08: Seite 374 - Seite 424 (Teil Kap. 8 + Kap. 9)

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  • Aber irgendwie auch ein bisschen deprimierend, wenn wir für alle Zeiten die Egoisten im Universum bleiben müssen, um das Überleben unserer Spezies zu retten.


    Nun ja, so ganz ohne Egoismus gibt es auch keinen Überlebenstrieb. Wenn ich mehr Mitleid mit dem armen hungrigen aus dem Winterschlaf erwachten Bären habe, als mit mir selbst - dann lasse ich mich bei erster Gelegenheit fressen. Möglich, dass es so selbstlose Vertreter unserer Spezies mal gegeben hat - aber die konnten ihre Gene dann nicht weitervererben. ;D
    In der alten Star-Trek-Serie gibt es eine interessante Folge, in der Captain Kirk durch einen Unfall verdoppelt wird. Kirk A hat nur die positiven und menschenfreundlichen Eigenschaften des Originals, Kirk B nur die negativen und aggressiven. Kirk B ist natürlich der Schurke, den man wieder einfangen muss, das ist klar. Aber Kirk A, und das ist das Interessante an der Folge, ist zu nichts zu gebrauchen. Er tut zwar keinem was, aber sehr schnell überzeugt Mr. Spok ihn, dass er zur Führung des Schiffs nicht mehr taugt, weil ihm der notwendige Durchsetzungswille fehlt. Brav wie ein Lämmchen legt er dann sein Kommando nieder.



    Mich persönlich hat kein einziger der Charaktere des Romans in helle Freude versetzt, keinem fühle ich mich nahe.


    Das ist interessant, da es Dir ja in früheren Leseabschnitten noch anders ging - sowohl mit Rila als auch mit Ugrôn, wenn ich mich recht entsinne.



    Es sei denn, sie werden "optimiert" und zwar nicht im technischen Sinne sondern auf der emotionalen Ebene....


    Auch dazu gibt es interessante Science-Fiction-Geschichten. Meistens wird den Menschen ihre Aggressivität dabei allerdings durch brutale Diktaturen - oft ausgeübt von Maschinen - aberzogen.
    Grundsätzlich besteht immer die Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit. Ich kann eine total sichere Gesellschaft schaffen, indem ich die Freiheit minimiere. Im Extrem darf niemand mehr seine Wohnung verlassen - dadurch kann er schon allein deswegen niemand anderem mehr schaden, weil er schlicht niemandem mehr begegnet. Je mehr ich von diesem Extrem abrücke und Freiheiten zulasse, desto mehr Möglichkeiten eröffne ich, dass man sich auch "nicht wünschenswert entscheidet" - also dumm, unmoralisch, oder sich oder andere schädigend.


  • Das ist interessant, da es Dir ja in früheren Leseabschnitten noch anders ging - sowohl mit Rila als auch mit Ugrôn, wenn ich mich recht entsinne.


    Es ging mir nie anders. Ich habe Sympathien entwickelt, das ja. Zu Ugron in der Anfangsphase, vor seiner Initiation. Für Rilas enormen Mut fühle ich Respekt. Aber keine Nähe.
    Starn ist der einzige, den ich durchweg annehmbar fand. Vielleicht ist Prijatu schließlich die Person, die ich am spannendsten finde. ( und das war auch nicht immer so. ) Sie hat jede Menge Potential und Ressourcen.


  • Nun ja, so ganz ohne Egoismus gibt es auch keinen Überlebenstrieb. Wenn ich mehr Mitleid mit dem armen hungrigen aus dem Winterschlaf erwachten Bären habe, als mit mir selbst - dann lasse ich mich bei erster Gelegenheit fressen. Möglich, dass es so selbstlose Vertreter unserer Spezies mal gegeben hat - aber die konnten ihre Gene dann nicht weitervererben. ;D

    Das ist schon klar. Aber um in deinem Bild zu bleiben: wenn ich den armen Bären erledigt habe, weil ich Hunger habe, muss ich nicht auch noch seinen Bruder erlegen, nur weil ich es kann. Den kann ich dann für den nächsten Hungrigen übriglassen oder ihm ein einfach ein langes Leben schenken. Und das habe ich gemeint - nicht immer hintenanstehen, aber durchaus auch mal an andere denken.
    Die von dir erwähnte Star Trek Folge kenne ich (logisch, die alten kann ich beinahe mitsprechen :D) und war auch sehr froh, als Kirk wieder er selbst war.

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Das ist schon klar. Aber um in deinem Bild zu bleiben: wenn ich den armen Bären erledigt habe, weil ich Hunger habe, muss ich nicht auch noch seinen Bruder erlegen, nur weil ich es kann. Den kann ich dann für den nächsten Hungrigen übriglassen oder ihm ein einfach ein langes Leben schenken. Und das habe ich gemeint - nicht immer hintenanstehen, aber durchaus auch mal an andere denken.


    Meine Gedankengänge gehen in die gleiche Richtung! Wie die vieler anderer Menschen, die ich kenne!
    Vielleicht ist es, angesichts der vielen Aggressionen auf dieser Erde und des grenzenlosen Egoismus der Mächtigen und der Großkonzerne nun endlich an der Zeit, ein wenig mehr die Tugenden zu pflegen und sie unseren Kindern zu lehren.... Idealismus sehe ich nicht als naiv oder schädlich an!
    Und je mehr ich darüber nachdenke, umso näher fühle ich mich inzwischen Kara! Die möchte anders denken und handeln! Ich auch! Und es ist mir ganz gleichgültig, ob man mich dafür verlacht oder mich eine Närrin schimpft.... :)

  • Ugrôn ist schwanger, damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Als ich darüber nachdachte, wie der Nachwuchs von ihm und der SQUID zur Welt kommt, dachte ich spontan an "Alien" mit Sigourney Weaver :o. Ich bin sehr gespannt.



    Ich mag es nicht, dass Prijatu und Kara sich verstehen. Wer mag es schon, wenn die Ex mit der Neuen rum tuschelt. :P


    Das hat mir auch nicht gefallen.



    Was bringt die Erkenntnis, dass schon Menschen irgendwann mal auf dem Planeten lebten? Gut, man kann sich sicher sein, dass die nicht-einheimischen Pflanzen genießbar sind, aber es ändert die Beziehung zu den Cochadern wohl eher nicht. Interessant wäre höchstens, wenn wirklich noch etwas gefunden würde, dass die Menschen von damals zurückgelassen hätten. Eine ultimative Waffe gegen die Giats. Oder haben sich die Menschen von einst etwa weiterentwickelt in die Giats? Das wäre doch was!


    Möglicherweise macht sich der Schwarm jetzt ja auf die Suche nach diesen Menschen.



    [quote author=Bernard link=topic=14636.msg301585#msg301585 ]



    :totlach:
    Ja, da ist dann mal Schluss mit der Blümchen-SF. ;D


    :totlach: Blümchen-SF, das neue Genre von Roland Corvus. Aber die Szene fand ich auch klasse.
    [/quote]


    Die Szene war wirklich klasse und kam wie aus dem Nichts.


    Prijatu und Starn gefallen mir zusammen richtig gut. Hoffentlich springt Starn nicht wieder zur nächsten, die ihm gefällt. Er hat bei mir im Buch den Eindruck hinterlassen, potentiell immer willig zu sein und eine Sexualpartnerin zu suchen :)

  • Ugrôn ist schwanger?! :o Ich hätte ja mit einigem gerechnet, aber nicht damit. Zumal Ugrôn sein Kind nicht auf normale Weise austragen kann, was bedeutet, dass Mutters Kind entweder aus Ugrôn „hervorbrechen“ wird und damit den Wirtskörper zerstört oder dass Ugrôn von dem Kind übernommen wird. Vielleicht existieren auch zwei Wesen in einem Körper? Einige Organe hat das Kind bereits übernommen, was passiert, wenn es das Gehirn von Ugrôn vollends übernimmt?


    Kein Wunder, dass die SQUID alles getan hat, um Ugrôn zu gefallen und zu schützen, damit schützte sie natürlich ihr eigenes Kind – Mutterliebe macht die SQUID quasi zum Tiger, wenn sie ihr Junges bedroht sieht. Woher kommt aber das männliche Sperma? Ist das von Ugrôn oder schwebte es im Rotraum und hat sich dann an/in Ugrôn festgesetzt, als er dem Rotraum ausgesetzt war? Wird er nun äußerlich auch zu einem Weltraum-Kalmar? Das würde dann aber bedeuten, dass er auch wachsen würde, die SQUID dann irgendwann verlassen muss und ebenso einsam durch das Weltall schwebt. Bei Tiefseekalmare kommt es übrigens auch häufig vor, dass die Männchen ihre Spermapakete an männliche und weibliche Kalmare anbringen, weil die Partnerwahl in der Tiefsee ähnlich schwierig ist, wie sie es im Rotraum sein dürfte.


    Aber welche Rolle spielt Rila dabei? Warum hat Mutter ausgerechnet sie und Ugrôn zusammengebracht? Rila kann doch eigentlich nichts mit dem Jungen von Mutter zu tun haben, oder? Oder ist das eine Art Gefallen Ugrôn gegenüber, dass sie ihm durch das gemeinsame Kind mit Rila ermöglicht, sich ebenfalls zu reproduzieren, weil das demnächst nicht mehr möglich sein wird, wenn er komplett zu einem jungen SQUID geworden ist? Seine optische Veränderung ist jedenfalls ziemlich unheimlich.


    An Ulsikes Stelle hätte ich in dem Moment auch sehr sparsam geschaut, als ich diese Feststellung gemacht hätte. Ich bin gespannt, ob sie den Mund hält oder doch irgendwas der Admiralin gegenüber verlauten lässt.


    In jedem Fall scheint Ugrôn auf der MARLIN wieder mehr Mensch zu sein als auf der SQUID. Irgendwie habe ich kein gutes Gefühl, dass er zu Mutter zurückkehren soll, aber Rila hat schon auch recht: auf der MARLIN wird es zu gefährlich für ihn werden, vor allem, falls die Admirale tatsächlich beschließen, gegen die SQUID vorzugehen. Vielleicht ahnte die SQUID auch schon, dass ihre Tage bald gezählt sind und hat deswegen dafür gesorgt, dass sie Nachwuchs bekommt. Evtl. will sie auch gar nicht mehr, dass Ugrôn zurückkommt, damit ihr Kind nicht in Gefahr gerät.


    Die cochadischen Entführer der Menschen sind also Rebellen, die sich untereinander nicht besonders einig sind, was wiederum zwar eine Gefahr für die Menschen, aber auch eine Chance zur Flucht darstellt. Die zweite große Neuigkeit in diesem Abschnitt ist die Feststellung, dass bereits zurvor schon Menschen auf Cochada gelandet sein müssen, die erheblich in die Lebensformen des Planeten eingegriffen haben. Der Knaller ist, dass die Cochader womöglich durch Genmanipulation so geworden sind, wie sie sind. Ich bin nun sehr gespannt, was Starn und Prijatu in dem Landstrich finden werden, in dem sie die Anfänge der ersten menschlichen Besiedelung vermuten.


    Prijatu und Starn: verführt sie ihn, weil sie ihn begehrt oder weil sie vermeiden möchte, dass er die Geheimnisse der ESOX ausplaudert? Dass die ESOX gegen die Auflagen verstößt? Wobei sich Starn diesmal sicherlich zweimal überlegen wird, was er tun wird, denn an einer Wiederholung der damaligen Ereignisse wird er kein Interesse haben. Grinsen musste ich, als Prijatu Starn beruhigt, was ihre Geschichte bzgl. der Fortpflanzung auf der ESOX angeht, die sie Koichy erzählt hat ;D

  • Ich will endlich weiter lesen, also nehme ich mir die Zeit endlich zu posten. Die Wochenenden sind immer voll. Jetzt habe ich auch nur durch Zufall mal ein paar Minuten allein :)


    Merke: Bei aller Menschlichkeit muss immer noch Platz für eine ordentliche Kanone bleiben. ;D


    Was ist menschlich. Ich finde es schon sehr komisch, dass auf der einen Seite diskutiert wird wie egoistisch der Mensch ist und wie arrogant anderen Wesen gegenüber und nicht in der Lage Frieden zu halten, aber dann verlangt man von einer fortschrittlichen Zivilisation sie solle menschlich sein. Da ist doch ein ziemlicher Widerspruch.


    Ich persönlich finde die Esoxer sehr interessant und ich habe auch nichts gegen Erweiterungen. Da ich nicht so der Typ Leser bin, der gern Kampfhandlungen liest, war dieser Blasterschuss nicht so überwältigend, vor allem nicht, weil er voraussehbar war. Schließlich stand weiter vorn, dass man den Esoxern nicht so ohne weiteres ihre Waffen abnehmen kann, sie sind mit dem Körper verbunden.
    Interessant war für mich eine Frage, die ganz kurz angeschnitten wird und aufgrund der Situation nicht weiter verfolgt. Die Menschen der Esox hatten also Auflagen erhalten, damit sie nicht zu einer Gefahr für die anderen werden (so ähnlich wie nach dem ersten Weltkrieg für Deutschland) Sie haben sich nicht daran gehalten was auch in unserer Welt genauso geschieht. Nun warum haben sie sich nicht daran gehalten? Wollen sie gewappnet sein gegen den äußeren Feind oder gegen die Übergriffe der anderen Schiffe? Wie sehen die Menschen der Esox ihre Befreiung? Sie können sich freiwillig koppeln aber bei den "Zwillingen" ist es da freiwillig? Ich finde das sehr spannend, denn wir haben ja die Möglichkeit und entweder durch Genmanipulation oder durch technische Erweiterungen zu entwickeln. Wir werden als Menschen aber sicher nicht ohne eine künstliche Verbesserung leben in der Zukunft. Davon bin ich überzeugt.


    Ja, unser emotionales Gerüst ist auf sinnlich erfahrbare Einzelfälle ausgelegt. 1 Toter ist eine Tragödie, 1 Million Tote sind nur eine Zahl ...


    Das mag so stimmen, aber ich sehe das bei Ugron nicht allein deshalb so. Er ist die ganze Zeit am Zweifeln, er eigentlich niemanden, dem er sich verständlich machen kann, was mit ihm geschieht ist für ihn nicht fassbar, keine Vergleiche. Man kann da schon wahnsinnig werden. Die Squid hat endlich jemanden mit dem sie denkt, sie könne mit ihm kommunizieren, aber die Missverständnisse auf beiden Seiten führen zum Chaos. Das Kind ist ein Fixpunkt, auch wenn es neue Fragen aufwirft. Warum hat "Mutter" das so gedeichselt, wollte sie das? Hat sie gekuppelt? Ist es sein Kind oder das der "Mutter" und er nur ein Werkzeug?
    Ugron ist in einer so "unmenschlichen" Situation, dass wir eigentlich kein Urteil über ihn fällen können.


    Ob es die Menschen überleben würden, wenn sie sich ändern würden?


    Davon bin ich überzeugt. Ich gehöre zu denen, die davon überzeugt sind, dass nur eine Gesellschaft in den Weltraum vordringen kann und sinnvoll nutzen, die als geeinte Gesellschaft auftritt und die Forschung und das Wissen höher schätzt als Eigennutz.


  • Ugrôn ist schwanger?!


    Das ist ein toller Twist, oder? Für mich ist das jetzt der spannendste Strang. Deine Überlegungen finde ich auch ziemlich interessant, aber was wissen wir, was passiert? Ich befürchte, dass noch nicht einmal die Squid weiß was passiert.
    Allerdings habe ich Angst, dass es gar nicht so weit komm, dass dieses Kind auswachsen kann.
    Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Charles Sheffield und Jesko von Puttkamer als letzterer meinte, wir würden als Menschen einen Planeten nicht terraformen, wenn wir Leben entdecken würden. Sheffield lachte und sagte, wir würden das Leben in Reagenzgläser stecken und terraformen.
    Wenn also die Ärztin ihre Entdeckung der Admiralin meldet (und dazu ist sie verpflichtet, denn hier könnte eine Gefahr entstehen für das Schiff, es ist ja etwas Unbekanntes und das ist Apriori gefährlich), würde vermutlich Ugron festgesetzt und studiert in einer möglichst sicheren Umgebung oder, falls das nicht geht, wegen der Squid, dann vermutlich irgendwie beseitigt.
    Bis jetzt handeln die Personen alle sehr bedacht und ethisch, aber wird das so bleiben?
    Dazu kommt, dass Ugron selbst nicht weiß wie der das einschätzen soll, ist er von "Mutter" vergewaltigt worden? Will er das was mit ihm passiert (ich finde es toll, dass er gleich liebevoll an das Kind denkt) oder will er das nicht? Er weiß es noch nicht.


    Aber welche Rolle spielt Rila dabei? Warum hat Mutter ausgerechnet sie und Ugrôn zusammengebracht? Rila kann doch eigentlich nichts mit dem Jungen von Mutter zu tun haben, oder? Oder ist das eine Art Gefallen Ugrôn gegenüber, dass sie ihm durch das gemeinsame Kind mit Rila ermöglicht, sich ebenfalls zu reproduzieren, weil das demnächst nicht mehr möglich sein wird, wenn er komplett zu einem jungen SQUID geworden ist? Seine optische Veränderung ist jedenfalls ziemlich unheimlich.


    Ich finde es macht den Eindruck, als habe die Squid experimentiert, wie eine Vereinigung beider Rassen möglich wäre. Es sind zwei verschiedene Arten. Vielleicht eine, die bei den Menschen leben kann als Zwitterwesen und eine die als Squid mit den Menschen leben kann. Das wäre jedenfalls meine favorisierte Lösung.


    In jedem Fall scheint Ugrôn auf der MARLIN wieder mehr Mensch zu sein als auf der SQUID. Irgendwie habe ich kein gutes Gefühl, dass er zu Mutter zurückkehren soll, aber Rila hat schon auch recht: auf der MARLIN wird es zu gefährlich für ihn werden, vor allem, falls die Admirale tatsächlich beschließen, gegen die SQUID vorzugehen. Vielleicht ahnte die SQUID auch schon, dass ihre Tage bald gezählt sind und hat deswegen dafür gesorgt, dass sie Nachwuchs bekommt. Evtl. will sie auch gar nicht mehr, dass Ugrôn zurückkommt, damit ihr Kind nicht in Gefahr gerät.


    Letzteres glaube ich nicht, denn ich vermute fast, dass die Squid ein zu gutes Denken von den Menschen hat. sie meint, da sie lange Zeit als Ernährer und fürsorglicher Hüter für die Menschen da war, ihre Wünsche erfüllt hat, dass die Menschen sie auch lieben. Vielleicht hofft sie durch die Kinder auf mehr Verständigung?


    Die cochadischen Entführer der Menschen sind also Rebellen, die sich untereinander nicht besonders einig sind, was wiederum zwar eine Gefahr für die Menschen, aber auch eine Chance zur Flucht darstellt. Die zweite große Neuigkeit in diesem Abschnitt ist die Feststellung, dass bereits zurvor schon Menschen auf Cochada gelandet sein müssen, die erheblich in die Lebensformen des Planeten eingegriffen haben.
    Der Knaller ist, dass die Cochader womöglich durch Genmanipulation so geworden sind, wie sie sind. Ich bin nun sehr gespannt, was Starn und Prijatu in dem Landstrich finden werden, in dem sie die Anfänge der ersten menschlichen Besiedelung vermuten.


    Hier wird mir die Geschichte einen Tick zu viel. sicher hat es seinen Grund, warum dieses Thema auch noch in das Buch kommt, aber eigentlich gibt es schon genug Themen (nach meiner Meinung) und hier steckt gleich ein ganzes Bündel an Themen drin. Angefangen über die Bedeutung dessen, dass hier schon Menschen waren, über die Umweltproblematik, was ein Eingriff in die Umwelt bedeutet, bis hin zu Genmanipulation.) Ich frage mich, wie Bernd das alles in den letzten Seiten noch nutzen will. Aber vielleicht wird es ja mehr Bücher in dieser Welt geben, dann wäre es natürlich ein Saatkorn.


    Prijatu und Starn: verführt sie ihn, weil sie ihn begehrt oder weil sie vermeiden möchte, dass er die Geheimnisse der ESOX ausplaudert? Dass die ESOX gegen die Auflagen verstößt? Wobei sich Starn diesmal sicherlich zweimal überlegen wird, was er tun wird, denn an einer Wiederholung der damaligen Ereignisse wird er kein Interesse haben. Grinsen musste ich, als Prijatu Starn beruhigt, was ihre Geschichte bzgl. der Fortpflanzung auf der ESOX angeht, die sie Koichy erzählt hat ;D


    Ja der Humor hat mir auch gefallen. Der Name "Prijatu" erinnert mich immer an eine Söldnerin und ich muss dann das Bild wegwischen. Sie ist eine humorvolle Frau und ich denke nicht, dass sie Starn so wenig kennt, dass sie hofft über eine Verführung ihn zum Schweigen zu bringen. Sie hat in der Situation das Risiko der Entdeckung akzeptiert und Starn hat m.E. auch akzeptiert, dass er das Wissen nicht nutzen wird. Sie hat Starn doch von Anfang an gemocht und er sie und ich finde es toll, weil es zeigt wie eine Annäherung auch nach einem solchen Unrecht möglich ist. Vielleicht erfahren wir noch wie sie diese Handlungsweise selbst einschätzt (als Befreiung oder als Abschlachtung) und für Starn könnte es heilsam sein.


  • Wenn also die Ärztin ihre Entdeckung der Admiralin meldet (und dazu ist sie verpflichtet, denn hier könnte eine Gefahr entstehen für das Schiff, es ist ja etwas Unbekanntes und das ist Apriori gefährlich), würde vermutlich Ugron festgesetzt und studiert in einer möglichst sicheren Umgebung oder, falls das nicht geht, wegen der Squid, dann vermutlich irgendwie beseitigt.


    Das ist auch meine Befürchtung und ich denke, Rila denkt in eine ähnliche Richtung.



    Ich finde es macht den Eindruck, als habe die Squid experimentiert, wie eine Vereinigung beider Rassen möglich wäre. Es sind zwei verschiedene Arten. Vielleicht eine, die bei den Menschen leben kann als Zwitterwesen und eine die als Squid mit den Menschen leben kann. Das wäre jedenfalls meine favorisierte Lösung.


    Das ist eine schöne Überlegung, die mir ebenfalls gefallen würde.



    Hier wird mir die Geschichte einen Tick zu viel. sicher hat es seinen Grund, warum dieses Thema auch noch in das Buch kommt, aber eigentlich gibt es schon genug Themen (nach meiner Meinung) und hier steckt gleich ein ganzes Bündel an Themen drin. Angefangen über die Bedeutung dessen, dass hier schon Menschen waren, über die Umweltproblematik, was ein Eingriff in die Umwelt bedeutet, bis hin zu Genmanipulation.) Ich frage mich, wie Bernd das alles in den letzten Seiten noch nutzen will. Aber vielleicht wird es ja mehr Bücher in dieser Welt geben, dann wäre es natürlich ein Saatkorn.


    Das stimmt, hier steckt noch sehr viel Potenzial drin, bei dem ich ebenfalls meine Probleme habe, mir vorzustellen, dass das auf den restlichen Seiten noch abgehandelt werden kann.



    Ja der Humor hat mir auch gefallen. Der Name "Prijatu" erinnert mich immer an eine Söldnerin und ich muss dann das Bild wegwischen. Sie ist eine humorvolle Frau und ich denke nicht, dass sie Starn so wenig kennt, dass sie hofft über eine Verführung ihn zum Schweigen zu bringen. Sie hat in der Situation das Risiko der Entdeckung akzeptiert und Starn hat m.E. auch akzeptiert, dass er das Wissen nicht nutzen wird. Sie hat Starn doch von Anfang an gemocht und er sie und ich finde es toll, weil es zeigt wie eine Annäherung auch nach einem solchen Unrecht möglich ist. Vielleicht erfahren wir noch wie sie diese Handlungsweise selbst einschätzt (als Befreiung oder als Abschlachtung) und für Starn könnte es heilsam sein.


    Ich tendiere auch eher dazu, dass Prijatu (ja, auch ich lese immer Pirlitu ;D) Starn liebt und ihn nicht manipulieren möchte. Jedenfalls wäre mir das lieber, auch weil ich es schön finden würde, wenn es somit eine Annäherung zwischen MARLIN und ESOX im weiteren Sinne geben würde.


  • Möglicherweise macht sich der Schwarm jetzt ja auf die Suche nach diesen Menschen.


    In der Tat ist die (mögliche) Existenz eines menschlichen Reiches, das nicht von den Giats zerstört wurde, eine Sensation für den Schwarm, der sich ja schon seit Generationen als letztes Überbleibsel wähnt ...



    Hoffentlich springt Starn nicht wieder zur nächsten, die ihm gefällt. Er hat bei mir im Buch den Eindruck hinterlassen, potentiell immer willig zu sein und eine Sexualpartnerin zu suchen :)


    Hm, ich frage mich, woher dieser Eindruck rührt. Zusammen war er ja nur mit Kara, und da ging die Initiative von ihr aus. Sicher, er bemerkt Ignids Attraktivität - er ist ja nicht blind. Aber angebandelt hat er nicht mit ihr. Insgesamt war Erok deutlich mehr auf Freiersfüßen unterwegs.



    ... oder dass Ugrôn von dem Kind übernommen wird.


    Ich glaube, diese Theorie hatten wir noch gar nicht. Könnte es sein, dass Ugrôn nicht gebiert, sondern umgewandelt wird?



    Woher kommt aber das männliche Sperma? Ist das von Ugrôn oder schwebte es im Rotraum und hat sich dann an/in Ugrôn festgesetzt, als er dem Rotraum ausgesetzt war?


    Jedenfalls scheint Ugrôn nach sehr langer Zeit der erste brauchbare Träger zu sein ...



    Prijatu und Starn: verführt sie ihn, weil sie ihn begehrt oder weil sie vermeiden möchte, dass er die Geheimnisse der ESOX ausplaudert? Dass die ESOX gegen die Auflagen verstößt?


    Was Ihr meinen Figuren alles unterstellt! >:( Keine Liebe mehr in den Leserunden ... Ich bin hier der letzte Romantiker zwischen lauter kühl berechnenden Leserinnen ...



    Was ist menschlich. Ich finde es schon sehr komisch, dass auf der einen Seite diskutiert wird wie egoistisch der Mensch ist und wie arrogant anderen Wesen gegenüber und nicht in der Lage Frieden zu halten, aber dann verlangt man von einer fortschrittlichen Zivilisation sie solle menschlich sein. Da ist doch ein ziemlicher Widerspruch.


    Da ist etwas dran! Vermutlich gehört die dunkle Seite ebenso zum Menschsein dazu wie die helle - sonst wären wir ja Engel ...



    Sie können sich freiwillig koppeln aber bei den "Zwillingen" ist es da freiwillig?


    Das ist wirklich fraglich: Könnte eine solche Kopplung erst im Erwachsenenalter erfolgt sein? Falls nicht - wer hat dann eine so weitreichende Entscheidung für die Zwillinge getroffen?



    Das mag so stimmen, aber ich sehe das bei Ugron nicht allein deshalb so. Er ist die ganze Zeit am Zweifeln, er eigentlich niemanden, dem er sich verständlich machen kann, was mit ihm geschieht ist für ihn nicht fassbar, keine Vergleiche.


    Ja, wer als Erster einen Weg geht, ist zunächst immer allein ...



    Davon bin ich überzeugt. Ich gehöre zu denen, die davon überzeugt sind, dass nur eine Gesellschaft in den Weltraum vordringen kann und sinnvoll nutzen, die als geeinte Gesellschaft auftritt und die Forschung und das Wissen höher schätzt als Eigennutz.


    Das ist ein valider Gedanke, den auch viele Wissenschaftler teilen: Wenn wir es schaffen, dauerhafte Kolonien auf dem Mond oder gar dem Mars zu errichten, dann bedeutet das zwingend, dass die Menschheit vorher ihre Streitigkeiten überwunden haben muss. Ansonsten lassen sich die Ressourcen für so etwas nicht aufbringen. So gesehen ist die Erforschung des Weltraums ein echtes Friedensprojekt.
    Interessanterweise ist das in Ansätzen heute schon zu beobachten. Es ist ja bekannt, dass die Beziehungen zwischen den Russen und dem Westen derzeit problematisch sind. Aber die Weltraumfahrt gehört zu den ganz, ganz wenigen Bereichen, in denen das nicht zutrifft. Derzeit sind die Russen die einzigen, die bemannte Raumflüge durchführen können. Sprich: Alle Astronauten, die zur Internationalen Raumstation aufbrechen - ob Europäer, Amerikaner, Australier oder Russen -, tun das von russischen Startfeldern aus.



    Deine Überlegungen finde ich auch ziemlich interessant, aber was wissen wir, was passiert? Ich befürchte, dass noch nicht einmal die Squid weiß was passiert.


    Damit könntest Du recht haben. Auch für diese Lebensform dürfte es das erste Mal sein, dass ein menschlicher "Wirtskörper" den Nachwuchs austrägt.



    Das ist eine schöne Überlegung, die mir ebenfalls gefallen würde.


    Mir auch - jedenfalls die Idee, dass die SQUID zweigleisig fährt, um auf Nummer sicher zu gehen, dass es auch wirklich zu einem Kind kommt. :)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen