Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluss zeitnah euer Fazit hier einstellt.


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    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!


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  • Ich fang mal an ;)


    Lian lebt in Skargakar, einer Stadt am Rande des Wolkenmeeres. Die meisten Einwohner haben Berufe, die in irgendeiner Form mit der Drachenjagd und der Verarbeitung der erlegten Drachen stehen. Lian arbeitet in einer Werkstatt, in der Kyrillian-Kristalle, die für die Flugschiffe benötigt werden, verarbeitet werden. Sein Vater war einst ein bekannter Drachenjäger, doch nach einer schrecklichen Verwundung ist er nun nicht mehr in der Lage, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und auf seinen Sohn angewiesen. Doch eines Nachts geschieht etwas Schreckliches und Lian muss aus der Stadt fliehen. Nun wird sein heimlicher Traum, auf einem Drachenjäger-Schiff anzuheuern, doch noch wahr. Doch die Carryola und ihr Ziel könnten sich auch als sein größter Alptraum entpuppen! Denn ihr Kapitän Adaron ist speziell auf der Jagd nach einem ganz bestimmten Drachen, dem er vor vielen Jahren bereits tödliche Rache geschworen hat!


    Ich habe schon einige Bücher von Bernd Perplies gelesen und bin immer wieder begeistert. Wie schon „Imperium der Drachen“, könnte ich mir auch „Der Drachenjäger“ hervorragend als Fantasy-Action verfilmt vorstellen!


    In diesem neuen Werk bietet er eine moderne Adaption des Moby-Dick-Themas, übertragen auf eine Fantasy-Welt mit Drachen und ihren Jägern. Aber auch Nichtkenner des Klassikers kommen hier sicher voll auf ihre Kosten, denn das Buch ist einfach großartige Unterhaltung. Die Figuren sind glaubwürdig und ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehbar. Lian ist anfangs ein wenig blass, entwickelt sich aber durchaus zum Sympathieträger. Die Nebenfiguren sind ebenfalls gut dargestellt, auch wenn man sich von dem einen oder anderen auch viel zu schnell wieder trennen muss.


    Fans des Autors und Kenner seiner Werke werden einige Querverweise zu anderen Büchern entdecken, aber auch ohne jegliche Vorkenntnis ist die Handlung völlig verständlich.


    Es werden Fragen aufgeworfen, die größtenteils auch im Rahmen des Buches beantwortet werden. So gesehen kann das Buch auch problemlos für sich allein stehen. Einige Handlungsfäden werden allerdings auch nur angerissen und ihre Weiterführung wird dann in einem der hoffentlich bald erscheinenden Folgebände aufgegriffen.


    Insgesamt temporeiche, spannende Unterhaltung, die ich absolut weiterempfehlen kann!

  • Ich fange schon mal mit dem Fazit an:


    Vielen Dank an alle Beteiligten für die Leserunde. Das einzige, was ich zu bemängeln habe, war ein bisschen das Tempo. Das fand ich diesmal so gar nicht einheitlich, manche waren recht langsam und manche sind recht schnell vorangeprescht. Dabei waren die Leseabschnitte eigentlich schön eingeteilt, immer sechs Kapitel und ich habe brav meine drei Kapitel pro Tag gelesen ;D


    Ansonsten fand ich die Runde jedoch wunderbar, schön diskussionsfreudig und locker, hat sehr viel Spaß gemacht, gerne in einer ähnlichen Konstellation wieder! :)


    Großen Dank auch an Bernd, hier kann ich das selbe sagen, wie über die Rundenteilnehmer. Diskussionsfreudig, locker, mit Spaß an der Sache. Überhaupt verwundert es mich, dass ich immer an Autoren gerate, die überhaupt keine Allüren zu haben scheinen und total bodenständige Leute sind, mit denen man sich als Leser auf Augenhöhe unterhalten kann.


    Toll war's und, wie gesagt: ich freue mich auf die zweite Reise ins Wolkenmeer und bin gerne wieder dabei! :)


  • Überhaupt verwundert es mich, dass ich immer an Autoren gerate, die überhaupt keine Allüren zu haben scheinen und total bodenständige Leute sind, mit denen man sich als Leser auf Augenhöhe unterhalten kann.


    Ich denke, die AutorInnen, die diesen Kontakt nicht schätzen und suchen, wird man sowieso eher nicht in Leserunden treffen ;)

  • Man sollte sich nicht mit den falschen Leuten anlegen. Das muss auch der Kristallschleifer Lian am eigenen Leib erfahren. So wird er durch einen unglücklichen Zufall gezwungen, aus seiner Heimatstadt Skargakar zu fliehen oder eben zu sterben. So heuert er auf dem geheimnisvollen Schiff Carryola an. Dieses wird angeführt vom rachsüchtigen Adaron, dessen größtes Ziel es ist, den Urdrachen Garganthuan zu besiegen.


    Bernd Perplies beschreibt im Auftakt seines neuen Wolkenmeer-Zyklus' eine dramatische, actionreiche Drachenjagd. Wer hier Parallelen zu Moby Dick sieht hat vollkommen Recht, denn dieses Buch ist eine moderne Fantasyadaption davon.
    So weißt die Geschichte stetig Spannung auf und es gab keine Szene, die ich als langweilig empfand oder durch die ich mich gar durchquälen musste. Ob Landschaftsbeschreibungen, Szenen auf der Carryola und natürlich die dramatischen Kämpfe gegen die Drachen - all das wurde spannend und bildgewaltig beschrieben.
    Die Charaktere wissen ebenfalls zu gefallen, allerdings sollte hier unterschieden werden. Manche werden nämlich recht ausführlich beschrieben, kleinere Nebencharaktere aber eher oberflächlich. Für mich, der oberflächliche Charakterbeschreibungen in Büchern überhaupt nicht mag, sollte dies eigentlich ein Kritikpunkt sein. Hier kommt aber ein kleiner Kniff von Perplies hinzu: Der recht hohe Verschleiß an Charakteren. Bereits nach zwei Kapiteln sind schon sechs Charaktere tot und das wird stellenweise nicht besser. Das wird vielleicht nicht jedem gefallen, mir hat dieser Umstand jedoch sehr geholfen, denn ich brauche ja nicht einen Bezug zu einem Charakter aufbauen, der dann ohnehin stirbt.
    Ohne groß spoilern zu wollen, möchte ich dennoch erwähnen, dass das Ende sehr zum nachdenken anregt und bei mir für Bilder und Szenen gesorgt hat, die so schnell nicht aus meinen Gedächtnis verschwinden werden. Hier lässt Perplies richtig großes Kino entstehen.


    Man sieht also, dass ich grundsätzlich nichts zu bemängeln habe. Das ist aber nicht ganz richtig. Beim Korrekturlesen scheint leider etwas geschlampt worden zu sein. So finden sich kleinere Wort-, aber auch eher peinliche Anschlussfehler. Wenn aber beispielsweise ein Charakter, der konsequent mit "Ihr" angesprochen wird, auf einmal geduzt wird, ist das in meinen Augen eher ein Grund zum Schmunzeln, als sich aufzuregen. In diesem Sinne kann ich "Der Drachenjäger" uneingeschränkt empfehlen und freue mich auf die zweite Reise ins Wolkenmeer!


    :buchtipp:


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  • Der Autor Bernd Perplies entführt uns in die mittelalterliche Fantasywelt der Stadt Skargakar, die im Wolkenmeer liegt und dessen Bewohner von der Drachenjagd leben, und zu dem jungen Kristallschleifer Lian. Als dieser eines Tages plötzlich gezwungen ist, die Stadt zu verlassen, heuert er auf dem Flugschiff Carryola des Kapitän Adaron an, einem fanatischen Kapitän, dessen beständiges Ziel es ist, den Urdrachen Garganthuan zu erlegen, der ihm seine erste große Liebe geraubt hat.


    In der Fantasywelt ist der Drachen ein sehr bekanntes Wesen, der in unterschiedlichen Formen und Größen auftritt. In dieser Geschichte erfahren wir, warum Kapitän Adaron Jagd macht auf den Urdrachen Garganthuan macht, auf den er einen tief sitzenden Hass entwickelt hat. Dabei lernen wir auch Lian kennen, der sich der Mannschaft der Carryola angeschlossen hat.


    Der Autor Bernd Perplies nimmt uns mit auf eine abenteuerliche und spannende Reise in die Welt des Wolkenmeeres, die uns in unterschiedlichste Gegenden führt und auf der uns interessante Wesen begegnen. Bei dieser Reise müssen wir immer wieder mit neuen Überraschungen rechnen.


    Lian muß sich auf dieser Reise schnell behaupten, denn die Gefahr lauert überall. Der Autor hat es gut verstanden, Lians Gedanken und Gefühle darzulegen, so daß man mit dem Protagonisten mitfiebern und mitleiden kann.


    Die Geschichte ist so detailreich und wortgewaltig erzählt, daß man sie wie in einem Film in seinem Kopf ablaufen lassen könnte.


    Die Geschichte ist für sich in dem ersten Band abgeschlossen. Auf die Folgebände bin ich schon jetzt sehr gespannt!


    Wer in die fantastische Welt der Flugschiffe und Drachen abtauchen möchte, wird hier nicht enttäuscht!


    Vielen Dank an Bernd Perplies für die Begleitung dieser Leserunde!


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  • Vielleicht gibt es auch Autoren, die Leserunden zum Streicheln ihres Egos verwenden wollen und dann ganz aufgebracht sind, wenn sie kritisiert werden. Aber vielleicht denke ich da auch zu kritisch ;)


    Nein, du hast schon recht, es gibt auch AutorInnen, die ich in Leserunden a) wenig einbringen oder b) nicht gut auf Kritik reagieren (wobei wir hier ja auch kaum kritisiert haben ;D )

  • Dann versuche ich mich auch mal an der Rezension ;) 
    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...
    In "Der Drachenjäger" geht es um Lian, der es sich mit einem der einflussreichsten Männer der Wolkenstadt Skargakar verscherzt. Ja, richtig: Wolkenstadt. Skargakar liegt am Ufer des Wolkenmeers, auf das sich mutige Jäger wagen, um Drachen zu finden. Tja, und genau das macht unser Lian auch, um vor seinem Feind zu fliehen. Und - wie könnte es anders sein - er kommt natürlich auf das Schiff des fanatischsten, verrücktesten und mutigsten Kapitäns. Adaron, der es sich zum Ziel gemacht hat, das größte und gefährlichste Ungeheuer der Wolken zu jagen: Garganthuan.


    Am meisten beeindruckt hat mich, glaube ich , der Inhalt. Von Actionszenen bei der Drachenjagd über gruselige, fremde Wesen, mystische Höhlen und neuen Freunden ist alles geboten und die rasanten Szenenwechsel lassen keine Langeweile aufkommen. Vor allem ist alles miteinander verknüpft und Bernd Perplies-Kenner werden Elemente wie zum Beispiel die Völker wiederfinden. Ein Mancher wird auch Parallelen zu "Moby Dick" sehen, wo ebenfalls ein verrückter Kapitän seinen Feind, den weißen Wal jagt.


    Bernd Perplies hat einen super Schreibstil und kreiert damit eine fantastische Welt mit schwebenden Felsen und ganz neuen Völkern, die man wunderbar vor dem inneren Auge hat. Großes Kopfkino gibt es auch in den Actionszenen und in spannenden Gänsehautmomenten.


    Mit Lian habe ich mich sofort identifizieren können, weil er aus den richtigen Beweggründen handelt, nicht nur leichtsinnig der Held sein will, aber auch genügend Mut besitzt, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
    Die anderen Charaktere besitzen ebenfalls viel Tiefe, doch hier nimmt Bernd Perplies keine Rücksicht auf Verluste. Sich die vielen Namen zu merken, ist also nicht zwingend notwendig. Auch der unterschiedliche Klang dieser ist auffällig, je nach Volk.


    Einzig nicht überzeugt hat mich das Cover. Es wäre mir in der Buchhandlung nicht besonders aufgefallen.


    Fazit: Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich kann es allen empfehlen, die Überraschungen und unerwartete Wendungen, spannendes Kopfkino und eine tolle Welt lieben!



    Auch die Leserunde hat mir hier richtig Spaß gemacht (macht sie immer noch ;)) und ich bin auf jeden Fall beim zweiten Teil wieder dabei!


    Oh, vergessen - auch bisschen gestreut ;):
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    ...und im großen Bücherforum ;)

  • Ich bin echt hin und weg vom Feedback bisher - sowohl hier als auch in der anderen Leserunde. Ich bekomme sogar spontane Fanpost von Lesern im Augenblick, die einfach mal loswerden wollen, wie toll sie den "Drachenjäger" finden. Passiert auch nicht jeden Tag. Einen schöneren Lohn für die mühevolle Entstehung kann es gar nicht geben. :)

  • Der Drachenjäger hat es ja auch verdient ;)


    Das stelle ich mir toll vor am Autorendasein! Ich habe einmal Fanpost geschrieben, an Christopher Paolini, aber sonst bin ich eigentlich bloß über Leserunden mit den Autoren in Kontakt.. :-[ :)


    Andere Leserunde? Da hab' ich wohl was nicht mitbekommen! :D

  • Zunächst einmal vielen lieben Dank an Leserunden.de und Bernd für diese schöne Leserunde, die mir sehr großen Spaß gemacht hat!
    Obwohl ich aus verschiedenen Gründen hinterherhinke, fand ich es doch durchweg interessant und wurde auch immer noch mit einbezogen in die Diskussionen der Teilnehmer. Bernd ist auf fast jeden Kommentar einzeln eingegangen, selbst auf die späten wie meine, und hat sie (teilweise mit spärlich gesäten) zusätzlichen Informationen, Erklärungen oder einfach nur Wortwitzen gestaltet.



    In dem Buch wird man in eine Welt von Drachen eingeführt, die über den Wolken liegt. Was darunter liegt, bleibt größtenteils verborgen. Und doch ist diese Welt sehr vielseitig an Rassen und Orten und Drachen.
    Es kommt nie Langeweile auf, nicht zu letzt dank des Schreibstils von Bernd Perplies, der immer mit neuen Details oder Wendungen aufwartet und doch den roten Faden nicht verliert.
    Es liest sich sehr angenehm und ist meiner Meinung nach voller Spannung, aber auch wunderschöner Momente (z.Bsp. der Tanz der Vogelmenschen). An Überraschungen fehlt es nicht.
    Man lernt gerade genug über die Drachen, Rassen, Religionen und die Welt, dass die Geschichte in sich geschlossen ist, aber auch genug Neugier nach mehr aufkommt.
    So möchte ich eigentlich sofort zum zweiten Band greifen :)
    Auch die Charaktere sind vielseitig und hintergründig. Nicht jeder bekommt seine eigene Geschichte, aber man verfolgt jede einzelne, die man erfährt, wissbegierig und möchte schnell mehr davon. Aber zum Glück trägt das Buch den Untertitel "Die erste Reise ins Wolkenmeer" ;)


    Bei einer weiteren Leserunde von Bernd wäre ich gerne dabei!


    Pina

  • So, lieber Bernd, liebe Mitleser und Mitleserinnen, ein großes Danke für diese tolle Leserunde und hier meine Rezension:




    Bernd Perplies neuestes Werk „Der Drachenjäger – die erste Reise ins Wolkenmeer“ hat mich in seinen Bann geschlagen. Der Autor stattet sein Werk nicht nur mit sehr bodenständigen Charakteren aus, sondern auch mit Beschreibungen, die das Fernweh und die Reiselust in einem wecken. Die Beschreibungen von Personen, Situationen, Orten sind so wunderbar gelungen, dass es einem manchmal wirklich die Sprache verschlägt, das Herz stehen bleibt oder man einfach die Luft anhält. Ein wunderbares Werk – eine wunderbare ERSTE Reise ins Wolkenmeer – ist Bernd Perplies hier gelungen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die hoffentlich besser früher als später kommt.


    Lian ist ein junger Kristallschleifer in einer Stadt voller Drachenjäger. Eines Tages macht er sich einen mächtigen Feind und muss auf eines der zahlreichen Drachenjägerschiffe fliehen. Kapitän Adaron jagt zwar Drachen, aber hat noch ein weitaus ambitionierteres Ziel, den Urdrachen Garganthuan zu erlegen. Was wird Lian an Bord der Carryola alles erleben? Welche Orte wird er erkunden dürfen? Wird er den Urdrachen mit eigenen Augen sehen? All dies wird im Buch auf wunderbare Weise beantwortet.


    Und das Ende? Nun ja, ich muss gestehen, dass ich in meinem Bücherleben noch nie ein besseres gelesen habe. Daher rate ich jedem dieses Buch zu lesen und sich selbst ein Bild von der Fantasywelt von Bernd Perplies zu machen.



    Eingestellt wurde diese bisher auf folgenden Plattformen:
    https://literaturschock.de/lit…eger-reise-ins-wolkenmeer


    https://www.lovelybooks.de/aut…9-w/rezension/1484168546/


    https://www.amazon.de/Drachenj…rste+reise+ins+wolkenmeer

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

    Einmal editiert, zuletzt von Marada ()

  • Hallo Menschen :winken:
    Das hier war nach etwa einem Jahr wieder meine erste Leserunde. In der Zwischenzeit hatte es nicht so richtig gepasst, neuer Job, neue Umstände und so weiter, ich hab es aber vermisst. Und bei dieser Runde hab ich auch sofort bemerkt, wie toll das ist und wie viel Spaß ich daran habe. Danke euch für die vielen Eindrücke und Diskussionen.




    Hier meine Rezension:


    Bernd Perplies kann Drachen. Nach drei Büchern um und mit Drachen, die ich von ihm gelesen habe, wage ich das gern zu behaupten – für den ersten Teil vom Imperium der Drachen gab es schließlich auch den Deutschen Phantastik Preis 2015 – und ich freue mich gleichzeitig, dass noch weitere Bücher auf mich warten. Bei Fischer TOR erschien nun der Auftakt zur Drachenjäger-Reihe, in dessen Klappentext von Drachen, Flugschiffen, fanatischen Jägern und einem Wolkenmeer die Rede ist. Ich war aufgeregt und zwar, wie sich beim Lesen herausstellte, zurecht.


    Der Rahmen dieser Geschichte ergibt sich aus einem Schicksalsschlag, den Kapitän Adaron vor fast 20 Jahren erlitten hat. Der Urdrache Garganthuan hat Adarons Gefährtin und viele seiner Freunde getötet, nur er selbst und Ialrist, ein Vogelmensch, konnten dem Kampf entkommen. Fast forward zur Gegenwart: Lian lebt in Skargakar, direkt an der Küste zum Wolkenmeer, und muss dringend auf einem Flugschiff anheuern. Natürlich handelt es sich dabei ausgerechnet um Adarons Schiff, die Carryola. Von da an begleiten wir Lian und den Rest der vielfältigen Besatzung durch viele Abenteuer, rasche Gebiets- und Szenenwechsel durch das Wolkenmeer und seine Insel und Völker.


    Das Wolkenmeer befindet sich in einer Welt, die Leser*innen von Bernd Perplies Werken bereits kennen, nur eben in einer bisher unbekannten Ecke. Völlig neue Charaktere und Völker erwarten uns allerdings beim Drachenjäger, Vorkenntnisse aus anderen Büchern sind also nicht erforderlich. Ich denke allerdings, dass es sicher wäre zu warnen: Nach der Lektüre dieser Geschichte werdet ihr noch mehr von dieser Welt lesen wollen.


    Lian ist von Beginn an ein reflektierter Protagonist, der im Laufe der Geschichte immer mehr seine eigene Meinung entwickelt und dadurch stets nachfühlbare Entscheidungen trifft. Nicht nur Lian selbst ist vielschichtig, sondern auch die weiteren Charaktere und insbesondere die Crew der Carryola vermögen zu überzeugen und zu unterhalten. Einige sehr unterschiedliche Nebenfiguren mit den verschiedensten Zielen und Eigenschaften begleiten Lian und den fanatischen Kapitän Adaron (der eben wegen seines Fanatismus zu den interessantesten Charakteren gehört) durch die Geschichte und bilden ein tolles Team auf dem Flugschiff. Überhaupt – die Reise! Wir befinden uns hier zum größten Teil des Buches im Wolkenmeer, um uns herum, wage ich dreist zu behaupten, unendliche Weiten und natürlich Wolken, Wolken, Wolken. Außerdem das ein oder andere Flugschiff, der ein oder andere Drache und die ein oder andere schwebende Insel. Warum sie da schweben und warum die Flugschiffe nicht herunterfallen? Bernd Perplies hat sich dafür übrigens auch eine schöne und neue Möglichkeit einfallen lassen. All diese Gegenden, die wir hier kennenlernen, werden anschaulich beschrieben; durch viele rasche Szenenwechsel musste ich die meisten Gebiete jedoch leider zu schnell wieder verlassen, um sie komplett fühlen zu können. Andererseits entsteht hierdurch eine tolle und schnelle Dynamik, die Leser*innen durch viele unterhaltsame Seiten und unerwartete Wendungen fliegen lässt. Fast im wahrsten Sinne des Wortes.


    Links:
    Blog
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  • Ich bedanke mich für die Leserunde und entschuldige mich für mein "Hinterher-Bummeln", leider steckte ich zunächst in zwei Leserunden (Termine wurden kurzfristig geändert) und dann wurde es familiär auch noch zeitlich sehr eng.


    Ich hatte viel Freude mit dem Abenteuer im Wolkenmeer und hoffe auf eine Fortsetzung!


    Hier meine Rezension:


    Ein Abenteuer der besonderen Art oder Fantasy meets Moby Dick!


    Die Atmosphäre, die der Autor hoch oben über den Wolken erschafft, übt schnell einen großen Reiz auf den Leser aus. Mich nahm die Szenerie im Örtchen Skargakar schnell gefangen und auch der Protagonist Lian konnte mich anfangs schnell für sich gewinnen. Mit vielen Details haucht Bernd Perplies dem Ort Leben ein und entführt uns in eine Gegend, die im Grunde komplett von der Drachenjagd lebt.


    Als die abenteuerliche Reise ins Wolkenmeer beginnt, finde ich immer wieder gefallen an den Parallelen zur Seefahrt, die er im Grunde auf das Wolkenmeer mehr oder weniger übertragen hat und eine besondere Stimmung schaffen. Der Wind weht einem förmlich um die Nase und spektakuläre Szenen im Kampf mit zahlreichen Drachen sind wirklich packend erzählt. Die Welt, die hier geschaffen wurde fasziniert mich wirklich und ist sehr gelungen. Man bekommt Lust auf Abenteuer und sitzt mit dem Koch Smett gerne in der Kombüse.


    Kapitän Adaron erinnert mich vom ersten Augenblick an, an Kapitän "Ahab" aus "Moby Dick"! Die Parallele, die der Autor hier zieht finde ich überaus gelungen. Die Besessenheit, der Durst nach Rache, all das ist wirklich überzeugend.


    Dennoch hadere ich etwas mit dem Protagonisten "Lian". Wenngleich er noch sehr jung ist (was man ihm zugute halten sollte), bleibt er mir zu "weich" gezeichnet. Hier hätte ich mir eine etwas andere Entwicklung für ihn gewünscht. Im ersten Teil des Buches bin ich noch sehr überzeugt von ihm, doch gegen Ende lässt er für mich wirklich zu arg nach in der Form, dass er immer wieder hadert, unsicher und zweifelnd ist und mich dieses "Jünglinghafte" anfängt zu stören. Ich hoffe da auf eine Fortsetzung, in der er sich unter Beweis stellen kann und hoffentlich reifen wird. Auch andere Figuren schwächeln mir persönlich etwas zu sehr. Da fehlt mir etwas Tiefe und Vielschichtigkeit in den Charakterzügen.


    Alles in allem ein unterhaltsames Fantasyabenteuer in einem einzigartigen Setting, das nach einer Fortsetzung schreit!




    https://www.amazon.de/Drachenjäger-erste-Reise-Wolkenmeer-Roman/product-reviews/3596296714/ref=cm_cr_dp_d_ttl?ie=UTF8&reviewerType=all_reviews&sortBy=recent#RDOD0IHK0ISCU


    https://www.lovelybooks.de/aut…9-w/rezension/1484915423/

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

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