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  • Ich hoffe du konntest mittlerweile weiterlesen, liebe Ulrike, und bist wieder einigermaßen mit der Geschichte versöhnt.


    Ich konnte! Und ich wollte auch wissen, wie es weitergeht! Ich bin sogar fertig geworden - und ja, ich bin ganz und gar mit der Geschichte versöhnt! Warum, werde ich morgen im entsprechenden, dem letzten, Leseabschnitt näher erläutern! Aber zuerst: :abinsbett:

  • Liebe Stefanie, ich zitiere mich hier mal selbst, denn ich denke genau richtig über Imma und Stellas Ausflüge!

    (Später mehr, das regt mich jetzt doch zu sehr auf, was ich da jetzt lesen musste, von wegen "verdorben", wo oder wer sind wir denn, das wir zwei Frauen mit harten Schicksal nicht ein bissl Amüsement zugestehen können, ohne darüber schlecht zu denken..)
    >:(



  • es passt nicht zu Stella, wie ich sie in diesem Buch kennengelernt habe! Sie hat doch gar kein Bedürfnis nach Ausbrechen! DAS hat sie schon gehabt, - mit Nico zusammen, freilich anders, als man das heute verstehen mag...
    Imma hat sie überredet, das ist auch klar. Wie auch immer, die ganze Szene, da wiederhole ich mich gerne, ist unglaubwürdig und unnötig und hat mir das ansonsten schöne und anrührende Buch so weit verdorben, dass ich noch gar nicht weitergelesen habe....


    Du hättest eben doch den ersten Teil vor dem zweiten Teil lesen sollen, wenn es einen trotzigen Kämpfer in der Geschichte gab, dann doch Stella!
    Aber auch als Teenager und erwachsene Frau will sie sich nicht gängeln lassen und bleibt stetig auf ihrem Pfad.
    Sie hat so hart gekämpft um überhaupt weiter auf die Schule gehen zu dürfen, seit sie klein war, wusste sie, dass Lernen ihr Spaß macht, mehr in ihr steckt, als was ihr von anderen leichtfertig zugesprochen wurde. Welche Frau, die aus der Not keine Chance hatte, wäre wohl Architektin geworden?
    Doch nur eine mit modernen Ansichten, die weiß was sie will und es sich auch nicht absprechen lässt. Sie ist zielstrebig und stur und um Konventionen, was eine Frau anbelangt, kümmert sie sich nicht. Orsola ist in diese Falle getappt, die Worte zu Stella waren sehr unschön..(und gerade der hätte man das überhaupt nicht zugetraut) Stella hat eben Rückgrat!


    Imma hat sie zu nichts überredet, Imma ist eine nette junge Frau, die auch 2 Jahre ausgesetzt hatte um einiges zu verdauen..
    Das Stella dann "Maria" war, heisst nur, das sie mal kurz nicht die Frau mit dem toten Geliebten war, sondern jemand anders, der keine Sorgen hat. PUNKT! Die Freundschaft zwischen den beiden ist wichtig und die Szenen zählten für mich zu den Highlights.


    Das du sagt, das hätte dir das Buch verdorben, finde ich sehr unschön, wenn nicht sogar unhöflich.

  • Ich habe den ersten Teil gelesen und sehe das aber auch anders.


    Fortgehen und Männerbekanntschaften, das hätte ich ja in Ordnung gefunden. Aber die Art und Weise wie sie das gemacht haben, mit falschen Namen und dann mit den Männern rum knutschen. Das hätte zu einer 14 jährigen gepasst, aber nicht zu einer jungen Frau, die eine Tochter hat. Sorry, für das waren beide schon zu Alt, auch ihre Freundin .............

  • Aber meine Beschreibung von Stella stimmt trotzdem, hast du sie anders wahrgenommen? Sie war doch nie ein Duckmäuser.
    Imma hat zwei Männer geküsst, und nix weiter und Stella hat "nicht" geküsst.. Das waren die Siebziger!
    Seit wann ist man zum Küssen zu alt?? Ich küsse gerne!
    :P
    Es geht mir allerdings weniger um diese Szene, sondern die Art und Weise, wie sie kritisiert wurde, ich mag keine Moralapostelei, da musste ich Stefanie schon recht geben.
    Wieso sollte eine Anfang 20jährige nicht am Wochenende ihr Kind abgeben und auch mal Freunde treffen und Spaß haben? Überleg mal, bis die kleine 16 ist, soll sie sich das nicht zugestehen?
    :bussi:

  • Ich konnte! Und ich wollte auch wissen, wie es weitergeht! Ich bin sogar fertig geworden - und ja, ich bin ganz und gar mit der Geschichte versöhnt! Warum, werde ich morgen im entsprechenden, dem letzten, Leseabschnitt näher erläutern! Aber zuerst: :abinsbett:


    Ich bin mit Stella auch versöhnt, dazu habe ich aber im letzten Abschnitt noch was geschrieben.


    LG Karin


  • Das sie sich nicht zu Hause versteckt und mit ihrer Freundin fort geht, das finde ich doch auch in Ordnung. Ich fand nur das das, wie sie weg waren, zu kindisch war ............und Stella hat sich auch mit einem fremden geküsst, als Carlos dabei war. Der hat das ja beobachtet...................... ich habe auch nicht gegen küssen, aber ich küsse doch nicht wahllos rum und erzähle jeden eine andere Geschichte über mich. Flirten ist für mich was anderes......................

  • Du hättest eben doch den ersten Teil vor dem zweiten Teil lesen sollen, wenn es einen trotzigen Kämpfer in der Geschichte gab, dann doch Stella!



    Das du sagt, das hätte dir das Buch verdorben, finde ich sehr unschön, wenn nicht sogar unhöflich.


    Ja, ich hätte tatsächlich den Vorgängerband vor "Piniensommer" lesen sollen! Diese Erkenntnis ist mir aber schon im ersten Leseabschnitt gekommen...


    Für deine angriffslustige Schlussbemerkung bitte ich dich zum einen, doch noch einmal genauer zu lesen, was ich da eigentlich an "Unhöflichem" geschrieben habe - und auch meinen späteren Kommentar.
    Zum anderen tue ich genau wie du meine Meinung kund, auch wenn sie der deinen widerspricht. Ist nicht das der Sinn von Leserunden? Wenn man mit den Ansichten der Mitlesenden nichts anfangen kann, sogar erbost darüber ist, weiß ich nicht, warum man seine Bücher nicht alleine liest...

  • Da muss ich Ulrike recht geben,
    denn wir müssen uns hier doch nicht für unsere Meinung rechtfertigen.
    Dein letzter Satz, liebe SABO, der ist unhöflich, finde ich. Der passt auch nicht in eine Leserunde, wo jeder seine Meinung sagen darf und sogar soll.


    Jeder Leser ist anders und man muss in Kauf nehmen, das es welche gibt, die etwas anders sehen. Das hat aber nichts mit Unhöflichkeit zu tun.

  • huhu, ihr Lieben! Sorry, ich konnte ein paar Tage nicht weiterlesen, aber nun habe ich auch den 4. Abschnitt gelesen.
    Puh, das war wieder ein Wechselbad der Gefühle. Stella ist also doch schwanger und natürlich freut sie sich auf ein Kind von ihrem Nico, egal wie die Leute sie dafür ansehen werden. Und für Flora hat das Leben so auch wieder einen Sinn.


    Erstaunt bin ich von Manuele, der wird nun zum wahren Kämpfer! Tut er das nur um Stella zu imponieren? Auf mich macht er den Eindruck, dass er wirklich etwas ändern will und bereit ist, dafür zu kämpfen. Also nicht nur wegen Stella, auch wenn sie und Nico sicher der Anlass waren.


    Toscas Geburt hat mich nochmal schwer um beide, Mutter und Kind, zittern lassen. Aber nun sieht es ja so aus, als würde alles gut.
    Ich bin gespannt, was Stefanie da im letzten Abschnitt noch für uns bereit hält!


  • So und jetzt kommt leider schon der letzte Abschitt. Bin gespannt, wie es mit Carlos weitergeht. Der Brief von ihm mag zwar merkwürdig erscheinen, aber ich finde es gut, dass er 5 Jahre abwarten will. Denn in dieser Zeit müßte Stella ja wirklich wieder für einen Neuanfang bereit sein. Aber wie es scheint, brauchen sie die Jahre doch nicht abzuwarten. :)


    An Stellas Stelle wäre ich bei dem Brief sehr irritiert/verwirrt gewesen. Ich glaube, sie hat Carlos noch nicht mal ansatzweise als möglichen neuen Mann in ihrem Leben auf dem Schirm und dann so was ;D


  • Das sie plötzlich so oft mit ihrer neuen Freundin um die Häuser zieht und sich die beiden immer wieder als andere ausgeben, das finde ich eigentlich kindisch und passt auch nicht wirklich zu Stella, die Mutter einer kleinen Tochter ist und mit Nico fester verbunden ist, wie manch anderer mit einer realen Person.


    Ich finde das nicht schlimm. Stella ist noch so jung und so eine Phase hat doch fast jeder junge Mensch mal. Und Tosca ist ja währenddessen in guten Händen.


    edit: ich sehe gerade, darüber habt ihr schon heftig diskutiert. Ich bleibe dabei, ich finde es ok, dass auch Stella mal ein bisschen über die Stränge schlägt.

  • Und ich würde euch alle bitten, auch jeweils andere Sichtweisen zu akzeptieren und nicht ganz so emotional zu werden (@)SABO ;) )


    Ulrike hat etwas nicht gefallen, aber ich fand ihre Kommentare in keiner Weise ausfallend oder unhöflich.


    Es ist schön, wenn ihr im Buch emotional mitgeht, aber bitte nicht hier gegen die anderen Mitleserinnen :winken:


  • Das sie sich nicht zu Hause versteckt und mit ihrer Freundin fort geht, das finde ich doch auch in Ordnung. Ich fand nur das das, wie sie weg waren, zu kindisch war ............und Stella hat sich auch mit einem fremden geküsst, als Carlos dabei war. Der hat das ja beobachtet...................... ich habe auch nicht gegen küssen, aber ich küsse doch nicht wahllos rum und erzähle jeden eine andere Geschichte über mich. Flirten ist für mich was anderes......................


    Ich muss sagen, ich finde es toll, wie vehement hier diskutiert wird! Das ist der Sinn einer Leserunde, und wenn jemand nicht meiner Meinung ist, versuche ich meinen Standpunkt und meine Gründe, es genauso zu schreben und nicht anders, zu erklären. Unhöflich fand ich es nicht.
    Ich glaube, was die Mädels damals so machten würden wir heute oft als "albern" empfinden. Wie meine Mutter in den 50er Jahren mit 24 drauf war... meine Güte, unvorstellbar spießig, schüchtern und albern. Denke ich heute. Aber damals galten andere Normen und Zwänge.
    In Sizilien auch.
    Bald mehr dazu!
    Schön, dass ihr weiterlest und so mit der Geschichte mit geht!
    Ich liebe das!!



    [size=7pt]Zitat korrigiert, Dani[/size]

  • Ich finde es nun mal unhöflich, in einer autorenbegleitenden Leserunde zu sagen, dass man wegen einer Szene, die im Buch vorkommt, einem der ganze Abschnitt verdorben ist und sogar meint, dadurch keine Lust mehr zum weiterlesen zu haben. Man soll ehrlich sein, und schleimen soll man schon gar nicht, diese Wortwahl hat mich zugegebenerweise schon geärgert, das war dann Feingefühl gegen "Feingefühl", aber ich bin weder angriffslustig noch erbost, ich glaube ich könnte gar nicht erbost sein, was ein "schweres" Wort!
    Stefanie hat sogar gesagt: "Ihr urteilt aber hart!" Den Rest habe ich auch so empfunden.


    Nur zur Richtigstellung (keine Ausrede) von jemand, der nicht urteilt, es aber dafür erleben durfte:
    Ich war selbst eine junge alleinerziehende Mutter, habe den Vater danach auch geheiratet, obwohl meine Mutter mir sagte, ich müsse das nicht tun, hätte ich nur auf sie gehört, wir haben uns überhaupt nicht vertragen und nach 1 Jahr habe ich mich von ihm getrennt. Ich bin froh, dass ich die Wochenenden für mich hatte, meine "famiglia" hat mich dabei unterstützt.
    (Wow, ich hatte eben ein "Flashback"..)
    Im Nachhinein und plötzlich ist es ein komisches Gefühl, ich habe nie darüber nachgedacht, ob jemand mich danach beurteilt hat.


    Mir hat die Leserunde trotzdem gut gefallen. Ich weiß mich zu benehmen, daran halte ich fest. :)

  • Na ja,
    Ulrike hat in dem Moment, genau das geschrieben, was sie gefühlt hat. Also ist es doch nicht schlimm uns genau das, so mitzuteilen.


    Da ich hier irgendwie falsch verstanden werde, ich bin darüber erfreut das Stella fort geht und die kleine ist in wirklich guten Händen. Stella ist jung und soll ihr Leben genießen, so weit ihr das möglich ist. Sie hätte also auch eine Affäre nach der anderen haben dürfen.


    Meine Meinung ist nur, das sie zu Alt für dieses kindische Verhalten war. Jeden Abend ein anderer Name, ein anderer Beruf und einfach ein bisschen Küssen. Das passt zu zwei 14 Jährigen Kindern. Wenn sich das einmal einfach so ergeben hätte, um einen Verehrer los zu werden, dann hätte das gepasst. Aber nicht jedes WE.

  • Meine Meinung ist nur, das sie zu Alt für dieses kindische Verhalten war. Jeden Abend ein anderer Name, ein anderer Beruf und einfach ein bisschen Küssen. Das passt zu zwei 14 Jährigen Kindern. Wenn sich das einmal einfach so ergeben hätte, um einen Verehrer los zu werden, dann hätte das gepasst. Aber nicht jedes WE.


    Naja, das war nur zweimal, dreimal bei Stella und wenn das kindisch ist, dann bin ich es auch noch gerne ab und zu mit meinen 52 Jährchen :)


    Die "anständigen" Mädchen wurden dort damals dermaßen überwacht und man urteilte über sie, das können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen.


    Kleines Schreibbeispiel:
    Ich wollte Imma und Stella also ausgehn lassen.
    "Wo könnten sie denn hingehen?", frage ich meine Freundin Maria, die Sizilianische Instanz, die immer alles gegenliest, damit es auch authentisch ist.
    "In die Kneipe vielleicht?", frage ich weiter.
    "Ahh, gehen Mädchen aber nicht hin!"
    "Auch nicht, wenn sie studieren?"
    "Na, okay. Aber nicht ohne den Bruder! Wo ist der Bruder? Wer passt auf sie auf?"
    "Keine Ahnung. Muss das sein?"
    "JA!"


    Okay. Ich lasse sie Wein trinken.


    "Frauen tranken keinen Wein, damals!"
    "Warum nicht?"
    "Schickte sich nicht. Wein tranken Männer."
    "Oh je. Was tranken sie dann?"
    "Cola."
    "Kein Alkohol?"
    "Nein."
    "Nicht ein winziges bisschen...?"


    und so diskutierten wir uns durch die Szenen, auch die mit dem Studentenwohnheim, etc. Harte Zeiten... in einer zeit, wo hier bei uns WGs gegründet wurden und jeder angeblich mit jedem pennte, damit's nicht spießig wurde...

  • @Stefanie


    Das ist ein interessanter und aufschlussreicher Blick "hinter die Kulissen"!
    Und kommt mir sehr vertraut vor, - so laufen nämlich meine Gespräche mit meiner italienischen Familie immer ab, - obwohl ich keine Geschichten schreibe! Aber wenn es darum geht, was man tut und was nicht, dann sind Zia Maria und Co. SEHR bestimmt.... Keinerlei Widerspruch duldend!