3) Seite 151 - Seite 227 (Kapitel 7 - Kapitel 9)

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  • ( ... ) Aber die beiden waren 15, meiner Meinung nach hätte das nicht gut gehen können. Sie hatten nur Reeds Ersparnisse und wußten da ja noch gar nichts von der Schwangerschaft. Arbeit hätten sie sich auch erst noch suchen müssen. Ich denke, so war es Lynne auf jeden Fall lieber. ( ... )


    Das ist meine These auch! Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und mutmaße, dass die ganze große Liebe der beiden Kinder, an der ich nicht zweifle, der harten Realität damals nicht standgehalten hätte. So hat jeder die Liebe zum anderen bewahrt und sie kann nach Jahren der Reifung wieder neu aufflammen und sich bewähren.
    Was ja auch geschieht....


  • Mit Eifersucht habe ich so meine Probleme! Sie sind für mich immer ein Zeichen des Misstrauens, etwas also, das jede Beziehung kaputtmachen bzw. bereits im Keim ersticken kann.


    Und ist Eifersucht denn ein Zeichen, dass man jemanden liebt? Oder nicht eher ein Warnsignal für Besessenheit ( nebst oben erwähntem Misstrauen )?


    Das ist eine gute Frage.


    Eifersucht ist meiner Meinung nach das Gefühl, dass man Angst hat ersetzt oder ausgetauscht zu werden. Ich selbst habe mir mal mit Eifersucht einen Urlaub versaut und nicht nur mir, sondern auch meinem damaligen Freund ;D


    Nach 10 oder 11 Jahren Partnerschaft, in denen ich nie einen Grund hatte eifersüchtig zu sein, kam jemand des Weges, der die ungeteilte Aufmerksamkeit meines Freundes hatte - einen ganzen Urlaub lang. Über meine Gefühle zu reden hat nichts gebracht, denn er sah das vollkommen anders als ich und dass ich mich total unverstanden fühlte, hat die Sache nicht besser gemacht.


    Eifersucht ist auch nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass man jemanden liebt - aber wenn man keine Gefühle für ihn hätte, bzw. wenn er einem egal wäre, wäre man auch eher nicht eifersüchtig. Oder?

  • Das ist meine These auch! Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und mutmaße, dass die ganze große Liebe der beiden Kinder, an der ich nicht zweifle, der harten Realität damals nicht standgehalten hätte. So hat jeder die Liebe zum anderen bewahrt und sie kann nach Jahren der Reifung wieder neu aufflammen und sich bewähren.
    Was ja auch geschieht....


    Da stimme ich zu! Ich bezweifle auch, dass die beiden es überstanden hätten, wenn sie zusammen fortgelaufen wären. Lynne hätte es ja sowieso immer zurückgezogen, sie hätte ihre Eltern vermisst, Reed hätte vermutlich versucht, mit aller Gewalt festzuhalten, ... Dann das tägliche Überleben. Es hätte vielleicht gutgehen können, aber sehr wahrscheinlich ist das nicht.

  • Das Buch ist einfach nur wunderschön zu lesen. Die ganze Zeit habe ich das Gefühl, dabei zu sein!


    Das Rugby-Spiel war für Lynne dann ja doch noch Aufregung pur. Erst will sie gar nicht hin und dann geht es Schlag auf Schlag. An Winnie ist eine tolle Verhandlungsstrategin verloren gegangen. Sie war einfach super, wie sie diesen ollen Adams überzeugt hat, doch noch sein Geld als Sponsor zu investieren. Und dann ist da auch noch Reed, der diesem kleinen Mädchen so viel Freude macht und Lynne mit seinem Erpressungsversucht ein Treffen abringt. Da musste ich richtig grinsen… ;)


    Nun kennen wir auch die Wahrheit über den Bruch zwischen Lynne und Reed. Eigentlich kann man Lynne gar keinen Vorwurf machen. Sie war noch so jung und wollte eigentlich nicht weg – nur bei Reed sein. Und ihn kann ich auch verstehen, dass er es daheim nicht mehr ausgehalten hat. Das Verbergen der Schwangerschaft und die Begegnung mit Rosemary waren einschneidende Punkte in Lynnes Leben ebenso wie die Geburt ihres Kindes. Ich versuche mir die ganze Zeit vorzustellen, wie viel Kraft dies alles sie gekostet hat. :(


    Für Jen ändert sich auch einiges nach dem Rugby-Spiel. Ava ist einfach eine Wolke! Da tun sich für Jen ganz tolle Möglichkeiten auf. Die selbst ist auch ganz begeistert und kann ihr Glück gar nicht fassen. Das Gespräch mit Winnie über die Transplantation fand ich wirklich krass. Wieviel Mut das kostet und auch noch alles kindgerecht zu erklären. Aber Winnie erstaunt mich von allen am meisten, wie positiv und mutig sie mit allem umgeht. Und Oliver – mein Held – ist auch so ein lieber Mensch, den Winnie genauso mag wie Jen. Zwischen den beiden rappelt es ganz schön – Zeit wird es ja endlich. Und ich würde mich wirklich für alle freuen, denn jeder von ihnen hat das Glück verdient. 8)


    Auf in den nächsten Abschnitt… :lesen:


  • Ich frage mich ein wenig, wie es kommt, das Reed sie nach der ganzen Zeit und ihrer Ablehnung offenbar noch immer liebt und so tut als wäre nichts dazwischen gewesen. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Menschen verändern sich ja - gerade bei solch einer Zeitspanne und da kommt es mir irgendwie komisch vor, dass er so zutraulich ist.
    Findet ihr nicht?


    Ich glaube, dass er auch in den Jahren verstanden hat, dass er Lynne damals unter Druck gesetzt hat und dass es nicht ihre Schuld war. Beide sind jetzt erwachsen und ich finde es wunderschön, dass er sie immer noch liebt. Er hat immer etwas besonderes gesehen - Lynne umgekehrt genauso - und sie haben so viel miteinander geteilt. Wahrscheinlich hat er niemanden getroffen, der ihn so vorbehaltlos geliebt hat. Und außerdem gefällt sie ihm anscheinend jetzt auch noch sehr gut... :)


  • Sehr nachdenklich hingegen haben mich Winnies Argumente gemacht, ein Kind sollte sich um sowas keine Gedanken machen müssen….


    Der Satz ging mir auch durch und durch. Es ist nicht das erste Mal, dass ich sowas in der Richtung gehört habe. Geht es nur mir so oder wirken diese "besonderen" Kinder meist schon viel erwachsener als wir Großen? Ich habe oftmals das Gefühl, als wenn sie viel mehr an Weisheit und Gelassenheit an den Tag legen oder auch eine positivere Einstellung haben als die Erwachsenen. Sie nehmen ihr Schicksal viel eher an. Das erstaunt mich immer wieder, wenn ich im Hospiz bin.


  • Dann erfährt Jen, dass Oliver sich von Sarah getrennt hat, nicht zuletzt wegen dieser hinterhältigen Geschichte mit dem zur Arbeit drängen. Und als Krönung legt Oliver noch ein Liebesgeständnis nach. Da hat Jen ja eine ganze Reihe Informationen zu verarbeiten. Dazu noch die Sorge um ihre Tochter …


    Das war auch wieder so ein AHA-Moment. Ich habe regelrecht gejubelt, als er Sarahs Kram in die Kisten geworfen hat. Endlich ist diese fiese Schnecke weg und die Bahn ist frei. Außerdem hat mir das einmal mehr bewiesen, was Oliver für ein toller Kerl ist. Ich fand auch sein Geständnis herrlich. Es gab da mal einen Moment, wo er mit Jen über Winnies Geburt gesprochen hat. Jack war nicht da, aber Oliver war im Krankenhaus. Da habe ich schon gedacht "eigentlich ist er der richtige Vater für Winnie".


  • Winnie gefällt mir in diesem Abschnitt besonders gut! Sie ist witzig, schlagfertig, mutig und intelligent. Wie sie ihre Mutter aufbaut und tröstet - klasse!!


    Ja, ich finde, die beiden sind ein ganz besonderes Gespann. Man spürt richtig, wie sehr Jen ihren kleinen Engel liebt und auch Winnie sehr an ihrer Mutter hängt. Da passt kein Blatt Papier mehr dazwischen... ;)


  • Ich habe neulich den Mann getroffen, in den ich als Jugendliche unsterblich verliebt war. O weh, gut, dass das nichts gegeben hat! :totlach:


    Das ist ja witzig! Ich habe solch ein Erlebnis vor 3 Jahren gehabt und genau das selbe gedacht. Allerdings ist er immer noch ein netter Kerl, nur fehlt mir wirklich die Phantasie, warum ich damals so verliebt in ihn war... :D


  • Da kann ich Dir nur zustimmen! Mein Mann und ich sind nun schon 38 zusammen und davon 32 verheiratet. Er hat beruflich ständig mit vielen wunderschönen Frauen zu tun und einige waren wirklich hartnäckig oder auch unverschämt. Da grummelte es oftmals in mir. Doch ich habe mir nichts anmerken lassen (einige graue Haare hat es mich aber wohl gekostet). Eines Tages hat mein Mann mir gesagt, dass er total eifersüchtig auf meinen Ex-Freund ist, der bei uns ein und aus ging, Patenonkel meines ältesten Sohnes ist und mit dem ich mich nach der Beziehung besser verstand, als zur Zeit als wir ein Paar waren. Da musste ich laut lachen und habe ihm meine eigenen Befürchtungen gebeichtet. Seitdem machen wir immer so kleine Bemerkungen, wenn wir mal den anderen "erwischen". Das hat uns eigentlich nur noch mehr zusammengeschweißt.

  • Es gibt Mädchen, die zu Hause wohnen und nicht einmal die eigene Mutter bemerkt die Schwangerschaft. Rhys und sie standen sich nicht besonders nah und dass sie zugenommen hat, schob er wohl auf Liebeskummer. Eine Bekannte von mir erfuhr vor kurzem in der 35. SSW, dass sie ein Kind bekommt. Sie hatte ein gutes Monat, um alles vorzubereiten :o
    Bei mir glaubte mir noch im sechsten Monat niemand, dass ich schwanger war, man sah einfach nichts. Und generell hatte ich einen sehr kleinen Bauch, auch zum Schluss. Es ist also nicht bei allen so ersichtlich und wie gesagt, wenn man dann gar keine besondere Bindung hat und nicht so darauf achtet ...


    Als ich mit meinem ersten Sohn schwanger war, wusste ich es erst im 7. Monat, als ich zum Arzt gegangen bin, weil ich seit einiger Zeit ständig Bauchschmerzen hatte. Bis dahin hatte ich sogar regelmäßig meine Regel weiter, zwar nicht so heftig wie sonst. Als der mir sagte, ich wäre schwanger, habe ich ihn wie einen Geist angesehen, denn ich hatte 3 Jahre vorher die Diagnose bekommen, dass ich wahrscheinlich nie Kinder haben würde. Und nun sind es 5... :)

  • Als ich mit meinem ersten Sohn schwanger war, wusste ich es erst im 7. Monat, als ich zum Arzt gegangen bin, weil ich seit einiger Zeit ständig Bauchschmerzen hatte. Bis dahin hatte ich sogar regelmäßig meine Regel weiter, zwar nicht so heftig wie sonst. Als der mir sagte, ich wäre schwanger, habe ich ihn wie einen Geist angesehen, denn ich hatte 3 Jahre vorher die Diagnose bekommen, dass ich wahrscheinlich nie Kinder haben würde. Und nun sind es 5... :)


    Wahnsinn - das ist so eine Geschichte, wenn man darüber in einem Buch schreiben würde, hieße es wieder: Das ist unglaubwürdig, so etwas passiert im wahren Leben nicht. Einfach nur toll!


    Ich finde es aber auch sehr interessant, dass man eigentlich davon ausgeht, wie selten es ist, dass jemand eine Schwangerschaft nicht bemerkt - und dann haben es hier aber schon viele selbst erlebt oder kennen jemanden, bei dem es so war. So selten scheint es also gar nicht zu sein.

  • Wahnsinn - das ist so eine Geschichte, wenn man darüber in einem Buch schreiben würde, hieße es wieder: Das ist unglaubwürdig, so etwas passiert im wahren Leben nicht. Einfach nur toll!


    Ich finde es aber auch sehr interessant, dass man eigentlich davon ausgeht, wie selten es ist, dass jemand eine Schwangerschaft nicht bemerkt - und dann haben es hier aber schon viele selbst erlebt oder kennen jemanden, bei dem es so war. So selten scheint es also gar nicht zu sein.



    Ich glaube auch, dass es öfter vorkommt, als wir ahnen. Man bedenke nur die ganzen Teenagermütter, bei denen die Eltern aus allen Wolken fallen, da kommt es auch oft vor, dass keiner was geahnt oder gewusst hat. Und ebenso wird es Frauen gehen, die weiterhin ein normales Leben ohne Symptome haben und auch erst einmal nicht zunehmen. Weshalb sollte man da denken, man wäre schwanger?

  • Puh, jetzt auf alles einzugehen, kriege ich vermutlich gar nicht hin *grübels*


    Nur mal zwei Sachen:


    @Eltern setzen Lynne unter Druck
    Das habe ich so gar nicht empfunden. Sie lieben ihre Tochter einfach und wollen sie natürlich bei sich haben. Vor allem, wenn sie noch minderjährig ist. Sie haben Reed ja auch angeboten, mit ihnen zu kommen, damit sie mal über alles reden.
    Er hat natürlich nur schlechte Erfahrungen gemacht und will das alles gar nicht.
    Ich denke für Lynne war es die beste Entscheidung. Spätestens wenn sie von der Schwangerschaft erfahren hätte, wäre sie wohl wieder nach Hause gegangen. Alleine mit Reed wäre sie noch überforderter gewesen.
    Als sie allein zur Entbindung ins Krankenhaus ist - was hätte sie tun sollen? Ihre Eltern waren ja nicht da. Da war ja niemand, der es sonst wusste.


    @Eifersucht
    Also ich bin durchaus auch ein eifersüchtiger Mensch. Das liegt auch mit daran, dass ich einfach schon gut hintergangen und betrogen wurde. Der Typ danach hatte ständig mit anderen Weibern zu tun und der danach erstrecht. Somit war natürlich immer die Angst da. Bei Fernbeziehungen ist das auch nicht ganz so einfach.
    Mein Mann jetzt ist ganz anders. Klar hat er auch mal mit Frauen zu tun, aber da er sich nicht in einer Tour mit ihnen umgibt und ich die eigentlich auch immer alle kennenlerne, ist das für mich kein Thema.
    Mal so eine kleine Spitze - ja, aber das führt nur dazu, dass ich einmal doll geflauscht werde und darum geht es mir ja dann. Andersherum ist er ja auch so und deshalb passt es ganz gut :herz:

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen