01: Anfang - einschl. Kapitel 12

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  • Rhea : Willkommen in Lübeck ;) Wohne übrigens mitten in der Innenstadt, beim großen Einkaufszentrum Haerder Center. Kannst an mich denken, wenn du vorbeikommst. Ich sitze ganz oben im 5. Stock und lese Ju's Buch :totlach:


    Ja, wir waren am Tage heute sehr beschäftigt mit der Suche nach einem Cache, den wir leider wieder nicht gefunden haben. Ich hoffe wir kommen bald wieder mal nach Lübeck, ist eine sehr schöne gemütliche Stadt.

  • Guten Abend ihr Lieben,


    ich bin ebenfalls gut in das Buch gestartet und geniesse einfach neben der Handlung wieder Jus tollen und bildhaften Schreibstil.


    Puh, erstmal war ich entsetzt, wie lange dieser Krieg schon anhält, da weiß doch beinahe niemand mehr, was ihn damals ausgelöst hat bzw. was überaupt das Ziel dieses sinnlosen Krieges sein soll. Und kriegsmüde ist die Bevölkerung schon lange, was kein Wunder ist.
    Und es ist kein Ende zu sehen, da die Kriegskoalitionen ständig wechseln. Die Soldaten melden sich oftmals nicht freiwillig zum Kriegsdienst, sondern werden einfach ihren Familien entrissen - und verrohen dabei völlig. Meines Erachtens ist die Gesellschaftsordnung in den Acht Reichen völlig zusammengebrochen und ich habe keine Ahnung, wie hier Frieden eine Chance haben könnte.


    Während des Wahlkönigreichs hat ja Frieden geherrscht, aber dennoch waren einzelne mit dem Status Quo nicht zufrieden gewesen und wollten wohl mehr Macht und Einfluss.


    Schlimm, was die 7-jährige Maleni auf ihrem Hof mitansehen musste :o Mich verwundert es nicht, dass sie zu einer Assassinin geworden ist. Hat die Schemenjägerin damals auch gegen den Gehorsam verstoßen, weil sie der kleinen Maleni geholfen hat? Wahrscheinlich nur, wenn sie versucht hätte, den Eltern zu helfen. Immerhin hat die Geschwisterschaft der Xyi so neuen Nachwuchs bekommen.


    Mich würde ja schon interessieren, wer hinter den Aufträgen an die Xyi steht und welches langfristige Ziel sie mit den Anschlägen verfolgen. An einer Stelle stand, glaube ich, dass sie für alle Acht Reiche arbeiten, bedeutet das, dass sie so eine Art Söldnerjob ausüben?


    Was es mit dem Buchtitel auf sich hat, erfahren wir ziemlich schnell, denn den Schwestern und Brüdern von Xyi wird quasi die Seele gespalten, sie bestehen aus ihrem ursprünglichen Ich und dem Teil des eiskalten Assassinen. Wie es zu dieser Spaltung genau kommt - im Einleitungstext steht was von einem geheimnisvollen Elixier - interessiert mich brennend. Warum nimmt man den Weg über dieses Elixier? Ich denke, Kinder mit solch traumatischen Erfahrungen wie Maleni, lassen sich doch relativ leicht beeinflussen, um den Weg eines Auftragskillers einzuschlagen. Aber wahrscheinlich ist es mit dem Elixier noch sicherer, weil das zweite Ich ohne Gewissen und ohne Zweifel ist. Ist das wirklich eine Seelenspaltung oder hat sich Taryah irgendwie "eingenistet"?


    In jedem Fall geniessen die Schemenjäger eine sehr fundierte Ausbildung, bei der sie sogar gegen Gifte langsam gewöhnt werden.


    Die Beschreibung, wie Taryah im ersten Kapitel ihren Auftrag ausführt, fand ich super beschrieben: einerseits die erotische Sinnlichkeit, andererseits spürte man, dass irgendwo der Tod lauert. Sehr raffiniert, wie sie ihr "Opfer" dazu bringt, von dem Wein zu trinken - hier zeigt sich auch, warum die Gewöhnung an Gifte sinnvoll ist.


    Sehr gelungen fand ich auch den krassen Gegensatz, wie die kleine Maleni damals die einfallenden Soldaten erlebt hat: sie bringen Gewalt und Tod und gleichzeitig erscheinen ihre Uniformen so bunt wie eine Blumenwiese - ein sehr bildstarker Vergleich. Nur gut, dass sich Maleni der Anordnung ihrer Mutter widersetzt hat, ansonsten würde sie auch nicht mehr leben.
    Und dass sich die Schemenjägerin sich ihr wohl angenommen hat, denn wie hätte sie als siebenjähriges Kind sonst überleben sollen.


    Bei den damaligen Erlebnissen wundert es mich auch nicht, dass Maleni, nachdem Taryah ihren Auftrag erfüllt hat, herausfinden wollte, was mit den beiden Töchtern des Graaven geschehen ist. Als ihr schlimmer körperlicher Zustand beschrieben wurde, kam mir ebenfalls der Gedanke, ob es nicht besser wäre, ihnen Erlösung zu schenken. Aber klar, die beiden sind unschuldige Opfer und nicht mit den üblichen Zielpersonen der Xyi zu vergleichen. Aber wie hätte Maleni mit den beiden überhaupt die Flucht gelingen sollen? Sie hätten sich wahrscheinlich nicht mal mehr auf ihren eigenen Beinen halten können. Aber dennoch kann ich Malenis Gewissensbisse auch nachvollziehen.


    Aber nun hat sie erstmal andere Sorgen, ich hoffe nur, sie wird mit den zwölf Soldaten fertig. Und ich bin gespannt, ob sie Elgor und Humbert über den Weg laufen wird. Die beiden scheinen zwar harmlose Wanderhandwerker zu sein, sind aber vorsichtig genug, sich fernab der Straßen zu halten - kein Wunder bei den rohen Zeiten. Humbert ahnt bereits, dass Maleni zu den Xyi gehören könnte, auch wenn die Geschwisterschaft so geheim ist, dass nicht mal ihre Existenz für die Außenstehenden sicher ist.


    Auf Humbert bin ich gespannt, weil er noch über das Wissen verfügt, wie es vor dem langen Krieg war und er bestimmt noch eine Rolle spielen wird.


  • Ich finde diese zweigeteilte Figur sehr spannend und ertappe mich beim Lesen immer wieder dabei, dass ich zwei junge Frauen vor Augen habe!


    Das geht mir auch so ;D



    Das hatte ich anders verstanden. Das die kalte Feuerstelle von den beiden Schmieden war, habe ich sofort verstanden. Ich hatte das sogar so verstanden, das sie Angst vor ihr haben, weil die beiden Schmiede ihren Rucksack gefunden haben bzw. in ihr versteck eindrangen. Ich kann mich nicht erinnern, das der Alte, was von einer Schemenjägerin erzählt hat, die in der Nähe wäre. Er zählte lediglich die Habseligkeiten auf, die sie versteckt hatte.


    So hatte ich es auch verstanden.



    Aber allein von ihrem Gepäck, das ja scheinbar nur Schals und Schmuck enthält auf ihre Zugehörigkeit zu Xyi zu schließen (oder was auch immer mit "wenn sie ist, was du denkst was sie ist" gemeint ist), ist schon seltsam... ich bin trotzdme der Meinung sie wussten es schon vor dem Gepäck. :D


    Damit hast du auch recht, Humbert hat hier wirklich schnell geschaltet, als er Malenis Gepäck durchgesehen hat. Er scheint mehr zu wissen - eben darum bin ich auch auf seine Figur gespannt.


    Gerade kommt mir ein Gedanke: kann es sein, dass er vielleicht selber mal ein Bruder war und ausgestiegen ist?

  • Ich bin ja sehr gespannt, was mit Malenis Hilfe von früher wird bzw. wer sie ist.


    Nein, ich denke nicht, dass Humbert ein Bruder war. Vielleicht eher jemand, der irgendwann einmal mit den Xyi zu tun hatte z.B. als Auftraggeber oder er hat was beobachtet, was er nicht sollte und wurde doch verschont. Er scheint ja irgendwie etwas mit Maleni machen zu wollen. Zumindest kommt es mir so vor, als würde er mit seinem Gesellen auf sie warten und erst beobachten wie sie sich anstellt. Vielleicht waren die Xyi früher welche, die Magie beherrschten und er weiß es noch? Hmmmm... noch sind viele Fragen offen :)

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"


  • Ich bin ja sehr gespannt, was mit Malenis Hilfe von früher wird bzw. wer sie ist.


    Stimmt, das würde mich auch interessieren. Im Normalfall geht jeder von ihnen seine eigenen Wege, aber wer weiß.



    Nein, ich denke nicht, dass Humbert ein Bruder war. Vielleicht eher jemand, der irgendwann einmal mit den Xyi zu tun hatte z.B. als Auftraggeber oder er hat was beobachtet, was er nicht sollte und wurde doch verschont.


    Das ist auch gut möglich.

  • Aber Ju, es ist doch nicht deine erste Fantasywelt,oder? Wie ist das mit "schwingen aus Stein"?


    "Schwingen aus Stein" spielt imi Bayerischen Wald 1867. Der Hintergrund ist historisch mit der Dreingabe von mythischen Gestalten. Das war keine eigene Welt.


  • "Schwingen aus Stein" spielt imi Bayerischen Wald 1867. Der Hintergrund ist historisch mit der Dreingabe von mythischen Gestalten. Das war keine eigene Welt.


    Da kannste mal sehen, wie unaufmerksam ich bin, für mich war das eine Fantasy Welt. Den Bayrischen Wald habe ich nicht erkannt. :-[


  • Ich bin ja sehr gespannt, was mit Malenis Hilfe von früher wird bzw. wer sie ist.


    Habe ich was verpasst, weiß gerade nicht wo ich das einordnen soll?!



    Nein, ich denke nicht, dass Humbert ein Bruder war. Vielleicht eher jemand, der irgendwann einmal mit den Xyi zu tun hatte z.B. als Auftraggeber oder er hat was beobachtet, was er nicht sollte und wurde doch verschont. Er scheint ja irgendwie etwas mit Maleni machen zu wollen. Zumindest kommt es mir so vor, als würde er mit seinem Gesellen auf sie warten und erst beobachten wie sie sich anstellt. Vielleicht waren die Xyi früher welche, die Magie beherrschten und er weiß es noch? Hmmmm... noch sind viele Fragen offen :)


    Das mit der Magie, könnte hinkommen. Ich bin der Meinung während ihres erotischen Tanzes, hätte sie Magie eingesetzt, um seine Gedanken zu lesen oder so.

  • Na bei dem Überfall auf ihr Elternhaus hat ihr ja eine Unbekannte geholfen zu überleben und hat die Soldaten vergiftet. So hab ich das zumindest verstanden, wobei ich nicht ganz sicher war, ob das nicht vielleicht schon Taryah war :D

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Nun kann ich auch richtig loslegen. Den ersten Abschnitt habe ich auf der Rückfahrt im Zug gelesen und ich musste mich wirklich beherrschen, nicht weiterzulesen. Sofort kommt Fahrt in die Geschichte, keine langen Vorreden oder Vorstellung von Personen, keine ellenlangen Beschreibungen von Örtlichkeiten, nein, Tanz, Gift, Tod. Und zack, ist man mittendrin. Mir hat das gefallen.


    Die zwei Charaktere Maleni und Taryah, die in einem Körper leben, finde ich sehr faszinierend. Sie sind so extrem unterschiedlich, und doch scheinen sie sich hervorragend zu ergänzen. Ich bin gespannt, wie sich die Gewichtung der beiden Charaktere im Laufe des Buches verändern wird. Denn Anzeichen, dass da ein innerer Kampf tobt, gibt es ja bereits.


    Die Geschichte der kleinen Maleni tat mir sehr leid. Ich fand das sehr traurig, das zu lesen. Ich mag mir das gar nicht vorstellen, wie furchtbar das für sie gewesen sein muss. Ein richtiges Trauma.


    Skeptisch bin ich bei den beiden Schmieden. Was führen diese im Schilde? Ich kann sie noch nicht ganz einordnen. Und was meinen sie mit "zwölf Feinde würden auch für eine Legende zu viel sein". Beim ersten Lesen dachte ich, sie meinen Taryah damit, doch sie ist viel zu jung für eine Legende. ???


    Das Buch gefällt mir sehr gut. Ich liebe diese erhabenen Buchstaben, wo man mit den Fingern drüber streicheln kann. Und die dünnen Seiten gefallen mir auch. Sie sind zwar empfindlich aber so weich. Kleine Handschmeichler irgendwie ;D Schade, dass keine Karte dabei ist. Auch wenn ich wie frisch gelernt, nicht immer die Karten richtig zu lesen und zu verstehen weiß, so finde ich sie immer schön und schaue sie mir genau an.



    Na bei dem Überfall auf ihr Elternhaus hat ihr ja eine Unbekannte geholfen zu überleben und hat die Soldaten vergiftet. So hab ich das zumindest verstanden, wobei ich nicht ganz sicher war, ob das nicht vielleicht schon Taryah war :D


    Das war definitiv eine Fremde. Sie hat ihr ja den Mund zugehalten. Könnte man rein theoretisch auch selbst, wäre jetzt aber doch weit hergeholt.



    Gerade kommt mir ein Gedanke: kann es sein, dass er vielleicht selber mal ein Bruder war und ausgestiegen ist?


    Dieser Gedanke kam mir auch kurz, aber dafür wissen wir einfach noch viel zu wenig von ihm. Aber ich glaube auf jeden Fall, dass er viel mehr von dieser Welt weiß, als er kundtut. Aber heißt er nicht Umbert? ???

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Der Schreibstil gefällt mir, sehr flüssig geschrieben und die abgeänderten Wörter störten meine Lesefluss gar nicht. Die kurzen Kapitel gefallen mir übrigens sehr. Wie sieht wohl eine Pertoffel aus?


    Das sehe ich genauso. Die Pertoffel fand ich auch irgendwie witzig. Ich stelle sie mir so ähnlich wie eine Kartoffel vor, nur in einer anderen Farbe, lila vielleicht.



    Mich würde ja schon interessieren, wer hinter den Aufträgen an die Xyi steht und welches langfristige Ziel sie mit den Anschlägen verfolgen. An einer Stelle stand, glaube ich, dass sie für alle Acht Reiche arbeiten, bedeutet das, dass sie so eine Art Söldnerjob ausüben?


    Auf einen klassischen Söldnerjob würde ich jetzt eher nicht tippen. Ich denke, da zieht jemand seine Fäden für ein ganz bestimmtes Ziel. Ob das gut oder schlecht ist, kann ich noch nicht einordnen. Bestenfalls ist da jemand, der für ein ausgewogenes Gleichgewicht sorgt und versucht, einen Krieg zu verhindern. Schlimmstenfalls ist das jemand, der zu Macht kommen möchte. Mal sehen.


    Zitat

    Was es mit dem Buchtitel auf sich hat, erfahren wir ziemlich schnell, denn den Schwestern und Brüdern von Xyi wird quasi die Seele gespalten, sie bestehen aus ihrem ursprünglichen Ich und dem Teil des eiskalten Assassinen. Wie es zu dieser Spaltung genau kommt - im Einleitungstext steht was von einem geheimnisvollen Elixier - interessiert mich brennend.


    Da sieht man mal wieder, dass ich niemals ein Kriminalbeamter werden könnte. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Aber klar, Seelenspalter. Den Klappentext hatte ich jetzt nicht gelesen, deshalb war mir das wohl auch nicht sofort klar.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Nun kann ich auch richtig loslegen. Den ersten Abschnitt habe ich auf der Rückfahrt im Zug gelesen und ich musste mich wirklich beherrschen, nicht weiterzulesen. Sofort kommt Fahrt in die Geschichte, keine langen Vorreden oder Vorstellung von Personen, keine ellenlangen Beschreibungen von Örtlichkeiten, nein, Tanz, Gift, Tod. Und zack, ist man mittendrin. Mir hat das gefallen.


    Ja das dachte ich mir auch , direkt mitten im Geschehen der Geschichte



    Skeptisch bin ich bei den beiden Schmieden. Was führen diese im Schilde? Ich kann sie noch nicht ganz einordnen. Und was meinen sie mit "zwölf Feinde würden auch für eine Legende zu viel sein". Beim ersten Lesen dachte ich, sie meinen Taryah damit, doch sie ist viel zu jung für eine Legende. ???


    Mit der Legende, meinte der Schmied, die Gemeinschaft der Xyi. Man weiß nicht genau ob sie exestieren und daher erzählt man sich Geschichten über sie. Gerade wenn so jemand wie der Blutdenker stirbt.
    Da der Schmied aber glaubt, die Frau auf dem Pferd wäre eine Assassinin der Xyi, geht er davon aus, egal wie gut sie ausgebildet wurde, das sie 12 Männer nicht besiegen kann.


    Das Buch gefällt mir sehr gut. Ich liebe diese erhabenen Buchstaben, wo man mit den Fingern drüber streicheln kann. Und die dünnen Seiten gefallen mir auch. Sie sind zwar empfindlich aber so weich. Kleine Handschmeichler irgendwie ;D Schade, dass keine Karte dabei ist. Auch wenn ich wie frisch gelernt, nicht immer die Karten richtig zu lesen und zu verstehen weiß, so finde ich sie immer schön und schaue sie mir genau an.


    Eine Karte hätte ich mir auch gewünscht, sowas finde ich immer toll.

  • Jetzt kann auch ich loslegen.


    Es beginnt sehr spannend, wobei mir von Anfang an klar war, dass der Feldherr wohl kaum wird überleben können. Überraschend war jedoch das Gift. Überraschend war auch in Kapitel 2 die Entdeckung, dass Maleni und Taryah ein und dieselbe Person sind.


    Malenis Flucht und ihr unplanmäßiger Abstecher in den Keller wird sehr gut geschildert. Durch die Rückblenden wird ihre Motivation klar. Von daher sind die Rückblenden gelungen (ich bin normalerweise ein Gegner von Rückblenden, aber hier helfen sie).


    Sprachlich schön fand ich Wortabwandlungen wie Fyrsthen, Graavschaft und die Pertoffel ( die stelle ich mir jetzt lila vor. Ob es in der Welt wohl auch Pommes gibt - und wie die wohl heißen? 😊).


    Gespannt bin ich auch auf das Zusammentreffen der beiden Wanderschmiede mit Maleni. Ob die wohl noch lernen, dass die Xyi kein Märchen sind?


    Kapitel 12 endet mit einem Cliffhänger. Ich bin sehr gespannt, wie Maleni da rauskommt.

    Fantastic! Allons-y! Geronimo! Oh, brilliant!


  • Der sinnliche Tanz und das Spiel mit dem Herrscher, auch die Überlegungen, die bei diesem Tanz quasi im Koipf durchgespielt werden, haben mir auch sehr gut gefallen..Auf jeden Fall war es ein interessanter Einstieg und man hat als Leser gleich einen ersten Einblick in die Arbeitswelt von der Prota bekommen..
    Das mit den zwei Seelen in einem Körper hat mir auch gut gefallen - wobei ich mich manchmal frage, ob die beiden so unterschiedlich sein können..? Auch das Erscheinungsbild wird ja in gewissem Rahmen als anderes beschrieben..Auch hoffe ich, dass wir hierzu noch eine Erklärung bekommen, wie es zu den zwei Seelen gekommen ist. Aber ich bin frohen Mutes und denke, dass der Erzählstrang aus der Vergangenheit bestimmt noch eine Erklärung bieten wird.
    Die Rückblenden finde ich bisher auch sehr interessant und ich finde es gut, dass wir einen Einblick in die Geschichte der Prota erhalten..


  • Ich kam etwas schwer in das Buch rein und erst bei Kapitel 10 oder 11 hatte es mich dann gepackt und ich habe mich an den Schreibstil gewöhnt. Er ist etwas ganz anderes als ich normalerweise lese, wie ich finde. Sehr hübsch und blumig, ich finde auch sehr weiblich. Ich finde es aber leider - ist ja mein erstes Buch von Ju - noch etwas seltsam, dass man wirklich für alltägliche Wörter wie Fürstentum, Graf, Kartoffeln etc. neue Wörter erfinden muss.
    [..]
    Sehr sympathisch sind mir die beiden Schmiede, in diese konnte ich mich gleich hineinversetzen und hoffe nun natürlich, dass wir mit ihnen weiter reisen dürfen. Hoffentlich helfen sie Maleni, sie scheinen ja zu wissen bzw. zu ahnen wer sie ist und wohin sie will. Ob sie auf sie warten? Oder beobachten sie erstmal nur? Hm, großes Rätsel! und auch das mit der Magie im Alten Reich finde ich toll, das erfreut mein Zaubererherz :P
    [..]


    Ich muss gestehen, ich hatte zu Beginn auch ein bisschen meine Probleme mit dem Schreibstil, wobei ich gar nicht genau festmachen kann, woran es eigentlich liegt. Ich würde den Stil jetzt zwar nicht als blumig bezeichnent, aber ich hatte manchmal das Gefühl, dass mein Lesefluss unterbrochen wird. Das liegt zum Teil an den Einschüben im Satz, aber auch noch an was anderem..Am Ende des Abschnittes hatte ich mich schon etwas daran gewöhnt, da hatte ich dann nicht mehr solche Schwierigkeiten wie noch zu Beginn des Buches..
    Schade finde ich, dass keine Karte vorhanden ist. Bisher habe ich den Eindruck, dass wir vielleicht die ein oder andere Ecke des Landes bereisen werden, da würd ich eine Karte doch als hilfreich und sinnvoll erachten..


    Die beiden Schmiede finde ich auch auch interessant und ich bin gespannt, welchen Einfluss sie auf die Geschichte haben werden, welche Rolle sie spielen werden. Bisher kann ich das noch nicht richtig einschätzen, aber einen gewissen Raum werden sie bestimmt einnehmen und sie scheinen auch keine normalen Schmiedearbeiter zu sein. Sie kommen viel rum und wissen einiges, auch über vergangene Zeiten und abgelegene Orte..Die beiden finde ich echt interessant und steigern nochmal zusätzlich die Spannung, weil sie etwas geheimnissvolles in die Geschichte mit einbringen

  • Das ist ja wirklich schade, dass es die Karte nicht ins Buch geschafft hat.


    Mir gefällt es übrigens gut, dass Malenis Erinnerungen portionsweise einfließen und nicht alle auf einmal. Mich selbst stört es auch nicht, dass dadurch der Gegenwarts-Erzähltstrang unterbrochen wird.

  • Danke für die Karte. Das hilft zur Orientierung.


    Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart finde ich sehr gelungen. Man erfährt so Stück für Stück, wer Maleni ist bzw. wie sie zu der aktuellen Maleni geworden ist. Das erhöht auch ein wenig die Spannung.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Mit der Legende, meinte der Schmied, die Gemeinschaft der Xyi. Man weiß nicht genau ob sie exestieren und daher erzählt man sich Geschichten über sie. Gerade wenn so jemand wie der Blutdenker stirbt.


    Das mit dem Blutdenker versteh ich nicht... das ist ja gerade erst passiert? Wie kann man da schon wissen, dass sie es war? Ich denke ja noch immer, dass man den beiden Schmieden irgendwo auf ihrem Weg von der Schemenjägerin erzählt hat.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"