#8 Drittes Buch: Kapitel 12 bis zum Ende (ab Seite 461)

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  • Zum Glück bin ich nicht die einzige, der das Ende gefällt :P

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"


  • Das gleiche denke ich auch, aber das ist so der Brocken, der uns hingeworfen wird, um uns an der Stange zu halten.


    Aua, das klingt recht harsch ... Sagen wir so: Es ist ein Appetitanreger, der serviert wird, um dem geneigten Gast einen Ausblick auf das kommende Menü zu geben :)

  • Das mit dem Stein klingt ja spannend :)

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • "In jeder Hinsicht" heißt für mich als Stein des Anstoßes UND tatsächlicher Stein.


    Wie war das denn nun genau mit der Leier? Hatte Rayan sie bei ihrem versuchten Diebstahl tatsächlich mit und ist sogar mit ihr durch den überfluteten Gang getaucht? Oder ist sie im Quartier geblieben? Und wie kommt es, dass er sie später im Käfig umhängen hat?


  • Wie war das denn nun genau mit der Leier? Hatte Rayan sie bei ihrem versuchten Diebstahl tatsächlich mit und ist sogar mit ihr durch den überfluteten Gang getaucht? Oder ist sie im Quartier geblieben? Und wie kommt es, dass er sie später im Käfig umhängen hat?


    Sie ist - wie Ihr ja schon festgestellt habt - sehr wichtig und gewissermaßen ein Teil von ihm, sie repräsentiert ja auch einen Teil seiner Vergangenheit. Er würde sich niemals davon trennen - außer, er sucht eine Erben dafür.

  • Also hatte er sie die ganze Zeit um? Selbst bei der Folter?
    Beim Tauchen hätte ich an Rayans Stelle dann aber doch Sorge um sein Instrument gehabt, gerade wenn es sein absolutes Heiligtum ist.
    Das Problem ist wahrscheinlich, dass man aus heutiger Sicht denkt, dass einem Gefangenen in der Regel alle Habseligkeiten abgenommen werden. Jetzt gerade aber kam mir Walt Disneys "Robin Hood" in den Sinn. Dort hat man dem Barden wohl auch sein Instrument gelassen. Sonst hätte er auch nicht so schön sein Lied schmettern können: "...doch nicht in Nottingham." ;) Es geht ja auch keine Gefahr davon aus. Obwohl Thorgon das bei Rayan und seiner Leier hätte anders sehen können.

  • Das war nochmals spannend am Ende. Ja, es ist ein ziemlich offenes Ende, aber mich stört es nicht, denn ich sehe Trilogien (oder Reihen an sich) immer als eine Geschichte. Ich verstehe ehrlich gesagt auch die häufige Frage nie, ob man ein Buch einer solchen auch für sich alleine lesen kann, ohne z. B. Vorgänger zu kennen. Ich lese doch auch nicht bei einem Einzelbuch nur die Hälfte oder ein Drittel der Geschichte, sondern das ganze Buch. Genauso ist es für mich bei einer Reihe. Entweder lese ich eine Reihe oder ich lasse es sein (oder höre meinetwegen nach dem ersten Buch auf, weil es mir nicht gefällt). Und dann hört jedes einzelne Buch eben mit offenen Fragen auf, bis man beim letzte Buch (der letzten Seite) angekommen ist. ;) Aber das ist nur mein Empfinden so.


    Einzig die "Verteilung" der offenen Fragen finde ich hier für mich persönlich nicht ganz so gut. Das Rätsel um den stinkenden Schrecken in den unterirdischen Gängen finde ich z. B. richtig passend, da kann man sich ruhig noch ein bisschen länger gruseln mit der Ungewissheit, was es damit auf sich hat. Auch wie es Nawyd ergeht oder Kira und der Prinzessin, diese offenen Situationen finden ihren Fortgang und müssen natürlich nicht jetzt schon geklärt sein. Aber was ich nicht so gut finde ist, dass wir nach dem ersten Buch noch so gar nichts über die Vergangenheit wissen. Hier fände ich es besser, wenn man als Leser wenigsten etwas darüber wüsste, wenn also Jenya und Lorymar einmal, wenigstens einmal ;) darüber gesprochen hätten, was denn nun damals Schlimmes passiert ist. Das ist für mich eine Grundlage der Geschichte, die ich am Ende des ersten Buches gerne gewusst hätte, um zu wissen, worum es geht, wofür die Figuren nun schon ein Buch lang gelitten haben und die nächsten Bücher leiden werden. Einzelschicksale können für mich lange offen bleiben, aber der Sinn wäre mir dann doch gerne wenigsten etwas bekannt, um die "Reise" mit den Protagonisten besser unternehmen zu können. Aber vielleicht fängt ja das zweite Buch damit an, dass sich Jenya und Lorymar mal detaillierter über die Vergangenheit streiten. ;D




    Nawyd hatte ich ehrlich gesagt total vergessen ::) Auf jeden Fall werden wir von ihm noch lesen. Der Vater wurde bestimmt von seinem Bruder vergiftet, der selber auf den Thron wollte.


    Oder von Xusra, der Nawyds Vater vielleicht nicht so gut für seine Zwecke "formen" konnte, wie er es nun mit dessen Onkel kann.



    Jenya rettet die Kinder und nimmt sie zu sich. Ich bin gespannt, welche Aufgaben sie Bray gibt. Natürlich wird sie sie weiterhin beobachten, denn sie weiß ja nicht, was Rayan ihr alles erzählt hat. Und vielleicht ahnt sie auch etwas von ihrer Gabe. Zumindest hat sie die Verbindung zwischen Rayan und Bray wahrgenommen.


    Ich denke auch, dass sie Bray unter ihrer Aufsicht und Kontrolle behalten will. Mal gespannt, wie die beiden miteinander umgehen werden. Bray lässt sich ja nicht so gerne was sagen. ;D Aber vielleicht wird das noch eine gute Beziehung, denn Bray wird es nicht einfach mit ihren Fähigkeiten haben und die Astari wird vielleicht auf die Idee kommen, dass Bray keine Feindin sein muss, sondern eine gute Verbündete werden kann.




    Gespannt bin ich auf die Figur Kynrik, der zum Schluss erwähnt wird. Er ist mit Sicherheit einer der Helden. Was er bloß gemalt hat? Ob es das ist, was die Wachleute unten im Brunnen sehen werden? Ich glaube ja nicht, dass auch nur einer das überleben wird.


    Ich dachte auch gleich daran, dass er vielleicht das Monster im Tunnel gemalt hat. Er hat vielleicht einen Angriff des Biestes überlebt.




    Ich glaube, das mit dem Stein ist eher sinnbildlich zu verstehen. Oder, da es ja ein Stein der Astari sein soll, hat sie mit diesem diese "Geschichte" oder was auch immer, erst ins rollen gebracht. Vermutlich wird sich das erst ganz am Ende der Geschichte beantworten.


    Ich kann mir vorstellen, dass der Stein zweifach zu deuten ist. Einmal wirklich sinnbildlich wie in dem Lied mit den Wellen, die er schlägt. Aber warum sollte es nicht auch einen wirklichen Stein geben? Vielleicht hat Jenya ihn gut verborgen oder auch verloren. Immerhin war sie ein Orakel und ein mit Runen besetzter Stein könnte oder kann ihn ihrem Besitz (gewesen) sein. Vielleicht bedeutet ihre Erleichterung über Rayans Erklärung ja einfach, dass sie in dem Moment keine Gefahr mehr sah, dass Rayan einen echten Stein suchen würde und er somit weiter versteckt bleiben würde.




    Gut, ich war ja eine der wenigen, die nicht damit gerechnet hat, dass Rayan wirklich stirbt, aber es ist ein gutes Ende für das erste Buch. Ich hätte aber nicht damit gerechnet, dass es ausgerechnet Torgny ist. Ich hatte im ersten Moment gedacht, dass der Großexecutor sich irgendwo festhalten konnte, wieder hochgeklettert ist und ihn noch ermordert hat.


    :D Ich auch!




    Seid ihr euch alle sicher, dass wir den Großexekutor wirklich abschreiben können?


    Nein, solange ich keine Leiche sehe, bin ich immer misstrauisch. ;D



    Mir hat der Auftakt gut gefallen und ich bin nun gespannt, wie es weitergeht!

  • Nein, solange ich keine Leiche sehe, bin ich immer misstrauisch. ;D


    Er war ein guter Charakter und eigentlich ist es schade, dass er sterben musste. Aber wer weiß, vielleicht hat er ja doch Glück und überlebt und kommt stärker und grausamer zurück. Wäre auf jeden Fall ein spannender Gegenspieler.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich wäre auch dafür! Ich fand diesen Charakter sehr interessant.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Einige Fragen klären sich noch in diesem Buch, aber der Cliffhanger um Gunryk ist ja wohl fies :o Ich will jetzt sofort wissen, was da um die Ecke kommt :D


    Erstmal zu Nawyd, ihn hatte ich schon beinahe aus den Augen verloren: sein und Nyashas Vater wurde also vergiftet - von wem? Von seinem Bruder, der damit Zugriff auf den Thron bekommen hat? Oder von Xusra bzw. anderen Führenden des Feuerordens, die lieber den Bruder auf dem Thron sehen wollten, weil er ihren Zielen förderlicher ist? Hatte der Vater selbst keinen Verdacht oder ihn nur nicht mitgeteilt? Oder will Gadates nicht verraten, weil es für Nawyd besser ist?


    Gadates sorgt tatsächlich dafür, dass Nawyd fliehen kann. Ich bin gespannt, ob er tatsächlich bis nach Drakistan kommt.


    Rayan überlebt das Ende dieses Buches tatsächlich nicht mehr, dabei hätte er eigentlich Glück gehabt, nachdem Jenya Torgon besiegt und davon abgesehen hat, den Sänger umzubringen. So wie es sich liest, hatte sie es auch nicht wirklich vorgehabt, ihn zu töten. Im ersten Moment, als Rayan tödlich getroffen wurde, wusste ich überhaupt nicht, wer dafür verantwortlich sein könnte - ich dachte kurz an Lorymar, aber warum hätte er das tun sollen? Bis mir dann Torgyn eingefallen ist! Selbst tödlich getroffen, hat er dennoch weiterhin einen Hass auf Rayan.


    Hat Rayan nun recht, dass Jennara der Stein ist, nachdem er gesucht hat? Aber was sollte dann die Vision mit der Schatzkammer, wenn sich der Stein dort gar nicht befindet? Oder hat Rayan einfach irgendwann mal die Schatzkammer von Skaradag in einer Vision gesehen und nur vermutet, dass sich dort ein vermeintlich wertvoller Stein befinden müsste?


    Bei Jennaras Reaktion auf Rayans Vermutung, dass sie der Stein ist, hatte ich eigentlich das Gefühl, dass doch noch mehr hinter dem Stein stecken könnte. Wobei ich Rayans Erklärung auch schön finde. Ich bin jedenfalls froh, dass Bray und die anderen Kinder erstmal bei Jennara unterkommen.


    Jennara und Lorymar sind also tatsächlich zwei der damaligen sieben Helden, aber um was es eigentlich geht, das nicht bekannt werden soll, wissen wir immer noch nicht.


    Torgon fand ich zwar unberechenbar, aber ein wenig bedauere ich dennoch, dass er nicht mehr lebt, ich hatte gehofft, dass er vllt. noch eine größere Rolle spielen würde, dass er sich doch noch bekehren lassen würde. Aber immerhin bekommen wir eine Erklärung dafür, warum er die Magie so ablehnt.


    Im Meer des Vergessens,
    in Nebeln und Stürmen,
    liegt die Hoffnung in Banden auf steinernen Türmen


    Hm, was bedeutet die letzte Zeile, was ist mit "in Banden auf steinernen Türmen" gemeint?
    Im Epilog geht es zum Meer des Vergessens, zu Kynrik, der in einem Kerker sitzt und mit seinem eigenen Blut ein Bild an die Wand malt, ohne es bewusst mitzubekommen - wir gruslig. Ist Kynrik die in dem Vers besungene Hoffnung?


    Ist er ebenfalls einer der sieben Helden, weil er sofort erkennt, was das Bild darstellt? Und was zeigt es tatsächlich, das so grauenhaft ist?


    Seufz, jetzt heißt es warten bis nächstes Jahr, bis wir Anworten auf diese spannenden Fragen bekommen ;D


  • Denkt ihr nicht jetzt auch, dass die Helden damals vielleicht überhaupt erst für den Bruch verantwortlich waren? So wie der Großexecutor das erzählt hat und wie er seine Familie verloren hat, scheint ja eine ganze Stadt im Abgrund verschwunden zu sein. Vielleicht haben sie damals diese Festung initiiert, um die Wesen unten zu bewachen und die Besetzer haben das Wissen vergessen? Und jetzt brechen diese Wesen oder dieses Wesen wieder aus! Furchtbar, aber auch spannend!


    Ich bin mir ebenfalls nicht so sicher, ob die Helden von damals das böse Wasauchimmer durch ihre Tat vllt. erst in die Welt haben kommen lassen. Jedenfalls scheint das von damals noch nicht richtig beendet worden zu sein, daher kann es nun weitergehen.


    Deine Überlegungen zu der Festung finde ich spannend, wer weiß, vielleicht ist das wirklich so.


    Und bei dem schwarzen Zeug tendiere ich immer noch dazu, dass das etwas Organisches ist und nicht nur eine nicht-organische Absonderung.


    Wer oder was Knyrik ist, habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, dabei hast du recht, er muss ja einem der anderen Völker entstammen.


    Nun war ich bis eben überzeugt, dass Torgon tot ist, aber jetzt habt ihr mich ganz verunsichert :D

  • Ich denke übrigens auch, dass das schwarze Zeug organisches Zeug ist. Dachte zunächst an schwarzes Blut, dann an irgendeinen Schleim, der diese/s Wesen umgibt.... bleibt spannend... und der 2. Teil ist noch so weit weg!

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"


  • Ich denke übrigens auch, dass das schwarze Zeug organisches Zeug ist. Dachte zunächst an schwarzes Blut, dann an irgendeinen Schleim, der diese/s Wesen umgibt.... bleibt spannend... und der 2. Teil ist noch so weit weg!


    In jedem Fall ist das Zeug zersetzend, denke ich.

  • Hatten sie es nicht schon an ihren Fingern? Da ist nicht passiert. Aber vielleicht zersetzt es nur unorganisches.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Stimmt, an den Fingern ist - erstmal - nichts passiert. Aber hatte Gunryk nicht so ein schlechtes Gefühl, als seine Kameraden in dem Tunnel das Zeugs berührten? Wer weiß, ob dieses Stinkezeug seine Wirkung nicht erst nach Stunden entfaltet :o

  • Möglich :D Ich fürchte wir müssen ca. 1 Jahr warten, um es rauszufinden :'(

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"