlich dürfte dieser Kampf lange Zeit zurückliegen. Wurde eigentlich schon mal erwähnt, wie lange?


  • Und warum ist er der Prinzessin gegenüber so abweisend? Sie werden ja immerhin noch eine ganze Weile zusammen reisen, wäre es so schlimm, Zeit mit ihr zu verbringen und ihr Sprachunterricht zu geben?


    Stimmt, das hat mich auch gewundert, dass er ihr keinen Sprachunterricht geben will. Überhaupt muss er doch irgendwas für sie geplant haben, wo er sie unterbringen will usw.

  • Ich bin sicher, dass der Halbling dazugehört. Wäre schon komisch, wenn es so einen Zufall gäbe, dass in dem Lied auch ein Halbling beschrieben wird, der die Heimat verloren hat. Die Tochter der Astari ist die Prinzessin, auch das ist ziemlich eindeutig.


    Den Zusammenhang hatte ich völlig übersehen :-[ Dabei habt ihr recht, es ist wirklich ziemlich eindeutig.



    Rheas Ansatz gefällt mir, dass Rayan väterliches und nicht sexuelles Interesse an Bray haben könnte. Erstens ist mir der Altersunterschied zu groß und zweitens wäre eine Romanze zwischen den beiden einfach zu "Es-muss-noch-eine-Liebesgeschichte-geben-also-wird-schnell-eine-gebastelt"-mäßig.


    Ich muss gestehen, auf die Überlegung mit den väterlichen Gefühlen bin ich auch nicht gekommen, dabei hat das was.

  • Ui, spannend, jetzt kommen Infos zu den Legenden. Das finde ich immer spannend, so kleine Rätsel. Der genannte Halbling ist bestimmt tatsächlich unser Lorymar. Bei der Astari habe ich auch an die Schönheit im Bordell gedacht, Rayan hat ja angedeutet, die speziellen Ohren an ihr zu vermuten (und dazu das gefühlte Alter). Die anderen sind uns wohl noch unbekannt und wir lernen sie noch später kennen. Spannend ist auch die Frage, was dieser Stein wohl für eine besondere Bedeutung oder Macht hat. Da es ein Stein der Astari ist, ist natürlich etwas Besonderes zu erwarten. Ob die Oberhäupter von Skaradag wissen, was sie aufbewahren? Die meisten scheinen ja diese Legenden als reine Märchen abzutun. Aber vielleicht glaubt nicht nur Rayan an den Stein.


    Der Kampf zwischen den Krähen und den Spinnen war spannend und bildhaft zu lesen, nicht zu lang und nicht zu kurz. Zwei Dinge geben mir zu denken (wie auch den meisten von euch): Brays Freund könnte zu einer Gefahr für Rayan werden, da sind negative Spannungen zu spüren. Und die Anziehung Rayans zu Bray bzw. deren Gefühl, Rayan schon lange zu kennen könnte bedeuten, dass sie sich entweder schon mal begegnet sind, als Bray schon ein Kind war, oder sie sogar sein eigenes Kind ist. Oder eben eine sexuelle Anziehungskraft besteht, die ich bei dem Altersunterschied nicht ganz so toll fände (ich hab nichts gegen Altersunterschied, aber hier würde es mich irgendwie stören, keine Ahnung warum).


    Auf der anderen Seite haben wir Lorymar, der es tatsächlich geschafft hat, die Prinzessin zu befreien. Er ist doch einflussreicher, als ich dachte, ich hatte ja noch überlegt, wie das wohl organisiert werden sollte. Der Prinz hat zwar die Ausführung befohlen, aber Lorymars Plan war es wohl und der war gut durchdacht, um keine Zeugen zu hinterlassen und die Entdeckung über das Verschwinden der Prinzessin sehr lange herauszuzögern. Als Lorymar darüber nachsann, dass er die Geschicke lenkt, wie in alten Zeiten ist das wohl auch ein Indiz dafür, dass er Einfluss hat, so gern man ihn wohl als Halbling auch unterschätzen mag.



    Dennoch ist mir immer noch ein Rätsel, was er mit alldem bezweckt. Zu welcher Frau will er und was erhofft er sich von ihr? Was bedeuten seine Träume?


    Die Frau, zu der er unbedingt will, um Antworten zu erhalten, könnte es einfach die Astari aus dem Bordell sein? Wenn sie es sein sollte, die zu den Helden gehört, dann gibt es vielleicht Dinge, die sie weiß und die noch wichtig sind, gerade jetzt, wo die Träume verstärkt kommen. Was wohl damals alles passiert ist?



    Das interessiert mich auch brennend. Lorymar ist derzeit der für mich faszinierenste Charakter in dem Buch. Er hat keinen Skrupel, einen Plan auszuhecken, der einigen Menschen den Tod bringt. Gleichzeitig drückt er sich davor, der Ausführung beizuwohnen oder sogar daran beteiligt zu sein und beruhigt seine Schuldgefühle damit, dass er ja schließlich selbst niemanden ermordet habe.


    Ich glaube schon, dass es ihm was ausmachte. Er wirkte gedrückt auf mich, aber gleichzeitig eben auch so, als akzeptiere er diesen Schritt, weil es keine andere Lösung gibt, als die Zeugen zu beseitigen, sonst könnten sie ihren Plan auch lassen, weil er scheitern würde. Wäre er ein "richtiger Held" , würde er diesen für ihn so notwendigen Schritt aber auch selbst ausführen oder ihm beiwohnen. ;)


    Ich finde es auch schade, dass er die Prinzessin so abweist und ihr z. B. keinen Sprachunterricht geben will. Hier habe ich auch das Gefühl, er will keine Beziehung mit ihr entstehen lassen, die es ihm später schwerer macht, sie z. B. im Stich zu lassen. Vielleicht hat er ja vor, abzuhauen, wenn er am Ziel ist und sie ihrem Schicksal zu überlassen oder so etwas in der Art.


    Tja und Rayan muss sich nun sehr vorsehen, Thorgon ist ihm dicht auf den Fersen. Der Mann ist echt schlau. Fast sympathisch wurde er mir unerwarteter Weise, als er die Oberhäupter von Skaradag darauf aufmerksam machte, warum sie so viele Diebe und Gauner haben, dass sie nämlich selbst schuld sind, wenn sie die Menschen so in Armut leben lassen, während auf der anderen Seite die Reichen leben. Wer hatte noch geschrieben, Thorgon könnte die Seiten wechseln? ;D

  • Über die Legenden habe ich auch gerätselt. Lorymar ist ganz klar, an die Bordellbetreiberin habe ich tatsächlich auch kurz gedacht als Astari. Thorgon möchte ich da lieber nicht sehen und kann ich mir auch nicht vorstellen. Ich denke auch, dass wir noch nicht alle Helden kennen gelernt haben.


    Könnte Bray nicht auch die Schwester von Rayan sein? Dass da irgendeine Anziehung besteht, ist ja offensichtlich. Von den Eltern der Beiden wissen wir so gut wie gar nichts. Theoretisch wäre des durchaus möglich.


    Zitat

    Der Stein stammt also von den Astari - haben sie ihn den sieben Helden freiwillig gegeben? Haben damals Menschen und Astari an einem Strang gezogen? Waren die sieben Helden damals erfolgreich oder nicht und es kam deswegen zur Großen Divergenz? Warum nahmen nur sieben Helden den Kampf auf und nicht eine vereinte Armee der verschiedenen Völker? Auf die "Legenden" bin ich echt gespannt.


    Ich liebe solche Sagen und kann es auch kaum erwarten, mehr darüber zu lesen.


    Zitat

    Bei wem seid ihr alle momentan am liebsten dabei? Rayan, Lorymar oder unserem düsteren Großexekutor?


    Ich könnte mich da jetzt nicht entscheiden. Im Moment finde ich alle Handlungsstränge und deren Figuren spannend.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Könnte Bray nicht auch die Schwester von Rayan sein? Dass da irgendeine Anziehung besteht, ist ja offensichtlich. Von den Eltern der Beiden wissen wir so gut wie gar nichts. Theoretisch wäre des durchaus möglich.


    An eine Schwester habe ich auch kurz gedacht und dachte dann nur, sie haben sich ja nie gesehen... Aber das ist ja Quatsch, die Anziehung und das Gefühl, jemanden zu kennen, kann ja trotzdem spürbar sein. Der Gedanke passt also für mich doch auch gut. :)

  • Die Frau, zu der er unbedingt will, um Antworten zu erhalten, könnte es einfach die Astari aus dem Bordell sein? Wenn sie es sein sollte, die zu den Helden gehört, dann gibt es vielleicht Dinge, die sie weiß und die noch wichtig sind, gerade jetzt, wo die Träume verstärkt kommen. Was wohl damals alles passiert ist?


    das ist eine spannende Überlegung, darauf wäre ich gar nicht gekommen!

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"


  • An eine Schwester habe ich auch kurz gedacht und dachte dann nur, sie haben sich ja nie gesehen... Aber das ist ja Quatsch, die Anziehung und das Gefühl, jemanden zu kennen, kann ja trotzdem spürbar sein. Der Gedanke passt also für mich doch auch gut. :)


    Lebte denn die Mutter noch? Leider wird im Prolog nur vom Vater gesprochen, oder? Die Mutter hat aber sicher das Lied gesungen.


  • Lebte denn die Mutter noch? Leider wird im Prolog nur vom Vater gesprochen, oder? Die Mutter hat aber sicher das Lied gesungen.


    Puh, das halte ich für recht unwahrscheinlich. Bray ist doch noch so jung. Das wäre ein ganz schöner Altersunterschied unter den beiden Geschwistern.


    Suchen wir denn die alten toten Helden zusammen oder sollen sich neue Helden finden, die möglichst "passgenau" die Plätze von den alten Helden einnehmen sollen? Oder wird es ein Mix aus beidem? Wie lange liegt die Divergenz genau zurück? 30 Jahre? Lorymar zum Beispiel ist nun schon als so alt beschrieben, vielleicht noch fit im Kopf (wenn er nicht gerade zu betrunken ist), aber sonst kann ich mir schlecht vorstellen, dass er gegen die neue Bedrohung etwas ausrichten könnte, außer dass er aus seinem Erfahrungsschatz Informationen beisteuern kann.


  • Puh, das halte ich für recht unwahrscheinlich. Bray ist doch noch so jung. Das wäre ein ganz schöner Altersunterschied unter den beiden Geschwistern.


    Nun, der Vater könnte mit einer jüngeren (neuen) Frau später noch eine Tochter gezeugt haben. Dann hätten sie denselben Vater und dessen Gesichtszüge/Ähnlichkeit/Vertrautheit hätten dann beide gegenseitig in sich erkannt.

  • Nun, der Vater könnte mit einer jüngeren (neuen) Frau später noch eine Tochter gezeugt haben. Dann hätten sie denselben Vater und dessen Gesichtszüge/Ähnlichkeit/Vertrautheit hätten dann beide gegenseitig in sich erkannt.


    Wir reden hier über den Vater, der seinen eigenen Sprössling verjagt hat. Ob der dann noch ein solches Balg zeugen wollte?

  • Lasst doch diese riesigen Fullquotes :o



    Suchen wir denn die alten toten Helden zusammen oder sollen sich neue Helden finden, die möglichst "passgenau" die Plätze von den alten Helden einnehmen sollen? Oder wird es ein Mix aus beidem? Wie lange liegt die Divergenz genau zurück? 30 Jahre? Lorymar zum Beispiel ist nun schon als so alt beschrieben, vielleicht noch fit im Kopf (wenn er nicht gerade zu betrunken ist), aber sonst kann ich mir schlecht vorstellen, dass er gegen die neue Bedrohung etwas ausrichten könnte, außer dass er aus seinem Erfahrungsschatz Informationen beisteuern kann.


    Ich glaube, das ist eine entscheidende Frage. Ich hatte erst immer gedacht, da müssen sich neue Helden finden, die Divergenz schon ewig her, etc.
    Aber inzwischen sehe ich das anders und das bedeutet für mich, dass sich die alten Helden wieder zusammenfinden müssen, mit all den Entwicklungen zum Guten oder Schlechten, die sich seitdem bei jedem einzelnen ergeben haben.


  • Wir reden hier über den Vater, der seinen eigenen Sprössling verjagt hat. Ob der dann noch ein solches Balg zeugen wollte?


    Ein Kind ist schnell gezeugt, muss auch nicht mit einer Ehefrau sein ;) (deswegen habe ich "neue" in Klammern gesetzt). Er muss noch nicht mal was von dem Kind wissen. Den Lebensstil des Vaters haben wir ja in dem kurzen Moment nicht näher kennengelernt.


    Aber wie auch immer, ob Tochter, Schwester oder doch Geliebte von Rayan (oder nichts dergleichen). Wir werden es sicher noch herausfinden. :)

  • Also für mich waren es nie (komplett) neue Helden, die wir hier suchen müssen. Der Klappentext hat uns ja schon verraten, dass "doch niemand ahnt, dass sie wieder zurück sind...". Hatte ich nicht auch irgendwo hier gelesen, dass es darum geht was mit den Helden passiert, wenn sie das Abenteuer ihres Lebens bestritten haben und Helden wurden?

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"