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  • Spannend finde ich die vielen Parallelen zu dem alltäglichen Leben auf unserem Planeten: ...


    Dieser Vergleich zu unserem eigenen Leben ist etwas, das man in der Science-Fiction sehr oft und gelegentlich auch in der Fantasy findet. Letztlich ist das eine der großen Fragen der fantastischen Literatur: Könnte unser Leben auch anders sein? Und wie sollte es sein?



    Dass auf der MARLIN Mehrheitsrecht bei Wahlen gilt, hat mich ein wenig überrascht, irgendwie hatte ich mit mehr Diktatur gerechnet. Gefällt mir aber, dass sie auf diese Weise abstimmen. Problematisch könnte es aber bei engen Ergebnissen werden, ob dann die Mehrheitswahl wirklich besser ist. Trump wurde zwar schließlich auch mehrheitlich gewählt ...


    Auf der MARLIN betreibt man eine Expertokratie. Je nach Thema, in das die Abstimmung fällt, und der eigenen Expertise ("Kompetenzgrad") in diesem Thema, hat man mehr oder weniger Stimmgewicht. Entscheidend dabei ist, welchen "Kompetenzfeldern" man eine Frage zuordnet, die zur Abstimmung vorgelegt wird. Kara beklagt diesen Umstand an einer Stelle:
    [quote author=S. 127f]
    »Wir werden jeden Tag mehr. Und wenn wir erst › Friedensliebe‹ als Kompetenz etablieren, wird sich die Marlin noch schneller für unsere Ideen öffnen.«
    Er lachte auf. »Pazifismus fließt als Teil der Philosophiekompetenz ein.«
    »Die bei keinen bedeutenden Abstimmungen aufgerufen wird!« Sie wirkte entschlossen an der Grenze zur Aggressivität.
    »Die Regeln sind für alle gleich«, wandte Starn lahm ein.
    »Wenn man die Wahlkommission als unparteiisches Schicksal ansieht!«
    Das war das einflussreichste Gremium in der Politik der Marlin. Es entschied über die Formulierung der Fragen, die man den Bewohnern des Schiffs vorlegte. Zudem nahm es die Kategorisierung vor. Die Stimmgewichte wurden entsprechend der nachgewiesenen Fachkompetenz in den relevanten Kategorien vergeben. Die Meinung einer Koryphäe wie Koichy Samara konnte einhundertfünfzigmal so stark gewertet werden wie die eines interessierten Laien. Die Philosophie stufte man tatsächlich oftmals nur als Nebenkompetenz ein, sodass der Auszählungsalgorithmus die Stimmen aus dieser Expertise gering wertete.[/quote]



    ..., aber die Menschen der SQUID haben sich freiwillig für ihr Schiff entschieden, also sollte man diese Entscheidung respektieren.


    Na ja, die Menschen, die heute auf der SQUID leben, wurden dort geboren. Sie haben sich ähnlich dafür entschieden, auf der SQUID zu leben, wie ein Mongole sich dafür entschieden hat, in der Mongolei zu leben. Er könnte seine Heimat natürlich verlassen - wenn man ihn im Land seiner Träume aufnimmt. Und da ihn seine komplette Erziehung auf die Mongolei prägt, wird er kaum auf diesen Gedanken verfallen.
    Die Schwierigkeit bei dieser Art von Entscheidungen liegt in meinen Augen immer in der fehlenden Vergleichsmöglichkeit. Ich habe in Mexiko eine Anthropologieausstellung besucht, in der über einen Stamm berichtet wurde, der noch weitgehend ohne Kontakt mit anderen Menschen im Urwald lebt. Die Anthropologen besuchen diesen Stamm, achten aber darauf, nichts einzuführen, was zu unserer Zivilisation gehört. Wirklich Bescheid über die Außenwelt wissen nur der Häuptling seines Stamms und dessen Familie (wenn ich mich richtig erinnere, hat einer der Söhne sogar einige Jahre außerhalb des Urwalds gelebt). Der Häuptling hat sich für die Isolation entschieden, und die Anthropologen unterstützen dieses Anliegen in der mexikanischen Politik.
    Fraglich ist, ob ein Stammesangehöriger, der schwer krank ist, ebenfalls für diese Isolation stimmen würde, wenn er wüsste, dass eine Operation in Mexiko-Stadt ihm das Leben retten würde. Oder ob der Stamm auch dafür wäre, wenn er wüsste, wie viel besser die Nahrungsmittelversorgung in der Zivilisation ist.
    Der Häuptling allerdings würde seinen Status natürlich sofort verlieren, wenn seine "Untertanen" zu Bürgern eines demokratischen Staats wie Mexiko werden würden.
    Und die Anthropologen kommen natürlich nur zu Besuch. Keiner von ihnen käme auf die Idee, auf Dauer ebenfalls "unberührt von der Zivilisation" leben zu wollen.



    Und eine Art Washingtoner Artenschutzabkommen gibt es in der Zukunft auch: die Menschen gelten als gefährdet und werden daher über eine Art Monitoring überwacht.


    :D
    Das ist eher so etwas wie ein Personenschutzprogramm für Familienangehörige von Regierungschchefs. Starns Mutter ist die ranghöchste Soldatin an Bord der SQUID, deswegen gelten ihre Kinder als potenziell gefährdet.



    Starns begeisterte Reaktion, als er ohne Schutzmaßnahmen Cochada betreten kann und die Luft und Gerüche, die Weite und den Himmel genießt, konnte ich so gut nachvollziehen, genauso wäre es mir auch ergangen.


    :jakka:
    Ich habe gehofft, dass man das nachvollziehen kann, nachdem ich so intensiv das "normale Leben" der Protagonisten geschildert habe. Deswegen habe ich versucht, die kontrollierte Umgebung der Raumschiffe, der allgegenwärtigen Technik und der Schwerelosigkeit vorher spürbar zu machen.


  • Dieser Vergleich zu unserem eigenen Leben ist etwas, das man in der Science-Fiction sehr oft und gelegentlich auch in der Fantasy findet. Letztlich ist das eine der großen Fragen der fantastischen Literatur: Könnte unser Leben auch anders sein? Und wie sollte es sein?...


    Da eigentlich "Utopia" von Morus als das -Namensgebende Buch, die Referenz der utopischen Literatur gilt, ist es eigentlich immer ein großer Teil dieser Literatur die Kritik der bestehenden Verhältnisse und daraus abgeleitet, wie man diese und in welcher Richtung man sie verändern kann. Leider ist lange Zeit in der SF üblich gewesen, nur den Kritik-teil zu machen und die bestehenden Entwicklungslinien einfach weiter zu entwickeln um uns die Gefahr darin zu zeigen, was immer zu Dystopien führt (interessanter Weise, wo doch die meisten der Meinung sind, wir leben in der besten aller möglichen Gesellschaftsordnungen). Neue Gesellschaftmodelle zu entwickeln ist wohl sehr schwer.



    Auf der MARLIN betreibt man eine Expertokratie. Je nach Thema, in das die Abstimmung fällt, und der eigenen Expertise ("Kompetenzgrad") in diesem Thema, hat man mehr oder weniger Stimmgewicht. Entscheidend dabei ist, welchen "Kompetenzfeldern" man eine Frage zuordnet, die zur Abstimmung vorgelegt wird. Kara beklagt diesen Umstand an einer Stelle:
    [quote author=S. 127f]
    »Wir werden jeden Tag mehr. Und wenn wir erst › Friedensliebe‹ als Kompetenz etablieren, wird sich die Marlin noch schneller für unsere Ideen öffnen.«

    .[/quote]
    Die Kompetenz müßte ja auch nicht Friedensliebe heißen, denn eigentlich geht es um eine Entscheidung: Krieg oder der Versuch einer Verständigung. Dabei gibt es viele Kompetenzen, die hineinfallen, z.B. auch (und mit sehr starkem Gewicht) Xenobiologie, möglich, dass Kara deshalb dieses Fachgebiet auch studiert. Vielleicht studiert sie so viel, um sich möglichst viele dieser Kompetenzen anzueignen?


    Das mit der Abstimmung ist wirklich sehr schwer. Ich habe schon lange versucht mit verschiedensten Leuten mal zu spekulieren, was wäre, wenn wir nicht mehr Parteien wählen würden, sondern direkt abstimmen könnten. Technisch ist es möglich. Es gibt natürlich viele "aber". Ich finde es für mich deshalb sehr interessant wie es hier gehandhabt wird. Ich vermute mal, dass es nicht wirklich gut funktioniert (zum Beispiel, wenn man wegen des schöneren Urlaubs in Kauf nimmt, die Bewohner eines Planeten zu provozieren und möglicherweise einen Krieg heraufzubeschwören), bisher gefällt es mir aber ziemlich gut, es ist eine Ausgangsbasis.


    Na ja, die Menschen, die heute auf der SQUID leben, wurden dort geboren. Sie haben sich ähnlich dafür entschieden, auf der SQUID zu leben, wie ein Mongole sich dafür entschieden hat, in der Mongolei zu leben. Er könnte seine Heimat natürlich verlassen - wenn man ihn im Land seiner Träume aufnimmt. Und da ihn seine komplette Erziehung auf die Mongolei prägt, wird er kaum auf diesen Gedanken verfallen.
    Die Schwierigkeit bei dieser Art von Entscheidungen liegt in meinen Augen immer in der fehlenden Vergleichsmöglichkeit. Ich habe in Mexiko eine Anthropologieausstellung besucht, in der über einen Stamm berichtet wurde, der noch weitgehend ohne Kontakt mit anderen Menschen im Urwald lebt. Die Anthropologen besuchen diesen Stamm, achten aber darauf, nichts einzuführen, was zu unserer Zivilisation gehört. Wirklich Bescheid über die Außenwelt wissen nur der Häuptling seines Stamms und dessen Familie (wenn ich mich richtig erinnere, hat einer der Söhne sogar einige Jahre außerhalb des Urwalds gelebt). Der Häuptling hat sich für die Isolation entschieden, und die Anthropologen unterstützen dieses Anliegen in der mexikanischen Politik.
    Fraglich ist, ob ein Stammesangehöriger, der schwer krank ist, ebenfalls für diese Isolation stimmen würde, wenn er wüsste, dass eine Operation in Mexiko-Stadt ihm das Leben retten würde. Oder ob der Stamm auch dafür wäre, wenn er wüsste, wie viel besser die Nahrungsmittelversorgung in der Zivilisation ist.
    Der Häuptling allerdings würde seinen Status natürlich sofort verlieren, wenn seine "Untertanen" zu Bürgern eines demokratischen Staats wie Mexiko werden würden.
    Und die Anthropologen kommen natürlich nur zu Besuch. Keiner von ihnen käme auf die Idee, auf Dauer ebenfalls "unberührt von der Zivilisation" leben zu wollen..


    Es klingt hier so, als meintest Du, der Häuptling denkt nur an sich und seinen Status. Das glaube ich nämlich nicht. Im Stamm gibt es normale Bedürfnisse, die sie in ihrer Umgebung auch befriedigen können. Sie können so leben wie sie wollen, soweit ich weiß muss keiner hungern oder betteln. Die Versorgung bei Krankheiten mag schlecht sein in unseren Augen, aber sie wird allen zuteil ohne die Frage, ob sie ihre Versicherung bezahlt haben. Sie brauchen auch kein Altersheim oder Kindergarten. Was wäre denn, wenn dieser Stamm in die Welt ginge? Sie wären nichts besonderes mehr und würden vermutlich, gerade in Mexico, irgendwo in den Slums enden.
    Die Menschen von der Squid sind ja schon modifiziert, wären also in den anderen Schiffen immer Außenseiter. Wären sie dort wirklich willkommen? Gut, durch die Limitierung der Menschen würde man sie sicher aufnehmen, aber würden sie sich wohl fühlen? Haben sich die Indianerkinder wohlgefühlt, wenn sie von weißen Siedlern adoptiert wurden und in die Zivilisation gebracht?


  • Mich ärgert es gerade, dass ich diese Woche nicht wirklich vorwärts mit dem Lesen gekommen bin, denn am Buch liegt es überhaupt nicht, im Gegenteil, das würde ich gerne am Stück durchlesen.


    Da geht es mir wie dir, aber heute könnte ich etwas aufholen.


    Was geht nur in Kara vor. Bändelt sie mit jedermann an, der ihr möglicherweise auf der Karrieleiter nach oben hilft oder steht sie insgeheim doch auf Starn und will ihm zeigen was ihm entgeht, wenn er sie links liegenlässt. Na, sie und Erok passen irgendwie zusammen, ich kann beide nicht leiden.


    Das Familientreffen verlief ja nicht sehr harmonisch. Demetra kann ihren Schwiegersohn mehr leider als ihren eigenen Sohn Starn. Es war ja auch eine organisierte Ehe zwischen Reck und Kara. Trotzdem finde ich es nicht gut, dass sie es mehr oder weniger parallel mit Reck und Ugrôn treibt. Wenn es zwischen ihr und Reck nicht passt, dann sollte man auch keinen Sex mehr haben, auch nicht, wenn es nur um das Lustgefühl dabei geht.


    Mit war es auch es zu abrupt, als Kara und Ugrôn sich geküsst haben und später erfährt man dann, dass sie miteinander geschlafen haben. Da hat mir irgendein Übergang gefehlt.


    Und dann ist Kara schwanger und ist nicht sicher, von wem ...tztztz.
    Ich denke, dass sie auf der SQUID schwanger geworden ist. Möglicherweise hat das Kind dann auch irgendeine Art von körperlicher Veränderung, wie alle, die auf der SQUID geboren wurden.


    Der Erstkontakt mit den Cochader war spannend. Eine sehr spezielle Spezies, derern vorrangiges Ziel anscheinend das Handeln ist. Hoffentlich hat der versehentliche Abschuss keine weitreichenden Folgen. Es ist nicht unbemerkt geblieben, die drei Quadkopter der Cochader haben die Szene verfolgt.


  • :jakka:
    Ich habe gehofft, dass man das nachvollziehen kann, nachdem ich so intensiv das "normale Leben" der Protagonisten geschildert habe. Deswegen habe ich versucht, die kontrollierte Umgebung der Raumschiffe, der allgegenwärtigen Technik und der Schwerelosigkeit vorher spürbar zu machen.


    Das ist dir gut gelungen.

  • Das ist dir gut gelungen.



    Genau! Vom Gefängnis in eine ungeahnte, vorher nie vorgestellte Freiheit! Oder ins Paradies, wie wir heutigen Menschen es vielleicht bezeichnen würden.
    Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass nicht alle Raumschiffbewohner so empfinden werden. So absurd es klingen mag - das "Gefängnis" birgt Sicherheit, - Freiheit, die ungewohnte, die fremde, mag so manchem voller Gefahren erscheinen....


  • :jakka:
    Ich habe gehofft, dass man das nachvollziehen kann, nachdem ich so intensiv das "normale Leben" der Protagonisten geschildert habe. Deswegen habe ich versucht, die kontrollierte Umgebung der Raumschiffe, der allgegenwärtigen Technik und der Schwerelosigkeit vorher spürbar zu machen.


    Ich habe, als Starn das alles in sich aufnimmt, ebenfalls tiiiiieeeeef Luft geholt und die Weite genossen.


  • Es klingt hier so, als meintest Du, der Häuptling denkt nur an sich und seinen Status. Das glaube ich nämlich nicht.


    Das kann ich nicht beurteilen, aber es ist klar, dass die einfachen Stammesangehörigen gar keine Wahl haben. Ihnen wird das Recht abgesprochen, sich zu entscheiden, den Stamm zu verlassen und in der mexikanischen Gesellschaft zu leben.
    Selbst, wenn der Häuptling aus edlen Motiven handeln sollte, würde ich diese Entmündigung ablehnen.



    Na, sie und Erok passen irgendwie zusammen, ich kann beide nicht leiden.


    :totlach:



    Ich denke, dass sie auf der SQUID schwanger geworden ist. Möglicherweise hat das Kind dann auch irgendeine Art von körperlicher Veränderung, wie alle, die auf der SQUID geboren wurden.


    Denkst Du, das würde Rilas Verhältnis zu dem Kind beeinflussen?

  • So, ich hab auch endlich Kapitel 5 gelesen. So viel möchte ich gar nicht schreiben, sondern lieber versuchen, aufzuschließen. Eure Kommentare habe ich mir aber gerne durchgelesen.


    Ich finde es übrigens krass, dass Ugrôn 95 Sekunden ohne Atmosphäre war. Und er hat echt keinen Hirnschaden davon mitgenommen oder weiß man das vielleicht noch gar nicht? Ich hoffe echt, der hat die Erleuchtung seines Leben erhalten, ansonsten war das echt ein arges Opfer.


    "Jalob und Lykas"? Ich finde das echt schon auffällig, wie "normale, bekannte Namen" hergenommen wurden und diese um einen Buchstaben verändert wurden. Ich halte es auch durchaus realistisch, dass sich so Namen wie Alexander oder Lukas bis zu der Zeit gehalten hat, vor allem Alexander der Große --> Antike-Fans. (Die Ärztin Ulsike --> Ulrike, come on! xD)


    Pos. 2384: "[...], da sich im großen Nichts auch sinnlosestes Leid auflöste.


    Ist "sinnlos" so ein Wort wie "einzig" oder "optimal", was man eigentlich gar nicht steigern "darf", ohne "blöd dazustehen" oder gibt es diese Stilform bei "sinnlos" ausnahmsweise oder war das ein Stilmittel? Ich weiß ja nicht, ich musste stutzen.


    Zu guter Letzt kam mir die Routineuntersuchung von Rila etwas seltsam vor. Es konnte mich gut unterhalten und vielleicht ist Rila einfach so ein Typ, der nachfragt, obwohl sie eh weiß, wie es geht (mache ich nämlich auch manchmal), weil sonst ist die Nachfrage von Rila, ob sie sich in der Röhre bewegen darf, etwas hinfällig, denn sie hat das doch schon oft genug mitgemacht.
    Aber wie gesagt, wenn sie so eine "bubbly" Persönlichkeit hat, fand ich es eh süß. :)
    Normalerweise wird man bei so einem Röhrenuntersuchungszeugs auch vorher gefragt, ob man schwanger ist und da hätte Rila "nein" angekreuzt und dann hätte die Ärztin überraschter reagiert.
    Dann konnte ich nicht verstehen, wie die Ärztin sofort drauf kam, dass es nicht von Rilas Ehemann sein soll.
    Aber wie gesagt, war trotzdem lustig zu lesen, Space Opera-mäßig halt. :D



    So, nun kann ich mit Kapitel 6 fortfahren. Ich schreibe nur gerne etwas in den Abschnitt, bevor ich mich in den nächsten Abschnitt stürze. Wenn ich jetzt jeden Tag einen Abschnitt noch lese, dann schaffe ich den Roman noch im April. Aber ich möchte es auch nicht auf Biegen und Brechen staffen, sondern ggf. lieber besser auf den Roman konzentrieren.


  • Ich finde es übrigens krass, dass Ugrôn 95 Sekunden ohne Atmosphäre war. Und er hat echt keinen Hirnschaden davon mitgenommen oder weiß man das vielleicht noch gar nicht?


    Da kann man unterschiedlicher Meinung sein ... wie Du in den nächsten Leseabschnitten entdecken wirst. ;)



    Ich halte es auch durchaus realistisch, dass sich so Namen wie Alexander oder Lukas bis zu der Zeit gehalten hat, vor allem Alexander der Große --> Antike-Fans.


    Gerade diese Beispiele aus der Antike sind zweifelhaft. "Cäsar" etwa: Wir sprechen das heute meist "Zä-sar". Man hat aber griechische Aufzeichnungen gefunden (die Griechen haben alle fremdländischen Namen lautmalerisch geschrieben), und dort steht "Kai-zar" - was auch Sinn ergibt wegen der späteren Herrschertitel "Kaiser" und "Zar", die sich davon ableiten. Es bedeutet aber, dass das antike Latein, insbesondere die Namen, möglicherweise ganz anders ausgesprochen wurde, als wir denken ...



    Ist "sinnlos" so ein Wort wie "einzig" oder "optimal", was man eigentlich gar nicht steigern "darf", ohne "blöd dazustehen" oder gibt es diese Stilform bei "sinnlos" ausnahmsweise?


    Jetzt, da Du es erwähnst ... Vielleicht hast Du mich da ertappt. :D



    Normalerweise wird man bei so einem Röhrenuntersuchungszeugs auch vorher gefragt, ob man schwanger ist und da hätte Rila "nein" angekreuzt und dann hätte die Ärztin überraschter reagiert.


    Das wird ja nur deswegen gefragt, weil man fürchtet, anderenfalls durch die Messmethodik das Ungeborene schädigen zu können. Wenn bei der Messmethodik in der medizinischen Station der MARLIN solche Schädigungen nicht zu befürchten stehen, wird man auch nicht mehr fragen.


  • Gerade diese Beispiele aus der Antike sind zweifelhaft. "Cäsar" etwa: Wir sprechen das heute meist "Zä-sar". Man hat aber griechische Aufzeichnungen gefunden (die Griechen haben alle fremdländischen Namen lautmalerisch geschrieben), und dort steht "Kai-zar" - was auch Sinn ergibt wegen der späteren Herrschertitel "Kaiser" und "Zar", die sich davon ableiten. Es bedeutet aber, dass das antike Latein, insbesondere die Namen, möglicherweise ganz anders ausgesprochen wurde, als wir denken ...


    Das kann locker sein, finds trotzdem auffällig, wie sich bei uns gängige Namen um diese eine kleine Stück verändert haben. (Ulsike und Jalob sind meine Favoriten!). Aber ich kann damit leben, so ist es nicht. :D Ist nur schon zu einem Spiel geworden. Wenn ein neuer Name eingeführt wird, schaue ich sofort, welcher "echte" Name dahintersteckt. ;D



    Jetzt, da Du es erwähnst ... Vielleicht hast Du mich da ertappt. :D


    Ich wollte schon fragen, ob die Lektorin es angestrichen hat und du aber dann zu ihr "Nein, das muss so als Stilmittel, um die Verzweiflung und Nichtigkeit gebührend darstellen zu können!" meintest oder so.
    Ich habe mir "einzigste" Gott sei Dank nie angewöhnt. ^^ Auch arges Fluchen nicht. Da du heute im Hangout Thurner angesprochen hast: Ich habe dich deswegen dann gefragt, weil ich Dark Fantasy von ihm im Regal habe (Der Gottbettler) und mich schon ein bisschen davor fürchte, weil in den Lesermeinungen geschrieben wird, dass es richtig derbe zugeht, auch was die Sprache betrifft. Und das mag ich persönlich nicht so gerne. Aber hilft ja nix, das ist übrigens auch meine SuB-Leiche. Eines der drei Bücher, die ich bereits 2015 ins Regal geholt habe.



    Normalerweise wird man bei so einem Röhrenuntersuchungszeugs auch vorher gefragt, ob man schwanger ist und da hätte Rila "nein" angekreuzt und dann hätte die Ärztin überraschter reagiert.
    Das wird ja nur deswegen gefragt, weil man fürchtet, anderenfalls durch die Messmethodik das Ungeborene schädigen zu können. Wenn bei der Messmethodik in der medizinischen Station der MARLIN solche Schädigungen nicht zu befürchten stehen, wird man auch nicht mehr fragen.


    Ah ja, klar. Trotzdem fand ich dieses Frauengespräch witzig. ;D


    Hast du beim Roman-Schreiben eigentlich den https://de.wikipedia.org/wiki/Bechdel-Test im Hinterkopf oder sowas in der Art oder gar nicht?

  • Das kann locker sein, finds trotzdem auffällig, wie sich bei uns gängige Namen um diese eine kleine Stück verändert haben. (Ulsike und Jalob sind meine Favoriten!).



    Also wirklich! Wenn man "Ulrike" heißt, tut "Ulsike" richtig weh.... Ohnehin ist das ein Name, mit dem die Leute so ihre Probleme haben! ( wie alle Namen, die auf "rike" enden! ) So spreche ich selbst mich sehr phonetisch aus, das heißt, gewiss NICHT mit langem "i". Und ja, - es ist mir schon wichtig, dass man meinen Namen "richtig" ausspricht!

  • Suse

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