1) Seite 7 - Seite 85 (Prolog - Kapitel 3)

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  • Hallo liebe Ella Simon,
    liebe MitleserInnen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Das Leuchten einer Sommernacht" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders die Autorin Ella Simon (Sabrina Qunaj) - schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netikette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Inhalt bis Seite 85 schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Habe jetzt den ersten Leseabschnitt durch und bin überwältigt. Dieses Buch hat mich gleich von der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Allein schon die Kennzeichnung eines neuen Kapitels finde ich total schön. Schlicht, aber durch die Schreibschrift und die Sterne wirken diese ein klein wenig verspielt. Da ich das ebook lese, kann ich zum Cover nicht ganz so viel sagen, da dies nur schwarz-weiß ist. Allerdings erkennt man auch in der ebook-Variante schön die Kontraste der Sterne und Windlichtgläser, es ist fast als würden diese wirklich leuchten.


    Zur bisherigen Story hoffe ich die passenden Worte zu finden und nichts zu vergessen, was mich bewegt hat. Zunächst lernt man Lynne und Reed im Jugendalter kennen. Die Autorin hat es geschafft die beiden im Prolog schon lebensnah vorzustellen. Ich hatte bei beiden gleich ein Bild im Kopf. Lynne erinnerte mich sogar ein klein wenig an mich selbst, wie ich im Unterricht gesessen habe und gerade freitags ungeduldig erst zur Uhr und dann aus dem Fenster geschaut habe um nach einem bestimmten Auto Ausschau zu halten ... Reed dagegen wirkt auf mich eher wie ein kleiner Rebell, der ganz genau weiß welche Hebel er bewegen muss, damit Lynne ihn anschmachtet. Man könnte fast meinen, dass es sich jetzt so eine ganze Weile hinziehen müsste, doch die Autorin wechselt den Schauplatz und springt 12 Jahre weiter. Die Wege der beiden haben sich längst getrennt ...


    Ich musste schmunzeln als ich die ersten Seiten des ersten Kapitels gelesen habe, denn sowas kommt mir bekannt vor, man hat etwas (Wichtiges) vor und alles scheint sich gegen einen verschworen zu haben. So nun auch bei Lynne, die nun mittlerweile als erwachsene Frau die Leitung der Organisation "Gute Fee" hat. Ihr passieren Missgeschicke wie sie alltäglicher nicht sein könnten und gerade das macht sie in diesem Moment total sympathisch und man ärgert sich mit ihr (so geht es mir zumindest).


    Auch spürt man in diesem ersten Leseabschnitt die Ironie des Schicksals, denn dieses sieht vor, dass sich die Wege von Lynne und Reed hier wieder kreuzen. Denn Reed ist Teil eines Wunsches den die Organisation dem kranken Mädchen Winnie erfüllt. Für Lynne völlig unerwartet, doch ich lese zwischen den Zeilen, dass sie nach wie vor etwas für ihn empfindet, auch wenn sie es sich selber noch nicht eingestehen will. Reed scheint es da ähnlich zu gehen. Ich habe das Knistern zwischen den beiden, wenn sie zusammentrafen förmlich spüren können. Bin mal gespannt, wie es zwischen den beiden weiter geht. So wie Reed beschrieben wird, könnte er mir auch gefallen :-)


    Zu Winnie möchte ich sagen, dass es allerliebst ist, wie lebendig dieses Mädchen trotz der Krankheit ist. Wie sie aufblüht als sich ihr Wunsch erfüllt, dass sie quasi vor Freude sprüht. Das steckt auch beim Lesen ein wenig an und man freut sich mit der Kleinen. Das Reed sich besonders um das Kind bemüht könnte zwei Gründe haben, entweder Reed ist so berechnend, dass er diese Wunscherfüllung zu seine Zwecken missbraucht um in der Presse gut da zustehen. Allerdings tendiere ich persönlich eher zur anderen Option, Reed will so den Abstand zu Lynne wahren, da er selbst (seiner Gefühle) unsicher ist.


    Was ich auch klasse fand, dass ein Einblick in das Leben von Winnie und ihrer Mutter Jen stattfand. Sie scheint es in ihrem Leben auch nicht immer einfach gehabt zu haben und kümmert sich trotz allem so herzlich um ihr krankes Kind. Interessant fand ich auch die Reaktionen von Oliver, ob da wohl auch mehr im Spiel ist als nur Chef-Mitarbeiter-Beziehung. Bei ihm passt es wirklich mit "harte Schale, weicher Kern". Trotz seines oft grimmigen Verhaltens, ist mir dieser Mann auch irgendwie sympathisch. Jens Reaktion auf das Auftauchen ihres Ex-Mannes fand ich klasse, sie hat es drei Jahre ohne ihn geschafft! Hätte auch nicht anders gehandelt!


    Das drittel Kapitel ist wiederum sehr Erlebnisreich, denn die Rugby-Stars inkl. Reed werden für einen guten Zweck "versteigert". Lustig finde ich es, an welche Art Frau Reed geraten ist. Hatte allerdings doch ein wenig gehofft, dass Lynne zumindest versucht ihn zu ersteigern. Allerdings weiß ich (noch) nicht was damals zwischen den beiden vorgefallen ist, warum sich ihre Wege trennten. Ich denke einfach mal, dass Lynne vielleicht Angst hat sich wieder auf etwas einzulassen und am Ende wieder einen Verlust zu verarbeiten hat. Auch hier wird in der Garderoben-Versteck-Szene wieder ganz deutlich, dass da noch irgendwas zwischen den beiden ist. Beide haben Angst vor dem nächsten Schritt, das ist deutlich und ich hoffe, dass im Laufe der Story deutlich wird, was 12 Jahre zuvor zwischen den beiden passiert ist. Ich habe im Laufe dieses Leseabschnittes irgendwas von einem Ring gelesen, da fängt es in meinem Köpfchen natürlich an zu arbeiten und wilde Spekulationen beginnen ...


    Mit Sicherheit habe ich hier jetzt Stellen vergessen, die ich eigentlich erwähnen wollte, manches habe ich weggelassen, weil es doch sonst den Rahmen sprengen würde. Ich werde aber mit großer Wahrscheinlichkeit genau diese Dinge in euren Meinungen finden und kann es dann ja dann noch kommentieren.


    Alles in allem bin ich bis hierher gut durch die Story gekommen, Ella Simon hat es geschafft mich völlig in die Story zu holen. Ich bin schon total neugierig welchen Verlauf das Ganze noch nimmt und ob ich mit der einen oder anderen Vorahnung Recht behalte.


    Kann gar nicht abwarten weiter zu lesen ...

    „Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.“ Mark Twain

    Einmal editiert, zuletzt von Darkage-Castle ()

  • Ui, es geht los und dann gleich mit solch einem Beitrag! Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Es ist einfach so schön, dass meine Charaktere andere erreichen und berühren können und ich hoffe, das hält auch für den Rest des Buches an.


    Über kranke Kinder zu schreiben, fiel mir als Mutter von zwei Kindern nicht leicht. Ich musste oft innehalten und durchatmen, besonders auch bei den Recherchen, wenn ich die echten Geschichten las.

  • Hallo zusammen,


    ich habe den 1. Abschnitt auch beendet und ich muss sagen, dass ich schon eine ganze Weile kein Buch mehr in der Hand hatte, das mich so schnell gefangen hat. :daumen:


    Im Prolog lernen wir Lynne und Reed kennen, die offensichtlich bis über beide Ohren ineinander verliebt sind. Lynnes Bruder Rhys scheint aber etwas zu wissen, was der Leser (noch) nicht weiß, denn er versucht vehement seine Schwester davon abzuhalten, mit Reed mitzugehen bzw. sich überhaupt mit ihm zu treffen. In einem Satz wird ADHS erwähnt ....


    Was passiert ist und warum sich die Beiden Knall auf Fall vor 12 Jahren getrennt haben, ist noch im Dunkel verborgen. Aber beide haben irgendwie mit der Sache nicht komplett abgeschlossen, denn man kann regelrecht spüren, dass da noch etwas funkt.


    Dass das 1. Kapitel gleich mit den Missgeschicken von Lynne beginnt ist ein kluger Schachzug von Dir, liebe Ella/Sabrina, denn als Leser steht man sofort auf ihrer Seite. Die Szene mit der Polizei hat mich wirklich belustigt. Schön, dass ihr wenigstens einer von zwei Polizisten geglaubt hat oder zumindest nicht gänzlich dachte, sie wolle sie verarschen. Geht Lynne mit ihm einen Kaffee trinken??


    Ich glaube es war gut, dass Lynne und Reed sich auf dieser Wunsch-Veranstaltung zum ersten Mal getroffen haben, denn anderenfalls hätten sie sich wohl einfach stehen lassen. So mussten sie miteinander kommunizieren, auch wenn das nicht in der schönsten und besten Form geschah, aber sie mussten sich mit dem Anderen auseinandersetzen.


    Gut gefallen hat mir, wie Reed mit Winnie umgegangen ist. Er hat sie vergessen lassen, dass sie krank ist und er hat ihr suggeriert, dass sie alles kann. Als sie sich auf ihn gestürzt hat für den TouchDown ..... :totlach:


    Jen und Winnie haben es nicht einfach. Auch ihr persönlicher Hintergrund ist sehr schön und anschaulich beschrieben und ich kann mir die Kneipe und die Wohnung richtiggehend vorstellen. Warum ist Oliver so ausgerastet als Jack in der Kneipe stand? Gibt es da etwas, das Jen nicht weiß? Er scheint zwar ein mürrischer Kerl zu sein, aber die Contenance verliert er wohl eher nicht so oft. Ist er an Jen interessiert und hat Angst vor seiner eigenen Courage?


    Ich denke, dass Reed sich erhofft hatte, dass Lynne ihn ersteigert. Sie sagte zwar, dass das nicht gehe, dass sie auf der einen Seite Spenden erhalten möchte und dann auf der anderen Seite eine Unsumme für eine Versteigerung ausgibt, aber das würde sie ja privat bezahlen und nicht aus der Kasse der Wunsch-Agentur. Von daher hätte sie tatsächlich mitsteigern können. Aber warum hätte sie das tun sollen? Sie haben sich ja nicht als Freunde getrennt.


    Haha ... nun hat er diese Frau an der Backe, bissl schadenfroh darf man da schon sein, oder?



    Da ich das ebook lese, kann ich zum Cover nicht ganz so viel sagen, da dies nur schwarz-weiß ist. Allerdings erkennt man auch in der ebook-Variante schön die Kontraste der Sterne und Windlichtgläser, es ist fast als würden diese wirklich leuchten.


    Das Cover ist wirklich wunderschön.


    So, nun bin ich gespannt, wie es weiter geht. :winken: :lesen:


    Ich hab gerade auf meiner Facebook-Seite über das Buch geschrieben: Ich hab gerade den 1. Leseabschnitt beendet und ich freue mich schon auf den nächsten Abschnitt. Es gibt Bücher, die saugen Dich ab der 1. Seite einfach auf. Das hier ist so eines.


  • Über kranke Kinder zu schreiben, fiel mir als Mutter von zwei Kindern nicht leicht. Ich musste oft innehalten und durchatmen, besonders auch bei den Recherchen, wenn ich die echten Geschichten las.


    Das glaube ich Dir gerne.
    Bekannte von mir haben einen Sohn im Alter von 15 Jahren an Mukoviszidose verloren. Davor stand jahrelanges Leid und der immerwährende Kampf gegen Windmühlen .....


  • Dass das 1. Kapitel gleich mit den Missgeschicken von Lynne beginnt ist ein kluger Schachzug von Dir, liebe Ella/Sabrina, denn als Leser steht man sofort auf ihrer Seite.


    Ja, ich glaube, wir kennen das alle, oder? Manchmal denke ich mir auch, das gehört in ein Buch. Ich persönlich habe einige solcher Momente, die sich lustigerweise alle auf einer Tankstelle abspielen - Tankstellen und ich, das klappt einfach nicht. Kein Wunder, dass ich schon fast zehn Jahre nicht mehr selbst getankt habe. Ich bin immer noch traumatisiert :-)

  • Das glaube ich Dir gerne.
    Bekannte von mir haben einen Sohn im Alter von 15 Jahren an Mukoviszidose verloren. Davor stand jahrelanges Leid und der immerwährende Kampf gegen Windmühlen .....


    Oh nein, das ist ja schrecklich! Für mich war es ja schon so schlimm, all die Berichte von betroffenen Kindern und Eltern zu lesen, die mir vollkommen fremd sind, wenn man dann jemanden persönlich kennt, muss das ganz furchtbar sein.


  • Ui, es geht los und dann gleich mit solch einem Beitrag! Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Es ist einfach so schön, dass meine Charaktere andere erreichen und berühren können und ich hoffe, das hält auch für den Rest des Buches an.


    Über kranke Kinder zu schreiben, fiel mir als Mutter von zwei Kindern nicht leicht. Ich musste oft innehalten und durchatmen, besonders auch bei den Recherchen, wenn ich die echten Geschichten las.


    Ja, das glaub ich dir gerne. :-*

    „Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.“ Mark Twain


  • Tankstellen und ich, das klappt einfach nicht. Kein Wunder, dass ich schon fast zehn Jahre nicht mehr selbst getankt habe. Ich bin immer noch traumatisiert :-)


    Ja, es gibt Tage, da sollte man am besten im Bett bleiben - wahrscheinlich bricht dann noch der Lattenrost zusammen. :totlach:


  • Die Szene mit der Polizei hat mich wirklich belustigt. Schön, dass ihr wenigstens einer von zwei Polizisten geglaubt hat oder zumindest nicht gänzlich dachte, sie wolle sie verarschen. Geht Lynne mit ihm einen Kaffee trinken??


    Stimmt, das stell ich mir schon sehr amüsant vor. Wer weiss,was der andere gedacht hat ...


    Haha ... nun hat er diese Frau an der Backe, bissl schadenfroh darf man da schon sein, oder?


    Na klar, musste auch schmunzeln,vor allem sein Fluchtversuch :P

    „Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.“ Mark Twain

  • Ja, es gibt Tage, da sollte man am besten im Bett bleiben - wahrscheinlich bricht dann noch der Lattenrost zusammen. :totlach:


    Genau das würde wahrscheinlich passieren. ;D

    „Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.“ Mark Twain

  • Hallo liebe Ella, hallo liebe Leserunde,


    nachdem mir ja "Ein Gefühl wie warmer Sommerregen" so gut gefallen hat, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass die Geschichte weitergeht.
    Ich bin auch gleich wieder gut reingekommen und habe bereits den Prolog schon sehr genossen. Der paßt ja ganz genau, denn bei uns in Bayern war heute ja auch der letzte Schultag vor den Sommerferien. :)
    Lynne und Reed waren ja wirklich ein Traumpaar und Lynne ist mir schon daher so sympathisch, weil sie so fest zu Reed und seiner Krankheit gestanden hat.
    Bin gespannt, was die beiden dann letztlich auseinander gebracht hat.


    Lynne und die Polizisten fand ich ja sehr witzig. Mal schaun ob sie mit dem einen zum Kaffee trinken geht. :) Vielleicht um Reed zu ärgern oder eifersüchtig zu machen?
    Denn dass es zwischen den beiden nur so knistert, das merkt ein Blinder.
    Mir hat es total gut gefallen, wie Reed mit der kleinen Winnie umgegangen ist. Ich denke durch seine eigene Erkrankung hat er sich viel besser in sie hineinversetzen können und ist daher so ungezwungen mit ihr umgegangen.
    Ich glaube auch nicht, dass er ihre Freikarten fürs nächste Spiel vergißt.
    Tja, jetzt muß er aber erstmal schaun, dass er sein tolles Date unbeschadet übersteht. :totlach:


    LG Karin


  • Zu Winnie möchte ich sagen, dass es allerliebst ist, wie lebendig dieses Mädchen trotz der Krankheit ist. Wie sie aufblüht als sich ihr Wunsch erfüllt, dass sie quasi vor Freude sprüht. Das steckt auch beim Lesen ein wenig an und man freut sich mit der Kleinen. Das Reed sich besonders um das Kind bemüht könnte zwei Gründe haben, entweder Reed ist so berechnend, dass er diese Wunscherfüllung zu seine Zwecken missbraucht um in der Presse gut da zustehen. Allerdings tendiere ich persönlich eher zur anderen Option, Reed will so den Abstand zu Lynne wahren, da er selbst (seiner Gefühle) unsicher ist.


    Wegen der Presse hat er es mit Sicherheit nicht gemacht. Ich glaube, er ist einfach so, harte Schale, weicher Kern. Und wer würde bei Winnie nicht dahinschmelzen.



    Was ich auch klasse fand, dass ein Einblick in das Leben von Winnie und ihrer Mutter Jen stattfand. Sie scheint es in ihrem Leben auch nicht immer einfach gehabt zu haben und kümmert sich trotz allem so herzlich um ihr krankes Kind. Interessant fand ich auch die Reaktionen von Oliver, ob da wohl auch mehr im Spiel ist als nur Chef-Mitarbeiter-Beziehung. Bei ihm passt es wirklich mit "harte Schale, weicher Kern". Trotz seines oft grimmigen Verhaltens, ist mir dieser Mann auch irgendwie sympathisch. Jens Reaktion auf das Auftauchen ihres Ex-Mannes fand ich klasse, sie hat es drei Jahre ohne ihn geschafft! Hätte auch nicht anders gehandelt!


    Ich sehe gerade, Du beziehst "harte Schale, weicher Kern" auf Oliver. Hier paßt es aber genauso. Ich glaube auf alle Fälle, dass er für Jen mehr empfindet. Aber er hält sich natürlich zurück, da sie ja mit seinem Freund verheiratet war und jetzt hat er ja seine Freundin. Was aber nicht bedeuten muss, dass die beiden nicht doch noch irgendwann zusammen kommen.


    LG Karin


  • Ich glaube es war gut, dass Lynne und Reed sich auf dieser Wunsch-Veranstaltung zum ersten Mal getroffen haben, denn anderenfalls hätten sie sich wohl einfach stehen lassen. So mussten sie miteinander kommunizieren, auch wenn das nicht in der schönsten und besten Form geschah, aber sie mussten sich mit dem Anderen auseinandersetzen.


    Da hast Du recht, das war auf alle Fälle gut.



    Ich hab gerade auf meiner Facebook-Seite über das Buch geschrieben: Ich hab gerade den 1. Leseabschnitt beendet und ich freue mich schon auf den nächsten Abschnitt. Es gibt Bücher, die saugen Dich ab der 1. Seite einfach auf. Das hier ist so eines.


    Auch hier hast Du recht. :) Wenn man schon ab dem Prolog so richtig im Buch versinken kann, dann weiß ich, dass es mir mit Sicherheit bis zum Schluß gefällt.


    LG Karin

  • Das glaube ich Dir gerne.
    Bekannte von mir haben einen Sohn im Alter von 15 Jahren an Mukoviszidose verloren. Davor stand jahrelanges Leid und der immerwährende Kampf gegen Windmühlen .....


    Oh je, das ist wirklich sehr schlimm.
    Ich habe ja auch ein Kind und kann seitdem keine Bücher mehr lesen, in denen Kindern was schlimmes passiert.


    LG Karin

  • Hallo an alle Mitlesenden und natürlich die Autorin!


    Im Nu hatte ich den ersten Abschnitt gelesen - und habe große Lust nach mehr!
    Das Thema des Buches finde ich eher ungewöhnlich, zumindest ist es mir als Hintergrund einer Romanhandlung bislang noch nicht begegnet, - aber das ist schließlich der Hauptgrund, warum ich mich für diese Leserunde angemeldet habe.
    Auch in meinem Ort gibt es eine Organisation, die kranken Kindern Wünsche erfüllt, desweiteren gibt es hier einen Klinikclown und es gibt eine Kinderhospizgesellschaft, gegründet von ganz besonderen Menschen, vor denen ich täglich nur den Hut ziehen kann! Unsre Lokalzeitung berichtet sehr oft über deren jeweilige Aktivitäten...


    Auch die Hauptfigur Lynne, oder eine der Hauptfiguren, denn da gibt es, wie mir scheint mehrere, widmet sich beruflich kranken Kindern, - wobei ich nach der Begegnung der kleinen Winnie mit den Rugbyspielern und Lynnes Rolle dabei eher den Eindruck hatte, dass sie nicht gar so geschickt ist im Umgang mit Kindern... Aber da mag ich mich täuschen. Auf jeden Fall wirkt sie auf mich im Moment noch eher professionell, als mit dem Herzen beteiligt.
    Reed hingegen hat eindeutig eine besondere Sensibilität für Kinder, für kranke, problembehaftete Kinder, wie die Szene mit Winnie zeigt. Das mag daran liegen, dass er sich ihnen besonders verbunden fühlt, weil auch er, wie aus dem Prolog hervorgeht, alles andere als eine leichte Kindheit hatte.
    Wie war das? Er sollte ins Heim, wenn er ohne Zeugnis nach Hause kommt? Auch ADHS wird erwähnt...


    So recht schlau werde ich aus Lynne noch nicht, sie ist mir noch fern. Reed hingegen ist mir vertrauter.
    Auch mit der überforderten, tapferen Jen und ihre Tochter Winnie kann ich etwas anfangen. Oliver? Hmm. Ein komischer Kauz, in dem, vermute ich, eine ganze Menge Empfindsamkeit steckt. Und dass er in Jen verliebt ist, wird für mich deutlich, als er ja förmlich ausrastet, als der verantwortungslose Jack hereingeschneit kommt...
    Eine ganze Menge Geheimnisse werden da noch ans Licht kommen, schätze ich.


    Um noch mal auf Lynne zurückzukommen, - von ihr hatte ich, vom Prolog ausgehend, den Eindruck, dass sie irgendwie nicht stimmig ist. Und auch Reed meint das ja. Ihm kommt sie verkleidet vor. Mir auch! Dieses goldene Kleid mit dem Diamantausschnitt bringe ich nicht mit der Person aus dem Prolog zusammen. Noch nicht.
    Und das Ereignis, zu dem sie es trug, hat mir auch nicht gefallen. Obwohl ich natürlich weiß, dass diese Charity-Veranstaltungen notwendig sind, um die "Gute Fee" überhaupt erst aktionsfähig zu machen.
    Aber diese Versteigerung der Rugbyspieler? Nein, wirklich nicht.... Und auch Ana ist mir eindeutig zu schicki-micki! Aber sie hat ja wohl ein gutes Herz. Und ich ermahne mich immer wieder, nicht vorschnell zu urteilen. Also harre ich der Dinge - und Enthüllungen -, die da kommen mögen.


  • Das Reed sich besonders um das Kind bemüht könnte zwei Gründe haben, entweder Reed ist so berechnend, dass er diese Wunscherfüllung zu seine Zwecken missbraucht um in der Presse gut da zustehen. Allerdings tendiere ich persönlich eher zur anderen Option, Reed will so den Abstand zu Lynne wahren, da er selbst (seiner Gefühle) unsicher ist.


    Ich schlage noch einen dritten Grund vor: Reed hat eben eine Beziehung zu Kindern. Er weiß instinktiv, wie man mit ihnen umzugehen hat, vor allem mit kranken Kindern oder solchen, die es aus anderen Gründen nicht leicht haben.
    Erinnern wir uns doch nur mal an den Prolog! Da geht klar hervor, dass Reed selber eine nicht gar so schöne Kindheit hatte. Die Drohung der Eltern mit dem Heim finde ich ganz schön hart, - aber was mag so etwas erst mit den Kindern machen, denen das angedroht wird!? Reed kann deshalb, und das ist meine Theorie, Kinderseelen ganz anders verstehen als zum Beispiel jemand, der - Gott sei Dank! - eine sehr behütete Kindheit hatte....


  • Warum ist Oliver so ausgerastet als Jack in der Kneipe stand? Gibt es da etwas, das Jen nicht weiß? Er scheint zwar ein mürrischer Kerl zu sein, aber die Contenance verliert er wohl eher nicht so oft. Ist er an Jen interessiert und hat Angst vor seiner eigenen Courage?


    Ich glaube auf jeden Fall, dass er in Jen verliebt ist. Auch wenn er knurrig ist und anscheinend abweisend, hat er Jen nach dem Abgang des egoistischen Gatten zur Seite gestanden. Aber da wird ja eine Freundin erwähnt. Und ich schätze Oliver, den ich übrigens mag, weil ich eine zuverlässige, ja auch liebevolle Seele in ihm vermute, so ein, dass er der Freundin auf keinen Fall den Laufpass gibt. Das passt nicht zu ihm.
    Oliver grollt Jack Jens wegen, ist meine Vermutung - aber natürlich mag da noch etwas anderes sein, denn Oliver und Jack waren schließlich mal Geschäftspartner...

  • Lynne und Reed waren ja wirklich ein Traumpaar und Lynne ist mir schon daher so sympathisch, weil sie so fest zu Reed und seiner Krankheit gestanden hat.


    Mir hat es total gut gefallen, wie Reed mit der kleinen Winnie umgegangen ist. Ich denke durch seine eigene Erkrankung hat er sich viel besser in sie hineinversetzen können und ist daher so ungezwungen mit ihr umgegangen.


    Leider kenne ich "Ein Gefühl wie warmer Sommerregen" ( noch ) nicht, habe es aber schon mal bestellt...
    Deshalb weiß ich nicht, was du mit Reeds Krankheit meinst. Das im Prolog erwähnte ADHS? Oder war da noch etwas anderes ( über das wir im Laufe der Handlung hier mehr erfahren werden!? )?
    Ansonsten hat auch mir die Art, wie Reed Winnie behandelt hat, sehr gut gefallen. Ob er sich nun in sie hineinversetzen kann oder nicht - er hat jedenfalls eine sehr glückliche Hand mit Kindern und einen Instinkt für das, was sie brauchen und was ihnen guttut.

  • Ich schlage noch einen dritten Grund vor: Reed hat eben eine Beziehung zu Kindern. Er weiß instinktiv, wie man mit ihnen umzugehen hat, vor allem mit kranken Kindern oder solchen, die es aus anderen Gründen nicht leicht haben.
    Erinnern wir uns doch nur mal an den Prolog! Da geht klar hervor, dass Reed selber eine nicht gar so schöne Kindheit hatte. Die Drohung der Eltern mit dem Heim finde ich ganz schön hart, - aber was mag so etwas erst mit den Kindern machen, denen das angedroht wird!? Reed kann deshalb, und das ist meine Theorie, Kinderseelen ganz anders verstehen als zum Beispiel jemand, der - Gott sei Dank! - eine sehr behütete Kindheit hatte....


    Stimmt, das wäre auch eine Möglichkeit, hatte an den Hinweis im Prolog gar nicht mehr gedacht....

    „Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.“ Mark Twain