Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler)

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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass Eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (gerne auch eines der Autorin) immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die "M.I.A. Das Schneekind" nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich für Edgar Rai als auch den Aufbau-Verlag, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.
    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.

  • Vielen Dank an Leserunden.de für diese Leserunde und das Buch.
    Ohne Euch wäre ich zum Beispiel nicht aufmerksam darauf geworden :)


    Hier mein Leserundefazit:


    Die Leserunde war mal wieder sehr schön. Leider war es aber auch eine der weniger interessanten, da wir uns in unseren Spekulationen und Meinungen oft einig waren und vom Autor so gut wie gar nichts kam. Da hätte ich mir eindeutig mehr Beteiligung gewünscht.
    Vielleicht lag es aber auch an der geringen Teilnehmerzahl, dass m.E.n. eher wenig gepostet wurde oder ich bin durch andere Leserunden und Autoren schlichtweg verwöhnt ;)


    Meine Rezension:


    Der Klappentext klingt vielversprechend und das Buch liest sich flüssig. Ich mag den Schreibstil, obwohl mir zu Beginn gleich die kurzen Sätze aufgefallen sind und ich erst Angst hatte, dass mir das zu übertrieben ist. War es aber gar nicht, ich fand es wirklich angenehm, so zu lesen.
    Die Story an sich ist gut, wäre aber noch mehr ausbaufähig. Vieles, was geschieht, läuft zu glatt und mit Problemen haben die Charaktere meist nur kurz zu kämpfen. Genau diese waren für mich auch nicht ausgereift, so einiges an ihren Wandlungen war in der Story vorhersehbar (außer die Mutter der Hauptprotagonistin, ihren Charakter empfand ich tatsächlich als lebendig).
    À prospros Hauptprotagonistin: die eigentliche Hauptprotagonistin, um die es in dem Buch geht, taucht nur zu Beginn und am Ende auf. Zwischendrin geht es mehr um die Sorge um sie und in welche bösen Machenschaften die Personen aus ihrem Umfeld beteiligt sind.


    Ein gutes Buch, um sich kurz die Zeit zu vertreiben und Anregungen zu einem Thema zu finden, mit dem man sich nicht alltäglich befasst, was aber eigentlich (mein Lieblingswort heute) für jeden von uns wichtig sein sollte.


    Pina

  • Oh weh, ich muss mich wirklich entschuldigen. Leider war ich in den letzten Wochen durch diverse Dinge derart in Anspruch genommen, dass ich mich wenig einbringen konnte, das tut mir sehr leid. Gelesen aber habe ich jeden Eintrag und bin noch immer überrascht davon, mit welcher Akribie hier die Texte auseinandergenommen werden. Bin schwer beeindruckt. Auch freut es mich, zu lesen, dass sich scheinbar keine von euch mit dem Text gelangweilt hat - was ja das einzige ist, das gar nicht passieren darf. Vielen Dank an alle, die teilgenommen und sich die Mühe gemacht haben, sich so konkret und wohlwollend mit dem Roman auseinanderzusetzen!

  • Auch ich bedanke mich für die interessante Leserunde. Es hat Spaß gemacht, zu spekulieren und zu diskutieren. Auch ich hätte mir mehr Beteiligung der beiden Autoren gewünscht.


    Hier meine Rezi:


    —————
    Brisantes Thema


    Inhalt:
    Sandra wird auf dem Heimweg in einen Unfall verwickelt. Ein Mann stirbt, auf dem Rücksitz seines Wagens findet sie ein Mädchen - Mia. Sie nimmt sich ihrer an. Dadurch gerät sie in eine sehr abenteuerliche und gefährliche Geschichte.


    Meine Meinung:
    Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und angenehm zu lesen. Ich war von Anfang an gefesselt und hätte es bestimmt in einem Rutsch gelesen, wenn mich nicht eine Leserunde „gebremst“ hätte.
    Die Charaktere sind überzeugend uns sehr sympathisch gezeichnet. Allen voran Sandras Mutter Heide. Sie ist einfach herrlich unkonventionell und kommt auf die schrägsten Ideen. Sandra wirkt anfangs etwas hilflos und schüchtern, im Laufe des Geschehens kommt sie aber in Fahrt. Ihr netter Nachbar Atmos, der leider nur eine kurze Rolle hat, gefiel mir auch sehr gut.
    Das Autoren-Duo Edgar Rai und Kathrin Andres greift ein sehr brisantes Thema auf: Gen-Editing. Leider wird es meines Erachtens nur oberflächlich behandelt. Zwischen den Kapiteln lesen wir Auszüge aus einer Abhandlung über die medizinischen Möglichkeiten und ihre Folgen. Als Leser ahnt man, dass Mia da irgendwie hineingeraten ist. Leider kommt dieser Teil der Geschichte ein bisschen zu kurz. Von Mia, die dem Buch ja den Titel verleiht, erfahren wir viel zu wenig. Am Ende bleiben für mich einige Fragen offen.


    Fazit:
    Ein fesselnder Thriller über ein brisantes Thema. Obwohl Fragen offen bleiben (deswegen der eine Stern Abzug) eine sehr empfehlenswerte Lektüre.
    —————
    Streuliste:


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  • Bei einem Autounfall rettet Sandra ein kleines Mädchen aus dem Wagen ihres toten Vaters. Von Anfang an ist die Kleine seltsam, hat für ein Kind ihres Alters untypische Fähigkeiten und leidet scheinbar an einer geheimnisvollen Krankheit. Die Adoptivmutter von ihr blockt alle Fragen und späteren Kontaktversuche von Sandra ab und das macht diese natürlich noch neugieriger. Mit ihrem menschenscheuen Nachbarn versucht sie herauszufinden, was mit der Kleinen nicht stimmt.


    Ich würde "M.I.A. - Das Schneekind" unter dem Genre "wissenschaftlicher Thriller" einordnen. Man wird in die Geschichte hineingeschmissen und der Autor legt auch im weiteren Verlauf ein hohes Tempo vor. Das ist gut zu lesen und passend für einen Thriller. Allerdings hatte ich bald den Eindruck, dass Szenen und Abläufe manchmal etwas kurz waren und auch wenn es über weite Strecken nur geringe Logikfehler gab, fehlten mir immer wieder Informationen oder auch Gedankengänge der Protagonisten, die ihr schnelles Handeln besser erklärt hätten.


    Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an und es gibt einen richtigen, actiongeladenen Showdown. Aber auch hier - es ging alles ziemlich schnell und nicht jede Erklärung war am Ende plausibel. Es blieben lose Enden und ein paar Ungereimtheiten.


    Alles in allem ein gut lesbarer Thriller mit einem hochaktuellen Thema, angesiedelt zwischen Biotechnologie und Science Fiction der nahen Zukunft. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte noch 100 Seiten mehr vertragen können und vielleicht eine Überarbeitung des ein oder anderen Protagonisten, deren Motivationen teilweise etwas überzogen anmuteten.


    Edgar Rai's Schreibstil ist gewohnt griffig und ich mag seine kurze und knappe Art trotzdem gerne.



    Vielen Dank, lieber Edgar, für die Begleitung dieser Runde. Ich hoffe, trotz der ein oder anderen kleinen Kritik, hattest Du Deinen Spaß an uns Lesern, unseren Mutmaßungen und Eindrücken. Mir hat es auf jeden Fall gefallen. (P.S. Ich mache mich jetzt an Deine *Bullenbrüder" ;))

  • Danke, dass ich an der Runde teilnehmen konnte, danke auch den wie immer interessanten und diskussionsfreudigen Gesprächspartnern - und hier kommt nun auch meine Rezension!



    Gewissenlose Forscher und ihr Ehrgeiz


    Die Hotelangestellte Sandra hat soeben die Affäre mit ihrem Chef beendet und fährt aufgewühlt über die nächtlichen, eisglatten Straßen in den Schweizer Bergen nach Hause, als ihr ein Wagen entgegenkommt. Sie hat Glück und kann ausweichen, doch der Wagen auf der Gegenfahrbahn stürzt ab, der Fahrer stirbt, noch während Sandra hinzueilt, und sie nimmt sich des kleinen, verängstigten Mädchens an, das auf dem Rücksicht gesessen hatte. Nachdem die kleine Mia schließlich wohlbehalten bei ihrer eigenartig kalten, distanzierten Adoptivmutter abgegeben worden ist, beginnen sich seltsame Vorfälle in Sandras Umfeld zu häufen: das Haus ihres Nachbarn, dem sie von dem Unfall erzählt hatte, brennt plötzlich bis auf die Grundmauern nieder, eine Leiche wird gefunden, bei der alles darauf hindeutet, dass es die des hilfreichen Nachbarn ist. Sandra wird von schwarzen Autos verfolgt, sie erhält verschlüsselte Warnungen, - und als sie Mia, das Kind, das ihr in jener Schneenacht ans Herz gewachsen ist, besuchen möchte, sagt man ihr, dass die Kleine wegen ihres Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus gebracht wurde, das sich sehr bald als Forschungsinstitut herausstellt. Sandras Misstrauen ist geweckt und sie beschließt, auf eigene Faust der rätselhaften Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Ein gefährliches Unterfangen...


    Der Thriller lässt sich zugegebenermaßen spannend an und scheint meine aufgrund des Klappentextes in ihn gesetzten Erwartungen in jeder Beziehung zu erfüllen.
    Doch in dem Maße, wie sich die Spannung bis zur Hälfte des Buches steigert, häufen sich auch die Unklarheiten und Verwirrungen, die bald überhand nehmen und eine durchaus realistische Geschichte um größenwahnsinnige Forscher, die Gott spielen und denen, um ihr Ziel zu erreichen, nichts heilig und kein Menschenleben achtenswert ist, immer mehr abflachen lassen bis zu einem abrupten, überstürzten und allzu glatten, beschönigenden Ende, bei dem nicht nur viele Fragen, die sich im Laufe der Handlung auftun, unbeantwortet bleiben, sondern das gleichzeitig neue aufwirft und insgesamt wenig befriedigen kann.


    Das Thema an sich, Eingriffe in das menschliche Erbgut von einer Art, die zumindest in Deutschland nicht zulässig ist, ist interessant und aktuell, und bis zu einem gewissen Punkt gelingt es den Autoren auch, diese Aktualität und auch Unerhörtheit zu vermitteln. Leider bleiben sie an der Oberfläche, gehen nicht tief genug, um den auf dem Gebiet der Genforschung wenig bewanderten Durchschnittsleser mit den nötigen Informationen zu versorgen, die das Rätsel um die kleine Hauptperson Mia, die bedauernswerterweise nach dem fulminanten Beginn nur noch einmal kurz zum Schluss auftaucht, wirklich zu erhellen.


    Die zweite Protagonistin, Sandra, hingegen, begleitet den Leser kontinuierlich. Und dennoch will es mir nicht gelingen, mich ihr anzunähern, mich mit ihr anzufreunden, so blass und unbedeutend, unbedarft und naiv erscheint sie mir während der gesamten Handlung.
    Das kann man von ihrer patenten, unkonventionellen Mutter Heide, der sich Sandra schließlich anvertraut, nicht behaupten! Sie ist diejenige Figur in dem Thriller, die diesem ein wenig Spritzigkeit und auch Witz verleiht und die einzige, die nicht so stereotyp gezeichnet ist wie ausnahmslos alle anderen handelnden Personen, die bösen wie die guten. Die einzige auch, die nach dem Lesen noch eine Weile im Gedächtnis des Lesers bleiben mag, während die anderen, sogar das allzu abwesende Schneekind Mia, sich schon bald in immer schwächer werdende graue Schatten verwandelt haben.
    Alles in allem kommt mir der Thriller wie der bloße Entwurf für etwas Größeres, Bedeutenderes, Stimmigeres vor, das hier aber leider nur zu ahnen ist. Schade!


    https://www.goodreads.com/review/show/2147395704


    https://www.lovelybooks.de/aut…9-w/rezension/1494535339/


    https://www.lesejury.de/kathri…1&tab=reviews&s=2#reviews


    https://wasliestdu.de/rezensio…-forscher-und-ihr-ehrgeiz


    https://literaturschock.de/lit…46004.msg983598#msg983598


    https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv


    https://www.weltbild.de/kommen…ggregateRating=1&sterne=3


    https://www.buecher.de/shop/ge…/detail/prod_id/48103309/


    https://www.thalia.de/shop/hom…productName#reviewsHeader


    https://www.buch.de/shop/home/…productName#reviewsHeader


    https://www.jokers.de/kommenta…ggregateRating=1&sterne=3


    https://literaturschock.de/lit…ndreas-mia-das-schneekind

  • Ich bitte um Entschuldigung, dass meine Rezension erst jetzt kommt.



    Gen-Editing – Fluch oder Segen?


    Sandra hat gerade die Beziehung zu ihrem Lebensgefährten und Chef beendet, als sie in einem Schneegestöber in den Schweizer Bergen in einen Unfall verwickelt wird. Während ihr Wagen glücklicherweise von einem Baum gestoppt wird, durchbricht das Auto des Unfallgegners die Leitplanke und stürzt einen Abhang hinunter. Bevor der Fahrer des Wagens seinen schweren Kopfverletzungen erliegt, kann Sandra noch die Worte „Bringen Sie sie weg von hier“ verstehen. Auf dem Rücksitz des Autos sitzt ein kleines Mädchen – Mia.


    Die Beiden verbringen die Nacht in einer nahegelegenen Bergütte. Mia scheint krank zu sein, denn sie muss Medikamente nehmen und nachdem die Adoptivmutter Mia am nächsten Tag wieder in ihre Obhut genommen hat, verschwindet das Kind hinter den Türen eines Forschungsinstituts. Sandras Versuche Mia zu besuchen, werden von der Adoptivmutter geblockt.


    Mia bittet ihren netten neuen Nachbarn um Hilfe. Sie möchte herausfinden, was genau sich in diesem Forschungsinstituts abspielt. Dann überschlagen sich die Ereignisse … ein Haus brennt ab, es gibt einen Toten und Sandra wird verfolgt.


    In welches Wespennest hat Sandra gestochen?


    Bei „M.I.A. Das Schneekind“ handelt es sich um einen Thriller mit medizinisch-wissenschaftlichem Hintergrund, wobei die Autoren nicht sehr tief in die Thematik einsteigen und man deswegen auch ohne tiefer gehendes Hintergrundwissen der Geschichte folgen kann.


    Mit einem Umfang von 304 Seiten und einem angenehmen Schreibstil liest sich das Buch schnell weg. Die Charaktere sind gut beschrieben, so dass man sich von jeder handelnden Person ein Bild machen kann. Herausragend als Protagonisten sind Heide - die Mutter von Sandra - und Atmos, der nette Nachbar. Diese beiden Personen sind in meinen Augen die Sympathieträger des Buches. Aber auch wenn ich Heide wirklich als herzerfrischend empfinde, kann ich ihre und die Handlungen von Sandra nicht nachvollziehen. Sie handeln extrem unüberlegt und bringen sich selbst damit in große Gefahr.


    Als Leser weiß man eigentlich, dass es in diesem Buch um Mia geht – wie, warum und was genau mit ihr passiert, möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht preisgeben. Schade nur, dass Mia selbst nur im ersten und im letzten Viertel des Buches auf der Bildfläche erscheint. Hier hätte ich mir mehr Präsenz gewünscht und auch mehr Hintergrund-Informationen. Man erfährt leider nicht viel über Mia und warum das alles so passiert. Hier hätten dem Buch ein paar Seiten mehr nicht geschadet, denn das hätte der Geschichte ein wenig mehr Tiefgang verschafft. So bleibt Mia eher blass und wenig greifbar und das ist für die Person in der Hauptrolle sehr schade.


    Trotz der fehlenden Präsenz von Mia schaffen die Autoren es, dem Buch die notwendige Spannung zu verleihen, die den Leser bis zum Schluss bei der Stange hält. Schließlich möchte man wissen, was genau in diesem Forschungsinstituts passiert und welche Rolle Mia und ihre Adoptivmutter spielen. Es gibt dann auch einen fulminanten Schluss in dem sich bewahrheitet, was man als Leser schon über viele Seiten geahnt hat – trotzdem bleiben am Ende noch viele Fragen offen.


    Ich hatte ein paar schöne Lesestunden - trotzdem hat mir persönlich leider ein ganz elementares Teil an diesem Thriller gefehlt: Der Thrill.




    Meine Rezension wird in den nächsten Tagen noch auf diversen Plattformen gestreut wie: Amazon, Was liest Du, Lesejury, Lovelybooks und auf meinem Buchblog.


    Vielen Dank für die nette Leserunde und danke auch an die Autoren für die Zurverfügungstellung der Leseexemplare.

  • Hier kommt auch meine Rezension, ich entschuldige mich dafür, dass es etwas länger gedauert hat. :-[

    Sandra, die sich gerade von ihrem Chef, mit dem sie eine Affäre hatte, getrennt hat, wird in den Schweizer Bergen bei schlechtem Wetter in einen Unfall verwickelt, wo sie mit einem Auto kollidiert, welches viel zu schnell gefahren ist. Der Fahrer stirbt noch am Unfallort und auf dem Rücksitz entdeckt Sandra ein kleines, leicht verletztes Mädchen – Mia. Nach einer Nacht in einer Berghütte werden sie am Morgen von der Bergwacht gerettet und ins Tal gebracht, wo Mia´s Adoptivmutter schon auf sie wartet. Sandra will Mia und ihre Mutter am nächsten Tag besuchen, einerseits, um zu sehen, wie es Mia geht, andererseits hat sie aber die Medikamentenbox von Mia am Vortag vergessen, der Mutter mitzugeben. Im Haus von Mia ist deren Mutter sehr reserviert und Mia anscheinend nicht Zuhause, sondern laut Aussage der Mutter in einem privaten Institut. Sandra hat den Verdacht, dass es um die kleine Mia ein Geheimnis gibt, dass das Mädchen besondere Fähigkeiten hat und auch sonst kein normales Kind ist, wie man es für gewöhnlich kennt. Sandra beginnt nachzuforschen und muss schnell feststellen, dass es Personen gibt, die dies mit allen Mittel unterbinden möchten.


    „M.I.A. – das Schneekind“ ist ein Gemeinschaftswerk der Autoren Kathrin Andres und Edgar Rai. Das Buch umfasst um die 300 Seiten und ist im Verlag Rütten & Loening im August 2017 erschienen.
    Das Buch lässt sich sehr schnell lesen. Das lag zum einen an der packenden Geschichte, zum anderen aber an der Thematik des Buches, auch wenn die Autoren nicht sehr tiefgründig oder hochwissenschaftlich darauf eingegangen sind.


    Was ich mir mehr gewünscht hätte, wäre die Protagonistin Mia selbst gewesen. Dafür, dass das Buch ihren Titel trägt und man demzufolge Mia als Hauptprotagonistin erwartet hätte, wurde man als Leser hier ein wenig enttäuscht, da sie kapitelweise überhaupt nicht erwähnt wurde und man als Leser auch keine näheren Informationen über sie bekommt.
    Die anderen Charaktere des Buches sind gut ausgearbeitet, wenngleich man manchmal schon den Kopf schüttelt, wie leichtfertig Sandra und ihre Mutter Heide mit ihrem eigenen Leben umgehen und sich mehr als einmal unüberlegt in Gefahr bringen.


    Einige Handlungen sind für den Leser vorhersehbar. Doch dies schadet der Spannung im Buch keineswegs. Von Beginn an steigert sich die Spannung, da man schon auf den ersten Seiten direkt ins Geschehen hineinkatapultiert wird und bis zum Schluss mit den Protagonisten des Buches mitfiebert.


    Dafür, dass das Buch als Thriller deklariert ist, fehlt es mir allerdings trotzdem ein wenig an nötigem Thrill. Da bin ich als begeisterte Leserin dieses Genre anderes gewohnt. Unterhaltsam und spannend ist das Buch trotzdem gewesen und ich kann es bedenkenlos weiterempfehlen an Leser, die eine kurzweilige spannende Geschichte lesen möchten.


    Gern hätten es noch ein paar Seiten mehr sein können, um der Handlung den nötigen Tiefgang zu geben und auch ein wenig mehr Informationen das Thema Gentechnik betreffend hätten dem Buch nicht geschadet.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen