01 - Seite 5 bis Seite 73 (Prolog - einschl. Kapitel 9)

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  • Endlich komme ich auch hier zum Posten. Mein Computer macht leider Zicken, also nicht wundern, wenn ich nicht immer gleich zur Stelle bin.


    Es ist ja, glaube ich, der erste richtige Krimi/Thriller von Edgar, ich war also sehr gespannt. :) Und es liest sie wirklich gut. Ich finde, Edgar, Du hast so einen komprimierten Schreibstil. Also, ich meine, kein langes Rumgeschwafel, sondern gleich auf den Punkt. Manche Autoren brauchen ja 100 Seiten, bis erst mal alles auf dem Tisch ist und die Spannung steigt. Hier nicht. Hier wird man gleich reingeschmissen. So was liebe ich. ;D


    Ich habe ja durch den Klappentext - und durch den kurzen "Prolog" - gleich so meine Vermutungen, wohin die Reise in diesem Buch geht, deshalb ist mir - und wie es scheint auch allen MitleserINNEN - gleich einiges suspekt. Der Unfall an sich war sicherlich ein Zufall. Beidseitiges Verschulden, würde ich sagen.


    Mia ist von Anfang an seltsam. Was für Medikamente muss sie nehmen? Kann sie mehr Spüren, als der normale Mensch? Da deutet viel darauf hin, schon wenn ich an die Einleitung denke, in der beschrieben wird, was Tiere alles besser können. Wurde das also bei Mia gentechnisch modifiziert? In dem Zusammenhang frage ich mich, woran sind eigentlich ihre wirklichen Eltern gestorben? Das klingt verdächtig. Es klingt, als könnte man jetzt mit Mia machen, was man wollte. ::)
    Die neue Mutter ist ja doch eher kühl wie ein Eiszapfen. Das ist sicherlich mehr eine Aufpasserin, als eine neue Mutter. Und der Zieh-Vater wollte sich mit Mia absetzen. Warum? Wollte er das Beste für Mia oder wollte er vielleicht Mia anderweitig "verkaufen". Ich halte noch alles für wahrscheinlich.


    Und es gibt schon mehr als einen interessanten Mann.
    Da wäre zuerst der Kommissar. Ein Model-Typ. Okay, das könnte gegen ihn sprechen, denn die Hüpschen sind oft die Bösen auf die die Frauen erst mal reinfallen.
    Und dann natürlich der ungewöhnliche Nachbar.


    Übrigens finde ich, dass Francesco Villano und Atmos beides tolle Namen sind. Rollen beide gut von der Zunge. :D

  • Ich mag die Charaktere sehr, obwohl ich ein bisschen das Gefühl habe, dass man da sehr angeleitet wird, wen man mögen soll und wen nicht. Sandra trifft zum Beispiel nur nette, männliche Mitspieler. Von ihrer Affäre wird nur berichtet.


    Na, da gehe ich davon aus, dass die Autoren uns die Charaktere so verkaufen wollen, wie es ihnen passt. Aber das ist doch immer in Büchern so, oder? Wobei ich bei beiden Männern grüble, WIE NETT die wirklich sind. So ein kleiner Unterton ist schon zu spüren, finde ich. Man kann auch in die Dialoge gut etwas reininterpretieren. So was macht ja bei einem Thriller immer großen Spaß.


  • Mich wundert ein bisschen, dass sowohl Sandra als auch Atmos und Heide keinen Gedanken daran verschwenden, den Umschlag zurückzugeben.


    Ja, das hat mich auch etwas verwundert. Sandra und Atmos sind gleich im "Spionage"-Modus, fand ich. Aber das weiß man ja, wenn Diamanten im Spiel sind, dann ist das was verdächtig. ;D Bei der Mutter hätte ich mir allerdings doch gewünscht, dass sie mehr Einwände dagegen hat. Das wäre vielleicht realistischer rüber gekommen. Aber natürlich auch wieder gut, dass Sandra hier Unterstützung hat.

  • Lieber Edgar, wie funktioniert es eigentlich, wenn man zu zweit ein Buch schreibt? War Katrin Andres der wissenschaftliche Part und Du der, der die Geschichte in eine Romanhandlung gebracht hat?


  • Lieber Edgar, wie funktioniert es eigentlich, wenn man zu zweit ein Buch schreibt? War Katrin Andres der wissenschaftliche Part und Du der, der die Geschichte in eine Romanhandlung gebracht hat?


    :klatschen:
    Wollte ich auch schon fragen....aber in dem "Allgemeine Fragen an den Autor"-Thread waren keine Fragen zu diesem Buch erwünscht :-[


  • Wollte ich auch schon fragen....aber in dem "Allgemeine Fragen an den Autor"-Thread waren keine Fragen zu diesem Buch erwünscht :-[


    Das ist schon immer so - hat aber die meisten Leute noch nie davon abgehalten, doch etwas zum aktuellen Buch zu fragen. ;D

  • Auf die Frage, wie man ein Buch gemeinsam schreibt, kann ich nur antworten: sehr unterschiedlich. Bei Rowohlt sind ja dieses Frühjahr die "Bullenbrüder" erschienen, die ich gemeinsam mit Hans Rath schreibe, mit dem ich auch schon unter dem Pseudonym Moritz Matthies geschrieben habe. Da sieht es so aus, dass wir jedes Jahr gemeinsam eine Woche an die See fahren, uns lustiges Zeug ausdenken, plotten, anschließend abwechselnd schreiben und uns über Kreuz lektorieren. Sehr konfliktarm. Bei M.I.A. war das anders. Ich hatte die Idee für den Plot, Kathrin hat die Expertise eingebracht, geschrieben haben wir gemeinsam - was in diesem Fall nicht ohne war, denn wir haben ziemlich lange um einen gemeinsamen Ton gerungen. Am Ende waren wir aber mit dem Ergebnis beide ganz zufrieden.

  • Liebe Gagamaus,


    es stimmt, so einen richtigen Genre-Thriller habe ich vorher noch nicht gemacht, umso mehr freut es mich, dass Dir der Stil gefällt. Der Name Atmos rührt übrigens tatsächlich daher, dass ich einen Freund habe, der sein W-Lan mit @mos4 schützt.

  • Namen sind mir ja immer ganz wichtig. Und ich mag es, wenn es besondere Namen sind, die kann ich mir dann richtig gut merken.
    Einer meiner Lieblingsnamen ist übrigens aus einem Histo von Gablé - Tugomir. ;D

  • Suse

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