13 - Ende Kapitel 7 bis Ende (S. 640 "Vor ihnen lag ein Granitblock ..." - Ende)

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  • Ich glaube dennoch, dass sie etwas hätte merken müssen. Wenn man sich so lange, so intensiv kennengelernt hat, dann merkt man das auch an Kleinigkeiten. Zumindest etwas Misstrauen hätte sich in Shaya regen müssen, auch wenn kaum Zeit war.


    Tatsächlich hätte ich da auch mehr erwartet, auch wenn Roberts Ausführungen durchaus schlüssig sind. Aber Leser sind nun mal nicht immer logisch und wir warten mittlerweile schon seit zwei Bänden darauf, dass endlich mal jemanden auffällt, dass mit Lenya was nicht stimmt. Da MUSS doch endlich mal jemand misstrauisch werden >:(




    Diese Wendung hat auch auf unsere Lippen ein Lächeln gezaubert. :D


    Aber nicht auf Tjornes Lippen :-O Er hält sich für verflucht und sieht sein Ende nahe.


    Das fand ich auch sehr amüsant. Aber ein klein wenig leid tut er mir schon >:D

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich bin mit dem Ende eigentlich ganz zufrieden und erhoffe mir natürlich in den nächsten Bänden wieder mehr Antworten, z. B. wer oder was wirklich in Salarin ist bzw. wer er war.


    Und ob Galayne nicht doch noch von Galandel "gerettet" werden kann, indem sie einen neuen Lebenssinn erhält.


    Die Lösung mit dem Punkt finde ich auch gar nicht so schlecht. Nun gut, Beorn ist nun in Führung - zunächst. Das wird sich sicherlich noch ändern. Wirklich zu blöd, dass Lailath sich als erstes das Schwert geschnappt hat. Dumm gelaufen eben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das so eine gute Idee ist, Lailath in die Ottajasko mit aufzunehmen. Sie verfolgt ja doch nur EIN Ziel. Und sie wird sich bei der ersten Gelegenheit nicht auf die Seite der Mannschaft stellen, wenn es um das Schwert geht, das wohl.


    Nirka und Sven gehen in Elternschaft. Was für ein Glück, dass nun keiner aufs Schiff muss ;) Finde ich aber eine gute Lösung. Ich denke, die Geschichte von Nirka ist nun auserzählt und liebe diese Wendung als dass die Figur stirbt (was ja, wie wir wissen, bei den Autoren auch immer sehr beliebt ist).


    Ich bin gespannt, wie es auch mit Galayne und Galandel weitergeht. Irgendwie sind die beiden ein nettes Paar und vielleicht kann Galayne endlich von Pardona loskommen. Erst aber muss Beorn das Weib wieder loswerden.


    Schade, dass wir nicht erfahren haben, was der Namenlose von Pardona gefordert hat (oder habe ich das überlesen?) Und was überhaupt bei so einer Begegnung passiert.


    Wie lange müssen wir jetzt warten, bis es wieder weitergeht?

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Die Lösung mit dem Punkt finde ich auch gar nicht so schlecht. Nun gut, Beorn ist nun in Führung - zunächst.


    Gegenüber den Ottajaskos behauptet er das, aber er weiß, dass seine dritte Aufgabe eine falsche war. Wenn die Oberste Hetfrau das am Ende ebenfalls so sieht, steht es 3:3 (beide haben einen zweizahnigen Kopfschwänzler gefangen, beide haben den Himmelsturm erforscht; Phileasson bekommt den Punkt für die Seuche und den Pfad des Wolfes, Beorn dagegen für die Silberflamme). Also - momentan - Gleichstand.



    Wie lange müssen wir jetzt warten, bis es wieder weitergeht?


    Schlangengrab wird im März 2018 erscheinen. ;)

  • Hier muss auch ich einmal eine Lanze für Shaya brechen.
    Wie sollte ihr etwas auffallen? Lenya/Pardona ist eine Meisterin der Täuschung. Sie verfügt über Möglichkeiten, die in keinster Weise mit denen von Menschen zu vergleichen sind.
    Aber noch viel wichtiger: Lenya war schon immer eine seltsame Travia-Geweihte. Wäre es nach ihr gegangen, hätte sie sich der Geweihtenschaft des Firun verschrieben. Des Gottes der Jagd und des Winters. Shaya weiß das.
    Lenya ist eine Travia-Geweihte, die eine exzellente Jägerin ist. Das ist völlig untypisch für Geweihte der Göttin des Herdes. Und nun wird sie über Monate in so eine "Bande von Wilden" geworfen ... Shaya wird Beorns Ottajasko mit Sicherheit wesentlich weniger heimelig finden, als die Mannschaft Phileassons. Da wird sie als selbstverständlich hinnehmen, dass Lenya sich verändert, zumal sie ja immer schon eine seltsame Travia-Geweihte war.
    Und noch etwas. Shaya ist sich zutiefst bewusst, dass Geweihtenämter von Menschen besetzt sind. Und Menschen sind fehlbar. Sie wird nachsichtig sein, wenn Lenya unter so schweren Bedingungen nicht das Ideal einer Travia-Geweihten verkörpert.


  • Das verstehe ich. Pardona ist natürlich eine Meisterin der Maskerade. Dass Lenya eine gute Jägerin ist, war mir so nicht bekannt. (Habe ich das überlesen?) Leider haben wir auf der Reise noch nicht viel über sie erfahren. Es steht natürlich außer Frage, dass sich Lenya (wie einige andere natürlich auch), auf dieser Reise verändert und Shaya das darauf zurückführen könnte. Aber ist Shaya so nachsichtig mit Lenya, wenn sie Folgendes sagt:
    S.646 "Schwester! Was tust du da?" Shaya Lifgundsdottir trat aus dem Höhleneingang und stellte sich neben Phileasson. "Wir sind Schiedsrichterinnen. Das darfst du nicht!"
    Allzu nachsichtig klingt das für mich eigentlich nicht. Immerhin tadelt sie Lenya in diesem Moment doch. Und auch, wenn Pardona eine Meisterin der Täuschung und Tarnung ist, so ist ja auch anderen Figuren bereits aufgefallen, dass sie sich nicht immer ganz "Traviageweihten"-like verhält. Da hätte man auch Shaya einen ganz kurzen Moment des Zweifelns zugestehen können. Sie ist ja schließlich ein cleveres Mädel ;) Aber lassen wir uns mal überraschen, wie sich das weiterentwickelt!

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Dass Lenya eine gute Jägerin ist, war mir so nicht bekannt. (Habe ich das überlesen?)


    Ja, ich fürchte, das hast Du mehrfach überlesen. ;)
    Zum Beispiel ...:
    [quote author=Nordwärts Seite 121]
    Trotzdem nutzte man das Fest gern, um gemeinschaftlich auf die Pirsch zu gehen. Auch Lenya hatte sich den Jägern angeschlossen, was bedeutete, dass Shaya ganz allein die Vorbereitungen für das morgige Festmahl aufgebürdet waren.[/quote]
    [quote author=Himmelsturm Seite 350]
    Sie war eine Traviageweihte. Sie sollte jetzt das Feuer entzünden,
    einen Brei kochen und glücklich darüber sein, wenn sie
    von den Gefährten der Ottajasko ein zufriedenes Lächeln für ihre
    Bemühungen bekam. Stattdessen wollte sie sich lieber einen Bogen
    greifen und im nahe gelegenen Park ein Kaninchen jagen. Hätte
    ihr Vater sie nur zu einem Firungeweihten gebracht, einem dieser
    legendären, einsamen Jäger, die allein mit einem einzigen Schüler
    durch die Wildnis zogen! Sie seufzte, griff nach dem Topf, schöpfte
    Wasser aus dem Becken und stellte das Gefäß auf das niedrig brennende
    Feuer, das sie auf dem Mosaikboden entzündet hatten.[/quote]
    [quote author=Die Wölfin Seite 57]
    Die übrigen Gefährten standen in der zweiten Reihe. Er
    brauchte sich nicht umzusehen, um zu wissen, dass sie bereit waren.
    Gewiss lag bereits ein Pfeil auf der Sehne von Lenya Yasmadottirs
    Bogen. Die Traviageweihte hatte sich als überraschend
    gute Jägerin erwiesen.[/quote]
    ... also eigentlich in jedem Band. ;)


  • Ja, ich fürchte, das hast Du mehrfach überlesen. ;)
    Zum Beispiel ...:
    [quote author=Nordwärts Seite 121]
    Trotzdem nutzte man das Fest gern, um gemeinschaftlich auf die Pirsch zu gehen. Auch Lenya hatte sich den Jägern angeschlossen, was bedeutete, dass Shaya ganz allein die Vorbereitungen für das morgige Festmahl aufgebürdet waren.


    [quote author=Himmelsturm Seite 350]
    Sie war eine Traviageweihte. Sie sollte jetzt das Feuer entzünden,
    einen Brei kochen und glücklich darüber sein, wenn sie
    von den Gefährten der Ottajasko ein zufriedenes Lächeln für ihre
    Bemühungen bekam. Stattdessen wollte sie sich lieber einen Bogen
    greifen und im nahe gelegenen Park ein Kaninchen jagen. Hätte
    ihr Vater sie nur zu einem Firungeweihten gebracht, einem dieser
    legendären, einsamen Jäger, die allein mit einem einzigen Schüler
    durch die Wildnis zogen! Sie seufzte, griff nach dem Topf, schöpfte
    Wasser aus dem Becken und stellte das Gefäß auf das niedrig brennende
    Feuer, das sie auf dem Mosaikboden entzündet hatten.[/quote]
    [quote author=Die Wölfin Seite 57]
    Die übrigen Gefährten standen in der zweiten Reihe. Er
    brauchte sich nicht umzusehen, um zu wissen, dass sie bereit waren.
    Gewiss lag bereits ein Pfeil auf der Sehne von Lenya Yasmadottirs
    Bogen. Die Traviageweihte hatte sich als überraschend
    gute Jägerin erwiesen.[/quote]
    ... also eigentlich in jedem Band. ;)
    [/quote]
    Stimmt! Bei "Die Wölfin" erinnere ich mich jetzt an die Stelle. Es mag daran liegen, dass Lenya für mich bislang keine so große Rolle gespielt hat. Gut, seit sie von Pardona "ausgetauscht" wurde, konnte ja auch nicht mehr viel von ihr kommen, aber auch zuvor, habe ich zu ihr irgendwie nicht so den Draht gefunden, wie beispielsweise zu ihrer Glaubensschwester Shaya. Es wird auch zunehmend schwieriger, alle Bände komplett im Hinterkopf zu behalten. :D Die Herausforderung steigt mit jedem Band....gut, dass ihr da auch oft Erinnerungen auffrischt im Roman...das fand ich sehr praktisch. ;)

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • "...gut, dass ihr da auch oft Erinnerungen auffrischt im Roman...das fand ich sehr praktisch."


    Das ist ja auch unser Job als Autoren.
    Die Herausfordrung ist dabei die Grenze zwischen "Erinnerugen auffrischen" und langweiliger Wiederholung zu halten. Das sind Dinge mit denen ich beim Schreiben von Serien oft ringe. :-\ ???


  • "...gut, dass ihr da auch oft Erinnerungen auffrischt im Roman...das fand ich sehr praktisch."


    Das ist ja auch unser Job als Autoren.
    Die Herausfordrung ist dabei die Grenze zwischen "Erinnerugen auffrischen" und langweiliger Wiederholung zu halten. Das sind Dinge mit denen ich beim Schreiben von Serien oft ringe. :-\ ???


    Es wurde ja auch von anderen Lesern schon geäußert, dass die "Auffrischungen" hier sehr gelungen waren. Weder zu aufdringlich, noch zu lang, sondern genau richtig dosiert, um einem nochmals ein "Bild" ins Gedächtnis zu rufen aus den vorangegangenen Abenteuern und etwas Wichtiges aufzugreifen. Also: Weiter so! Kleine feine Erinnerungshäppchen....sozusagen! :D

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Es wurde ja auch von anderen Lesern schon geäußert, dass die "Auffrischungen" hier sehr gelungen waren. Weder zu aufdringlich, noch zu lang, sondern genau richtig dosiert, um einem nochmals ein "Bild" ins Gedächtnis zu rufen aus den vorangegangenen Abenteuern und etwas Wichtiges aufzugreifen. Also: Weiter so! Kleine feine Erinnerungshäppchen....sozusagen! :D


    Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. Für mich ist das bis jetzt in der genau richtigen Dosierung. Obwohl das von Band zu Band immer schwieriger wird, alles zu behalten. Ein Phileasson-Wiki gibt es ja - noch - nicht.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. Für mich ist das bis jetzt in der genau richtigen Dosierung. Obwohl das von Band zu Band immer schwieriger wird, alles zu behalten. Ein Phileasson-Wiki gibt es ja - noch - nicht.


    Stimmt....wir brauchen ein Phileasson-Wiki :D Gute Idee! Ich hoffe insgeheim ja wirklich darauf, dass nach Abschluss der Reihe, so etwas wie ein kleines Lexikon zu den Figuren, Orten usw. herauskommt. ;) DAS wäre doch auch noch was!

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Es war wiedermal alles weg als ich dachte, der Beitrag sei fertig. Nun also hier noch mal.


    Ein toller Abschluss dieses Bandes!


    Narrania hat also richtig gelegen mit ihrer erzählerischen Sicht. Beorn bekommt den Punkt. Aber das war wirklich spannend gemacht. Da ist man lange davon überzeugt, dass man den Sieger kennt, bis der wider Erwarten überholt wird und wieder denkt man, der Sieger steht fest und es schlägt nochmal um. Wirklich klasse .
    Lailath ist wohl selbst Schuld, dass sie nun das Schwert wieder nicht hat. Warum begeht sie diesen Vertrauensbruch. Ich bin überzeugt, dass die Schiedsrichterin (Shaya natürlich) einen Weg gefunden hätte, der Elfe das Schwert zu überlassen ohne den Punkt für Phileasson zu verlieren. Schließlich war nicht die Rede davon, dass das Schwert nach hause gebracht werden sollte. (bei den Mammuts war es direkt gefordert.) Aber sie hat natürlich immernoch kein Vertrauen zu Nichtelfen. Wieder die elfische Arroganz?


    Die Szene mit dem Bruder fand ich sehr berührend (obwohl sie ihn ja nicht berühren kann) Es zeigt sich, dass wir Pardona schon richtig einschätzen. Sie hat ihn nicht erlöst, sondern mal zeitweilig in die Niederhöllen geschickt. (vielleicht empfindet er dann sein jetziges Schicksal nicht mehr ganz so schlimm?) Die Frage ist, ob es Pardonas Grenzen zeigt; weil sie ihn nicht erlösen konnte, oder ob sie es nicht wollte, damit weiterhin ein Schrecken den Zwergenplatz heimsucht.


    Allerdings habe ich nicht verstanden, wieso Lailath in all den Jahren keine Spur des Erm Sen gefunden hat, die doch die Recken ziemlich schnell gefunden hatten. Sie mußte ja nicht bei Null anfangen wie diese, es ging nur darum, wohin er als letztes gegangen war. Sie wußte wo ihr Bruder war, sie konnte in die Gedanken der Menschen dringen und Assel war die ganze Zeit da. Auch wieder elfische Arroganz?


    Ein guter Trick war es, Nirka schwanger werden zu lassen. Sie hatte viele starke Auftritte, die uns allen Freude bereitet haben, aber auf dem Meer wäre sie als Wolf wohl noch übler dran als in einer Stadt, in der sie sich nicht verwandeln soll. Zumindest glaube ich nicht, dass im Meer Wölfe leben

    Damit war natürlich auch für Sven die Bedrohung der Seefahrt abgewehrt und die Fische rufen vergeblich Effert an.


    Hern’Sen hat sein größtes Erlebnis hinter sich. Für ihn dürfte eine Steigerung kaum möglich sein, als den Helden zu sehen und sein Leben zu erforschen, nachdem er benannt ist und den er verehrt.
    Also logische Aussteiger. Da hätten wir mit drauf kommen können, mindestens mit einem Schwangerschaftstest, hat aber wieder niemand dabei gehabt, was? :D


    Dazu kommt – eine Elfe. Überrascht das jemanden? Naja, mich schon, aber ich habe wirklich das Gefühl, dass wir zunehmend Elfen aufnehmen. Wird die Mannschaft am Ende aus Elfen bestehen? Das wohl nicht! Aber es macht mich doch nachdenklich, wie zunehmend Elfen eine Rolle spielen. Oder sollte mich das bei diesem Team nicht wundern? Es gibt da ja einen Spezialisten….

  • Ich bin auch noch ganz hingerissen von diesem fulminanten Ende dieser Aufgabe.


    Ja, lass doch Beorn diesen Punkt. Das erhält die Spannung und schließlich sind wir es Ursa schuldig, oder etwa nicht? Ich bin gespannt, wielange er das Schwert wirklich hat und wie ihn Pardona weiter manipuliert. Ob sie wirklich noch Interesse hat, ihn in dem neuen Abenteuer zu begleiten und Geschöpfe zu beseitigen, die doch eher in ihre Anhängerschaar gehören? Welcher Trick wird ihr helfen das Schwert an sich zu bringen oder vielleicht auch nur, es zu vernichten?
    Wie werden sie von ihrem neuen Abenteuer erfahren?
    Das ist jetzt schon spannend. Ein Seeschlangenkampf ist ja eher was für Beorns Mannen, oder nicht? Außerdem ist auch interessant, dass sie den Zahn für eine andere Aufgabe brauchen, oder habe ich was falsch verstanden? Sammeln die Mannschaften vielleicht am Ende Artefakte, um das Böse an sich zu bekämpfen? Viele Fragen. Das ist gut!


    Der Wettlauf der Kapitäne war diesmal besonders spannend, da muss ich Rhea recht geben. Beorn hat sicherlich auch Sympathiepunkte dazu gewonnen. Aber er sollte seine Mannschaft mal wieder auffüllen. Ob Tjorne noch lange lebt? Ich denke Tylstyr wollte ihn von Zidaine wegholen, frei nachdem Motte: führe mich nicht in Versuchung.


    Als Zidaine Tylstyr den Dolch an den Hals setzt, habe ich kurz aufgehört zu atmen, nein, das darf nicht sein. Ich hatte aber auch einen Funken Hoffnung, dass es nicht das ist wonach es aussieht. Vielleicht hat sie Tylstyr längst gesagt, dass sie eigentlich eine Spionin ist und sie haben sich das ausgedacht. (Wir waren ja nicht immer dabei, wenn die zwei sich unterhalten haben. Schließlich wurde immer nur gefordert, dass sie sich über die Rache unterhalten.) Dass sie auch Spionin ist, war , glaube ich, in den Hintergrund getreten und das, so eine Schwäche des Publikums, nutzen die Skalden hier natürlich sofort aus. Bums, da werden wir geschockt.
    Aber dann die Erleichterung. Sie spioniert jetzt dort. Er kann sie sehen, sie ihn aber nicht. Geschickte Sache, dass sie schreibt, was er wissen muss (außer dem, was er durch ihre Augen sieht)


    Achja, die Elfen sind auch immer für eine Überraschung gut. Ich drücke ja auch Galayne die Daumen. Er hat eine Chance und er steht so kurz davor, sie zu nutzen. Ich hoffe sehr für ihn. Er hat genug gelitten und es würde Pardona eine Marionette rauben. Bitte, macht ihr das? Es wäre auch schön, wenn Galandel ein neues Lebensziel finden könnte und nicht weiter altern würde. Vielleicht könnte wirklich Galaynes Rettung ihr neues Ziel werden?


    Lailath und ihr Bruder. Naja. Nett, aber warum macht sie solchen Unsinn? Ist sie denn immernoch nicht erwachsen? Sie braucht die Menschen und hintergeht sie aber. Sie sollte dazu gelernt haben. Nunja, ihr Bruder konnte nicht wirklich was dafür, dass sein Plan nicht aufging, denn er konnte nicht wissen mit wem er da verhandelte. Aber, wenn er die Leute in die Drachensteine schickt, um den Schatz zu holen, dann weiß er doch, wo Erm sen ist. Wieso fand die Schwester diesen dann nicht? Das ist mir so unklar wie Rhea.

  • Wow! Was für ein Ende! Spannung bis zum Schluss! :klatschen:


    Zwei Themenbereiche fallen mir hier ein: Der Plot (von "Silberflamme") und der Meta-Plot (bzw. was wir Leser bisher davon gesehen haben). Zuerst zum Plot.


    Nun geht es Schlag auf Schlag - mit einigen Überraschungen. Erm Sen und seine Hexe sind nun doch (wie zu erwarten war) tot, und Mitglieder von Phileassons Ottajasko finden sie, wie sie aufgebahrt sind - und damit Selflanatil. Und genau dieses reißt sich Lailath unter den Nagel und stürmt nach draußen - genau in die Arme von Beorn und seiner Ottajasko. Beorn bringt das Schwert an sich. Dann stehen sich beide Ottajaskos gegenüber - und da Lailath kein Mitglied von Phileassons Ottajasko war, geht dieser Punkt doch an Beorn! Das war für mich eine Überraschung, und als alter Phileasson-Fan fand ich es schade. Aber später mehr dazu.


    Für die zweite sorgt Zidaine, indem sie ausgerechnet Tylstyr ihren Dolch an den Hals setzt - und sich als Verräterin entpuppt, und zu Beorn wechselt. Da war ich empört. :boahnee: Aber später wurde aus meiner Empörung ein breites Grinsen, als sich Zidaine als "Doppelagentin" entpuppte. :P Phileasson ist halt doch ein alter Fuchs. Ob Beorn wohl mit so etwas rechnet? ;D


    Eine weitere Überraschung: Nirka ist schwanger (wen wundert's? :D ) und verläßt zusammen mit Sven die Ottajasko. An sich finde ich es schade, aber es ist logisch. Demnächst führt Phileassons Weg wieder übers Meer, und da kann Sven nicht mit aufgrund seiner Phobie, und Nirka liebt ihn, und darüber hinaus ist es für eine Schwangere keine gute Idee, durch Aventurien zu reisen.


    Über das Zusammentreffen von Shaya und "Lenya" ist ja schon einiges geschrieben worden. Hier meine zwei Kreuzer: Shaya wird wohl ein paar Veränderungen an Lenyas Verhalten entdeckt haben, aber die beiden haben sich mehrere Monate nicht gesehen, und bei Shaya hat sich einiges getan, daher nimmt sie wohl an, dass Lenya sich ebenfalls verändert hat. Aber genau wissen wir das nicht, weil die entscheidende Szene aus Beorns Sicht erzählt wird, der in dem Moment andere Sorgen hat und daher wenig auf Shaya achtet - schließlich steht er gerade seinem Hauptkonkurrenten gegenüber.


    Nun noch etwas zur Charakterentwicklung: da hat sich einiges in diesem Band getan. Mir wurden im Laufe des Buches einige Charaktere sympathischer, als sie es zu Anfang waren: Praioslob, Tylstyr, Nirka - und (für mich überraschend) Beorn. Phileasson war für mich schon zu Anfang sympathisch, daran hat der Roman nichts geändert. Ein paar Charaktere sind auch in meinem Ansehen gesunken: vor allem Pardona, aber auch Galayne.


    Und nun zum Meta-Plot:
    Der "rote Faden" ist natürlich der Wettstreit zwischen Phileasson und Beorn mitsamt den 12 Aufgaben. Dabei gab es folgende Zwischenstände (Phileasson - Beorn):
    Band 1: 1:1 (beide fangen einen zweizähnigen Kopfschwänzler)
    Band 2: 2:2 (beide erforschen den Himmelsturm)
    Band 3: 3:2 (Phileasson stoppt die Seuche, Beorn kommt nicht einmal in die Nähe)
    Band 4: 3:3 (auch wenn Beorn das anders erzählt :D )
    Nun, nach einem Drittel der Bände, steht es unentschieden. Wir kommen nun in den Mittelteil des Metaplots. Wenn ich nun Phileasson als Protagonist begreife (und Beorn als Antagonist), müsste
    eigentlich bald Phileasson ins Hintertreffen geraten. Aber vielleicht ist das auch zu sehr entlang gängigen Plot-Theorien gedacht. :) Der Theorie nach könnte es z.B. wie folgt weitergehen:
    Band 5: 4:4 (beide fangen eine Seeschlange)
    Band 6: 4:5 (wie immer das kommen mag).


    In jedem Fall freue ich mich schon über alle Maßen auf Band 5, das wohl!

    Fantastic! Allons-y! Geronimo! Oh, brilliant!

  • Ich habe derzeit nur eingeschränkten Internetzugang, daher auf die Schnelle zu Rheas Frage, wieso Lailath nicht wusste, wo sich Erm Sen aufhält:
    Als sie Nantiangels Geist auf dem Zwergenplatz fand, war Erm Sen nach Ysilia gegangen. Dorthin schickt er Lailath.
    Nach Lailaths Tod ist ist - genau wie Nantiangel - an den Ort ihres Todes gebunden. Ihr "Glück" ist, dass sich der Bauernhof in der Nähe befindet. Dadurch kann sie ihn auch als Geist erreichen (so wie Nantiangel die Häuser rund um den Zwergenplatz). Sie kann, wie Nantiangel, in die Albträume der Menschen eindringen, die dort schlafen. Zunächst ist das nur die Bauernfamilie, wobei die von Lailath verstärkten Albträume zu einer Familientragödie führen. Lailath gewinnt dadurch Lebenskraft, aber die Bauern wissen natürlich nichts von Erm Sen.
    Immer mal wieder kann Lailath später in den Geist von Reisenden eindringen. Die Pausen dazwischen werden kürzer - erst Jahrzehnte, dann Jahre, dann Monde ... ihre Fähigkeiten wachsen mit der Lebenskraft, die sie ansammelt. Aber je länger ihr Zweikampf zurückliegt, desto weniger Leute wissen natürlich von Erm Sen. Die Spur geht verloren.
    Nantiangel erfährt inzwischen über Reisende in Vallusa vom Wolfsritter im Tal der Türme. Die Geschwister sind aber an ihren jeweiligen Todesort gebunden und haben daher keinen Kontakt miteinander.
    Lailath ist also ahnungslos, als Phileassons Ottajasko eintrifft. Von Salarin und Zidaine raubt sie den letzten Rest an Lebenskraft, den sie braucht, um wieder körperliche Gestalt annehmen - und sich vom Ort ihres Todes wegbewegen - zu können.

  • Was mir im letzten Kapitel unklar blieb: Warum konnte Pardona Nantiangel nur für 13 Tage bannen bzw. wieso konnte er als Geist aus den Niederhöllen zurückkehren? An Zauberkunst sollte es Pardona ja nun nicht mangeln, gerade wenn es nur um einen "Poltergeist" geht. Ich könnte mir vorstellen, dass Pardona nachlässig war und Nantiangel unterschätzt hat, aber dazu habe ich keinen Anhaltspunkt im Text gefunden...


  • Was mir im letzten Kapitel unklar blieb: Warum konnte Pardona Nantiangel nur für 13 Tage bannen bzw. wieso konnte er als Geist aus den Niederhöllen zurückkehren? An Zauberkunst sollte es Pardona ja nun nicht mangeln, gerade wenn es nur um einen "Poltergeist" geht. Ich könnte mir vorstellen, dass Pardona nachlässig war und Nantiangel unterschätzt hat, aber dazu habe ich keinen Anhaltspunkt im Text gefunden...


    Ja, da habe ich auch überlegt, ich denke vielleicht war es einfach ihr Wille. Gemein wie sie ist, hat sie ihn in die Niederhöllen verbannt, damit er Phileasson nicht helfen kann und wollte aber den Schrecken, den er am Zwergenplatz verbreitet, erhalten.
    Ich bin mir sicher, dass sie ihn nicht hätte befreien können, selbst wenn sie nicht so gemein wäre. Das ist wohl was, was außerhalb ihrer Macht liegt. Aber in den Niederhöllen wäre er einfach verschwendet, oder?