05 - von Seite 323 bis Ende (Kapitel 17 bis Ende)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • - Nur gut das Martin dieses Durchhaltevermögen gelernt hat, den er scheint Flo Liebe immer noch nicht aufzugeben.
    Meine Güte dieser Mann hat Flos Lage ausgenützt ums sie zu belästigen und nun ist mir auch klar wieso sie Angst hatte ihn anzuzeigen.
    Furchtbar er vergewaltigt sie weil er ihre Not ausnützt und Flo macht sich Vorwürfe das sie ihn dazu getrieben hat. Das er noch mehr Frauen belästigt hat kommt jetzt auch ans Licht, wenn sie extra eine Kollegin warnte.
    Gut das sie trotzdem bei der Polizei war und ihn angezeigt hatte.
    Das Martin entsetzt ist, weil sie ihre Anzeige zurückgezogen hat kann ich nachvollziehen. Diesen Mann sollte man eigentlich nicht ungeschoren davon kommen lassen, auch wenn er der Vater ihres Kindes ist. Nur gut das ihn andere angezeigt haben.
    Das sie nicht will das er von dem Kind erfährt kann ich nachvollziehen, aber irgendwann muss sie es ihrem Kind evtl. mal sagen.
    Martin hat recht sie liebt doch dieses Kind schon längst, sonst würde sie es nicht austragen.
    Gut das er auch Flo nochmal seine Liebe gestanden hat, nachdem sie doch schon Ängste und Zweifel hatte wegen des Streits.


    - Ohh Flos Geburt kommt schneller als sie gedacht hatte. Nur gut das Martin bereit ist sie in die Klinik zu fahren.
    Herrlich zu sehen das Martin auch nicht anders reagiert wie die anderen werdende Väter. :)
    Das sie noch immer mit sich kämpft ob sie das Kind lieben wird, wird hoffe ich spätestens wenn es da ist beantwortet werden.
    Die Gespräche der beiden im Auto fand ich zu köstlich. Ich fand mich gleich an die Geburt unseres zweiten Sohnes erinnert als wir auch nicht wussten was es wird. :)
    Hatte ich es doch gewusst das alle Fragen von Flo abfallen werden, wenn das Kind da ist. War Martin bei der Geburt nicht dabei weil er es nicht ertragen hätte oder weil er Flo den Freiraum lassen wollte?
    Heißt es das Flo bei Martin bleiben will wenn sie ihm erlaubt ihrem Sohn einen Namen zu geben?
    Wie schön einen Mats, auf jeden Fall besser als Heinrich. :)


    Was für eine schöne Geste das Flo Lysann besucht, sie scheint nun mit allem im reinen zu sein. Ein Phänomen das man oft bei Sterbenden erlebt und das sie sicher auch viel Haralds Gebete und Gespräche verdankt.


    Trotzdem ist es ein sehr trauriger Moment, bei dem ich gehofft hatte, das Lysann und die anderen ihn nicht erleben müssen. Da hast du wirklich eine harte Thematik angepackt.

    Meine Güte was für ein herzloser Vater, der nicht mal ans Todesbett seiner Tochter kommt, unfassbar.
    Puhh das war ein hartes Kapitel, eines das mich sehr bewegt und belastet hat. Ein Kind zu verabschieden ist immer einer der schwersten Momente im Leben, selbst wenn man glaubt. Nur wird es vielleicht einfacher, weil man die Hoffnung auf ein Wiedersehen hat.


    Das war einer meiner härtesten und bewegensten Romane von dir Elisabeth, auch wenn es eine Thematik ist die wichtig war, ist es nicht einfach zu lesen. Zu mal ich vor einem Jahr erst meine Schwester verloren habe.
    Florance Brief ist so traurig und gleichzeitig so aufmunternd, das ich um sie und Martin keine Angst habe.
    Aber auch Claire und Zoe werden in ihrer Trauer getragen von guten Freunden, die nicht unterschiedlicher sein könnten.
    Schön zu sehen das man das Leben beeinflussen und ändern kann, aber der Tod nach wie vor in Gottes Hand liegt und das ist auch gut so. Auch wenn wir es sicher nicht immer verstehen werden, aber irgendwann werden wir sehen das der Weg der richtige war.


    -Schön das sich Flo inzwischen mit Martin wohler fühlt und das sie sich immer mehr näher kommen.
    Das Zoe bei Flo´s Mutter angerufen hat, hat mich total überrascht, niemals hätte ich ihr das zugetraut. Wahrscheinlich dachte sie das es gut wäre wenn sie sich mit Flo wieder verträgt und weiß das sie einen Enkel hat.
    Das sie sich bei Flo entschuldigt für ihr Verhalten fand ich gut aber das hätte sie auch schon ruhig mal früher können.
    Vor allem hat mich die Aussage von Flo bewegt, als sie sagte das sie gerade in der Situation eine Mutter gebraucht hätte. Louise kann froh sein das Flo so stark war, sonst hätte das durchaus auch schief gehen können.
    Oh daher kannte sie also den Bergsee, weil ihre Mutter dort ihren Vater kennengelernt hatte. Jetzt ist mir auch klar warum sie ausgerechnet dort Zuflucht suchte.


    Nun erfährt sie das im Grunde auch ihre Mutter vor der selben Entscheidung stand wie sie. Deshalb hatte sie auch nie Kontakt zu ihren Großeltern, wie schlimm muss das für Louise gewesen sein.
    Wahrscheinlich musste sie selbst erst wieder sich an die Zeit zurück erinnern um ihr Verhalten zu bereuen? Vielleicht möchte sie deshalb das Flo ihr vergibt, weil sie das nicht bei sich erleben wollte.
    Gut das sie sich gegenseitig vergeben, so kann ein Neubeginn starten. Wie geduldig Martin Florance Berührungen erträgt, er gibt ihr die Zeit bis sie den ersten Schritt wagt, das ist wahre Liebe.
    Nun hat doch Martin den passenden Moment gefunden um sein Dornröschen mit einem Kuss zum Leben zu erwecken. :) Das Flo ihn zuließ und gleichzeitig ihn sogar genossen hat, war ein riesiger Schritt in ihre Zukunft.
    Das Zoe seit Lysanns Tod nicht mehr zitiert, ist einerseits traurig anderseits zeigt es wie sehr sie Lysann geliebt hat.
    Das sich viele Dinge verändert haben und noch verändern werden erzählt Claire an Zoes Geburtstag.
    Schön das der Tanzunterricht so gut ankommt, das sie 2 neue Stellen bekommt und Freddy nun bei Claires Hotel anfängt scheint ihr zu gefallen, vielleicht sieht sie ein wenig den Sohn in ihm?


    Was Harald gehört das Hotel in dem Claire arbeitet, jetzt ist mir auch alles klar warum sie dort so eine schnelle Anstellung hatte und genügend Zeit für Lysann bekam.
    Harald scheint wirklich vielen geholfen zu haben.
    Das Flo und Martin sich immer mehr annähern freut mich sehr, schön zu sehen das sie ihn sogar vermisst.
    Herrlich das Martin vor lauter Unruhe doch früher nach Hause gekommen ist.
    Als Martin nach der Umarmung sich von ihr abwendet hatte ich auch kurz Angst das er ihr was beichten will.
    Gut das Flo ihm ihre Liebe gestand, das war die Hoffnung die er brauchte um weiter zu kämpfen.
    Das Zoe dann ihr erstes Zitat bei der Hochzeit von Martin und Flo sprach, war wunderschön.
    Florance abschließenden Zeilen oder Gedanken haben alles erfasst was in dieser Geschichte am wichtigsten war.

  • Ich habe die ganze Zeit gehofft, obwohl ja nichts dafür sprach, dass es Lysann doch noch schafft. Aber wenigstens waren alle noch für sie da, Zoe liegt ständig neben ihr und Flo zeigt ihr noch das Baby. Ich habe gedacht, dass Lysann genau darauf wartet.


    Claire ist wirklich eine starke Person. Nach der ersten großen Verzweiflung, hat sie erkannt, dass sie nichts ausrichten, sondern nur noch für Lysann da sein und ihr noch schöne Momente (wie die wiederholten Mitternachtspartys) ermöglichen kann. Wie furchtbar aber der Vater reagiert, als Claire in informiert. Kann man wirklich in solch einem Moment einfach so weitermachen, als wäre da nichts? Wie gefühlskalt kann man nur sein?


    Martin hat immer Geduld bewiesen und am Ende hat es sich ausgezahlt. Florence hat Vertrauen zu ihm. Sie erzählt im, was passiert ist und lässt langsam auch Nähe zu. Das Baby in ihr, hat sie einen Rückzieher machen lassen und sie hat die Anzeige zurückgezogen, um zu verhindern, dass dieser widerliche Typ von seinem Kind erfährt. Wird sie das später durchhalten können?


    Als das Kind zu einem unerwarteten Moment auf die Welt drängt und es auch noch besonders eilig hat, ist Martin genauso nervös, als sei er wirklich der Vater, was er von seinen Gefühlen her ja schon eine ganze Weile her ist. Ich fand es schön, dass er den Namen aussuchen darf. Was aber hätte Flo gemacht, wenn er auf seiner ersten Wahl (die ja nicht ernst gemeint war) beständen hätte?


    Harald hat genau wie Zoe ein Herz für andere und er hat einige Geschicke von Anfang an gelenkt. Doch auch Zoe greift ein. Sie ruft Flos Mutter an und endlich können auch hier die Konflikte und Missverständnisse beseitigt werden. Warum aber wurde nicht schon früher darüber geredet. Florence war doch kein kleines Kind mehr, von dem man einige Wahrheiten fernhalten musste. Die Mutter hat in der gleichen Situation gesteckt wie Florence, da hätte sie doch spätestens als sie von der Schwangerschaft erfuhr, mit dieser Info herausrücken können und sagen, ich verstehe dich und helfe dir.


    Das Ende ist passend. Flo hat ihre Aufgabe gefunden, die sie zufrieden macht. Glücklich ist sie mit Martin sowieso.


    Zoe scheint den Abschied von ihrer Schwester auch verkraftet zu haben, denn nach der Zeit der Trauer ohne Zitate zitiert sie an ihrem Geburtstag wieder.


    Es war ein berührende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat und die einen so schnell nicht loslässt.

  • Herrlich zu sehen das Martin auch nicht anders reagiert wie die anderen werdende Väter. :)


    Das ist so eine kleine Passage, die mir beim Schreiben sehr viel Spaß gemacht hat.

    Zitat

    Hatte ich es doch gewusst das alle Fragen von Flo abfallen werden, wenn das Kind da ist. War Martin bei der Geburt nicht dabei weil er es nicht ertragen hätte oder weil er Flo den Freiraum lassen wollte?


    Eine Geburt ist schon etwas sehr Privates, finde ich. Dabei lässt frau sich oft doch etwas "gehen". Ich würde da auch keinen Mann dabei haben wollen, außer den, den ich wirklich gut kenne ;) und ggf. eben einen Geburtshelfer.

    Zitat


    Heißt es das Flo bei Martin bleiben will wenn sie ihm erlaubt ihrem Sohn einen Namen zu geben?
    Wie schön einen Mats, auf jeden Fall besser als Heinrich. :)


    "Ein-risch" :D

    Zitat


    Trotzdem ist es ein sehr trauriger Moment, bei dem ich gehofft hatte, das Lysann und die anderen ihn nicht erleben müssen. Da hast du wirklich eine harte Thematik angepackt.


    Es können ja nicht alle Romane rosarot und glitzernd sein. Ich möchte meine Leser gern zum Nachdenken anregen.

    Zitat

    Das war einer meiner härtesten und bewegensten Romane von dir Elisabeth, auch wenn es eine Thematik ist die wichtig war, ist es nicht einfach zu lesen. Zu mal ich vor einem Jahr erst meine Schwester verloren habe.


    Das tut sicher noch sehr weh, und Du vermisst sie, nicht? Fühl Dich gedrückt.

    Zitat

    Das sie sich bei Flo entschuldigt für ihr Verhalten fand ich gut aber das hätte sie auch schon ruhig mal früher können.


    Manchmal braucht man einfach einen kleinen Schubs. Ich kenne das gut. ;D

  • Als das Kind zu einem unerwarteten Moment auf die Welt drängt und es auch noch besonders eilig hat, ist Martin genauso nervös, als sei er wirklich der Vater, was er von seinen Gefühlen her ja schon eine ganze Weile her ist. Ich fand es schön, dass er den Namen aussuchen darf. Was aber hätte Flo gemacht, wenn er auf seiner ersten Wahl (die ja nicht ernst gemeint war) beständen hätte?


    Ihn um einen zweiten Vorschlag geben? *schulterzucken* Zum Glück hatte ich das in der Hand. Ich hätte dem Kerl was erzählt.

    Zitat


    Harald hat genau wie Zoe ein Herz für andere und er hat einige Geschicke von Anfang an gelenkt. Doch auch Zoe greift ein. Sie ruft Flos Mutter an und endlich können auch hier die Konflikte und Missverständnisse beseitigt werden. Warum aber wurde nicht schon früher darüber geredet. Florence war doch kein kleines Kind mehr, von dem man einige Wahrheiten fernhalten musste. Die Mutter hat in der gleichen Situation gesteckt wie Florence, da hätte sie doch spätestens als sie von der Schwangerschaft erfuhr, mit dieser Info herausrücken können und sagen, ich verstehe dich und helfe dir.


    Tja, manchmal stehen sich die Menschen einfach selbst im Weg. Oder die Ereignisse aus ihrer Vergangenheit. Nicht jeder bekommt das dann so "logisch" auf die Reihe. Es ist gut, wenn Du das kannst. Da kannst Du Dich glücklich schätzen!

    Zitat

    Es war ein berührende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat und die einen so schnell nicht loslässt.


    Das freut mich. Vielen Dank.


  • Das tut sicher noch sehr weh, und Du vermisst sie, nicht? Fühl Dich gedrückt.


    Ja danke dir, es war Ende Oktober erst ein Jahr und das ganze ist ja auch noch immer nicht abgeschlossen, weil da die Staatsanwaltschaft ermittelt ob das Krankenhaus eine Schuld trifft. Alles nicht so einfach das ganze.



    Manchmal braucht man einfach einen kleinen Schubs. Ich kenne das gut. ;D


    Da hast du recht das man den in manchen Situationen braucht. ;)

  • Ja danke dir, es war Ende Oktober erst ein Jahr und das ganze ist ja auch noch immer nicht abgeschlossen, weil da die Staatsanwaltschaft ermittelt ob das Krankenhaus eine Schuld trifft. Alles nicht so einfach das ganze.


    Das ist nicht schön. Ihr werdet sicher erleichtert sein, wenn ihr damit irgendwann (ein Stück weit) abschließen könnt, oder?

  • Der letzte Abschnitt war ja schon sehr sehr emotional. Ich gestehe ganz ehrlich, das war mir manchmal fast zu viel. Und den ein oder anderen Punkt konnte ich für mich nicht nachempfinden. Aber so etwas ist natürlich immer ein sehr persönliches Empfinden.


    Ich hätte NIE im Leben jemand anderem die Entscheidung über den Namen MEINES Kindes überlassen. Ich weiß, welche Diskussionen es bei meinen beiden Söhnen gab. Oh Mann. Unser Zweitgeborener hatte drei Tage gar keinen Namen, weil wir uns nicht einigen konnten. Und bei meinen Freundinnen und Kolleginnen sind die Debatten ähnlich heiß gewesen.


    Floh's Mutter und ihre Entschuldigung... hmm, da bin ich auch zwiegespalten. Eine Mutter darf ihre Tochter nicht so fallen lassen und sich nicht mehr melden. Oder ein Vater... das haben wir ja auch in dieser Geschichte. In der Familie meines Mannes haben wir auch so etwas und daher weiß ich, wie das ist. Da bleibt immer ein Knacks in der Beziehung. Und man kann nicht alles entschuldigen. Schließlich ist das alles ja schon ewig her, was die Mutter da erlebt hat. Und Floh ist nicht nur eine sehr liebenswerte Person sondern war auch in einer existentiellen Lebenskrise und gerade da hat die Mutter versagt. Jetzt, wo alles wieder im grünen Bereich ist kommt sie wieder daher.


    Die Hochzeit hätte ich ja nicht mehr gebraucht. So schwer erschüttert wie Floh war bin ich da schon erstaunt, dass das jetzt gleich ins Gegenteil ausschlägt. Ich finde nach einem Jahr heiraten ja so schon zu schnell. Da ist man ja aus der Werbephase noch gar nicht richtig raus. Und nach so einem komplizierten Start - so lieb wie ich den Martin finde - aber trotzdem...


    Das klingt jetzt alles "negativer" als es ist. Aber in einer Leserunde studiert man doch über den einzelnen Dingen länger als als Alleinleser.


    Es war ein schönes Buch - ein schönes Leseerlebnis. Ernst und heiter, fröhlich und bewegend. Das Zoe anfangs ihre Zitierwut verloren hat, nachdem die Schwester gestorben ist, war ein sehr dramatisches Zeichen, wie traurig sie ist. Ich hoffe, dass alle diesen Tod verarbeiten können, bin da aber zuversichtlich, da ja immer wieder davon gesprochen wird, das Lysann jetzt in einer besseren Welt ist. (Auch wenn ich jetzt nicht wirklich an ein Himmelreich glauben kann so ist es dennoch eine schöne Vorstellung.)


  • Ich hätte NIE im Leben jemand anderem die Entscheidung über den Namen MEINES Kindes überlassen. Ich weiß, welche Diskussionen es bei meinen beiden Söhnen gab. Oh Mann. Unser Zweitgeborener hatte drei Tage gar keinen Namen, weil wir uns nicht einigen konnten. Und bei meinen Freundinnen und Kolleginnen sind die Debatten ähnlich heiß gewesen.


    Martin war ja auch nicht mehr irgendjemand für Flo, ich denke sie wollte ihm damit beweisen das sie ihn brauchte und das sie froh war das Martin für sie und das Kind dasein wollte. Ich habe den Namen meines ersten Sohnes auch meine Mann überlassen. Er wollte damals unbedingt einen Patrick und dabei ist es geblieben, allerdings hat mir den Name auch gefallen.


    Die Hochzeit hätte ich ja nicht mehr gebraucht. So schwer erschüttert wie Floh war bin ich da schon erstaunt, dass das jetzt gleich ins Gegenteil ausschlägt. Ich finde nach einem Jahr heiraten ja so schon zu schnell. Da ist man ja aus der Werbephase noch gar nicht richtig raus. Und nach so einem komplizierten Start - so lieb wie ich den Martin finde - aber trotzdem...


    Ich fand es schon noch zu erfahren das die beiden zusammenblieben und geheiratet haben. Ich denke das die Hochzeit deshalb war, weil ja dann an dem Tag Zoe wieder zu ihren Zitaten gefunden hatte. Ich kenne viele Freunde aus christlichen Kreisen die schon viel eher geheiratet haben. Warum soll man warten wenn man weiß das ist der Mann fürs Leben. Ich und meine Mann haben 7 Jahre gebraucht, aber nur weil mein Mann nicht wollte. Ich wusste das er mein Mann fürs Leben ist, allerdings war ich auch gläubig mein Mann damals noch nicht. Heute sind wir 35 zusammen und 29 Jahre verheiratet.



    (Auch wenn ich jetzt nicht wirklich an ein Himmelreich glauben kann so ist es dennoch eine schöne Vorstellung.)


    Es ist eine wundervolle Vorstellung, ich bin jetzt seit über 25 Jahren krank habe jeden Tag Schmerzen, da kann ich mir nicht vorstellen das dies mein Leben gewesen sein soll.
    Die Vorstellung nach meinem Tod ohne Schmerzen un Leid zu sein, hält mich aufrecht. Was wäre das den für ein ungerechter Gott, wenn er manchen so ein Leben schenkt ohne das danach was bessers nachkommt?
    Die Vorstellung danach von Würmern aufgefressen zu werden finde ich da wenig reizvoll. Sollte es dann danach nicht so kommen wie ich geglaubt habe, dann hatte ich wenigstens immer noch die Hoffnung im Leben gehabt.
    Aber ich jedenfalls bin mir sicher, das da danach noch was viel schöneres kommen wird, das ist zu mindestens meine Hoffnung und mein Glaube.
    Ich hoffe für dich, das du vielleicht auch noch in deinem Leben zu dieser kommst.


  • Die Vorstellung danach von Würmern aufgefressen zu werden finde ich da wenig reizvoll. Sollte es dann danach nicht so kommen wie ich geglaubt habe, dann hatte ich wenigstens immer noch die Hoffnung im Leben gehabt.
    Aber ich jedenfalls bin mir sicher, das da danach noch was viel schöneres kommen wird, das ist zu mindestens meine Hoffnung und mein Glaube.
    Ich hoffe für dich, das du vielleicht auch noch in deinem Leben zu dieser kommst.


    Ich denke, über Religion und die verschiedenen Arten des Glaubens müssen wir hier nicht wirklich diskutieren. Ich für meinen Teil tue mich schwer mit so einem plastischen Himmelreich - obwohl ich gläubig bin. ;) Es ging mir hier mehr um diese Vorstellung, "körperlich" irgendwo rum zu wandeln. Und das Reich danach mit dem hier auf Erden zu vergleichen oder Gott für gerecht oder ungerecht. Das ist nicht meines. Das war alles, was ich damit sagen wollte. Aber sei`s drum. :-*


    Zu den Würmern habe ich aber eine ganz andere Einstellung. Da gab es schon die ein oder andere Debatte in meinem Bekanntenkreis (einäschern oder nicht z.B.) ;D. Also ich finde die Vorstellung schön, dass ich wieder zu Erde werde. (Wobei die Würmer ja helfen.) Ich empfinde das als schönen Kreislauf und die Vorstellung, dass auf mir (also meiner sterblichen Hülle natürlich) mal Blumen wachsen und neues Leben entsteht, gefällt mir. Mich erschreckt es mehr, dass man mich schon wenige Tage nach meinem Tod mit Stumpf und Stil verbrennen könnte und nur ein Häufchen Asche von mir bleibt. (Als ehemalige Raucherin finde ich Asche sowieso ätzend. ;D)

  • Ich denke, über Religion und die verschiedenen Arten des Glaubens müssen wir hier nicht wirklich diskutieren. Ich für meinen Teil tue mich schwer mit so einem plastischen Himmelreich - obwohl ich gläubig bin. ;) Es ging mir hier mehr um diese Vorstellung, "körperlich" irgendwo rum zu wandeln. Und das Reich danach mit dem hier auf Erden zu vergleichen oder Gott für gerecht oder ungerecht. Das ist nicht meines. Das war alles, was ich damit sagen wollte. Aber sei`s drum. :-*


    Zu den Würmern habe ich aber eine ganz andere Einstellung. Da gab es schon die ein oder andere Debatte in meinem Bekanntenkreis (einäschern oder nicht z.B.) ;D. Also ich finde die Vorstellung schön, dass ich wieder zu Erde werde. (Wobei die Würmer ja helfen.) Ich empfinde das als schönen Kreislauf und die Vorstellung, dass auf mir (also meiner sterblichen Hülle natürlich) mal Blumen wachsen und neues Leben entsteht, gefällt mir. Mich erschreckt es mehr, dass man mich schon wenige Tage nach meinem Tod mit Stumpf und Stil verbrennen könnte und nur ein Häufchen Asche von mir bleibt. (Als ehemalige Raucherin finde ich Asche sowieso ätzend. ;D)


    Mir ist es egal was aus mir nachher wird, bzw aus meine alten Leib. Den wenn man nach meiner Erkrankung sowieso schon einen kaputten Körper hat, dann hat man eh keine lust zu wissen was danach wird damit.
    Aber alles andere wollen wir ja eh nicht diskutieren hier wäre auch eh zwecklos wie ich sehe.

  • Dann ist aber auch egal, ob dich Würmer fressen. ;)


    Na ja klar ist doch eh mein alter kranker Körper warum also nicht. Das wichtige ist was mit meinem anderen passiert und das dies einen neuen Leib bekommt.


    Aber das wollten wir doch nicht weiter diskutieren. :D


  • Ich hätte NIE im Leben jemand anderem die Entscheidung über den Namen MEINES Kindes überlassen. Ich weiß, welche Diskussionen es bei meinen beiden Söhnen gab. Oh Mann. Unser Zweitgeborener hatte drei Tage gar keinen Namen, weil wir uns nicht einigen konnten. Und bei meinen Freundinnen und Kolleginnen sind die Debatten ähnlich heiß gewesen.


    Ich hätte da auch niemanden mitreden lassen. Bei uns war es schon etwas schwierig, weil ich einen Jungennamen hatte, der schon feststand als ich gerade mal in die Pubertät kam. War etwas dumm für meinen Mann. Aber bei meiner Tochter durfte er mitreden, aber niemand sonst.

  • Jetzt ist das Buch zu Ende gelesen - der Abschluss aber ist ein Neuanfang!
    Für alle Hauptpersonen, denn in dem Jahr, durch das wir, die Leser, sie begleiten durften, wurde ihrer aller Leben durcheinandergeschüttelt, auf den Kopf gestellt und neu ausgerichtet.


    Nicht ganz so dramatisch verlief es für Harald, der sich den Menschen wieder zuwendet, und bei Michelle, die nun, losgelöst von den unzufriedenen, Gerüchte in die Welt setzenden Freundinnen, ganz die freundliche und liebenswürdige Frau sein darf, die sie in Wirklichkeit ist.


    Sehr dramatische Umwälzungen jedoch musste Claire erfahren - und mit ihr Zoé -, die ihre ältere Tochter verloren hat, aber dank ihrer und ihrer durch Leiden und mit Hilfe von Harald erlangten Weisheit, so möchte ich das beinahe nennen, nicht verzagt, sondern ihren inneren Frieden gefunden und ihr Leben auch ohne die Erfüllung ihres großen Traumes als lebenswert akzeptiert hat.


    Es ist immer tieftraurig, wenn jemand stirbt, auch in Romanen, denn man schließt deren Figuren ja auch in sein Herz! Aber Lysanns allmähliches Hinschwinden und dann ihr endgültiger Abschied vor ihrer Reise ins Licht, hat die Traurigkeit Stück für Stück in Hoffnung verwandelt.
    Diese Szenen sind wunderbar geschrieben, sind voller Zartheit und Einfühlsamkeit und erwecken zumindest in mir tiefe Emotionen.
    Schon alleine deshalb bin ich froh, dieses Buch lesen zu dürfen....


    Für Florence und Martin, den Geduldigen, gibt es das erhoffte und hart errungene gute Ende. Und auch dieses ist glaubhaft, nachvollziehbar - und kommt ganz ohne Kitsch aus!
    Florence hat viel über sich gelernt in diesem Jahr im Schweizer Bergdorf. Das, was ihr widerfahren ist, wird sie nie vergessen können, aber es hat seinen Schrecken weitgehend verloren und wird, so ist zu hoffen, immer mehr verblassen, denn tatsächlich ist aus etwas Bösem etwas Gutes und Schönes erwachsen! Ihr wurde ein neues Leben geschenkt, viel reicher und tiefer, als es zuvor war, und ein Traum, von dem sie gar nicht wusste, dass sie ihn in dieser Form hatte, ist für sie Wirklichkeit geworden.


    So kann ich also leicht Abschied nehmen von ihr und den anderen Akteuren, in der Gewissheit, dass ihr Leben in guten Bahnen verläuft.
    Von Schicksalsschlägen werden sie, wie wir alle, nicht verschont bleiben im weiteren Verlauf ihres Lebens. Aber sie sind alle stark genug, sie zu meistern, um auch danach weitermachen zu können.


    Da sind noch andere kleine Szenen in diesem schönen und lebensklugen Roman, die der Erwähnung wert wären. Aber ich beschränke mich an dieser Stelle darauf zu sagen, dass der Roman gerade auch von erwähnten kleinen Szenen lebt, denn sie geben Einsichten, die das Bild komplett machen.
    Und ganz zum Schluss möchte ich noch ein dickes Lob aussprechen für die hervorragenden Landschaftsbeschreibungen, die es mir nicht schwer machten, mich hineinzuversetzen in die grandiose Bergwelt, die die Kulisse der mich tief berührenden Geschichte bilden!


  • Meine Güte was für ein herzloser Vater, der nicht mal ans Todesbett seiner Tochter kommt, unfassbar.


    Ja. Die Reaktion dieses Vaters, viel treffender aber "Erzeuger", denn den Namen Vater verdient er nicht, war eine der Szenen im Roman, die mich mit am stärksten getroffen haben.
    Und die ich auch nicht erwartet hatte, nachdem er immer wieder als Claires große Liebe bezeichnet wurde, als der Mann, mit dem sie ihren großen Traum verwirklichen wollte. Sein Verhalten aber beweist mir, dass Claire ihn nie so gesehen hat, wie er wirklich ist ( Liebe macht halt doch oft richtig blind! ), denn so extrem kann sich ein Mensch nicht verändern....

  • Ich hätte da auch niemanden mitreden lassen. Bei uns war es schon etwas schwierig, weil ich einen Jungennamen hatte, der schon feststand als ich gerade mal in die Pubertät kam. War etwas dumm für meinen Mann. Aber bei meiner Tochter durfte er mitreden, aber niemand sonst.


    Ja, das ist schwierig mit den Namen! Hätte ich den Vater meiner Kinder ( die in den 80er und den 90er Jahren geboren wurden ) tatsächlich entscheiden lassen, würde mein ältester Sohn Eberhard heißen und meine älteste Tochter Gertrud. Also, das ging doch wirklich nicht.... ;)
    Dass Florence aber Martin darum bittet, einen Namen für ihren Sohn auszusuchen, ist ein ganz großer Vertrauensbeweis. Sie musste das einfach tun, um ihm zu zeigen, dass es ihr ernst mit ihm war. Und ich denke, er hat das auch so verstanden!


  • Ja. Die Reaktion dieses Vaters, viel treffender aber "Erzeuger", denn den Namen Vater verdient er nicht, war eine der Szenen im Roman, die mich mit am stärksten getroffen haben.
    Und die ich auch nicht erwartet hatte, nachdem er immer wieder als Claires große Liebe bezeichnet wurde, als der Mann, mit dem sie ihren großen Traum verwirklichen wollte. Sein Verhalten aber beweist mir, dass Claire ihn nie so gesehen hat, wie er wirklich ist ( Liebe macht halt doch oft richtig blind! ), denn so extrem kann sich ein Mensch nicht verändern....


    Das kannst du wohl sagen, das sie da die rosarote Brille damals an hatte, aber haben wir das nicht alle am Anfang? Die Ehe muss ja nachher sich bewähren, wenn die dann mal abgelegt ist. Dann kommt auch oft der wahre Charakter heraus.




    Ja, das ist schwierig mit den Namen! Hätte ich den Vater meiner Kinder ( die in den 80er und den 90er Jahren geboren wurden ) tatsächlich entscheiden lassen, würde mein ältester Sohn Eberhard heißen und meine älteste Tochter Gertrud. Also, das ging doch wirklich nicht.... ;)
    Dass Florence aber Martin darum bittet, einen Namen für ihren Sohn auszusuchen, ist ein ganz großer Vertrauensbeweis. Sie musste das einfach tun, um ihm zu zeigen, dass es ihr ernst mit ihm war. Und ich denke, er hat das auch so verstanden!


    Jetzt muss ich aber gerade lachen, weil mein Mann Eberhard heißt. :) Aber schließlich ist er nicht in den 80er geboren. ;)
    Da bin ich ja froh das meiner Patrick ausgesucht hat und nicht so alte Namen. Zu mindestens waren wir uns da beim ersten einig.


    Ja das mit dem Vertrauensbeweis sehe ich auch so wie du und Martin hat es ja auch so aufgefasst.


    Ich hätte da auch niemanden mitreden lassen. Bei uns war es schon etwas schwierig, weil ich einen Jungennamen hatte, der schon feststand als ich gerade mal in die Pubertät kam. War etwas dumm für meinen Mann. Aber bei meiner Tochter durfte er mitreden, aber niemand sonst.


    Ja siehst du genau so war es eben bei meinem Mann auch, deshalb haben wir das dann ja auch so entschieden, das er seinen nehmen darf. ;)

  • Das kannst du wohl sagen, das sie da die rosarote Brille damals an hatte, aber haben wir das nicht alle am Anfang? Die Ehe muss ja nachher sich bewähren, wenn die dann mal abgelegt ist. Dann kommt auch oft der wahre Charakter heraus.


    Wobei ich Claire nicht einmal den Vorwurf machen kann, dass sie die rosa Brille etwa mit Gewalt aufbehalten hätte! Solange alles komplikationslos lief - und Claire, tatkräftig, wie sie ist, wird schon dafür gesorgt haben! - bestand ja für ihren Mann kein Grund, sich von ihr zu trennen. Erst als Zoé nicht geboren werden sollte, Claire sich da aber nicht hineinreden ließ, wurde es ihrem Mann klar, dass das Leben nun nicht mehr so glatt verlaufen sondern dass es kompliziert werden würde.
    Und in dieser Situation zeigte er dann sein wahres Gesicht!
    Aber ja - die von dir zitierte rosarote Brille ist eine ganz gefährliche Sache....