#7 Drittes Buch: Kapitel 1 bis einschl. Kapitel 11 (Seite 389 bis 460)

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    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ich muss ein wenig vorpreschen, denn morgen beginnt das nächste Buch.


    Entscheidungen heißt es und es werden also einige Entscheidungen gefällt, die von weitreichender Bedeutung sind. Ryan entscheidet sich nichts zu sagen und opfert damit sich und die Kinder aus. So richtig verstehe ich das nicht. Wenn es ein Schicksal gibt, dann waren seine Visionen doch sicher notwendig um dem ein wenig weiter zu helfen. Nun hat er sich entschieden, einzugreifen und setzt alles Verständnis auf einen Stein. Was ist mit dem Stein? Gibt es ihn wirklich oder ist es eine Metapher? Aber nur, weil er ihn nicht findet glaubt er plötzlich, dass er mit seinem Handeln dem Schicksal hilft alles untergehen zu lassen? Er war sich bei der ersten Handlungsweise sicher, dass er das tun muss und nun wechselt er plötzlich und ist sich wieder sicher? Ich verstehe das nicht. Ich verstehe auch nicht, wieso er der Meinung ist, dass seine Handlungsweise, wenn er warnte, entgegengesetzte Wirkungen hatte? Die schlimmen Auswirkungen waren ja nicht einsetzen seiner Visionen, sondern die Menschen konnten, gewarnt dagegen angehen. Nur er hatte darunter zu leiden.
    Ich verstehe also seine Handlungsweise nicht.
    Nun ist er auf dem Weg zum schwarzen Turm und es wird hoffentlich noch ein paar Gespräche geben. Seine bisherige Gesprächsführung war nicht besonders geschickt. Wenn er schon weiß, dass der Großexekutor an Magie glaubt, warum freut er sich nicht im Stillen darüber und versucht ihn für sich einzunehmen? Ihn dann damit zu provozieren finde ich ziemlich unreif.


    Bray hält sich ja tapfer und er ist stolz auf sie. Das sind für mich Vatergefühle, aber vielleicht irre ich mich wirklich. Ich hätte ja gedacht, dass Ryan, wenn er vermuten würde (und ich denke dabei immer an das Lied, welches sie von einer Frau gehört haben soll) dass sie seine Tochter ist, dann hätte er doch sicher versucht, das zu klären. Da er keine Anstalten macht ist es vielleicht eine falsche Fährte.


    Die Prinzessin entscheidet sich frei zu sein und ihren Stand aufzugeben. Kira ist eine wirklich gute Dienerin und wird sicher eine ebensolche Freundin sein. Nun Kalid weiß was mit ihm geschieht. Warum sagt er nichts? Will er solange wie möglich für die beiden da sein? Aber das wäre auch möglich mit einer Vorwarnung. Er ist doch ein Mann von Ehre. Das Verheimlichen finde ich ziemlich schlimm.


    Kira hat sich entschieden für ihre Herrin zu morden.


    Jenara hat sich entschieden nun doch in das Schicksal einzugreifen und ich denke auf diese Entscheidung hat Lorylan gewartet. ein wenig ahne ich die Schwierigkeiten, wenn sie bereit sind, den Sänger zu töten, nur damit das Geheimnis gewahrt bleibt. Es wird nicht mal überlegt, ob man ihn befreien könnte. Dass er bisher geschwiegen hat, scheint sie nicht zu beeindrucken. Auch die Aktion gegen die Prinzessin, sie fragt nicht was passiert ist, sondern sie ist sofort auf Bestrafung aus.


    Die Charaktere werden doch jetzt etwas unverständlicher durch ihre Entscheidungen. Außer der Kommandant. Seine Entscheidung ist ziemlich mutig. Ich glaube ich hätte den Brunnen einfach zuschütten lassen.

  • Du schreibst ziemlich konsequent Ryan statt Rayan ;D


    Sein Umschwenken habe ich so verstanden: er hat die Lieder, die plötzlich in seinem Kopf waren, zuerst so interpretiert, dass er den Stein finden muss und damit das Schicksal (der Welt/ der Menschen) retten kann.
    Nun bekommt er aber auf einmal Schiss, dass sein Eingreifen und vor allem das Wissen des Großexekutors darüber die Dinge überhaupt erst ins Rollen bringt und zwar so, dass es gerade dann zum Schlimmsten kommt.
    Die Sache mit dem Stein hat Rayan hier selbst noch nicht recht verstanden, schließlich hat er den ja nicht wie erwartet in der Schatzkammer gefunden.
    So beschließt er nun, lieber gar nichts (mehr) zu tun und sich in Schweigen zu hüllen.
    Ob das nun logisch ist, darüber kann man sicher streiten ;D Aber er hatte ja schon vorher nicht wirklich einen konkreten Plan, der über das Auffinden des Steins hinausgegangen wäre, er folgt die ganze Zeit ja schon einem vagen Drängen aufgrund seiner Prophezeiungen...


    Zitat

    Die Prinzessin entscheidet sich frei zu sein und ihren Stand aufzugeben. Kira ist eine wirklich gute Dienerin und wird sicher eine ebensolche Freundin sein. Nun Kalid weiß was mit ihm geschieht. Warum sagt er nichts? Will er solange wie möglich für die beiden da sein? Aber das wäre auch möglich mit einer Vorwarnung. Er ist doch ein Mann von Ehre. Das Verheimlichen finde ich ziemlich schlimm.


    Das war knapp für Nyasha. Ich hab die ganze Zeit erwartet, dass Lorymar oder Jenya sich umentscheiden, und sie doch nicht ihren neuen "Beruf" antreten muss, aber die Rettung kommt dann aus anderer Richtung.
    Ich hatte eigentlich nicht erwartet, dass Kira und Kalid noch am Leben sind!
    Kalids schleichende Verwandlung finde ich auch sehr bedrohlich. Einerseits hat er bei seinem Bruder gesehen, was passiert, wenn jemand mit Wissen um die Morwölfe von der Verletzung erfährt. Andererseits hat er die Kreaturen selbst gesehen.
    Hofft er, dass der Verlauf bei ihm ein anderer sein wird oder es doch irgendeine Heilung gibt? Könnte ich schon irgendwie verstehen, immerhin hat er nur die Aussage Lorymars. Aber dass er dann trotzdem mit Kira und nun auch Nyasha zusammenbleibt, ist schon ziemlich leichtsinnig, falls Lorymar eben doch recht hatte! Alternativ könnte ich mir noch vorstellen, dass er ihnen helfen will, solange er kann und sich dann umbringen will. Aber ob er dann noch den richtigen Zeitpunkt erkennen kann?


    Zitat

    Außer der Kommandant. Seine Entscheidung ist ziemlich mutig. Ich glaube ich hätte den Brunnen einfach zuschütten lassen.


    Ich auch. Großen Deckel drauf! :wegrenn:

  • Wahrlich ein Kapitel der Entscheidungen. Sehr treffend formuliert.


    Dass Kira plötzlich auftaucht und Nyasha von diesem ungehobelten Kerl befreit, hätte ich nicht erwartet. Ich dachte zwar die ganze Zeit, da muss doch was oder wer jetzt kommen, aber Kira hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Umso mehr hat sie mich damit beeindruckt und ich denke, in ihr steckt doch viel mehr als "nur" eine Dienerin. Die Verletzung von Kalid macht mir auch Sorgen. Ob er meint, rechtzeitig der Verwandlung zu entgehen bzw. Abstand von Nyasha und Kira nehmen zu können, bevor er sie gefährdet? Ich finde das jedenfalls sehr riskant.


    Rayans Entscheidung interpretiere ich genauso wie Dani. Besser könnte ich es jetzt auch nicht formulieren. Einen Stein ins Rollen bringen, ist eben eine heikle Angelegenheit. Und das scheinen auch Lorymar und Jenya zu denken. Ich meine aus ihren Diskussionen rausgehört zu haben, dass sie auch darüber nachdenken, dass erst durch ihr Handeln die Welt zerbrochen ist. Aber wir wissen ja noch nicht genau, WAS die Helden damals getan haben. Deshalb kann ich mir darauf auch noch keinen richtigen Reim machen.



    Du schreibst ziemlich konsequent Ryan statt Rayan ;D


    :D :D :D immerhin konsequent



    Ich auch. Großen Deckel drauf! :wegrenn:


    Das fand ich allerdings auch mutig, wenn nicht sogar hoch leichtsinnig, denn er setzt ja sich selbst und seine Männer aufs Spiel. Und wenn plötzlich eine ganze Wachmannschaft verschwindet, wird das mit Sicherheit kein leicht zu besiegender Gegner sein. Wer weiß, welches Dunkel da unten lauert.
    :aaa: :wegrenn:

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Einen Stein ins Rollen bringen, ist eben eine heikle Angelegenheit.


    Die Frage ist halt nur, wie man einen rollenden Stein wieder anhält und da bin ich auch skeptisch, ob Rayans Meinungsumschwung jetzt noch irgendwas bringt.

  • Da ist ja mal eine ganze Menge passiert.


    Da es jetzt zuletzt Thema war, zuerst zu der Entscheidung Gunryks, einen Trupp den Brunnenschacht hinunter zu schicken: Würde ich nicht machen und vielleicht geht es auch gar nicht, weil die Sprossen zu alt sind. Was das auch für eine Wesenheit sein mag, sie muss ja nicht unbedingt die Sprossen verwendet haben. Besser wäre doch Deckel drauf und jut oder den Trupp oberhalb des Brunnens zu positionieren. Das ist immerhin bekanntes Terrain und man kann sich gut vorbereiten statt irgendwem oder irgendwas in die Arme zu laufen. :o
    Grundsätzlich hätte ich doch schon beim ersten Verschwinden den Befehl gegeben, dass sich niemand mehr allein in der Festung bewegen darf. Nicht mal zum stillen Örtchen.


    Der Stein ist in meinen Augen keine Metapher. Dafür hat Rayan ihn deutlich genug gesehen, als Stein mit Runen verziert. Meine These ist, dass Jenya den Stein von den Astari verbotener Weise (evt. sogar aus einem Heiligtum) außer Landes gebracht hat. Als Prinzessin hatte sie zu so etwas besonderem eher Zugriff. Aufgrund dessen, darf sie vielleicht auch nicht mehr zurück. Ob der Stein jemals in der Zitadelle oder überhaupt in Skaradag war? Auch das glaube ich schon, ganz auf die alten Lieder vertrauend, die Rayan den Weg gelotst haben. Was nun mit dem Stein genau ist? Möglich, dass Jenya und Lorymar, die zwei Heimlichtuer, durchaus eine Antwort darauf zu geben hätten.


    Dass man nie genau weiß, was Jenya und Lorymar genau meinen und wie die beiden immer um den heißen Brei herumreden, geht mir zunehmend auf die Nerven.^^ Ich erbitte mir nun eine umfangreiche Erklärung zu allem, und zwar dalli! >:( :)


    Reitet Torgny eigentlich nicht mit den restlichen Exekutoren zurück nach Morwa? Das hätte ich doch gedacht, so dass Bray und Co. ihm aus dem Käfig heraus böse Blicke zuwerfen könnten.


    Das Auftauchen von Kira und Kalid kam für mich ebenfalls sehr überraschend. Die hatte ich doch schon abgeschrieben für diesen Band. Kalid sollte sein Geheimnis wirklich nicht für sich behalten!


    Rayans Schicksal scheint immer mehr besiegelt zu sein. Wenn ich eine Wette darauf abschließen müsste, ob er das Buch überlebt oder nicht, dann würde ich gegen ihn setzen. Sry, Rayan. :unschuldig:

  • Also ich kann Rayans Entscheidung "nichts zu sagen", weil er zweifelt, doch relativ gut nachvollziehen. Hätte er die Krähen nicht vor den Spinnen gerettet, um zu beweisen, dass er diese Gabe hat, wäre es gar nicht so weit gekommen, dass nun alle Krähen sterben mussten. Vermutlich hätten die Spinnen sie auch nicht brutal ausgerottet, sondern eher dezimiert und aufgenommen bzw. ohne Führer zurückgelassen. Außerdem verwirrt die Folter auch sicher den Verstand, danach ist man sich sicher überhaupt nichts mehr sicher, wenn der Folterer dir alles mögliche einredet.


    Mit Kalid und Kira hätte ich ehrlich gesagt auch nicht mehr gerechnet! Dass sie so plötzlich auftauchen und Nyasha retten, war schon cool! Ich hoffe es geht gut aus. Jetzt können es ja eigentlich keine Nebencharaktere mehr sein, wenn sie einen eigenen Erzählstrang bekommen, oder? Da hat doch sicher noch zumindest einer der drei was mit dem neuen Abenteuer der Helden zu tun!


    Lorry hat es am Ende ja doch leid getan, was nun mit Nyasha passiert ist, auch wenn er sie vorher verkauft hat. Vielleicht hatte er vor sie sowieso zu retten, wenn er gehabt hätte was er wollte? Oder er hatte auch nicht damit gerechnet, dass Jenya sie wirklich sofort an Männer weiterverkauft? Immerhin versucht er sie jetzt vor Kalid und der Seuche zu warnen, auch wenn sie sich zunächst entscheiden etwas gegen Rayan zu unternehmen.


    Ich denke Lorry und Jenya werden Rayan retten und dann gemeinsam mit ihm auf die Suche nach der anderen Gruppe gehen. Dann werden sie alle von Rayan in die Geschichte verwickelt und versuchen die Welt zu retten, indem sie die anderen alten Helden suchen und so ;)

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"


  • Nun Kalid weiß was mit ihm geschieht. Warum sagt er nichts? Will er solange wie möglich für die beiden da sein? Aber das wäre auch möglich mit einer Vorwarnung. Er ist doch ein Mann von Ehre. Das Verheimlichen finde ich ziemlich schlimm.


    Ich denke, dass er genau das vorhat: so lange wie möglich für Kira und seine Herrin da zu sein. Was auch der Grund ist, warum er seinen Zustand verheimlicht: er weiß, dass die Prinzessin ihn dann sofort aus seinem Dienst entlassen muss. Wahrscheinlich glaubt/hofft er, dass er seine Wandlung solange im Griff hat, bis er die Prinzessin in Sicherheit gebracht hat.



    Das fand ich allerdings auch mutig, wenn nicht sogar hoch leichtsinnig, denn er setzt ja sich selbst und seine Männer aufs Spiel. Und wenn plötzlich eine ganze Wachmannschaft verschwindet, wird das mit Sicherheit kein leicht zu besiegender Gegner sein. Wer weiß, welches Dunkel da unten lauert.
    :aaa: :wegrenn:


    Genau deswegen ist die Untersuchung der Ereignisse unbedingt notwendig. Ich kann seine Entscheidung verstehen, auch wenn ich wie alle anderen eine Höllenangst davor hätte, was sich da im Brunnen herumtreibt.

  • Ich denke auch, dass der Grund den dodo aufgeführt hat für Kalids Handlungsweise, der einzig sinnvolle ist. Er ist nun mal ein Leibwächter durch und durch.

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  • Ich hoffe nur, dass er sich rechtzeitig vom Acker macht, wenn er sich verwandelt. Man weiß ja nicht, inwieweit er noch auf seinen Geist Einfluss hat.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Rayan wird verhört. Ich frage mich, warum er parout nicht preisgeben will, was er gesehen hat. Ich denke, dass er weiß, dass der Exekutor sich damit nicht an sein Wort gebunden fühlen wird.


    Nyasha flieht und da ist auch Kira wieder. Kira tötet den ersten Freier. Lory und Jenya versuchen sie zu stellen, aber die Prinzessin entkommt. Die Astara erkennt gleich, dass an Kira etwas nicht stimmte. Zumindest erkennen sie die Gefahr für die Prinzessin, denn Kira beginnt sich zu verwandeln. Überhaupt besitzt sie eine enorme Empathie. So erklärt sie auch, was Thorgon antreibt. Nicht, dass jener nicht an die Magie glaubt, er glaubt an diese und hasst sie. Das finde ich extrem spannend. Kennt er sie vielleicht sogar? Hat er ein Wissen, was die Astara und Lory so geheimnisvoll umschreiben? Ihr dunkles Geheimnis? Irgendwie gibt es eine Verbindung ... ich befürchte, wir werden es in diesem Band nicht mehr erfahren. Auch der Krähensänger ist Thema. Sie wollen ihn töten, man bricht auf. Prinzessin befreien, Sänger töten. Sein Wissen muss extrem gefährlich sein.


    In Vanheim verschwinden Krieger, seltsame Dinge gehen offenbar da vor sich. Ich glaube immer noch, dass hier das einst besiegte, sich erneut regt. Was auch immer das sein mag...

  • Ich bin mir nicht sicher, ob das Rayans Beweggründe sind. Irgendwie scheint er ja Angst zu haben, es überhaupt jemandem zu verraten, weil es ja fast jedes Mal schief geht irgendwann. Man jagt ihn aus Angst davon, die Krähen werden ermordert, wer weiß was er auslöst, wenn der Executor die Wahrheit erfährt? Weltuntergang oder so! :-[

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"


  • Ich bin mir nicht sicher, ob das Rayans Beweggründe sind. Irgendwie scheint er ja Angst zu haben, es überhaupt jemandem zu verraten, weil es ja fast jedes Mal schief geht irgendwann. Man jagt ihn aus Angst davon, die Krähen werden ermordert, wer weiß was er auslöst, wenn der Executor die Wahrheit erfährt? Weltuntergang oder so! :-[


    Ich glaube immer noch, dass da mehr hinter steckt. Vielleicht ist es wirklich so, dass er durch sein Sehen, es zum Geschehen bringen oder sowas. Da muss noch was versteckt sein, darum glaube ich nicht, dass er stirbt.

  • Ich bin ein großer Fan dieser Theorie ;) Immerhin würden die Krähen sicher noch leben, wenn er sie nicht vor den Spinnen gewarnt hätte. Zumindest wären sie nicht so ausgemerzt worden...

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  • Ich muss gestehen, ich dachte auch an Lieder oder Visionen oder so ;) Wie soll er denn sonst zurückkommen? Untoter? :totlach:

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Boah nee, jetzt wird es ziemlich eng für die Rayan, Bray und die restlichen Krähen und wir haben nur noch einen Abschnitt vor uns - und dann ein Jahr warten :'(


    Ich finde, am Beginn dieses Abschnitts wird deutlich, dass Rayan sich doch von Lorymar unterscheidet und sich schuldig fühlt, weil er mit seinem Plan die Krähen in die Gefangenschaft bzw. den Tod geführt hat. Er war auch bereit, alles zu verraten, wenn die Krähen dafür am Leben bleiben können. Gut, die Aussicht, ein Diener des Ordens zu werden, ist nicht gerade berauschend, aber wenigstens würden sie dann erstmal leben und vllt. gäbe es irgendwann eine Möglichkeit zur Flucht.


    Aber damit wird jetzt nichts, nachdem Rayan diese Zusage zurückgenommen hat - und ich kann seine Beweggründe verstehen. Jetzt sollte er eine zuverlässige Vision haben, die ihm zeigt, welches der richtige Weg ist: könnte er das Unheil verhindern, wenn er seinen Verdacht an Torgon verraten würde oder nicht?


    So dogmatisch Torgon ist, ist es doch überraschend, dass er tief in seinem Inneren an die Magie glaubt. Ist er deswegen so hart am Durchgreifen, weil er diesen Glauben eigentlich hasst und ihn in sich ausmerzen möchte?


    Rayans Folter war schrecklich und ich bin mir allmählich auch nicht mehr sicher, ob er den zweiten Band erleben wird :( Nun sind ja auch noch Jenya und Lorymar hinter ihm her und wollen ihn zum Schweigen bringen. Was sie allerdings nicht wissen, dass Bray inzwischen eingeweiht ist bzw. selber gesehen hat, was auf sie zukommt.


    Ich hatte zwar gehofft, dass Nyasha irgendwie um die Prositution herumkommt, aber dass sie durch Kira gerettet wird, damit habe ich nicht gerechnet. Wobei ich in dem Moment, als das blutige Messer erwähnt wurde, direkt an Kira gedacht habe, denn wer wäre sonst bereit gewesen, so weit für Nyasha zu gehen. Und Kalid ist noch genug er selbst, um den beiden Frauen helfen zu können. Aber wie wird das werden, wenn er die Kontrolle über sich verliert?


    Berührend fand ich die Szene, als sich Jenya von ihren beiden Stellvertreterinnen verabschiedet, sie ist für ihre Mädchen wirklich mehr als nur eine Puffmutter.


    In der Festung Vanheim spitzt es sich allmählich auch zu, die ersten Männer sind verschwunden. Diese bleiernde Müdigkeit, die Gunryk zunehmen verspürt, ist doch nicht normal. Und dann diese eklige schwarze Substanz, die so grausig stinkt - was ist das bloß? Wer oder was hat diese Substanz dort hinterlassen? Oder ist das schwarze Zeug selbst ein Organismus, der alles und jeden früher oder später betäubt und dann verdaut? Ich tendiere allerdings auch eher dazu, dass irgendwas aus dem Tunnel hochgekommen ist.


    Mich würden keine hundert Pferde in den Tunnel bekommen :o Gunryk ist echt mutig.