Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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  • Leserundenfazit:


    Ja, ich habe mir da wohl gleich für meine erste Leserunde einen richtigen "Klopper" herausgesucht - wenn ich das so mit anderen Leserunden vergleiche, die nur so drei, vier Leseabschnitte haben :D


    Sei's drum, das ist doch auch mal schön und was mir gleich mal als erstes angenehm aufgefallen ist, ist, dass wir so ziemlich alle am Anfang eher skeptisch gewesen sind, dann aber mehr und mehr in das Buch hineingefunden haben.
    Ich schätze auch, dass man mit euch auch gut über das Buch hinaus diskutieren kann, meist ohne das man vom hundertsten ins tausendste gerät und völlig vom Thema abdriftet. Da freue ich mich auf weitere Diskussionen in anderen Leserunden! :)


    Zum Schluss nochmals vielen Dank an Robert für das tolle Buch und die ebenso tolle Leserunde. Hat Spaß gemacht, mit so einem diskussionsfreudigen Autor zusammen zu lesen. Gerne bin ich bei einer weiteren Leserunde von dir dabei! :)

  • Die Zukunft im Weltraum scheint dystopisch zu sein. Jedenfalls im Roman "Feuer der Leere" von Robert Corvus. Die Menschen, die die Angriffe ihrer Feinde, der Giats, überlebt haben, leben auf 30 Großraumschiffen im All verteilt. Die Handlung des Romans kreist um einige Protagonisten, wie etwa der Soldatin Rila und ihrem Bruder, dem Xenofarmer Starn, der aufgrund eines Schicksalsschlages seine Soldatenlaufbahn beendete. Auf der SQUID, die eher ein gigantisches Lebewesen, als ein Raumschiff zu sein scheint, lebt Ugrôn, ein Priester der Kirche des Void, die die Leere als zentrales Element ihrer Religion ausmacht. Sie alle werden durch diverse Handlungsstränge miteinander verbunden.


    Robert Corvus schreibt mit "Feuer der Leere" einen Science Fiction-Roman, der durch eine detailverliebte und mitunter sehr poetische Sprache zu glänzen weiß.
    Dennoch muss man mit diesem Roman vorsichtig sein. Einerseits kann einen diese Detailverliebtheit aber auch zu schaffen machen. Gerade der Einstieg fällt hier recht schwer, da mit technischen und militärischen Fachbegriffen nicht gegeizt wird. Man wird sich auch als Neuling oder Unerfahrener auf dem Gebiet der Science Fiction dennoch in diesen Roman einarbeiten können, allerdings würde ich hier ein vorheriges Probelesen dringend empfehlen um zu sehen, ob man mit diesem Stil klar kommt.
    Zudem erhält dieser Roman eine hohe philosophische und soziologische Komponente. Die zentrale Frage der philosophischen Aufklärung, was denn der Mensch ist und was ihn ausmacht, schwebt als grundlegende Frage über "Feuer der Leere". Damit sollte auch klar sein, dass es sich hierbei nicht um einfach gestrickte Unterhaltungsliteratur handelt, sondern um ein komplexes Werk, das das Mitdenken des Lesers nicht nur fördert, sondern meist auch fordert. Wem das nicht liegt, sollte sich eingestehen, dass "Feuer der Leere" wohl nicht der richtige Roman für ihn ist.


    Wer jedoch mit diesen beiden "Hürden" des Romans klar kommt, findet eine sehr schöne Science Fiction-Geschichte vor, die zum Nachdenken und selbstkritischen Hinterfragen anregt.


    Rezension auch auf:


    Lovelybooks
    Was liest du?
    Amazon
    Großes Bücherforum
    Literaturschock

  • Rezension:


    Spektakuläre Science Fiction mit Tiefgang


    "Feuer der Leere" ist ein Meisterwerk und nimmt den Leser mit auf eine einzigartige Reise in fremde Welten.


    Robert Corvus gelingt es beim Leser ein buntes Feuerwerk an atemberaubenden Bildern abzubrennen. Der Autor zeichnet einen derart detailverliebten Kosmos in seinem Science Fiction Roman, dass Fans des Genres auf ihre volle Kosten kommen! Aber auch Neueinsteigern möchte ich dieses Werk ans Herz legen. Fasziniert vom verheißungsvollen Cover habe ich mich zum ersten Mal an einen SciFi Roman gewagt. Nachdem ich mich zunächst erst einmal etwas zurecht und ein Gefühl für das Setting bekommen musste, entfaltete der Roman auch schon seine Sogwirkung, zog mich an der Seite der verbliebenen Menschheit mit hinaus in die unendlichen Weiten des Alls. Robert Corvus' Figuren überzeugen und faszinieren. Der Autor entwirft dramatische Szenarien und fesselt den Leser auf eine unbeschreibliche Art und Weise. Geschickt verwebt er die grundlegendsten Fragen der Menschheit mit packender Spannung und unvorhersehbaren Wendungen. Dabei erschafft er solch bildgewaltige Welten, dass man als Leser nur staunen kann. "Feuer der Leere" ist ein herausragendes Werk und wird Liebhaber des Genres begeistern und in seinen Bann ziehen. Dieses Abenteuer besticht durch seine unglaubliche Detailverliebtheit, seinen Tiefgang und seine faszinierenden Charaktere.


    "Feuer der Leere" nimmt den Leser mit auf eine unvergessliche Reise, die noch lange nachwirkt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Robert Corvus' überzeugt, wie auch schon in seinen anderen Romanen mit seinem einzigartigen Gespür für fesselnde Abenteuer und ungewöhnliche Figuren.
    Dieser Autor ist ein Garant für gute Unterhaltung auf höchstem Niveau und ich bin gespannt, mit welchen Abenteuern er uns Leser beim nächsten Mal in Staunen versetzten wird.


    Diese Bewertung erscheint auch bei Amazon und lovelybooks.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

    Einmal editiert, zuletzt von TippendeTastatur ()

  • So. Zeit ein Fazit zu ziehen:


    Mein erster Science Fiction Roman. Die Erwartungen waren groß, die Ängste noch viel größer! Und was soll ich sagen? Ich habe es nicht bereut! Dass mich diese Geschichte, die auch immerzu um die grundlegendsten Fragen der Menschheit kreiste derart packen würde, hätte ich nicht erwartet. Umso glücklicher bin ich, dass ich es gewagt habe, mich zu trauen etwas völlig neues zu lesen!


    Die Geschichte hat bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern der Leserunde für den geistreichen und stets interessanten Austausch. Es hat mir große Freude bereitet und vielleicht treffe ich den ein oder anderen bei einer weiteren leserunde wieder?


    Ich für meinen Teil würde mich sehr darüber freuen. Natürlich gilt mein besonderer Dank auch diesmal Robert Corvus, der sich mit einer unglaublichen Mühe und Aufmerksamkeit der Leserunde widmet und uns Lesern somit ein ganz besonderes Leseerlebnis ermöglicht in direktem Austausch. Das ist schon etwas ganz Einzigartiges!


    Lieber Robert, ich bin gespannt, was du als nächstes für uns "zauberst".


    Ich hoffe, ihr hattet alle auch solche Freude an der leserunde.


    Wir :lesen: uns. Bis dahin: Alles Gute und herzliche Grüße ;)
    :winken:

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

    Einmal editiert, zuletzt von TippendeTastatur ()

  • Ich muss nur ganz schnell eins loswerden (Rezi, Fazit und alles andere dann nach und nach in den entsprechenden Threads): egal wie meine Bewertung am Ende ausfällt. Allein für den Satz

    Zitat

    Es mag, wenn wir die Sagas von Ohm Follker singen.

    gibt es einen Extra-Stern. :herz:

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Auch ich habe die Reise beendet und es war eine großartige Reise. Die ja auch noch nicht ganz zu Ende ist, denn ich werde an der ein oder anderen Stelle gleich noch in die Diskussion zurückkehren. In den letzten Tagen ging es mir nur einfach nicht so gut, dass ich so viel Zeit hier reinstecken konnte, wie ich mir das gewünscht hätte. Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel.


    Zuerst ein paar Worte zur Leserunde: es hat mir sehr viel Spaß gemacht hier mit euch zu diskutieren, zu grübeln, meine Standpunkt zu überdenken und auch viel Neues zu erfahren. Ich liebe Leserunden und ich denke, das wird auch nicht meine letzte hier mit euch gewesen sein. Danke an Robert, der sich so viel Zeit für seine Leser nimmt und auf das hört, was uns bewegt.
    Anfangs hatte ich ein paar technische Probleme mit den Funktionen hier im Forum, aber das hat sich schnell gelegt. Die umständliche Zitierei hat nur immer ganz schön viel Zeit in Anspruch genommen. Aber sei's drum - das hat dem Spaß keinen Abbruch getan.


    Meine Meinung zum Buch:
    Die komplette Rezension könnt ihr hier auf Büchertreff.de nachlesen.
    Science Fiction vom Feinsten. Gespickt mit technischen Details, Besonderheiten des Alltags, die das Leben in der Schwerelosigkeit mit sich bringt, mit erstaunlichen Lebensformen und Schilderungen fremder Welten, die den Leser staunen lassen und wirklich Gänsehaut-Momente bescheren. Hat man sich mit der Technik arrangiert, kann man sich voll in die menschlichen und nichtmenschlichen Tragödien stürzen, die der ständige Überlebenskampf mit sich bringt. Aber es geht nicht nur um Kampf und Tod, Hass und Feindschaft. Es geht auch um Sehnsucht, Freundschaft, Loyalität und Liebe. Für all das findet der Autor wunderbare Worte und Bilder, weicht vom uns Bekannten ab und macht den Leser immer wieder nachdenklich. Was macht uns zu Menschen? Gibt es einen Punkt, an dem man sein „Mensch-Sein“ abstreift? Wie gehen wir mit Dingen um, die uns fremd sind? Fragen, die heute so aktuell sind wie in dieser fernen Zukunft. Die Antworten darauf darf sich der Leser selbst geben und das bietet trefflichen Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. So ist es nur logisch, dass das Buch nachhallt und man es nicht einfach zuklappt, abhakt und zum nächsten greift.
    Robert Corvus hat die unterschiedlichsten Charaktere erschaffen, die nicht alle sympathisch sind (Gott sei Dank), aber alle glaubwürdig erscheinen. Die beiden wichtigsten Figuren – der schon erwähnte Ugrôn und Starn von der MARLIN – könnten unterschiedlicher nicht sein, haben mich aber durchweg gefesselt. Starn ist derjenige, mit dem sich der Leser am besten identifizieren kann und an dem er sich festhalten kann in diesem bildgewaltigen und temporeichen Epos. Ugrôn ist das exotische Wesen, dass so viele widerstreitende Gefühle auslöst: tiefstes Verständnis und starke Verunsicherung ob seiner Andersartigkeit. Den beiden werden dann noch Partner an die Seite gestellt, die das Ganze zu einem unglaublichen Mix an Emotionen machen.
    Ich gebe dem Buch 4,5 Sterne. Ein halbes Sternchen Abzug für den für meinen Geschmack doch etwas seicht geratenen Schluss und die ein oder andere zu detailverliebte technische Schilderung. (aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau und wird den wahren Science Fiction Fan eher begeistern als verschrecken).


    Ihr findet meine Rezension auch auf
    Büchertreff.de
    sowie unter dem Titel "Großes Weltraumabenteuer" auf
    thalia.de
    amazon.de
    piper.de

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

    Einmal editiert, zuletzt von Hirilvorgul ()

  • Ich befürchte, ich werde den Schnitt kaputt machen :-[ Volle Punktzahl erhält das Buch von mir nicht. Ich hoffe, Bernd wird mir verzeihen. Ich bleibe weiterhin ein treuer Fan.


    Zur Leserunde:
    Die war mal wieder gigantisch, nicht nur durch den sehr diskussionsfreudigen Autor. Auch die MitleserINNEN ließen sich auf viele Diskussionspunkte ein, was richtig Spaß gemacht hat. Natürlich gab es auch die passende Grundlage dazu. Ein ganz herzlichen Dank an alle :herz: Ich hoffe, wir werden uns wiederlesen.


    Meine Meinung zum Buch:
    Die Idee der vielen verschiedenen Raumfähren mit unterschiedlichen Lebensformen der Menschen ist faszinierend und sehr spannend umgesetzt. Es kommen einige philosophische und ethische Fragen auf, die dieser Geschichte ein wenig Tiefsinn geben und zum Nachdenken anregen. Die Charaktere haben mich nicht ganz eingenommen und blieben für mich eher farblos, auch wenn sich da sicherlich ein Liebling, nämlich Starn, herauskristallisierte. Der Autor wechselt zwischen verschiedenen Erzählsträngen hin und her und überspringt derweil auch die eine oder andere Handlung, die man sich zwar denken kann, aber dennoch ein wenig vom Lesefluss einbüßt, trotz des wunderbaren Schreibstil des Autors. Die anfänglichen vielen technischen Details, die unter Umständen einen Sci-Fi-Anfänger überfordern könnten, legen sich glücklicherweise im Laufe des Buches. Zum Schluss wird es durchaus spannend mit einigen interessanten Wendungen. Es bleibt genug Spiel für Spekulationen, Ideen und eventuell auch einer Fortsetzung, und trotzdem ist die Geschichte zu Ende erzählt.
    Etwas irritierend ist die Erwähnung vom "Wüstenplaneten" auf dem Buchrücken. Das könnte zu erhöhten Erwartungen führen, die das Buch nicht erfüllen kann und auch nicht muss.




    Ich muss nur ganz schnell eins loswerden (Rezi, Fazit und alles andere dann nach und nach in den entsprechenden Threads): egal wie meine Bewertung am Ende ausfällt. Allein für den Satz

    gibt es einen Extra-Stern. :herz:


    Das hat tatsächlich einen Zusatzstern verdient und den Hinweis auf Sangius B. fand ich auch gut.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Nach zwei langen Wochen betrachte ich es nun an der Zeit, die Leserunde für mich abzuschließen - und wieder in meinen Alltag abzutauchen.


    Sie war und ist spannend, die Runde, - darüberhinaus war sie für mich sehr informativ und durchaus lehrreich.
    Ob ich nun zu einem Science-Fiction-Fan werde, glaube ich nicht, aber es hat sich durchaus gelohnt, dass ich das "Neuland" betreten habe! Ich werde ganz sicher wieder mal an einer solchen Leserunde teilnehmen!


    Mein besonderer Dank gilt dem Autor und seinem enormen Engagement sowie seiner konstanten Präsenz!
    Er war für mich der buchstäbliche "Rote Faden", der mir geholfen hat, meinen Weg nicht zu verlieren bzw. ihn überhaupt erst zu finden!
    Sehr hilfreich war natürlich auch der lebhafte Austausch innerhalb der Gruppe! Danke an alle also...


    Und nun versuche ich mich an einer Rezension, die mir nicht leicht fällt, denn meine nicht-fachmännische Sichtweise mag dem Roman womöglich nicht angemessen sein! :'(


    Euch alle grüße ich herzlich - und den einen oder anderen treffe ich sicher in zukünftigen Leserunden wieder...


    Einen schönen 1.Mai.
    Ulrike

  • Zugegeben - unerfahren auf dem Gebiet der Science-Fiction Literatur, hatte ich erhebliche Schwierigkeiten, mit dem Roman vertraut zu werden! Wobei das Genre an sich nicht die Hauptschwierigkeit darstellte, sondern vielmehr die durchweg sehr detaillierten technischen und naturwissenschaftlichen Ausführungen.
    Und ist man auf diesen Gebieten nicht ausreichend versiert, betrachte ich "Feuer der Leere" nicht unbedingt als ideales Einstiegswerk für Neulinge.


    Doch hat es sich für mich gelohnt, mich, wenn auch mühsam, in die Materie und somit in den Roman hineinzudenken, was nicht zuletzt der hervorragenden Erzähltechnik eines Autors zu verdanken ist, dessen bildgewaltige Vorstellungskraft, überbordende Phantasie und fundierteste Sachkenntnisse mir das Lesen letztendlich zu einem fesselnden Abenteuer gemacht haben.
    Ein Abenteuer auch deswegen, weil abgesehen von Technik und Naturwissenschaft die Protagonisten und ihre Interaktionen beim Leser zwangsläufig ein Nachdenken über grundlegende Fragen der Menschheit provozieren, das weit über die eigentliche Handlung hinausgeht und bei dem einen oder anderen nachhaltige, vielleicht sogar beunruhigende Wirkungen hat.


    Die Handlung des Romans ist auf einige Monate begrenzt und konzentriert sich weitgehend auf eine Handvoll Protagonisten, die in dieser Zeitspanne allesamt einschneidende Erfahrungen machen, die ihr Leben grundlegend verändern werden. Am Ende des Buches haben sie nur noch wenig gemein mit denen, die sie zu Beginn der Reise durch die unermesslichen Weiten des gnadenlosen Weltraums waren, in den Robert Corvus den Leser bereits auf der ersten Seite seines beinahe 500 Seiten umfassenden Romans hineinwirft.
    Er entwirft eine Welt, in der die Erde nicht mehr existiert und in der die, an der heutigen Bevölkerungszahl gemessen, wenigen überlebenden Menschen auf Großraumschiffen im Flottenverband durch die Unendlichkeit reisen, - auf der Suche nach Nahrung einerseits und auf der Flucht vor übermächtigen Feinden andererseits, die, wahre Tötungsmaschinen, die Menschen erbarmungslos jagen und die im Roman zwar zumeist unsichtbar, aber dennoch allgegenwärtig sind. Ein trostloses Leben, so mag es einem erscheinen, ein Leben, in dem es einzig ums Überleben geht, in der die Furcht vor dem Morgen ein ständiger Begleiter ist.


    MARLIN, SQUID, ESOX - auf diese drei Großraumschiffe konzentriert sich die Haupthandlung; eine Nebenhandlung findet auf dem Planeten Cochada statt, der eine Atmosphäre besitzt und auf dem erdverwandte Lebensbedingungen herrschen. Auf dem aber auch seltsame Lebensformen, deren Herkunft vorerst im Dunkeln bleibt, ihr ebenso seltsames Leben fristen...
    Sowohl auf dem Planeten als auch auf den Raumschiffen wird der Leser mit einer Art von Leben, vielleicht besser Existieren konfrontiert, das seine Vorstellungskraft übersteigt, das ihn verblüfft, erschreckt, in Erstaunen versetzt ob der technischen, heute - noch - undenkbaren Entwicklung oder in Entsetzen ob der Fremdartigkeit, angesichts derer er sich die Frage stellen mag, ob man hier überhaupt noch von Menschen sprechen kann. In besonderem Maße trifft dies auf das ungewöhnlichste der Raumschiffe, den lebenden Organismus SQUID zu, deren Bewohner körperliche Merkmale des Schiffes angenommen haben, das sie beherbergt...


    Wie funktioniert ein Zusammenleben in der Zukunft, im Weltraum? Ist eine Koexistenz möglich mit all den Wesen, die das All bevölkern? Welche Wertvorstellungen sind unter so krassen Lebensbedingungen, in der Schwerelosigkeit, der Koexistenz und dem Überleben förderlich? Wie sieht das mit der emotionalen Ebene aus?
    Immer wieder werden wir vor diese Fragen gestellt... Und es gibt keine einfachen Antworten...
    So haben wir hier einen sehr komplexen Roman vor uns, der es dem Leser niemals leicht macht, der ihn aber auch bis zur letzten Seite nicht loslassen wird!



    Diese Rezension findet man unter dem Titel "Spannende Reise im gnadenlosen Universum" auch auf:



    Amazon
    Lovelybooks
    Weltbild
    Lesejury
    Großes Bücherforum
    Literaturschock
    Wasliestdu

  • Jetzt auch meine Eindrücke zum Buch.


    Zum Inhalt


    MARLIN, SQUID und ESOX, um diese drei Raumschiffe des Schwarms dreht sich die Geschichte in "Feuer der Leere". Die letzten Menschen leben verteilt auf mehreren Raumschiffen eines Schwarms, auf der Suche nach Rohstoffvorkommen, um ihr Überleben zu sichern. Primärer Feind sind die Giat, die ihrerseits die Menschheit vernichten wollen Mit einer Raumschlacht um einen Energieknotenpunkt startet der Roman. Rila, eine Kampfpilotin, deren Basis eigentlich die MARLIN ist, wird nach der Schlacht von dem Raumschiff SQUID aufgenommen, das so ganz anders ist als erwartet. Während die MARLIN eher klinisch durchorganisiert daherkommt, ist die SQUID ein krakenähnlicher lebender Organismus und auch die Besatzung, insbesondere ein angehender Priester namens Ugrôn ist sehr speziell.


    Meine Meinung


    Bisher habe ich von Robert Corvus nur Fantasy gelesen, die mich allerdings so begeistert hatte, dass ich mich nun auch an die Science Fiction herantraute.


    Anfangs war ich etwas überfordert mit der Fülle an technischen Details, was den Gesamteindruck der Geschichte aber nicht gestört hat. Der Autor zeichnet interessante Charaktere, egal ob Kampfpilotin, Priester, Raumschiffkommandantin oder bionisch verbesserte Besatzungsmitglieder, ich habe von allen mit Begeisterung gelesen.


    Robert Corvus liest sich wortgewaltig und beeindruckend detailreich. Auch philosophische Denkansätze über das Menschsein finden Einzug in die Handlung.


    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Das Buch hat zwar kein Glossar, der Autor bietet auf seiner Homepage allerdings eine Übersicht der Fachbegriffe an, die mir den Einstieg erleichtert hat. Einzig das für meinen Geschmack etwas schnelle seichte Ende kam für mich überraschend.


    "Feuer der Leere" ist keine leichte Lektüre für zwischendurch, das darf man bei Robert Corvus aber auch nicht erwarten. Seine Romane sind genreübergreifend detailreich, komplex mit vielen Informationen in einer sehr schönen Sprache geschrieben.


    Meine Rezension findet man auf amazon, lovelybooks, Thalia und im Großen Bücherforum.

  • Leserundenfazit


    Irgendwie eine sehr anstrengende Leserunde. :-/


    Es lag sicher nicht an euch! Ganz im Gegenteil. Erst einmal ein großes Dankeschön in die Runde für eure vielen Eindrücke, Meinungen und Denkanstöße! Und natürlich auch an Bernd: Danke, dass du dir hierfür die Zeit nimmst. Denn du hast ja eigentlich immer gut zutun, da ist das wirklich keine Selbstverständlichkeit. Ich habe es bisher bei keiner anderen Leserunde erlebt, dass ein Autor sich so viel mit eingebracht hat. Gerade die kleinen Ausführungen und ja, auch die Gegenfragen -.- (:P) machen es zu etwas ganz besonderem.


    Ich wünschte nur, dass es nicht immer so gewesen wäre, dass ich erst bis zu 5 Beitragsseiten hätte durchlesen müssen, um auf den aktuellen Diskussionsstand zu kommen. Da will man seine frischen Gedanken loswerden und sieht dann: 26 Beiträge zu diesem Leseabschnitt. Es gibt einem das Gefühl, hinterher zu laufen. Klar, ich habe immer wieder aufgeholt, aber war dadurch trotzdem nicht so beteiligt an den Gesprächen wie ich es gerne gewesen wäre, was mich halt etwas wurmt. War trotzdem schön, eure Statements zu lesen und euch näher kennen zu lernen, auch wenn ich nicht so zum Schreiben kam. Nächstes Mal bin ich hoffentlich wieder mehr dabei.


    Doch es stand eben so viel an (hier ne Probe, da ne Probe für die Kommunion, Kind zahnt, dem Kater ist sein Wasser wieder mal nicht frisch genug, Ehemann will auch Aufmerksamkeit...), da habe ich es nicht anders gepackt. Auch wenn mir das Buch echt gut gefallen hat, habe ich einfach fürs Lesen auch sehr lange gebraucht. Und dann war es plötzlich schon wieder um. Das fühlte sich nicht so schön an, aber war eben PP: Persönliches Pech, dass ich eben grad nicht mehr so die Reserven hatte.

  • Rezension


    Der Feind: unbarmherzig und auf der Jagd.
    Die Menschen: gezwungen, ruhelos durch die Leere zu ziehen.


    In „Feuer der Leere“ begleiten wir die letzten Großraumschiffe auf ihrem verzweifelten Kampf ums Überleben. Beständig auf neue Rohstoffe angewiesen setzen die Menschen immer wieder Fuß auf neue Himmelskörper, so auch auf den bereits von einer Alienrasse bewohnten Planeten Cochada. Welchen Preis wird die Menschheit für ihr Fortbestehen bezahlen müssen? In welcher Gestalt kann sie sich dabei ihre Menschlichkeit bewahren?


    Der Roman wartet mit so ziemlich allem auf, was das Sci-fi-Herz begehrt: mit Raumkämpfen, fremden Spezies, Cyborgs, extrem gut recherchiertem Wissen zu Raumfahrt und -technik und mit großen Fragen: Was gibt einem Halt, wenn da nichts ist außer der Leere? Wird das Feuer einen verbrennen, reinigen oder wie einen Phönix aus der Asche aufs Neue auferstehen lassen?


    Als Neuling im Sci-fi-Bereich sollte man sich besonders anfangs nicht von fremden Begrifflichkeiten verunsichern lassen, denn auch wenn es vielleicht etwas Mühe macht, so hat man diese Kennenlernphase schnell überwunden und es lohnt sich allemal, auch wenn sich die Geschichte nicht leicht herunterliest.


    Zusammen mit den Charakteren des Buches werden wir zu Entdeckern, Diplomaten, Fürsprechern des Lebens, Verfechtern des Glaubens und Soldaten der Herzen. Niemand bleibt danach, wie er vorher war. Ein großartiges und bildgewaltiges Lese-Erlebnis, dem ich gerne beigewohnt habe. Obwohl als Einzelband angelegt, bleibt viel Raum für weitere Erzählungen. Man darf gespannt sein.


    Rezension zu finden (aber vielleicht noch nicht überall freigeschaltet) unter:
    <a href="https://examplewordpresscom45128.wordpress.com/2017/05/02/rezension-feuer-der-leere/">
    Jannes Buchblog </a>
    Amazon
    Weltbild
    Thalia
    Lesejury
    eBook.de
    Lovelybooks
    buecher.de
    buch.de


  • Liebe janesway...


    das hast du wirklich schön gesagt. Die Leserunden mit Robert Corvus sind wirklich immer etwas Besonderes, gerade weil er sich mit so viel Herzblut einbringt und wir als Leser so wirklich ein einmaliges Erlebnis haben können!


    Du brauchst dich doch wirklich nicht zu rechtfertigen, warum du vielleicht langsamer gelesen hast in dieser Runde! Das ist ja kein Wettlesen! Klar, ich verstehe das. Mich wurmt es ebenfalls, wenn ich nicht so ganz aktuell mitdiskutieren kann. Aber Robert greift ja nun wirklich auch immer alle Leseabschnitte auf, egal wo man sich gerade befindet. Das Ganze soll ja Spaß machen und manchmal kommt man eben zeitlich nicht so hin. Von Mutter zu Mutter kann ich dir sagen: Das versteht keine so gut wie ich (ich habe 6 Kinder!) :-* Zahnendes Kleinkind ::) Quengelnder Gatte :boahnee:
    Achja und die lieben Katzen wollen ja auch immer beschmust werden und ihrer würdig angebetet :anbet: Dazwischen mal hier und mal da zum Kinderarzt usw. Kenne ich! Also ärgere dich nicht zu sehr! Die nächste Leserunde kommt bestimmt. Und in allererster Linie soll es Freude machen. Hatte auch immer bei den ersten Leserunden die Panik nicht mitzukommen. Mittlerweile bleibe ich zumindest etwas ruhiger :D So, jetzt lese ich mal deine Rezension. Achso, dass man immer soviel mitlesen muss ist schon manchmal anstrengend, aber ich finde es geht noch.


    Also: Alles gut! ;)


    Wir :lesen: uns.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

    Einmal editiert, zuletzt von TippendeTastatur ()

  • Es ist nicht in jeder Leserunde so, aber ich habe diesmal auch sehr viel hinterher gelesen. ich versuche alle Statements zu lesen und möglichst nicht zu viel doppelt zu schreiben, aber die Zeit ist auch nicht immer da. Ich denke auch, dass es mehreren so geht, denn oftmals tauchen die gleichen Fragen dann auch wieder auf (auf der zweiten oder dritten oder vierten Seite)
    Das schöne bei Bernd ist, dass er jeden Beitrag kommentiert, egal wie spät er kommt. Ich finde es anstrengend, aber toll.


  • Irgendwie eine sehr anstrengende Leserunde. :-/


    Es lag sicher nicht an euch! Ganz im Gegenteil. Erst einmal ein großes Dankeschön in die Runde für eure vielen Eindrücke, Meinungen und Denkanstöße! Und natürlich auch an Bernd: Danke, dass du dir hierfür die Zeit nimmst. Denn du hast ja eigentlich immer gut zutun, da ist das wirklich keine Selbstverständlichkeit. Ich habe es bisher bei keiner anderen Leserunde erlebt, dass ein Autor sich so viel mit eingebracht hat. Gerade die kleinen Ausführungen und ja, auch die Gegenfragen -.- (:P) machen es zu etwas ganz besonderem.


    Das unterschreibe ich alles ganz genau so. Auch ich fand es streckenweise ganz schön anstrengend und vor allem war es immer wieder erschreckend, wieviel Zeit jedesmal vergangen war, wenn ich hier nur mal kurz meine Eindrücke loswerden wollte. Zusätzlich zu euren vielen tollen Beiträgen, Denkanstößen, Fragen und Ideen hat mich die Technik immer ein bisschen ausgebremst. Bis ich immer so alle Zitate beisammen hatte und dort im Beitrag stehen, wo ich es wollte.... ::) Aber egal - letztendlich hat es funktioniert und ich möchte auch noch mal ein ganz großes Dankeschön :danke: in die Runde werfen. Und Robert kriegt einen symbolischen Extra :-* für die viele Zeit, die er für uns hier aufbringt.

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)


  • Ich muss nur ganz schnell eins loswerden (Rezi, Fazit und alles andere dann nach und nach in den entsprechenden Threads): egal wie meine Bewertung am Ende ausfällt. Allein für den Satz

    gibt es einen Extra-Stern. :herz:


    Ja, das war ein Schmunzler. Ebenso wie Sanguis B, was hier als Droge Verwendung findet.

  • Die Zukunft der Menschheit


    Die Erde wurde vor langer Zeit von den Giats vollständig zerstört. Die Menschheit, eine Million an der Zahl, lebt seither auf mehrere große Raumschiffe verteilt, die zusammen den Schwarm bilden. Der Schwarm dient der gemeinsamen Verteidigung gegen die Giats, denn der Konflikt zwischen Menschen und Giats hält nach wie vor an. Ansonsten haben sich auf den einzelnen Raumschiffen eigene Gesellschaftsstrukturen etabliert und auch die evolutionäre Entwicklung ihrer Menschen weicht voneinander ab. Ein Verlassen des Schwarms ist undenkbar, da damit die Verteidigung der Menschen entscheidend geschwächt würde. Ebenso steht immer wieder die Frage im Raum, was ein Mensch in seinem Menschsein ausmacht ob bestimmte Optimierungen oder Veränderungen an den Besatzungsmitgliedern notfalls mit Gewalt unterbunden werden müssen. Die Admiralin Demetra Egron steht voll und ganz hinter der traditionellen Haltung, dass Eingriffe in die Biologie des Menschen zu einer Schwächung der Spezies führt, aber ausgerechnet ihre beiden Kinder Starn und Rila beginnen, eigene Wege zu gehen.


    Das Buch beginnt mit einem fulminanten Angriff der Menschen auf den Planeten G'olata, einem wichtigen Stützpunkt der Giats – im Rest des Buches spielen jedoch Weltraumschlachten eine untergeordnete Rolle, was mir gut gefällt, da ich am liebsten Science Fiction-Romane lesen, die mich zum Nachdenken anregen. Bei „Feuer der Leere“ geht es um die Zukunft der Menschen und ob das Zusammenleben in dem Schwarm die einzige mögliche Alternative ist, um gegen die Giats bestehen zu können. Wie würde sich der Mensch, dessen Evolution auf einem Planeten begann, entscheiden, wenn er plötzlich die Wahl hat, auf einem Planeten mit Schwerkraft oder weiterhin in einem Raumschiff in Schwerelosigkeit zu leben? Wenn das Leben in einem Schiff und in Schwerelosigkeit seit langer Zeit Normalität ist?
    Ich konnte jedenfalls Starns Begeisterung, als er das erste Mal einen erdähnlichen Planeten betritt und ohne Maske atmen kann, sehr gut nachvollziehen, auch wenn die Raumschiffe jeglichen Komfort anbieten.


    Die einzelnen Raumschiffe des Schwarms sind sehr unterschiedlich: da gibt es die MARLIN, die zwar eher militärisch straff geführt wird, aber per Mehrheitsbeschluss über anstehende Projekte entscheidet. Die SQUID wirkt dagegen sehr exotisch, handelt es sich bei ihr doch um ein organisches Wesen, welches den Menschen in ihrem Inneren Unterschlupf bietet. Mit ihren langen Greifarmen ähnelt sie einem Kalmar. Als einziges Schiff herrscht in ihr Schwerkraft – warum das so ist, ist ein Geheimnis, das bisher nicht gelüftet wurde.


    Und dann gibt es noch die ESOX, deren Bewohner sich seit Jahren mit dem Computer des Schiffes verbunden und ihren menschlichen Körper technisch optimiert haben. Das jedoch führte innerhalb des Schwarms zu Unmut und hatte eine blutige Zerschlagung dieser Entwicklungen durch die restlichen Schwarmmitglieder zur Folge. Starn Egron war damals an diesem Einsatz beteiligt, jedoch haben die Erlebnisse dazu geführt, seine militärische Laufbahn aufzugeben – sehr zur Enttäuschung seiner Mutter, der Admiralin der MARLIN.


    Starn hat sich seither auf das Gebiet der Xenobiologie verlegt, welches zur Aufgabe hat, Saatgut für die Verpflegung des Schwarms zu entwickeln und Planeten zu finden, die über geeignete Voraussetzungen für ein Ausbringen des Saatguts und spätere Ernte der Nahrungsmittel verfügen. Denn die Beschaffung bzw. Produktion von Nahrungsmitteln bei einem Leben in Raumschiffen stellt die Menschheit vor völlig andere Herausforderungen, wie bei einem planetengebundenen Leben. Das war etwas, über das ich mir zu Beginn des Romans kaum Gedanken gemacht hatte, welches aber eines der zentralen Themen des Buches ist.


    Und immer beherrscht die Gefahr durch die Giats das Leben der Menschen: selbst, wenn sich ein Planet finden würde, auf dem die Menschen leben könnten, müssten sie fürchten, dass die Giats auch diesen Planeten wieder zerstören würden. Das Gleiche gilt für die Ernteflächen, welche von den Giats unbemerkt bleiben sollten.


    Als Leser habe ich mich gefragt, ob dieser schon so lange anhaltende Konflikt überhaupt noch zu stoppen ist, ob es irgendwann eine Chance auf Waffenstillstand zwischen den beiden Völkern geben kann. Und auch auf diese Thematik wird in dem Buch eingegangen.


    Wenn man bisher noch keinen oder nur wenige Romane aus diesem Genre gelesen hat, fühlt man sich sicherlich durch die vielen technischen Begriffe erstmal erschlagen – mir ging es nicht anders vor wenigen Jahren, als ich nach langer Zeit meine ersten Science Fiction-Bücher gelesen habe. Aber man kommt im Laufe der Lektüre immer besser rein und außerdem haben die technischen Details wenig Auswirkung auf das Verständnis der Handlung. Hier hätte ich mir gewünscht, dass es ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen im Anhang des Buches gegeben hätte. Der Autor hat jedoch im Rahmen unserer Leserunde diese Anregung aufgegriffen und ein Glossar auf seiner Homepage eingerichtet.
    Ich muss hier lobend herausheben, dass es dem Autor mühelos gelingt, nüchtern-sachliche technische Informationen neben nahezu poetischen und philosophischen Überlegungen zu platzieren.


    Die Charaktere sind wie gewohnt vielschichtig und über so manche Figur musste ich meine erste Meinung im Laufe des Buches revidieren. Ihre Entwicklungen haben mir jedenfalls gut gefallen.


    Besonders gut gefallen haben mir die Erlebnisse von Starn und seinen Kollegen auf dem Planeten Cochada, mit dessen Bewohnern sie neue Handelsbeziehungen knüpfen wollen, um die Verpflegung der Menschen in nächster Zukunft sichern zu können. Zudem machen die Menschen auf Cochada eine verblüffende Entdeckung, mit der ich niemals gerechnet hatte.


    Es werden viele Fragen aufgeworfen und nicht alle beantwortet, was allerdings bei der Komplexität der angesprochenen Themen und der Weite des Weltalls und des Rotraums nicht möglich sein kann. Das Buch ist als Einzelband ausgelegt, aber ich könnte mir vorstellen, dass es noch weitere Bücher zu diesem Universum geben könnte, in denen auch die anderen Schiffe des Schwarms eine Rolle spielen könnten.


    Meine Meinung erscheint bei:
    Amazon
    Großes Literaturschock-Bücherforum
    Literaturschock.de
    LovelyBooks
    Weltbild
    Thalia
    Piper

  • Ihr Lieben,


    hier ist es inzwischen ruhiger geworden, daher werde ich die Leserunde allmählich abschließen. Ausstehende Beiträge und Fazits können natürlich gerne noch eingetragen werden.


    Diese Leserunde war sehr intensiv, nicht nur von der Teilnehmerzahl, sondern auch von den Beiträgen. Ich gehöre leider auch zu denjenigen, die von der Zeit her eher hinterhergehangen sind, aber ich fand es toll, dass dennoch auf meine verspäteten Beiträge eingegangen wurde.


    Ein dickes Dankeschön an dich, Bernd, dass du dir wieder so viel Zeit genommen hast, auf alle Beiträge so intensiv einzugehen :-*


    Und ebenso ein dickes Dankeschön an alle Teilnehmer, weil ihr mit euren Beiträgen und Diskussionen zu dem tollen Erfolg dieser Leserunde beigetragen habt :-*


    D_Stalder ist uns leider krankheitsbedingt abhanden gekommen. Ebenso haben wir Londo42 in den Tiefen des Alls oder des Rotraums verloren ;D Auch pingwingTV hat sich in den letzten Abschnitten nicht mehr gemeldet.


    Es wäre schön, wenn ihr noch eure Meinung zu dem Buch hier einstellen würdet, wenn ihr es beendet habt :winken:


  • Doch, doch, es war nur Eurovision Song Contest, da bin ich ganz Feuer und Flamme für dieses Event.
    https://www.goodreads.com/review/show/1924242352 Muss mir noch über den Abschluss Gedanken machen, am Wochenende kann ich die Review schreiben.
    Vieles wurde eh schon geschrieben, was ich mir auch dachte und ich war am Ende auch ein gutes Stück hinterher. Vieles wurde eh schon geschrieben, was ich mir auch dachte und ich war am Ende auch ein gutes Stück hinterher, ich könnte ein bisschen Rotraum im echten Leben vertragen. :D