08: Seite 412 - Ende (Ende Kap. 12 – Ende)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 412 bis zum Ende (Ende Kapitel 12 "Vertrauen. Darum ging es ..." - Ende) schreiben.


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  • Tja, dann mache ich mal den Anfang. Eigentlich hatte ich ja noch warten wollen, aber nachdem der 7. Abschnitt gestern mitten im Kapitel endete, habe ich mich entschieden, eigenmächtig die Vorhut zu sein und das Ende zu erkunden. :D


    Große Überraschung: Die Hauptfiguren leben alle noch. Nach Bernds Andeutungen, dass er die Figuren eingeparkt hätte und man am Ende einer Reihe nicht mehr alle bräuchte, hatte ich damit nicht wirklich gerechnet. Zumal Gonter und Midalin mit der unberechenbaren Prekesta unterwegs waren. Nun jedoch sind am Ende alle wichtigen Figuren am Leben. Einerseits freut es mich, andererseits hätte es mir bei Prekesta auch nicht leid getan, wenn Eivora sie, statt sie bewusstlos zu schlagen, getötet hätte.


    Die Gefangenschaft in der Kapsel und der Einblick, den sie durch das Wesen erhalten hat, hat Eivora gut getan, was ihre Sucht und Abhängigkeit betrifft. Auch wenn Spuren geblieben sind: "der Wahnsinn war Eivora anzusehen" (S. 415), stellt Midalin fest. Aber sie befreit sich selbst und tötet die Pflanzen/Wesen, was ich gut finde. Nachdem sie zuvor von Gonter, Midalin und Prekesta gerettet werden musste, rettet sie sich jetzt selbst. Für mich stellt sich jedoch noch die Frage, ob damit und mit der Bestrafung durch die neue Flammenbringerin Iskala die Sache erledigt ist. Eivora hat nicht nur ihren Ruf, den Respekt ihrer Untergebenen und ihr Silber verloren. Sie muss sich auch noch die Frage stellen, inwieweit sie Opfer und inwieweit sie Täterin war. Für mich ist dies bei Eivora noch nicht abgeschlossen. Am Ende sieht sie sich ja als diejenige an, die den Klingenrausch zu einem neuen Sieg geführt hat, die Frage der Schuld stellt sich da nicht.


    Auch Fiafila hat ihren Opfer-Moment, als sie durch den Einfluss der Seele kurzzeitig von der dämonischen Präsenz des Homunkulus befreit ist und sich so mit anderen Augen sehen kann. Die Seele wird als unschuldig bezeichnet, doch die Taten der Ranke und der Wilden und ihrer Schamanen sowie die Welt des Klingenrauschs, die wir in den letzten drei Bänden erkundet haben, werfen ja schon die Frage auf, wie lange Unschuld im Kontakt mit dieser Welt bestehen kann, ohne von außen oder von innen heraus korrumpiert zu werden.


    Dann jedoch ist wieder alles beim Alten und als Avatar fordert sie Tod und Flammen und der Klingenrausch feiert auch dank Kesters Unterstützung einen neuen Sieg.


    Dass Iskala die neue Flammenbringerin wird, damit hatte ich schon gerechnet. Alle anderen hätten auch keinen Sinn gegeben. Iskala hat sich noch am stärksten als Führungspersönlichkeit hervorgetan.


    Insgesamt ein runder Abschnitt, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass im letzten Kapitel nicht nur die menschlichen Hauptfiguren, sondern auch Aglix und Bratz noch einmal erwähnt worden wären. 8)

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Ich geselle mich dann zu Nicole, denn ich musste den Rest des Bandes auch unbedingt gleich im Anschluss lesen.


    Mehr Happy End, als ich (bei Bernd ;)) gedacht hatte.


    Eivora findet doch noch rechtzeitig den Abspung und kommt zur Besinnung, aber wie schon vermutet, ist sie als Anführerin des Klingenrausches nicht tragbar. Auch wenn Sie es war, die letztendlich das Herz des Waldes getötet hat.
    Für Eivora endet dieser Auftrag mit Armut, denn als Söldnerin ist Gold bzw. Silber natürlich sehr wichtig.
    Schade, dass Itena nicht überlebt hat, ich mochte sie.
    Auf Prekesta hätte ich verzichten können.
    Zu Midalin und Gonter ist nur zu sagen: :herz:
    Fiafila und Ignuto gehören einfach zusammen und sind eine Bereicherung für den Klingenrausch.
    Und Iskala wird die neue Flammenbringerin, eine nachvollziehbare Entscheidung.


    Wo kommt diese Seele her, die Zugang zu Fiafila-Ignutos Geist hat? Wohl gesandt vom Herz des Waldes. Kurz dachte ich, dass Fiafila unter der Schuld die sie durch ihre Taten auf sich geladen hat, zusammenbricht.


    Ein gelungener Abschluss, obwohl ich gerne noch weitere Abenteuer des Klingenrausches gelesen hätte :daumen:

  • Mehr Happy End, als ich (bei Bernd ;)) gedacht hatte.
    Ein gelungener Abschluss, obwohl ich gerne noch weitere Abenteuer des Klingenrausches gelesen hätte :daumen:


    Ja, das kann ich nur so unterschreiben. :-*8)

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Ich bin zutiefst berührt....einiges kam anders, als ich es gedacht hatte, aber es ist ein wunderbares Ende.


    "Ich selbst, kein Gott, kein König, keine Ranke"


    Waren nicht alle Entscheidungen, die man im Leben traf, die glücklichen wie die unglücklichen, solche Steine?"...."Wer furchtsam abwartend stillhielt, schlug keine Wellen. Er trocknete den Teich aus."


    Nun muss ich diese ganzen Bilder erst einmal verarbeiten und werde dann nochmal detaillierter Stellung beziehen. ;)


    Ich habe es genossen....jede Zeile....

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Immerhin hat Aglix Gonter überhaupt erst zu Eivora geführt und damit zu ihrer Befreiung beigetragen. :D

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Vorweg: Ich bin mit dem Ende sehr zufrieden und bedauere jetzt umso mehr, dass es keine weiteren Teile mehr geben wird. Für mich absolut der beste Band in dieser Trilogie.


    Wie ich gehofft hatte, wurde Eivora befreit. Gut gefallen hat mir, dass sie kurzerhand Prekesta ausgeschaltet hat als sie merkte, dass sie mit den Gefühlen der armen Kreaturen spielte. Wie das Verhältnis der Beiden wohl danach ist? :D Das konnte ich nirgendwo herauslesen.


    Die Szene mit der reinen Seele fand ich echt spannend. Das ist dieser Moment, wo man nicht sicher ist, welche Reaktion nun richtig ist oder nicht. Ist das echt? Oder doch nicht? Und dann die schlagartige Erkenntnis von Fiafila-Ignuto. Starke Szene.


    Und dann will Kester alle alte Seelen trinken. Ich habe mich da gefragt, was ein Dämon damit anfängt? Sind da alte Gefühle mit verbunden und die Dämonen laben sich daran (also besonders an negative Gefühle)? Oder waren das wieder reine Seelen? Dann könnte ich aber noch weniger verstehen, warum Kester sie wollte. Das ist mir irgendwie unklar geblieben.


    Immerhin hat sich Eivora besonnen und ihre Sucht bekämpft. Hilft aber alles nichts, sie muss sich verantworten und zu Recht. Und da gibt mir die Ernennung Iskala zur Flammenbringerin Recht, indem sie den gewünschten Tod Eivoras verhindert und sie anders bestraft. Das ist eine kluge Entscheidung. Immerhin ist und bleibt sie eine gute Kämpferin und kann dem Klingenrausch noch gute Dienste bringen. Kester hätte das auch eventuell gezürnt, und das wäre für den Klingenrausch nicht unbedingt vorteilhaft gewesen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

    Einmal editiert, zuletzt von Murkxsi ()


  • Insgesamt ein runder Abschnitt, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass im letzten Kapitel nicht nur die menschlichen Hauptfiguren, sondern auch Aglix und Bratz noch einmal erwähnt worden wären. 8)


    Ja, das hätte ich mir auch gewünscht. Irgend sowas Kitschiges, wie beide sitzen nebeneinander und beobachten den Schwur ihrer Menschenlieblinge oder so. :D

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich habe auch schon lange fertig gelesen, aber in Gdansk hatten wir kein Internet und kaum aus dem Urlaub zurück bin ich krank.


    Der Schluss war wirklich sehr leserfreundlich. Alles ist gut. Happy End. So hatte ich es auch nicht erwartet, aber zumindest nicht total unlogisch.
    Die Seele des Waldes tat mir trotzdem leid. Irgendwie wurde sie ja manipuliert und es ging um die Verteidigung. Sie wurde angegriffen und hätte den Söldnern nichts entgegensetzen können. Aber mir war klar, dass die dort alles zerstören. Schade eigentlich. Nun ist der Drache weg und der Feuervogel. Einfach schade. Aber was soll's, wichtig aber, dass das Führungsproblem gelöst wird. Im Kampf ist Demokratie einfach nicht zu gebrauchen. Man kann bei taktischen Entscheidungen nicht ewig diskutieren. Auch ich finde es schade, dass wir keine weiteren Abenteuer des Klingenrauschs erleben werden. Vielleicht hätte ich dann noch das Ende der Liebelei von Gonter und Milena erlebt. ;D


    Übrigens wundert mich, dass ein Happy End so unwahrscheinlich angenommen wird. Schließlich gab es ja schon einige Bücher von Bernd, die die Hauptfiguren am Leben ließen.
    Hier ist es mir schon fast ein wenig zu viel des Guten. Diese Rettung in letzter Minute ist eigentlich nicht so Bernds Art.
    Was ich allerdings wieder toll fand, die Kämpfe werden nicht unnötig ausgewalzt und immer nur die wichtigen Episoden erzählt. Das macht die Handlung schneller.

  • Gonter lebt, Midalin und Bratz leben, Eivora lebt, Fiafila-Ignuto lebt ... meine Befürchtungen, dass einer oder mehrere der Genannten nicht überlebt, haben sich nicht bewahrheitet ;D O.k. mit Prekestas Tod hätte ich aber schon leben können :D


    Der Aufenthalt in der Blase hat Eivora glücklicherweise wieder zu Verstand gebracht bzw. sie so weit gestärkt, sich gegen ihre Abhängigkeit zu stellen. Endlich kapiert sie, dass sie die Söldner in eine tödliche Gefahr gebracht hat. Als sie Gonter und Midalin befiehlt, sich wieder nach oben zu begeben, weil sie will, dass sie überleben, hat sie bei mir einige Pluspunkte sammeln können - endlich ist sie wieder zurück, die alte Eivora, auch wenn sie am Ziel nochmal kurz von ihren Zweifeln eingeholt wird, was ich aber sehr realistisch fand. Und ich bin froh, dass sie schlussendlich überlebt.


    Das, was sie in der Blase gespürt bzw. "gehört" hat, war also doch die Ranke selbst. Es war sehr raffiniert von Eivora, sie mit Hilfe des Schlangengifts zur Strecke zu bringen. Als sie Prekesta k.o. schlägt, hatte ich kurz die Hoffnung, dass sie der Heroldin die Klinge zwischen die Schulterblätter treibt und wir sie damit los wären, aber warum hätte Eivora so etwas tun sollen, für den Klingenrausch ist Prekesta eine große Hilfe und wer weiß, ob das bei den Dämonen so gut angekommen wäre.


    Ignuto muss noch dringend lernen, dass, wenn man jemanden von etwas abhalten möchte, nicht so offensichtlich dagegen sein sollte, denn das führt immer dazu, dass die Neugier bei dem Anderen erst recht angestachelt wird :D


    Die Begegnung von Fiafila mit der Seele war spannend und ich war mir wirklich nicht sicher, wie es ausgehen würde. Hatte Ignuto wirklich Angst, Fiafila zu verlieren? Für einen Moment erkannte Fiafila, was sie aufgegeben hat, bis sie versteht, was es mit der Seele auf sich hat. Und danach ist sie ganz Avatar, komplett von ihrer Aufgabe überzeugt. Und als sich dann auch noch Kester meldet ...


    Iskala als neue Flammenbringerin finde ich gut. Eivora ging als Flammenbringern nach der Aktion mit dem Sturm auf das Herz des Waldes nicht mehr, sie hätte niemals den nötigen Respekt erhalten. Und Gonter hat immer noch zu viele Skrupel, um als Flammenbringer glücklich zu werden. Nein, ich habe Iskala im vorigen Abschnitt bereits als Kesters Nachfolgerin gesehen und bin daher mit dem Resultat voll und ganz zufrieden.


    Dass Iskala Eivora zum Tode verurteilt, war vorauszusehen, finde ich. Dass sie das Urteil danach aufhebt, war mutig, könnte es Iskala in den Augen der anderen Kampfherren evtl. schwächen. Aber wie schon geschrieben, ich bin froh, dass Eivora nicht so hart bestraft wird. Dass sie ihre Münzen hergeben muss, ist für sie schon eine schwerwiegende Strafe. Aber sie akzeptiert die Strafe als gerechtfertigt und ja, ihr eigentliches Ziel aus dem ersten Band hat sie erreicht, nämlich die Erhaltung des Klingenrauschs. Sie hat ja nicht explizit den Posten der Flammenbringerin angestrebt.


    Ein würdiger und spannender Abschluss einer tollen Reihe - schade, dass es nun zu Ende ist. Aber das Ende ist ja, dass irgendwann vielleicht doch noch ein Folgeband anschließen könnte.


  • Tja, dann mache ich mal den Anfang. Eigentlich hatte ich ja noch warten wollen, aber nachdem der 7. Abschnitt gestern mitten im Kapitel endete, habe ich mich entschieden, eigenmächtig die Vorhut zu sein und das Ende zu erkunden. :D


    Das war aber ganz schön mutig, so allein :o :D



    Nun jedoch sind am Ende alle wichtigen Figuren am Leben. Einerseits freut es mich, andererseits hätte es mir bei Prekesta auch nicht leid getan, wenn Eivora sie, statt sie bewusstlos zu schlagen, getötet hätte.


    Es scheint so, als hätten sich unsere Gedanken an der Stelle frappierend geähnelt ;D



    Insgesamt ein runder Abschnitt, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass im letzten Kapitel nicht nur die menschlichen Hauptfiguren, sondern auch Aglix und Bratz noch einmal erwähnt worden wären. 8)


    Stimmt, die beiden hätten meinetwegen auch nochmal erwähnt werden können.



    Ja, das hätte ich mir auch gewünscht. Irgend sowas Kitschiges, wie beide sitzen nebeneinander und beobachten den Schwur ihrer Menschenlieblinge oder so. :D


    ... und anschließend reiten sie in den Sonnenuntergang :totlach:



    Was ich allerdings wieder toll fand, die Kämpfe werden nicht unnötig ausgewalzt und immer nur die wichtigen Episoden erzählt. Das macht die Handlung schneller.


    Stimmt, diese Szenen finde ich auch gut dosiert, genau mit der Folge, die du beschreibst, dass das die Handlung schneller macht.


    Gute Besserung, Rhea :winken:

  • Suse

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