07: Seite 315 - Seite 374 (Teil Kap. 8)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 315 bis Seite 374 (Kapitel 8 bis "..., werden wir es tun.") schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Puh, also Ugron klingt total wie ein religiöser Fanatiker und das ganze ist etwas beängstigend, denn wenn man das mit unserer Gesellschaft vergleicht, ist es ja nichts anderers heutzutage. Und da ihn die Zöeliker beinahe als Gott ansehen, macht seine Situation somit nicht besser, aber immerhin fragt er sich, was noch er ist und was nicht. - das ist meiner Meinung nach ein Unterschied zu den fanatischen Formen, die ich kennengelernt habe.


    Da ich so viele Kapitel gestern und heute aufgeholt habe, hoffe ich, dass dieser Teil nun auch in diesen Bereich gehört :) Es geht um Rilas Baby, dass es von Ugron sein würde, war ja längst klar, nur dass nun die Tatsache entsteht, dass es auch äußerlich so anders sen könnte. Rila hingegen zeigt nicht so wirklich viele Emotionen finde ich. Klar ist sie schockiert, aber im Grunde hätte sie damit rechnen müssen.


    Das Verhalten der Cochader ist auch etwas verwirrend, denn erst ist der Tote total unwichtig - Schwund eben, und dann wegen der Squid, die im Grunde etwas eigenständiges ist und sich ja nicht vom Schwarm befehligen lässt - dann rasten sie aus und nehmen Gefangene - ziemlich eskaliert das Ganze

  • Die SQUID badet also im Ozean von Cochada - und löst eine Katastrophe aus.


    Ugrôn wirkt auch sehr gefühlskalt, als er mit Rila zusammenkommt - auch bei ihm habe ich den Eindruck, er freut sich nicht über das Kind, wenn ihm sogar das Geschlecht egal ist...


    Da könnte man mal meinen, bei einer Katastrophe arbeiten alle zusammen, aber nein: Die Cochader denken nur an ihren Profit, Kara zickt herum, weil sie glaubt, die Menschen denken nur an ihren Profit und dann wird die COGNITION zerstört. Wieder einmal ist die Frage, was mit Rila passiert. Und Starn lässt sich ja von den rebellischen Cochadern gefangen nehmen... Was ist eigentlich der Grund für die Rebellion? Das ist noch nicht herausgekommen, oder?


    Gegen Ende des Abschnitts scheint Ugrôn doch zur Vernunft zu kommen. Also doch, Rila hat ihn gezähmt und er will sie sehen. Auch hier ist mir Demetra mal sympathisch, wo sie in meiner Achtung gewinnt, sinkt Kara rapide... Ruhig zu bleiben, wenn jemand aufgebracht ist, ist eine hohe Kunst. Vielleicht sollten mal alle Egrons, Ugrôn und ein Cochader mit hoher Stellung zusammenkommen, um über eine gemeinsame Zukunft des Planeten zu verhandeln...

  • Schon im letzten Abschnitt stieg die Spannung. Nun überschlagen sich die Ereignisse! Einiges wird in diesem Abschnitt klarer und deutlicher. Vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht. Ugron begreift die Beziehung zur SQUID immer besser und beginnt "Mutter" zu hinterfragen. Doch ursächlich dafür ist die große Sehnsucht nach Rila, die ihn schließlich auf der SQUID aufsucht. Die Bilder die der Autor von nun an in meinen Kopf, aber auch in mein Herz gemalt hat waren sehr überwätligend. Allein das Bild von Ugron auf diesem Thron, teilweise verschmolzen mit der SQUID! Welch' ein atemberaubender Anblick. Auch Ugrons körperliche Veränderungen, jagen einem Schauer über den Rücken, faszinieren und gruseln einen zugleich. Ugron und Rila lieben sich -stundenlang- ......wunderbar! Ich habe diesen Abschnitt wie gebannt verschlungen.


    S.345 "Dann würde er sich entscheiden. Entscheidung brauchte Freiheit. So wie Liebe. Aber was, wenn er sich falsch entschiede? Ohne Entscheidung konnte es keine Liebe geben und ohne Liebe keine Gemeinschaft. Keine wahre. Nur eine Lüge in der Einsamkeit."


    Ich bin zutiefst ergriffen! Ugrons Verzweiflung und innere Zerrissenheit werden immer deutlicher. Ich fühle mich Ugron in diesem Moment sehr verbunden. Wie kann er das eine aufgeben ohne das andere zu verlieren. Seinem Herzen folgen oder seiner Bestimmung? Auf seine Gefühle vertrauen? Für mich wirkt es, als wäre die SQUID wie eine Gottheit. Und Rila ist eine Frau aus Fleisch und Blut, die ihn anzieht und die er begehrt. Er hadert immer wieder mit sich, setzt die beiden "Frauen" in Konkurrenz und fragt sich, ob die SQUID Rila vielleicht sogar etwas antun würde? Dann wiederum tadelt er sich selbst für diesen Gedanken. Ugron weiß nicht wem oder was er folgen soll. Der tiefen Verbundenheit zu SQUID, die absolut einmalig ist und die mit nichts zu vergleichen ist! Oder seinem Herzen, seinen Gefühlen, die immerzu um Rila kreisen, auch etwas bisher Unbekanntes sind und ihn auf völlig neue Art und Weise ausfüllen. Die Frage die sich stellt ist: WIE kann man beides vergleichen? Die Liebe zu einem gottgleichen Wesen, das einfach schon immer da war, einen liebt, begleitet hat, das einen von Anbeginn an beschützt und behütet hat oder die Liebe zu einem Menschen, nach der das menschliche Herz sich stets sehnt und nach den körperlichen Leidenschaften, den innigsten Momenten, die zwei Menschen miteinander teilen können? WAS ist die Wahrheit? Das Wahre? Das Reine? Kann beides nebeneinander existieren?

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

    Einmal editiert, zuletzt von TippendeTastatur ()

  • Nun möchte ich noch etwas zu den Figuren hinzufügen:


    Kara hat mich sehr positiv überrascht: Erok und sie verarzten die armen Cochader, der niederen "Klasse". Das war doch sehr anständig von den beiden!


    Pirju überrascht ebenfalls...wer wünscht sich nicht so eine schlagkräftige Freundin an der Seite. Starn und sie....hmmm irgendwie gewöhnungsbedürftig. Aber: Warum nicht? Sie erweist sich als treue Gefährtin!


    Auf dem Planeten ist jetzt die Hölle los, irgendwie habe ich damit gar nicht gerechnet. Plötzlich fliegt einem alles um die Ohren. Auch hier erweist sich Kara wieder als eine Frau mit dem Herz für die Schwachen, als sich in Sidago die besser gestellten eben mal absetzen.


    Es passiert soviel....ich war absolut gebannt!


    Am meisten bewegt mich jedoch der Part um Ugron Rila und die SQUID! Ugron spürt, dass in der Zeit, die er mit Rila verbringt, Mutter keinen Einfluss auf ihn hat. Er fragt sich dennoch, ob er vielleicht nur eine Herrin gegen die andere austauscht? In Ugrons Haut möchte ich nicht stecken. Er muss seine gesamte Gefühlswelt neu ausloten, alles was er bisher kannte hat sich verändert. Nun wird er auch noch Vater. Die Frage ist nur, ob es einen gemeinsamen Weg für Ugron und Rila geben kann ohne die SQUID zu verlassen? Ich befürchte fast "nein". Oder kommt es umgekehrt? Ugron kann sich der SQUID gar nicht mehr entziehen, jetzt da er längst ein Teil von ihr ist, sein Kind bzw vielleicht auch das von ihm und der SQUID wird er nicht aufgeben. Und wenn sich die SQUID mit einem Mal doch Rilas entledigen will? Rila wird ihr Kind ebenfalls nicht aufgeben. Ich befürchte es kann am Ende hier keine harmonische Lösung für alle geben. Wie wird Ugron sich entscheiden? Wer wird mehr Macht über ihn haben? Die SQUID oder Rila? Was wiegt für Ugrons schwerer? Die Verbundenheit zu seinem Schöpfer, der "Mutter", oder die tiefe, aufrichtige Liebe zu Rila?

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Und da ihn die Zöeliker beinahe als Gott ansehen,


    Ich finde spannend, einmal zu überlegen, was die Zoëliker wirklich in Ugrôn sehen.
    Glaubt Ihr, er ist für sie ein Gott? Ein Prophet? Ein Messias?
    Oder vielleicht eher das Gegenteil - ein Dämon und Verderber, der sich zwischen sie und die Gütige Mutter schiebt?



    Rila hingegen zeigt nicht so wirklich viele Emotionen finde ich. Klar ist sie schockiert, aber im Grunde hätte sie damit rechnen müssen.


    Das stimmt - aber etwas "mit eigenen Augen zu sehen" ist vermutlich noch mal eine neue Qualität ...



    Und Starn lässt sich ja von den rebellischen Cochadern gefangen nehmen... Was ist eigentlich der Grund für die Rebellion? Das ist noch nicht herausgekommen, oder?


    Vielleicht ist "Rebellion" auch nicht ganz exakt. Auf Seite 372 ist von einer "radikalen Splittergruppe" die Rede, eine Rebellion wäre ja eher so etwas wie ein Volksaufstand.
    Die cochadische Gesellschaft ist sehr ungleich, von daher wird es Unzufriedene geben ...



    Die SQUID badet also im Ozean von Cochada - und löst eine Katastrophe aus.


    Habt Ihr bei dieser Darstellung ein Gefühl für die Größe der SQUID bekommen?



    Ugrôn wirkt auch sehr gefühlskalt, als er mit Rila zusammenkommt - auch bei ihm habe ich den Eindruck, er freut sich nicht über das Kind, wenn ihm sogar das Geschlecht egal ist...


    Das Geschlecht ist für Menschen ein wesentliches Merkmal, das ihr Leben prägt.
    Trifft das auch auf Ugrôn noch zu?
    Wenn andere Dinge für ihn im Vordergrund stehen, zeigt seine Reaktion vielleicht auch nicht Desinteresse gegenüber seinem Kind, sondern eben ein anderer Fokus ...



    Die Bilder die der Autor von nun an in meinen Kopf, aber auch in mein Herz gemalt hat waren sehr überwätligend.
    ...
    Es passiert soviel....ich war absolut gebannt!


    :freu:



    Für mich wirkt es, als wäre die SQUID wie eine Gottheit.


    Du gehst unter die Zoëliker. :D



    Kara hat mich sehr positiv überrascht: Erok und sie verarzten die armen Cochader, der niederen "Klasse". Das war doch sehr anständig von den beiden!


    Auch hier ist es für mich als Autor wieder interessant, wie unterschiedlich das wahrgenommen wird. Rhea war ja im vorigen Leseabschnitt bereits skeptisch wegen dieser Handlungsweise. Doscho schreibt hier, dass Kara bei ihm einbüßt. TippendeTastatur dagegen findet ihr Handeln sehr anständig.
    Wie mehrfach erwähnt: Für mich als Autor ist es ein Kompliment, wenn meine Figuren so unterschiedlich wahrgenommen werden.
    Ich bin gespannt, wie Ihr ganz am Schluss das Ende des Buches sehen werdet. Ich sehe schon kommen, dass es einige als Happy End empfinden werden, andere dagegen überhaupt nicht ... ;)


  • Habt Ihr bei dieser Darstellung ein Gefühl für die Größe der SQUID bekommen?


    Absolut, vor allem kam das aber bei mir an, als die SQUID einen Tentakel herunterlässt, damit Rila an Bord kommen kann. Das ist ja eine richtige Horrorvorstellung, man läuft nichtsahnend durch seinen Ort und auf einmal kommt ein riesiger Tentakel auf den Boden gekracht... :o



    Das Geschlecht ist für Menschen ein wesentliches Merkmal, das ihr Leben prägt.
    Trifft das auch auf Ugrôn noch zu?
    Wenn andere Dinge für ihn im Vordergrund stehen, zeigt seine Reaktion vielleicht auch nicht Desinteresse gegenüber seinem Kind, sondern eben ein anderer Fokus ...


    Ja, der Fokus stand in meinen Augen zunächst auf seiner Selbstinszenierung - denn nichts anderes war für mich die Thronszene. Aber Rila hat etwas in ihm ausgelöst und er beginnt, sich und die SQUID zu hinterfragen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass er nicht an seinen Sohn denkt. Andererseits denkt er vielleicht auch, dass Rilas Dienst auf Cochada aktuell auch Priorität hat. Ich stelle mir mal die Szene vor: Ugrôn geht mit der SQUID, die gerade noch ein Beben ausgelöst hat, nach Cochada und bittet erstmal Rila, ihm das Kind zu geben. Das wäre dann doch recht trampelig von ihm :D

    Hier wird gesubt und gesammelt! :)

    Einmal editiert, zuletzt von Doscho ()

  • Ein Abschnitt mit viel Aktion und unerwarteten Wendungen. Überrascht hat mich tatsächlich der Angriff der Cochander, auch wenn mir bewusst war, dass sie sich untereinander uneinig sind. Ich bin gespannt, wie sich Starn aus der Gefangenschaft befreien wird. Ich hoffe, er trifft dort auf seiner Schwester, die sich und ihre Mannschaft hoffentlich aus dem abgeschossenen Schiff retten konnte. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus. Rila passiert nichts.


    Ob Ugrôn gespürt hat, dass Rila abstürzt, bevor die Mutter mit der SQUID Kontakt aufnahm? Die Mutter finde ich übrigens mega taff. Sie macht einen guten Job, immerhin ist sie für viele verantwortlich. Trotzdem kommt immer wieder durch, dass sie sich um ihre Kinder sorgt. Wirklich ein sehr schwerer Job. Den könnte nicht jeder machen.


    Ugrôn ist mir ein wenig unheimlich geworden, so kurz vor dem Wahnsinn. Das alles zu begreifen ist auch sicherlich nicht einfach. Und immer noch bin ich mir nicht sicher, wer da wen beeinflusst: Ugrôn die SQUID oder umgekehrt? Zumindest muss er seine Gefühle und Gedanken besser kontrollieren lernen, bevor die SQUID unüberlegtes macht wie beispielsweise das Bad im Ozean.



    Absolut, vor allem kam das aber bei mir an, als die SQUID einen Tentakel herunterlässt, damit Rila an Bord kommen kann. Das ist ja eine richtige Horrorvorstellung, man läuft nichtsahnend durch seinen Ort und auf einmal kommt ein riesiger Tentakel auf den Boden gekracht... :o


    Dieses Szenario fand ich auch irgendwie gruselig. Ich hätte mich da nicht wirklich wohl gefühlt.


    Ich stelle mir nur die Frage, ob der SQUID bewusst war, was sie mit ihrem Bad im Ozean anrichtet und was sie damit zerstört. Ist ihr das egal, hat sie nicht darüber nachgedacht, bereut sie es vielleicht?



    Ich finde spannend, einmal zu überlegen, was die Zoëliker wirklich in Ugrôn sehen.
    Glaubt Ihr, er ist für sie ein Gott? Ein Prophet? Ein Messias?
    Oder vielleicht eher das Gegenteil - ein Dämon und Verderber, der sich zwischen sie und die Gütige Mutter schiebt?


    Die Zoeliker haben ja keine wirkliche Chance. Was sollen sie machen? Würden sie Ugrôn zerstören, würden sie das sicherlich nicht überleben. Mutter würde sich rächen. Also spielen sie mit, um ihr Überleben zu sichern. Ob sie in als Gott sehen, bezweifel ich ein wenig. Aber sie begegnen ihn schon mit dem gewissen Respekt, vielleicht auch mit etwas Angst. Zumindest ist er wichtig für sie.


    Ach ja... Kara kann ich immer noch nicht leiden :D Ich glaube nicht, dass sich das bis Ende des Buches ändern wird.


    Prijatu finde ich ganz spannend. Aber sie mit Starn? Das kann ich mir gar nicht vorstellen, obwohl es da wohl eine Verbindung gibt. Ich bin gespannt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Ich gehe jetzt einfach mal davon aus. Rila passiert nichts.


    Hast du mir nicht am Anfang der Leserunde gesagt, dass man bei Robert mit allem rechnen muss? :D Nein im Ernst, das wäre ein sehr dramatischer Ausgang, wenn da noch was passiert...


    Ich stelle mir nur die Frage, ob der SQUID bewusst war, was sie mit ihrem Bad im Ozean anrichtet und was sie damit zerstört. Ist ihr das egal, hat sie nicht darüber nachgedacht, bereut sie es vielleicht?


    Hmm, hat die SQUID überhaupt solche menschlichen Gefühle? Ich glaube da eher, dass sie nicht darüber nachgedacht hat, sondern einfach Lust darauf hatte. Da hat Ugrôn noch eher Reue als die SQUID, wobei auch bei ihm die Frage ist, ob ihm überhaupt bewusst ist, was die SQUID angerichtet hat.

  • Tatsächlich ist es im siebten Leseabschnitt genauso gekommen, wie ich befürchtet habe! Die SQUID hat ihre Wahnsinnsidee ( spielen, amüsieren wollte sie sich! ) in die Tat umgesetzt und planscht in den Meeren Cochadas!
    Aber vielleicht war das in dem Moment eigentlich Ugrons Wunsch, den "Mutter" erfüllt, bzw. den sie zu dem ihren gemacht hat...
    Jedenfalls mit verheerenden Konsequenzen!
    Und Rila steht draußen und beobachtet wie gebannt das Baden, - ganz schön mutig, wenn man bedenkt, wie gefährlich das ist, was sie da tut! Aber sie besitzt überhaupt unglaublichen Mut, ist wagemutig und auch tollkühn. Angst hat sie wohl nicht oft, und wenn, dann nicht vor Gefahren im Universum sondern eher vor ihren eigenen Gefühlen ( und als sie den grün leuchtenden Fötus betrachtet, nein, kurz anschaut, ist sie doch sehr erschrocken...).
    Mutig finde ich auch, wie sie in die SQUID hineinmarschiert, ohne zu wissen, welcher Wahnsinn da auf sie wartet. Aber ihre Liebe zu Ugron ist tief ( so wie umgekehrt auch! )... Und durch die neuerliche Begegnung mit Rila scheint etwas mit Ugron zu geschehen, scheint sein Verstand allmählich wieder die Oberhand zu gewinnen!
    Oja, er ist sehr wohl imstande, klar zu denken und zu reflektieren! Er sieht, was mit ihm passiert. Und er weiß, dass er gehen muss, obwohl er "SQUID" mit seinem Weggang unendlich traurig macht. Gegen Ende des Leseabschnitts habe ich das Gefühl, dass er nun ganz gut zu deuten weiß, was mit ihm geschehen ist oder, besser gesagt, er beginnt viel klarer zu sehen.


    Eine enorm beeindruckende Szene, als das Raumschiff sich auf die Suche nach Rila macht, weil Ugron sein Verlangen nach ihr, seine übermächtige Sorge um sie zu Mutters persönlicher Sorge gemacht hat! Und die Zoeliker, die von Ugron einst so belächelte Kaste, stellen sich in seine/Mutters Dienste!
    Und dabei hätten sie jeden Grund, ihm ihre Unterstützung zu verweigern. Aber da drängte sich mir die Frage auf, ob sie Ugron helfen oder sich an Mutters Wünsche halten. Können sie das eine vom anderen unterscheiden? Doch ja, das können sie. Sie sind sehr tiefer Gedanken fähig, sie reflektieren.
    Die ganze Zeit über habe ich die Zoeliker eher durch Ugrons Augen gesehen, sie belächelt, wie er das tat.
    Aber spätestens seit Rilas Gespräch mit Berglen auf dem Weg zu Ugrons seltsamem Aufenthaltsort sehe ich sie mit anderen Augen ( und später sowieso! ): sie sehen ganz deutlich, was SQUID und Ugron füreinander sind - und welches gefährliche Potential in dieser eigenartigen Symbiose steckt. Sie wollen Ugron nichts Böses. Vielmehr sind sie in Sorge um ihn ( und das galt auch für Batuo, den Ugron durch Mutter getötet hat ).
    Aber er erkennt das ja dann auch!


    Der Handlungsstrang auf SQUID war für mich der bemerkenswerteste im Leseabschnitt ( und vielleicht sogar der bemerkenswerteste überhaupt bis hierhin )! Vor ihm sind die Geschehnisse auf Cochada in den Hintergrund getreten, eigenartig verblasst, obwohl so Dramatisches passiert ist, obwohl sich da jetzt ein Krieg abspielt. Und zwei unsrer Hauptcharaktere sich in ziemlich prekärer Lage befinden....
    Und die Giats sind immer noch nicht aufgetaucht! Oder sind sie etwa schon da, weil die SQUID ihre Mission nicht erfüllt hat und stattdessen Spielen gegangen ist...!?

  • Vielen Eltern ist heutzutage das Geschlecht auch nicht so wichtig und wollen sich diesbezüglich überraschen lassen, deswegen will ich es Ugron mal nicht so auslegen, dass er etwas gegen sein Kind hat. Im Gegenteil, er hätte es gerne auf der SQUID. Was wohl wäre, würde Rila es noch in sich tragen?


    Irgendwie hat Rila doch auch eine spezielle Verbindung zur SQUID. Oder ist sie wirklich einfach so unerschrocken? Wie sie da mutig steht und dann auch noch den Tentakel betritt.


    Ugron stellt sich schrecklich viele Fragen, dass mir selbst der Kopf schwirrt.^^ Was sind seine Gedanken, welche die der Squid? Das ist ein freier Übergang. Und was wird die Oberhand gewinnen? Ugrons Sehnsucht nach Rila oder die Squid? Vielleicht kommt es auch ganz anders und das Kind ist die Lösung, wer weiß.


    Nach der ganzen Planung der Verhandlung geht auf einmal alles schief, Ursache vorläufig unbekannt. Da kann man schlecht aufhören zu lesen. :)


    Sind die Borg ein bisschen Vorlage für die Esoxianer? :>

    Liebe Grüße

    Juliane

    Einmal editiert, zuletzt von Janesway ()

  • So - ich bin jetzt auch endlich mit dem Abschnitt durch, habe aber eure Kommentare noch gar nicht gelesen.
    Jetzt überschlagen sich die Ereignisse aber mal richtig. Erst richtet die SQUID eine Katastrophe an, dann schlagen die ersten geschäftstüchtigen Cochader daraus Profit, danach Kämpfe, Geiselnahme, Aufständische.... und im Mittelpunkt Ugrôn und die "Mutter" in ihrer merkwürdigen Verschmelzung. Da kam man kaum zum Luftholen...


    Es fällt mir schwer, mir die SQUID als eifersüchtiges Wesen vorzustellen. Aber das ist sie wohl. Zumindest deute ich ihre Reaktionen auf Ugrôns Gefühle und Gedanken so. Einerseits versucht sie, ihm jeden Wunsch zu erfüllen – ohne Rücksicht auf Verluste und Konsequenzen. Andererseits macht sie Ugrôn sofort ein schlechtes Gewissen, wenn er darüber nachdenkt, sie zu verlassen oder ihr niedere Beweggründe unterstellt. Der Typ „unreifer“ Teenie passt in meinen Augen so gar nicht zu so einem Wesen wie der SQUID. Aber gut – wenn es nach ewig langer Einsamkeit endlich ein Wesen gefunden (erschaffen??) hat, mit dem es so eng verbunden ist, kann man es vielleicht nachvollziehen. Mir fällt das allerdings schwer.


    Auf jeden Fall können wir froh sein, dass Ugrôn sich noch ein wenig Selbstständigkeit bewahrt hat und in der Lage ist, eine einigermaßen vernünftige Entscheidung zu treffen, in dem er Demetra und der Mannschaft der MARLIN zumindest einen Tag zur Rettung der Gefangenen und vor allem Rila einräumt (die anderen sind ihm wohl eher egal). Demetra kann ich in dieser Situation nur bewundern. Und auch Starn verdient meinen vollsten Respekt. Nicht nur, dass er ruhig Blut bewahrt in dem ganzen Chaos, sondern auch, dass er sich freiwillig in die Hand der Cochader begibt. Und hier zeigt sich, dass Demetra mehrfach Weitsicht besessen hat: zum einen, als sie Starn den Landentruppen zugeteilt hat, zum anderen als sie ihm Prijatu zur Seite stellt (das wird auch noch sehr interessant – ich würde Starn gönnen, aus seiner Einsamkeit herauszukommen).
    Achja: wie wohl Ugrôn mittlerweile aussieht? Auf jeden Fall wird es einen guten Grund haben, dass die SQUID kein Bild von ihm sendet.


    Soviel erstmal zu dem, was mich nach dem Lesen des Abschnitts am meisten beschäftigt. Jetzt werde ich mal nachschauen, was euch so umtreibt. :)

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

    Einmal editiert, zuletzt von Hirilvorgul ()


  • Vielleicht sollten mal alle Egrons, Ugrôn und ein Cochader mit hoher Stellung zusammenkommen, um über eine gemeinsame Zukunft des Planeten zu verhandeln...

    Das Problem ist ja, dass es den einzelnen Cochader mit hoher Stellung nicht gibt und die Konzerne sich untereinander nicht grün sind, sich also auch auf keinen Vertreter einigen würden und schon gar nicht auf eine gemeinsame Vorgehensweise. Das macht die Lage nicht gerade einfacher.



    Kara hat mich sehr positiv überrascht: Erok und sie verarzten die armen Cochader, der niederen "Klasse". Das war doch sehr anständig von den beiden!

    Ja, Kara hat bei mir auch ein paar Pluspunkte gesammelt, als sie mal nicht rumzickt, sondern handelt. Und in dem über den Planeten hereinbrechenden Chaos ist man sogar geneigt, ihren Ideen mehr Gewicht zu verleihen. Nur leider ist das mit dem Frieden im Universum nicht so einfach...



    Die Frage ist nur, ob es einen gemeinsamen Weg für Ugron und Rila geben kann ohne die SQUID zu verlassen? Ich befürchte fast "nein". Oder kommt es umgekehrt? Ugron kann sich der SQUID gar nicht mehr entziehen, jetzt da er längst ein Teil von ihr ist, sein Kind bzw vielleicht auch das von ihm und der SQUID wird er nicht aufgeben. Und wenn sich die SQUID mit einem Mal doch Rilas entledigen will? Rila wird ihr Kind ebenfalls nicht aufgeben. Ich befürchte es kann am Ende hier keine harmonische Lösung für alle geben. Wie wird Ugron sich entscheiden? Wer wird mehr Macht über ihn haben? Die SQUID oder Rila? Was wiegt für Ugrons schwerer? Die Verbundenheit zu seinem Schöpfer, der "Mutter", oder die tiefe, aufrichtige Liebe zu Rila?

    Ich teile deine Befürchtung, was das harmonische Ende angeht. Es sei denn.... es sei denn, die SQUID erkennt, dass Ugrôn ohne Rila und sein Kind nicht glücklich sein kann und gibt ihn frei, weil ja scheinbar ihr höchstes Streben (zumindest im Moment) darin besteht, Ugrôn glücklich zu machen. Aber ich glaube, das ist dann doch einen Tick zu gefühlsduselig :'( :D



    Ich finde spannend, einmal zu überlegen, was die Zoëliker wirklich in Ugrôn sehen.
    Glaubt Ihr, er ist für sie ein Gott? Ein Prophet? Ein Messias?
    Oder vielleicht eher das Gegenteil - ein Dämon und Verderber, der sich zwischen sie und die Gütige Mutter schiebt?

    Ich glaube, die erkennen ziemlich genau, was da passiert ist, dass man nicht mehr zwischen der Mutter und ihrem Wesen trennen kann. Auf jeden Fall fand ihr Verhalten bei der Suche nach Rila sehr interessant. Keine Diskussionen, kein Hinterfragen, kein Streit mehr mit Ugrôn, sondern im Dienst der Mutter handeln und alle Energie auf diese Mission richten.



    Ich bin gespannt, wie Ihr ganz am Schluss das Ende des Buches sehen werdet. Ich sehe schon kommen, dass es einige als Happy End empfinden werden, andere dagegen überhaupt nicht ... ;)

    Na jetzt machst du mich aber neugierig...



    Hmm, hat die SQUID überhaupt solche menschlichen Gefühle? Ich glaube da eher, dass sie nicht darüber nachgedacht hat, sondern einfach Lust darauf hatte. Da hat Ugrôn noch eher Reue als die SQUID, wobei auch bei ihm die Frage ist, ob ihm überhaupt bewusst ist, was die SQUID angerichtet hat.

    Ich hab mittlerweile das Gefühl, dass man kaum noch trennen kann zwischen den Emotionen der SQUID und Ugrôns. Und eine übereifrige Mutter, die alles für das Wohl ihres Sprösslings tut, beweist auch nicht immer klaren Verstand ;)



    Der Handlungsstrang auf SQUID war für mich der bemerkenswerteste im Leseabschnitt ( und vielleicht sogar der bemerkenswerteste überhaupt bis hierhin )! Vor ihm sind die Geschehnisse auf Cochada in den Hintergrund getreten, eigenartig verblasst, obwohl so Dramatisches passiert ist, obwohl sich da jetzt ein Krieg abspielt. Und zwei unsrer Hauptcharaktere sich in ziemlich prekärer Lage befinden....

    Mir ging es genauso. Das war ein sehr berührender und mitreißender Abschnitt. Bei der "Verhandlung" zwischen Demetra und Ugrôn hätte ich mir am liebsten auf den Nägeln gekaut vor Spannung, ob es letzterem gelingt, die SQUID in Schach zu halten.



    Und die Giats sind immer noch nicht aufgetaucht! Oder sind sie etwa schon da, weil die SQUID ihre Mission nicht erfüllt hat und stattdessen Spielen gegangen ist...!?

    Und lauern irgendwo im Hintergrund auf den richtigen Moment? Nicht auszuschließen. Als wären auf Cochada nicht schon genug Probleme zu lösen. Aber warum sollten sie abwarten? Sind sie dann vielleicht doch nicht so durch und durch auf Vernichtung eingestellt?

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)


  • Die Mutter finde ich übrigens mega taff. Sie macht einen guten Job, immerhin ist sie für viele verantwortlich. Trotzdem kommt immer wieder durch, dass sie sich um ihre Kinder sorgt. Wirklich ein sehr schwerer Job. Den könnte nicht jeder machen.



    Demetra kann ich in dieser Situation nur bewundern.


    Team Demetra! 8)



    Und immer noch bin ich mir nicht sicher, wer da wen beeinflusst: Ugrôn die SQUID oder umgekehrt?


    Vielleicht ist die Richtung auch nicht so eindeutig ... ;)



    Ach ja... Kara kann ich immer noch nicht leiden :D


    :D



    Hmm, hat die SQUID überhaupt solche menschlichen Gefühle? Ich glaube da eher, dass sie nicht darüber nachgedacht hat, sondern einfach Lust darauf hatte. Da hat Ugrôn noch eher Reue als die SQUID, wobei auch bei ihm die Frage ist, ob ihm überhaupt bewusst ist, was die SQUID angerichtet hat.


    Eine interessante Frage! Was meint die Leserunde?



    Und Rila steht draußen und beobachtet wie gebannt das Baden, - ganz schön mutig, wenn man bedenkt, wie gefährlich das ist, was sie da tut! Aber sie besitzt überhaupt unglaublichen Mut, ist wagemutig und auch tollkühn.


    Das ist fast schon eine Berufsqualifikation für Raumjägerpilotinnen. ;D



    Mutig finde ich auch, wie sie in die SQUID hineinmarschiert, ohne zu wissen, welcher Wahnsinn da auf sie wartet.


    Ich frage mich gerade, ob es nicht noch mutiger gewesen wäre, wenn sie gewusst hätte, was sie erwartet ... :D



    Und dabei hätten sie jeden Grund, ihm ihre Unterstützung zu verweigern. Aber da drängte sich mir die Frage auf, ob sie Ugron helfen oder sich an Mutters Wünsche halten. Können sie das eine vom anderen unterscheiden? Doch ja, das können sie. Sie sind sehr tiefer Gedanken fähig, sie reflektieren.


    Für die Zoëliker stellt sich auch die Frage, ob ein Ugrôn an Bord für sie von Vorteil oder von Nachteil ist. Für beides gibt es Argumente ...



    Und die Giats sind immer noch nicht aufgetaucht! Oder sind sie etwa schon da, weil die SQUID ihre Mission nicht erfüllt hat und stattdessen Spielen gegangen ist...!?


    Wenn die Giats eine Flotte schicken, kann ein Großraumschiff sie nicht aufhalten. Die Mission der SQUID bestand in einem Aufklärungsflug; sie hätte gegebenenfalls bemerken können, dass sich eine Feindflotte bei einem nahe gelegenen Stern sammelt, und so den Schwamr vorwarnen können.



    Irgendwie hat Rila doch auch eine spezielle Verbindung zur SQUID. Oder ist sie wirklich einfach so unerschrocken? Wie sie da mutig steht und dann auch noch den Tentakel betritt.


    Wir erinnern uns: Dass die SQUID Rilas angeschossenen Jäger im großen Nichts des Weltraums gefunden und sie gerettet hat, widersprach allen Wahrscheinlichkeiten. ;) Von daher ist an Janesways These vielleicht etwas dran?



    Ugron stellt sich schrecklich viele Fragen, dass mir selbst der Kopf schwirrt.^^


    Das war ein Kritikpunkt meines Lektors. Mit den technischen Begriffen hatte er überhaupt kein Problem, aber Ugrôns Nachdenklichkeit ("... ewige Jammerei ...") ging ihm auf den Geist. :D



    Aber gut – wenn es nach ewig langer Einsamkeit endlich ein Wesen gefunden (erschaffen??) hat, mit dem es so eng verbunden ist, kann man es vielleicht nachvollziehen.


    Ich denke, das ist der entscheidende Faktor: Die SQUID hat generationenlang auf "den Richtigen" gewartet ... Oder vielleicht auch nicht nur "gewartet", sondern "darauf hingearbeitet" ... oder, wenn man es krasser ausdrückt: "gezüchtet".
    Vielleicht lohnt sich die Überlegung, was die SQUID überhaupt von Ugrôn will oder erwartet.
    Eine sexuelle Attraktivität - bei so unterschiedlichen Lebensformen?
    Ein intellektueller Austausch - bei so unterschiedlichen Wahrnehmungen und Lebenswirklichkeiten?
    Oder steckt etwas ganz anderes dahinter ...?
    Und welche Rolle spielt Rila für Mutter?



    Das Problem ist ja, dass es den einzelnen Cochader mit hoher Stellung nicht gibt und die Konzerne sich untereinander nicht grün sind,


    Genau!
    Wenn gestern Abend eine außerirdische Flotte im Orbit der Erde aufgetaucht wäre - mit wem hätte die verhandelt?
    Mit der UNO?
    Hätten Supermächte wie die USA, Russland und China akzeptiert, dass ein UNO-Generalsekretär in ihrem Namen verhandelt?



    Ja, Kara hat bei mir auch ein paar Pluspunkte gesammelt, als sie mal nicht rumzickt, sondern handelt. Und in dem über den Planeten hereinbrechenden Chaos ist man sogar geneigt, ihren Ideen mehr Gewicht zu verleihen.


    Aha! Die Positionen der Koexistenzialisten erscheinen in einem anderen Licht ... :)



    Auf jeden Fall fand ihr Verhalten bei der Suche nach Rila sehr interessant. Keine Diskussionen, kein Hinterfragen, kein Streit mehr mit Ugrôn, sondern im Dienst der Mutter handeln und alle Energie auf diese Mission richten.


    Die Frage ist, wieso die Zoëliker so handeln ...

  • Und lauern irgendwo im Hintergrund auf den richtigen Moment? Nicht auszuschließen. Als wären auf Cochada nicht schon genug Probleme zu lösen. Aber warum sollten sie abwarten? Sind sie dann vielleicht doch nicht so durch und durch auf Vernichtung eingestellt?


    Genau, großartiges Ende: Die Menschen haben ihren Handel mit einem Konzern der Cochader stehen, es gibt keine Vorkommnisse mehr und auch die Squid beruhigt sich, nachdem Rila und Ugron ihr das gemeinsame Kind "schenkten" (eine meiner derzeitigen Theorien). Dann kommen die Giats um die Ecke und Cochada wird unnütz, weil sie weiterziehen müssen/alle vernichtet werden. :D


    Oder noch eine Möglichkeit bezüglich der Giats: Man läuft demjenigen nicht nach, der über Nachbars Zaun springt, mit dem Schild dran "Achtung vor dem Hunde". :>


  • Wenn die Giats eine Flotte schicken, kann ein Großraumschiff sie nicht aufhalten. Die Mission der SQUID bestand in einem Aufklärungsflug; sie hätte gegebenenfalls bemerken können, dass sich eine Feindflotte bei einem nahe gelegenen Stern sammelt, und so den Schwamr vorwarnen können.


    Ja, das habe ich natürlich verstanden. Aber jetzt denke ich darüber nach, wie mächtig SQUID eigentlich ist, das heißt, wie würden die Giats mit ihr verfahren? Was kann sie ihnen entgegensetzen?
    Die SQUID - einfach unbesiegbar! Das wäre ja was... Und dann würde sie den Weltraum beherrschen, was nicht so übel wäre, denn mittlerweile halte ich sie für gütig. Aber sie hat eine entscheidende Schwäche, wenn ich es recht bedenke! Sie handelt nicht rational, was man an ihrer tiefen Liebe zu Ugron erkennt und dem Nachgeben aller Sehnsüchte, die in ihm aufkeimen und wann immer sie in ihm aufkeimen.


  • Ich finde spannend, einmal zu überlegen, was die Zoëliker wirklich in Ugrôn sehen.
    Glaubt Ihr, er ist für sie ein Gott? Ein Prophet? Ein Messias?
    Oder vielleicht eher das Gegenteil - ein Dämon und Verderber, der sich zwischen sie und die Gütige Mutter schiebt?


    Soweit ich es gelesen habe ist es sehr unterschiedlich, einig sind sie sich nur darin, dass es an ihm liegt, wie die Squid reagiert, deshalb muss man ihn bei Laune halten. Da ist es egal ob er Dämon oder Gott ist.


    Das stimmt - aber etwas "mit eigenen Augen zu sehen" ist vermutlich noch mal eine neue Qualität ...


    Außerdem ist es nicht so, dass sie keine Reaktionen zeigt. Sie ist schockiert und weiß in dem Moment nicht wie es weiter gehen soll, ich denke, sie hat die Probleme instinktiv gesehen und dann ist sie froh, was zu tun zu haben, Ugron anrufen.


    Vielleicht ist "Rebellion" auch nicht ganz exakt. Auf Seite 372 ist von einer "radikalen Splittergruppe" die Rede, eine Rebellion wäre ja eher so etwas wie ein Volksaufstand.
    Die cochadische Gesellschaft ist sehr ungleich, von daher wird es Unzufriedene geben ...


    Zumal, wenn die Unzufriedenen in dieser Gesellschaft mit dieser Aktion wirklich die Chance haben, aufzusteigen. Der Unterschied zu Rebellen ist wohl der, dass sie nicht die Gesellschaft ändern wollen, sondern nur ihren eigenen Status ändern.


    Habt Ihr bei dieser Darstellung ein Gefühl für die Größe der SQUID bekommen?


    Ja, ein kleines Gefühl, besser gesagt die Größe sprengte mein Vorstellungsvermögen.


    Das Geschlecht ist für Menschen ein wesentliches Merkmal, das ihr Leben prägt.
    Trifft das auch auf Ugrôn noch zu?
    Wenn andere Dinge für ihn im Vordergrund stehen, zeigt seine Reaktion vielleicht auch nicht Desinteresse gegenüber seinem Kind, sondern eben ein anderer Fokus ...


    Ich denke auch, dass Ugron im Moment das schwierigste Problem zu lösen hat - Wer bin ich und wo werde ich manipuliert. Ich kenne das (wer nicht?) ich habe auch schön öfter mal überlegt, was ich will und was ich nur will, weil gesellschaftliche Normen mir das so indoktriniert haben, dass ich es nicht von meinem eigenen Wünschen unterscheiden kann. Ist es aber in dem Fall noch wichtig? Es sind allerdings in dem Fall auch keine Existenziellen Fragen. Bei Ugron sind sie es inzwischen und zwar nicht nur für ihn.



    :freu:


    Ja, das hat er. Bei mir hat es zum Beispiel dazu geführt, dass ich Mitleid mit der Squid habe. All die vielen Jahre ohne einen richtigen Gesprächspartner und nun endlich einer, der ihre Wünsche versteht, eine richtige Form von Kommunikation und sie tut alles für ihn, bemüht sich, seine Wünsche zu erfüllen und nun kommt so ein Kuddelmuddel zusammen und sie weiß auch nicht mehr so richtig was sie tun soll, habe ich das Gefühl.


    Du gehst unter die Zoëliker. :D


    Eine Göttin zum anfassen :)


    Auch hier ist es für mich als Autor wieder interessant, wie unterschiedlich das wahrgenommen wird. Rhea war ja im vorigen Leseabschnitt bereits skeptisch wegen dieser Handlungsweise. Doscho schreibt hier, dass Kara bei ihm einbüßt. TippendeTastatur dagegen findet ihr Handeln sehr anständig.
    Wie mehrfach erwähnt: Für mich als Autor ist es ein Kompliment, wenn meine Figuren so unterschiedlich wahrgenommen werden.
    Ich bin gespannt, wie Ihr ganz am Schluss das Ende des Buches sehen werdet. Ich sehe schon kommen, dass es einige als Happy End empfinden werden, andere dagegen überhaupt nicht ... ;)


    [/quote]
    Da bin ich sehr gespannt!! Kara bekommt hier aber schon eine neue Qualität. Mir geht es wie Starn, ich muss seine Meinungsänderung auch nachvollziehen, obwohl ich mich nicht so weit drehen muss. Sie setzt sich wirklich ein und ist kein Feigling, Hut ab.


  • Bei mir hat es zum Beispiel dazu geführt, dass ich Mitleid mit der Squid habe. All die vielen Jahre ohne einen richtigen Gesprächspartner und nun endlich einer, der ihre Wünsche versteht, eine richtige Form von Kommunikation und sie tut alles für ihn, bemüht sich, seine Wünsche zu erfüllen und nun kommt so ein Kuddelmuddel zusammen und sie weiß auch nicht mehr so richtig was sie tun soll, habe ich das Gefühl.


    Ja, das dachte ich auch. Zum anderen hat sie das Problem selbst angerührt, dadurch dass sie Rila an Bord ließ. Sonst wäre Ugron doch ganz allein ihr verfallen. Oder war es von der Squid als Prüfung angedacht? Mir ist ihre Beziehung zu Rila einfach nicht klar. Grundsätzlich mochte die Squid Rila (und ihren Gesang) von Anfang an. Und da wäre immer noch das Rätsel, dass sie Rila überhaupt gefunden hat. Hat jemand eine Theorie dazu?


  • Aha! Die Positionen der Koexistenzialisten erscheinen in einem anderen Licht ... :)

    Jein, nachvollziehen kann ich ihre Position ja schon, nur ihre Herangehensweise ist zu blauäugig. Alle legen die Waffen nieder und alsbald herrscht Frieden in der Welt funktioniert eben leider nicht.




    Die Frage ist, wieso die Zoëliker so handeln ...

    Ich denke, sie haben einfach begriffen, dass man Ugrôn und die SQUID nicht mehr getrennt betrachten kann. Und sie haben - im Gegensatz zu Ugrôn - die Menschheit und den Schwarm noch nicht aus den Augen verloren. Die Suche nach Rila stellt die Verbindung wieder her.



    Genau, großartiges Ende: Die Menschen haben ihren Handel mit einem Konzern der Cochader stehen, es gibt keine Vorkommnisse mehr und auch die Squid beruhigt sich, nachdem Rila und Ugron ihr das gemeinsame Kind "schenkten" (eine meiner derzeitigen Theorien). Dann kommen die Giats um die Ecke und Cochada wird unnütz, weil sie weiterziehen müssen/alle vernichtet werden. :D


    Ich meinte eher, dass die Giats - aus irgendeinem mir noch verborgenen Grund - wieder abziehen und Cochada Cochada sein lassen.



    Und da wäre immer noch das Rätsel, dass sie Rila überhaupt gefunden hat. Hat jemand eine Theorie dazu?

    Nicht wirklich. Irgendeine Verbindung muss es aber geben. Kann die SQUID in den Tiefen des Universums das geeignete Genmaterial spüren, das sie braucht, um sich fortzupflanzen? Oder ist es einfach nur ein unglaublicher Zufall?

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)