1) Seite 1 - Seite 87 (bis vor Kap. 3 vom 23. Dezember)

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  • Hallo liebe Petra,
    liebe MitleserInnen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Die Einsamkeit des Todes" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders die Autorin Petra Johann - schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Ihr dürft die Autorin duzen!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netikette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Inhalt bis Seite 87 schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Hallo zusammen und hallo Petra, danke für das Begleiten der Leserunde! :)


    Ich bin schon so gespannt auf das Buch, dass ich schon mal angefangen habe - wie man das so von mir gewohnt ist, nur die Hälfte, also Prolog und die ersten drei Kapitel :)


    Der Prolog ist ja schon mal eine gelungene, spannende Einführung! Es ist bloß die Frage, wer die Person ist, um die es hier geht.


    Wenn ich mir so das erste Kapitel vor Augen führe, weiß ich, warum ich, wenn überhaupt, nicht mit großem Tamtam heiraten möchte. Ich mag schon das Gefühl nicht, wenn sich Leute auf meine Kosten besaufen, was vielleicht daran liegt, dass ich mich als maßvollen Genuß- und Gelegenheitstrinker sehe. Und dem Bräutigam, Andy, scheint es auch nur um die Hochzeitsnacht zu gehen - ganz toll ::)
    Zudem kann ich verstehen, warum Max diesen Tag aus seinem Gedächtnis tilgen möchte - so ein Vertrauensbruch von seinem Bruder, führ den er immer einen Beschützerinstinkt hatte! >:(


    Kapitel zwei bietet etwas, was ich an Krimis wohl in gleichen Maßen liebe, wie es mich wahnsinnig macht: Erstmal ein völlig anderes Thema anschneiden ;D Vinzenz bietet gleich mal den ersten Unsympathen des Buches, wobei ich Jenny auch trotz Brummschädel vorwerfe, sich doch erstmal ein Bild von der Lage zu schaffen und dann erst zu fragen. Der Tote wirft natürlich auch viele Fragen auf - vor allem die, wie Leo hier ernsthaft noch an einen Unfall glaubt. Nach der Beschreibung der Leiche würde ich das auf jeden Fall ausschließen wollen. Das Ende des Kapitels ist auch ein sehr schöner "Was zum...-Moment"...


    Ich bin gerade am Grübeln, inwieweit Peter Singer noch relevant wird, momentan scheint mir das eher ein stellvertretendes Exempel für die Spezies zu sein, die glauben, Pferdesport und Tierquälerei schließen einander nicht aus... traurig, dass die Spezies wohl nicht ausstirbt. Und dann wäre da natürlich noch die Frage, wer Max dann die SMS geschrieben hat.


    Fragen über Fragen und ein gesundes Maß an Verwirrung - sehr schön! Bislang gefällt mir das Ganze sehr gut! :)

  • Guten Morgen Petra,
    guten Morgen zusammen,


    ich hab auch den 1. Abschnitt schon durch.


    Das Cover ist mal wieder ein Augenschmaus, das Cover von "Schatten der Schuld" fand ich schon so toll. Da darfst Du dem Layouter gerne mal eine Gruß übermitteln.



    Der Prolog ist ja schon mal eine gelungene, spannende Einführung! Es ist bloß die Frage, wer die Person ist, um die es hier geht.


    Beim Prolog gehe ich davon aus, dass es sich bei "Sie spürte längst nicht mehr ..." um Sarah handelt.


    Zitat

    Zudem kann ich verstehen, warum Max diesen Tag aus seinem Gedächtnis tilgen möchte - so ein Vertrauensbruch von seinem Bruder, führ den er immer einen Beschützerinstinkt hatte! >:(


    Er wurde ja nicht nur von seinem Bruder hintergangen - er wurde ebenso von der Frau hintergangen, die er heiraten wollte und von der er glaubte, dass sie sein Kind erwartet. Vertrauensbruch von den beiden Menschen, die einem an nächsten stehen ..... das ist schon eine harte Packung, die Max da verarbeiten muss. Dass Sarah mit seinem Bruder geschlafen hat ist die eine Sache, dass das Kind - das sie Max ja wahrscheinlich als seines untergeschoben hätte - eventuell auch von Tobi sein könnte, die andere.


    Trotzdem macht Max mir nicht den Eindruck, als ob er seiner Enttäuschung und/oder Wut damit Luft gemacht hat, dass er Sarah getötet hat. Aber ... trau, schau wem. Lassen wir uns mal überraschen, was noch kommt.


    Wusste Jenny nicht, dass sie die Stellvertreterin von Leo ist oder hat sie es gewusst und noch nicht realisiert?
    Merkwürdig, dass Leo ihr das so auf dem Acker, zwischen Tür und Angel hinwirft.
    Und die Tatsache, dass ihr Chef in sie verliebt ist, macht das Zusammenarbeiten in Zukunft sicherlich nicht einfacher.


    Ich frage mich auch, wieso Leo hier von einem Unfall ausgeht. Der Greindl hat keine Kleider an, nur Unterhemd und Unterhose. Wobei ich mich dann frage, wieso der Schlüsselbund mit seinem Namen drauf neben ihm liegt. Dass Jenny trotz der Ansage von Leo die Spurensicherung anfordert, kann ich tatsächlich nachvollziehen.


    Was hat es mit dem Koffer auf sich, den die Kinder im Wald gefunden haben?
    Es befinden sich Frauenkleider drin - gehören die Sarah?
    Und der Ausweis vom Greindl... wie kommt der dort rein?


    Ich gehe mal davon aus, dass nun die Stelle untersucht wird, an der der Koffer gefunden wurde.
    Findet sich dort auch Sarahs Leiche bzw. das, was noch davon übrig ist nach 2 Jahren?


    Ob Peter Singer als Tierquäler eine tragende Rolle spielt im Geschehen, frage ich mich natürlich auch. Der Hinweis darauf, dass er mit Pferden nicht zimperlich umgeht, könnte ein Hinweis darauf sein, dass er generell niemanden schont - aber wie steht Singer in Zusammenhang mit der Geschichte von Max und Sarah und warum könnte er etwas mit dem Verschwinden/Tod von Sarah zu tun haben?


    Dumm, dass Max die SMS löscht. Ich würde die wahrscheinlich erst mal archivieren.


    So und nun muss Max sich mit seinem Bruder und Onkel die Weihnachtsfeiertage um die Ohren schlagen. Das Zusammentreffen beginnt ja schon sehr "harmonisch" mit einer Schlägerei. ;D Ich weiß noch nicht, ob ich das Testament der Mutter gut oder schlecht finde.


    Nun denn - es gibt mehr Fragen als Antworten, so soll das sein. :winken:

  • Beim Prolog gehe ich davon aus, dass es sich bei "Sie spürte längst nicht mehr ..." um Sarah handelt.


    Stimmt, da könntest du recht haben.

    Trotzdem macht Max mir nicht den Eindruck, als ob er seiner Enttäuschung und/oder Wut damit Luft gemacht hat, dass er Sarah getötet hat. Aber ... trau, schau wem. Lassen wir uns mal überraschen, was noch kommt.


    Ich glaube auch nicht, dass Max Sarah getötet hat. Rein von der Logik her sollte er sich dann nicht über die Formulierung "Ich weiß, was du getan hast" wundern... Das wirkt eher so, als glaubt der SMS-Schreiber, dass es Max war.



    Ich frage mich auch, wieso Leo hier von einem Unfall ausgeht. Der Greindl hat keine Kleider an, nur Unterhemd und Unterhose. Wobei ich mich dann frage, wieso der Schlüsselbund mit seinem Namen drauf neben ihm liegt. Dass Jenny trotz der Ansage von Leo die Spurensicherung anfordert, kann ich tatsächlich nachvollziehen.


    Den Zusammenhang habe ich noch gar nicht gesehen... stimmt! Ich dachte mir so "OK, wenn er dement ist, kann er auch mal nur in Unterwäsche mitten durch ein Maisfeld laufen." Aber das mit dem Schlüssel passt dann auch nicht und der zertrümmerte Schädel erst recht nicht. Wenn es wirklich ein Unfall war, hat der Häcksler ganze Arbeit geleistet.



    Nun denn - es gibt mehr Fragen als Antworten, so soll das sein. :winken:


    :daumen:

  • Auch ich habe den ersten Abschnitt jetzt gelesen und ich verstehe Max, dass er Sarah rausgeworfen hat. Es ist schon schlimm, wenn einem der eigene Bruder mit der eigenen Verlobten hintergeht. Und Max weiß ja nicht mal, ob das Kind das Sarah erwartet, überhaupt von ihm ist. Ich denke da hätte ich auch berechtigte Zweifel.


    Und nun wird er zwei Jahre später von seiner Mutter gezwungen, mit Tobi Weihnachten zu feiern. Auf der einen Seite sollte er sich vielleicht doch mit seinem Bruder versöhnen, zumal der ihn um Verzeihung gebeten hat. Aber ob er das auch ernst meint? Max scheint das nicht anzunehmen.


    Und ein Junge hat einen Koffer gefunden, der ihm von einem Mann abgenommen worden ist. Laut dem, was ich darüber gelesen habe, hat der Mann dem Jungen den Koffer entrissen, denn eigentlich ist doch der Junge der Finder. Ich weiß nicht, ob der wusste, was in dem Koffer drinnen ist. Auch wenn er das als seine Schätze bezeichnet hat.


    Der Mann geht davon aus, dass es Josef Greindls Koffer ist, weil sein Ausweis in der Außentasche steckte. Ich frage mich, wie dieser Ausweis in den Koffer gekommen ist? Es sind eindeutig Frauenkleider darinnen. Oder hat der Junge Sachen, die er gefunden hat, in dem Koffer gesammelt? Und hat er den Ausweis in die Außentasche gesteckt? Sind es die Kleidungsstücke , die er gefunden hat, von Sarah? Doch wo ist sie selbst, oder ihrer Leiche?


    Ich werde gleich mal weiterlesen...

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren


  • Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Max Sarah getötet hat.


    Kann der Mann überhaupt sagen, wo der Koffer gelegen hat? Da müssen sie wohl den Jungen befragen.


    Was das mit dem Tierquäler Peter Singer zu tun hat, weiß ich auch noch nicht. Doch von wem hat Max die SMS' bekommen? Vielleicht von Singer? Der ihn ihm Verdacht hat, Sarah getötet zu haben? Oder steckt er dahinter? Aber wieso? Ich denke er hasst Max, weil dieser ihn immer zusammenstaucht, wegen seiner Tierquälerei. Also trauen tu ich ihm nicht so ganz.


    Was die SMS betrifft, die hätte ich auch nicht gelöscht. Irgendwie hätte man evtl. doch herausfinden können, von wem sie stammt. Vielleicht....


    Was die Weihnachtsfeiertage betrifft, so frage ich mich, was Max' Mutter sich bei diesem Testament gedacht hat. Ich kann zwar verstehen, dass, sollte einer der beiden da nicht mitmachen, er nur seinen Pflichtteil bekommt. Aber dass dann der andere den restlichen Erbteil des einen bekommt, finde ich nicht gut. Genausogut hätte sie es für diesen Fall Wolf vererben können. Ich bin nur gespannt wie die beiden miteinander umgehen in diesen neun Tagen.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren


  • Und ein Junge hat einen Koffer gefunden, der ihm von einem Mann abgenommen worden ist. Laut dem, was ich darüber gelesen habe, hat der Mann dem Jungen den Koffer entrissen, denn eigentlich ist doch der Junge der Finder. Ich weiß nicht, ob der wusste, was in dem Koffer drinnen ist. Auch wenn er das als seine Schätze bezeichnet hat.


    Hm .. ich bin da gerade etwas unschlüssig mit den Personen.


    Der Mann, der den Koffer bei der Polizei abgibt ist Zacharias Thedy. Er gibt an, dass er mit seinen Hunden unterwegs war und auf dem Weg den jungen Hansi getroffen haben, der den Koffer bei sich hatte. Der Junge, der den Koffer gefunden hat, wird als "Der kleine Junge" bezeichnet. Ich glaube nicht, dass Hansi und der kleine Junge die gleiche Person sind. Ich glaube eher, dass Hansi dem Jungen auf den Fersen war und ihm dann den Koffer abgenommen hat, als er ihn eingeholt hat.


    Zacharias Thedy macht mir nämlich auch erst mal nicht den Eindruck, als ob er dem Jungen den Koffer abgenommen hätte, um diesen dann zur Polizei zu bringen. Zudem geht aus den Gedanken des Jungen nicht hervor, dass Hunde hinter ihm her waren.


    Ich glaube, dass es 2 rivalisierende Jungen gibt und Zacharias Thedy tatsächlich nur auf Hansi aufmerksam wurde, weil der sich irgendwie merkwürdig verhalten hat und dann hat er ihm den Koffer abgenommen und zur Polizei getragen.


    Man müsste also den Jungen finden, der "der kleine Junge" ist .... oder hab ich einen Knick im Hirn?

  • Hallo zusammen!


    Die ersten haben ja schon losgelesen, das ging schneller als ich gedacht hatte. Es freut mich, dass ihr gut ins Buch reingefunden habt. Schön auch, dass Euch der Prolog gefällt. Tatsächlich mag ich normalerweise solche Prologe mit anonymen Protagonisten gar nicht. Allerdings hätte hier ohne Prolog das Buch mit einer Hochzeit angefangen und ich hatte Angst, dass die Leser es dann verwirrt weglegen, weil sie denken, aus Versehen einen Liebesroman gekauft zu haben :)


    Babsi : Oh ja, ich liebe das Cover auch. Ich werde Dein Feedback gern an den Verlag weiterleiten. Meine ersten beiden Kriminalromane habe ich ja selbst rausgebracht, da musste ich auch selbst die Cover entwerfen. Eine nervige Arbeit, für die ich kein Talent habe!



    Ich bin schon so gespannt auf das Buch, dass ich schon mal angefangen habe - wie man das so von mir gewohnt ist, nur die Hälfte, also Prolog und die ersten drei Kapitel :)


    Aha, illegales weiteres Unterteilen der Abschnitte :) Vielleicht hätten wir zehn machen sollen?



    Kapitel zwei bietet etwas, was ich an Krimis wohl in gleichen Maßen liebe, wie es mich wahnsinnig macht: Erstmal ein völlig anderes Thema anschneiden ;D


    Das kann ich gut verstehen! Ich persönlich mag es auch, wenn es mehrere Handlungsstränge gibt, aber es dürfen nicht zu viele sein. Wenn ich den ersten schon vergessen habe, ist etwas schiefgelaufen :( Bei meinen Büchern nehme ich daher immer gern zwei Hauptstränge, einer beleuchtet die Polizeiarbeit, der andere die von den Ereignissen persönlich betroffenen Personen.



    Fragen über Fragen und ein gesundes Maß an Verwirrung - sehr schön! Bislang gefällt mir das Ganze sehr gut! :)


    Ich hoffe, es bleibt so.



    So und nun muss Max sich mit seinem Bruder und Onkel die Weihnachtsfeiertage um die Ohren schlagen. Das Zusammentreffen beginnt ja schon sehr "harmonisch" mit einer Schlägerei. ;D Ich weiß noch nicht, ob ich das Testament der Mutter gut oder schlecht finde.


    Ich finde das Testament super, weil es Max und Tobi unter ein Dach zwingt. Wie hätte ich denn sonst das Buch schreiben sollen, wenn beide immer für sich durch die Weltgeschichte gondeln?


    Liebe Grüße


    Petra


  • Schön auch, dass Euch der Prolog gefällt. Tatsächlich mag ich normalerweise solche Prologe mit anonymen Protagonisten gar nicht. Allerdings hätte hier ohne Prolog das Buch mit einer Hochzeit angefangen und ich hatte Angst, dass die Leser es dann verwirrt weglegen, weil sie denken, aus Versehen einen Liebesroman gekauft zu haben :)


    Ich finde ihn mal einen schönen Einstieg - kurz und knackig auf nur einer Seite Spannung aufgebaut. Und dem Leser gleich mal das Rätsel auf den Weg gegeben, sich zu fragen, wer die Person ist, von der hier gesprochen wird. Aber ja, es ist naheliegend, dass es sich um Sarah handeln könnte.
    Die Idee, gleich mit der Hochzeit anzufangen, wäre mutig gewesen! :D Aber ich denke, auch das hätte funktioniert. Ich hatte zumindest bei der ersten Erwähnung von Tobi den Eindruck, dass da was nicht stimmt. Und am Ende des Kapitels sowieso.


    Aha, illegales weiteres Unterteilen der Abschnitte :) Vielleicht hätten wir zehn machen sollen?



    Das kann ich gut verstehen! Ich persönlich mag es auch, wenn es mehrere Handlungsstränge gibt, aber es dürfen nicht zu viele sein. Wenn ich den ersten schon vergessen habe, ist etwas schiefgelaufen :( Bei meinen Büchern nehme ich daher immer gern zwei Hauptstränge, einer beleuchtet die Polizeiarbeit, der andere die von den Ereignissen persönlich betroffenen Personen.


    Das hänge ich mal zusammen. Ich lese sehr langsam, weil ich so den Eindruck habe, intensiver lesen zu können. Und je komplexer das Buch ist, desto mehr muss ich dann nachlesen, um auch alles verstehen und aufnehmen zu können. Aber es erleichtert mir die Sache, wenn du schreibst, dass du nur zwei Hauptstränge nimmst - das Buch ist so schon verwirrend genug :D


  • Allerdings hätte hier ohne Prolog das Buch mit einer Hochzeit angefangen und ich hatte Angst, dass die Leser es dann verwirrt weglegen, weil sie denken, aus Versehen einen Liebesroman gekauft zu haben :)


    Hallo Petra und ein hallo in die Runde,


    ich habe gerade das erste Kapitel gelesen und finde es so temporeich erzählt, das der Leser auch sicher neugierig bleibt - egal ob Liebesroman oder Krimi -. Insofern ginge es sicher auch ohne Prolog. Da der Prolog überwiegend aus Fragen besteht, finde ich ihn, zumindest für meinen Geschmack, überflüssig. Die Beschreibung der Hochzeitsfeier und der Personen baut genug Spannung auf.
    Und ... was spricht denn gegen einen - spannenden - Liebesroman :bussi:

  • Mich beschäftigt die Frage, warum Miriam so aufgebracht ist?


    Hat sie Sarah und Tobi erwischt? Aber warum ist sie dann so sauer auf die "Zeitners"? Miriam ist doch Sarahs Freundin...oder ist sie auch in Tobi verliebt? Hat sie den beiden im Busch eine Ansage gemacht und ist von ihnen verhöhnt worden? Oder wer hat sie verhöhnt? Da war ja auch noch das knutschende Paar im Dirndl...


    Miriams Auftritt geht mir nicht aus dem Kopf.

  • Hallo an alle Leserundenteilnehmer und an die Autorin!


    Erfreulich gefällig liest sich der Krimi - das war mein Eindruck, nachdem ich den ersten Abschnitt gelesen hatte!
    Obwohl es natürlich kein erfreuliches Thema ist, mit dem er sich beschäftigt, - wie kann Mord auch erfreulich sein...


    Doch zunächst wird eine Hochzeit gefeiert, die für den Tierarzt Max in einer Katastrophe endet. Nein, es ist gar nicht schön zu erfahren, dass die Verlobte eine Affäre mit dem Bruder hat oder hatte. Da kann ich Max' Wut gut nachempfinden. Aber ich finde doch, dass er stark überreagiert hat. Er gab keinem der Beteiligten und auch sich selbst nicht die Möglichkeit, Dinge klarzustellen, um zu schauen, ob der Anschein nicht vielleicht doch täuschte. Vielmehr bricht er sofort und komplett mit Sarah und Tobias, verweigert jeglichen Kontakt, jegliches Gespräch, interessiert sich nicht einmal dafür, was mit dem Kind ist, das Sarah erwartet und dessen Vater er durchaus sein kann.
    Dass sie tot ist, wie der Prolog und das Auffinden des Koffers suggerieren, konnte er nicht wissen - aber dass er so gar keine Anstalten macht, zumindest zu wissen, was aus ihr geworden ist, verwundert mich doch einigermaßen.
    Ein konsequenter Charakter? Auf jeden Fall ein besonders sturer!


    Erst die Kurznachrichten, die er zwei Jahre nach dem Vorfall erhält, bringen ihn wieder zurück zu dem 31. August 2014. Was hat er denn tatsächlich gemacht in dieser Nacht? Und wer schreibt ihm diese Nachrichten mit eben dieser zweijährigen Verzögerung?
    Max ist zwar verstört, macht auf mich aber nicht den Eindruck, dass er etwas zu verbergen hat. Und so glaube ich auch nicht, dass er Sarah etwas angetan hat - außer sie zum Teufel zu schicken.
    Dass er aber fuchsteufelswild werden kann und sich in solchen Momenten nicht unter Kontrolle hat, konnte man sehen, als er auf seinen Bruder losging, da vor dem Elternhaus...


    Seine Mutter Monika hatte aber auch ungewöhnliche Ideen, nachdem sie vor ihrem Tod keine Versöhnung zwischen ihren Söhnen mehr anbahnen konnte! Da zwingt sie sie, einige Tage gemeinsam und mit dem Onkel als Zugabe zu verbringen, wenn sie beide das Haus erben wollen. Und sie gehen darauf ein, weil keiner möchte, dass der andere den jeweils eigenen Anteil bekommt.
    Wobei, so mein Eindruck, Tobi durchaus gesprächs- und versöhnungsbereit wäre. Mal schauen, was bei dem Unterfangen herauskommt!


    Auf Tobi kann ich mir noch keinen rechten Reim machen. Er ist der Typ charmanter Lebenskünstler, mit dem ich nicht so viel anfangen kann. Ständig beginnt er Neues, nichts hält er lange durch.
    Doch für bösartig halte ich ihn nicht. Er war halt verliebt in Sarah. Und da er ein ziemlicher Hallodri ist, war es ihm wohl ziemlich egal, dass er seinem Bruder die Freundin ausspannte.
    Verwunderlich allerdings auch hier, dass er Sarah, die er so liebte, wie er zu ihr sagte in jener Nacht, so einfach ziehen ließ und ihr nicht nachrannte. Sie wäre ja dann "frei" gewesen....
    Überhaupt - warum hat niemand Nachforschungen nach ihr angestellt? Zumindest ihre Freundinnen, wenn sie denn solche waren, hätten Kontakt mit ihr halten können! War sie ihnen nicht einmal das wert? Dann kann ich nur sagen: Arme Sarah!


    Der zweite Handlungsstrang, der mutmaßlich eine Verbindung zum ersten hat, interessiert mich zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich mehr!
    Wer könnte ein Interesse daran haben, einen verwirrten alten Mann umzubringen? Vielleicht wirklich sein uns noch unbekannter Sohn, der keine Lust hatte, sich mit seinem nervigen ( wie er ihn empfinden mag ) Vater abzugeben?
    Wahrscheinlicher ist aus meiner Sicht, dass Greindl Zeuge der Ermordung Sarahs wurde und deshalb sterben musste. Warum sonst findet sich sein Geldbeutel in Sarahs Koffer!?


    Die ermittelnde Kommissarin Jenny wird den Mord/die Morde schon aufdecken. Sie kommt mir sehr kompetent vor und ist beharrlich genug, Greindls Tod nicht als natürlich durchgehen zu lassen - und siehe da, ihr Gespür gab ihr recht! Sie ist im Moment mein bevorzugter Charakter.


    Aber nun möchte ich sehen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt - und ob mein vager Verdacht hinsichtlich des Mörders sich bestätigt oder in Luft auflöst....


  • Der Prolog ist ja schon mal eine gelungene, spannende Einführung! Es ist bloß die Frage, wer die Person ist, um die es hier geht.


    Da von "zartem Gewicht" die Rede ist, wird es sich wohl um die zierliche, seitdem verschwundene Sarah handeln.



    ( ... )Und dem Bräutigam, Andy, scheint es auch nur um die Hochzeitsnacht zu gehen - ganz toll ::)


    Meinst du nicht, dass er die schon längst hinter sich hat!? Und so besoffen, wie er ist - naja....


  • Er wurde ja nicht nur von seinem Bruder hintergangen - er wurde ebenso von der Frau hintergangen, die er heiraten wollte und von der er glaubte, dass sie sein Kind erwartet. Vertrauensbruch von den beiden Menschen, die einem an nächsten stehen ..... das ist schon eine harte Packung, die Max da verarbeiten muss. Dass Sarah mit seinem Bruder geschlafen hat ist die eine Sache, dass das Kind - das sie Max ja wahrscheinlich als seines untergeschoben hätte - eventuell auch von Tobi sein könnte, die andere.


    Mal von dem Vertrauensbruch abgesehen - mir stellt sich hier die Frage, ob es nicht das Vernünftigste gewesen wäre, über das, was Max da gehört hat, mit Sarah und Tobias zu reden. Es sieht nicht danach aus, dass er das getan hätte. Oft stellen sich die Dinge im Nachhinein doch anders dar, als man sie in der ersten Wut sieht. Max verweigerte ja auch in der Folge das Gespräch mit seinem Bruder, was für mich auf extreme Sturheit hindeutet.


  • Mich beschäftigt die Frage, warum Miriam so aufgebracht ist?


    Hat sie Sarah und Tobi erwischt? Aber warum ist sie dann so sauer auf die "Zeitners"? Miriam ist doch Sarahs Freundin...oder ist sie auch in Tobi verliebt? Hat sie den beiden im Busch eine Ansage gemacht und ist von ihnen verhöhnt worden? Oder wer hat sie verhöhnt? Da war ja auch noch das knutschende Paar im Dirndl...


    Wieso soll sie "verhöhnt" worden sein? Und von wem denn? Oder ist mir da etwas entgangen? ???

  • Das Testament von Monika ist schon ein starkes Stück. Ich finde es zwar bemerkenswert, dass sie wirklich so versucht, die Brüder zu versöhnen, glaube aber nicht, dass das der richtige Weg ist. Manches ist unverzeihlich und man bleibt eben auf ewig zerstritten. Ich kann Max da verstehen, auch wenn er nicht wirklich vernünftig reagiert - aber das tut Tobi auch nicht...


    Der Koffer gibt ein weiteres Rätsel auf - Sarah und Josef Greindl bringe ich aktuell noch in keine Verbindung. Thedy finde ich irgendwie linkisch, das Gespräch wirkte auf mich so, als inszeniert er sich gerne selbst.


  • Da der Prolog überwiegend aus Fragen besteht, finde ich ihn, zumindest für meinen Geschmack, überflüssig. Die Beschreibung der Hochzeitsfeier und der Personen baut genug Spannung auf.


    In Verbindung mit dem Klappentext verrät mir der Prolog schon viel zu viel, denn auch, wenn hier gerätselt wird, ist doch klar, wer da tot im Walde liegt.... Und so wäre es mir - zum Aufrechterhalten der Spannung - eigentlich lieber gewesen, wenn ich ihn nicht gelesen hätte.


  • Meinst du nicht, dass er die schon längst hinter sich hat!? Und so besoffen, wie er ist - naja....


    Das ist jetzt zu viel um es zu zitieren: Seite 10 ganz unten meine ich hier.



    Erfreulich gefällig liest sich der Krimi - das war mein Eindruck, nachdem ich den ersten Abschnitt gelesen hatte!


    Da stimme ich absolut zu - man kommt schön rein und ist mitten im Geschehen drin. Ein "Pageturner", wie der Engländer sagen würde :)



    Ein konsequenter Charakter? Auf jeden Fall ein besonders sturer!


    Auf Tobi kann ich mir noch keinen rechten Reim machen. Er ist der Typ charmanter Lebenskünstler, mit dem ich nicht so viel anfangen kann. Ständig beginnt er Neues, nichts hält er lange durch.
    Doch für bösartig halte ich ihn nicht. Er war halt verliebt in Sarah. Und da er ein ziemlicher Hallodri ist, war es ihm wohl ziemlich egal, dass er seinem Bruder die Freundin ausspannte.


    Es ist schwierig zu bewerten. Aus meiner Sicht verhalten sich beide nicht richtig. Stur ist vielleicht ein zu harter Ausdruck für Max' Verhalten, er bricht eben konsequent jede Verbindung ab und baut eine Art Schutzwall um sich herum auf. Ob der Schutzwall auch wirklich schützt sei mal dahingestellt.
    Bei Tobi geht es mir wie dir. Entweder, er ist sich wirklich nicht bewusst, was er seinem Bruder da angetan hat, oder er ist auf eine unfassbar ekelhafte Art und Weise dreist. Da stellt sich auch die Frage, was die Affäre war: Wirklich nur ein Ausrutscher oder bewusst geplant?



    Überhaupt - warum hat niemand Nachforschungen nach ihr angestellt? Zumindest ihre Freundinnen, wenn sie denn solche waren, hätten Kontakt mit ihr halten können! War sie ihnen nicht einmal das wert? Dann kann ich nur sagen: Arme Sarah!


    Da hast du einen guten Punkt - über Greindl lässt sich das aber auch sagen. Zwei Tote und keinen interessiert's. Schon etwas merkwürdig...


  • Ich glaube, dass es 2 rivalisierende Jungen gibt und Zacharias Thedy tatsächlich nur auf Hansi aufmerksam wurde, weil der sich irgendwie merkwürdig verhalten hat und dann hat er ihm den Koffer abgenommen und zur Polizei getragen.


    Man müsste also den Jungen finden, der "der kleine Junge" ist .... oder hab ich einen Knick im Hirn?


    So sehe ich das auch. Der Junge, der den Koffer gefunden hat, ist und namentlich (noch) nicht bekannt. Der Hansi Riederer hat dem kleinen den Koffer abgenommen und das Portemonnaie geleert. Zacharias wiederum hat dem Hansi den Koffer abgenommen.

  • Ich finde ihn mal einen schönen Einstieg - kurz und knackig auf nur einer Seite Spannung aufgebaut. Und dem Leser gleich mal das Rätsel auf den Weg gegeben, sich zu fragen, wer die Person ist, von der hier gesprochen wird. Aber ja, es ist naheliegend, dass es sich um Sarah handeln könnte.


    Ich habe zuerst den Klappentext gelesen - wobei diese Bezeichnung für das eBook etwas unpassend erscheint ;D -, da war mir eigentlich klar, dass es sich um Sarah handelt.


    Mir gefallen die zwei Hauptstränge sehr gut! Verwirrend finde ich es bisher nicht. Nur die Sache mit den Pferden kann ich noch nicht einordn, aber das kommt vielleicht noch.