01 - Wiederkehr - Erste Liebe (Anfang bis Seite 69)

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    Kurzbeschreibung
    Seit nahezu 200 Jahren vagabundiert die attraktive französische Vampirin Shamina männermordend durch Zeit und Raum. Zerrissen von den schmerzlichen Gefühlen für ihre verloren geglaubte Jugendliebe und der Loyalität zur ihrem vampirischen Schöpfer kehrt sie nach Jahrzehnten zurückgezogener Existenz in die Welt der Sterblichen zurück.


    1982. Shamina erliegt schon bei ihren ersten Gehversuchen in dieser neuen Zeit dem Charme ihres Opfers; verwirrt verschont sie den attraktiven Nik. An seiner Seite taucht die Vampirin in die energiegeladene, faszinierende, junge Gothic-Szene ein, lässt sich betören von den Schwingungen nie gehörter düsterer Musik, begeistert sich für die aufsässig romantische Mode und trifft auf alte Bekannte aus einer anderen Zeit. Im Hintergrund lauert jedoch der Feind. Während die Bedrohung beständig greifbarer wird, lassen die Vampire ihre eigene Vergangenheit Revue passieren. Sie erzählen vom dekadenten Venedig zum Ende des 15. Jh., berichten über Ereignisse im revolutionäre Paris von 1790 und aus dem strengen, viktorianischen England. Auf ewig miteinander verbunden ziehen sie gemeinsam nach London, denn dort wartet jemand, der nur ein Ziel hat: Herrscher aller Vampire zu werden.





    Freiexemplar:


    1 Exemplar des Buches, gestiftet von der Autorin ging an Sunnivah! Vielen Dank dafür!




    Leserundenstart: 15. Juli 2007


    Feste Teilnehmer:


    Jeanine Krock, die Autorin


    Lucidique
    Aeria
    Sunnivah
    stefanie_j_h
    Siri


    Unsichere Teilnehmer:


    Liafu
    diddy
    Elfengirl


    Moderation:


    Lucidique

  • Hallo liebe Leserunde, willkommen Jeanine! :winken:


    Heute startet die Leserunde zu Jeanines erstem Roman "Wege in die Dunkelheit" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen. Ganz besonders Jeanine, die nach dem "Venuspakt" im letzten Jahr nun schon zum zweiten Mal eine Leserunde begleiten wird. Schön, dass Du wieder dabei bist!


    Hier in diesem Bereich könnt Ihr bis einschließlich "Erste Liebe" (Seite 69) schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Bitte lest euch kurz vorher nochmal die Leserunden FAQ durch. Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Ich wünsche uns allen viel Spaß!


    Liebe Grüsse
    Luci

  • Ein Vampirroman... in... Braunschweig... *grins*


    Hat das „alte, marode, neogotische Gebäude“, in dem das Konzert stattfindet, eigendlich irgendein reales Vorbild in Braunschweig? Und hat Viktoria Louise, die Freundin von Niks Großmutter, etwas mit Herzogin Viktoria Luise zu tun?

    The most wonderful and the strongest things in the world, you know, are just the things which no one can see. ~ The Water Babies by Charles Kingsley

  • Hallo ihr Lieben !


    So ich habe dann vorhin mal angefangen das Buch zu lesen und gebe jetzt erst einmal paar Eindrücke wieder , bin auch noch nicht durch mit dem ersten Abschnitt so das ich hier noch nix zum Inhalt schreibe.


    Erst einmal Jeanine hast Du etwas geschafft was für mich sehr wichtig ist und bei mir eine Art Sog entstehen lässt :
    Man kann von der ersten Seite an in das Buch eintauchen.


    Alleine der Anfang ist schon so voller Gefühl das man die Freude , Ekstase regelrecht spürt ,es selbst empfindet .
    Dann ist Shamina -den Namen finde ich klasse -super beschrieben worden so das ich sie mir in natura toll vorstellen kann , ebenso wie die anderen Personen .
    ( In dem Kleid muss sie umwerfend ausgesehen haben kein Wunder das Nick ihr nicht wiederstehen kann , aber das mal nur am Rande ).
    Symphatien kann man auch schnell schließen , ebenso wie es schon eine Person gibt die ich nicht so mag (dazu später mehr )
    Auch die Umgebung , die lauernde , spürbare Gefahr war für mich zum greifen nahe . Einfach klasse .


    Da dies so ist werde ich dieses Buch sicher schnell durch haben zumal ich nun 2 Wochen Urlaub habe .


    Bis später :winken:


    Liebe Grüße Siri

    Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern. <br />(André Malraux )

  • Hallo Zusammen !
    So dann will ich nun mal näher auf den Text eingehen .


    Ich poste zu "Wiederkehr"


    Shamina ist ein Vampir der besonderen Art . Sie hat für mich etwas Divenhaftes an sich z.B. in den Roben und ist sich ihrer Ausstrahlung und ihrer Wirkung auf Männer durchaus bewusst. Kein Wunder das Nick ihrem Charme erliegt und sie ja auch ihm . Ob sie es nun wirklich ernst meint wies ich noch nicht , aber Gefühle hat sie auf jeden Fall für ihn :


    Zitat S. 15:

    Zitat

    "Shamina genoss es , das köstliche warme Blut unter seiner dünnen Haut rauschen zu hören. Sie liebte seinen Duft , und war froh das dieser unvergleichliche Mensch ganz allein ihr gehörte . Es war mehr als nur ein kindliche Freude an einem neuen Spielzeug , versicherte sie der leise zweifelnden Stimme in ihrme Inneren trotzig"


    Diese Katharina mag ich gar nicht . Wah ich frag mich wie Nick das mit ihr überhaupt aushält .
    Um so schöner finde ich da Shaminas gekonntes Auftreten das Katharina zur Weisglut bringt ;D


    Den Flug von Shamina nach Berlin empfand ich sehr schön . Man spürte ihre Gefühle , dieses frei sein , dieses eine Einheit seinn mit dem Universum ( S. 17 unten )
    Dann plötzlich spürt sie eine unbekannte Gefahr , eine Bedrohung ihrer Art .
    Was bzw. wer steckt dahinter ?


    Sylvain kennt Nicks Namen , da er ihn beobachtet hat . Was sind das für Geschichten die Nicks Großmutter ihm erzählt hat und wie kann es sein das Nick mit Sylvain verwandt ist ?
    Shamina fühlt sich in seiner Nähe ausgeliefert .
    Ich bin gespannt was das für Umstände sind die sie dazu zwingen ihm zu vertrauen .Ich vermute mal das es mit der unbekannten Gefahr zu tun hat .



    So mehr dann Morgen . Bisher gefällt mir das Buch sehr gut :winken:


    Liebe Grüße Siri

    Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern. <br />(André Malraux )

  • So, ich bin mit dem ganzen Abschnitt durch.


    Der recht „plastische“ (mir fällt gerade kein passenderes Wort ein) Stil sorgt insgesamt für eine ansprechende Atmosphäre, die einen schnell in die Geschichte eintauchen lässt, aber wie auch schon beim Venuspakt ist es für meinen Geschmack teilweise ein bisschen viel des Guten, ein bisschen sehr „blumig“.


    Die Hauptcharaktere finde ich bisher alle ganz sympathisch, aber eine wirkliche Lieblingsfigur, wie beim Venuspakt, ist bisher nicht dabei. Vielleicht auch weil die Vampire bisher alle ein bisschen sehr auf unwiderstehlich-mysteriös getrimmt sind, um wirklich interessant zu sein – ich fänd’s schön, wenn das noch ein wenig „aufgelockert“ würde.


    Was die Story betrifft ist es bei mir im Moment so, dass mir das ganze „Drumherum“, das zusammentreffen der Vampire in der heutigen Zeit und besonders die Rückblicke, sei es nach London oder Venedig mit ihrer dichten Atmosphäre gut gefällt.
    Die drei „Liebesgeschichten“ dagegen gehen mir gerade ehrlich gesagt ein bisschen auf den Keks, sorry. Drei Mal: man sieht sich, man findet sich unglaublich attraktiv, man ist dem/der anderen sofort verfallen...


    Insgesamt war dieser Abschnitt sehr angenehm und flüssig zu lesen und ich möchte auch wissen, sie es weitergeht, aber ein paar Punkte haben mich eben doch gestört.


    wie kann es sein das Nick mit Sylvain verwandt ist ?

    Na, das hat doch schon die Geschichte von Niks Oma verraten oder?


    Achja, kann es sein dass, die Vampire hier vampir-typisch kalte Haut, im Venuspakt allerdings dagegen ganz normale Köpertemperatur haben?

    The most wonderful and the strongest things in the world, you know, are just the things which no one can see. ~ The Water Babies by Charles Kingsley

    Einmal editiert, zuletzt von Liafu ()

  • Liebe Liafu ... du bist Braunschweigerin? :winken:



    Ein Vampirroman... in... Braunschweig... *grins*
    Hat das „alte, marode, neogotische Gebäude“, in dem das Konzert stattfindet, eigendlich irgendein reales Vorbild in Braunschweig? Und hat Viktoria Louise, die Freundin von Niks Großmutter, etwas mit Herzogin Viktoria Luise zu tun?


    Das beschriebene Gebäude gibt es in Braunschweig nicht. Der Besuch meines ersten Konzerts von »bauhaus« in der HBK hat mich zu der Szene inspiriert. Aber die Location war für meinen Geschmack etwas zu nüchtern. Dieses Konzert war übrigens die Initialzündung, die mich vom Punk zum Post-Punk (Gothic) werden ließ. Den Club in Berlin gab es so ähnlich wirklich. *genug der Geschichte*


    Die braunschweigische Herzogin (und Tochter des letzten deutschen Kaisers) Viktoria Louise hat mich ebenfalls inspiriert. Ich bin ihr mehr als einmal – häufig auf meinem Schulweg – begegnet und ihre ständig wechselnden Haarfarben haben das kleine Mädchen von damals besonders beeindruckt. (Insider) Sie wohnte zuletzt in Riddagshausen in einer vergleichsweise bescheidenen Villa, die sehr wohl meiner Beschreibung des von Niks Großmutter bewohnten Hauses entsprechen könnte.


    Löwengrüße
    Jeanine

    »Feuerschwingen«<br />Die Rückkehr des dunklen Engels, 2012 bei Heyne

    Einmal editiert, zuletzt von Jeanne ()


  • (...)
    Diese Katharina mag ich gar nicht . Wah ich frag mich wie Nick das mit ihr überhaupt aushält. Um so schöner finde ich da Shaminas gekonntes Auftreten das Katharina zur Weisglut bringt ;D


    Katharina mag ich auch nicht besonders. Allerdings tut sie mir trotzdem ein wenig Leid, denn sie liebt Nick wirklich – kann aber nicht aus ihrer Haut .


    Zitat

    Den Flug von Shamina nach Berlin empfand ich sehr schön. Man spürte ihre Gefühle, dieses frei sein, dieses eine Einheit seinn mit dem Universum ( S. 17 unten ) Dann plötzlich spürt sie eine unbekannte Gefahr , eine Bedrohung ihrer Art. Was bzw. wer steckt dahinter ?


    Das klärt sich im Laufe der Geschichte ...


    Viele Grüße
    Jean(i)ne

    »Feuerschwingen«<br />Die Rückkehr des dunklen Engels, 2012 bei Heyne

    Einmal editiert, zuletzt von Jeanne ()

  • Hallo, Leserunde, hallo, Jeanine!


    Ich bin zwar erst auf Seite 28, aber ein paar Eindrücke möchte ich schon mal loswerden.


    Zuallererst muss ich sagen, dass ich im letzten Jahr, als wir den "Venuspakt" lasen, noch relativer Vampirbuch-Neuling war. Inzwischen habe ich mich "weitergebildet", habe Anne Rice, Charlaine Harris, Laurell K. Hamilton und Stephenie Meyer gelesen. Es ist also einiges zusammengekommen. Es liegt wohl zum Teil an diesen zahlreichen Büchern (Vampir-Übersättigung?!), dass mich "Wege in die Dunkelheit" bisher noch nicht richtig vom Hocker reißt. Wenn ich mich recht erinnere, fand ich "Venuspakt" nach ähnlich vielen Seiten bereits ziemlich gut.


    Niks Großmutter und der Geschichte der Familie sind fast vier ganze Seiten gewidmet. Mir persönlich war das ein wenig zu ausführlich. Ich meine, wenn die Oma nicht plötzlich mit Hut, Mantel und fliegendem Regenschirm vor der Tür steht, braucht man einiges doch gar nicht so genau über sie zu wissen.
    Interessant, sprich: gut, finde ich, dass Nik ein Graf ist. Immer her mit den Adligen!


    Nik selbst kann ich noch nicht genau einschätzen, das kommt sicher noch, wenn ich erst ein wenig weiter bin. Shamina kämpft offensichtlich gegen irgendwelche inneren Dämonen, sie ist sehr geheimnisvoll, vielleicht sogar ein wenig zu sehr. Die Figuren im "Venuspakt" wirkten auf mich vertrauter, näher, menschlicher (selbst die Vampire).


    Die Gefahr, die Shamina spürt, kam ein wenig zu plötzlich und wurde für meinen Geschmack ein wenig zu schnell wieder fallengelassen. Man erfährt nur, dass es "Schwingungen" waren, die sie beunruhigt hatten. Darüber will ich natürlich mehr erfahren, am besten sofort. Aber jetzt ist erstmal Sylvain dran.


    Ich habe einige Seiten gebraucht, bis ich bemerkte, dass "Nik" ohne c geschrieben wird :) .


    ***
    Aeria

    Realität ist nur etwas für Menschen mit zu wenig Phantasie.

  • Hallo !


    So ich hab diesen Abschnitt nun auch durch .
    Also ich spüre noch keine vampirübersättingung was man auch an meinem SuB sieht .
    Das mit Niks Oma hat sich geklärt . Zu lang war es eigentlich nicht , da ich sowas auch interessant finde .
    So dann widme ich mich mal den Beiträgen hier :


    Aeria:


    Zitat

    Die Gefahr, die Shamina spürt, kam ein wenig zu plötzlich und wurde für meinen Geschmack ein wenig zu schnell wieder fallengelassen. Man erfährt nur, dass es "Schwingungen" waren, die sie beunruhigt hatten. Darüber will ich natürlich mehr erfahren, am besten sofort. Aber jetzt ist erstmal Sylvain dran.


    Das mit dem plötzlichen spüren habe ich als eine Art Sinnesleistung der Vampire angesehen , da ja auch gesagt wurde das Shamina alle Gefühle usw . der Menschen weit unter ihr (als sie flog) empfinden /empfangen kann .
    Klar mehr hätte ich da auch am aller Liebesten erfahren .


    Sylvains Geschichte fand ich später übrigens hochinteressant , ebenso Shaminas Geschichte zu erfahren .
    Die Zeitsprünge die es da gibt finde ich sehr gut beschrieben uns ich hatte trotz dem kein Problem irgendwie der Geschichte zu folgen , da es für mich ein flüssiger Übergang war .


    Jeanne

    Zitat

    Katharina mag ich auch nicht besonders. Allerdings tut sie mir trotzdem ein wenig Leid, denn sie liebt Nick wirklich – kann aber nicht aus ihrer Haut .


    Ja doch da hast Du freilich recht und wo Nik mit ihr Schluß macht tat sie mir auch leid .


    Liafu


    Zitat

    Was die Story betrifft ist es bei mir im Moment so, dass mir das ganze „Drumherum“, das zusammentreffen der Vampire in der heutigen Zeit und besonders die Rückblicke, sei es nach London oder Venedig mit ihrer dichten Atmosphäre gut gefällt.


    Dem kann ich nur zustimmen .



    Zitat

    Die drei „Liebesgeschichten“ dagegen gehen mir gerade ehrlich gesagt ein bisschen auf den Keks, sorry. Drei Mal: man sieht sich, man findet sich unglaublich attraktiv, man ist dem/der anderen sofort verfallen...


    Das hat mich nun nicht gestört , obwohl ich keine Liroleserin bin . Ich fand die Mischung aus Verlangen , dem sich hingeben usw. sehr gut . Es passt zu den verführennden heisshungrigen Vampiren und gegen Ende des Abschnitts kommt da ja noch ein detail hinzu wie sie zu dem geworden sind was sie sind .


    Liebe Grüße Siri

    Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern. <br />(André Malraux )

  • Bin auch durch mit diesem Abschnitt.
    Sylvains Geschichte fand ich am interessantesten. Noch besser hätte sie mir gefallen, wenn er sie nicht ausgerechnet einem Kater (!) erzählt hätte :P .
    Ich hoffe, es wird noch erklärt, warum er Shamina zur Vampirin gemacht hat. So einfach aus Jux und Dollerei macht ein Vampir das sicher nicht.
    Und - warum wird Shamina in die Gesellschaft eingeführt? Doch sicher nicht, um sich einen (reichen) Ehemann zu angeln.



    Die drei „Liebesgeschichten“ dagegen gehen mir gerade ehrlich gesagt ein bisschen auf den Keks, sorry. Drei Mal: man sieht sich, man findet sich unglaublich attraktiv, man ist dem/der anderen sofort verfallen...


    *zustimm*
    Bei mir sorgt sowas immer für Augenverdreher - man begegnet einander und - schwupps! - spätestes am nächsten Tag ist er/sie "die Liebe meines Lebens".


    ***
    Aeria

    Realität ist nur etwas für Menschen mit zu wenig Phantasie.

  • du bist Braunschweigerin?

    Genau genommen Ex-Braunschweigerin.


    Niks Großmutter und der Geschichte der Familie sind fast vier ganze Seiten gewidmet. Mir persönlich war das ein wenig zu ausführlich. Ich meine, wenn die Oma nicht plötzlich mit Hut, Mantel und fliegendem Regenschirm vor der Tür steht, braucht man einiges doch gar nicht so genau über sie zu wissen.

    Das hat mich eigentlich nicht gestört, ich fand das ganz angenehm zu lesen (und würde am liebsten sofort in diese Villa einziehen). Außerdem brauchte es ja auch eine gewisse Einleitung zu der Geschichte über Sylvain.


    Ich fand die Mischung aus Verlangen , dem sich hingeben usw. sehr gut . Es passt zu den verführennden heisshungrigen Vampiren

    Ja, es passt. Es passt zu gut zu diesem für mich im Moment zu zu typischen Vampirbild. Liegt vielleicht auch daran, dass ich erst vor kurzem einen anderen Vampirroman (Der rote Tod von P. N. Elrod) gelesen habe, in dem dieses „Mensch trifft auf unwiderstehlichen Vampir"-Schema auch schon etwas überreizt wurde, sodass ich da jetzt ein wenig empfindlicher bin.


    Sylvains Geschichte fand ich am interessantesten. Noch besser hätte sie mir gefallen, wenn er sie nicht ausgerechnet einem Kater (!) erzählt hätte :P .

    *grins* Ja, das fand ich auch...zwar irgendwie niedlich... aber die Vorstellung, dass da nun jemand an irgendeiner Straßenecke steht, und sich selbst (oder dem Kater) seine Lebensgeschichte erzählt, war dann doch... nicht so ganz stimmig. Auch wenn mir die Geschichte an sich gefallen hat. Es hätte imo gereicht, er hätte sich einfach nur daran erinnert.


    Ich hoffe, es wird noch erklärt, warum er Shamina zur Vampirin gemacht hat. So einfach aus Jux und Dollerei macht ein Vampir das sicher nicht.

    Ich hoffe, ich spoilere nicht zu sehr, wenn ich sage: Da kommt noch was.

    The most wonderful and the strongest things in the world, you know, are just the things which no one can see. ~ The Water Babies by Charles Kingsley

  • Hallo !


    Zitat

    Sylvains Geschichte fand ich am interessantesten. Noch besser hätte sie mir gefallen, wenn er sie nicht ausgerechnet einem Kater (!) erzählt hätte .


    *grins* Ja, das fand ich auch...zwar irgendwie niedlich... aber die Vorstellung, dass da nun jemand an irgendeiner Straßenecke steht, und sich selbst (oder dem Kater) seine Lebensgeschichte erzählt, war dann doch... nicht so ganz stimmig. Auch wenn mir die Geschichte an sich gefallen hat. Es hätte imo gereicht, er hätte sich einfach nur daran erinnert.


    Da stimme ich Euch voll zu . Das war echt etwas komisch .


    Aeria

    Zitat

    Ich fand die Mischung aus Verlangen , dem sich hingeben usw. sehr gut . Es passt zu den verführennden heisshungrigen Vampiren


    Ja, es passt. Es passt zu gut zu diesem für mich im Moment zu zu typischen Vampirbild. Liegt vielleicht auch daran, dass ich erst vor kurzem einen anderen Vampirroman (Der rote Tod von P. N. Elrod) gelesen habe, in dem dieses „Mensch trifft auf unwiderstehlichen Vampir"-Schema auch schon etwas überreizt wurde, sodass ich da jetzt ein wenig empfindlicher bin.


    Ja das kann es sehr gut sein . So ging es mir auch mal und da denkt man nur noch "nicht schon wieder " ich hatte es in den letzten Büchern oder die ich grade lese ehr mit raubeinigen Typen oder melancholischen Dingen zu tun ,so das dieses hier nicht so komlizierte , sofort unwiderstehlichem hingezogenfühlen richtig war .
    Insgesamt habt ihr aber recht in dem was ihr sagt .


    Liebe Grüße Siri

    Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern. <br />(André Malraux )

  • Hallo ihr Lieben und schön das ihr schon reichlich diskutiert :)


    Ich bin leider noch nicht so weit, aber ein bisschen habe ich schon gelesen und ich muss sagen dieser "Gothic-Fürst" (wie ich ihn mal nenne) scheint ja ein schmuckes Kerlchen zu sein. Allerdings... lila Haare? also Aubergine?! Weiß nicht ob das so gut passt :)

  • Hallo ihr Lieben :winken:
    Da ich die letzten beiden Tage etwas im Stress war (und das wohl leider die restliche Woche so weitergeht - Semesterendspurt eben) will ich nur mal eben meine ersten Eindrücke schildern.
    Ich habe bisher nur das erste Kapitel gelesen, aber es gefällt mir sehr gut. Ich mag die Sprache und die Erzählweise sehr gerne. Außerdem gefällt es mir, dass es nicht so einfach ist, die Figuren in "gut" und "böse" einzuteilen. Sie wirken alle wie normale Menschen (oder eben Vampire), die gute und schlechte Seiten haben und daran auch nichts ändern können.


    Katharina tut mir sehr leid, denn Nik's Verhalten ist ja nicht gerade nett. Auch wenn sie eine kleine Zicke zu sein scheint.



    Die Gefahr, die Shamina spürt, kam ein wenig zu plötzlich und wurde für meinen Geschmack ein wenig zu schnell wieder fallengelassen. Man erfährt nur, dass es "Schwingungen" waren, die sie beunruhigt hatten. Darüber will ich natürlich mehr erfahren, am besten sofort. Aber jetzt ist erstmal Sylvain dran.


    Ja, das ging mir auch so. Ich wusste so gar nicht, was ich von dieser Sache halten soll, das ging so schnell und man erfährt rein gar nichts darüber. Aber natürlich werden wir früher oder später noch mehr davon erfahren, hoffe ich.


    Was ich irgendwie komisch und fehl am Platz fand, war die Sache, dass Nik Heuschnupfen hat und deshalb tagsüber nicht nach draußen gehen kann. Das ist irgendwie ein seltsamer Grund, um ein Außenseiter zu sein, zumal ich selbst Heuschnupfen habe und ganz gut damit lebe...


    Ich hoffe ich kann die nächsten Tage immer mal wieder ein paar Seiten lesen, das Buch ist nämlich so spannend, dass ich am liebsten meinen ganzen Uni-Kram zur Seite legen würde und weiterlesen...

  • Hallo liebe Leserinnen (oder ist auch ein Leser dabei?)!


    Vielen Dank schon jetzt für eure interessanten Kommentare und Überlegungen zu »Wege in die Dunkelheit«. Es ist so lange her, dass ich das Buch geschrieben habe und doch ist plötzlich alles wieder da. Die Geschichte – und auch die eine oder andere Kritik, die mir schon früher begegnet ist und sehr geholfen hat »Venuspakt« flüssiger (und hoffentlich auch weniger »blumig« :winken: Liafu) zu schreiben. Eine sehr spannende Erfahrung.


    Ich hoffe, ich übersehe keine Frage – einige Punkte habt ihr ja untereinander bereits diskutiert.


    [quote author=liafu]
    die Vorstellung, dass da nun jemand an irgendeiner Straßenecke steht, und sich selbst (oder dem Kater) seine Lebensgeschichte erzählt, war dann doch... nicht so ganz stimmig.[/quote]


    *lach* Stimmt, so gesehen klingt es seltsam. Sylvain hatte sich in sein Tagesquartier zurückgezogen und dort hockte auch der Kater. Ich fand das damals eine nette Methode den Wechsel der Erzählperspektive einzuleiten.



    [quote author=luci]Allerdings... lila Haare? also Aubergine?! Weiß nicht ob das so gut passt[/quote]


    Das mag heute seltsam und möglicherweise nicht besonders attraktiv erscheinen. Aber man darf nicht vergessen, dass der Roman Anfang der 80-er Jahre in der Post-Punk-Szene spielt und da gab es deutlich andere Schönheitsideale als heute. Kein Handy, maximal fünf Fernsehprogramme und Personal Computer wurde gerade erst erfunden ...
    Einige »Weggefährten« von damals haben mir geschrieben, sie spürten in »Wege in die Dunkelheit« einen Teil ihres damaligen Lebensgefühls und das empfinde ich als großes Kompliment. Es gibt aber auch heutige Goths, die sich überhaupt nicht wiedererkennen. Das überrascht mich nicht besonders, denn ihre Szene hat mit mit Niks und Shaminas Zeit wenig zu tun.



    [quote author=stefanie_j_h]Was ich irgendwie komisch und fehl am Platz fand, war die Sache, dass Nik Heuschnupfen hat und deshalb tagsüber nicht nach draußen gehen kann. Das ist irgendwie ein seltsamer Grund, um ein Außenseiter zu sein, zumal ich selbst Heuschnupfen habe und ganz gut damit lebe... [/quote]


    Was das betrifft, findet sich eine gute Portion von mir in dem armen Nik wieder. Wenn im Sommer selbst die bleichesten Goths zum Badesee fuhren, dann saß ich zu Hause und wartete auf den Sonnenuntergang. Das ist heute glücklicherweise nicht mehr so – die Medikamente sind viel besser geworden. Aber damals waren sie so schlecht zu dosieren, dass ich sogar einmal im Unterricht vor Müdigkeit vom Stuhl gefallen bin. Nun gut, das war auch in Mathe ;-)


    Liebe Grüße :lesen:
    Jean(i)ne

    »Feuerschwingen«<br />Die Rückkehr des dunklen Engels, 2012 bei Heyne


  • [quote author=stefanie_j_h]Was ich irgendwie komisch und fehl am Platz fand, war die Sache, dass Nik Heuschnupfen hat und deshalb tagsüber nicht nach draußen gehen kann. Das ist irgendwie ein seltsamer Grund, um ein Außenseiter zu sein, zumal ich selbst Heuschnupfen habe und ganz gut damit lebe...


    Was das betrifft, findet sich eine gute Portion von mir in dem armen Nik wieder. Wenn im Sommer selbst die bleichesten Goths zum Badesee fuhren, dann saß ich zu Hause und wartete auf den Sonnenuntergang. Das ist heute glücklicherweise nicht mehr so – die Medikamente sind viel besser geworden. Aber damals waren sie so schlecht zu dosieren, dass ich sogar einmal im Unterricht vor Müdigkeit vom Stuhl gefallen bin. Nun gut, das war auch in Mathe ;-)


    [/quote]


    Hallo Jeanine!
    Es mag sein, dass die Medikamente früher nicht so gut waren und es wirklich nicht möglich war, im Sommer mit Heuschnupfen rauszugehen. Was mir aber vor allem komisch vorkam, war dass Nik deshalb zum Außenseiter und damit auch zum Goth wurde. So habe ich das zumindest verstanden und hab mich etwas darüber gewundert ;)


    Was ich übrigens gut finde ist, dass du ja anscheinend selbst in Richtung Gothic tendierst, also Ahnung von der Szene hast. Ich hatte nämlich die Befürchtung, Seitenweise Klischees lesen zu müssen. Ich höre zwar selbst eher Metal ( 8)) , hätte mich wohl aber trotzdem über die typischen Grufti-Vorurteile geärgert, die "Außenstehende" manchmal so von sich geben...

  • (und hoffentlich auch weniger »blumig« :winken: Liafu) zu schreiben. Eine sehr spannende Erfahrung.

    Beim Venuspakt hatte ich, soweit ich mich erinnere, nur am Anfang etwas am "blumigen" Stil auszusetzen


    [quote author=liafu]die Vorstellung, dass da nun jemand an irgendeiner Straßenecke steht, und sich selbst (oder dem Kater) seine Lebensgeschichte erzählt, war dann doch... nicht so ganz stimmig.

    *lach* Stimmt, so gesehen klingt es seltsam. Sylvain hatte sich in sein Tagesquartier zurückgezogen und dort hockte auch der Kater. Ich fand das damals eine nette Methode den Wechsel der Erzählperspektive einzuleiten.[/quote]Ah, okay, das wurde für mich beim Lesen nicht so richtig deutlich. Für mich war er in dem Moment gerade damit fertig Nik zu verfolgen und stand noch in irgendeiner dunklen Ecke, in der er sich zu diesem Zweck verborgen gehalten hatte. Die Vorstellung, dass er bei sich zuhause in einem Sessel sitzt und dem Katerchen was vormurmelt, finde ich dann zumindest nicht mehr ganz so seltsam.

    The most wonderful and the strongest things in the world, you know, are just the things which no one can see. ~ The Water Babies by Charles Kingsley


  • [quote author=luci]Allerdings... lila Haare? also Aubergine?! Weiß nicht ob das so gut passt


    Das mag heute seltsam und möglicherweise nicht besonders attraktiv erscheinen. Aber man darf nicht vergessen, dass der Roman Anfang der 80-er Jahre in der Post-Punk-Szene spielt und da gab es deutlich andere Schönheitsideale als heute. Kein Handy, maximal fünf Fernsehprogramme und Personal Computer wurde gerade erst erfunden ...
    Einige »Weggefährten« von damals haben mir geschrieben, sie spürten in »Wege in die Dunkelheit« einen Teil ihres damaligen Lebensgefühls und das empfinde ich als großes Kompliment. Es gibt aber auch heutige Goths, die sich überhaupt nicht wiedererkennen. Das überrascht mich nicht besonders, denn ihre Szene hat mit mit Niks und Shaminas Zeit wenig zu tun.
    [/quote]


    Du hast recht, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Ich kann mir gar kein Lebensgefühl ohne Handys etc. vorstellen. Schon krass was das für ein Sprung sein muss :) Warst du denn zu der Zeit eigentlich auch ein Goth? Und erkennt man in den lila Haaren vielleicht einen heimlichen Schwarm?!

  • Jetzt muss ich euch schnell noch meine Eindrücke vom zweiten Kapitel mitteilen, bevor ich dann noch was vergesse. Momentan dreht sich in meinem Kopf nämlich alles um Physik, da haben diese netten Vampire nicht viel Platz.


    Das mit der Katze hatte ich auch falsch verstanden, das kommt echt so rüber, als würde Sylvain einfach mitten auf der Straße eine Katze aufsammeln und der dann mal eben seine Lebensgeschichte erzählen.
    Nach der Geschichte von Nik's Großmutter wussten wir ja schon, dass Sylvain einfach in Venedig verschwunden ist. Und jetzt wissen wir auch den Grund. Diese Vampire scheinen ja alle sehr anziehend zu sein, zumindest die Frauen, denn Nik und Sylvain sind ja Shamina bzw. Ailina (ich mag übrigens die ganzen Namen sehr) nach nur einem Blick verfallen.
    Wie das mit den Gefühlen von Seiten der Vampire aussieht ist ja noch nicht so ganz klar. Shamina beteuert ja, wirklich in Nik verliebt zu sein, weiß aber wohl selbst, dass sie in früher oder später umbringen wird. Und welche Gefühle Ailina für Sylvain hegte wissen wir ja auch nicht. Ob sie ihn als "Spielgefährten" wollte oder ob vielleicht mehr dahinter steckt...
    Von welcher Seite die Gefahr droht, die vielleicht auch Shamina gespürt hat, wird auch klar. Viel erfährt man aber nicht über Ludovico. Sylvain braucht also noch drei außergewöhnliche Vampire, um ihn zu vernichten. Ich bin überzeugt, dass Shamina dazu gehört. Und ich vermute, dass einer der beiden Nik zum Vampir macht und er dann am Ende Ludovico erledigt. So weit zu meinen wilden Spekulationen, ich lese weiter :lesen: