#8 - Kapitel 22 bis Ende

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  • Hier könnt Ihr zum achten und letzten Abschnitt - ab Kapitel 22 - schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Hm, das Ende lässt mich ein wenig nachdenklich zurück... Aber von Anfang.


    Difang ist nicht direkt für Joeys Tod verantwortlich, aber indirekt. Ich kann Difangs Beweggründe verstehen. Joey ist immerhin für seinen Verrat verantwortlich. Er hat sich einfach kaufen lassen, das ist schon sehr perfide und beweist wenig Rückgrat. Aber eine ehrliche Haut war er ja von Anfang an nicht. Mein Mitleid hält sich hier in Grenzen, vor allem auch weil wir in eigentlichh gar nicht kennen gelernt haben.
    Die letzte Begegnung mit Difang und Ana war sehr schön. Sie wollen - wie auch immer - versuchen, zueinanderzustehen, auch wenn Ana erstmal wegfahren wird. Am Ende macht sie auch noch Pläne ihre Familie zu besuchen, wofür sie aber noch sparen möchte und dies und jenes... Ich zweifle ein wenig daran, ob Ana das auch wirklich alles schafft, was sie sich so vornimmt. Aber ich wünsche es ihr auf jeden Fall. Eine wirkliche Beziehung mit Difang wird es aber auch weiterhin nicht geben. Und einen Ureinwohner als Liebhaber stelle ich mir auch schwierig vor. Doch es gefällt mir, dass das hier einfach offen bleibt, so kann man sich einfach selbst überlegen, wie realistisch es einem ist, dass es funktioniert oder nicht.


    Insgesamt gefällt es mir, dass alle Fäden nochmal aufgenommen werden. Charlotte meldet sich, es gibt einen Brief von Aron... So hat Ana auf jeden Mal mehr Möglichkeiten als noch am Anfang des Buches und sie ist frei genug, um zu entscheiden, was sie machen möchte. Das ist doch eine tolle Veränderung!

  • Und schon wieder zu Ende. Ob mir das Ende jetzt so richtig gefällt, weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht. Es ist ja noch alles offen und somit auch nicht richtig beendet. Ana kann sich sogar noch mit Charlotte aussprechen und auch ihr Bruder hat sich gemeldet. Sie will nach Russland und ihn besuchen. Ein bisschen klingt es hier für mich, als wenn es sehr einfach wäre, aber das ist es nicht. Sie wird viel Geld für so eine Reise brauchen und es wird eine Weile dauern bis sie alles verwirklichen kann.


    Wie ihre Beziehung mit Difang weitergehen wird ist ja auch noch nicht richtig geklärt. Sie hatte eine Nacht und konnten sich ihre Gefühle zueinander eingestehen und zeigen. Sicher sehr schön, aber wie soll es weitergehen. Ist es nicht doch etwas naiv von Difang zu glauben, der Oberst würde ihn in Ruhe lassen, da ja jetzt alles geklärt ist? Oder sagt er es nur um Ana zu beruhigen? Ich vermute mal, dass es so ist.


    Auch für Clio ist noch nichts richtig entschieden, sie wird vermutlich bei Felix bleiben und zu mindestens von ihm eine Chance bekommen, sich ihr Leben einzurichten, ob nun an seiner Seite oder allein.

  • Auch mein Eindruck ist, dass noch viele Fragen offen sind und dieses Ende nur ein vorläufiges sein kann. Du planst doch noch einen weiteren China/Formosa - Roman, liebe Tereza - oder bist schon mittendrin? :lesen:
    Plötzlich stehen Ana so viele Türen offen wie noch nie zuvor - Leitung eines Waisenhauses oder weiterhin als Lehrerin arbeiten, nach Russland zu ihrem Bruder reisen oder wieder nach Formosa zu Difang ?
    Auch die Geschichte von Charlotte, die hier nur gestreift wurde, wird weitergehen, ebenso die von Clio und Felix.
    Die Sache mit Joey habe ich auch nicht so wirklich begriffen - da war doch noch ein weiterer Verräter, der die Japaner zu dem Versteck geführt hat, einer von den Einheimischen, weil Joey gar nicht hingefunden hätte? Das hat Difang doch angedeutet... ???


  • Ist es nicht doch etwas naiv von Difang zu glauben, der Oberst würde ihn in Ruhe lassen, da ja jetzt alles geklärt ist? Oder sagt er es nur um Ana zu beruhigen? Ich vermute mal, dass es so ist.


    Es war tatsächlich so, dass Aufwiegler, wenn sie sich beruhigt hatten, in Ruhe gelassen wurden. Wenigstens manchmal. Stand in meinen Recherchebüchern. ;D
    Die Japaner waren zwar hart, aber nicht immer völlig unmenschlich.


    Wie es wirklich weitergeht, weiß man natürlich nicht.


  • Die Sache mit Joey habe ich auch nicht so wirklich begriffen - da war doch noch ein weiterer Verräter, der die Japaner zu dem Versteck geführt hat, einer von den Einheimischen, weil Joey gar nicht hingefunden hätte? Das hat Difang doch angedeutet... ???


    Joeys Aufgabe beschränkte sich darauf, Difang zu befreien - und ihn glauben zu lassen, das geschehe ohne das Wissen der Japaner. Dann führt Difang die Japaner zu dem Bergdorf. Ein Einheimischer ist noch mit von der Partie, um Difang zu verfolgen und den Japanern Bericht zu erstatten.


    Also aktuell ist keine Fortsetzung geplant. Es ist ein anderen Taiwan-Roman in Planung, der aber im 17. Jahrhundert spielt, als die Holländer die Insel beherrschten. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, auch irgendwann Anas, Charlottes und Clios Geschichte weiterzuspinnen. ;)

  • Der Roman ist zu Ende, - doch wie geht es jetzt weiter mit der Hauptfigur? Ihre Aussichten sind wenig verheißungsvoll... Zwar erkennt sie, dass im Grunde die farbenfrohe und laute Stadt Shanghai mit ihrem Völkergemisch ihre Heimat ist, aber bleiben möchte sie dort nicht.
    Nach Russland zu ihrem Bruder möchte sie ( da fällt mir der Spruch ein "Absence makes the heart grow fonder", denn sooo eng waren die Halbgeschwister solange sie noch zusammenlebten, nie! ), aber bleiben möchte sie da auch nicht.
    Nach Formosa möchte sie, aber nur, um Difang aufzustöbern und ihm zu sagen, dass sie nach Russland gehen wird. Aber zuerst muss sie genug Geld für ihre Pläne verdienen - in Shanghai aber. Und das kann ewig dauern...
    Nein, fröhliche Aussichten sind das nicht!


    Am Schluss ist mir aufgefallen, dass der Roman einen Zeitraum von wenig mehr als einem halben Jahr umfasst. Und was ist in diesen sechs Monaten nicht alles passiert! Zuviel fast. Und zu schnell hat sich die ziemlich verlorene Maus Anastassia, die wir am Anfang kennengelernt haben und die mir da wie 16 vorkam, zu einer selbständigen, selbstbewussten Person gemausert, die mir um gut zwanzig Jahre gealtert scheint!
    Klar mag das Potential in ihr stecken, und klar hat sie viel Unschönes erlebt, - aber diese gewaltige Entwicklung ist mir am Ende doch zu mächtig.
    Und alles, was sich dann im letzten Abschnitt tut, ist ein wenig unbefriedigend für mich.


    Die Szene mit Charlotte jedoch hat mir gut gefallen. Was immer sie erlebt haben mag, - von Hochmut ist nichts ( mehr ) zu spüren. Sie entschuldigt sich sogar für ihr schlechtes Verhalten Anastassia gegenüber. Doch der ist das relativ gleichgültig! Nach Difang und ihrem Aufenthalt bei den Ami und den Paiwan ist ihr das nicht mehr wichtig. Das ist völlig nachvollziehbar, und es ist gut so. Es gibt keine Gemeinsamkeiten mehr mit der ehemals so dominanten Freundin, mit der sie sowieso niemals eine Freundschaft auf Augenhöhe verbunden hatte, wenn ich das richtig interpretiere.


    Clio wiederum wird, das ist für mich jetzt ganz klar, Hoffmann heiraten! Was ich von dieser Verbindung halte, habe ich ja bereits im sechsten Abschnitt dargelegt und erspare mir das an dieser Stelle....
    Ja, Clio hat meine Sympathie zu keinem Zeitpunkt während der Lektüre dieses Romans gewonnen. Sicher mag sie ein Produkt ihrer Erziehung, eine typische Chinesin eben, sein. Dann aber ist es wohl so, dass ich mit deren Mentalität nicht viel anfangen kann. Zu vieles wird hingenommen, nichts geht eigentlich tief. ( Sowieso war ich sehr überrascht, dass das chinesische Püppchen den Tod ihres Nobu, um den sie so einen Aufwisch gemacht hat, solange sie ihn noch nicht in ihren polierten Fingerchen hatte, so offensichtlich gut weggesteckt hat! ) Chinesischer oder vielleicht generell asiatischer Gleichmut ist eine Eigenschaft, die mir nicht liegt. Und am wenigsten Verständnis habe ich für den weitgehenden Mangel an Mitgefühl. Letzteres wiederum war aber ganz stark bei den Ami zu spüren...


    Zu guter Letzt habe ich das Nachwort gelesen, was ich viel früher hätte tun sollen! Ich wollte aber keineswegs am Buchende herumstöbern und mich in Versuchung bringen, das Ende zu lesen ( was ich ganz gern mal tue... )
    Jedenfalls klärt dieses Nachwort vieles auf und ist darüberhinaus sehr informativ. Was ich über Formosa/Taiwan wissen möchte, weiß ich jetzt. Nach mehr habe ich kein Bedürfnis. Die Insel ist mir trotz der immer mal erwähnten und beschriebenen Schönheit nicht wirklich nahe gekommen - und die Personen des Romans leider auch nicht. Noch immer zum Beispiel ist in meinem Kopf mit Ana kein Bild verknüpft und ins Herz geschlossen habe ich sie auch nicht, aber vielleicht ein wenig mehr als all die anderen Charaktere, mit Ausnahme freilich von Igay, die mir weitaus lebendiger vorkam als der ganze Rest....


  • Es tut mir leid, dass dir Ana nicht wirklich näher gekommen ist. So drastisch fand ich ihre Veränderung eigentlich gar nicht. Sie hat früh gelernt, sich in einer fremden, nicht immer einfachen Umgebung zurechtzufinden. Als sie allein auf sich gestellt, verselbständigt sie sich eben dementsprechend.


    Ich selbst war nach dem ersten Besuch ganz begeistert von Taiwan und kann es kaum erwarten, wieder hinzufahren. Den asiatischen Gleichmut würde ich nicht mit Gefühlskälte gleichsetzen. Gefühle werden nicht so offen gezeigt, weil das verpönt ist. Das heisst aber keineswegs, dass man keine hat. Die Fähigkeit zu Mitgefühl würde ich auch nicht an der ethnischen Herkunft eines Menschen festmachen. Sie hängt eher von seiner Persönlichkeit ab. Es gibt in der europäischen Geschichte genug Beispiele für fehlendes Mitgefühl.


    Aber danke für deine ehrliche Meinung, dem Interesse an dem Buch und die Teilnahme an der Leserunde. :)


  • Den asiatischen Gleichmut würde ich nicht mit Gefühlskälte gleichsetzen. Gefühle werden nicht so offen gezeigt, weil das verpönt ist. Das heisst aber keineswegs, dass man keine hat. Die Fähigkeit zu Mitgefühl würde ich auch nicht an der ethnischen Herkunft eines Menschen festmachen. Sie hängt eher von seiner Persönlichkeit ab. Es gibt in der europäischen Geschichte genug Beispiele für fehlendes Mitgefühl.


    Nein, das tue ich auch nicht. Da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Es ist aber tatsächlich so, dass mir die asiatische Mentalität nicht liegt - was mir bei der Lektüre dieses Romans wieder klar geworden ist. ( Ich habe übrigens einen vietnamesischen Schwiegersohn, an den ich auch nicht herankomme. Muss ich auch nicht, wichtig ist, dass meine Tochter das schafft...)
    Auch die Fähigkeit zum Mitgefühl mache ich nicht an der Nationalität fest, und selbstredend gibt es überall auf der Welt Negativbeispiele!
    Hier im Roman allerdings fiel mir auf, dass mich schockierende Vorfälle, wie Joeys Enthauptung, gerade von Clio sehr "unbeteiligt" aufgenommen wurden. Und es ist immer wieder die selbstzentrierte Clio, die es an Mitgefühl fehlen lässt. Jedoch tun das auch fast alle Missionare...


  • Auch die Fähigkeit zum Mitgefühl mache ich nicht an der Nationalität fest, und selbstredend gibt es überall auf der Welt Negativbeispiele!
    Hier im Roman allerdings fiel mir auf, dass mich schockierende Vorfälle, wie Joeys Enthauptung, gerade von Clio sehr "unbeteiligt" aufgenommen wurden. Und es ist immer wieder die selbstzentrierte Clio, die es an Mitgefühl fehlen lässt. Jedoch tun das auch fast alle Missionare...


    Clio ist solche Gräueltaten eher gewöhnt, deshalb reagiert sie darauf nicht so schockiert wie Ana. Auch die Missionare haben nach mehreren Jahren in Asien etwas mehr Gleichmut bekommen. Dazu kommt bei ihnen natürlich die Überzeugung, es mit einer "minderwertigen" Kultur zu tun zu haben.


    Es ist interessant, wie unterschiedlich Menschen auf bestimmte Mentalitäten reagieren. Ich denke, es sagt vor allem viel über einen selber aus. Ich zum Beispiel komme mit der asiatischen soweit ganz gut zurecht. In Europa liegen mir allerdings auch eher die "ruhigeren" Nationen wie Briten oder Skandinavier. Mit den heißblütigen Italienern oder Spaniern hatte ich eher Probleme. (Wobei es immer auf den einzelnen Menschen ankommt.)

  • Es war tatsächlich so, dass Aufwiegler, wenn sie sich beruhigt hatten, in Ruhe gelassen wurden. Wenigstens manchmal. Stand in meinen Recherchebüchern. ;D
    Die Japaner waren zwar hart, aber nicht immer völlig unmenschlich.


    Wie es wirklich weitergeht, weiß man natürlich nicht.


    Ja gut, wenn es historisch so belegt ist, ist es auch für mich in Ordnung. Dann hätten er und Ana ja durchaus eine Chance auf eine Zukunft gehabt.


  • Es ist interessant, wie unterschiedlich Menschen auf bestimmte Mentalitäten reagieren. Ich denke, es sagt vor allem viel über einen selber aus. Ich zum Beispiel komme mit der asiatischen soweit ganz gut zurecht. In Europa liegen mir allerdings auch eher die "ruhigeren" Nationen wie Briten oder Skandinavier. Mit den heißblütigen Italienern oder Spaniern hatte ich eher Probleme. (Wobei es immer auf den einzelnen Menschen ankommt.)


    Das ist nicht zu leugnen! Ich mag die laute und herzliche Fröhlichkeit der ( meisten ) Südeuropäer, deren Gastfreundschaft, deren gelebte Lebendigkeit. Sie kommen meinem persönlichen Wesen sehr entgegen...
    Und dann ist ja klar, warum die Charaktere des Romans sich ( bis auf die Ami, allen voran Igay ) nicht in mein Herz schleichen konnten.
    Womit ich über die Qualität des Buches erstmal gar nichts aussage... Ich halte mich für differenzierungsfähig.

  • Nun sind wir am Ende angelangt, aber irgendwie bleibt doch einiges noch offen.


    Gut gefallen hat mir, dass es zwischen Charlotte und Ana doch noch ein Zusammentreffen und ein Gespräch gab, um Misstöne auszuräumen. Dass sich Aron gemeldet hat, fand ich auch sehr schön, sie geben Ana neue Perspektiven und die Möglichkeit, sich ihrem Bruder doch noch etwas mehr anzunähern. Ein Besuch in Russland wäre da genau richtig, zumal sie doch nicht richtig weiß, wohin ihr Weg zu führen wird. Doch zuerst muss sie wohl Geld verdienen, um die Reise anzutreten. Die Leitung des Waisenhauses wäre da kein so schlechter Schritt, nachdem sie schon etwas Erfahrung sammeln konnte als Lehrerin. Etwas Abstand zu all den Ereignissen wäre gar nicht so schlecht, um einen freien Kopf zu bekommen und die Dinge Revue passieren zu lassen, bevor sie sich ins nächste Abenteuer stürzt.


    Difang und Ana – der Abschied war bittersüß, denn man weiß nicht, wann die beiden sich wiedersehen werden. Und was die Beziehung zwischen den beiden betrifft, ich glaube nicht, dass die zwei auf Dauer zusammen sein werden. Zu viele Dinge stehen zwischen den beiden.


    Tja, und dann ist da ja noch Clio – wenn sie schlau ist, wird sie bei Hoffmann bleiben, denn er kann ihr vieles bieten und einige Möglichkeiten eröffnen. Aber Liebe wird von ihrer Seite aus keine Rolle dabei spielen. Irgendwie tut mir Felix leid, aber jeder ist seines eigenen Schicksals Schmied. Er sollte sich die Zeit geben, Clio besser kennenzulernen, bevor er sie heiratet. So kauft er die Katze im Sack!


    Ganz herzlichen Dank für diese tolle Leserunde und Dir, liebe Tereza, für Deine Begleitung und die vielen Informationen. Mir hat es gut gefallen.


  • Die letzte Begegnung mit Difang und Ana war sehr schön. Sie wollen - wie auch immer - versuchen, zueinanderzustehen, auch wenn Ana erstmal wegfahren wird. Am Ende macht sie auch noch Pläne ihre Familie zu besuchen, wofür sie aber noch sparen möchte und dies und jenes... Ich zweifle ein wenig daran, ob Ana das auch wirklich alles schafft, was sie sich so vornimmt. Aber ich wünsche es ihr auf jeden Fall. Eine wirkliche Beziehung mit Difang wird es aber auch weiterhin nicht geben. Und einen Ureinwohner als Liebhaber stelle ich mir auch schwierig vor.


    Das sehe ich genauso wie Du. Die Beziehung der beiden ist nicht für die Ewigkeit bestimmt, dazu steht einfach zu vieles dazwischen. Auf Dauer werden sie wahrscheinlich eine schöne Erinnerung für beide bleiben.


  • Insgesamt gefällt es mir, dass alle Fäden nochmal aufgenommen werden. Charlotte meldet sich, es gibt einen Brief von Aron... So hat Ana auf jeden Mal mehr Möglichkeiten als noch am Anfang des Buches und sie ist frei genug, um zu entscheiden, was sie machen möchte. Das ist doch eine tolle Veränderung!


    Dass sie mit Charlotte alles klären konnte, fand ich auch schön, wenn sich auch die Freundschaft der beiden wohl nicht weiter vertiefen wird, so empfinde ich das. Ana ist erwachsen geworden, ihre Entwicklung durch all diese Erlebnisse hat sie stärker und gereifter werden lassen. Sie hat nun viele Möglichkeiten, wie sich ihr Leben entwickeln soll. Und frei zu entscheiden und unabhängig zu sein - das ist doch für die damalige Zeit eine tolle Sache.


  • Clio wiederum wird, das ist für mich jetzt ganz klar, Hoffmann heiraten! Was ich von dieser Verbindung halte, habe ich ja bereits im sechsten Abschnitt dargelegt und erspare mir das an dieser Stelle....
    Ja, Clio hat meine Sympathie zu keinem Zeitpunkt während der Lektüre dieses Romans gewonnen. Sicher mag sie ein Produkt ihrer Erziehung, eine typische Chinesin eben, sein. Dann aber ist es wohl so, dass ich mit deren Mentalität nicht viel anfangen kann. Zu vieles wird hingenommen, nichts geht eigentlich tief. ( Sowieso war ich sehr überrascht, dass das chinesische Püppchen den Tod ihres Nobu, um den sie so einen Aufwisch gemacht hat, solange sie ihn noch nicht in ihren polierten Fingerchen hatte, so offensichtlich gut weggesteckt hat! ) Chinesischer oder vielleicht generell asiatischer Gleichmut ist eine Eigenschaft, die mir nicht liegt. Und am wenigsten Verständnis habe ich für den weitgehenden Mangel an Mitgefühl. Letzteres wiederum war aber ganz stark bei den Ami zu spüren...


    Meiner Meinung nach tust Du den Asiaten unrecht. Was Du als Gleichmut bezeichnest, ist eigentlich nur Gesichtswahrung. Man kann die Mentalität nicht mit Europäern vergleichen, die ihre Gefühle offen zur Schau stellen. Bei Asiaten ist das ein Gesichtsverlust, wenn man Gefühle nach außen trägt. Das heißt aber nicht, dass sie keine haben. ich habe es selbst schon erlebt, wie jemand herzzerreißend geweint hat hinter verschlossenen Türen und fünf Minuten später mit etwas verquollenen Augen ganz normal agiert hat. Gefühle bedeuten in Asien die absolute Intim- bzw. Tabuzone. Das mag nicht jedem liegen, doch dafür sollte man sie nicht verurteilen.

  • Da ich nun eh so hinterherhing, habe ich die letzten beiden Abschnitte in einem Rutsch gelesen :-[


    Das Ende schreit ja nach einer Fortsetzung! Wir müssen doch erfahren, wie es mit Ana und Difang oder auch nur Ana weitergeht! Und ob Clio ihre Trauer überwindet und Felix Hoffmann doch noch eine Chance gibt!
    Es ist ein sehr offenes Ende mit viel Raum für eigene Gedanken oder eben für ein weiteres Buch.


    Dennoch hat mir das Ende gefallen, obwohl ich sonst eigentlich gar kein Fan von so etwas bin. Aber es ist auch versöhnlich. Difang lebt noch und er und Ana haben sich einander fest versprochen. Ob es wirklich einen Weg für sie beide gibt, steht noch in den Sternen.


    Clio und Felix... das wird schon noch. Mir ist keiner der beiden besonders sympathisch, aber dann passen sie für mich ja gut zusammen ;D
    Für sie wäre es eine gute Partie und für ihn... naja, wenn er sie halt liebt, wäre es doch auch für ihn das Richtige!


    Dass Aron seine Schwester nicht vergessen hat, finde ich schön! Spielt das nächste Buch also in Russland - wer weiß?


    Charlotte hat ihre eigenen Kämpfe ausgefochten, ich muss gestehen, ich weiß nicht mehr genau, wie das bei ihr war, da müsste ich das andere Buch noch einmal lesen. Die Freundschaft zwischen Ana und ihr hat einen tiefen Knacks bekommen, sie sind einander nicht böse, aber ob das noch jemals wieder eine enge Freundschaft wird? Momentan fühlt es sich für mich nicht danach an.


    Aber Ana hat jetzt auch andere Menschen in ihrem Leben, andere Schwerpunkte und Ziele. Sie wählt keinen leichten Weg, aber sie folgt ihrem Herzen und ihren Gefühlen, auch wenn der Verstand ihr sagen müsste, dass das alles keinen Sinn hat - aber was wäre die Welt ohne Menschen wie sie?


  • Das Ende schreit ja nach einer Fortsetzung! Wir müssen doch erfahren, wie es mit Ana und Difang oder auch nur Ana weitergeht! Und ob Clio ihre Trauer überwindet und Felix Hoffmann doch noch eine Chance gibt!
    Es ist ein sehr offenes Ende mit viel Raum für eigene Gedanken oder eben für ein weiteres Buch.


    Ja, das habe ich auch gedacht. Man macht sich zwar so seine eigenen Gedanken bei einem offenen Ende, aber hier würde ich auch gern wissen, wie es allen am Ende ergangen ist.


  • Dass Aron seine Schwester nicht vergessen hat, finde ich schön! Spielt das nächste Buch also in Russland - wer weiß?


    Dass er sich bei seiner Schwester meldet, hat mich auch überrascht und zeigt, dass er nicht der gleichen Meinung ist wie seine Mutter. Er scheint Ana zu vermissen und ihr bietet sich die Gelegenheit, ihn und Russland zu besuchen und vielleicht sogar zu bleiben?!


  • Das Ende schreit ja nach einer Fortsetzung! Wir müssen doch erfahren, wie es mit Ana und Difang oder auch nur Ana weitergeht! Und ob Clio ihre Trauer überwindet und Felix Hoffmann doch noch eine Chance gibt!
    Es ist ein sehr offenes Ende mit viel Raum für eigene Gedanken oder eben für ein weiteres Buch.


    Ich fand das Ende auch recht offen und hoffe da auch irgendwie auf eine Fortsetzung, obwohl dieses Buch ja der Abschluss der Trilogie sein sollte.



    Clio und Felix... das wird schon noch. Mir ist keiner der beiden besonders sympathisch, aber dann passen sie für mich ja gut zusammen ;D
    Für sie wäre es eine gute Partie und für ihn... naja, wenn er sie halt liebt, wäre es doch auch für ihn das Richtige!


    Eigentlich kann ich gar nicht sagen, ob ich die beiden nun mochte oder nicht. Sie waren einfach da und für die Geschichte notwendig. Felix war mir auch zu wenig present, um ihn wirklich einschätzen zu können. Ich denke einfach, dass er ja auch nicht im Mittelpunkt der Geschichte stehen sollte. Und als Randfigur hat er sich doch gut gemacht ;D


    [quote='Dani','https://leserunden.de/forum/index.php?thread/&postID=309356#post309356']
    Dass Aron seine Schwester nicht vergessen hat, finde ich schön! Spielt das nächste Buch also in Russland - wer weiß? [/qoute]


    So eine schöne Russlandgeschichte würde ich auch gut finden ;D