Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Anbei meine Rezension, die natürlich auch bei amazon und auf Literaturschock eingestellt wird.


    Hartmann ist Privatdetektiv, seit er aus seinem früheren Beruf als Kriminalkommissar unfreiwillig ausscheiden musste. Dementsprechend ist er wenig glücklich von seinem neuen Job, schlägt sich aber so durch. Eines Tages klingelt sein Telefon (drei Mal, denn Hartmann geht grundsätzlich immer erst beim dritten Anruf dran) und er erhält den Auftrag, Hundetrainer Wolf unter die Lupe zu nehmen. Hartmanns Auftraggeber hat diesem Wolf vor einiger Zeit eine nicht unerhebliche Summe geliehen und hätte sein Geld nun gerne zurück. Da es Schwarzgeld war, kann er nicht den Rechtsweg nehmen und so beauftragt er nun Hartmann, sich in Wolfs Hundeschule umzusehen und herauszufinden, ob dieser wirklich kaum Geld verdient oder ob er seinen Verdienst nicht vielmehr irgendwo heimlich bunkert. Hartmann nimmt den Auftrag an, sieht sich aber schnell vor einem Problem: wie soll er glaubwürdig undercover in einer Hundeschule ermitteln – ohne Hund? Doch Hartmann ist ein kreativer Kopf und so führt ihn sein erster Weg in diesem Fall ins Tierheim, wo er sich einen passenden Hund aussucht und zwar Gitte. Dumm nur, dass er Wolf vorher am Telefon schon erzählt hat, sein Hund hieße Bruno! So taucht er also mit einer Hündin namens Bruno bei „Alpha Wolf“ auf und die Ermittlungen könnten ihren Lauf nehmen – doch dummerweise liegt Trainer Wolf wenige Tage später tot im Wald, was die Suche nach dem Geld nicht gerade vereinfacht! Doch so schnell gibt Hartmann nicht auf und bleibt hartnäckig dran, unterstützt durch Hundetrainerin Marlene.


    Ich habe bisher alle Bücher des Autors gelesen. Als frühere Hundebesitzerin habe ich mich vor allem bei den Büchern über Krawallmaus Luna köstlich amüsiert, doch auch bei den Toskanamännern und deren Geschichten hatte ich viel Spaß.


    Nun also der erste Krimi des Autors – und auch das kann er gut! Die Hundeszene spielt hier wieder eine große Rolle und gerade HundebesitzerInnen dürften hier über vieles wissend schmunzeln oder peinlich berührt erröten. Aber bei der Suche nach dem Täter werden noch viele andere Themen angerissen und man lernt eine ganze Reihe interessanter bis haarsträubender Gestalten kennen, so dass es nie langweilig wird! Manches wirkt natürlich bei der Lektüre ein wenig überzogen, aber an vielen Stellen blieb mir auch das Lachen im Halse stecken, da die Beschreibungen leider gar nicht so realitätsfern sind, wie man an mancher Stelle hoffen mag! Auf jeden Fall kann man wunderbar miträtseln und spekulieren, während man Hartmann bei seinen Ermittlungen folgt und nach und nach einen Verdächtigen nach dem anderen von der Liste streicht – oder besser doch nicht? Gegen Ende war mir ein Detail zu sehr konstruiert, aber ansonsten haben mir die Ermittlungen auf jeden Fall richtig Spaß gemacht und ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Hartmann, Bruno und Marlene!

  • Vielen Dank für die schöne und lustige Leserunde. Hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich diesmal urlaubsbedingt nicht ganz soviel kommentieren konnte.


    Mein Fazit:


    Gitte-Bruno ist eine Hündin, den sich Ex-Kommissar Hartmann extra für seine Undercover-Ermittlungen aus dem Tierheim ausgeliehen hat und die heimliche Heldin in diesem Buch. Denn sie hat eindeutig ihren eigenen Kopf. Hartmann allerdings auch, der nicht viel von konventionellen Ermittlungen hält, auch mal über die Stränge schlägt und einen Dauerstreit mit seinem baufreudigen Nachbarn am Leben erhält. Gleichzeitig taucht er tief in die Welt der Hundebesitzer und Hundeschulen ein und lernt dort sehr interessante und auch skurile Menschen kennen. Zunächst auch Bert Wolf, bis er tot im Wald gefunden wird.
    Der ganze Krimi liest sich sehr flüssig, die Vorgehensweise ist schlüssig und humorvoll erzählt. Ein Ermittler mit Ecken und Kanten, der durchaus sympathisch rüber kommt. Ich habe mich bei dem Buch sehr gut amüsiert und unterhalten gefühlt und tappte bis zuletzt im Dunkeln, wer den nun der Täter oder die Täterin ist. Zum Schluss wirkte eine Szene etwas konstruiert, um den Fall aufzuklären, was für mich aber nicht weiter schlimm war. Ein wunderbares schnell zu lesendes Buch für Zwischendurch, besonders für Hundeliebhaber.


    Meine Beiträge erscheinen immer auf meinem Blog, auf Amazon und auch auf Literaturschock. Allerdings schreibe ich immer hier zuerst, so dass es noch keine Verlinkungen gibt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Vielen Dank auch von mir. Es war sehr schön, Hartmann kennenzulernen. Ich hoffe, wir lesen noch mehr von ihm. ;D


    Zum Buch:


    Hartmann ist ein ehemaliger Polizist und betreibt nun eine Privatdetektei. Vorwiegend überwacht er fremdgehende Ehemänner und Ehefrauen, doch sein neuer Fall führt ihn zu einer Hundeschule. Der Hundetrainer schuldet einem Bauherrn eine größeren Geldbetrag und kommt der Begleichung seiner Schulden nicht nach, obwohl es ihm finanziell gut zu gehen scheint. Hartmann soll besagten Hundetrainer ein wenig ausspionieren und beschafft sich zu diesem Zweck einen Alibi-Hund aus dem Tierheim. Schnell erkennt Hartmann, dass der unsympathische Hundetrainier zwar jede Menge Frauengeschichten am Laufen hat, zugleich aber auch eine Menge Feinde bzw. Gegner aufweisen kann. Und dann liegt der Hundetrainer eines Tages tot im Wald; ermordet, wie es scheint…


    Mein Leseeindruck:


    Mir hat es großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Es ist zugleich spannend und sehr humorvoll geschrieben. Die Charaktere sind alle sehr speziell, allen voran unser Protagonist Hartmann. Obwohl er eine durchaus sehr eigene Art hat, ist er nicht unsympathisch. Er hat „Wiedererkennungswert“, und ich hoffe, es wird noch weitere Kriminalfälle mit ihm geben!


    Sehr gut gefallen hat mir natürlich auch Gitte-Bruno, Hartmanns Alibi-Hund aus dem Tierheim. Ich glaube, dass nicht nur Hundefreunde diesen Vierbeiner ins Herz schließen werden.


    Die gelungene Mischung aus einem spannenden Krimi und einem humorvollen Roman möchte ich ebenfalls positiv erwähnen. Auch eine kleine Liebesgeschichte ist enthalten, aber sie bleibt sehr im Hintergrund, lockert die Geschichte aber dennoch zusätzlich noch etwas auf.


    Der Schreibstil ist sehr angenehm. Durch die leichte und lockere Art lässt sich das Buch flüssig lesen, und da die Geschichte spannend ist, möchte man sowieso immer noch ein Kapitel mehr lesen.


    Insgesamt gesehen kann ich dem Buch volle fünf Sterne geben, da es mich ausgezeichnet unterhalten hat!

  • Danke für diese lustige Leserunde. Hier ist meine Rezension, die natürlich noch gestreut wird.


    Hartmann, Privatdetektiv und Ex- Kriminalkommissar, erhält telefonisch einen neuen Auftrag. Er soll einen Hundetrainer beschatten, da der Auftraggeber noch eine ganze Menge Geld von diesem bekommt. Tja, wie macht man das aber am besten und vor allem am unauffälligsten ohne Hund? Gar nicht, weil es schier unmöglich ist, ohne Hund unauffällig in einer Hundeschule aufzutauchen. Also schaut Hartmann als erstes zu, dass er irgendwoher einen Vierbeiner bekommt und sich mit dem dann Zutritt in die Hundeszene verschaffen kann. So kommt Gitte-Bruno ins Spiel, eine Hündin, die er sich mal eben aus dem Tierheim ausborgt, um seinen Auftrag ausführen zu können. Bei Wolf und seiner Hundeschule „Alpha Wolf“ bucht Hartmann Einzelstunden und erhält so einen Einblick in die High Society der Hundeszene. Nur dumm, dass schon nach den ersten Trainingseinheiten Wolf tot im Wald liegt und Hartmann noch keinen Schritt voran gekommen ist bei seinen Ermittlungen. Aber er gibt so schnell nicht auf und ermittelt weiter undercover mit Hilfe der Hundetrainerin Marlene und ehe er sich versieht, bekommt er erstens Gitte-Bruno nicht mehr los und steckt zweitens auch noch mitten drin in den Mordermittlungen von Wolf, was seinen Ex-Kollegen vom Kommissariat überhaupt nicht passt.


    Vom Autor Michael Frey Dodillet habe ich schon einige Bücher gelesen und so war ich gespannt auf seinen ersten Kriminalroman. Wer selbst Besitzer eines Hundes ist, für den sind seine Bücher eigentlich ein „must have“. Und auch dieses Buch hat meine Lachmuskeln wieder ganz schön strapaziert, obwohl es sich um einen Kriminalroman handelt. Die flotten Sprüche Hartmanns sind phänomenal und bescherten mir amüsante Stunden beim Lesen des Buches.


    Er schafft es, dass man sich beim Lesen selbst ertappt sieht, was missglückte Erziehungsversuche beim eigenen Hund angeht. Kommt einem alles irgendwie bekannt vor, was da im Buch an Maßnahmen so betrieben wird, um einem Hund die einfachsten Kommandos beibringen zu wollen. Da werden die Ermittlungen für Hartmanns Fall ab und an zur Nebensächlichkeit.
    Geschickt versteht es der Autor, den Leser auf falsche Fährten zu führen und am Ende muss man sich eingestehen, dass man keinen blassen Schimmer hat, wer Wolf im Wald ermordet hat. Mir ging es jedenfalls so.


    Hartmann als Hauptprotagonist ist ein Typ nach dem Motto „Außen hart, innen weicher Kern“ und das macht ihn trotz der flotten Sprüche auch so sympathisch mit Gitte-Bruno an seiner Seite.
    Marlene ist eine taffe Frau, die wie Hartmann einen flotten Spruch nach dem anderen auf Lager hat und Hartmann des Öfteren die Meinung geigt. Mir hat sie daher sehr gefallen und ich hoffe, sie bleibt uns auch in den weiteren Bänden um Privatdetektiv Hartmann erhalten.


    Das Buch lässt sich absolut flüssig lesen, was nicht zuletzt am großartigen Humor lag, den der Autor hier gekonnt in die verschiedenen Szenen einflechtet. Man kann wunderbar miträtseln, was die Ermittlungen betrifft und auch wenn ich nicht auf den Täter gekommen bin, hat es mir großen Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich freue mich auf weitere Abenteuer von Hartmann, Gitte-Bruno und Marlene.


    Das Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung und ist schon jetzt eines meiner Highlites an gelesenen Büchern in diesem Jahr.

  • Danke für eure tollen Rezensionen. :) Ich kann grad nicht ausführlich antworten, weil ich eine Woche in Luxemburg bin und eine Internetverbindung habe, wo jeder Buchstabe 1 Minute rödeln muss, bis er durch die Leitung ist.

  • Ja - das war eine lustige Runde, die sich da über ein höchst amüsantes und ziemlich schräges ( im positiven Sinne! ) Buch ausgetauscht hat! Danke dafür - und gerne mal wieder....
    Und hier ist dann auch meine Rezension plus nach und nach eingestellten Links der Plattformen, auf denen ich sie veröffentlichen werde.




    Von Hunden, Herrchen und anderen komischen Vögeln


    Nach seiner Entlassung aus dem Polizeidienst schlägt sich Hartmann als Privatdetektiv durchs Leben.
    Seine Fälle sind alles andere als spektakulär, bis er eines Tages von einem Bauunternehmer den Auftrag erhält, bei dem stadtbekannten und berüchtigten Hundetrainer Wolf eine hohe Geldsumme einzutreiben, die dieser ihm schuldig ist. Hartmann steigt mit Elan in seine neue Aufgabe ein und begibt sich undercover in die Hundeszene, in der sich allerlei Klientel tummelt - von den Reichen und Schönen vor allem weiblichen Geschlechts bis hin zu solchen, die das eine oder andere Hühnchen zu rupfen haben mit Wolf, dessen übler Charakter nach und nach zum Vorschein kommt und sogar den abgebrühten Hartmann verblüfft.
    Doch schon bald wird der Hundetrainer ermordet aufgefunden - und nun gilt es, seinen Mörder dingfest zu machen, was Hartmann mit seinen sehr unkonventionellen, nicht immer legalen Ermittlungsmethoden und nicht zuletzt dank der Hilfe der eigens zu diesem Zweck ausgeliehenen Hundedame Gitte-Bruno sowie der patenten Hundetrainerin Marlene am Ende selbstredend auch gelingt!


    Michael Frey Dodillet ist hier ein rundum amüsanter, origineller Roman gelungen, der vor allem von seinem anfangs wenig sympathischen Protagonisten lebt! Immer einen flotten Spruch auf den Lippen laviert er sich durchs Leben, von Beachtung der Gesetze hält er nicht viel, scheinbar zieht er es vor, sich seine eigenen zu machen. Überhaupt ist er ein Einzelgänger, der recht ruppig mit seinen Mitmenschen umzugehen pflegt.
    Doch stellt der Leser im Laufe der aberwitzigen Geschichte, die sich vor seinen erstaunten Augen entfaltet, fest, dass es da noch einen ganz anderen Hartmann gibt, einen feinfühligen, empfindsamen Menschen mit viel Verständnis für die Schwächen anderer. Doch weiß er sein Inneres gut zu hüten, bis ihm dann Marlene, die Gefallen an ihm gefunden hat, auf den Kopf zusagt, dass sein ruppiges Verhalten nur Selbstschutz ist! Sie, aber auch die imposante Mischlingshündin Gitte-Bruno bringen peu a peu Hartmanns gute Eigenschaften an die Oberfläche, - zur Freude des Lesers, der längst nicht mehr umhin kann, Hartmann zu mögen. Ein interessanter Einfall des Autors war es auch, ihn ohne Vornamen durchs Leben gehen zu lassen - aber es passt zu ihm, er ist so, wie sein Name: knorrig-deftig!


    Einen großen Raum nehmen die Ermittlungen in der Schickeria ein, denn die unendlich gelangweilten, viel zu reichen Damen aus dieser Gesellschaftsschicht stellten die Hauptkundschaft des Alpha-Wolf dar - und sie waren ihm allesamt verfallen. Etwas, das wohl kaum ein Leser nachvollziehen kann...
    Mit Ironie bis hin zu fein verpacktem oder gar offenem Zynismus lässt der Autor seinen Hartmann hinter die Kulissen des schönen Scheins blicken, der nichts anderes ist, als eben nur das, denn er offenbahrt so viel Oberflächlichkeit aber auch unglaublich garstige Bösartigkeit, dass man sich am liebsten mit Schaudern abwenden möchte.
    So mag man auch bei der Aktivistengruppe mit dem seltsamen Kürzelnamen Büfükadü empfinden, deren selbsternannter Chef, ein irregeleiteter Dummkopf mit jeder Menge krimineller Energie kurzzeitig in Hartmanns Visier gerät, und unter deren Schutz sich Verrückte jedweder Couleur tummeln. Sie sind so überspitzt dargestellt, dass man das Lachen nicht verkneifen kann - dennoch sind sie realistischer, als man sich vorstellen mag....


    Gewiss, die Geschichte, dessen unleugbare Stärke die einprägsamen, eigenwilligen, zumeist absonderlichen Personen, die der Autor kreiert hat, sind und die angefüllt ist mit reichlich skurrilen, Szenen, bringt den Leser vor allem zum Lachen. Sie amüsiert und unterhält auf sehr lockere, manchmal aber ein wenig oberflächliche, gelegentlich auch recht abgedroschene Art. Vielleicht aber mag sie den einen oder anderen Leser auch nachdenklich machen, denn es werden so viele Themen scheinbar nebenbei angeschnitten, die durchaus des genaueren Hinschauens wert wären. Aber dies liegt dann in den Händen und dem Ermessensspielraum jedes einzelnen Lesers!


    https://www.lovelybooks.de/aut…7-w/rezension/1493280127/


    https://www.goodreads.com/review/show/2142235598


    https://wasliestdu.de/rezensio…anderen-komischen-voegeln


    https://www.lesejury.de/michae…1&tab=reviews&s=2#reviews


    https://literaturschock.de/lit…46147.msg982979#msg982979


    https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv

  • So, jetzt noch mal ausführlicher über die schnelle Heimatleitung: Es war eine tolle Runde. Ganz anders als die anderen, aber genauso schön. Ich habe gelernt:


    1. Bei Krimirunden hat man als Autor kaum was zu tun, weil man das Rätseln nicht stören darf. ;)
    2. Es macht einen Sauspaß, Leuten beim ersten Lesen eines Buches beobachten zu dürfen, das für einen selber von der ersten Idee bis zur letzten Seite nie rätselhaft war.
    3. Es ist sehr schade, dass der eigene Krimi für einen selber nicht rätselhaft ist.
    4. Mache niemals gedankenlos einen Haken zuviel ins Buch. Es fällt auf! :-[
    5. Hartmann ist eine Figur mit viel Potenzial, weil er die Leser nicht gleichgültig lässt.
    6. Ein raffinierterer Plot ohne falschgehende Uhr wird gern genommen. ::)


    Ich bin selber gespannt, wie es mit Hartmann weitergehen wird. In diversen unaufgeräumten Mac-Ordnern liegen Ideen zu


    »Hartmann und die Tollwut der Frauen«
    (Milieu: Düsseldorfer Schickeria ohne Hunde; ziemlich harter Stoff; Kernfrage: Wie lustig muss oder wie düster darf ein Hartmannroman sein?)


    »Hartmann und der Biss ins Gras«
    (Milieu: Düsseldorfer Sternegastronomie; mein Sohn kocht da; die Szene ist an Skurilität kaum zu überbieten)


    »Hartmann und das Werberrudel«
    (Milieu: Düsseldorfer Werbeszene; über Werber will ich seit 30 Jahren schon schreiben, mir fehlte aber der Rahmen)


    Gitte-Bruno ist gesetzt. Marlene auch, wird aber von Zeit zu Zeit schwer an Hartmanns Hang zur Selbstjustiz zu knabbern haben. Orhan als Mann fürs Grobe eröffnet einen neuen, schönen Spielraum. Ich lasse mich einfach überraschen.

  • Die Ideen lesen sich alle schon sehr gut - es freut mich, dass Hartmann genügend zu tun bekommen wird ;D


    Und dass Orhan es wahrscheinlich auch weiterhin in die Bücher schaffen wird. 8)


  • 4. Mache niemals gedankenlos einen Haken zuviel ins Buch. Es fällt auf! :-[


    ;D


    Deine Ideen hören sich sehr gut an und ich hoffe, sie nach und nach dann auch alle lesen zu können. 8)


    Orhan bleibt - sehr cool! ;D


    Und Velvet muss doch bestimmt auch nicht mehr gehen, sondern darf bei Bruno bleiben. :)


    Meine Rezi kommt noch, sie wird nicht vergessen! Danke schon mal für deine tolle Begleitung, Michael! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch gemeinsam mit dir und den anderen zu lesen!

  • Ich bin ab morgen zwei Wochen im Urlaub und ohne Internet - und ich schaffe es nicht mehr, vorher noch die Rezi zu schreiben :-[ Im Urlaub wird sich aber Zeit finden und dann stelle ich sie nach meinem Urlaub ein.


    Die Leserunde schließe ich aber dennoch schon mal ab und bedanke mich bei dir, lieber Michael, ganz herzlich für deine tolle Begleitung - die Leserunden mit dir machen immer sehr viel Spaß.


    Auch ein Dankeschön an meine Mitleser für eure Beiträge :winken:

  • So, nun aber...


    (Hunde)sport ist Mord!


    Privatdetektiv Hartmann bekommt den Auftrag, die finanzielle Lage des exklusiven Hundetrainers Wolf zu überprüfen. Dafür ist es notwendig, dass Hartmann auf den Hund kommt: mit Hilfe von Schäferhundmischling Bruno-Gitte besucht er Wolfs Hundeschule. Jedoch werden die Nachforschungen jäh unterbrochen, als Hartmann den Hundetrainer mausetot und eindeutig ermordet auffindet. Schnell stellt sich heraus, dass es genügend Verdächtige gibt, die mit Wolf noch ein Hühnchen zu rupfen hatten.


    Mit „Hartmann und der böse Wolf“ liefert der Autor seinen ersten Roman ab, der im Bereich von Mord und Totschlag spielt – wie gewohnt mit viel Humor und vier Pfoten. Und ich muss sagen, dass der Einstieg bis auf ein paar kleine Logikfehler gut gelungen ist. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, wer dem Hundetrainer den Erdanker durch das Auge getrieben hat.


    Mit dem Privatdetektiv und Expolizisten Hartmann schafft Michael Frey Dodillet eine Figur mit reichlich Ecken und Kanten, an dem sich die Geister sicherlich scheiden werden. Immerhin hat er es während seiner Laufbahn als Gesetzeshüter nicht immer so genau mit demselben gehalten, so dass es mich überhaupt gewundert hat, dass er es so lange als Polizist ausgehalten hat. Zudem ist der Ursprung seiner finanziellen Grundlage mehr als fragwürdig. Hartmann fährt schnell aus der Haut und kann schon mal ziemlich überreagieren, wenn er sich auf den Schlips getreten fühlt. Aber: er hat das Herz auf dem rechten Fleck und eine seiner Stärken ist, dass er – meistens - mit sämtlichen Menschenschlägen umgehen kann.


    Köstlich amüsiert habe ich mich über sein etwas eigenwilliges Auto, welches perfekt zu ihm passt. Ebenso über seine Beziehung zu Bruno-Gitte, die den gestandenen Kerl öfters an seine Grenzen bringt. Zusätzlich sorgt die Bekanntschaft mit der Hundetrainerin Marlene für einiges Prickeln.


    Sehr gut gelungen finde ich auch die Figur des Hundetrainers Wolf, dessen Klienten ausnahmslos aus der Düsseldorfer Oberschicht stammen. Dabei ist Wolf ein richtiger Proll und es wundert den Leser nicht wirklich, dass sich nach seinem gewaltsamen Tod genügend Verdächtige für die Tat finden.


    Mich hat der Krimi mit Hartmann und Bruno-Gitte köstlich unterhalten und ich habe mich über die Ankündigung des Autors gefreut, dass es mit diesem Ermittlerduo auf sechs Beinen und Pfoten weitergehen wird.


    Meine Meinung erscheint bei
    Amazon
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    Literaturschock.de
    LovelyBooks
    Weltbild
    Thalia

  • Sorry, sorry sorry. :-[ Hier kommt mein Fazit endlich, das ich auch noch im Netz verteile:


    Inhalt
    Hartmann ist aus gutem Grund aus dem Polizeidienst ausgeschieden und fristet sein Dasein nun mit mehr oder weniger Begeisterung als Privatdetektiv. Meist auf der Spur nach untreuen Ehefrauen- und männern, treibt ihn ein Anruf aus seiner Routine. Er soll den Besitzer einer exklusiven Hundeschule beschatten und das Geld auftreiben, das dieser seinem neuen Auftraggeber noch schuldet. Hartmann sagt zu und steht vor einem Problem: er hat keinen Hund. Um unauffällig eine Hundeschule zu bespitzeln, ist dies aber unbedingt notwendig. Also leiht er sich im Tierheim die Hündin Gitte aus, die flugs zu Bruno wird, macht einen Termin für eine Trainingsstunde – und findet sich im chaotischen Alltag unterschiedlicher Hundeerziehungsmethoden, dickköpfiger Hunde, eifersüchtiger High-Society-Damen und einer anziehenden Hundetrainerin wieder. Richtig interessant wird es für ihn aber, als Wolf dann plötzlich tot im Wald liegt. Zum einen: wie kommt er jetzt zu dem gesuchten Geld? Zum zweiten: ein Mord muss aufgeklärt werden, warum nicht gleich von ihm, wenn er schon mal vor Ort ist? Und so erweitert Hartmann seine Ermittlungen und wird dabei tatkräftig unterstützt von der Hundetrainerin Marlene – und von der Hündin Gitte.



    Meine Meinung
    Von Michael Frey Dodillet kenne ich schon viele Bücher: Die humorvollen und gleichzeitig tiefsinnig und emotionalen Geschichten um die Toskana-Männer und auch die lustigen und berührenden Hundegeschichten um Luna (genannt Krawallmaus) und Wiki. Nun gibt es den ersten Krimi und den auch mit Hund und da war für mich klar, dass ich auch dieses Buch lesen musste. Und ich hatte sehr viel Spaß!


    Mit dem Privatdetektiv Hartmann hat der Autor eine Figur geschaffen, die auf den ersten Blick gar nicht so sympathisch erscheint. Seine manchmal fragwürdigen Methoden und seine unfreundliche Art ließen ihn für mich nicht gerade in positivem Licht erscheinen, die Herkunft seiner Lebensgrundlage ganz zu schweigen. Aber ich mochte ihn trotzdem bald und es brauchte dann nur die richtige Frau und den richtigen Hund, um ihn etwas aus seiner Spur zu bringen. Die Hundetrainerin Marlene war dafür wie geschaffen, da sie selbst nicht auf den Mund gefallen war und Gitte-Bruno war eine Hündin, die sowieso selbst am besten wusste, was sie wollte und sich so gar nicht von Hartmann aus der Ruhe bringen ließ – und sich dabei ganz langsam aber sicher in sein Herz schlich.


    Auch die anderen Figuren waren alle sehr lebendig beschrieben. Ich sah den schmierigen Fiesling Wolf direkt vor mir und hatte sogar seinen Tonfall im Ohr, wenn er sich vor den anderen aufspielte. Auch die nervösen High-Society-Damen waren toll dargestellt und sorgten bei mir für einiges Kopfschütteln. Und natürlich gab es neben Marlene und dem autoritären Wolf noch eine weitere Hundetrainerin mit wieder ganz anderen mehr oder weniger erfolgreichen Erziehungsmethoden. Nicht zu vergessen die jeweiligen Hunde, die ebenfalls sehr lebendig dargestellt wurden und für einige aufregende Szenen sorgten. Und das Aufeinandertreffen von Hartmann mit seinem nervenden Nachbarn war immer wieder ein Knaller und auch die Szenen mit einigen Verdächtigen waren einfach klasse.


    Die Ermittlungen im Mordfall haben mir sehr viel Spaß gemacht und auch wenn ich bald einen Verdacht hatte, so waren die Puzzleteile gut verteilt und ließen mich immer wieder hin und her schwanken. Eine Kleinigkeit in der Auflösung war dann zwar etwas zu konstruiert, aber darüber konnte ich im Gesamtbild gut hinwegsehen, dagegen hat mir gut gefallen, dass Hartmann nicht ganz ohne Verbindung zu ehemaligen Polizeikollegen und deren Informationen ermittelten konnte.


    Ganz besonders gut gefiel mir neben den Figuren der Humor. Die Dialoge waren einfach klasse und die Situationskomik und die teils schrägen Ereignisse, nicht selten verursacht durch Hunde, waren einfach nur toll und machten das Lesen zu einem kurzweiligen Vergnügen. Ich hoffe sehr, noch viele Fälle des Menschen-Hunde-Gespanns verfolgen zu können und freu mich auf den nächsten Fall.


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