Frage an AutorInnen und Verlage

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  • Aber nur weil man es sich mit der Inhaltsangabe einfach macht, heißt es doch nicht, dass etwas sinn- oder einfallslos ist. Ich habe teilweise lieber einen Inhaltsangabetext, den ich kenne und überspringen kann als immer und immer wieder eine lange Inhaltsangabe am Anfang, die ich lesen muss, bevor dann mal die richtige Meinung kommt. Also ich finde eigene Inhaltsangaben, die über zwei Sätze hinaus gehen ebenfalls uninteressant und die kann ich nicht so geschickt überspringen wie abgeschriebene Klappentexte. Aber selbst wenn einer lange Inhaltsangaben schreibt, ist die Rezension nicht sinn- oder einfallslos, vor allem weil nicht jedes Buch 15 Rezensionen oder mehr aufweisen kann.

    Ich sage ja auch nicht, dass die Rezension sinn und einfaltslos ist. Sondern, dass ich (!) kopierte Klappentexte sinn und einfaltslos finde! Und, dass ich da meistens gar nicht weiter lese, sondern weiterklicke.

    Mir ist wichtig, dass die Inhaltsangabe aus ein paar Sätzen besteht. Habe gerade mal nachgesehen, mehr als 6 Sätze sind es nie. Und sehr wichtig: nicht spoilern. 2 Sätze als Inhaltsangabe...na ich weiss nicht, ob man(ich!) da was Vernünftiges hinkriegt ?

  • Wichtig ist meines Erachtens nach vor allem, es kenntlich zu machen, wenn man den Klappentext kopiert.

    Ja, bei mir steht da "Klappentext" drüber und er ist kursiv geschrieben. :totlach:

    Und den kann man durchaus dann auch übergehen, denn der Beginn der Rezension ist mit "Rezension" gekennzeichnet.


    Wenn ich mich für ein Buch interessiere, ist das ja das erste, was ich lese und erst danach schaue ich nach den Rezensionen. Stell dir mal vor, wenn da 15 Rezensionen stehen und jede mit dem kopierten Klappentext. Das ist nicht nur sinn sondern auch einfallslos.

    Ich habe einige Buchblogs abonniert - und da bekomme ich per E-Mail ganz oft Rezensionen zu Büchern, die ich noch nicht kenne. In dem Fall lese ich gerne den Klappentext, weil er mir erspart, dann extra nochmal eine weitere Seite im Internet öffnen zu müssen, auf der ich diese Informationen finde. Ich wähle ein Buch nach dem Cover aus, gefällt mir das Cover, lese ich den Klappentext .... gefällt mir der nicht, lese ich die Rezension gar nicht erst, warum denn auch?

  • Ah, das ist interessant, ich dachte immer das gehört nicht in eine Rezension. Wieder was dazu gelernt :)

    Was genau gehört deiner Meinung nach NICHT rein? Also ich spreche nicht von Spoilern, aber wenn im Klappentext grobe Fehler/Falschaussagen drinnen stehen oder z.B. Vergleiche mit anderen Autoren und Werken gemacht werden, dann nehme ich schon dazu Stellung oder stelle richtig.

    Oh , ich meinte den Klappentext. Aber so wie du es beschreibst hast du natürlich völlig Recht. Hab da noch nie drüber nachgedacht, ob es eventuell hilfreich sein könnte. Asche auf mein Haupt:)

    Es stimmt, viele Klappentext spiegeln so gar nicht den Inhalt wieder und ich hab auch schon Bücher auf Grund des Klappentext gekauft und wurde enttäuscht.

  • Ja :totlach: das mache ich auch so. Ich Frage mich dann immer was das soll..... Klappentext kopieren und fertig...

    Also, bei mir steht der Klappentext auch in der Rezension, einfach weil er zum Buch gehört.
    Ich gebe ja auch ISBN, Seitenzahl und Preis etc. an.
    Damit ist meine Rezension dann aber noch lange nicht fertig.

    Man kann den Klappentext aber durchaus auch mit seinen eigenen Worten gestalten.

  • Interessante Diskussion hier. :nachdenk:


    Ich selbst schreibe ja keine Rezensionen, sondern nur eine kurze Meinung über das Buch. Hier im Forum verzichte ich ohnehin auf Inhaltsangaben, weil ja alle das Buch gelesen haben bzw. man eigentlich nur einmal eine Inhaltsangabe lesen muss, um ungefähr zu wissen, was da auf einen zukommt. Zuviel Text und oftmals immer das gleiche, ermüden mich eher und machen das Buch uninteressant für mich.

    Ich gehe meistens da direkt zu den eigentlichen Buchbewertungen, sofern ersichtlich ist, wann sie denn anfangen.


    Bei Amazon lese ich ehrlich gesagt nur die kürzeren Rezensionen, die nicht immer die Inhaltsangabe erwähnen, da dort oft schon mal böse gespoilert wird und ich dann das Buch gar nicht mehr zu lesen brauche.


    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auf meinem Blog tatsächlich die Texte von Amazon kopiere, weil ich nicht gut in Inhaltsangabenschreiben bin. :verlegen: Meistens finde ich sie gar nicht so schlecht und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Wenn allerdings etwas Falsches steht oder ich der Meinung bin, das der Klappentext nicht ganz richtig ist, korrigiere ich tatsächlich.


    Ich glaube, ich will jetzt lieber nicht wissen, was man hier von meinen Buchbewertungen hält :wegrenn:

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Warum bist du schlecht in Inhaltsangabe schreiben, du hast doch das Buch gelesen, da müsste das doch kein Problem sein? Schließlich schreibst du doch deinen Kommentar auch mit deinen eigenen Worten.

    Mir geht es da wie Igela, das ich gerade die Rezensionen liebe, die einen eigenen Inhalt wiederspiegeln und eben nicht kopieren.

    Leider sehe ich in letzter Zeit sehr viele Rezensionen die nur aus 2-3 Sätzen bestehen und mit denen ich gar nichts anfangen kann.

    Eine Rezension spiegelt für mich auch ein bisschen die Wertschätzung gegenüber dem Autoren/in an.

    Deine Buch bewertungen kenne ich nicht von daher kann ich mich nicht dazu äußern, aber ich werde sie mir sicher mal anschauen. ;)

  • Interessante Diskussion hier. :nachdenk:


    Ich selbst schreibe ja keine Rezensionen, sondern nur eine kurze Meinung über das Buch. Hier im Forum verzichte ich ohnehin auf Inhaltsangaben, weil ja alle das Buch gelesen haben bzw. man eigentlich nur einmal eine Inhaltsangabe lesen muss, um ungefähr zu wissen, was da auf einen zukommt. Zuviel Text und oftmals immer das gleiche, ermüden mich eher und machen das Buch uninteressant für mich.

    Ich gehe meistens da direkt zu den eigentlichen Buchbewertungen, sofern ersichtlich ist, wann sie denn anfangen.

    So ganz verstehe ich das jetzt nicht. Die Rezensionen sind doch gerade auch an die Autoren die uns hier in den Leserunden begleiten, ein Feedback. Egal wie viel hier über den Inhalt diskutiert wurde und jeder den Inhalt kennt. Gehört dann nicht trotzdem, ohne zu spoilern, etwas vom Inhalt mit in die Rezi?

    Und nur eine kurze Meinung, finde ich persönlich ein wenig spärlich.

    Das ist nicht böse gemeint:), halt nur meine Meinung

  • Genau so sehe ich das auch. Ich sehe eine Rezension als Dankeschön und so wie du schreibst als Wertschätzen, gegenüber dem Autoren/in.

    Wie ich gerade gelesen habe, ist es eh schon oft ein harter Kampf und keine Selbstverständlichkeit , dass das Buch verlegt wird.

  • Murkxsi , ich noch einmal. Du hast einen so schönen und interessanten Bücherblog, der mir wirklich gefällt. Und auch deine Rezi für "Cole Case spurlos" gefällt mir, das sind ja nicht nur ein paar Sätze :)


    Schau dir einfach Mal den Link an den Igela dir empfohlen hat:klatschen:

  • Ja da muss ich dir auch zustimmen Kessi, ich finde auch nur meine Meinung zu schreiben etwas dürftig. Den diese Rezension lesen ja auch Leute die gar nichts vom Buch kennen. Und gerade die anderen Inhaltsangaben machen mich oft auf ein Buch neugierig.


    Murkxsi:

    Die Meinung die ich von dir gelesen habe fand ich eigentlich ganz gut, nun davor einfach noch einen Inhalt aus deinem Kopf und das ganze ist wirklich klasse. :-)

  • Ich weiß ja, dass das meine große Schwäche hier ist und ich gebe mir schon viel Mühe bei den Leserunden hier. Das ist nicht gerade mein Talent und ich denke dann immer, wenn ich jetzt noch eine eigene Inhaltsangabe schreibe, ist die nicht unbedingt besser als der Klappentext.


    Das meine ich auch, dass das nicht immer etwas damit zu tun hat, es sich leicht zu machen. Vielleicht geht es anderen ähnlich wie mir. Man will ja nicht Verschlimmbessern 😉


    Aber natürlich habt Ihr Recht, es ist natürlich auch eine Wertschätzung gegenüber dem Autor oder Autorin.

    Mir war nur nicht bewusst, dass die Inhaltsangabe doch so wichtig scheint.


    Igela Danke für den Link. Das werde ich mir mal anschauen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Murkxsi Du schreibst "wenn ich nun noch eine eigene Inhaltsangabe schreibe, ist die nicht unbedingt besser als der Klappentext".

    Muss sie auch nicht ! Es gibt Klappentexte ,die sind fürchterlich neben dem Buch vorbei. Und, wenn man dann eine Inhaltsangabe liest, die treffend genau das Buch beschriebt ist die dann besser als der Klappentext!

  • Ich weiß ja, dass das meine große Schwäche hier ist und ich gebe mir schon viel Mühe bei den Leserunden hier. Das ist nicht gerade mein Talent und ich denke dann immer, wenn ich jetzt noch eine eigene Inhaltsangabe schreibe, ist die nicht unbedingt besser als der Klappentext.

    Inhaltsangaben - damit habe ich auch ein Trauma. In der Schule habe ich seinerzeit regelmäßig ein "Thema verfehlt" bei Inhaltsangaben erhalten, das waren immer Nacherzählungen :totlach:

  • Ich weiß ja, dass das meine große Schwäche hier ist und ich gebe mir schon viel Mühe bei den Leserunden hier. Das ist nicht gerade mein Talent und ich denke dann immer, wenn ich jetzt noch eine eigene Inhaltsangabe schreibe, ist die nicht unbedingt besser als der Klappentext.

    Inhaltsangaben - damit habe ich auch ein Trauma. In der Schule habe ich seinerzeit regelmäßig ein "Thema verfehlt" bei Inhaltsangaben erhalten, das waren immer Nacherzählungen :totlach:

    :o

  • Ich weiß nicht wie es euch geht. Aber ich habe schon bei den Leserunden das Gefühl,dass jeder den Inhalt anders wahr nimmt. Darum gebe ich auch den Inhalt wieder und meine Eindrücke dazu. Und genau daraus entsteht für mich die Diskussion. Ein anderer hat den Inhalt anders verstanden und schon kann man sich austauschen:totlach:

  • Ja das stimmt. Jeder setzt unterschiedliche Schwerpunkte. Allerdings besteht da auch die Gefahr, zuviel von dem Buch preiszugeben. Das stelle ich bei fast jeder Leserunde fest. Da denke ich oft: "Wie gut, dass Du das Buch schon gelesen hast." Der Grad, das Buch so interessant wie möglich zu beschreiben, ohne zuviel zu verraten oder gar Schlüsselszenen anzusprechen und das in wenigen Sätzen ist in meinen Augen schreibtechnisch durchaus anspruchsvoll.


    Inhaltsangaben - damit habe ich auch ein Trauma. In der Schule habe ich seinerzeit regelmäßig ein "Thema verfehlt" bei Inhaltsangaben erhalten, das waren immer Nacherzählungen :totlach:

    :totlach::totlach::totlach:

    Ich habe das gehasst, weil ich das damals schon nicht gut konnte. Nacherzählungen waren da für mich einfacher.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Interessante Diskussionen ;)


    Ich selbst versuche auch, meine eigene Meinung wirklich in die Rezension zu packen und die negativen und positiven Punkte eines Buches schlüssig zu begründen. Ein einfaches "Oh, wie geil war denn das Buch! Klare Kaufempfehlung" ist für mich auch nicht aussagekräftig. Trotzdem versuche ich meine Rezension im Rahmen zu halten (also die 400 - 700 Wörter Grenze nicht zu überschreiten, da sonst der Leser schnell das interesse verliert - und das will ich ja auch nicht). Wenn ich begeistert von einem Buch bin oder nicht, dann kommt es aber in meiner Rezi auch zum Ausdruck =)


    Zum Thema Klappentext: Meine Freundin übernimmt auch die Klappentexte, gibt sich aber sonst immer viel Mühe mit ihren Rezensionen und legt da viel Herzblut hinein =) Von daher skippe ich nicht jede Rezi, die mit einem Klappentext beginnt ;)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)