02: Kapitel 9 - einschl. Kap. 16

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  • Zum Glück haben die beiden, Colin und Annika, Morlot gefunden. Aber leider ja auch die Ashuras.
    Es geht also darum, dass Vandenberg seinen Krebs besiegen will. Das ist durchaus etwas, was ich verstehen kann, aber darum einen Mord oder Morde begehen? Und er will ja nicht nur das, denn er will das ewige Leben!


    Dass Morlot die beiden erst empfängt, nachdem Colin diesen arabischen Namen genannt hatte, kann ich verstehen, denn da könnte ja jeder kommen. Und da Morlot der Hüter ist...


    Allerdings haben die Ashuras mit ihrer Begleitung (oder umgekehrt, sie sind die Begleitung) kurzen Prozess gemacht. Ich habe die drei in der Wohnung schon tot gesehen. Denn Morlot ist doch ziemlich am Ende seiner Kräfte gewesen. Als er mit dem Bild durchs Fenster gesprungen ist, hatte ich mir gedacht, er hat nur eine Chance zu überleben: Das Bild. Leider hat ihn einer der Männer doch noch schwer erwischt. Und es tut mir sehr leid, dass er sterben musste.


    Als die Statue Annika geschnappt und mit ihr in den See gegangen ist, hatte ich schon die größten Befürchtungen. Auf der anderen Seite darf ihr wohl nichts passieren, denn sie wird bestimmt für die Weiterführung der Geschichte noch gebraucht. Trotzdem hoffte ich inständig, dass Colin etwas einfallen würde. Dann war es nicht Colin, sondern Morlot.


    Colin und Annika sind durch den Rat Morlots, in dem dritten Bild angekommen. Ich hoffe nur, davor stehen nicht schon die Ashuras und sie laufen ihnen in die Arme, sobald sie das dritte Teilstück des Schlüssels haben.


    Ich habe mir auch schon überlegt, ob die beiden nicht eben genauso wie sie in das Bild hineingekommen sind, zu dem Bild gehen können das in Colins Wohnung steht. Das ist ja für die Ashuras nicht mehr interessant. Wäre doch eine Möglichkeit, oder?


    Ich bin auf jeden Fall gespannt.....

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Im zweiten Abschnitt geht es gleich spannend weiter - und wir lernen Morlot kennen. Zuerst hatte ich ein wenig die Befürchtung, dass er womöglich nicht so leicht aufzufinden sei, aber andererseits will er ja von einem möglichen Nachfolger gefunden werden.


    Und durch Morlot erfahren wir etwas mehr über die Devas und Ashuras. Im Moment habe ich nicht den Eindruck, dass es sich bei dem Garten Dilmun um das Paradies handelt, wie wir es kennen, obwohl natürlich einige Parallelen vorhanden sind. Die Ashuras sind wie die Menschen, die damals aus dem Garten Eden vertrieben wurden. Und die Ashuras setzen alles daran, wieder in den Garten zu kommen. Dass die Ashuras seit ihrer Vertreibung unter den Menschen sind, ist ja nicht gerade beruhigend ;D


    Mit Vandenberg kommt eine weitere Partei, diesmal Menschen, ins Spiel, der wiederum eigene Interessen verfolgt. Mein erster Gedanke war: klar, ein reicher Knacker, der sich nicht damit abfinden will, dass seine Lebensuhr bald abgelaufen ist und der Meinung ist, sich mit seinem Geld ewiges Leben erkaufen zu können. Aber auf der anderen Seite ist es normal, dass er im Angesicht seines baldigen Todes nicht sterben möchte, zumal er noch für seine Tochter da sein möchte. Die Figur Vandenberg finde ich gelungen, weil sie nicht nur einseitig dargestellt wird. Die Sorge um seine Tochter macht ihn sympathisch, seine Bereitschaft, für das ewige Leben über Leichen zu gehen, stößt dagegen ab. Die Kaltblütigkeit, wie er seine Opfer auf dem Weg zur medizinischen Revolution als Kollateralschaden bezeichnet, ist schon heftig.


    Allerdings habe ich meine Zweifel, ob Vandenbergs Männer, wenn es hart auf hart kommt, wirklich irgendeine Chance gegen die Ashuras haben.


    Interessant fand ich Morlots Lebensgeschichte, wie er zum Hüter des Gartens wurde. Auf den ersten Blick wäre er eigentlich nicht als der geeigneteste Kandidat erschienen, da er anfangs mehr die Macht des Gartens erstrebte als die Verantwortung dafür. Aber er hatte ja lange genug Zeit, sich zu ändern. Spannend auch, dass der so verlockende Gedanke, ewig zu leben, gar nicht so verlockend ist, wenn die Mitmenschen weiterhin altern. Der Job als Hüter des Gartens ist schon arg einsam - und zuerst auch schmerzhaft. Spannend war auch, wie es überhaupt zu dem ersten Hüter überhaupt kam.


    Sollten tatsächlich Colin und Annika gemeinsam die nächsten Hüter werden, dann wären sie wenigstens nicht ganz so einsam. Aber ob sie es sein werden, ist noch nicht sicher.


    Ha, Annika fragt genau das, was wir uns ja auch schon gefragt haben: warum die Devas überhaupt einen menschlichen Hüter brauchen. Wir lagen hier mit unseren Überlegungen gar nicht so falsch.


    Im ersten Abschnitt hatten wir noch darüber spekuliert, ob die Suche nach dem Nachfolger des Hüters zufällig erfolgt oder nicht: tatsächlich wird das dem Zufall überlassen! Das hat mich schon ein wenig überrascht.


    Als die Ashuras in Morlots Wohnung eindringen, hätte ich nie gedacht, dass es ihm, Colin und Annika gelingen würde, ihnen zu entkommen. Ich war fest davon überzeugt, dass sie den ersten Teil des Schlüssel zu dem Garten abgenommen bekommen. Aber glücklicherweise lassen sich die Ashuras und Ashmore darauf ein, dass Colin und Annika das zweite Puzzleteil aus dem Berliner Bild holen. Und Morlots Sprung aus dem Fenster ist ein Geniestreich: seine Zeit ist sowieso abgelaufen, das weiß er; und so kann er wenigstens noch einmal dem Garten einen letzten Dienst tun. Ich bin davon überzeugt, dass Sunda ihn ansonsten ziemlich bald umgebracht hätte.


    Ja, Morlot hat recht: wenn die Menschen Dilmun betreten könnten, würde das nichts, aber auch überhaupt nichts an den Problemen der Welt großartig ändern, außer, dass die Menschen lange leben würden, wenn sie sich vorher nicht umbringen. Aber das Schlechte im Menschen bleibt weiterhin erhalten. Und garantiert würden sich wieder ein paar finden, die den Garten dann nach außen hin abriegeln und den Schatz für sich nutzen bzw. darüber bestimmen, wer in seinen Genuss kommen darf und wer nicht.


    Aber Morlot könne Colin und Annika wenigstens verraten, welche Gefahren auf sie bei den einzelnen Schlüsselteilen warten ;D Das mit der Bronzestatue war ja ganz schön knapp :o


    Sehr praktisch ist allerdings, dass die beiden durch den verschwommenen Rand direkt in das Bild von Istanbul gelangen. Wobei der Durchgang alles andere als angenehm ist. Ich hoffe nur, sie sind früh genug dran und es befinden sich noch keine Ashuras oder Vandenberg-Leute bei oder in dem Bild.


  • Ich habe mir auch schon überlegt, ob die beiden nicht eben genauso wie sie in das Bild hineingekommen sind, zu dem Bild gehen können das in Colins Wohnung steht. Das ist ja für die Ashuras nicht mehr interessant. Wäre doch eine Möglichkeit, oder?


    Stimmt eigentlich. Aber war das nicht so, dass, nachdem das Artefakt entnommen wurde, das Bild nur noch eine ganz normale Fotografie ist? Evtl. funktioniert es dann doch nicht mehr.

  • Stimmt eigentlich. Aber war das nicht so, dass, nachdem das Artefakt entnommen wurde, das Bild nur noch eine ganz normale Fotografie ist? Evtl. funktioniert es dann doch nicht mehr.


    Da hast Du natürlich recht, das hatte ich nicht bedacht.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Ich habe mich gebannt durch den zweiten Abschnitt gearbeitet, den ich als viel zu lang empfinde, was nicht nur der mir während der Woche zur Verfügung stehenden knappen Freizeit geschuldet ist sondern auch der Tatsache, dass so viel geschieht, dass es schwerfällt, sich an alles, was man als wichtig erachtet, nach vier Tagen Lektüre zu erinnern.
    Mit Spannung habe ich Morlot-Ahmads Geschichte gelesen und mich hineinziehen lassen in die rasche Abfolge von Ereignissen, von denen ich noch nicht ahne, wohin sie führen werden!


    Alles scheint mir möglich zu sein, wenn kurz nach der Hälfte Morlot bereits stirbt und viel zu früh für meine Begriffe den Professor und seine Studentin auf ein Schicksal loslässt, dessen Ausmaße sie gerade erst zu begreifen angefangen haben. Und er selber stirbt in genau der gleichen Unsicherheit, er weiß trotz seines langen Lebens, in dem er so viel erlebt und erfahren hat, und das von einer so grenzenlosen Einsamkeit geprägt war, nicht, was die beiden jungen Leute erwartet. Er weiß noch nicht einmal, ob einer von beiden oder gar beide dazu bestimmt sind, der nächste Hüter zu sein, sein Nachfolger!
    Er kann diesen nicht einführen in seine Aufgaben, wie es der Hüter vor ihm getan hat, vor über 1000 Jahren in Toledo.
    So ist der Hüter des Gartens Dilmun also keine alleswissende, omnipotente Figur, die alle Fäden in der Hand hält, sondern, wenn auch mit jahrhundertelanger Verzögerung, ein sterblicher Mensch, wenn die Kräfte, mit denen ihn der Garten versorgt hat, aufgebraucht sind!


    Ich weiß nicht, ob mir das gefallen soll oder ob ich mich nicht vielmehr frage, was eigentlich der Mühe Lohn war! Zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls betrachte ich die Hüteraufgabe als einen Fluch, zumal sie immer wieder mit Blutvergießen verbunden ist und damit, gegen die Ashuras zu kämpfen, jedesmal, ohne vorher zu wissen, ob das der letzte Kampf ist.
    Nun, Morlot geht ins Licht, nachdem er das Wenige tun konnte, das er vermochte, um Annika und dem Professor ins dritte Bild zu verhelfen. Ich wünsche mir, dass keiner von beiden zum Hüter ausersehen sein mag, - und wenn doch, dann alle beide, damit die Einsamkeit nicht überhand nimmt.
    Ja, das könnte ich mir sogar vorstellen, so gut, wie sie zusammenarbeiten, wie immer wieder der eine dem anderen aus der Patsche hilft oder sie sich sogar gegenseitig das Leben retten...


    Zu Annika finde ich einige Gemeinsamkeiten - ursprünglich bin auch ich eher realistisch und glaube an eine Welt, die durch Naturgesetze geordnet ist und in der Magie, Religion und das Übernatürliche wenig Platz haben. Doch genau wie vor der jungen Frau ist auch vor mir ein Tor aufgegangen in eine andere Realität, hinter der sich "ein wilder chaotischer Strudel" verbarg, "der einen am eigenen Verstand zweifeln lässt" ( so Annika auf Position 1535 meines Ebooks ).


    Und dann hat sich ja noch ein zweiter, besser dritter Strang aufgetan! Nämlich der, in dem die menschlichen Allmachtsphantasien, wie kann es auch anders sein, ihre bunten Blüten treiben!
    Vandenberg auf den Shetland-Inseln ist ein mächtiger Mann - und todkrank! Seine Hoffnung auf Rettung, auf ein Weiterleben ist nur zu verständlich. Und da er scheinbar über unbegrenzte finanzielle Mittel verfügt und darüberhinaus in seinem Konzern die brillantesten Wissenschaftler ( nebst düsterstem mordlustigem Gelichter ) versammelt hat, meint er, dass er sich mit dem Zugang zu Dilmun Unsterblichkeit erkaufen kann - und ewiges Leben, Wohlstand und was auch immer für die Menschheit.
    Dass, um dieses größenwahnsinnige und verbrecherische Ziel zu erreichen, vor Mord nicht halt gemacht wird und Menschen geopfert werden, nimmt man billigend in Kauf!
    Ja, die Deva wussten schon, warum der Garten vor den Menschen geschützt werden muss - und vielleicht auch die Menschen vor dem Garten!? Denn das dort brennende Licht würde die Sterblichen töten, sagte Ahmad am Ende seines langen Erdenlebens....


    Bleibt zu hoffen, dass der Hochmut des Vandenberg-Konzerns und seiner Handlanger vor dem Fall kommt - und dass es den bösen Ashuras, bei deren Auftritten mir jedesmal ein unangenehmer Schauer über den Rücken läuft, nicht gelingen möge, ihre zerstörerischen Füße oder worauf sie auch immer laufen, in den Garten zu setzen, und zwar ein für allemal nicht!
    Da hoffe ich auf die Devas und ein klein wenig auch auf den Professor und seine Studentin, die ein Teil des für den Leser noch schemenhaften großen Plans sind!


  • ( ... ) Dass die Ashuras seit ihrer Vertreibung unter den Menschen sind, ist ja nicht gerade beruhigend


    Allerdings habe ich meine Zweifel, ob Vandenbergs Männer, wenn es hart auf hart kommt, wirklich irgendeine Chance gegen die Ashuras haben.


    Das kommt darauf an, wie hoch die Zahl der Ashuras ist! Bislang sind uns ja immer nur zwei begegnet.
    Interessant zu wissen fände ich es auch, wo auf der Erde sich diese Ashuras aufhalten. Befinden sie sich in einer Parallelwelt? Oder sind sie mehr symbolisch gemeint und verkörpern das Böse schlechthin? Das gelegentlich mal eine ganz reale Gestalt annimmt?



    Ja, Morlot hat recht: wenn die Menschen Dilmun betreten könnten, würde das nichts, aber auch überhaupt nichts an den Problemen der Welt großartig ändern, außer, dass die Menschen lange leben würden, wenn sie sich vorher nicht umbringen. Aber das Schlechte im Menschen bleibt weiterhin erhalten. Und garantiert würden sich wieder ein paar finden, die den Garten dann nach außen hin abriegeln und den Schatz für sich nutzen bzw. darüber bestimmen, wer in seinen Genuss kommen darf und wer nicht.


    So würde es kommen! Doch da ist noch ein anderer Punkt: auch die Menschen müssen vor Dilmun geschützt werden! Jetzt könnte man spekulieren warum...

  • So würde es kommen! Doch da ist noch ein anderer Punkt: auch die Meschen müssen vor Dilmun geschützt werden! Jetzt könnte man spekulieren warum...


    Vielleicht weil die Menschen sonst größenwahnsinnig würden?

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren


  • Und er selber stirbt in genau der gleichen Unsicherheit, er weiß trotz seines langen Lebens, in dem er so viel erlebt und erfahren hat, und das von einer so grenzenlosen Einsamkeit geprägt war, nicht, was die beiden jungen Leute erwartet. Er weiß noch nicht einmal, ob einer von beiden oder gar beide dazu bestimmt sind, der nächste Hüter zu sein, sein Nachfolger!
    Er kann diesen nicht einführen in seine Aufgaben, wie es der Hüter vor ihm getan hat, vor über 1000 Jahren in Toledo.


    Das fand ich auch nicht sehr beruhigend, dass Morlot eigentlich auch nicht weiß, wie sich die ganze Suche nach seinem Nachfolger überhaupt gestalten wird.
    Und ja, er hatte es damals doch etwas leichter, dass er noch eine Zeit lang seinen Mentor hatte.


  • Das kommt darauf an, wie hoch die Zahl der Ashuras ist! Bislang sind uns ja immer nur zwei begegnet.


    Stimmt, bisher wurden nicht gerade viele Ashuras erwähnt, aber irgendwie gehe ich davon aus, dass es doch einige von ihnen gibt. Ich wäre aber nicht böse, wennich mich irren würde.



    Interessant zu wissen fände ich es auch, wo auf der Erde sich diese Ashuras aufhalten. Befinden sie sich in einer Parallelwelt? Oder sind sie mehr symbolisch gemeint und verkörpern das Böse schlechthin? Das gelegentlich mal eine ganz reale Gestalt annimmt?


    Das habe ich mich auch gefragt, denn trotz ihres menschlichen Aussehens fallen sie ja doch auf.



    So würde es kommen! Doch da ist noch ein anderer Punkt: auch die Menschen müssen vor Dilmun geschützt werden! Jetzt könnte man spekulieren warum...


    Ja, auch hier denke ich, hast du recht. Und Lerchies Spekulation, dass die Menschen dann größenwahnsinnig werden könnten und den Garten kontrollieren wollen, schließe ich mich mal an.

  • In dem Abschnitt ist unglaublich viel passiert. Ich fand die Begnung zwischen Colin, Annika und Morlot klasse und toll Morlots Geschichte zu hören und zu erfahren, wie er zu seiner Aufgabe gekommen.
    Und ich muss gestehen, dass ich sogar Vandenberg verstehen kann, denn wer möchte nicht den Krebs besiegen um für seine Tochter da zu sein? Allerdings finde ich seine Vorgehensweise dennoch nicht gerechtfertigt und es wirkt ja auch so, als ob ihm ein einfaches gesundes Leben nicht reicht, sondern, dass er nach der Unsterblichkeit sucht und das kann ich dann wieder nicht verstehen.


    Die Ashuras finde ich ganz schön krass, aber ein bisschen kann ich sogar sie verstehen, da sie aus ihrer Heimat ausgeschlossen wurden. Das stelle ich mir auch nicht einfach vor, auch wenn ich ihre Methoden so gar nicht verstehen kann.


    Spannend fand ich dann Morlots Flucht in das Bild und wie er Colin und Annika hilft. Momentan bin ich ja noch skeptisch, ob einer der beiden Morlots Nachfolger ist, aber irgendwie denke ich, dass es eher Annika ist, aber vielleicht irre ich mich da auch. Ich will mir gar nicht vorstellen, was ihnen dann im dritten und letzten bild blüht, da der zweite Schlüssel ja schon fast dafür gesorgt hat, dass beide gestorben sind.
    Die Ashuras sind ihnen dazu noch auf den Fersen.


    Traurig fand ich dann, wie Morlot trotz allem gestorben ist, obwohl er immerhin mit sich im Reinen war, was gut ist.


    Ich lese heute Abend direkt weiter, irgendwie hinke ich hier ja mächtig hinterher, dabei finde ich das Buch ziemlich cool.


  • Und ich muss gestehen, dass ich sogar Vandenberg verstehen kann, denn wer möchte nicht den Krebs besiegen um für seine Tochter da zu sein? Allerdings finde ich seine Vorgehensweise dennoch nicht gerechtfertigt und es wirkt ja auch so, als ob ihm ein einfaches gesundes Leben nicht reicht, sondern, dass er nach der Unsterblichkeit sucht und das kann ich dann wieder nicht verstehen.


    Dass er gesund werden will, kann ich ebenfalls sehr gut nachvollziehen, wer würde das nicht wollen. Aber genau wie dir, stößt mir seine Vorgehensweise übel auf.

  • Dass er gesund werden will, kann ich ebenfalls sehr gut nachvollziehen, wer würde das nicht wollen. Aber genau wie dir, stößt mir seine Vorgehensweise übel auf.


    Geht es ihm nur darum, gesund zu werden? Davon geht er aus, wenn es seinen Leuten gelungen ist, den Schlüssel zum Garten in die Hände zu bekommen.
    Der Garten ist das Ziel - und die Allmacht, die er sich von ihm verspricht. Was immer Positives er dann mit dieser erhofften Allmacht anstellen möchte - niemals rechtfertigen die Mittel den Zweck! Wie kann Gutes auf Mord, auf Kosten von Menschenleben aufgebaut werden? Ich bin überzeugt, dass Böses nicht Gutes hervorbringen kann sondern nur wieder Böses.


  • ( ... ) irgendwie hinke ich hier ja mächtig hinterher, dabei finde ich das Buch ziemlich cool.


    Zum Glück ist das eine langsame Runde, denn sonst hätte ich schon längst kapituliert. Mir sind die Leseabschnitte zu lang im Verhältnis zu dem, was uns das Buch präsentiert, - das ich aber schon mehr als cool finde! Für mich ist es ein inspirierender Einstieg in die Welt der Fantasyliteratur.


  • Geht es ihm nur darum, gesund zu werden? Davon geht er aus, wenn es seinen Leuten gelungen ist, den Schlüssel zum Garten in die Hände zu bekommen.
    Der Garten ist das Ziel - und die Allmacht, die er sich von ihm verspricht. Was immer Positives er dann mit dieser erhofften Allmacht anstellen möchte - niemals rechtfertigen die Mittel den Zweck! Wie kann Gutes auf Mord, auf Kosten von Menschenleben aufgebaut werden? Ich bin überzeugt, dass Böses nicht Gutes hervorbringen kann sondern nur wieder Böses.


    Damit hast du recht: der Wunsch, wieder gesund zu werden, ist nachvollziehbar, aber in den großen Stil, wie er es aufzieht, um dieses Ziel zu erreichen, deutet ganz klar auf mehr als nur die eigene Genesung hin. Und auch wenn er seinem Gilgamesch-Projekt das Mäntelchen der Hilfe für die ganze Menschheit umhängt, geht es im Endeffekt darum, die Macht des Gartens zu kontrollieren. Daher bin ich ganz bei dir, dass die Mittel niemals den Zweck heiligen, ebenso was deinen letzten Satz angeht.


  • Zum Glück ist das eine langsame Runde, denn sonst hätte ich schon längst kapituliert. Mir sind die Leseabschnitte zu lang im Verhältnis zu dem, was uns das Buch präsentiert, - das ich aber schon mehr als cool finde! Für mich ist es ein inspirierender Einstieg in die Welt der Fantasyliteratur.


    Liebe Ulrike,
    danke dir! Wenn ich eine Leserin, die eigentlich keinen Bezug zu fantastischer Literatur hat, für dieses Genre interessieren konnte, dann freut mich das unglaublich. Wenn es um das Erzählen von Geschichten geht, ist die Fantastik ist das älteste Genre, schon seit Homers Odyssee. Ich bin wirklich davon überzeugt, dass Menschen diese Distanz zur sogenannten Realität auch immer wieder brauchen, denn in dem Zerrspiegel der Fantastik können wir wichtige Themen so betrachten, dass sie um so deutlicher erkennbar werden.


    Herzliche Grüße
    Bernhard Stäber (Robin Gates)

    In the fire of images gladly I put my hand. (George Mackay Brown)

  • Suse

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