05 - von Seite 323 bis Ende (Kapitel 17 bis Ende)

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  • Der letzte Abschnitt war ja schon sehr sehr emotional. Ich gestehe ganz ehrlich, das war mir manchmal fast zu viel. Und den ein oder anderen Punkt konnte ich für mich nicht nachempfinden. Aber so etwas ist natürlich immer ein sehr persönliches Empfinden.


    Das stimmt wohl. Ich denke, da sind wir (wie so oft) sehr unterschiedlich veranlagt.

    Zitat


    Ich hätte NIE im Leben jemand anderem die Entscheidung über den Namen MEINES Kindes überlassen. Ich weiß, welche Diskussionen es bei meinen beiden Söhnen gab. Oh Mann. Unser Zweitgeborener hatte drei Tage gar keinen Namen, weil wir uns nicht einigen konnten. Und bei meinen Freundinnen und Kolleginnen sind die Debatten ähnlich heiß gewesen.


    Das kann ich nachvollziehen - ich denke aber, dass Du dennoch Flos Botschaft an Martin darin verstanden hast, nicht?

    Zitat


    Floh's Mutter und ihre Entschuldigung... hmm, da bin ich auch zwiegespalten. Eine Mutter darf ihre Tochter nicht so fallen lassen und sich nicht mehr melden. Oder ein Vater... das haben wir ja auch in dieser Geschichte. In der Familie meines Mannes haben wir auch so etwas und daher weiß ich, wie das ist. Da bleibt immer ein Knacks in der Beziehung. Und man kann nicht alles entschuldigen. Schließlich ist das alles ja schon ewig her, was die Mutter da erlebt hat. Und Floh ist nicht nur eine sehr liebenswerte Person sondern war auch in einer existentiellen Lebenskrise und gerade da hat die Mutter versagt. Jetzt, wo alles wieder im grünen Bereich ist kommt sie wieder daher.


    Ich verstehe Deine Argumentation. Nur sind auch hier die Menschen einfach sehr unterschiedlich gestrickt. Und starke Gefühle /Erinnerungen können auch mal lähmen, sprachlos und hilflos machen. Das hatte ich hier der Mutter angedacht. Und Fehler - die haben bzw. machen wir bei unseren Mitmenschen genug, denke ich. Vielleicht sogar vor allem bei denen, die uns am Nächsten stehen?

    Zitat


    [quote]
    Die Hochzeit hätte ich ja nicht mehr gebraucht. So schwer erschüttert wie Floh war bin ich da schon erstaunt, dass das jetzt gleich ins Gegenteil ausschlägt. Ich finde nach einem Jahr heiraten ja so schon zu schnell. Da ist man ja aus der Werbephase noch gar nicht richtig raus. Und nach so einem komplizierten Start - so lieb wie ich den Martin finde - aber trotzdem...


    Das klingt jetzt alles "negativer" als es ist. Aber in einer Leserunde studiert man doch über den einzelnen Dingen länger als als Alleinleser.


    Das ist völlig in Ordnung.


  • Jetzt ist das Buch zu Ende gelesen - der Abschluss aber ist ein Neuanfang!
    Für alle Hauptpersonen, denn in dem Jahr, durch das wir, die Leser, sie begleiten durften, wurde ihrer aller Leben durcheinandergeschüttelt, auf den Kopf gestellt und neu ausgerichtet.


    Nicht ganz so dramatisch verlief es für Harald, der sich den Menschen wieder zuwendet, und bei Michelle, die nun, losgelöst von den unzufriedenen, Gerüchte in die Welt setzenden Freundinnen, ganz die freundliche und liebenswürdige Frau sein darf, die sie in Wirklichkeit ist.


    Den älteren Semester habe ich etwas mehr Ruhe gegönnt. Sie haben aber ja womöglich (bei Harald wissen "wir" es ja zum Teil) früher auch ihre Päckchen zu tragen gehabt, wie man so schön sagt.

    Zitat

    Es ist immer tieftraurig, wenn jemand stirbt, auch in Romanen, denn man schließt deren Figuren ja auch in sein Herz! Aber Lysanns allmähliches Hinschwinden und dann ihr endgültiger Abschied vor ihrer Reise ins Licht, hat die Traurigkeit Stück für Stück in Hoffnung verwandelt.
    Diese Szenen sind wunderbar geschrieben, sind voller Zartheit und Einfühlsamkeit und erwecken zumindest in mir tiefe Emotionen.
    Schon alleine deshalb bin ich froh, dieses Buch lesen zu dürfen....


    :blume:

    Zitat

    Da sind noch andere kleine Szenen in diesem schönen und lebensklugen Roman, die der Erwähnung wert wären. Aber ich beschränke mich an dieser Stelle darauf zu sagen, dass der Roman gerade auch von erwähnten kleinen Szenen lebt, denn sie geben Einsichten, die das Bild komplett machen.
    Und ganz zum Schluss möchte ich noch ein dickes Lob aussprechen für die hervorragenden Landschaftsbeschreibungen, die es mir nicht schwer machten, mich hineinzuversetzen in die grandiose Bergwelt, die die Kulisse der mich tief berührenden Geschichte bilden!


    Ich danke Dir von Herzen für diese "interne" Zusammenfassung.

  • Ja. Die Reaktion dieses Vaters, viel treffender aber "Erzeuger", denn den Namen Vater verdient er nicht, war eine der Szenen im Roman, die mich mit am stärksten getroffen haben.
    Und die ich auch nicht erwartet hatte, nachdem er immer wieder als Claires große Liebe bezeichnet wurde, als der Mann, mit dem sie ihren großen Traum verwirklichen wollte. Sein Verhalten aber beweist mir, dass Claire ihn nie so gesehen hat, wie er wirklich ist ( Liebe macht halt doch oft richtig blind! ), denn so extrem kann sich ein Mensch nicht verändern....


    Dieser Mann war eine kleine Reaktion meinerseits auf die gelegentlichen "Vorwürfe" aus Du, ich und die Farben des Lebens. (Die ich nicht wirklich tragisch gefunden habe, aber sie blieben dennoch im Gedächtnis.) Da ist die Protagonistin "angeblich" von lauter Gutmenschen umgeben. Das mag grob stimmen, allerdings haben diese Leser wohl den dezenten Hinweis überlesen, dass Janica sich ihren Freundeskreis nach (...) SEHR bewusst ausgesucht hat. Und dass ihre Familie "gut" zu ist ist, und die Freunde, bei dem, was sie durchmachen muss, auch nicht unbedingt auf kontra gebürstet sind, fand ich normal. Lange Rede, kurzer Sinn. Dieses Mal gab es "Anti-Gutmenschen". ;)

  • Dieses wunderbare Buch ist leider beendet. Im letzten Abschnitt fügen sich alle Teile an seinen Platz und machen die Geschichte wunderbar rund.


    Der Tod von Lysann hat mich einerseits sehr aufgewühlt, auch wenn er zu erwarten war, doch die Szene, wie sie ihre Mutter Claire praktisch bittet, sie gehen zu lassen, das hat mich doch sehr ergriffen. Wie schwer muss es Claire gefallen sein, andererseits heißt es ja, wenn man liebt, muss man loslassen. Zum anderen war ich über die Reaktion des Vaters so wütend, mir fehlen hier glatt mal die Worte. Vater kann der sich auf jeden Fall nicht nennen. Im Nachhinein ist Claire wirklich besser dran gewesen, ohne ihn zurecht zu kommen. Diese Erkenntnis wird auch sie selbst gewonnen haben nach der herzlosen Absage.


    Harald findet immer wieder die richtigen Worte des Trostes und ist selbst auch in dem kleinen Ort angekommen. Er hat Freunde gefunden und ist nicht mehr einsam.


    Martin erfährt nun endlich die ganze Geschichte von Florence und darüber bin ich froh, endlich hat sie sich alles von der Seele geredet und genügend Vertrauen zu Martin gefasst, so dass eine gemeinsame Zukunft auch möglich zu sein scheint. Das Baby hatte es dann ja auch recht eilig, auf die Welt zu kommen. Martins Reaktionen fand ich sehr schön, er benimmt sich schon wie ein Vater und dass er einen Namen wählen darf, fand ich von Flo eine sehr liebe Geste. Am Ende finden Flo und Martin endlich gemeinsam ihr Glück.


    Zoe ist mal wieder meine kleine Heldin, die eigenmächtig Flos Mutter anruft und sich so die Gelegenheit für Mutter und Tochter ergibt, sich endlich auszusprechen. Interessant die Parallelen zwischen Flo und ihrer Mutter. Endlich findet Zoe auch wieder zu ihren Sprüchen und Zitaten zurück, ein Zeichen dafür, dass sie Lysanns Tod akzeptiert hat und nach vorne sieht. Auch ein Zeichen als Erinnerung an Lysann, die ihr so vieles beigebracht hat.


    Eine wirklich wundervolle Geschichte, die mich sehr berührt hat und noch einige Zeit nachwirken wird. Liebe Elisabeth, vielen Dank für das tolle Buch! 8)


  • Meine Güte was für ein herzloser Vater, der nicht mal ans Todesbett seiner Tochter kommt, unfassbar.
    Puhh das war ein hartes Kapitel, eines das mich sehr bewegt und belastet hat. Ein Kind zu verabschieden ist immer einer der schwersten Momente im Leben, selbst wenn man glaubt.


    Die Reaktion des Vaters hat mich ebenfalls geschockt. Wie kann man sein eigen Fleisch und Blut so ablehnen? Ich bin davon überzeugt, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem er darunter leiden wird (wenn er nicht ein kompletter Idiot ist, was ich allerdings im Augenblick denke), dass er den Zeitpunkt verpasst hat, nochmals sein Kind zu sehen und zu sprechen. Leider gibt es immer wieder Menschen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie überhaupt ein Herz haben... :-\


  • In der Familie meines Mannes haben wir auch so etwas und daher weiß ich, wie das ist. Da bleibt immer ein Knacks in der Beziehung. Und man kann nicht alles entschuldigen.


    Was Du schreibst, kenne ich auch im Bekanntenkreis und ich muss Dir recht geben, man kann wirklich nicht alles verzeihen, auch, wenn man es versucht. Manche Dinge sind einfach zu schmerzhaft oder so bösartig von statten gegangen, als das man sie vergessen kann.


  • Ich hoffe, dass alle diesen Tod verarbeiten können, bin da aber zuversichtlich, da ja immer wieder davon gesprochen wird, das Lysann jetzt in einer besseren Welt ist. (Auch wenn ich jetzt nicht wirklich an ein Himmelreich glauben kann so ist es dennoch eine schöne Vorstellung.)


    Als meine Mutter damals starb, war ich mit meinem Vater bei ihr. Im Augenblick, bevor sie aufhörte zu atmen, lächelte sie völlig verklärt und behielt diesen Ausdruck bei. Dieser Anblick hat uns sehr getröstet und die Schwester hat damals einen schönen Satz gesagt: "Jetzt hat sie gerade jemand abgeholt, den sie sehr mag." Ich fand das unheimlich schön und es hat mir wirklich in den Tagen danach geholfen, es besser zu verarbeiten. Mein Vater hat mir vor kurzem gesagt, dass es ihm ebenso erging.


  • Es ist immer tieftraurig, wenn jemand stirbt, auch in Romanen, denn man schließt deren Figuren ja auch in sein Herz! Aber Lysanns allmähliches Hinschwinden und dann ihr endgültiger Abschied vor ihrer Reise ins Licht, hat die Traurigkeit Stück für Stück in Hoffnung verwandelt.
    Diese Szenen sind wunderbar geschrieben, sind voller Zartheit und Einfühlsamkeit und erwecken zumindest in mir tiefe Emotionen.
    Schon alleine deshalb bin ich froh, dieses Buch lesen zu dürfen....


    Da muss ich Dir zustimmen, mir haben diese Zeilen auch wunderbar gefallen. Obwohl sie so traurig waren, waren sie doch auch hoffnungsvoll. Sehr bewegend fand ich, wie Lysann ihre Mutter bittet, sie gehen zu lassen. Das hat mich sehr berührt. Da ich ehrenamtlich oft in einem Kinderhospitz bin, kenne ich solche Situationen bereits, manche Kinder sind viel jünger als Lysann im Buch, aber sie kommen mir viel weiser als die Erwachsenen vor. Sie sind so tapfer und sprechen offen aus, dass sie jetzt gehen müssen...

  • Harald findet immer wieder die richtigen Worte des Trostes und ist selbst auch in dem kleinen Ort angekommen. Er hat Freunde gefunden und ist nicht mehr einsam.


    Seine Entwicklung in der Geschichte habe ich besonders gern geschrieben, einfach, weil er ja eigentlich nur eine Nebenfigur ist.

    Zitat

    Eine wirklich wundervolle Geschichte, die mich sehr berührt hat und noch einige Zeit nachwirken wird. Liebe Elisabeth, vielen Dank für das tolle Buch! 8)


    Gerne - und vielen Dank.

  • Was für rasante Entwicklungen noch ganz zum Schluss! Ich hätte ja gedacht, dass es möglicherweise noch im letzten Moment ein Spenderherz für Lysann gibt, aber wahrscheinlich hatte sie sich innerlich schon so weit vom Leben entfernt, dass ihr Körper es gar nicht angenommen hätte!


    Ihr Vater ist nicht nur ein fieser Möpp, er ist ein rechtes Ekelpaket und ein Widerling - konnte man das denn nicht schon früher merken? Claire hatte doch eine ganze Reihe von Jahren friedlich und schön mit ihm gelebt und soweit ich es verstehe, war er auch Lysann ein guter Vater. Also damals. Wie kann er es dann übers Herz bringen und sich nicht von ihr verabschieden? Das will so gar nicht in meinen Kopf rein. Andererseits gibt es tatsächlich solche Leute und so kann ich es gut verstehen, dass Elisabeth ihn hier hineingeschrieben hat.


    Überhaupt Claire: sie hat das schwerste Päckchen zu tragen und es gibt auch keinen Mann für sie. Sie hat ihr Kind verloren und muss nun damit leben, die Arme! Wenigstens ist sie im Kreise von Freunden, die ihr helfen, soweit möglich!


    Also Harald ist reich und Hotelbesitzer mit Herz! Ich hatte etwas anderes erwartet, vor allem nach Flos Telefonat mit ihrer Mutter: ich hatte gedacht, dass er evtl. ihr Vater wäre und er und ihre Mutter auf der Hochzeit eine dramatische Wiedervereinigung erleben würden. Ich bin aber ganz froh, dass es nicht so kam, das wäre eindeutig des Guten zu viel!


    Und dass Martins Eltern sich zwischenzeitlich abgewandt hatten! Gottseidank war das nur temporär, denn ich hatte sie als herzliche, liebenswerte Menschen abgespeichert. Auch die können zwischendurch mal ausrasten!


    Ja, ein besonderer Beweis, dass Martin den Babynamen aussuchen durfte. Aus meiner Sicht hat er aber keinen guten Job gemacht, aber das sage ich nur, weil ich Estnisch kann (also einigermaßen jedenfalls). Auf Estnisch heisst "Mats" Bauerntölpel und so würde ich meinen Sohn nicht gern ansprechen. Manchmal sind Sprachkenntnisse echt kein Segen...

  • Da muss ich Dir zustimmen, mir haben diese Zeilen auch wunderbar gefallen. Obwohl sie so traurig waren, waren sie doch auch hoffnungsvoll. Sehr bewegend fand ich, wie Lysann ihre Mutter bittet, sie gehen zu lassen. Das hat mich sehr berührt. Da ich ehrenamtlich oft in einem Kinderhospitz bin, kenne ich solche Situationen bereits, manche Kinder sind viel jünger als Lysann im Buch, aber sie kommen mir viel weiser als die Erwachsenen vor. Sie sind so tapfer und sprechen offen aus, dass sie jetzt gehen müssen...


    Das war auch das Wort, das mir im Zusammenhang mit Lysann eingefallen ist, so kurz vor ihrem Tod: weise. Und sehr, sehr tapfer. Trotzdem tat es mir sehr weh, das zu lesen.


    Aber es ist wirklich schön geschrieben, liebe Elisabeth. Wie das ganze Buch!

  • Ich bin auch fertig mit dem Buch und an erster Stelle möchte ich die vielen kleinen "Sprüche" anbringen, die ich wirklich sehr sehr schön finde - wie z. B.


    "Ich habe schon seit 9 Monaten ein Kind. Und eben so lange bin ich eine Mutter, kam es ihr in den Sinn."


    "Glücklich machten mich weder Geld noch Ruhm oder das Erreichen hochgesteckter Ziele, sondern das Wissen, an dem für mich perfekten Platz zu sein, das Richtige zu tun, das Lächeln anderer zu sehen, verantwortlich dafür zu sein, meinen Mitmenschen Glück zu bescheren und sie bei der Verwirklichung ihrer Träume zu unterstützen ..."


    Ich liebe es, wenn Gedanken so in die Tiefe gehen. ♥


    Das alles überschattende Ereignis für mich war in diesem Abschnitt der Tod von Lysanne. Ich hätte ihr auch ein Spenderherz gegönnt, aber wahrscheinlich hätte der Körper es zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr geschafft eine Transplantation zu überstehen.


    Ihr friedliches Dahinscheiden mit der Erlaubnis ihrer Mutter. Echt, ich hab geheult und da fiel mir dann dieser Spruch ein


    Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
    jemanden gehen zu lassen,
    wissen, wann es Abschied nehmen heißt,
    nicht zulassen,
    dass unsere Gefühle dem im Wege stehen,
    was am Ende wahrscheinlich besser ist
    für die, die wir lieben.


    Genau wir Ihr habe ich über den Erzeuger (auch ich möchte ihn nicht Vater nennen) den Kopf geschüttelt. Seine kalte und lieblose Abfuhr, das war echt hart. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass er schon früher so gewesen ist - hätte Claire ihn wirklich geheiratet? Er war doch früher ein guter Vater, oder war die rosarote Brille von Claire dick wie eine Mauer?? Nein, das glaube ich nicht. Irgend etwas hat diesen Mann so gemacht.


    Dass Harald der Besitzer des Hotels ist, hat mich dann auch überrascht. Für ihn war die Entwicklung im Buch ja gravierend, wenn man bedenkt, dass er zu Anfang des Buches nur zu Zoe und Lysanne Kontakt hatte und ansonsten "der Einsiedler" war. Für ihn war Flo eine echte Bereicherung denn nur durch sie ist er wieder an die Oberfläche seines Lebens gekommen.


    Florence offenbart was ihr passiert ist und die Annäherung zwischen Martin und ihr fand ich sehr schön. Dieses "auf die Mundwinkel küssen", hach ..... Auch, dass Flo der Mutter von Martin gesagt hat, dass sie vergewaltigt wurde. Sie hätte es auch einfach dabei belassen können, dass das Kind nicht von Martin ist. So vermeidet sie aber das Missverständniss, dass Martins Mutter denken könnte, sie will es Martin "unterschieben".


    Im letzten Leseabschnitt waren die Szenen wirklich sehr rührend.


    Als Vertrauensgeste von Flo fand ich es sehr sehr schön, dass Martin den Namen des Kindes aussuchen durfte. Ob ich das im richtigen Leben auch schön gefunden hätte, weiß ich nicht. Ich denke man sollte sich da irgendwie einigen. Der Name sollte beiden Elternteilen auch wirklich gefallen.


    Zoe ist Zoe - sie überlegt nicht lange, sie macht einfach und ruft Flos Mutter an. ;D


    Dass Zoe keine Sprüche mehr von sich gegeben hat zeigte, wie sehr sie verletzt ist durch den Tod ihrer Schwester. Das hat sich ja, Gott sei Dank, wieder gelegt. In Zitaten kann man auch Frieden finden.


    Ich bin kein gläubiger Mensch, ich glaube nicht an einen Gott. Trotzdem glaube ich, dass es nach unserem Tod noch etwas anderes gibt als Schwärze ..... Glücklicherweise musste ich noch nicht viele Familienmitglieder beerdigen, aber ich hoffe, dass wir uns irgendwann irgendwo wiedersehen. Und ohne den Gedanken daran meine Hunde irgendwann wieder zu sehen, hätte ich es nicht geschafft 3 Hunde in 14 Monaten zu beerdigen.


    Liebe Elisabeth,
    vielen Dank für dieses Buch. Wieder einmal hat es mich sehr berührt.

  • Also Harald ist reich und Hotelbesitzer mit Herz! Ich hatte etwas anderes erwartet, vor allem nach Flos Telefonat mit ihrer Mutter: ich hatte gedacht, dass er evtl. ihr Vater wäre und er und ihre Mutter auf der Hochzeit eine dramatische Wiedervereinigung erleben würden. Ich bin aber ganz froh, dass es nicht so kam, das wäre eindeutig des Guten zu viel!


    Das hatte ich tatsächlich mal überlegt, bin dann aber zum selben Schluss gekommen wie Du. Zu viel und auch ein zu viel an "Zufällen".

    Zitat

    Ja, ein besonderer Beweis, dass Martin den Babynamen aussuchen durfte. Aus meiner Sicht hat er aber keinen guten Job gemacht, aber das sage ich nur, weil ich Estnisch kann (also einigermaßen jedenfalls). Auf Estnisch heisst "Mats" Bauerntölpel und so würde ich meinen Sohn nicht gern ansprechen. Manchmal sind Sprachkenntnisse echt kein Segen...


    Siehst Du, das wusste ich nicht. Denn ich finde Mats eigentlich ganz schön. ;)

  • Als Vertrauensgeste von Flo fand ich es sehr sehr schön, dass Martin den Namen des Kindes aussuchen durfte. Ob ich das im richtigen Leben auch schön gefunden hätte, weiß ich nicht. Ich denke man sollte sich da irgendwie einigen. Der Name sollte beiden Elternteilen auch wirklich gefallen.


    Sie hat Heinrich ja erfolgreich abgelehnt - oder so *hüstel*
    Das verstehe ich gut.

    Zitat

    Liebe Elisabeth,
    vielen Dank für dieses Buch. Wieder einmal hat es mich sehr berührt.


    Das freut mich sehr. Vielen Dank auch für Deinen Einblick über die Textstellen, die Dir ganz besonders zugesagt haben.


  • Sie hat Heinrich ja erfolgreich abgelehnt - oder so *hüstel* Das verstehe ich gut.


    Wie geschrieben. Im Buch fand ich es schön und passend - es ging da um die Geste des Vertrauens und nichts anderes.


    Zitat

    Das freut mich sehr. Vielen Dank auch für Deinen Einblick über die Textstellen, die Dir ganz besonders zugesagt haben.


    Es sind noch ein paar mehr, aber ich habe sie nicht alle markiert.

  • Noch kurz zum Nachwort: das ist ja lustig, dass Flos Tanzsee in Wirklichkeit drei Seen in einem vereint! Und am Hopfensee habe ich vor genau zwei Jahren Urlaub gemacht und habe ihn sogar umrundet. Mehrfach (also er ist nicht sehr groß). Leider war er nicht gefroren, sonst hätte ich vielleicht Flo tanzen sehen ;)


  • Noch kurz zum Nachwort: das ist ja lustig, dass Flos Tanzsee in Wirklichkeit drei Seen in einem vereint! Und am Hopfensee habe ich vor genau zwei Jahren Urlaub gemacht und habe ihn sogar umrundet. Mehrfach (also er ist nicht sehr groß). Leider war er nicht gefroren, sonst hätte ich vielleicht Flo tanzen sehen ;)


    Eigentlich bin ich an den Schwarzsee in der Romandie gefahren, um mir den Schauplatz genauer anzusehen. Aber irgenwie fand ich ihn zu wenig ... schön? Romantisch? Jedenfalls habe ich mir gedanklich einfach ein paar Dinge weg und andere dazu gedacht. Und da ich zuletzt gefühlt "ständig" sowohl am Forggensee als auch am Hopfensee war (und die beiden sind wirklich schön), wurde es eben ein Trio-See. ;D

  • Suse

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