02 - Seite 85 - Seite 156 (Kapitel 10 - einsch. Kapitel 16)

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  • Eine bewegende Geschichte. Als ich den Abschnitt las, in dem es darum ging, wie Edda aus dem Kellerloch herauskam, mußte ich mehrmals beim Lesen anhalten und das Gelesene sacken lassen. Welch ein Grauen! Hinaus in das wirkliche Leben! Hinaus aus den Mauern! Für uns, die wir so etwas nicht erlebt haben, schier unvorstellbar!


    Obwohl Edda bemüht ist, sich im Leben draußen zurechtzufinden, wird sie immer wieder an ihre Gefangenschaft, an Isolde erinnert.


    Und bei ihrem Ausflug verirrt sie sich, weil sie die Landkarte verliert. Sie verliert sich selbst und wird panisch. Zum Glück schafft sie es, Hilde anzurufen. Sebastian findet sie.


    Als sie ewig lange im Bad verweilt, bekommt Sebastian Panik und denkt, daß sie sich ertränken will.


    Erst als Edda ihm ihre Geschichte erzählt, fängt er an, sie zu verstehen.


    Auf dem Weg in ein einigermaßen normales Leben wird Edda des öfteren stolpern, da ist es gut, wenn jemand da ist, der ihr wieder aufhelfen kann. Es ist nicht schlimm zu fallen.


    Ich glaube, Sebastian hat sein Leben schon viel besser unter Kontrolle bekommen als Edda. Auf der anderen Seite muß man aber auch sehen, daß sie so viele lange Jahre gefangen und vom Leben abgeschirmt war, daß sie Entwicklungen, die sie im wahren Leben durchgemacht hätte, nicht machen konnte, daß sie sehr viel nachholen muß.


    Ich kann mir vorstellen, daß Sebastian für Edda eine gute Hilfe sein kann. Und dadurch, daß er für sie etwas Gutes tut, erlebt er, daß er lebt, daß seine Welt nicht gestorben ist.


    Ich habe jetzt auch verstanden, daß Isolde nicht ihre richtige Mutter war, sondern Martha. Aber wie ist es dazu gekommen, daß sie entführt wurde? Warum war Isolde selbst so schlecht drauf und warum hat sie sich erhängt? Es bleiben noch viele Fragen offen.


    Der Pfleger Jan, hat er sich zu sehr an Edda und seine Mutter gehängt? Hat er Edda mit seiner Präsenz erdrückt?

  • Nun erfahren wir auch mehr über Edda. Ich hatte mir schon gedacht, dass sie entführt wurde. Isolde muss wirklich krank im Kopf gewesen sein, denn wer entführt schon ein kleines Mädchen, um es unter solchen Umständen aufzuziehen. Im Laufe der Jahre ist es mit Isolde wohl noch schlimmer geworden.


    Dann kommt Edda plötzlich raus aus ihrem Raum – völlig ausgetrocknet und entkräftet. Sie ist wirklich eine Kämpfernatur. Doch dann zu sehen, dass sich Isolde aufgehängt hat, wie schlimm muss das für sie sein.


    Dass das alles in der Nähe von Menschen passiert ist und niemand etwas bemerkt, ist unvorstellbar. Eddas Gefühle zwischen Liebe und Hass für Isolde sind nachzuvollziehen, auch wenn man denkt, dass sie nur negative Gefühle haben dürfte.


    Dann ist Edda zurück in einer Welt die sie nicht kennt und zusammen mit Menschen, die ihr fremd sind. Jan ist sehr behutsam vorgegangen und hat ihr Vertrauen gewonnen. Doch was ist dann geschehen? Wurde es Edda zu eng?


    Eddas erster Ausflug endet dramatisch. Zum Glück hat Sebastian sie gefunden. Es hat mich verwundert, dass sie so schnell bereit war, über sich zu reden. Die beiden tun sich gegenseitig gut.

  • In diesem Abschnitt wird Eddas Gefühlswelt sehr genau geschildert. Einerseits hat sie schon viel geschafft, denn wenn man bedenkt, unter welcher Phobie sie anfangs litt, dann ist es bewundernswert, dass sie alleine weggefahren ist und es schafft auf Menschen zuzugehen und ihr Schneckenhaus zu verlassen. (Dass Isolde sich umgebracht hat war noch so ein Trauma, neben der ganzen Gefangenheit.)
    Natürlich gibt es immer wieder Rückschläge. Z.B. als sie sich am Strand verläuft und das Gewitter kommt.
    Erinnerte mich sehr an meine Schwiegermutter, die auch panische Angst vor Gewittern hat.


    Und immer wieder zieht sie sich zurück und nimmt doch einen neuen Anlauf. Sehr bewundernswert.


    Wie erwartet fängt Sebastian an, eine Empathie für sie zu entwickeln. Zuerst mal, ohne zu wissen, was ihr geschehen ist. Aber dadurch vergisst er manchmal, dass er selber so große Probleme hat. Und um so mehr Sorgen er sich macht, um so näher kommen sie sich natürlich.


    Dass er glaubte, sie wolle sich in der Badewanne ertränken, da musste ich fast schmunzeln. Ich denke, dass so was sehr sehr schwer ist. Da ersticken recht lange dauert, würde man doch wieder auftauchen, denke ich. Aber er sorgt sich sehr. Das finde ich toll von ihm.


    Dass sie traurig ist, wenn ein schönes Buch zuende ist, das Gefühl kennen wohl viele Leser. Wobei ich immer total glücklich bin, wenn das Ende des Buches passt. Denn ich kann es ja erneut lesen und wieder eintauchen. Ich bin eine leidenschaftliche Re-Readerin meiner Lieblingsgeschichten. ;D

  • Der Pfleger Jan, hat er sich zu sehr an Edda und seine Mutter gehängt? Hat er Edda mit seiner Präsenz erdrückt?


    Ich habe Jan gar nicht so empfunden. Ich hatte das Gefühl, er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber er wollte wohl mehr und sie konnte es ihm wohl nicht geben. Oder ist sich unsicher, was sie für ihn empfindet. Ich denke es ist Dankbarkeit aber keine Liebe.

  • Alles was man lesen konnte war wieder sehr berührend und aufschlussreich, denn nun haben wir mehr von Edda's Gefangenschaft und wie es zu ihrer Freiheit kam.


    Ich habe fast die Luft angehalten, als Edda aus ihrem Keller in die Freiheit entkommen konnte. Es war aber in allerletzter Minute und sehr dramatisch. Völlig ausgetrocknet und von Schmerzen geplagt kämpft sich Edda von Tür zu Tür, doch was sie am Ende entdeckt ist grauenvoll und ich hätte ihr gewünscht, dass ihr das erspart geblieben wäre.


    Jan ist ihre erste Bezugsperson und ich fand es rührend wie liebevoll er sich um Edda gekümmert hat. Bis auf den ersten Ausflug ins Freie, der ja gründlich schief gegangen ist. Als er sie in den Rollstuhl gesetzt hat, war ich ehrlich gesagt etwas sprachlos und hab mich gefragt was das werden soll. Er wird doch nicht gleich mit ihr ausgehen , ohne jemanden zu fragen ob das auch in Ordnung für Edda ist.
    Was ich von Jan halten soll weiß ich noch nicht so richtig, ich finde es schön das er sich um Edda kümmern möchte. Aber ein wenig kommt es mir wie klammern vor , so als wenn Edda sein Mittelpunkt in seinem Leben geworden ist.


    Es scheint, nachdem Sebastian Edda's Geschichte gehört hat, er sensibler mit ihr umgeht und ihr wirklich helfen will. Doch ist es vielleicht nicht ein wenig zu viel zu verarbeiten? Sein eigenes Erlebte und dann Edda's Vergangenheit zu verarbeiten? Ich wünsche mir das sie sich gegenseitig helfen, er hat sie schon einmal aus ihrer Situation in den Dünen gerettet und er versucht ihr klar zu machen, dass das Leben nicht in ihren Büchern stattfindet, sondern da draußen am Strand und Meer, weswegen sie gekommen ist.
    Aber, obwohl sie immer wieder kleine Rückschläge erleidet ( ein Schritt vor zwei zurück) schafft sie es immer wieder, die Schultern zu straffen und den Mut aufbringt um sich einer neuen Aufgabe zu stellen. Ich bewundere Edda dafür das sie den Kopf nicht in den Sand steckt.




    Ich bin gespannt wie sich alles entwickeln wird.

    Liebe Grüße Kerstin

    Einmal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • . Zuerst mal, ohne zu wissen, was ihr geschehen ist. Aber dadurch vergisst er manchmal, dass er selber so große Probleme hat. Und um so mehr Sorgen er sich macht, um so näher kommen sie sich natürlich.


    Dass er glaubte, sie wolle sich in der Badewanne ertränken, da musste ich fast schmunzeln.


    Dass sie traurig ist, wenn ein schönes Buch zuende ist, das Gefühl kennen wohl viele Leser. Wobei ich immer total glücklich bin, wenn das Ende des Buches passt. Denn ich kann es ja erneut lesen und wieder eintauchen. Ich bin eine leidenschaftliche Re-Readerin meiner Lieblingsgeschichten. ;D


    Ich befürchte ähnlich wie du, dass Sebastian vielleicht sein Augenmerk zu sehr auf Edda richtet und dabei sein Ziel völlig aus den Augen verliert. Vielleicht macht er das auch weil er sich Vorwürfe macht, seine Frau nicht gerettet zu haben ( was ja gar nicht möglich war).


    Die Badewannen Szene fand ich auch niedlich, Edda wusste gar nicht was los ist als er so reagiert. Das hängt bestimmt mit seinem Erlebten zusammen.


    Das mit den Büchern wenn sie zu Ende sind, kann nur ein NICHT LESER, nicht verstehen. Mir geht es ziemlich oft so wie Edda. Mit einem Mal ist der Roman zu Ende und man kann es nicht fassen :)

  • Es fällt mir, offen gesagt, schwer, mich mit den Rückblenden in die Zeit von Eddas Kellergefängnis und danach zu beschäftigen, weil das, was mit ihr geschehen ist, so unvorstellbar und so verstörend ist, dass man am liebsten nicht damit konfrontiert sein möchte!


    Wenn es im ersten Abschnitt so aussah, als hätte die junge Frau ihr Leben einigermaßen im Griff und die Vergangenheit schon irgendwie bewältigt, bis auf die Ängste, vor dem Himmel, dem Meer und der Weite, so stelle ich im zweiten Abschnitt fest, dass dem keineswegs so ist und sie im Gegenteil noch weit davon entfernt ist. Was für mich aber eher nachvollziehbar ist.
    Edda steckt noch immer tief im Gefängnis, ihrem eigenen, in dem sie sich zwar frei bewegen könnte, das sie aber genauso, wenn natürlich auch auf andere Art als das Gefängnis im Keller, das sie unglaubliche zwölf Jahre lang bewohnen musste, einsperrt. Sie ist gefangen in ihren Ängsten, die lebenslange ( hoffentlich nicht! ) Folge dessen sind, was ihr Isolde angetan hat.
    Meine Verwunderung darüber, wie ich im ersten Abschnitt äußerte, dass Edda, wie es den Anschein hatte, ganz gut im wahren Leben zurechtkommt, war also gerechtfertigt.
    Das Leben, das sie führt, kostet sie, so beschränkt es auch sein mag, unendliche Kraft. Wenn sie sich, was ja auch ganz richtig ist und jede Menge Mut erfordert, ihren Ängsten stellen möchte - warum dann gleich aufs Ganze gehen? Warum nicht klein anfangen, also den Himmel nicht so dramatisch und weit erfahren, wie in der Küsteneinsamkeit, sondern überschaubar, ausschnittweise, mit Vergrößerungspotential?
    Sie lebt in Mainz - am Rhein und der schönen Landschaft links und rechts seiner Ufer gibt es genug Möglichkeiten, den Himmel und - gemäßigte - Weite zu erfahren. Also kleine Schritte hätten sicher nicht zu dem Schockerlebnis geführt, mit dem sie bei ihrem Ausflug konfrontiert wurde....


    Aber nun, jetzt ist sie an der Nordsee. Und hätte sich dort bei ihrer ziellosen Wanderung fast gänzlich verloren. Auch wenn Sebastian allenthalben auf Kritik gestoßen ist - wie gut, dass gerade er da ist! Und er kommt mir überhaupt nicht larmoyant und sein Leid pflegend vor! Vielmehr bemüht, mit seinem Leben klarzukommen - und ganz und gar nicht empathielos! Er hält genau den richtigen Abstand zu Edda, versteht vielleicht besser als jeder andere in ihrem Umfeld, mit ihr umzugehen. Und er ist entschlossen, ihr zu helfen.
    Wie die Idee mit der buntgemalten Schatzkarte am Ende des zweiten Abschnitts zeigt, lässt er sich instinktiv das Richtige einfallen, um Edda zu erfreuen und neugierig zu machen, damit sie sich nicht aufs Neue verkriecht.
    Nach all den Therapeuten, die sie bislang hatte ( Sebastian aber auch! Es ist nicht so, dass er in seinem Unglück gebadet und versucht hätte, allein herauszufinden...), ist er derjenige, der sie in ihrer jetzigen Phase erreichen und ihr sehr wahrscheinlich auch helfen kann. Das macht er, finde ich, richtig gut!


    So wie Jan es nach Eddas Befreiung und wohl noch ein paar Jahre länger getan hat. Aber seine und Eddas Wege haben sich, wenigstens für den Moment, getrennt. Das mag richtig sein - oder auch nicht, denn ich hatte durchaus den Eindruck, dass sie mit ihm einen echten und treuen Freund gefunden hatte.
    Andererseits aber hat er auch eine Verbindung zu Eddas Zeit im Keller, war er doch ihre erste Kontaktperson nach der Befreiung.
    Manchmal ist es besser und der Genesung zuträglicher, Bindungen zu einer belastenden Vergangenheit zu kappen, wenn man einen Neuanfang wagen möchte....
    Doch noch weiß man nicht genug über die Beziehung, die zwischen Edda und Jan bestanden hat, um sich in diesem Punkt ein Urteil erlauben zu können.


  • Ich glaube, Sebastian hat sein Leben schon viel besser unter Kontrolle bekommen als Edda. Auf der anderen Seite muß man aber auch sehen, daß sie so viele lange Jahre gefangen und vom Leben abgeschirmt war, daß sie Entwicklungen, die sie im wahren Leben durchgemacht hätte, nicht machen konnte, daß sie sehr viel nachholen muß.


    Was einfach unvorstellbar ist! Ihr fehlen zwölf entscheidende Jahre, in denen sie sich normal hätte entwickelt haben können, - wie kann sie diese Jahre nachholen? Ihre Erfahrungen beschränken sich auf einen wahrscheinlich viel zu kleinen Raum ohne Tageslicht - und der ständigen Angst vor jener verrückten Isolde. In gewisser Weise ist sie erst sieben Jahre alt in ihrem neuen Leben, dem Leben, wie es hätte sein sollen...



    Der Pfleger Jan, hat er sich zu sehr an Edda und seine Mutter gehängt? Hat er Edda mit seiner Präsenz erdrückt?


    Hmm, - könnte sein! Obwohl er mir keineswegs diesen Eindruck vermittelt hat, als er sich im Krankenhaus so verständnisvoll um Edda kümmerte. Ganz im Gegenteil eigentlich. Vielleicht hat er sich in Edda verliebt und diese ist davor zurückgeschreckt, weil sie für so etwas einfach noch nicht bereit sein kann.
    Aber uns fehlen ja sieben Jahre zwischen dem Heute und der Befreiung Eddas, da ist es noch schwer, sich ein Urteil zu bilden....


  • Sie ist wirklich eine Kämpfernatur. Doch dann zu sehen, dass sich Isolde aufgehängt hat, wie schlimm muss das für sie sein.


    Selbst wenn sie jemals diese zwölf Jahre Weggesperrtsein verarbeiten wird - es gibt Bilder, die man nie mehr los wird. Der Anblick der von der Decke hängenden Isolde ist so eines....


  • Dass sie traurig ist, wenn ein schönes Buch zuende ist, das Gefühl kennen wohl viele Leser. Wobei ich immer total glücklich bin, wenn das Ende des Buches passt. Denn ich kann es ja erneut lesen und wieder eintauchen. Ich bin eine leidenschaftliche Re-Readerin meiner Lieblingsgeschichten. ;D


    Ja, das ist ein sehr bekanntes Gefühl! Aber auch mir bereitet es keinerlei Schwierigkeiten, mich immer wieder in ein schon gelesenes Buch zu versenken - es ist, als würde ich einem vertrauten Freund begegnen... Der Zauber ist wieder da, ganz oder fast wie beim ersten Lesen.
    Für Edda ist das Ende eines Buches seltsamerweise eine Art Abschied.


  • Was ich von Jan halten soll weiß ich noch nicht so richtig, ich finde es schön das er sich um Edda kümmern möchte. Aber ein wenig kommt es mir wie klammern vor , so als wenn Edda sein Mittelpunkt in seinem Leben geworden ist.


    Bei Jan können wir doch im Moment nur mutmaßen, denn wir kennen ihn ja nur aus dem Krankenhaus - und da war er das Beste, was Edda nach dem Aufwachen begegnen konnte.
    Klammern? Das glaube ich eher weniger, vielmehr halte ich es für möglich, dass Jan sich in Edda verliebt hat, was zum momentanen Zeitpunkt noch undenkbar für Edda ist.


    Übrigens - von Feuer am Strand und Streit um oder vor Mia habe ich in diesem Abschnitt noch nichts gelesen. Kann es sein, dass beides in den dritten Abschnitt gehört? Oder habe ich zu wenig gelesen?! Muss gleich mal nachschauen?


  • Ich frage mich ständig wie man solche Qualen, Schikanen und allem anderen was Edda von Isolde erleiden musste, aushalten kann. Vor allem , weil sie noch so klein war als sie in den Keller gekommen ist. Sicher, ab und an war Isolde auch Mal nett zu Edda, aber den überwiegenden Teil nicht.
    Immer wieder die Hoffnung den Keller vielleicht doch noch verlassen zu dürfen, wenn sie nicht lieb war, kein Essen zu bekommen und und und. Wenigsten hat Isolde ihr Bücher gegeben, so konnte sie sich in eine , ihr fremde Welt, flüchten.


    Das Edda gleich ans Meer ist, hat sie vielleicht bewusst gewählt....so ganz nach dem Motto - entweder ganz oder gar nicht. Wobei ich dir zustimme, kleine Schritte wären bestimmt auch ausreichend gewesen. Aber wahrscheinlich hat sie von kleinen Schritten genug und legt nun alles in die Waagschale.


    Das mit der Schatzkarte war wirklich eine schöne Idee.

  • Ich habe Jan gar nicht so empfunden. Ich hatte das Gefühl, er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber er wollte wohl mehr und sie konnte es ihm wohl nicht geben. Oder ist sich unsicher, was sie für ihn empfindet. Ich denke es ist Dankbarkeit aber keine Liebe.


    Ich bin mir noch nicht sicher darüber. Wahrscheinlich werden wir aber noch mehr erfahren.


  • Sie lebt in Mainz - am Rhein und der schönen Landschaft links und rechts seiner Ufer gibt es genug Möglichkeiten, den Himmel und - gemäßigte - Weite zu erfahren. Also kleine Schritte hätten sicher nicht zu dem Schockerlebnis geführt, mit dem sie bei ihrem Ausflug konfrontiert wurde....


    Aber sie lebt da mit ihrer Mutter, die aus Angst und Sorge sie auch noch einengt, obwohl sie sich bemüht. In dem Umfeld kann Edda nicht frei sein. Sie wollte wohl ein ganzes Stück weg, um festzustellen, was sie schafft und was nicht.



    Wie die Idee mit der buntgemalten Schatzkarte am Ende des zweiten Abschnitts zeigt, lässt er sich instinktiv das Richtige einfallen, um Edda zu erfreuen und neugierig zu machen, damit sie sich nicht aufs Neue verkriecht.
    Nach all den Therapeuten, die sie bislang hatte ( Sebastian aber auch! Es ist nicht so, dass er in seinem Unglück gebadet und versucht hätte, allein herauszufinden...), ist er derjenige, der sie in ihrer jetzigen Phase erreichen und ihr sehr wahrscheinlich auch helfen kann. Das macht er, finde ich, richtig gut!


    Da hat er mich auch sehr überrascht. Eine gute Idee.

  • Suse

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