01 - Prolog (S. 5 - 60)

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  • Die Fahrt geht nun weiter und ich freue mich sehr, nun auch wieder dabei sein zu dürfen.


    Leider hat mich dieser Prolog nicht so ganz gefangen genommen wie die vorigen. Die Figuren, auch die von Lailath, kamen bei mir nicht an und blieben für mich farblos. Warum weiß ich nicht, darüber bin ich selbst überrascht, weil ich eigentlich was anderes gewohnt bin. Demnach habe ich den Prolog auch relativ teilnahmslos gelesen und mir war das so ziemlich egal, dass die Geschwister nun zu rotem Sand wurden, denn ich glaube schon, dass auch Lailath wie ihr Bruder nicht überlebt hat, zumindest nicht in der Elfenform. Vielleicht taucht sie als Geist nochmal auf wie ihr Bruder.


    Seltsamerweise war ich mehr fasziniert von Erm Sen und die Schlussszene hat mich darin noch bestärkt. Er wollte nicht mehr kämpfen, wusste auch gar nicht, warum ihn die Elfen töten wollen. Ich bin mir nicht so sicher, ob er in seinem Alter des Friedens Willens nicht doch das Schwert abgeben hätte, wenn er von der Bedeutung gewusst hätte. Vielleicht hätten die Elfen es ihm auch einfach abkaufen können. Wer weiß. Aber wie Janesway es ja schon andeutete, haben die Elfen ja schon den Kelch verloren und vermutlich mit Reden und Vernunft schlechte Erfahrungen gemacht, was dann natürlich ihr Verhalten wiederum erklärt. Geholfen hat es wohl eher nichts.


    Mir kam auch direkt der Gedanke, dass das Schwert Silberflamme sein könnte, dann dachte ich an den Silberwolf und letztendlich denke ich, dass es die Autoren uns nicht so einfach machen werden. Wissen die Rollenspieler eigentlich, was die Silberflamme ist?



    Erm Sen, der Name kam mir sofort bekannt vor. Als dann irgendwann erwähnt wurde, dass er Nivese ist, ist der Groschen gefallen. Das wird dann wohl der berühmte Erm Sen sein, nachdem die Nivesen von Crottets Sippe so gern ihr Kinder benennen. Interessante Verknüpfung. :) Und dann der Wolf, der bei ihm ist. Ob es wohl auch ein Werwolf ist?


    Ich fing auch sofort an zu überlegen, wo ich diesen Namen schon mal gelesen habe. Bei Wolf und Nivesen dämmerte es mir dann auch ein wenig. Aber so genau bekomme ich die Legende nicht mehr zusammen.



    Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?


    Das fände ich sehr hilfreich, denn Bernard und Bernhard sind doch sehr ähnlich und wir werden ja nun die nächsten Jahre gemeinsam hier lesen ;D



    Diese Betonung war zunächst nicht vorgesehen. Eigentlich wollte Bernhard den Prolog schreiben, was dann aber aus Termingründen ungünstig gewesen wäre. Wir hatten aber bereits auf einer längeren Autofahrt diskutiert, wie dieser Prolog aussehen sollte. Bei diesem Gespräch stand Erm Sen im Fokus. Als ich den Prolog dann übernommen habe - da war der Phileasson-Strang bereits geschrieben -, habe ich ihn zu "meiner" Geschichte gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass mir die Logik der Ereignisse eingängiger erschien, wenn man daraus die Geschichte der beiden Geschwister macht. Die Ereignisse an sich sind also geblieben, aber die Perspektive hat sich komplett gedreht.


    Das hätte mir ehrlich gesagt besser gefallen. Aber vielleicht denke ich am Ende des Buches ganz anders darüber, wenn ich die Zusammenhänge kenne und verstehe. So kann ich zunächst nur meinen ersten Eindruck vermitteln. :unschuldig:



    :D Da bekenne ich mich schuldig im Sinne der Anklage!


    :totlach: Baumkuschler, herrlich
    Ich befürchte, irgendwann kommt doch noch der glitzernde Feenstaub. Es gibt noch genug Bände zu schreiben.


    Ach ja... die Szene in der Kneipe fand ich auch richtig gut.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

    Einmal editiert, zuletzt von Murkxsi ()

  • Habe gerade gelesen, wo ich das mit Erm Sen nachlesen kann. Werde ich jetzt auch erst mal machen, um meine Gedächtnislücke zu füllen.


    Ich hoffe und poche übrigens weiterhin auf das kollektive Gedächtnis der Ottajasko. Nach drei dicken Bänden geht schon mal das eine oder andere verloren.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Danke, für die Erklärung ich hatte den Treffer mit dem Sand verbunden den sie wirft, nicht mit ihrem Bruder. Jetzt ist es klar. :D



    Der Kampf zum Schluss des Prologs ist spannend, die Schwertkampfkunst von Erm Sen ist für einen Menschen wirklich beachtlich, wo er das gelernt hat? Dafür fehlt den Menschen doch eigentlich die Zeit, oder?



    Ich war einmal Karatetrainer. In meiner aktiven Zeit machte ein japanischer Meister von sich Reden. Er hat mit 30 Jahren mit dem Karate begonnen. Mit 35 war er Weltmeister.
    Es gibt so etwas wie Talent ..


    Talent ist der Unterschied, stimmt, aber auch der Begabte braucht Technik und einen Lehrer, vielleicht auch mehrere.
    Bei der Beschreibung kam mir ein ganz besonderer Elfenritter aus einer anderen Saga in den Sinn, daher meine Anmerkung. Der hatte halt viel Zeit zur üben und bestimmt auch Talent. :) Wer da bei einem Duell wohl gewinnen würde?


    Vielleicht kann das Rätsel des Meisters von Ern Sen ja irgendwann gelöst werde. Je mehr Geheimnisse desto besser.
    Bis bald
    Simone


  • Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?


    Ja, eine sehr gute Idee, das ist für alle einfacher, ich hatte mich sowieso gefragt warum wir zwei Bernards als Autoren haben ;D
    [/quote]


  • Das ist doch eine schöne Frage für die Runde - was meint Ihr, ist Lailath mit dem Leben davongekommen oder nicht? ;)


    Ich glaube schon, dass sie überlebt und dann noch eine Rolle spielt, vielleicht lässt er sie ja doch gehen, weil er ihren Mut schätzt oder sie findet noch eine Möglichkeit zu entkommen, verletzt. Sie hat doch magische Fähigkeiten.
    Aber keine Ahnung ob Erm Sen so denkt oder mal ritterliche Anwandlungen hat. Aber so langsam sollte er sich mal Gedanken machen, immer ein Gejagter zu sein und er scheint ja auch ständig davon zu laufen.
    Ich wollte die Gründen irgendwann mal wissen, er hätte am Schluss des Kampfes vielleicht doch mal ein paar Fragen stellen können, wer weiß, vielleicht versucht er es ja.

  • @Bernhard
    Da hilft wohl nur ein dickes (Wolfs-)fell. :P


    Ich hatte wirklich nicht beabsichtigt, einen Nerv zu treffen.
    Band Nr 4 (!) und hui es kommt einer drin vor, der einen Wolfskopf aufm Schild hat und einen Wolf als Tiergefährten. Diese Gemeinsamkeit finde ich ziemlich harmlos, ich hatte nur die kurze Assoziation damit (was ist daran schlimm, wenn man kurz an ein anderes Buch erinnert wird, das man sehr gerne gelesen hat?), aber der gesamte Kontext ist doch auch ein komplett anderer.
    Habe auf Empfehlung "The Key" angefangen und da geht es um immer wiederkehrende (mythische) Elemente. Dadurch beeinflusst interessierte mich lediglich, ob damals, als die Saga entstand, schon der Wolf in der Form auftauchte.


    Selbst wenn es abgeguckt wäre: Martin hat es doch auch nur irgendwo abgeguckt.^^


    Gibt auch umgekehrt den Fall, dass Teile extra von Martin mit eingeflochten werden: Ihnen hat Game of Thrones gefallen? Dann werden Sie dieses Buch lieben! Ist z.B. bei "Bird and Sword" so, wo die Protagonistin erst nach Arya klingt. Ist aber dann doch ganz anders und ist in Bezug auf die Magie angelehnt an die Romane von Rothfuss.


    Wenn ich lesen muss, dass deswegen Charaktere und Ideen gestrichen werden, dann schmerzt es mein Leserherz nicht weniger! :->



    Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?


    Ja, los! ^^

  • Oha, allmählich verstehe ich warum einige Leute sich Strategien zurecht legen, ob sie erste die Beiträge der anderen lesen oder nicht. Da kommt man ja ganz durcheinander bei den vielen Anmerkungen. Irgendwie stößt das Format eines einzelnen Fadens hier doch schnell an seine Grenzen. Ich versuche mich trotzdem mal an einem strukturierten Vorgehen.


    Prolog mit Tiefenbohrung und Perspektivwechsel
    Vielleicht hatte ich mir hier unpräzise ausgedrückt. Ich habe überhaupt nichts gegen vertiefende Charakterisierungen in Romanen. Auch wenn das nicht gerade die Stärke der meisten Phantastiker ist darf dafür durchaus Raum sein. Ich fand allerdings den aktuellen Prolog deutlich angenehmer als seine Vorgänger. Interessant, dass eine Leserin nicht mit den Figuren warm geworden ist. Mir gelang das diesmal viel besser.
    Eigentlich hätte ich auch die Perspektive Erm Sens erwartet. Aber rückblickend und vorausblickend (?) finde ich es eigentlich sogar doch besser aus der Elfenperspektive zu schauen.
    Was ich übrigens in Sachen Charakter erhoffe ist eine deutlich sichtbare Entwicklung der Figuren im Zeitverlauf. Sicher ist dies nicht ganz so einfach, wie bei Romanen mit einem einzelnen Protagonisten, aber auch die Ottajasko als Ganzes kann ja eine Entwicklung durchmachen.


    Elfen
    Ich fand die Darstellung der Elfen erneut sehr gelungen. Den Wüstenaspekt, die diversen Andeutungen auf ihren Hintergrund und auch die schwierige Begegnung mit der Außenwelt.
    Hat sich eigentlich schon mal einer der Leser mit der Frage beschäftigt, was die Eigennamen der Wüstenelfen zu bedeuten haben?
    Nachwuchsprobleme sind hier natürlich besonders eklatant. Allerdings ist das im aventurischen Kontext, wie auch in einigen anderen Welten auch stark verwurzelt. Ich würde mal behaupten, das liegt daran, dass die Menschen die vorherschende Rasse sind. Die Elfen sind in Fantasy-Rassen tatsächlich meist die ältere und magischere Rasse. Die Menschen lösen sie in gewisser Weise ab und sind ihre Erben. Ich denke das Motiv kann man nicht nur bei Tolkien so finden.


    Zauberwirken: Ich hatte den Elementarzauber in der Wüste für mich mal als eine Wand aus Erz Variante interpretiert. Eher lang und flach als hoch und kurz aber könnte klappen.


    Reden statt töten
    Schön wärs. Wenn wir alle - oder auch nur einige - mehr reden und weniger kämpfen würden, dann sähe die Welt wohl anders aus. Unglaubwürdig erscheint mit das leider keineswegs. Ich denke auch, dass die spezielle Situation der Elfen nicht so arg viel Offenheit für Diskussionen eröffnet.


    Anleihen
    Traurig, dass jetzt neuerdings so vieles auf einen Vergleich zum Lied von Eis und Feuer reduziert wird. Selbst die Tolkien-Parallelen werden ja oft zu Unrecht gezogen. Es ist manchmal wirklich frustrierend.


    Zitat von Janesway


    Wie ist es eigentlich zu dem Verlust des anderen Artefakt Orimas gekommen, das der Stamm verloren hatte? Möglich, dass sie es dabei schon auf die nette Weise versucht haben, aber damit scheiterten. Hoffe, dass dazu auch noch mehr kommt.


    Ja über diese Bemerkung habe ich mich auch gefreut. Was das wohl sein könnte.


    Die große Welt
    Die kurze Gareth Episode fand ich ganz nett im Bezug auf das "Versumpfen" von Lailath. Auch wenn es nur kurz ist, wird hier wieder schön angedeutet, wie die Elfen sich in der fremden Welt der Menschen verlieren und langsam "badoc" werden.
    Die Szene in der Kneipe war einerseits erfrischend weil es eben zu keiner Schlägerei kam. Andererseits habe ich die dramaturgische Bedeutung der Szene nicht verstanden. Wenn man sie wegließe, was wäre dann verloren? Haben die Autoren ein spezielles Ziel mit dieser Begegnung verfolgt?


    Nickname ändern
    Dafür! Ich muss immer ganz genau schauen, welcher Bern(h)ard da eigentlich schreibt.


    Weiteres

    Zitat von Murkxsi


    Habe gerade gelesen, wo ich das mit Erm Sen nachlesen kann. Werde ich jetzt auch erst mal machen, um meine Gedächtnislücke zu füllen.
    Ich hoffe und poche übrigens weiterhin auf das kollektive Gedächtnis der Ottajasko. Nach drei dicken Bänden geht schon mal das eine oder andere verloren.


    Ich kann die vermutlich meist keine Seitenzahl nennen, da das bei dem ebook nicht so einfach ist und ich da Stellen auch nicht so leicht finde. Ansonsten ist mein Gedächtnis was das angeht aber ganz gut. Wir wissen ja auch dass die Person, die nach dem Helden Erm Sen benannt ist in diesem Roman noch dabei sein wird. Das dürfte sicher (hoffentlich?) auch noch zu ein paar schönen Momenten führen.


    Zitat von Cadeen


    Ich glaube schon, dass sie überlebt und dann noch eine Rolle spielt, vielleicht lässt er sie ja doch gehen, weil er ihren Mut schätzt oder sie findet noch eine Möglichkeit zu entkommen, verletzt. Sie hat doch magische Fähigkeiten.
    Aber keine Ahnung ob Erm Sen so denkt oder mal ritterliche Anwandlungen hat. Aber so langsam sollte er sich mal Gedanken machen, immer ein Gejagter zu sein und er scheint ja auch ständig davon zu laufen.
    Ich wollte die Gründen irgendwann mal wissen, er hätte am Schluss des Kampfes vielleicht doch mal ein paar Fragen stellen können, wer weiß, vielleicht versucht er es ja.


    Das ist sicher alles soweit schlüssig. Aber auf der anderen Seite hat der Nivese direkt oder indirekt vermutlich mehr als 50 Elfen getötet. Und Lailath wirkt nicht gerade in Plauderlaune. Oder fluchtwillig. Ich bevorzuge zumeist einfache Erklärungen. Die sind komplex genug. :)


    Zitat von Murkxsi


    Wissen die Rollenspieler eigentlich ...


    Es wird auf keinen Fall was verraten. :unschuldig:


    Eigenes
    Angesichts der Uhrzeit muss ich nächstes Mal wohl die Blindschreibe-Variante wählen. Sonst komme ich gar nicht mehr dazu neue Punkte einzubringen. :schnarch:


  • Seltsamerweise war ich mehr fasziniert von Erm Sen und die Schlussszene hat mich darin noch bestärkt.


    Im Abenteuerspiel liegt die Betonung dieser Geschichte tatsächlich auch auf Erm Sen. Das wäre dann eine Geschichte über Militärtaktik in der Wüste geworden, über den Aufstieg eines eigenwilligen Offiziers, über Ruhm und das Problem, wenn die Politik das Militär hängen lässt - und natürlich viele Duelle mit verschleierten Wüstenkriegern - und vielleicht noch ein bisschen mehr ... Auch ein interessanter Stoff, keine Frage. ;)



    Ich befürchte, irgendwann kommt doch noch der glitzernde Feenstaub. Es gibt noch genug Bände zu schreiben.


    Genau, irgendwann, wenn mein Kollege mal wegschaut ... :D



    Ach ja... die Szene in der Kneipe fand ich auch richtig gut.


    :freu:



    Was ich übrigens in Sachen Charakter erhoffe ist eine deutlich sichtbare Entwicklung der Figuren im Zeitverlauf.


    Einige Figuren entwickeln sich, zumindest bisher, deutlich stärker als andere. Shaya, Salarin und Tylstyr sind im Vergleich dazu, wie sie bei ihrem ersten Auftauchen in der Geschichte aufgestellt waren, einen sehr weiten Weg gegangen. Das fällt eventuell nicht so stark auf, weil es eher kontinuierlich über eineinhalbtausend Seiten passiert ist, aber wenn man gedanklich die jetzige Shaya derjenigen im Traviatempel zu Thorwal gegenüberstellt, wird es auffallen.
    Andere sind tatsächlich eher statisch, weil sie einen sehr deutlich eingenordeten inneren Kompass haben. Dazu zählen beispielsweise Ohm Follker und Irulla. Ein bisschen hängt das auch davon ab, ob sie Erzählperspektiven bekommen oder nicht: Wenn man sich als Leser im Kopf einer Figur umschauen kann, nimmt man in der Regel mehr Nuancen wahr.



    Ich fand die Darstellung der Elfen erneut sehr gelungen.


    :freu:



    Ich würde mal behaupten, das liegt daran, dass die Menschen die vorherschende Rasse sind. Die Elfen sind in Fantasy-Rassen tatsächlich meist die ältere und magischere Rasse. Die Menschen lösen sie in gewisser Weise ab und sind ihre Erben. Ich denke das Motiv kann man nicht nur bei Tolkien so finden.


    Das glaube ich auch. Manchmal sind die Elfen zudem ein Chiffre für die nordamerikanischen Ureinwohner, als bedrohtes Naturvolk, das nicht versteht, was in seiner Welt passiert.



    Andererseits habe ich die dramaturgische Bedeutung der Szene nicht verstanden. Wenn man sie wegließe, was wäre dann verloren? Haben die Autoren ein spezielles Ziel mit dieser Begegnung verfolgt?


    Sogar mehrere. ;)
    Die Figuren Lailath und Erm Sen werden entwickelt - Lailath als jemand, die sich zunehmend besser in der Menschenwelt zurechtfindet, auch über die Nomadenkulturen hinaus, und Erm Sen als jemand, der nun nicht mehr als Soldat, sondern als Fechtlehrer unterwegs ist. Zudem als außergewöhnlich guter Fechtlehrer, was die Duellszene vorbereitet. Die besondere Kampftechnik, von der die Eleven berichten, bereitet ebenfalls das Duell vor.
    In der Handlung markiert die Szene für einen Schauplatzwechsel in den Nordosten Aventuriens und insbesondere ins Mittelreich, das mit seiner mitteleuropäischen Kultur vorgestellt wird. Zudem ist es immer recht gut, wenn bei viel erzählter Zeit (einige Monde vergehen) auch ein bisschen Erzählzeit vergeht (der Leser liest ein paar Seiten im Buch). Man kann natürlich auch schreiben: "Ein paar Monde später war Lailath in Vallusa", aber das ist dann berichtet, nicht erzählt - und wirft die Frage auf, was sie in dieser Zeit getan hat (versumpft in Gareth).
    Ein paar andere Dinge konnte ich daran aufhängen, weil die Szene dann eben zur Verfügung stand: dass Elfen generell ein seltener Anblick sind, dass es so etwas wie Schwertkampfschulen gibt, der Zauber mit dem weißen Pferd. Wenn diese Elemente dann später in der Saga wieder auftauchen und man sie beim Lesen wiedererkennt, erhöht das die "gefühlte Realitätsdichte", die Fantasywelt gewinnt Plausibilität und wird vertrauter.



    Es wird auf keinen Fall was verraten. :unschuldig:


    Danke. :)
    :five:

  • Gestern konnte ich nicht mehr länger warten: ich lud mir "Silberflamme" auf meinen Kindle, und habe mit Genuß den Prolog gelesen.


    Aus meiner Sicht ist der Prolog rundum gelungen. Lailath als POV ("point of view")-Charakter ist eine gute Wahl, da sie in (fast) allen Szenen die aktivste Figur ist. Ihr Bruder bleibt eher blaß, aber die enge Beziehung zwischen den beiden Geschwistern ist sehr gut dargestellt. Umso schmerzlicher ist die Szene, als Lailath seinen Geist trifft.


    Sehr gut gefallen hat mir auch die Szene im Gasthaus, mit der aventurischen Redensart "Dämon auf den Schild" (statt dem Teufel an die Wand). Vor allem gefiel mir, dass sie eben nicht mit der üblichen Klischee-Kneipenschlägerei endete (solche Szenen habe ich schon oft genug gelesen).


    Ein Höhepunkt des Prologs ist das Zusammentreffen mit Erm Sen. Er ist ebenfalls sehr gut charakterisiert. Gut gelungen finde ich, dass, obwohl er aus Lailaths Sicht als "schändlicher Räuber" dasteht, doch durchschimmert, dass er mehr ist als nur ein "popeliger Wüstenräuber" - deutlich mehr. Seine Fähigkeiten im Schwertkampf sind fast ohne Beispiel (spannend wäre es, ihn mal gegen Phileasson antreten zu lassen - wird aber zeitlich schwierig, es sei denn, jemand hat ihn "konserviert" o.ä. :) ). Auch ich habe mir übrigens Gedanken gemacht, warum Lailath nicht versucht, mit Erm Sen zu reden, aber das dürfte aufgrund ihres Ehrenkodexes nicht gehen, außerdem gab es schon viele Angriffe ihrer Gefährten auf Erm Sen, da wird eine friedliche Kommunikation zunehmend schwierig. Und auch ich vermute, dass Erm Sen das Schwert auf keinen Fall hergeben würde.


    Bei Erm Sens Wolf musste auch ich kurz an "Das Lied von Eis und Feuer" denken - aber die Phileasson-Saga ist eindeutig älter, und damit auch Erm Sen. (Dazu werde ich noch einen zweiten Post schreiben müssen).


    Das Ende des Prologs ist aus meiner Sicht offen. Es steht nur da, dass Lailath erwartet, zu Staub zu zerfallen, nicht, dass es wirklich geschieht. Aber ich denke, das werden wir sehen.


    Natürlich hat der Proiog bei mir einige Fragen aufgeworfen (wie es sich für einen guten Prolog gehört):
    - Wo ist das Schwert jetzt? Und: ist das Schwert die gesuchte "Silberflamme"? Das wäre fast zu naheliegend
    - Was wurde aus Erm Sen? War am Ende ein anderer Elf erfolgreich? Oder suchen sie immer noch das Schwert?
    - In welcher Beziehung stehen Erm Sen und Lailath zu den Hauptfiguren? Gerade bei Erm Sen könnte ich mir vorstellen, dass er ein Vorfahr von Nirka und/oder Crottet ist. Vielleicht ist Nirka die Erbin des Schwertes - und plötzlich kommen lauter Elfen vorbei und fordern sie zum Duell heraus? Vielleicht trifft das ja einen anderen Charakter aus der Ottajasko?


    Soweit erstmal meine 2 Cents zum Prolog.

    Fantastic! Allons-y! Geronimo! Oh, brilliant!

  • Hallo Bernhard, hallo Robert,



    Du legst den Finger auf einen wunden Punkt des Autorenherzens.
    Erm Sen ist viel älter als Game of Thrones, aber als Autor wird man in den letzten Jahren immer mit George Martin gemessen
    und es steht im Raum, das man bei ihm abgeschrieben hat. Seufz.
    Das macht es inzwischen sogar schwer noch Bücher zu schreiben, weil George Martin so umfassend Themen abdeckt. Einen Eunuchen habe ich aus einem Projekt gestrichen. Der Einsatz des historischen griechischen Feuers wird schwierig. Die verbrannte Flotte vor Kings Landing ist inspiriert von einer verbrannten osmanischen Flotte im Hafen von Konstantinopel ... George Martin hat etliche der guten historischen Geschichten in seinem Romanwerk untergebracht.


    Hierzu ist mir eins wichtig, vor allem für eure zukünftigen Bände (auch wenn das, was du, Bernhard, oben schreibst, wohl nicht auf die Phileasson-Saga bezogen war).
    Die Phileasson-Saga stammt (als Abenteuer) ursprünglich aus dem Jahr 1990/91. George R.R. Martins "A Song of Ice and Fire" (ASoIaF) wurde dagegen erst 1996 veröffentlicht. Wann immer also eine Idee scheinbar aus ASoIaF "abgeschrieben" wurde, lasst sie bitte drin - Phileasson ist älter. Notfalls könnt ihr ja dem betroffenen Roman eine Seite Vorwort spendieren, in dem dieser Sachverhalt kurz erklärt wird. Es kann ja wohl nicht sein, dass nur wegen ASoIaF auf einmal Personen aus der Saga entfernt werden müssen - das geht zu weit, finde ich!

    Fantastic! Allons-y! Geronimo! Oh, brilliant!

  • Ich bin auch da, am Wochenende ist immer viel zu tun und auch jetzt schreibe ich "illegal", denn eigentlich müßte ich eine andere Arbeit zuende führen.....


    Also Hallo in die Runde der zwei Ottajaskos. Noch sind wohl nicht lle da, aber wir sind ja auch noch nicht auf Fahrt. Grüße an unsere Kapitäne!


    Mir war schnell klar, wer den Prolog geschrieben hat, nicht nur durch die Verneigung vor Frank Herbert, sondern auch durch die Erwähnung der Elemente "Stein, Erz, Eisen, Stahl" in der Reihenfolge wie seine vier Romane. Eigentlich war ich enttäuscht, dass Bernd den Prolog geschrieben hat, denn seine Elfen gefallen mir nicht. Jetzt werden mich wohl alle steinigen, aber das bin ich gewöhnt, denn ich mag ja auch "Das Lied von Eis und Feuer" nicht. An Bernds Arbeit liebe ich immer die Logik mit der seine Figuren geführt werden. Das ist am Anfang toll. Der Kampf ist gut beschrieben und auch die Konsequenz, dass man Leute schicken sollte, die bereit sind Regeln zu brechen, wenn man gegen andere Regeln, die man nicht kennt, oder auch gegen Feide kämpft, die selbst keine Regeln beachten. Der Kampf qualifizierte die beiden ganz deutlich dazu, ausgesandt zu werden. Aber ich frage mich, warum dann nicht noch einen Kämpfer mitschicken? Warum soll immer nur einer gehen? Dann werden die Elfen, besser gesagt ihre Führerin, für mich total unlogisch. Da kommen zwei zurück, die es zum ersten Mal geschafft haben, die Klinge zu finden und Wissen mit zubringen und am Leben zu bleiben. Dann kommt dieses idiotische, wenn ihr nicht tot seid und ohne Klinge kommt, dann seid ihr die Falschen. So was traue ich dummen Herrschern zu, die genug "Menschenmaterial" haben, aber sind denn Elfen auch so blöd?
    Dann geht es los, und das ist natürlich der Kürze des Prologs geschuldet, mit Erzählungen, was sie nun in der Zeit gelernt haben und wo sie waren und wie viele gestorben sind. Wie können Wesen so blöde sein und immer wieder jemanden losschicken, obwohl sie eigentlich ja schon beim ersten Kampf den besten ausgewählt hatten und der hat es nicht geschafft. Jeder andere ist höchstens der Zweitbeste und wird auch sterben. Das kann man doch voraussehen. Dafür fand ich dann die Geschwister wieder ziemlich klug, das zu sehen und zu handeln.
    Vermutlich ist es der Sicht geschuldet, dass die Schwester so ängstlich wirkt, denn wir als Leser schauen in ihr Inneres und ihr Bruder vermutlich auch. Aber sich zu trennen fand ich nicht klug. Warum nicht beide über Land gehen? Die Zange hat doch nur Zweck, wenn ich weiß wo der Nagelsteckt und gleichzeitig zuschnappe. So ist es dann auch. Statt auf die Schwester zu warten und den Mann zu studieren, fordert der Bruder ihn und stirbt. Ich finde das einfach nur dumm.
    Dann die Kneipenszene. Auch mir hat der Ausgang sehr gut gefallen. Das war wieder Bernd typisch. Den Leser überraschen, indem man vom Klischee weggeht. Toll gemacht. Hat auch mich überrascht. Aber die Frage ist doch, warum weiß Lailath immernoch nicht, dass zuviel bezahlen misstrauisch macht? Sie weiß schon lange, dass Silber die Menschen gierig macht und sie deswegen töten, trotzdem legt sie leichtfertig sogar noch das zweite Silberstück auf den Tresen. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich weiß auch nicht, wieviele Jahre sie normalerweise gebraucht hätte für das, was sie dort alles erlebt hat. Ich habe zwar immer wieder die Überschriften verglichen um einigermaßen zu wissen, wieviel Zeit vergangen ist, aber in Gareth müßtee sie Jahre verbracht haben um in all den Gruppierungen gewesen zu sein (in Banden wird man nicht so leicht aufgenommen, oder) und sie müßte längst knapp an Silber sein, oder sie schleppt einen Rucksack davon mit rum und den wäre sie im Milieu längst los. Sicher gibt es für alles eine Erklärung, aber im Moment war dies der Prolog, der mich am wenigsten in das Geschehen gezogen hat.
    Auch mir ging es so, dass mich Em Sens am meisten interessiert hat und ich denke, es geht wohl am Ende auch um ihn. Allerdings ist das Ende so gewählt, dass ich mir denken könnte, es geht anders aus als von Lailath erwartet. Er will sie nicht töten. Ich glaube er ist überhaupt jemand, der eigentlich nicht ohne Grund töten möchte. Vielleicht sagt sie ihm doch noch, warum er ständig herausgefordert wird? Er ist mittlerweile nicht mehr so jung und hat einiges an Lebenserfahrung. Vielleicht ist ihr Leben ihm die Waffe wert? Könnte doch sein?
    Ich habe ja noch verstanden, dass die Elfen ihm nicht sagen, was diese Waffe für sie ist, weil es ein Elfendings ist. Aber in der Situation, wo es um das Überleben des Stammes geht, könnte man es doch probieren. Was würde es für Em bedeuten? Der zusätzliche Wert resultiert doch nur aus dem Glauben der Elfen, den er sicher nicht teilt. Also könnte er höchstens dafür Geld verlangen oder Ähnliches. Das ist aber nicht sein Wesen. Also sehe ich eine gute Chance, wenn Lailath endlich nicht mehr hirnrissig auf ihn zu stürmt. Sich aufzuregen, weil er die Waffe küßt und loszustürmen - ne, ich denke sie ist eine erfahrene Kämpferin, die weiß, dass man seine Gefühle nicht im Kampf freilassen darf. Überhaupt dachte ich immer, dass die Elfen sehr gute Kämpfer sind, aber sie kann ihn nur durch einen Trick leicht verwunden. Muss mal meinen Sohn fragen, der immer Elfen spielt, wie er das sieht. Ich bin von den Elfen hier enttäuscht.
    Zur Frage der Wolfbegleiter, die Geschichten habe ich als Kind schon von Wolf Durian und Jack London gelesen, da waren es Wölfe oder Wolfshunde, natürlich keine Werwölfe. Aber die Freundschaft zwischen einsamem Menschen und einsamem Wolf ist schon ziemlich alt.


  • Jetzt werden mich wohl alle steinigen, aber das bin ich gewöhnt, denn ich mag ja auch "Das Lied von Eis und Feuer" nicht.


    HHHHHhhhh! Ich bin entsetzt!! :o



    Der Kampf qualifizierte die beiden ganz deutlich dazu, ausgesandt zu werden. Aber ich frage mich, warum dann nicht noch einen Kämpfer mitschicken? Warum soll immer nur einer gehen? Dann werden die Elfen, besser gesagt ihre Führerin, für mich total unlogisch.


    Die handeln strickt nach Notfallprotokoll für den Fall, dass ein Artefakt geklaut wird. ^^ Nee, ich denke, dass es mit dieser Bindung zutun hat, die mit der Waffe eingegangen wird. Wahrscheinlich geht das normalerweise eben nur mit demjenigen, der sich im Kampf hervorgetan hat. Oder das ist eben auch eine Erfahrung, die sie durch den Verlust des ersten Artefakts gemacht haben. Vielleicht haben sie da die Hälfte ihres Stammes verloren. Vielleicht sogar fast alle Weibchen und deshalb ist der Stamm so unfruchtbar. xD Die Rituale finde ich eh ziemlich seltsam von dem Stamm. Kein Wunder, dass der untergeht. Sie sind ein Wüstenvolk und ihr Begräbnisritual sieht vor, dass sie ihre (zum Teil lange gelagerten) Toten durch die Hitze der Wüste bis zum Meer schaffen? Wie umständlich ist das denn?



    Da kommen zwei zurück, die es zum ersten Mal geschafft haben, die Klinge zu finden und Wissen mit zubringen und am Leben zu bleiben. Dann kommt dieses idiotische, wenn ihr nicht tot seid und ohne Klinge kommt, dann seid ihr die Falschen. So was traue ich dummen Herrschern zu, die genug "Menschenmaterial" haben, aber sind denn Elfen auch so blöd?


    Ja, da hatte ich auch kurz Schultern gezuckt und weitergelesen.



    Statt auf die Schwester zu warten und den Mann zu studieren, fordert der Bruder ihn und stirbt. Ich finde das einfach nur dumm.


    Er war auch derjenige, der seine Schwester davor bewahrte, über das Meer zu fahren, weil sie sich davor fürchtete. Er wusste, dass sie davor Angst hatte, zu Staub zu zerfallen. Wahrscheinlich hat er es nur deshalb getan.



    Aber die Frage ist doch, warum weiß Lailath immernoch nicht, dass zuviel bezahlen misstrauisch macht? Sie weiß schon lange, dass Silber die Menschen gierig macht und sie deswegen töten, trotzdem legt sie leichtfertig sogar noch das zweite Silberstück auf den Tresen. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.


    Du darfst nicht vergessen, dass sie Informationen suchte. Da ist es nicht unüblich den "Barkeeper" zu bestechen. Deswegen das Silber für den Jungen. Darauf hätte sie aufbauen können.
    Mit Geld gewinnt man auch Freunde und sie sagte ja, sie wollte, dass sie alle Freunde sind. Da hat sie die Menschen falsch eingeschätzt. Sie ist und bleibt eine Elfe und die Gesichtszüge der Menschen zu lesen, fiel ihr nach der langen Zeit ja auch immer noch nicht leicht.



    Ich habe zwar immer wieder die Überschriften verglichen um einigermaßen zu wissen, wieviel Zeit vergangen ist, aber in Gareth müßtee sie Jahre verbracht haben um in all den Gruppierungen gewesen zu sein (in Banden wird man nicht so leicht aufgenommen, oder) und sie müßte längst knapp an Silber sein, oder sie schleppt einen Rucksack davon mit rum und den wäre sie im Milieu längst los.


    Sie wird wohl innerhalb Gareths einige (Banden-)Jobs erledigt haben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit ihrem Bruder zusammen hatte sie auch Aufträge angenommen, wenn ich mich nicht irre.


  • Hat sich eigentlich schon mal einer der Leser mit der Frage beschäftigt, was die Eigennamen der Wüstenelfen zu bedeuten haben?


    Ehrlich gesagt nicht so genau. Mir ist wohl aufgefallen, dass sie einen ähnlichen Laut haben, aber was genau die Bedeutung ist, kann ich mir nicht vorstellen. Wäre aber mal interessant zu erfahren.



    Ich kann die vermutlich meist keine Seitenzahl nennen, da das bei dem ebook nicht so einfach ist und ich da Stellen auch nicht so leicht finde. Ansonsten ist mein Gedächtnis was das angeht aber ganz gut. Wir wissen ja auch dass die Person, die nach dem Helden Erm Sen benannt ist in diesem Roman noch dabei sein wird. Das dürfte sicher (hoffentlich?) auch noch zu ein paar schönen Momenten führen.


    Seitenzahlen brauche ich gar nicht. Mein Gedächtnis ist leider ein wenig wie ein Sieb, gerade bei so komplexen Geschichten und Welten. Aber gut zu wissen, dass bei Erinnerungslücken meinerseits nachgeholfen werden kann.
    Auf Hern’Sen freue ich mich auch schon. Und ich bin gespannt, wie genau die Verbindung zu Erm Sen sein wird. Vielleicht ist er eine Art Reinkarnation, wer weiß.




    Es wird auf keinen Fall was verraten. :unschuldig:


    Finde ich gut. Spannend ist das für Dich bestimmt zu lesen, wie wir hier eventuell im Dunkeln tappen und mit was wir hier so alles herum spekulieren.



    - In welcher Beziehung stehen Erm Sen und Lailath zu den Hauptfiguren? Gerade bei Erm Sen könnte ich mir vorstellen, dass er ein Vorfahr von Nirka und/oder Crottet ist. Vielleicht ist Nirka die Erbin des Schwertes - und plötzlich kommen lauter Elfen vorbei und fordern sie zum Duell heraus? Vielleicht trifft das ja einen anderen Charakter aus der Ottajasko?


    Das ist eine interessante Frage. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass Nirka und Crottet direkte Nachfahren sind. Und wir wissen ja auch noch nicht, ob der Silberwolf an Erm Sens Seite sich nicht auch verwandeln kann (oder habe ich da etwas überlesen?). Es gibt auf jeden Fall eine direkte Verbindung. Derzeit spekuliere ich noch nach allen Seiten hin. Das fand ich am Prolog auch am spannensten.



    Die Phileasson-Saga stammt (als Abenteuer) ursprünglich aus dem Jahr 1990/91. George R.R. Martins "A Song of Ice and Fire" (ASoIaF) wurde dagegen erst 1996 veröffentlicht. Wann immer also eine Idee scheinbar aus ASoIaF "abgeschrieben" wurde, lasst sie bitte drin - Phileasson ist älter. Notfalls könnt ihr ja dem betroffenen Roman eine Seite Vorwort spendieren, in dem dieser Sachverhalt kurz erklärt wird. Es kann ja wohl nicht sein, dass nur wegen ASoIaF auf einmal Personen aus der Saga entfernt werden müssen - das geht zu weit, finde ich!


    Sehe ich ganz genauso. Auf jeden Fall drin lassen. Ich persönlich habe bisher weder Verbindung zum Wüstenplanet (auch einer meiner Lieblingsbücher) als auch zu George R.R. Martin gezogen, weil das für mich einfach eine ganz andere Welt und Geschichte ist.




    … Aber ich frage mich, warum dann nicht noch einen Kämpfer mitschicken? Warum soll immer nur einer gehen? Dann werden die Elfen, besser gesagt ihre Führerin, für mich total unlogisch. Da kommen zwei zurück, die es zum ersten Mal geschafft haben, die Klinge zu finden und Wissen mit zubringen und am Leben zu bleiben. Dann kommt dieses idiotische, wenn ihr nicht tot seid und ohne Klinge kommt, dann seid ihr die Falschen. So was traue ich dummen Herrschern zu, die genug "Menschenmaterial" haben, aber sind denn Elfen auch so blöd? …
    … Wie können Wesen so blöde sein und immer wieder jemanden losschicken, obwohl sie eigentlich ja schon beim ersten Kampf den besten ausgewählt hatten und der hat es nicht geschafft. Jeder andere ist höchstens der Zweitbeste und wird auch sterben. Das kann man doch voraussehen. Dafür fand ich dann die Geschwister wieder ziemlich klug, das zu sehen und zu handeln.


    Das habe ich mich allerdings auch gefragt und konnte das nicht wirklich logisch nachvollziehen. Denn eigentlich ist das Scheitern mit so einem Vorgehen vorprogrammiert. Die Geschwister scheinen aber zu ahnen, dass sie der Schlüssel dazu sind und es vermutlich ihre Lebensaufgabe wird, das Schwert zurückzuholen , als Geist oder als was auch immer.
    Nantiangel ist ja definitiv in Vallusa und kann von dort nicht weg. Nur was macht er dann die ganze Zeit dort? Ich denke schon, dass er solange dort rumspukt, bis seine Aufgabe erfüllt sein wird.
    Und ob Lailath nun stirbt oder nicht, wissen wir ja noch nicht. Vielleicht besinnt sich Erm Sen doch noch anders und lässt sie leben. Denn unterlegen im Kampf ist sie ihm wohl allemal.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Hallo ihr Lieben,


    ich freue mich sehr, dass es wieder mit der gemeinsamen Leserunde geklappt hat und wir uns hier alle wiederlesen :winken:


    Der Prolog hat mich direkt wieder eingenommen: ich habe bis zum Schluss mitgebangt und gehofft, dass Lailath es schafft, Erm Sen Selflanatil abzunehmen, aber eigentlich war es klar, dass es nicht gelingen wird, denn ich gehe davon aus, dass es sich bei der Klinge um die Silberflamme handeln wird.


    Spannend fand ich die Beschreibungen, wie die Wüstenelfen die hektische Betriebsamkeit in menschlichen Ansiedlungen empfinden - ich gebe zu, ich konnte hier Lailaths Seite sogar besser verstehen, ich würde die Ruhe auch eher dem Lärm und der Hektik vorziehen. Wahrscheinlich aber nicht allzu lange, nach unserem Zeitempfinden wäre es es sicherlich irgendwann sterbenslangweilig ;D


    Könnte Selflanatil die Kinderlosigkeit der Shiannafeya tatsächlich beenden? Ich habe es so verstanden, dass die Kinderlosigkeit schon länger anhielt, nicht erst, seit die Waffe verschwunden ist. Ich habe mich gefragt, welchen "Schatz" die Klinge für seinen Träger bzw. Verwahrer bereithält? Die wertvollen Edelsteine und Verarbeitung der Waffe ist für die Elfen nur zweitrangig, und Unbesiegbarkeit verleiht das Schwert ebenfalls nicht, sonst hätte Erm Sen Gulanija das Schwert nicht abnehmen können.


    Erm Sen muss ein außergewöhnlicher Kämpfer sein, wenn so viele Elfen an ihm scheitern - und dass die Elfen kämpfen können, zeigt die Ehrfucht, mit der die Kadetten in der Schenke Lailath begegnen. Ich frage mich ja, ob das mit rechten Dingen zugeht, dass der Nivese so ein guter Kämpfer ist. An einer Stelle wird er als Diener von Pyr'Dakon bezeichnet, das hat mich direkt aufhorchen und an Pardona denken lassen, die doch dem gleichen Gott mehr oder weniger dient, wenn ich mich recht entsinne.


    Spannend fand ich Lailaths Zweifel, was mit den Elfen nach ihrem Tod geschieht, ob sie wirklich nach Gontarin gelangen, zumal diese Überlegungen den Auelfen völlig fremd sind .


    Die Geschwister scheitern - Nantiangels Schicksal hat mich traurig gemacht, muss er nun ständig an dem Ort seines Todes verweilen? Bei Erm Sen hatte ich fast den Eindruck, dass er gar nicht weiß, warum die Elfen ihm nach dem Leben trachten. Aber das kann eigentlich nicht sein, er kann sich doch sicherlich denken, dass es mit dem Schwert zusammenhängt, schließlich hat er es einer Elfe abgenommen. Als Lailath bemerkt, dass Erm Sen gealtert ist, habe ich mich ja gefragt, warum die Elfen nicht einfach warten, bis Erm Sen stirbt; im elfischen Zeitempfinden würde das ja nicht ewig dauern und sie könnten danach das Schwert an sich bringen. Das wäre besser, als immer wieder Elfen als Schwertsucher in den sicheren Tod zu schicken, vor allem wenn man nur noch 250 Elfen zählt und keine Nachkommen in Sicht sind.


    Man müsste Erm Sen aber im Auge behalten, um die Spur des Schwertes nicht zu verlieren. Nun aber sind Lailath und ihr Bruder tot und ich frage mich, ob es danach überhaupt noch Schwertsucher gab, die der Spur von Erm Sen folgen konnten. Denn Lailath hatte recht: durch ihre lange Anpassung an die menschliche Lebensweise waren sie in der Lage, dem Schwert überhaupt so weit in den Norden zu folgen. Den Vorteil haben die anderen Elfen nicht mehr und daher ist es mehr als fraglich, ob sie die Spur überhaupt nochmal aufnehmen konnte.


    Und natürlich frage ich mich, was nach Erm Sens Tod mit dem Schwert geschehen ist, wo es sich nun befindet.


  • Das Duell mit Erm Sen am Ende war sehr packend, ich war mir sicher, sie würde ihn töten....im Grunde bin ich es mir immer noch, auch wenn das Ende des Prologs einen anderen Schluss zulässt.


    ...


    Schönster Satz Seite 28: " So filigran waren die Reliefs, die die Zaubersänger dem Kalkstein entlockten, wenn sie mit den Fingern den Fels erspürten oder das Lied ihrer Wünsche über ihn hauchten."


    Im Moment gehe ich davon aus, dass wir Lailath nicht mehr wiederbegegnen werden, aber evtl. wird das, was sie auf der Wolfsstatue hinterlassen hat, nochmal wichtig werden? Vielleicht ist das eine Art Nachricht.


  • Und wie Kinder, die man auf was ganz anderes lenkt, waren alle wie verwandelt, kaum dass sie erkannt hatten, dass sie es mit einer echten Elfe zutun hatten. Wirklich sehr freundlich und offen gegenüber Neuem. Schade, dass Lailath dann so einen schlechten ersten Eindruck von Elfen hinterlässt.


    Aus Lailaths bzw. Elfensicht war es sicherlich kein schlechter Eindruck, sondern einfach Elfenart, nehme ich an. Es wurde an einigen Stellen deutlich, wie fremd die Art und Weise der Menschen für die Elfen ist.


    Als Erm Sen sagte, dass er gar nicht wusste, warum er von Elfen aus der Wüste Khom angegriffen wurde, dachte man sich natürlich: Vielleicht hätte man mal vorher die Sache auch gemütlich bei ner Tasse Tee besprechen können. ::)


    So ähnlich habe mich mich das aber auch gefragt ;D Wie hätte Erm Sen reagiert, wenn ihm Lailath erklärt hätte, welchen Wert das Schwert für die Elfen darstellt.


  • Da sprichst Du einen Punkt an, der vielleicht die Diskussion in der Runde lohnt: Was denkt Ihr, woran scheitert dieser Ansatz, einfach mal zu reden? An Erm Sen? An den Elfen? Und wieso tun die Elfen es nicht - was hindert sie daran?


    Das habe ich mich auch gefragt - liegt es wirklich nur an der Fremdheit zwischen Menschen und Elfen? Dass die Elfen so wenig wie möglich mit den Menschen zu tun haben wollen?



    Übrigens wurde Erm Sen bereits in Die Wölfin kurz erwähnt - falls Ihr nachschauen möchtet: Seite 37, der Absatz beginnt mit "Das Seufzen des Windes ...", und dann nochmals auf Seite 335 ("Das Abenteuer liegt mir im Blut"). ;)


    Oh, da muss ich nachher mal nachschlagen.


  • Wie ist es eigentlich zu dem Verlust des anderen Artefakt Orimas gekommen, das der Stamm verloren hatte? Möglich, dass sie es dabei schon auf die nette Weise versucht haben, aber damit scheiterten. Hoffe, dass dazu auch noch mehr kommt.


    Stimmt, vielleicht haben die Elfen nach dem Verlust des Kelches schon entsprechende Erfahrungen gesammelt, die sie eher nicht zu diplomatischen Lösungsansätzen greifen lassen.


  • Erm Sen, der Name kam mir sofort bekannt vor. Als dann irgendwann erwähnt wurde, dass er Nivese ist, ist der Groschen gefallen. Das wird dann wohl der berühmte Erm Sen sein, nachdem die Nivesen von Crottets Sippe so gern ihr Kinder benennen. Interessante Verknüpfung. :) Und dann der Wolf, der bei ihm ist. Ob es wohl auch ein Werwolf ist?


    Nivesen und Wölfe - jetzt ist bei mir der Groschen gefallen und ich habe mich wieder erinnert, dass Nivesen ja ein besonderes Verhältnis zu Wölfen haben. Daher habe ich bis eben nicht daran gedacht, ob der Wolf wirklich ein reiner Wolf ist :-[


  • Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?


    Ich denke, das ist eine gute Idee. Ich glaube, technisch wäre es unsern Admins auch möglich, deinen bisherigen Benutzernamen zu ändern, ohne einen neuen Account anlegen zu müssen.