06: Seite 249 - Seite 314 (Kap. 7)

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  • Bei dem Gitterball musste ich grinsen, das Spiel macht bestimmt Spaß. Und Demetra wirkte hier etwas "menschlicher", weil sie sich ihre Zeit mit Spielen vertreibt.


    Aber trotz Freizeitvergnügen drehen sich die Gedanken der Admiralin um die Politik und wie die Menschen vorgehen sollen, was die Cochader angeht. Im Gegensatz zu ihrem Sohn ist sie nicht abgeneigt, mit Gewalt gegen die Cochader vorzugehen.
    War das eigentlich ein Lob ihrem Sohn gegenüber, als sie ihn auffordert, seinen Platz auf Cochada einzunehmen, ansonsten würden weniger Qualifizierte geschickt werden? Mehr ist an Lob von ihr wahrscheinlich auch nicht zu erwarten.


    Ich habe sie schon immer menschlich gesehen, denn Soldaten sind auch Menschen. Sie nimmt ihre Aufgabe nur sehr ernst und das muss sie auch mit so einer Verantwortung. Ich denke auch nicht, dass es als Lob gedacht war, sondern sowohl manipulativ eingesetzt als auch als Tatsache benannt. es geht doch auf diesem Schiff um Kompetenzen und er hat dafür mit seiner Kopplung von Xenobiologie und Offiziersausbildung eben die beste Kompetenz, was dazu führt, dass ohne ihn nicht der beste vor Ort ist. Logisch und entwaffnend in der Diskussion gleichermaßen.


  • So, Halbzeit! Eine gute Gelegenheit für ein Zwischenfazit.
    Wenn Ihr in diesem Leseabschnitt ankommt, habt Ihr vielleicht Lust, ein kurzes Halbzeit-Resümee zu ziehen. Ist das Buch so, wie Ihr es Euch vorgestellt habt? Oder ganz anders? Inwiefern? Wie gefallen Euch die Handlungsstränge um den Schwarm, um die SQUID und um Cochada? Und was denkt Ihr, wie es weitergehen wird?


    Nachdem ich ja inzwischen einige deiner Bücher kenne, dachte ich mir schon, dass dieser Roman in die Tiefe gehen wird und genügend Stoff zum Diskutieren und Nachdenken bietet. Aber er geht sogar noch tiefer als ich dachte.


    Die Handlungsstränge gefallen mir sehr gut, ich würde gerne noch etwas mehr über die übrigen Schiffe erfahren, aber das könnte ja Stoff für weitere Bücher sein.
    Was Cochada angeht, befürchte ich, dass er Konflikt zwischen Menschen und Planetarier zunehmend eskalieren wird. Wenn die SQUID weiterhin so durchdreht, bin ich gespannt, was der restliche Schwarm dagegen unternehmen wird. Nach den Erfahrungen mit der ESOX scheint er recht gehemmt zu sein, was ein neuerlicher Eingriff mit Gewalt betrifft. Oder aber die Besatzung der SQUID schafft es irgendwie, an Mutter vorbei mit dem Schwarm Kontakt aufzunehmen und sie über Ugrôn zu informieren, so dass evtl. versucht wird, nur ihn auszuschalten. Hm, dafür wäre Rila eigentlich geeignet, denn sie könnte vielleicht Einzige wirklich nahe an ihn rankommen - aber er ist auch der Vater ihres Kindes.


  • Wenigstens weiß man hier, wer der Vater ist (wenn man nicht gerade fremdgeht ;) )


    Stimmt, damit hast du recht :D



    Das Kapitelende lässt mich wieder einigermaßen verwirrt zurück: Was macht den der Cochader Starn für ein mehr oder minder moralisches Angebot?


    Stimmt, die Anfrage des Cochaders hatte ich ganz vergessen; ich habe dabei ein ganz blödes Gefühl, dass das der Anfang vom Ende der Cochader sein könnte. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Menschen darauf eingehen werden, ob sie Menschenleben aufs Spiel setzen, um den Cochadern Hilfe in Form von Söldnern zur Verfügung zu stellen.


    Andererseits sind die Menschen von ihrer technologischen Überlegenheit überzeugt und daher vllt. der Meinung, dass sie leichtes Spiel haben würden.



    Aaaaber inwzischen sind mir dann doch auch einige positive Gedanken dazu gekommen. Jede andere Spezies /Zivilisation hätte nämlich nach dem Abschuss des Cochaders ganz anders reagiert. Frei nach dem Motto: "Die haben einen von uns getötet? Ausschwärmen und die Eindringlinge eliminieren und zwar umgehend!" So hätte ein Mensch mit Sicherheit am ehesten reagiert. Nicht aber die Cochader. Und warum? Für sie ist alles ersetzbar und vor allem bezahlbar bzw. zu entschädigen. Das verhindert eine emotionale Überreaktion!!! Die schon so manchen Krieg nach sich gezogen hat, wie man in der Menschheitsgeschichte ja allzu oft erleben musste. In sofern drängt sich auch die Frage auf, ob unsere "Menschlichkeit, unsere Fähigkeit emotional zu handeln auch eine Schwäche, vielleicht so gar eine Bedrohung ist?" ETwas, das es zu überwinden gilt? Man wird nachdenklich und muss das Wort "Menschlichkeit" neu ausloten! Ein interessanter Ansatz, findet ihr nicht?


    So weit hatte ich das noch gar nicht durchgedacht, ich war im ersten Moment nur froh, dass dieser "Zwischenfall" für Starn & Co. relativ glimpflich abgelaufen ist. Aber du hast recht, da ist was dran. Evtl. ist gerade der menschliche Sozialverbund auch derjenige Grund, der immer wieder zu Streitereien und Kämpfen führt, weil irgendwelche Ressourcen verteidigt werden.



    Inzwischen halte ich Ugron ( der mir anfangs durchaus sympathisch war ) für gefährlich! Für sich selbst und für das Raumschiff und seine Bewohner.
    Batou meinte, er hätte nach Cochada fliehen sollen. War es also der Fluchtgedanke, der ihn bewegte, unbedingt auf den Planeten zu wollen?


    Genauso sehe ich das auch, dass Ugrôn immer mehr zu einer Gefahr seiner unmittelbaren Umgebung wird. Wenn er bzw. Mutter noch öfters solche Ausraster haben und sich irgendwann nicht mehr beruhigen ... ::)



    Und zum zweiten Punkt: ich hatte schon vergessen, dass SQUID in den Ozeanen Cochadas baden wollte! Das war ja ganz am Ende des Leseabschnitts...
    Was ich mich hier frage, ist erstmal: wie groß ist eigentlich die SQUID? Wenn sie so viele Menschen beherbergt, muss sie ziemlich riesige Abmessungen haben...
    Und wie groß ist Cochada? Es könnte ja vielleicht gefährlich für einen nicht so großen Planeten sein, wenn sich ein Riesenraumschiff in dessen Gewässer stürzt, oder?
    Bringt nicht bald mal jemand Ugron zur Vernunft???


    Stimmt, das habe ich auch noch nicht bedacht. Wurde nicht irgendwo erwähnt, dass sie 20 Kilometer lang ist?


    Ich sehe gerade, Robert hat ja nochmal die Maße aufgeführt :o

  • Ich bin mal wieder die Langsamste, eh klar.
    Da ich jetzt noch mit Kapitel 8 anfangen möchte, schreibe ich nur ein paar Kleinigkeiten auf.
    Vieles wurde eh schon von euch erzählt.


    Als Koichy wieder in einer Szene vorkam, wurde sofort wieder von seinem Metall auf dem Kopf erzählt.
    Dieser Wiederholung fiel mir auch bei dieser einen Priesterin auf. Beim ersten Mal wurde ihre Brust beschrieben und als sie wieder auf der Bildfläche erschien, musste natürlich noch einmal Bezug auf die Brust bezogen worden.
    Das war bei dem einen weißhaarigen Priester auch so, da wurde auch die Tatsache, dass er weiße Haare hat, wiederholt.
    Zum einen soll das wohl zum Wiedererkennen (ahja, der/die war das!) beitragen, zum anderen denke ich mir aber auch "Ja, ich habs verstanden, haben die nicht mehr Eigenschaften, über die es sich zu reden lohnt?"


    Ich find das mit dem externen Uterus eine super Idee, auch diese Sensationsnews vor ein paar Tagen mit dem Lamm hab ich mitbekommen; das schoss mir beim Lesen auch sofort in den Kopf. So wird der Frau einiges an Risiken abgenommen und man hat bei Adoptiv-Eltern-Kind-Beziehung in Studien gesehen, dass die genauso eine stark sein kann wie bei biologischen Eltern-Kind-Beziehungen.


    Prijatus nüchterne Art ist doch mal erfrischend.
    Ugrôn und die SQUID haben auch Nerven. Einfach mal chillig ein Bad nehmen, why not?


  • Als Koichy wieder in einer Szene vorkam, wurde sofort wieder von seinem Metall auf dem Kopf erzählt.
    Dieser Wiederholung fiel mir auch bei dieser einen Priesterin auf. Beim ersten Mal wurde ihre Brust beschrieben und als sie wieder auf der Bildfläche erschien, musste natürlich noch einmal Bezug auf die Brust bezogen worden.
    Das war bei dem einen weißhaarigen Priester auch so, da wurde auch die Tatsache, dass er weiße Haare hat, wiederholt.
    Zum einen soll das wohl zum Wiedererkennen (ahja, der/die war das!) beitragen, zum anderen denke ich mir aber auch "Ja, ich habs verstanden, haben die nicht mehr Eigenschaften, über die es sich zu reden lohnt?"


    DA ich mir selten Namenmerken kann, finde ich es immer schön, die Personen an Eigenschaften wiedererkennen zu können. Ich bin Autoren dankbar, wenn sie mir die Chance dazu geben.


  • DA ich mir selten Namenmerken kann, finde ich es immer schön, die Personen an Eigenschaften wiedererkennen zu können. Ich bin Autoren dankbar, wenn sie mir die Chance dazu geben.


    Das ist genau der Grund: das optische Wiederekennen (in der Vorstellungswelt des Lesers) zu ermöglichen. In einem Film hat man optische Eigenheiten stets präsent - wie etwa spitze Ohren oder einen Rauschebart. In einem Buch ist es schwierig, wenn so etwas zu lange nicht mehr erwähnt wird - dann gerät es in Vergessenheit, und das Bild geht verloren. Im Film gibt es ein ähnliches Problem mit Namen, das man wiederum im Buch nicht hat, weil in einem Buch die Namen ständig genannt werden, wenn eine Figur agiert.



    ... und man hat bei Adoptiv-Eltern-Kind-Beziehung in Studien gesehen, dass die genauso eine stark sein kann wie bei biologischen Eltern-Kind-Beziehungen.


    Im Grunde hat bei diesem Verfahren die Mutter eine ähnliche Möglichkeit, Bindungen zum Kind aufzubauen, wie der Vater. Und auch die Vater-Kind-Bindung ist ja in der Regel sehr stark.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen