Allgemeine Fragen an Robert Corvus

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  • Dann fang' ich mal an, falls ich mal eine Frage stellen sollte, die schon beantwortet wurde, beispielsweise in einer früheren Leserunde, dann verweist mich bitte wer darauf :)


    Das ist ja jetzt, wenn ich richtig informiert bin, dein erster "eigenständiger" SciFi-Roman, ansonsten warst du in dem Genre bislang nur für Perry Rhodan tätig. Mal die zentrale Frage: Wie kam es dazu? War der Antrieb, sich einfach mal auszuprobieren und Reaktionen zu testen (was ja in einer Leserunde sehr gut geht ;) ) oder getreu dem Motto "Ich kann das, ich hab's bislang nur nicht gemacht."? Können wir bei entsprechendem Gefallen weitere SciFi-Romane oder sogar eine Reihe von dir erwarten?


    Eine andere Frage, die zugegebenermaßen aus sehr starkem persönlichen Interesse kommt: Du bist ja (auch) Metaler. Inwieweit lässt du dich von dieser Musik zu Romanideen inspirieren? Ich habe bei dir in einem Video ein The Vision Bleak-Bandshirt gesehen - das ist ja nun eine ganz andere Richtung, die lassen sich ja eher von Horrorgeschichten inspirieren, wenn ich recht informiert bin. Aber viele Power Metal-Bands haben Fantasythematiken in ihren Texten und auch SciFi findet sich ab und an im Metal. Und Progressive Metal eignet sich meiner Ansicht nach auch sehr gut für philosophische, selbtreflexive, existentielle Fragen - und für Gesellschaftskritik ;) Das wäre spannend zu wissen, ob und wenn ja, was du aus Metaltexten für dich nutzen kannst.


  • Das ist ja jetzt, wenn ich richtig informiert bin, dein erster "eigenständiger" SciFi-Roman, ansonsten warst du in dem Genre bislang nur für Perry Rhodan tätig.


    Eine Ergänzung: Unter meinem Pseudonym Bernard Craw habe ich vier Romane geschrieben, die im BattleTech-Universum angesiedelt sind: Karma und Die Andurien-Kriege.



    Mal die zentrale Frage: Wie kam es dazu?


    Ich habe schon immer sowohl Science-Fiction als auch Fantasy geschrieben, nur war es bis vor zwei Jahren kaum möglich, eigenständige Science-Fiction-Titel unterzubringen. Mit der momentanen Flaute in der Fantasy ist das derzeit anders, viele Verlage möchten gern SF-Stoffe ausprobieren.



    Das wäre spannend zu wissen, ob und wenn ja, was du aus Metaltexten für dich nutzen kannst.


    Ich höre tatsächlich gern Musik beim Schreiben, und oft Heavy Metal. Allerdings lausche ich dabei weniger auf den Text, mir geht es primär um die Stimmung und die Energie, die die Musik transportiert. Und manchmal ist sogar Science-Fiction dabei: Etwa "Astronomy" von Blue Oyster Cult in der Coverversion von Metallica. ;)

  • Gut, dann habe ich noch etwas übersehen, ich dachte, BattleTech wäre auch Fantasy... :-[


    "Astronomy" kenne ich tatsächlich noch nicht, danke für den Tip!

  • Woher nimmst du die Namen für deine Charaktere und wieviel tiefere Absicht steckt in der Namensgebung? Zum Beispiel "Demetra": nachdem ja doch so einige Anspielung auf griechische Mythologie im Roman vorkommen, kann dieser Name ja kein Zufall sein. Oder?

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)


  • Woher nimmst du die Namen für deine Charaktere und wieviel tiefere Absicht steckt in der Namensgebung? Zum Beispiel "Demetra": nachdem ja doch so einige Anspielung auf griechische Mythologie im Roman vorkommen, kann dieser Name ja kein Zufall sein. Oder?


    Generell habe ich festgestellt, dass die meisten Leser den Klang, die Sprachmelodie, eines Namens als Namen-artig erkennen. "Rita" zum Beispiel klingt nach Name, und deswegen auch "Reta", "Rata", "Rite" oder "Rila". Bei Fantasy oder Science-Fiction (in diesen beiden Genres schreibe ich ja zumeist) variiere ich gern fort vom allzu Gewohnten, um die Gewissheit zu vermitteln, dass man sich in einer fremden Welt befindet. Da Namen in einem Roman ständig genannt werden, werden sie dem Leser ständig vorgelegt, das ist dann also eine ständige Erinnerung. "Peter" würde mich in einem High-Fantasy-Roman zum Beispiel stören, "Petor" nicht.
    Zweitens soll der Name, wenn möglich, insofern zur Figur passen, dass er bei der Zuordnung hilft, wenn die Figur erneut auftaucht. Man soll sich sofort daran erinnern, dass "Demetra" eine gewisse Härte in ihrem Charakter hatte ... "tr" klingt hart ... Demetra ist hart ... Ach ja, das war die Admiralin! Batuo klingt eher weich ... Er ist von seiner Erscheinung her ein rundlicher Typ ... außerdem klingt es fernöstlich, ein bisschen nach Buddha ...
    Ugrôn klingt vollkommen fremd, und auch das ist eine richtige Assoziation.
    Manchmal muss ich das natürlich auch brechen und den üblen Rausschmeißer Fridolin nennen, damit es nicht zu vorhersehbar wird. ;)

  • Mich würde interessieren, ob du bereits an einem neuen Buch schreibst/plottest? Ich weiß zwar, dass du gerade mit Bernhard die Überarbeitung der Phileason Saga machst, aber meine Frage bezieht sich eher auf etwas eigenständiges Neues von dir. 🙂

  • Derzeit liegt mein nächster PERRY-RHODAN-Doppelband, Erscheinungstermin im Juni, im Lektorat.
    Ebenfalls im Lektorat, aber bei Piper, liegt Grünes Gold, der dritte Teil meiner Schwertfeuer-Saga.
    Mein nächstes größeres Schreibprojekt wird in der Tat Die Phileasson-Saga sein, und zwar der fünfte und der sechste Teil. Es geht zurück aufs Meer - und auf eine Dschungelinsel ...
    Und danach ... ich habe sowohl für Science-Fiction als auch für Fantasy Ideen. In der Science-Fiction ist das so weit, dass wir den Vertrag aushandeln können. In der Fantasy wirbeln die Elemente, die ich gern in dem Roman haben möchte, noch durch meinen Kopf. Noch passen sie nicht richtig zusammen - aber mit jedem Tag passen sie ein bisschen besser. Das ist also in einem sehr frühen Stadium, und mein Ziel besteht darin, es so weit zusammenzubekommen, dass ich ein Exposé dazu schreiben kann.


  • Derzeit liegt mein nächster PERRY-RHODAN-Doppelband, Erscheinungstermin im Juni, im Lektorat.
    Ebenfalls im Lektorat, aber bei Piper, liegt Grünes Gold, der dritte Teil meiner Schwertfeuer-Saga.
    Mein nächstes größeres Schreibprojekt wird in der Tat Die Phileasson-Saga sein, und zwar der fünfte und der sechste Teil. Es geht zurück aufs Meer - und auf eine Dschungelinsel ...
    Und danach ... ich habe sowohl für Science-Fiction als auch für Fantasy Ideen. In der Science-Fiction ist das so weit, dass wir den Vertrag aushandeln können. In der Fantasy wirbeln die Elemente, die ich gern in dem Roman haben möchte, noch durch meinen Kopf. Noch passen sie nicht richtig zusammen - aber mit jedem Tag passen sie ein bisschen besser. Das ist also in einem sehr frühen Stadium, und mein Ziel besteht darin, es so weit zusammenzubekommen, dass ich ein Exposé dazu schreiben kann.


    Ich muss ja sagen, dass ich von deinen Romanen überhaupt keine Ahnung habe, weil ich erst vor einigen Wochen durch eine Autorenkollegin auf deinen Youtube Kanal gestoßen bin. Seitdem sehe ich mir zwar jedes Video an und fand auch deine Perry Rhodan Diskussion total spannend, auch wenn dieses Heftformat eher nicht mein Geschmack ist.
    Ein neuer Science-Fiction Vertrag klingt auf jeden Fall schon mal sehr gut. ;) Dauert ja eine Weile, denn wie ich nun daraus schließe, schreibst du erst das Exposé und dann den Roman dazu.


  • Dauert ja eine Weile, denn wie ich nun daraus schließe, schreibst du erst das Exposé und dann den Roman dazu.


    Das Exposé ist für einen Fantasyroman, der frühestens im Sommer 2018 erscheinen kann. Für den SF-Roman ist das Exposé schon fertig. Auf dieser Grundlage wird er auch (hoffentlich) angekauft - der Verlag plant dann mit den Angaben aus dem Exposé, wenn zum Beispiel die Verlagsvertreter für die Vorschau informiert werden, sodass sie wiederum dem Buchhandel erzählen können, was demnächst von Herrn Corvus zu erwarten ist. :)


  • Das Exposé ist für einen Fantasyroman, der frühestens im Sommer 2018 erscheinen kann. Für den SF-Roman ist das Exposé schon fertig. Auf dieser Grundlage wird er auch (hoffentlich) angekauft - der Verlag plant dann mit den Angaben aus dem Exposé, wenn zum Beispiel die Verlagsvertreter für die Vorschau informiert werden, sodass sie wiederum dem Buchhandel erzählen können, was demnächst von Herrn Corvus zu erwarten ist. :)


    Ja ich weiß wie es grundsätzlich bei Verlagen läuft. So weit bin ich leider noch nicht. Mir sagt das Konzept eines Exposés zwar im Grunde zu, doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich ziemlich oft davon abweiche und dann wieder alles umschreiben müsste - weswegen ich zuerst mein Manuskript schreibe und dann das Exposè - ja verkehrte Reihenfolge im Verlagswesen, aber bis ich einen untergebracht habe, fällt mir diese Vorgehensweise um einiges leichter.

  • Sorry schon wieder ich, aber mir kam gerade etwas in den Sinn, das mich sehr interessiert. Von Autorenkollegen, Schreibratgebern, Blogs, usw. findet man immer den gleichen Hinweis - Wer schreibt, soll auch viel lesen!


    Wie handhabst du das selbst? Du schreibst ja doch durchgehend, plottest, hast Lesungen, machst deinen wöchentlichen Videos und vieles mehr. Somit frage ich mich, wie kriegt man dann auch noch das Lesen unter.


    Und falls ja, bevorzugst du bestimmte Genres, die du selbst schreibst, oder liest du auch mal anderes. Und zuletzt natürlich, was ist das Buch, das du absolut empfehlen kannst? :lesen:


  • Somit frage ich mich, wie kriegt man dann auch noch das Lesen unter.


    Schlecht - meine Regale mit ungelesenen Büchern füllen sich immer weiter. :(
    Ich habe den "Kampf" aber noch nicht aufgegeben und eigentlich immer ein Buch dabei. Ich lese in der Straßenbahn, vor dem Einschlafen, und vor allem, wenn es Recherche im weiteren Sinne ist, auch tagsüber.



    Und falls ja, bevorzugst du bestimmte Genres, die du selbst schreibst, oder liest du auch mal anderes.


    Ich lese am liebsten Science-Fiction und Fantasy, und zwar meist "antizyklisch" zu meinem Schreiben. Wenn ich also gerade Science-Fiction schreibe, lese ich gern Fantasy, und umgekehrt.
    Da ich oft in Shared Worlds schreibe, also in Welten, zu denen viele Autoren etwas beitragen, lese ich auch oft das, was meine Kolleginnen und Kollegen zu diesen Universen beigesteuert haben. Ich lese daher viele Romane im Bereich von Das schwarze Auge (meine aktuelle Lektüre: "Spuren im Schnee" von Karl-Heinz Witzko, erschienen 1996) oder PERRY RHODAN (da meist neuere Sachen, die einen Bezug zu meinen Beiträgen haben, weil zum Beispiel dieselben Figuren auftauchen).
    Ansonsten lese ich aber generell gern und daher so ziemlich alles, zum Beispiel vor nicht allzu langer Zeit "F" von Daniel Kehlmann.



    Und zuletzt natürlich, was ist das Buch, das du absolut empfehlen kannst? :lesen:


    Passend zur Leserunde: Der Wüstenplanet von Frank Herbert. Das ist auch aktuell interessant, weil es die Mechanismen schildert, die Religion als soziologisches Phänomen prägen.


  • Man soll sich sofort daran erinnern, dass "Demetra" eine gewisse Härte in ihrem Charakter hatte ... "tr" klingt hart ... Demetra ist hart ... Ach ja, das war die Admiralin!


    Meine Mutter hat mich, als ich ihr vom Roman erzählt habe, noch auf die Parallele zu Demeter hingewiesen - das passt ja auch ganz gut, weil sie in der griechischen Mythologie als Muttergöttin dargestellt wird :)


  • Schlecht - meine Regale mit ungelesenen Büchern füllen sich immer weiter. :(
    Ich habe den "Kampf" aber noch nicht aufgegeben und eigentlich immer ein Buch dabei. Ich lese in der Straßenbahn, vor dem Einschlafen, und vor allem, wenn es Recherche im weiteren Sinne ist, auch tagsüber.


    Ohja genau das kenne ich eben auch, es werden immer mehr, obwohl ich mir tägliche Lesezeit vor dem Schlafengehen schon verordne.



    Ich lese am liebsten Science-Fiction und Fantasy, und zwar meist "antizyklisch" zu meinem Schreiben. Wenn ich also gerade Science-Fiction schreibe, lese ich gern Fantasy, und umgekehrt.
    Da ich oft in Shared Worlds schreibe, also in Welten, zu denen viele Autoren etwas beitragen, lese ich auch oft das, was meine Kolleginnen und Kollegen zu diesen Universen beigesteuert haben. Ich lese daher viele Romane im Bereich von Das schwarze Auge (meine aktuelle Lektüre: "Spuren im Schnee" von Karl-Heinz Witzko, erschienen 1996) oder PERRY RHODAN (da meist neuere Sachen, die einen Bezug zu meinen Beiträgen haben, weil zum Beispiel dieselben Figuren auftauchen).
    Ansonsten lese ich aber generell gern und daher so ziemlich alles, zum Beispiel vor nicht allzu langer Zeit "F" von Daniel Kehlmann.


    yeah neues Wort gelernt, wie inzwischen schon einige seit ich dein Buch lese :) oh Daniel Kehlmann musste ich in der Schule lesen damals, "Die Vermessung der Welt" und bis heute kann ich nicht wirklich nachvollziehen, was alle an seinen Büchern so toll finden. ^^


  • Schlecht - meine Regale mit ungelesenen Büchern füllen sich immer weiter. :(


    Das stimmt, ich habs genau gesehen!


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    Kurze Verständnisfrage zu "Grauwacht". Bei goodreads ist der 5x in ein Sci-Fi-Regal und 5x in ein Fantasy-Regal einsortiert worden. Irgendwo hab ich auch "Science-Fantasy" gelesen. Kommt die Beschreibung von einem Reviewer oder von dir? Bei der Hiveworld-Lesung glaube ich aufgeschnappt zu haben, dass du Feuer der Leere als deinen ersten eigenständigen eigenen Sci-Fi-Roman bezeichnest. Daraus konnte ich schließen, dass Grauwacht also kein Sci-Fi ist. Ich dachte zunächst auch, dass es Fantasy ist, dann hast du Grauchwacht aber zu einem Sci-Fi-Stammtisch mitgebracht. Also ist Grauwacht ein Hybrid, ja? Zwischen Sci-Fi und Fantasy? Danke.


  • Also ist Grauwacht ein Hybrid, ja? Zwischen Sci-Fi und Fantasy?


    Da ist die Frage, wo die Genregrenze verläuft, und das ist letztlich eine ungeklärte Definition.
    Grauwacht liest sich wie ein Fantasyroman. Für die Einordnung als Science-Fiction spricht, dass die Mechanismen, nach denen die Welt funktioniert, so angelegt sind, dass sie dem menschlichen Verstand prinzipiell zugänglich sind.
    Das klingt komplizierter, als es ist, ich denke, an einem Beispiel wird das klar:
    Sowohl in der Fantasy als auch in der Science-Fiction kann es fliegende Teppiche geben. In der Fantasy bleibt der Effekt, wieso der Teppich fliegen kann, magisch und unerklärlich. Eventuell könnte ein Dschinn in den Fäden des Teppichs wohnen, aber der Dschinn und vor allem die Frage, wie er den Teppich zum Fliegen bringt, bleibt dem menschlichen Verstand unzugänglich. In der Science-Fiction dagegen wird der Autor postulieren, dass ein schlauer Wissenschaftler in seinem Labor ein Gewebe entwickelt hat, das schwebt. Statt eines Dschinns, der die Naturgesetze außer Kraft setzt, hat der menschliche Geist die Naturkräfte erforscht und nutzt sie nun für seine fliegende Gerätschaft. Es gibt also unbeschränkt gültige, rational erforsch- und verstehbare Naturgesetze.

  • pingwingTV :
    Ich gebe jetzt einfach mal meinen Senf als Leser zu Grauwacht dazu, der übrigens mein Lieblingsroman von Robert ist: rein vom Lesegefühl überwiegt die Fantasy ganz stark, das Sci-Fi-Feeling kommt erst bei am Schluss. Mehr möchte ich aber nicht zu dazu schreiben, um nicht zu viel zu verraten.


    Ich habe eine Frage an den Autoren und meine Mitleser:
    Im ersten Abschnitt habe ich ja geschrieben, dass mir seinerzeit die Wüstenplanet-Bücher von Frank Herbert, die Marschroniken von Ray Bradbury sowie die Star Wars-Filme gut gefallen. Und inzwischen Romane von Andreas Brandhorst. Andreas hat mir in seinen Leserunden schon ein paar Tipps für Sci-Fi-Literatur gegeben, die mir gefallen könnte, vielleicht habt ihr auch noch ein paar Tipps für mich?


  • vielleicht habt ihr auch noch ein paar Tipps für mich?


    Da könnte man natürlich ein riesiges Fass aufmachen, aber ich beschränke mich mal auf ein Werk, das es - neben Der Wüstenplanet - meines Erachtens unbedingt verdient hat, gelesen zu werden: Sternenflut von David Brin. Es ist ein Roman aus seinem Uplift-Universum, das so heißt, weil die Zivilisationen der Galaxis über die Kultur des Upliftens miteinander verbunden sind. Sie suchen Planeten ab auf der Suche nach Lebensformen, die knapp vor der Entwicklung der Intelligenz stehen. Dann greifen sie ins Erbgut dieser Spezies ein und fördern die Intelligenz. Dadurch überspringt diese Spezies mehrere Millionen Jahre Evolution. Nach dem galaktischen Gesetz schuldet sie der Spezies, die sie geliftet hat (den "Patronen"), dafür einen Ausgleich: ein paar Jahrhunderttausende Sklavendienste. Danach steigt sie selbst zu Patronatsrasse auf.
    Es gibt nur eine bekannte Zivilisation, die plötzlich und ohne dieses Liften auf der galaktischen Bühne aufgetaucht ist. Das ist die Erde, dominiert von den Menschen, die aber zu diesem Zeitpunkt bereits zwei weitere Spezies geliftet haben: die Schimpansen und die Delfine.
    Die Hauptfiguren im Roman Sternenflut stellen eine Raumschiffbesatzung aus intelligenten Delfinen - und deren Denkweise ist faszinierend beschrieben ...