05 - Ende Kapitel 2 (S. 205 "Während die Morgendämmerung ..." - 246)

  • Der Abschnitt erschien mir zwischenzeitlich etwas zäh. Die Story zog sich etwas, zumal die Hinweise auf Falnokul schon in den vorderen Abschnitten immer deutlicher wurden. Das durch die Sümpfe wandern und sich überrumpeln lassen war vermutlich realistisch, aber irgendwie unbefriedigend. Umso schöner, das Asleif das auf eine sehr Phileassonsche Art löst. Ein Waffenstillstand beim Angeln. Sehr nett. Unterstreicht auch noch mal die Unterschiede zu Beorn.


    Irulla
    Die Einwürfe von ihr sind ja immer sehr sparsam, aber wohlgezielt. Ich hoffe, dass sie in künftigen Bänden auch entsprechend zu ihrem Recht kommt. Aber dafür müssen die ganzen Sentimentalen wohl erst mal ihre Hausaufgaben machen.

    Seite 214 schrieb:

    Irulla war sicher, dass sie vor dem Tod zurückscheuten und ihren Gegnern dieses Geschenk bewusst vorenthielten.


    Auch der Einsatz der Spinne als Fliegenspender war natürlich sehr gelungen.
    An dieser Stelle darf ich mir vielleicht auch eine weiterführende Frage erlauben. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, behauptete Bernhard einige Figuren der Saga aus rechtlichen Gründen austauschen zu müssen. Den genauen Hergang kenne ich natürlich nicht, aber ich gehe davon aus, dass auf diese Weise aus Raluf Ragnor wurde und der Zwerg Eigor durch Irulla ersetzt wurde. Im Rahmen dieser Aktion wurden aus dem zwergischen Faible für Geistergeschichten der Todesfetisch. Mich persönlich erinnert das irgendwie immer an die Slayer aus dem WHF Universum, die sich auf der Suche nach einem würdigen Tod in die verrücktesten Aktionen stürzen. Wäre es möglich hier etwas mehr zu Genese dieser Figur zu erfahren?

  • Die Delphin-Aktion war irgendwie die einzige wo ich einen Moment wirklich konsterniert war. Robert hat ja die Bedeutung zur Illustration des sozialen Gefüges in der Gruppe erläutert, aber ich komme immer noch nicht ganz drauf klar.
    Man wandert hoffnungslos abgehängt und gebeutelt durch die Sümpfe und dann fällt diesen Glückspilzen einfach so die Rettung eines Delphins vor den Augen der lokalen stark Efferd-gläubigen Bevölkerung vor die Füße?


    Oh man, das ist echt ein bisschen viel Dusel. Aber man sagte dem Foggwulf ja auch schon nach, er sei ein Glückspilz. ::)


  • Wenn ich es recht in Erinnerung habe, behauptete Bernhard einige Figuren der Saga aus rechtlichen Gründen austauschen zu müssen. Den genauen Hergang kenne ich natürlich nicht, aber ich gehe davon aus, dass auf diese Weise aus Raluf Ragnor wurde und der Zwerg Eigor durch Irulla ersetzt wurde.


    Die meisten Figuren, die in den Abenteuern als Mannschaftsmitglieder von Phileasson beschrieben wurden, sind ehemalige Spielfiguren aus Bernhards Spielgruppe. Die rechtliche Problematik, die sich eventuell daraus hätte ergeben können, ist sicher gegeben (selbst, wenn man ziemlich sicher jeden Prozess gewonnen hätte, will man sich mit so etwas nicht herumplagen), aber noch wichtiger ist eigentlich, dass man niemandem auf die Füße treten will. Wenn der Raluf-Spieler gelesen hätte, dass "seine Figur" bereits am Ende des ersten Bandes den Löffel abgibt, hätte ihn das betrüben können.
    Deswegen war bereits im ersten Arbeitstreffen klar, dass wir alle Figuren weglassen, die keine tragende Rolle haben. "Tragende Rolle" bedeutet dabei primär, dass sie in den aventurischen Kanon Eingang gefunden haben. Galandel Yetimutter (bei uns "Mutter der Schrate") wird zum Beispiel in mehreren Quellenbänden zitiert, Crottet ebenso. Ranulf nicht.
    Da ich den Phileasson-Strang schreibe, habe ich mir auch die Mannschaft zusammengestellt. Ragnor war insofern ein Ersatz für Ranulf, als ich einen archetypischen Thorwaler dabeihaben wollte. Eigor habe ich von vornherein nicht in Erwägung gezogen. Irulla ist eher eine Entsprechung von Ynu aus der Abenteuerkampagne, und ich würde auch vermuten, dass ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, eine Waldmenschenfrau zu "rekrutieren", wenn Ynu nicht in den Abenteuern stünde. Dieser Anstoß war allerdings auch schon der einzige Impuls, den die Figur Ynu gegeben hat, danach habe ich Irulla entsprechend der Erfordernisse der Geschichte(n) gestaltet, die ich erzählen möchte.

  • Na Sven kümmert sich aber mehr um Nirka, als man es von einem Kopfgeldjäger, der nur seine "Ware" in einem guten Zustand abliefern will, erwarten würde ;)


    Dass die Ottajasko von Kopfgeldjägern gejagt wird, damit hätte ich nicht gerechnet. Gibt es diese Molochen denn nun wirklich?


    Die Verwandlung von Nirka hätte ich mir massiver vorstellt. So in etwas alle Fesseln sprengend, wenn die Wölfin an die Oberfläche kommt. Nachvollziehbar war es so wie es beschrieben wurde aber auch, sonst hätte Nirka wahrscheinlich zu früh die Aufmerksamkeit des Wächters auf sich gezogen.


    Obwohl ich Spinnen so gar nicht mag, fand ich Irulla und Orkengriff wirklich super. Eine Spinne, die ihren Fang der Gruppe zuliebe abgibt, sehr cool ;D


    Der Anti-Elf ist also der Verräter, na das hatten hier einige ja schon vermutet.



    Und ich Dödel dachte, was für ein Zufall, dass die Molochen Nujuka sprechen :D


    :D


    Ich tendiere momentan dazu, dass die Suche nach der Silberflamme und Pardonas eigenen Interessen identisch sind, dass sie diese Waffe, die gegen ihren Meister verwendet werden könnte, den Gegnern vorenthalten kann. Hm, wenn sie die Waffe berühren könnte, würde ich ihr glatt zutrauen, dass sie versucht, sich gegen ihren Meister aufzulehnen, aber da müsste ihr schon was einfallen, wie sie die Waffe verwenden (lassen) kann.


    Das denke ich auch. Pardona will die Silberflamme nur, damit sie nicht gegen ihren Meister verwendet wird. Die Prophezeiung wird sie nicht wirklich interessieren.


  • Die meisten Figuren, die in den Abenteuern als Mannschaftsmitglieder von Phileasson beschrieben wurden, sind ehemalige Spielfiguren aus Bernhards Spielgruppe. Die rechtliche Problematik, die sich eventuell daraus hätte ergeben können, ist sicher gegeben (selbst, wenn man ziemlich sicher jeden Prozess gewonnen hätte, will man sich mit so etwas nicht herumplagen), aber noch wichtiger ist eigentlich, dass man niemandem auf die Füße treten will. Wenn der Raluf-Spieler gelesen hätte, dass "seine Figur" bereits am Ende des ersten Bandes den Löffel abgibt, hätte ihn das betrüben können.
    Deswegen war bereits im ersten Arbeitstreffen klar, dass wir alle Figuren weglassen, die keine tragende Rolle haben. "Tragende Rolle" bedeutet dabei primär, dass sie in den aventurischen Kanon Eingang gefunden haben. Galandel Yetimutter (bei uns "Mutter der Schrate") wird zum Beispiel in mehreren Quellenbänden zitiert, Crottet ebenso. Ranulf nicht.
    Da ich den Phileasson-Strang schreibe, habe ich mir auch die Mannschaft zusammengestellt. Ragnor war insofern ein Ersatz für Ranulf, als ich einen archetypischen Thorwaler dabeihaben wollte. Eigor habe ich von vornherein nicht in Erwägung gezogen. Irulla ist eher eine Entsprechung von Ynu aus der Abenteuerkampagne, und ich würde auch vermuten, dass ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, eine Waldmenschenfrau zu "rekrutieren", wenn Ynu nicht in den Abenteuern stünde. Dieser Anstoß war allerdings auch schon der einzige Impuls, den die Figur Ynu gegeben hat, danach habe ich Irulla entsprechend der Erfordernisse der Geschichte(n) gestaltet, die ich erzählen möchte.


    Vielen dank für die Erleuchtung. Darf ich aus persönlicher Neugier fragen, warum der ein Zwerg vorneherein ausgeschlossen war? Wegen mangelnder seefaherischer Qualitäten oder gab es da noch andere Gründe?


    Ach ja. Mit Ynu hatte ich immer noch irgendwie gerechnet, obwohl er ja eine Doppelung zu Irulla als Waldmensch wäre. Der künftige Steuermann der Seeadler hat nämlich noch einen kanonischen Auftritt, wenn auch nicht so penetrant wie Galandel, die für eine kanonische Konsistenz ja zurück zu den Yetis müsste.


  • Na Sven kümmert sich aber mehr um Nirka, als man es von einem Kopfgeldjäger, der nur seine "Ware" in einem guten Zustand abliefern will, erwarten würde ;)


    Ja, nicht wahr? :flirt:



    Die Verwandlung von Nirka hätte ich mir massiver vorstellt. So in etwas alle Fesseln sprengend, wenn die Wölfin an die Oberfläche kommt.


    Sie wird ja zu einem "normalen Tier". Das bedeutet, dass ihre Knochen, Sehnen, Gliedmaßen dieselbe Beschaffenheit haben, wie man sie bei einem Tier erwartet. Würde sie sich wirklich explosionsartig verwandeln und dabei von Eisenfesseln zurückgehalten, würde sie nicht die Ketten sprengen, sondern sich die Knochen brechen ...



    Darf ich aus persönlicher Neugier fragen, warum der ein Zwerg vorneherein ausgeschlossen war? Wegen mangelnder seefaherischer Qualitäten oder gab es da noch andere Gründe?


    Er hat bei mir "keinen Kick ausgelöst". In dieser frühen Phase hatte ich keinen Flash, keine zündende Idee, in der ein Zwerg eine Rolle gespielt hätte.
    Schwächen einer Figur, beispielsweise mangelnde Kenntnisse in der Seefahrt, sind dagegen kein Hindernis. Im Gegenteil: Aus der Sicht eines Schriftstellers machen solche Schwierigkeiten eine Figur eher interessant - so, wie zum Beispiel Shayas Heimweh oder Crottets Totenangst.
    Übrigens fehlt Eigor auch bereits in den Neuauflagen der Abenteurkampagne.



    ..., wenn auch nicht so penetrant wie Galandel, die für eine kanonische Konsistenz ja zurück zu den Yetis müsste.


    Das ist nach gegenwärtiger Setzung richtig, aber die Rollenspielredaktion hat auch schon Setzungen geändert, damit diese dann zur Handlung der Romanreihe passen. Wir suchen da gemeinsam nach der besten Lösung, was normalerweise die Übernahme des Bestehenden ist. Das macht am wenigsten Aufwand und - wichtiger - man kann einigermaßen sicher davon ausgehen, dass diese Variante zum restlichen Kanon passt. Gerade, wenn es darum geht, wie Figuren agieren, kommt den dramaturgischen Möglichkeiten eines Romans aber besondere Bedeutung zu. Beispielsweise war es in den Abenteuern bislang recht klar angezeigt, dass sich die hübsche Phanta für Hern'Sen entscheidet, während sie bei uns ihr Herz an Crottet verschenkt hat. Das wurde nun auch in einem neuen Rollenspielabenteuer so aufgenommen.


  • Übrigens fehlt Eigor auch bereits in den Neuauflagen der Abenteurkampagne.


    Ist mir aufgefallen. Ich überlege gerade wie ich mit ihm verfahre. Vermutlich am ehesten mit einem frühen Ableben. >:D



    Das ist nach gegenwärtiger Setzung richtig, aber die Rollenspielredaktion hat auch schon Setzungen geändert, damit diese dann zur Handlung der Romanreihe passen. Wir suchen da gemeinsam nach der besten Lösung, was normalerweise die Übernahme des Bestehenden ist. Das macht am wenigsten Aufwand und - wichtiger - man kann einigermaßen sicher davon ausgehen, dass diese Variante zum restlichen Kanon passt. Gerade, wenn es darum geht, wie Figuren agieren, kommt den dramaturgischen Möglichkeiten eines Romans aber besondere Bedeutung zu. Beispielsweise war es in den Abenteuern bislang recht klar angezeigt, dass sich die hübsche Phanta für Hern'Sen entscheidet, während sie bei uns ihr Herz an Crottet verschenkt hat. Das wurde nun auch in einem neuen Rollenspielabenteuer so aufgenommen.


    Ja, Phanta hatte ich kürzlich irgendwo gesehen. Die beiden Nivesen sind aber ja bis zu einem gewissen Grad austauschbar. Grundsätzlich finde ich die Entscheidung Galandels mit zum Turm zu kommen weitaus plausibler als anders herum. Allerdings ist mir Galandels Funktion in den Romanen nicht so ganz klar. Sie hat irgendwie seit dem Himmelsturm keine dramatische Funktion mehr. ???


  • Allerdings ist mir Galandels Funktion in den Romanen nicht so ganz klar. Sie hat irgendwie seit dem Himmelsturm keine dramatische Funktion mehr. ???


    Sie ist ...
    ... eine weitere Elfe und damit für den Leser ein Vergleichspunkt zu Salarin
    ... eine Dialogpartnerin für Salarin, mit der er seine eigene "elfische" Wahrnehmung abgleichen kann
    ... eine Heilerin, was insbesondere in Die Wölfin wesentlich war (auch im Dialog mit Shaya)
    ... ein weiterer Bezugspunkt zum Himmelsturm (immerhin hat sie drei Jahrhunderte darauf gewartet, ihn zu erreichen, und deswegen einen besonderen Bezug dazu), den wir erzählerisch ab und zu gern anspielen
    ... über ihre Verbindung zu Galayne Teil einer Brücke zwischen den Ottajaskos
    Sie erfüllt also mehrere nützliche Funktionen. Dennoch ist sie - zumindest bislang - eine Nebenfigur, ähnlich wie Firutin, Mirandola oder Hern'Sen.

  • Suse

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