01 - Seite 9 bis 67 (Kapitel 1 - 5)

  • Liebe Tanja, liebe Mitleser/innen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu "Madame Cléo und das große kleine Glück" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Tanja Wekwerth, die uns hier zum ersten Mal begleitet.
    Ihr dürft die Autorin duzen.


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt ihr zum Inhalt von Seite 9 bis 67 (Kapitel 1 - 5) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Hallo Tanja und ein hallo in die Leserunde,


    nach diesem ersten Abschnitt habe ich es bereut, mich bei dieser Leserunde angemeldet zu haben... denn dieser hat mich sofort eingenommen und in seinen Bann gezogen; ich habe mich direkt in die alte Dame Cléo verliebt und in diese schöne bezaubernde Geschichte, so dass ich am liebsten das Buch in einem Rutsch durchlesen würde. :lesen: :lesen: :lesen:


    Aber so *seufz* muss ich nun täglich pausieren. Immerhin hätte ich dieses Buch auch nicht so schnell entdeckt, gäbe es diese Leserunde nicht. ;)


    Die Figuren und ganz besonders Cléo sind so liebevoll gezeichnet, sie strahlt auf der einen Seite eine unglaubliche Würde und Stärke aus, auf der anderen eine zarte Verletzlichkeit, so dass ich sie direkt vor Augen hatte und ihr Chanel-Parfüm riechen konnte (kann ich tatsächlich, habe ich auch im Schrank stehen). Auch die kleinen Nebenfiguren, wie ihre seltsamen Französisch-Schüler hatte ich direkt vor Augen und fand ich sehr humorvoll und liebevoll beschrieben.


    Und dann kommen Adamo Savelli mit seiner bezaubernden Tochter Mimi und man ahnt, dass sich da eine wunderbare Verbindung anbahnt. Schon jetzt zeichnet sich zwischen Mimi und Cléo ein Band der Freundschaft. Allerdings gibt mir der Rucksack mit dem vielen Geld schon einige Rätsel auf. War es vielleicht eine Lösegeldübergabe, in der Mimi da hineingeraten ist? Oder ist es die Beute eines Einbruches? Sehr überraschend fand ich die Reaktion von Adamo, dass die Mafia angeblich dahintersteckt. Aber wer weiß... Und unglaublich lachen musste ich, als Mimi dem armen und verwirrten Arbeiter an der Tür den Rucksack entgegen warf mit den Worten "Hier ist die Kohle!" Coole Szene.


    Sehr berührend fand ich, wie Mimi verhindert hat, dass Cléo ihr Erbstück verkauft. Ich hatte da auch einen Kloß im Hals, als sie sich dazu entschlossen hatte. Soetwas verkauft man nicht leichtsinnig. Aber daran merkt man auch, wie groß Cléos finanziellen Schwierigkeiten sind. Und leider in unserer heutigen Zeit sicherlich keine Ausnahme.


    Die Tarotkarte hat mich jetzt nicht sehr schockiert, auch wenn sie an dieser Stelle gut gesetzt war. Da ich früher Tarotkarten gelegt habe, weiß ich, dass "Der Tod" nicht unbedingt eine negative Karte sein muss, es kann auch Veränderung bedeuten. Und eine Veränderung findet bei Cléo ja nun mal wirklich statt. Ich würde sogar sagen, dass sich gerade ihr Leben auf dem Kopf stellt.


    Nach diesem ersten Abschnitt lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und sage jetzt schon, dass das ein Buch ganz nach meinem Geschmack ist, eine bezaubernde Geschichte mit bezaubernden Figuren für schöne Lesestunden mit einer guten Tasse Tee oder einem Glas Wein. Bei nur 302 Seiten durchaus eine Tageslektüre.


    Aber nun muss ich mich erstmal gedulden....

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Guten Abend, liebe Tanja! Guten Abend liebe Mitleserinnen!


    Als ich den Titel dieses Buches las, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss! Eine bezaubernde Geschichte, ein wenig märchenhaft - genauso lese ich es übrigens auch: ohne allzu kritischen Blick auf Realität (dieser Blick ist ja auch nicht notwendig!) Obwohl: manchmal denke ich mir, warum man eigentlich nicht öfter so handelt wie Mme Cléo...


    Aber von Anfang an...
    Das Cover gefällt mir ausnehmend gut - der Vogelkäfig hat ja enormen Symbolwert und ist fast charakteristisch für Mme Cléopâtre, denn sie sammelt sie ja um sie dann bestmöglichst zu verändern ;)
    Mme Cléo ist eine überaus charmante, rücksichtsvolle Dame, eine Grande Dame im allerbesten Sinne des Wortes. Sie bewahrt in allen Situationen wirklich Haltung - denn bei den riesigen Füßen wäre ich sicher ausgeflippt! Und auch bei den Schülern, die es nicht einmal schaffen, den Namen richtig auszusprechen! Obwohl... Monchou hat schon was...


    Und nebenher bekommt man auch noch Einblicke in die Biographie von Coco Chanel. Ich nehme an, dass all diese Hinweise der Wahrheit entsprechen, oder?


    Gibt es für sie eigentlich ein lebendes Vorbild? Oder ist sie ein Phantasieprodukt?


    Dass eine finanzielle Notlage sie dazu zwingt, ein Zimmer zu vermieten, ist leider realistisch genug! Glücklicherweise findet sie ja ihre idealen Mieter: Adamo Savelli und seine Tochter Magdalena, ganannt Mimi. Sofort ist klar, dass diese drei gut zusammenpassen und als Mimi noch eine Rucksack voller Geld findet steht fest, dass sie noch gemeinsam Abenteuer zu bestehen haben. Weil Adamo - typisch Italiener - sofort die Mafia hinter dem Geld vermutet, wird das Geld nicht sofort zur Polizei gebracht.
    Dass Mme Cléo sich dann als Dagobert Duck träumt hat mich wirklich schmunzeln lassen! Und meine Bewunderung haben sie, weil sie das Geld nicht behalten wollen. Ich denke, in dieser Situation würde ich mir das schon auch überlegen :-[


    Wirklich zu Herzen geht die Szene, in der Mimi den Verkauf der Brosche verhindert - kluges Kind! Und der Begriff "Profezeitung" wird sofort in meinem Wortschatz übernommen - es ist als Wort ein Schatz!


    Was mir sehr gut gefällt ist die Tatsache, dass so viele Kleinigkeiten so liebevoll beschrieben werden: der Balkon, die Akazienstrasse, die freundlichen Engel im Hausflur...etc. Das macht es zu einem wirklichen Wohlfühlbuch!


    Und ich werde gleich weiterlesen... es ist einfach zu schön!


    Bis bald!
    ysa

  • Hallo, liebe Ysa,
    das hast du aber superschön formuliert. Ich freue mich sehr, dass du beim Lesen so viel Spaß hast.
    Zu deiner Frage: alles, was über Madame Chanel im Buch steht, ist akribisch recherchiert. Eine faszinierende Frau war das!
    Mir gefällt das Cover auch sehr gut. Das ist ja immer großes Zähneklappern, wenn man es das erste Mal zu Gesicht bekommt.
    Liebe Grüße,
    Tanja

  • Hallo Murkxi,
    viiielen Dank für deinen Beitrag. Ich habe die Madame Cléo beim Schreiben auch immer lieber und lieber gewonnen und war am Ende ganz traurig, dass unsere Reise zuende ging. Aber wie schön, dass sie so vielen Leserinnen auch zu Herzen geht.
    Ihr heiliges Parfum No 5 benutze ich übrigens selbst, seitdem ich Anfang 20 bin. Ich kann einfach nichts anderes benutzen, sonst fühle ich mich ganz merkwürdig.
    Viel Spaß beim Weiterlesen!!!
    Tanja

  • Liebe Mitleser/innen, liebe Autorin!


    Was ein bezauberndes, anmutiges, charmantes.... Buch! Da muss ich den beiden, Murkxi und Ysa, die vor mir geschrieben haben, Recht geben!
    Es hat gerade mal eine Seite gebraucht, um von Madame Cleo betört zu werden..
    Der Roman ist so leicht, so zart, wie feinste Spitze. Er versetzt mich in eine geradezu beschwingte Stimmung!
    Mir ist, als wäre ich bei Madame Cleo in ihrer herrlich altmodischen kleinen Wohnung, von der sie sich nicht trennen mag, für deren Erhalt trotz Mietpreiserhöhung sie kämpft und die sie schweren Herzens beschließt, unterzuvermieten.
    Neben ihr stehe ich auf ihrem reizenden Balkon mit den leeren Vogelkäfigen ( jeder leere Käfig bedeutet, dass ein weiterer Vogel in Freiheit ist - eine berührende Vorstellung! ), lausche wie sie dem vertrauten Lärm der Stadt Berlin, atme das Potpourri von verführerischen Düften ein.


    Madame Cleo ist einfach umwerfend! Welcher Stil, welche Eleganz trotz ihrer Geldknappheit! Ein Beweis, dass Stil und Reichtum eben rein gar nichts miteinander zu tun haben! Sie ist Paris, - mitten in Berlin. Eine wundervolle Mischung...
    Sie lebt in der Vergangenheit, bewahrt das Beste daraus - und gleichzeitig lebt sie mitten in der Gegenwart.
    Sie hat Mademoiselle Coco im Herzen und alles Schöne, das sie mit ihr und ihrer eigenen Vergangenheit verbindet. ( als sie Chanel No.5 aufträgt, steigt mir der Duft in die Nase und begleitet mich beim Lesen und darüber hinaus...)
    Und gleichzeitig schlägt sie sich mit der Realität herum, mit ihren Sorgen, ihren seltsamen Schülern, die sie jedoch zum Überleben braucht.


    Und dann kommt das Glück in ihr einsames Leben! In Gestalt des italienischen Cavalliere, des eleganten Kellners und seiner kleinen Tochter. Und die Liebe.... Und mit den beiden ebenso einsamen neuen Untermietern neue Sorgen... Und Aufregung, aber auch schöne Momente, wie sie sie wohl schon lange nicht mehr hatte.


    Ja. Dieses, genau dieses Buch habe ich jetzt gebraucht - und ich bin voller Vorfreude auf den Fortgang der Handlung, auf weitere bezaubernde Begegnungen mit Madame Cleo ( sie IST Madame! ) und den übrigen Charakteren der schönen Geschichte, die es einem leicht machen, sie zu mögen!


    Einen schönen Restsamstag!
    Ulrike

  • Bin auch mit eigenem Buch an Bord und liebe die Geschichte jetzt schon... 8)


    Das Buch startet schon so zauberhaft, wie Titel und Cover es versprechen.


    Madame Cléo ist eine sehr sympathische alte Dame mit Stil und Contenance. Dabei hat sie ihren eigenen Kopf. Ihre Vogelkäfige ohne Tür auf dem Balkon – was für eine tolle Idee – so können die Tiere immer wieder zurückkommen, sind frei und haben doch ein Zuhause bei ihr.


    Madames Gespräche mit Coco Chanel zeugen von etwas Verrücktheit und Skurrilität, aber es passt ausnehmend gut zu ihr. Die Modeschöpferin muss bei ihr großen Eindruck hinterlassen haben und ich bin sehr gespannt darauf, ob wir von einer eventuellen engeren Beziehung oder Freundschaft noch etwas erfahren werden.


    Die Mieterhöhung erfordert drastische Maßnahmen. Die Vorstellungsgespräche waren einfach köstlich. Die Qual der richtigen Wahl konnte ich mir gut vorstellen, schließlich lebt man doch auf engerem Raum miteinander und da muss man schon miteinander auskommen. Aber Adamo und Mimi passen da wirklich gut rein. Sowohl für Cléo als auch für Mimi kann ich mir ein schönes Zusammenleben gut vorstellen, Cléo ist nicht mehr so einsam und Mimi bekäme eine Oma.


    Der Rucksack voller Geld – wer dem wohl gehört? Und diese ominöse Tarotkarte „Der Tod“ muss ja nicht gleich was Böses bedeuten. Nun bin ich sehr gespannt, wie es weiter geht.


  • nach diesem ersten Abschnitt habe ich es bereut, mich bei dieser Leserunde angemeldet zu haben... denn dieser hat mich sofort eingenommen und in seinen Bann gezogen; ich habe mich direkt in die alte Dame Cléo verliebt und in diese schöne bezaubernde Geschichte, so dass ich am liebsten das Buch in einem Rutsch durchlesen würde. :lesen: :lesen: :lesen:


    Aber so *seufz* muss ich nun täglich pausieren. Immerhin hätte ich dieses Buch auch nicht so schnell entdeckt, gäbe es diese Leserunde nicht. ;)


    Ist doch schön, sich jeden Tag auf etwas zu freuen, was man besonders mag... 8) Also kein Bedauern!!!


  • Die Figuren und ganz besonders Cléo sind so liebevoll gezeichnet, sie strahlt auf der einen Seite eine unglaubliche Würde und Stärke aus, auf der anderen eine zarte Verletzlichkeit, so dass ich sie direkt vor Augen hatte und ihr Chanel-Parfüm riechen konnte (kann ich tatsächlich, habe ich auch im Schrank stehen).


    Ja, Cléo ist ein ganz besonders liebenswerter Charakter, stilvoll, elegant, mit ihren Selbstgesprächen wirkt sie etwas verschroben, aber ich finde sie sehr französisch. Wenn ich allerdings an dieses Parfüm denke, wird mir immer schlecht (habe keine schönen Erinnerungen daran, mag aber einige andere Chanel-Düfte sehr gern). Ich finde, es müffelt nach alter Frau und so wirkt Cléo einfach nicht auf mich. Dafür hat sie zu viel Elan und gute Ideen, ist überhaupt sehr aufgeschlossen, obwohl sie dies erst durch ihre missliche Lage so richtig offenbart.

    Einmal editiert, zuletzt von Dreamworx ()


  • Und dann kommen Adamo Savelli mit seiner bezaubernden Tochter Mimi und man ahnt, dass sich da eine wunderbare Verbindung anbahnt. Schon jetzt zeichnet sich zwischen Mimi und Cléo ein Band der Freundschaft. Allerdings gibt mir der Rucksack mit dem vielen Geld schon einige Rätsel auf. War es vielleicht eine Lösegeldübergabe, in der Mimi da hineingeraten ist? Oder ist es die Beute eines Einbruches? Sehr überraschend fand ich die Reaktion von Adamo, dass die Mafia angeblich dahintersteckt. Aber wer weiß... Und unglaublich lachen musste ich, als Mimi dem armen und verwirrten Arbeiter an der Tür den Rucksack entgegen warf mit den Worten "Hier ist die Kohle!" Coole Szene.


    Adamo und Mimi passen gut als Mitbewohner von Cléo, alle haben etwas Liebenswertes und Berührendes an sich, das einem mitten ins Herz geht.
    Der Gedanke an die Mafia kam mir auch erst - eigentlich typisch, so zu denken, vor allem Adamo als Italiener. ;D
    Mimis Wurf war spektakulär.... :)


  • Die Tarotkarte hat mich jetzt nicht sehr schockiert, auch wenn sie an dieser Stelle gut gesetzt war. Da ich früher Tarotkarten gelegt habe, weiß ich, dass "Der Tod" nicht unbedingt eine negative Karte sein muss, es kann auch Veränderung bedeuten. Und eine Veränderung findet bei Cléo ja nun mal wirklich statt. Ich würde sogar sagen, dass sich gerade ihr Leben auf dem Kopf stellt.


    Hihihi, ich lege mir auch heute noch die Karten. "Der Tod" ist in den meisten Fällen nicht negativ besetzt. Und Cléos Leben wird gerade gehörig durcheinander gewirbelt durch Veränderungen, für die sie rein gar nichts kann (Mieterhöhung).

  • Mme Cléo ist eine überaus charmante, rücksichtsvolle Dame, eine Grande Dame im allerbesten Sinne des Wortes. Sie bewahrt in allen Situationen wirklich Haltung - denn bei den riesigen Füßen wäre ich sicher ausgeflippt! Und auch bei den Schülern, die es nicht einmal schaffen, den Namen richtig auszusprechen! Obwohl... Monchou hat schon was...


    Eine richtige Dame ist sie, ganz gewiss! Irgendwie ein Relikt aus längst vergangener Zeit, - obwohl sie so uralt ja gar nicht ist!
    Aber sie gehört eben dennoch in eine Epoche, in der gutes Benehmen von wesentlich höherer Bedeutung war, als heute ( wie mir oft scheint ). Rücksicht war selbstverständlich, man blökte seinen Unmut nicht sofort und ohne Rücksicht auf Verluste raus ( letzteres scheint mir ein Symptom unsrer Zeit zu sein, wie so vieles andere....). Überhaupt sind die Franzosen nach meinen Erfahrungen um einiges höflicher als die Angehörigen gewisser anderer Nationen!
    Den Schweden und die korpulente Frau ist Madame Cleo losgeworden, ohne sie zu verletzen - obwohl die beiden sie und ihren Sinn für Stil, Anmut und gutes Benehmen verletzt haben. Es geht also auch mit Samthandschuhen, es müssen nicht immer Dreckklumpen sein...
    Madames Abscheu gegen Füße, - oder sind es nur Männerfüße!?
    Oh wie ich den teile.... :o
    Warum, so denke ich mir oft, muss man abscheuliche, ungepflegte, hässliche und oft auch stinkende Füße seinen Mitmenschen zumuten? Füße sind etwas Privates, meint Madame - und ich stimme ihr aus vollem Herzen zu....


  • Als ich den Titel dieses Buches las, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss! Eine bezaubernde Geschichte, ein wenig märchenhaft - genauso lese ich es übrigens auch: ohne allzu kritischen Blick auf Realität (dieser Blick ist ja auch nicht notwendig!) Obwohl: manchmal denke ich mir, warum man eigentlich nicht öfter so handelt wie Mme Cléo...


    Du hast vollkommen recht - es ist wir ein modernes Märchen. Und ich finde es sehr schade, dass wir heute alle so vernünftig sind und ständig abwägen und überlegen, nicht mehr spontan sind. Aber ich merke selbst, je älter ich werde, umso mehr überlege ich hin und her. Wieder mehr Spontanität und ein klein wenig Extravaganz und Mut sollte man hin und wieder doch an den Tag legen. Dabei erlebt man so einige Überraschungen... :winken:


  • Neben ihr stehe ich auf ihrem reizenden Balkon mit den leeren Vogelkäfigen ( jeder leere Käfig bedeutet, dass ein weiterer Vogel in Freiheit ist - eine berührende Vorstellung! ), lausche wie sie dem vertrauten Lärm der Stadt Berlin, atme das Potpourri von verführerischen Düften ein.


    Na, ob Berlin so verführerische Düfte hat? Ich lebe hier und kann Dir sagen, dass es Schöneres gibt.


    Aber es stimmt schon, mir hat es auch sehr gut gefallen, das Bild der Vogelkäfige im Kopf zu haben. Es war sehr gefühlvoll und berührend beschrieben und passt sehr gut zu dem Bild, dass ich mir von Cléo mache.


  • Na, ob Berlin so verführerische Düfte hat? Ich lebe hier und kann Dir sagen, dass es Schöneres gibt.


    Das glaube ich dir aufs Wort! Ich lebe auf dem Land - und das ist genau das, was ich möchte. Aber - schön riecht's hier oft auch nicht...Gerade haben die Bauern wieder angefangen, Gülle zu verbreiten. Die machen das besonders gern bei strahlendem Sonnenschein ( wie heute! ). Dann riecht es noch nachhaltiger...
    Aber für Madame Cleo sind die Düfte, die in ihre Wohnung steigen verführerisch - sie sind Heimatgefühl, also vertraut. Und ihre zweite Heimat Berlin liebt sie ja so, oder fast so, wie ihr Paris....
    Und so rieche ich mit Madame Cleos feinem Näschen! Und bilde mir ein, ich rieche Rosenduft....

  • Du hast vollkommen recht - es ist wir ein modernes Märchen. Und ich finde es sehr schade, dass wir heute alle so vernünftig sind und ständig abwägen und überlegen, nicht mehr spontan sind. Aber ich merke selbst, je älter ich werde, umso mehr überlege ich hin und her. Wieder mehr Spontanität und ein klein wenig Extravaganz und Mut sollte man hin und wieder doch an den Tag legen. Dabei erlebt man so einige Überraschungen... :winken:


    Da stimme ich unumwunden zu! Man lebt nur einmal - und dadurch, dass man sich in den Alltagstrott pressen lässt, vergibt man kostbare Lebenszeit!
    Madame Cleo bricht zwar nicht direkt aus, aber sie tut doch Dinge, die für jemanden wie sie ungewöhnlich sind. Dies erstmal aus Notwendigkeit! Aber was sich dann daraus entwickelt, ist spannend und bereichert ihr Leben ungemein....

  • So, nun bin ich auch bei euch und Madame Cléo und das Buch hat mich schon wunderbar in Beschlag genommen!
    Was für eine zauberhafte Geschichte, einerseits so schön, aber auch traurig und auf der anderen Seite so skurril!


    Ich weiß gar nicht, wen ich schlimmer finden soll, die Wohnungsbewerber oder die Französischschüler! :o
    Ich habe auch schon mal untervermietet und fand es echt unglaublich schwer, da jemand auszuwählen, mit dem ich es mir halbwegs vorstellen konnte - und das waren getrennte Wohneinheiten, keine Art WG, wie Cléo und Adamo sie jetzt führen!
    Aber mit den dreien scheint es sich wunderbar gefügt zu haben.
    Dennoch bin ich auch noch ein wenig misstrauisch, was Adamo angeht. Ich kenne mich mit der Wohnungssituation in Berlin nicht aus, wahrscheinlich ist es nicht so einfach, dort etwas zu finden, aber ein Mann, der mit seiner kleinen Tochter in ein Zimmer bei einer alten Dame einzieht, ist schon ein bisschen merkwürdig, oder?
    Was hätte er denn mit Mimi gemacht, wenn Cléo sich nicht sofort bereiterklärt hätte, sich um sie zu kümmern, während ihr Vater bei der Arbeit ist?


    Cléo finde ich ganz wunderbar. Ich lebe auch allein und bin Ende 30 und schon jetzt erkenne ich diverse Schrulligkeiten an mir und könnte mir nicht so wirklich vorstellen, mit jemandem meine Wohnung/meine Privatsphäre zu teilen, schon gar nicht mit einem Fremden und einem Kind!
    Aber für Cléo scheint es ja weniger Einschränkung zu sein (ein bisschen hatte sie das ja schon zuerst befürchtet, ihr Wohnzimmer, ihr Balkon... da war sie ja doch etwas wehmütig) als viel mehr ein Gewinn!


    Wenn das alles sich so weiterentwickelt, könnte sie eine wunderbare Ersatz-Oma für Mimi werden.
    Aber apropos Oma, und um mal das Klischee der italienischen Großfamilie zu bemühen: gibt es denn keine anderen Verwandten von Adamo und Mimi?


    Dieser Rucksack mit dem Geld ist sehr mysteriös. Erst dachte ich, Adamo hätte den mit in die Wohnung gebracht und wirklich etwas zu verbergen. Aber dass Mimi ihn im Park gefunden hat, ist noch merkwürdiger. Und die Reaktion ihres Vaters ziemlich besorgniserregend.

  • Hihihi, ich lege mir auch heute noch die Karten. "Der Tod" ist in den meisten Fällen nicht negativ besetzt. Und Cléos Leben wird gerade gehörig durcheinander gewirbelt durch Veränderungen, für die sie rein gar nichts kann (Mieterhöhung).


    Ah, das ist interessant. Da ich von Tarot keine Ahnung habe, fand ich die Karte "Der Tod" auch erstmal ziemlich beunruhigend. Vor allem weil ich mir nicht sicher war, ob es wirklich eine von Cléos Karten ist oder ob sie mit dem Geld in dem Rucksack steckte?


  • Dennoch bin ich auch noch ein wenig misstrauisch, was Adamo angeht. Ich kenne mich mit der Wohnungssituation in Berlin nicht aus, wahrscheinlich ist es nicht so einfach, dort etwas zu finden, aber ein Mann, der mit seiner kleinen Tochter in ein Zimmer bei einer alten Dame einzieht, ist schon ein bisschen merkwürdig, oder?


    Die Wohnsituation in Berlin ist momentan sogar recht beängstigend. Bis Anfang 2016 habe ich mindestens einmal am Tag einen Umzugswagen irgendwo gesehen. Heute kann man von Glück sagen, wenn man mal einen im Monat sieht und hofft, dass derjenige wirklich was Schönes gefunden hat. Seit 1990 war die Situation nicht mehr so schlimm wie jetzt. Damals mussten die Studenten sogar im Auto schlafen, weil sie keine Zimmer fanden. Die Lage für Studenten ist jetzt ebenso prekär und durch die "Neuzugereisten" aus aller Herren Länder ist es momentan wirklich schrecklich auf dem Wohnungsmarkt, selbst wenn man das Geld hätte.


  • Cléo finde ich ganz wunderbar. Ich lebe auch allein und bin Ende 30 und schon jetzt erkenne ich diverse Schrulligkeiten an mir und könnte mir nicht so wirklich vorstellen, mit jemandem meine Wohnung/meine Privatsphäre zu teilen, schon gar nicht mit einem Fremden und einem Kind!


    Ehrlich, ich bin zwar seit 30 Jahren verheiratet und habe 5 Kinder groß gezogen, nun sind mein Mann und ich allein in unserer großen Dachwohnung. Aber was die Schrulligkeiten angeht, habe ich die auch bei uns feststellen können. Also ich finde das ganz normal, hat doch auch was Liebenswertes und Vertrautes. Das gehört einfach zum Leben dazu, ob man nun allein ist oder mit Partner.
    Als unsere Kinder noch da waren, hatten wir sogar noch Austauschschüler dazu etc. Das war auch sehr gewöhnungsbedürftig. Aber inzwischen genießen wir beide die Ruhe, obwohl es am Anfang unheimlich war. Als mein Mann vorschlug, jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind, unter zu vermieten, muss ich ihn wohl total entgeistert angesehen haben. Auf jeden Fall ist das Thema vom Tisch. Ich möchte mich nicht einschränken müssen und rumlaufen, wie ich will. Das kann man mit Untermietern auch nicht. Und meine Küche bzw. das Bad möchte ich auch nicht teilen müssen.
    Wenn ich das hier lese, denke ich, ich bin mit Sicherheit absolut schrullig geworden... ;)

Anstehende Termine

  1. Donnerstag, 10. Mai 2018 - Sonntag, 27. Mai 2018

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 11. Mai 2018 - Sonntag, 27. Mai 2018

    gagamaus

  3. Freitag, 11. Mai 2018, 21:40 - Sonntag, 27. Mai 2018, 22:40

    JanaBabsi

  4. Freitag, 18. Mai 2018 - Sonntag, 3. Juni 2018

    Caren