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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass Eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (gerne auch eines der Autorin) immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die das Buch noch nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich für Stefanie als auch den Diana-Verlag, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.
    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.

  • Inhaltsangabe:
    Nico und Stella sind nach wie vor ein Herz und eine Seele. Nicos Mutter erlaubt den beiden die Heirat erst nach 3 Jahren, wenn sie mit dem Studium fertig sind. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich heimlich zu treffen.
    Doch die Zeit verfliegt, die beiden studieren Architektur, worin Stella sehr ehrgeizig ist. Nico sieht alles etwas lockerer und fröhnt weiterhin seiner großen Leidenschaft, dem Apnoetauchen und tritt in die Fußstapfen seines Vaters. Er gründet einen Radiosender und deckt so manche Machenschaften auf.
    Endlich sind die Jahre um und die beiden planen ihre Hochzeit. Doch kommt es im Leben oft anders als man denkt.....

    Meine Meinung:

    "Piniensommer" ist die Fortsetzung zu "Das Sternenboot". Die Geschichte knüpft nahtlos an, es gibt immer kleine Rückblicke, so habe ich gleich wieder gut in das Geschehen hineingefunden.
    Auch diese Geschichte konnte mich wieder von Anfang an begeistern. Stefanie Gerstenberger hat einen tollen Schreibstil, der dem Leser den italienischen Flair so richtig Nahe bringt. Man spürt förmlich die Lockerheit der Sizilianer, die das Leben generell leichter nehmen. Doch spürt man auch deren Trauer, die umso heftiger ausfällt.
    Auch die Protagonisten sind wieder sehr authentisch und lebendig gestaltet. Manche haben sich seit "Das Sternenboot" sehr verändert, andere wiederum sind ihrem Wesen gleichgeblieben und manche mußten erst im Laufe der Geschichte zueinander finden.
    Ich habe mich wieder gut unterhalten gefühlt, obwohl ab der Mitte die Geschichte ziemlich ins mystische abgleitet, was ich für mich nicht so ganz nachvollziehen kann.
    Doch zu dieser Geschichte und zu Stella hat es einfach gepaßt, ist ihre Liebe zu Nico doch grenzenlos.
    Man kann Piniensommer auch lesen, ohne die Vorgängergeschichte zu kennen. Ich würde es jedoch nicht empfehlen, weil man die Entwicklung der Charaktere doch besser von Anfang an verfolgen sollte.
    Zum Schluß möchte ich noch das wunderschöne Cover lobend erwähnen und ich werde das Buch auch gerne weiterempfehlen.


    Meine Rezension ist auch noch hier zu finden:
    https://literaturschock.de/lit…erstenberger-piniensommer
    https://literaturschock.de/lit….msg966945.html#msg966945
    https://www.amazon.de/review/R…m?ie=UTF8&ASIN=3453291611
    https://www.facebook.com/karin.schranner.7
    https://www.lovelybooks.de/aut…6-w/rezension/1459401395/
    https://www.goodreads.com/revi…63?book_show_action=false
    http://wasliestdu.de/rezension…gelungene-fortsetzung-101
    https://www.lesejury.de/stefan…1&tab=reviews&s=2#reviews (Tiara; eine gelungen Fortsetzung)
    http://www.buecher.de/go/user/…ile/enc_cid/VVJEXltVQFRU/ (Melisande)
    https://www.buch.de/shop/home/…7837.html?sq=piniensommer (eine Kundin aus Altdorf; eine gelungen Fortsetzung)
    https://www.thalia.de/shop/hom…453291614/ID47877837.html (eine Kundin aus Altdorf; eine gelungen Fortsetzung)
    http://www.ullis-buechercafe.a…page=Thread&threadID=9036


    Vielen Dank an Stefanie und alle Mitleserinen für die tolle Leserunde. Mir hat sie sehr viel Spaß gemacht, vor allem weil hier manches aufgeklärt werden konnte. Hätte ich das Buch für mich alleine gelesen, wäre ich wegen der besagten Punkte doch enttäuscht gewesen.
    Aber so konnten wir erfahren, wie es von Stefanie und auch vom Verlag gedacht war und somit konnte ich es besser nachvollziehen.


    LG Karin

  • So, noch mal lieben Dank für die tolle Leserunde. Es hat wieder mal wirklich Spaß gemacht und es ist immer wieder schön, wenn eine Autorin uns beim lesen begleitet.


    Hier kommt meine Rezension:


    Eine italienische Liebe


    Mit Piniensommer haben wir eine Fortsetzung von Band 1 "Das Sternenboot", das man nicht unbedingt lesen muss um Band 2 zu verstehen, aber schaden tut es auf alle Fälle nicht. Finde ich zumindest, denn es ist immer wieder schön, wenn man einfach mehr weiß und seine Lieblinge schon besser kennengelernt hat.


    Nicola und Stella, die sich schon seit Kindertagen lieben. Sie sind zwar verlobt, wohnen aber immer noch getrennt und müssen sich heimlich treffen, wenn sie mal mehr wie nur reden möchten. Leidenschaftliche treffen, an vielen verborgenen Plätzen......................die Liebe findet ihrer Weg. Architektur ist ihre zweite gemeinsame Leidenschaft und beide studieren an der gleichen Universität. Stella macht sich aber viel zu viele Sorgen um alles und jeden und Nicola ist eher der unbeschwerte Typ, der heute lebt und das einfach genießen möchte. Tauchen ist aber Nicolas grösste Leidenschaft neben Stella und ein leben ohne sein geliebtes Meer ist nicht vorstellbar.


    Alles geht mit so viel Liebe weiter, doch das Leben selbst, hat andere Pläne und das Schicksal meint es mit beiden nicht gut.


    Die Charaktere Stella und Nicola mochte ich schon von Anfang an sehr gerne. Doch ich muss zugeben, so schön die Geschichte ist, mir fehlte dennoch ein bisschen die Nähe zu den Charakteren. Die Geschichte wird in einigen Perspektiven wechselnd erzählt und sorgt damit immer wieder für ein bisschen frischen Wind und Abwechslung. Die Autorin hat hier die bedrückende Stimmung zwar sehr gut vermittelt, aber meiner Meinung zu viel Zeit mit der Trauer beschrieben, das die glücklichen Ereignisse einfach zu kurz gekommen sind. Darum ist dann in kürzester Zeit so viel passiert, was wohl nur zwischen den Zeilen stand, weil die Trauer einfach zu viele Zeilen gebraucht hat.
    Andere Charaktere waren zwar von Anfang an wieder dabei, blieben mir aber zu sehr im Hintergrund. Für meinen Geschmack wurde auch ein bisschen zu viel mit den Toten gesprochen und es war ein bisschen zu übersinnlich, da scheinbar in Sizilien jeder das zweite Gesicht hat. Es hat zwar nicht weiter gestört, aber mir was es halt zu viel.


    Der Schreibstil ist wirklich fließend zu lesen und auch der historische Hintergrund ist toll recherchiert und selbst die politischen Veränderungen in Italien waren immer präsent. Das lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich finde es ist eine wunderschöne Geschichte, die sich teils wie ein Märchen liest. Für meinen Geschmack war nur über die Trauer zu viel erzählt und das eigentliche Leben dadurch einfach zu kurz gekommen.


    Die Links folgen dann nach Freischaltung und auf der Hauptseite hat Karin ja schon alles in die Wege geleitet.


    So, die Links sind alle Freigeschaltet und hier kommen sie :




    Hier ( Pelikanchen ) https://literaturschock.de/lit….msg967128.html#msg967128
    Lovely Books ( Pelikanchen ) https://www.lovelybooks.de/aut…6-w/rezension/1459627607/
    Amazon ( Carmen ) https://www.amazon.de/gp/cdp/m…centReview#R36S6C5MIP9V76
    Was liest du https://www.randomhouse.de/Buc…nberger/Diana/e456294.rhd
    Literaturschock Hauptseite ( 31.05. Carmen Dauer ) https://literaturschock.de/lit…erstenberger-piniensommer
    Diana Verlag ( Carmen Dauer 29.05. ) https://www.randomhouse.de/Buc…nberger/Diana/e456294.rhd

  • Bevor es Zeit für mich ist, zum Schluss zu kommen, möchte ich mich ganz herzlich für die Teilnahme an der Leserunde bedanken - und ein besonderes Dankeschön richten an die Autorin für ihre Begleitung!


    Die Links zu meiner Rezension, die ich noch auf weiteren Plattformen veröffentlichen werde, reiche ich nach den jeweiligen Freischaltungen nach.



    "Sizilianische Familienbande"


    Es geht weiter mit der Erzählung des Lebenswegs der jungen Sizilianerin Stella und ihrer eigenwilligen Familie!
    Diesmal erstreckt sich die Handlung über die Zeit zwischen 1965 und 1975.
    Stella und Nico, beide 19 Jahre alt zu Beginn des Romans und glücklich verlobt, müssen auf Wunsch von Nicos Mutter Flora, die der künftigen Schwiegertochter nicht eben freundlich gesonnen ist, noch einige Jahre warten, bis sie endlich heiraten können. Lang ist ihnen diese Zeit, denn sie lieben einander aus ganzem Herzen.
    Zuerst einmal aber erwerben sie ihren Schulabschluss, die Maturita, um dann gemeinsam in Palermo Architektur zu studieren. Mit dem Lernen und Studieren tut sich der lebensfrohe Nicola deutlich schwerer als seine Freundin, die ohnehin die Zielstrebigere von beiden ist; dazu ist sie noch belastet mit der Verantwortung für ihre komplizierte, chaotische, doch sehr liebenswerte Familie.
    Nico ist mit anderen Dingen beschäftigt: er ist leidenschaftlicher Apnoe-Taucher und hat sich zudem zum Ziel gesetzt, seinen Beitrag zu leisten zur Bekämpfung von Korruption und Vetternwirtschaft, die Siziliens politische und gesellschaftliche Strukturen durchziehen. Sowohl mit der einen als auch mit der anderen Aktivität begibt er sich auf gefährliches Terrain....


    Da sich der Klappentext des Buches mit dem schönen Einband auf nur diese Informationen beschränkt, möchte ich das hier auch tun, um nicht zuviel zu verraten über den Roman, den ich mit Spannung, Neugierde und viel Anteilnahme gelesen habe.
    Es gelingt der Autorin, die ganz offensichtlich vertraut ist mit der Materie, derer sie sich annimmt, den Leser mitzunehmen in den Alltag einer sizilianischen Familie, die mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen hat und die doch jederzeit zueinandersteht! Dies tut sie auf bildhafte Weise, die in mir italienische Filme der 60er Jahre hochkommen lassen...
    Ihre Protagonisten, schrullig, abergläubisch, gefangen in ihren Konventionen, aber durchaus bereit, sie abzuschütteln, wenn es notwendig wird, sind so menschlich und liebenswert geschildert, dass es dem Leser keine Mühe macht, sie alsbald ins Herz zu schließen, Anteil an ihren Schicksalen zu nehmen, sich mit ihnen zu freuen und mit ihnen zu leiden.


    Ebenso gibt uns die Autorin einen Einblick in die ländliche sizilianische Gesellschaft von vor etwa fünfzig Jahren, deren Strukturen teilweise noch sehr stark den Sitten und Gebräuchen einer viel weiter zurückliegenden Epoche verhaftet sind, die aber gleichzeitig voller Widersprüche ist: Modernes und Archaisches liegen eng beieinander - und harmonieren auf eine seltsame Weise sogar!
    Viele Bewohner des kleinen südsizilianischen Ortes am Meer, in dem die Geschichte zum Großteil angesiedelt ist, verfügen über das "zweite Gesicht", - und gehen damit um, als wäre das das Normalste der Welt...
    Und auch für den Leser scheint es alsbald selbstverständlich zu sein, dass die Toten zu den Protagonisten sprechen oder sie des Nachts in ihren Träumen besuchen, um ihnen Zeichen zu geben oder den rechten Weg zu weisen.
    Dem gegenüber steht der harte sizilianische Alltag, der dauerhafte Kampf gegen die Autoritäten und deren Willkür, denen man, wenn überhaupt, nur mit List und Tücke begegnen kann. Auch dem immerwährenden Geldmangel begegnet man eher stoisch und ganz und gar unaufgeregt. Irgendwie wird's schon weitergehen, vermeint man die Protagonisten sagen zu hören...


    Stefanie Gerstenberger versteht es sehr gut, diese so unterschiedlichen Elemente miteinander zu einer homogenen, glaubhaften Handlung zu verknüpfen.
    Von gelegentlichen Längen abgesehen, ist ihr ein empfehlenswerter, gefühlvoller und anrührender Roman gelungen, den ich all jenen weiterempfehlen kann, die romantische, dramatische und doch realistische Familiengeschichten mögen, gleichgültig, ob sie eine Affinität zu Italien respektive Sizilien verspüren oder nicht.


    Doch es soll erwähnt werden, dass "Piniensommer" einen Vorgängerband hat, "Das Sternenboot" nämlich!
    Ich kannte diesen ersten Teil nicht und hatte so beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass mir Entscheidendes fehlt, dass ich mitten in eine Geschichte einsteige, die schon lange davor begonnen hat. Ich kam mir oft vor wie eine Mutter, die die wichtigsten Entwicklungsjahre ihres Kindes verpasst hat und jetzt versucht, sich diese irgendwie zusammenzureimen. Immer aber spürt sie, dass sie es bis in alle Tiefen niemals verstehen wird.
    Und so lautet meine Empfehlung an alle potentiellen Leser, zum besseren Verständnis unbedingt den ersten vor dem zweiten Band zu lesen!

  • Danke für eure tollen, superausführlichen Rezensionen
    und eure ehrlichen Meinungen!
    Besser & schöner hätte ich manche Dinge nicht beschreiben und zusammenfassen können.
    (Besonders bei dir, Ulrike)


    Mein Ziel ist es, Bücher zu schreiben, die ich selber gerne lesen würde...
    an wem soll ich mich auch sonst orientieren? :)


    Egal wieviel Sterne ihr gegeben habt, aufgrund eurer Beurteilungen würde
    ich den PINIENSOMMER liebend gerne lesen!
    GRAZIE!


    STEFFI

  • Vielen Dank für diese tolle Leserunde, danke an Leserunden.de, dem Forum, dem Diana-Verlag und einer gutgelaunten Stefanie Gerstenberger, liebe Grüße, SABO
    :bussi:


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    Palermo, Sizilien
    "Stella und Nicola fühlen sich seit Kindertagen zueinander hingezogen. Während Stella unbedingt Architektin werden möchte, ist Nicola leidenschaftlicher Apnoetaucher. Tag für Tag steigt er in die gefährlichen Tiefen des blauen Meeres hinab und genießt die Musik der Stille.
    Die beiden Liebenden träumen von einem selbstbestimmten Leben. Doch dann schlägt das Schicksal völlig unerwartet zu .."



    Nicola und Stella lieben sich nach wie vor. Zwei, die einfach nicht voneinander lassen können, zwei, deren Herz in einem Takt schlägt -
    und das, obwohl sie so verschieden sind.
    Stella ist fleissig und zielstrebig, sie will Architektin werden und drei tolle Studienjahre in Palermo stehen ihr bevor, aber auch drei Jahre "Heiratsfrist", auf der Nicos Mutter Flora bestand.
    Flora ist sich nicht sicher, ob Stella die Richtige für ihren Sohn ist, aber sie akzeptiert sie. Die alleinstehende Witwe, deren große Liebe von der Mafia getötet wurde, trägt den Trauerflor, wie eine zweite Haut. Eine schwarze Wolke schwebt über Flora, ist ihr ständiger Begleiter.
    Als Nico die stillgelegte Radiostation seines Vaters aufspürt, baut er sie mit seinem Freund Manuele auf dessen Dachboden auf und reaktiviert sie.
    "L´Onda blu", Die blaue Welle ist geboren. Mit der rauchigen Stimme Clint Eastwoods, prangert er die neuesten Machenschaften der Mafia an.
    Auf ganz Sizilien macht sich der Bauwahn der "La Famiglia" breit. Sogar die schöne Küste wird bebaut. Grauer Beton, kontra Natur.
    Wie das Tauchen, durchaus gefährlich..


    Es gibt ein Wiedersehen mit den "verrückten" Schwestern, (Keine Angst!)eine überraschende und unterhaltsame Geschichte, der ich viel abgewinnen konnte. Stella bekommt eine ziemlich beste Freundin, die eine wirkliche Bereicherung für ihr Leben ist.
    (Danke dafür!)
    Trauer ist auf Sizilien etwas ganz Besonderes, was sie zu etwas ganz Normalem macht, denn die Erinnerung ist ein sicherer Ort.


    "Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können."
    Jean Paul


    Da wo Leidenschaft ist, da ist Schmerz nicht weit, Tränen des Glücks und Tränen der Verzweiflung. Ein immerwährender Kreislauf
    des Dramas um Liebe und Tod. Unser "Sternenboot" schippert in den "Piniensommer".
    Der Ende des ersten Teils ist auch der Anfang des zweiten Buches:
    Wasser und Versuchung und die Sterne immerdar.


    Stefanie Gerstenberger hat einen würdigen Nachfolger zum Sternenboot geliefert, ich wünschte, dazu gäbe es auch eine Fortsetzung. Man will die liebgewonnenen Charaktere noch nicht loslassen und schließt mit einem großen Seufzer das Buch.
    Wunderbar flüssig, spannend und unterhaltsam, man inhaliert dieses sizilianische Drama. Ein Buch, das mit viel Mühe und Liebe geschrieben und ausgezeichnet recherchiert ist. Man merkt der Autorin die Leidenschaft zu Sizilien an, fängt man an zu lesen, ist man dort!
    So mancher wird seine eigene Moral überdenken müssen. Freude und Trauer sind Brüder, die nicht auf vorgeschriebenen "Pfaden" gehen..
    Viel Vergnügen und gute Unterhaltung!


    5/5 Sterne


    https://leserunden.de/forum/in…14722.msg303380#msg303380
    https://literaturschock.de/lit…scussions/review?id=12210
    https://www.amazon.de/review/R…m?ie=UTF8&ASIN=3453291611
    https://www.goodreads.com/review/show/2017831152
    http://wasliestdu.de/rezension/blaue-welle
    http://www.mayersche.de/Pinien…f31b6a42601&_artperpage=3
    https://www.lovelybooks.de/aut…6-w/rezension/1460860433/

  • Stella und Nicola sind am selben Tag zur Welt gekommen und seit ihrer Kindheit zog sie etwas zueinander. Nun sind sie schon seit einiger Zeit verlobt, da Nicos Mutter darauf bestanden hat, dass sie nicht sofort heiraten.
    Sie beginnen beide, Architektur zu studieren, doch Stella ist deutlich mehr bei der Sache als Nico. Er geht lieber tauchen und heimst als Apnoetaucher auch einige Preise und Auszeichnungen ein. Doch dieses Hobby ist gefährlich und so bittet Stella ihn mehr als einmal inständig, nicht zu leichtsinnig zu sein und seine Tauchgänge einzuschränken. Undenkbar für Nico, der sich im Wasser wie zuhause und praktisch unbesiegbar fühlt, auch wenn ihm sein Körper hin und wieder etwas anderes signalisiert. Dann stürzt er sich noch dazu in ein weiteres gefährliches Projekt und gründet einen kleinen Piraten-Radiosender, in dem er die allgegenwärtige Korruption und Verwicklung der Mafia in alle Entscheidungen anprangert – ein mutiges, aber aussichtsloses Unterfangen im Sizilien der 60er Jahre!
    Hat das junge Paar unter diesen Voraussetzungen die Chance auf ein friedliches und glückliches Leben?


    Die Geschichte von Nico und Stella wurde bereits im Vorgängerband „Das Sternenboot“ begonnen und nun fortgesetzt. Meiner Meinung nach kann man „Piniensommer“ auch allein lesen, man steigt dann eben direkt in die Geschichte der jungen Erwachsenen ein. Es fehlen einem einige Vorkenntnisse über Stellas Familiengeschichte, aber letztlich wird alles erwähnt und so sollte man auch ohne die Vorgeschichte mit der Handlung zurechtkommen. Schöner ist es natürlich immer, wenn man die Figuren bereits kennt und nun wieder zu ihnen zurückkehren darf.


    Mir persönlich hat auch dieser zweite Band wieder sehr gut gefallen. Es ist teilweise unvorstellbar, wie rückständig die 60er Jahre waren, was das Denken und Handeln der Menschen anging, insbesondere natürlich im Hinblick auf Frauen und ihre Rechte. Hier muss man sich wirklich in eine ganz andere Zeit denken bzw. von der Autorin dorthin entführen lassen.
    Auch sehr deutlich wurden für mich wieder einmal die Unterschiede zwischen deutscher und italienischer Mentalität. Auf Sizilien werden die Gefühle viel intensiver ausgelebt, vor allem Trauer.
    Auch sollte man eine gewisse Offenheit für unerklärliche Ereignisse mitbringen. Ich bin ein sehr rationaler Mensch und glaube beispielsweise nicht an Botschaften aus dem Jenseits – aber hier in der Geschichte wurde es durchaus vorstellbar, da es einfach in den Rahmen passte.


    Neben den Protagonisten gibt es auch hier wieder eine ganze Reihe interessanter Nebenfiguren, vom liebenswerten besten Freund bis zu Stellas skurriler Familie – diese geben der Geschichte einen ganz besonderen Reiz und manche von ihnen entwickeln sich auch ganz erstaunlich!


    Insgesamt eine wunderschöne Geschichte, sowohl als Fortsetzung des Sternenboots als auch als neues eigenständiges Buch!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen