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  • Das geht aber meist nach hinten los. Kinder haben ein feines Gespür für Spannungen und nicht selten fragen die Kinder, warum man sich nicht eher getrennt hat vor allem bevor man sich hasst.



    Leider muss ich Rhea hier zustimmen. Genau das, was Janesway für richtig hält, habe ich auch getan. Und es war für ALLE Beteiligten die falsche Entscheidung! Es kann einfach nicht zum Guten der Kinder sein, wenn man sich zu ihrem vermeintlichen Wohl "aufopfert". ( leidvolle eigene Erfahrungen....)

  • Ich frage mich auch gerade von welchem Kind redet Ihr? Oder seid Ihr im falschen Anschnitt gelandet? Ich bin noch nicht soweit.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Wo steht das mit dem Kind?


    Sorry - da bin ich über's Ziel hinausgeschossen. :-[ Das kommt davon, wenn man zwischen den einzelnen Threads hin und her springt.

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

    Einmal editiert, zuletzt von Hirilvorgul ()


  • Das geht aber meist nach hinten los. Kinder haben ein feines Gespür für Spannungen und nicht selten fragen die Kinder, warum man sich nicht eher getrennt hat vor allem bevor man sich hasst.


    Denke auch, dass Kinder schnell etwas mitkriegen (sollen sie doch ruhig auch, alles andere wäre unehrlich und vermittelt ein falsches Bild einer perfekten Beziehung), dennoch bin ich der Überzeugung, dass ihr Wunsch nach einer intakten Familie eben sehr hoch ist. Ob es wirklich so viele Kinder sind, die fragen, warum man sich nicht eher getrennt hat, das weiß ich nicht. Genauso wenig kann ich sagen, ob sie sich dabei nicht nur in ihre Eltern rein versetzen und ihr eigenes Bedürfnis verschweigen, um in den Eltern kein schlechtes Gewissen aufkommen zu lassen. Das Ganze kann schon sehr komplex werden. Ob Zusammenzubleiben im Einzelfall die richtige Lösung ist, weiß man eben schlecht vorher. Kenne auch Fälle, da haben die Eltern gewartet bis die Kinder alle auf eigenen Beinen standen, dann fanden sie jeweils recht schnell neue Partner und alle kommen tatsächlich ganz gut miteinander aus.
    Meine Eltern haben mir vorgelebt, dass man auch allein mit Respekt, Aufmerksamkeit und Freiräumen gut zusammenleben kann. ;)

  • Ich finde es gut, dass wir auch etwas über einzelne Planeten erfahren, wie Wassergarten hier, und welche Bedeutung sie für die Nahrungsgewinnung haben. Ganz so einfach ist das aber nicht, wenn die Giats einem im Nacken sitzen. Ich bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis sie angreifen. Überhaupt finde ich es spannend, wie das mit der Nahrungsversorgung klappt.


    Erok ist ja echt ein fauler Sack und Aufschneider, aber Starn scheint ihn mit seiner Ansprache an seiner Ehre gepackt zu haben.


    Rilas Begeisterung für die SQUID kann ich gut nachvollziehen, ich finde es ja schade, dass sie das Schiff schon verlassen soll. Ich bin mal gespannt, ob sie tatsächlich wegkommt, denn wenn Ugrôn recht hat, dass das kein Zufall sein kann, dass Rila ausgerechnet von der SQUID gerettet wurde, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Mutter sie nicht so schnell wieder gehen lassen möchte. Kein Wunder, dass Rila es bedauert, die SQUID schon wieder zu verlassen, zumal ihr auch Ugrôn nicht ganz egal ist. Bei den Beschreibungen, was Rila alles im All gesehen hat, seit sie auf der SQUID ist, hatte ich wieder ziemliches Kopfkino.


    Puh, die Weihe zum Void-Priester ist aber schon ziemlich heftig, ich hätte nicht mit ihm tauschen wollen. Ich mag mir das gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn man Luft holen will und es nicht kann - PANIK :o Und die 90 Sekunden gehen und gehen nicht vorüber. Gerade dann kommt einem die Zeit besonders lang vor.


    Robert, sind die Dekompressionsschäden, die dabei entstehen können, mit der Dekompressionskrankheit beim Tauchen zu vergleichen?


    Kommunizierte tatsächlich die Mutter mit Ugrôn oder waren das Halluzinationen, verursacht durch den ungeschützen Außenaufenthalt? Er spürt an einer Stelle, wie die Mutter die Außenschleusen schließen möchte, war das wirklich eine Reaktion der SQUID oder doch auf Befehl von Batuo geschehen? In jedem Fall bin ich froh, dass Ugrôn die Zeremonie einigermaßen unbeschadet überstanden zu haben scheint. Allerdings überkommen ihn erste Zweifel an den Lehren der Void. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen und Eindrücke andere Priester bei ihrer Weihe empfangen haben, vorausgesetzt, dass sie es ohne Schäden überlebt haben.


    Dass es im All auch noch Haustiere gibt, fand ich ja putzig. Es sind eben andere Tiere, wie wir sie kennen, aber die eben auch zur Schwerelosigkeit auf der MARLIN passen. Auch das Schwimmbad fand ich spannend, das war so "normal".


    Starn scheint mit Kara zwar sein Vergnügen haben zu wollen, aber an tiefergehenden Gesprächen mit ihr ist er nicht unbedingt interessiert. Bei Kara sieht das eher schon anders aus. Ist sie von den Koexistenzialisten tatsächlich auf Starn angesetzt worden? Ich habe mich schon ein paar Mal gefragt, ob denn jeder der Million Menschen für den Krieg mit den Giats ist. Was wir allerdings bisher so erfahren haben, scheinen die Fronten zwischen Menschen und Giats ziemlich verhärtet zu sein. Und wir erfahren auch etwas über die Giats, über ihr Aussehen und dass sie keine Humanoiden sind.


    Und wir erfahren etwas über die ESOX: das war ja wirklich ein furchtbarer Einsatz und dich kann verstehen, dass Starn dieser Erfahrungen nicht einfach wegstecken konnte. Gleichzeitig wurde ein Exempel für den Schwarm statuiert, was mit Schiffen geschieht, die den Schwarm verlassen wollen und damit die Sicherheit durch den Schwarm schwächen.


    Die ESOX scheint das ganze Gegenteil von der SQUID gewesen zu sein: die SQUID ist vollkommen organisch, während die ESOX von ihrem Supercomputer übernommen wurde, der die Macht über die Menschen an sich gerissen hat, so wie ich das aus Starns Worten heraushöre. Hier ist das Ziel, dass die Menschen den Computer nutzen wollten, irgendwann ins Gegenteil gekippt.


  • Weil man der Meinung war, dass die Bewohner der ESOX ihr Menschsein geopfert haben und sich zu Sklaven einer Maschine gemacht haben.
    Aber so ganz genau wusste man über die dortigen Verhältnisse eben nicht Bescheid ... Oder hat die Admiralität den Soldaten etwas verschwiegen, als sie sie in den Einsatz geschickt hat?


    Das hatte ich mir auch überlegt, ob den Soldaten wirklich alles erzählt wurde.


  • Robert, sind die Dekompressionsschäden, die dabei entstehen können, mit der Dekompressionskrankheit beim Tauchen zu vergleichen?


    Nur teilweise, nämlich dann, wenn man die Luft anhalten würde. Dadurch kann die Lunge überdehnen und reißen.
    Beim Tauchen rühren die Dekompressionsschäden aber hauptsächlich daher, dass man während des Tauchvorgangs komprimierte Luft geatmet hat. Wenn man zu schnell auftaucht, gast diese aus - Bläschen bilden sich in den Adern.
    Das passiert im Vakuum nicht, oder zumindest nur in schwachem Maße und so langsam, dass man schon lange tot ist, bevor einem der Effekt schadet. ;D Hier liegt die Schädigung am eher am Abkochen der Flüssigkeit von der Haut und dem "Schockfrosten" derselben. Außerdem können Lungenbläschen platzen, wenn man den Mund offen lässt (was man tun sollte). Wenn man keine Schutzbrille trägt, kocht auch die Flüssigkeit aus den Augen ab - die sollte man dann also tunlichst geschlossen halten. Kleinere Schäden an den Ohren können auch auftreten. Man kennt das, wenn man die Nase zuhält und dagegen ausatmet, dann ploppt es in den Ohren, weil der Druck innen größer ist als außen. Aber da wir ja artig den Mund offen lassen, dürfte der Unterschied nicht besonders groß sein.

  • Jesses Bernd, das hört sich aber noch deutlich fieser an als die Taucher-Deko-Krankheit und die kann auch schon ganz schön fies sein, wenn man zu schnell aus zu große Tiefe auftaucht :o

  • Das war ja ein super Abschnitt, jetzt fühle ich mich richtig im Buch angekommen.



    Erok ist ja echt ein fauler Sack und Aufschneider, aber Starn scheint ihn mit seiner Ansprache an seiner Ehre gepackt zu haben.


    Stimmt, Starn konnte ihn gut motivieren, dranzubleiben und die Drohne nicht aufzugeben. Und wie er sich später wie ein Pfau vor den Damen aufgeplustert hat, so ein Aufschneider.


    Rila scheint irgendwie für die SQUID bestimmt zu sein. Sie ist fasziniert von dem Leben dort und fühlt sich sichtlich wohl, auch im Gespräch mit Ihrem Bruder ist sie richtig euphorisch. Und dann gibt es dort ja noch Ugrôn. Ich muss gestehen, dass ich bei der Romantikszene der Beiden nicht an Reck gedacht hatte. Er ist für mich irgendwie nicht existent.


    Und auch die Squid selbst hat Rila und auch Ugrôn gerne in sich, habe ich den Eindruck. Die Initiation war spannend beschrieben, man konnte sehr gut nachvollziehen, was mit Ugrôn passierte und wie er sich fühlte.


    Tja und dann Starn und Kara. Ich denke nicht, dass die beiden eine gemeinsame Zukunft haben, die Einstellung zu den Giat sind einfach zu verschieden. Kara hat Starn bestimmt nur wegen seiner Position angemacht, ich vermute sehr, dass das der Hauptbeweggrund von ihr war. Starn als möglicher Anhänger der Koexistentialisten, das würde die Gruppe sicher im Ansehen weit nach vorn bringen.


    Die Schilderung der Vorgänge auf der ESOX war beeindruckend. Alle Mannschaftsmitglieder gedanklich in einem Kollektiv verbunden bzw. von einer Ober-Maschine abhängig. Ein wenig habe ich dabei an die "Borg" gedacht, von wegen "sie werden assimiliert".


  • Dass es im All auch noch Haustiere gibt, fand ich ja putzig. Es sind eben andere Tiere, wie wir sie kennen, aber die eben auch zur Schwerelosigkeit auf der MARLIN passen.


    Die beiden Quallen sind wirklich süss und wie eine mit ihren Tentakeln Kata berührt, als sie merkt, dass sie sich nicht gut fühlt, sehr sensibel, die Tierchen.


  • Ein wenig habe ich dabei an die "Borg" gedacht, von wegen "sie werden assimiliert".


    Das war der Name, ich hab ihn wieder vergessen... Das stimmt, der Gedanke des zentral verwalteten Kollektivs kommt auch bei den Borg vor. :daumen:

  • Tja und dann Starn und Kara. Ich denke nicht, dass die beiden eine gemeinsame Zukunft haben, die Einstellung zu den Giat sind einfach zu verschieden. Kara hat Starn bestimmt nur wegen seiner Position angemacht, ich vermute sehr, dass das der Hauptbeweggrund von ihr war. Starn als möglicher Anhänger der Koexistentialisten, das würde die Gruppe sicher im Ansehen weit nach vorn bringen.


    An eine gemeinsame Zukunft der beiden glaube ich allerdings auch nicht! Ich halte die Geschichte aber garnicht für ernsthaft. Von beiden Seiten nicht. Zumindest habe ich von großer Verliebtheit nichts gespürt, - obwohl ja dann das Rauschpflaster ein bisschen nachgeholfen hat...
    Aber Berechnung von Seiten Karas? Glaube ich nicht. Hat denn Starn noch eine besondere Position inne, nachdem er aufgehört hat, Soldat zu sein? Im übrigen glaube ich, nach längerem Nachdenken, nicht wirklich, dass Kara eine glühende Anhängerin der Koexistentialisten ist ( zu naiv! ). Ich meine vielmehr, dass sie eine sinnvolle Beschäftigung für sich sucht, aber nicht eigentlich weiß, was sie mit sich anfangen soll. Sie ist Mittelmaß. Nichts Herausragendes. Das wird sie wohl wissen... Und ihren Job macht sie doch auch nicht sonderlich gut.


  • Im übrigen glaube ich, nach längerem Nachdenken, nicht wirklich, dass Kara eine glühende Anhängerin der Koexistentialisten ist ( zu naiv! ). Ich meine vielmehr, dass sie eine sinnvolle Beschäftigung für sich sucht, aber nicht eigentlich weiß, was sie mit sich anfangen soll. Sie ist Mittelmaß. Nichts Herausragendes. Das wird sie wohl wissen... Und ihren Job macht sie doch auch nicht sonderlich gut.


    Darüber bin ich mir auch nicht so sicher, wie sehr sie wirklich hinter den Zielen der Koexistenzialisten steht. Sie stammt ja aus einer wohlhabenden Familie, vielleicht ist das für sie wirklich eher eine Art Zeitvertreib.



    Die beiden Quallen sind wirklich süss und wie eine mit ihren Tentakeln Kata berührt, als sie merkt, dass sie sich nicht gut fühlt, sehr sensibel, die Tierchen.


    Das war wirklich putzig.


  • Die Initiation war spannend beschrieben, man konnte sehr gut nachvollziehen, was mit Ugrôn passierte und wie er sich fühlte.


    Das freut mich, denn diese Szene ist so etwas wie die Keimzelle des Romans: Sie hatte ich als erstes vor Augen, als ich begonnen habe, den Stoff zu entwickeln.



    Das war der Name, ich hab ihn wieder vergessen... Das stimmt, der Gedanke des zentral verwalteten Kollektivs kommt auch bei den Borg vor. :daumen:


    Ja, das ist ähnlich ...
    Dieser Übergang von einer biologischen zu einer technischen Zivilisation ist ein beliebtes Motiv in der Science-Fiction. In gewisser Weise haben wir ihn in der Realität auch schon vollzogen - ich hätte jedenfalls Schwierigkeiten, ohne Technik klar zu kommen. Wenn man mich nackt in der Sahelzone aussetzen würde, würde ich vermutlich keine Woche durchhalten. Aber wann kommt der Punkt, ab dem die Technik unser Denken und Fühlen stärker bestimmt als unsere biologischen Anlagen?



    Aber Berechnung von Seiten Karas? Glaube ich nicht. Hat denn Starn noch eine besondere Position inne, nachdem er aufgehört hat, Soldat zu sein?


    Er ist immerhin der Sohn der ranghöchsten Admiralin an Bord der MARLIN.
    In meiner Jugend war die Friedensbewegung wesentlich aktiver als heute, es gab sehr große "Ostermärsche" für Abrüstung und Völkerverständigung. Wenn damals der Sohn eines Verteidigungsministers mitgelaufen wäre, hätte das vermutlich schon eine Schlagzeile gegeben.


  • Er ist immerhin der Sohn der ranghöchsten Admiralin an Bord der MARLIN.
    In meiner Jugend war die Friedensbewegung wesentlich aktiver als heute, es gab sehr große "Ostermärsche" für Abrüstung und Völkerverständigung. Wenn damals der Sohn eines Verteidigungsministers mitgelaufen wäre, hätte das vermutlich schon eine Schlagzeile gegeben.


    Und es war völlig egal, ob die Eltern reich oder arm waren. Soweit ich weiß kamen die meisten aus dem sogenannten "Bildungsbürgertum", denn sie haben sich ja mit Politik beschäftigt. Viele Jugendliche habe damit gegen ihre Eltern rebelliert. Was immerhin eine vernünftige Rebellion war.


    Zitat repariert (odenwaldcollies)


  • Er ist immerhin der Sohn der ranghöchsten Admiralin an Bord der MARLIN.
    In meiner Jugend war die Friedensbewegung wesentlich aktiver als heute, es gab sehr große "Ostermärsche" für Abrüstung und Völkerverständigung. Wenn damals der Sohn eines Verteidigungsministers mitgelaufen wäre, hätte das vermutlich schon eine Schlagzeile gegeben.



    Das stimmt! Und es wäre sogar für den Verteidigungsminister einem Skandal nahegekommen und man hätte ihn gewiss aufgefordert, seinen rebellischen Sprössling zur Vernunft zu bringen!
    Interessant wäre es zu erfahren, wie die Admiralin reagiert hätte, wenn sich ihr Sohn tatsächlich den Koexistenzialisten angeschlossen hätte, und dies nicht nur halbherzig sondern mit vollem Einsatz! ( letzterer würde zu Starn passen, denn lauwarm und unentschieden ist er nicht. )

  • Auch hier eine Kurzmeldung: Das Initiationsritual der Leere fand ich sehr gut beschrieben. Heftig, aber passt zu der Kirche der Leere.

    Fantastic! Allons-y! Geronimo! Oh, brilliant!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen