01 - Seite 7 bis inkl. "Die rebellische Tochter" (Seite 7 - Seite 89)

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  • Hallo lieber Ulf, liebe MitleserINNEN,


    hier treffen wir uns zum ersten Abschnitt der Leserunde zu dem Buch "Herrscher des Nordens - Odins Blutraben" und ich begrüße alle TeilnehmerINNEN und ganz besonders den Autor Ulf - schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die Ausführungen zur Netiquette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn Ihr zu lesen angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereits, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid, denn eigentlich sind insgesamt ca. 2 Wochen dafür gedacht.

  • Und ob das eine gute Idee vom Verlag war, lieber Ulf, dass sie die drei Teile so schnell hintereinander bringen. Endlich mal Leserfreundliche Planung. 8)


    Aber für Neueinsteiger erklärst Du ja nochmal kurz und knapp die wichtigsten Sachen also auch kein Problem, wenn man was vergessen hat oder den ersten Band aus unerklärlichen Gründen NICHT gelesen hat. ;D


    Ich war gleich wieder mitten drinnen. Es sind nur wenige Jahre vergangen aber es war keine Zeit des Stillstandes. Harald ist erwachsen geworden, hat einige gefährliche "Raubzüge" unternommen und leider zwei Kinder begraben. :( Traurig für ihn und Aila.


    Dass die Norweger jetzt Magnus doch als König krönen wollen - mit zwölf :o - überrascht nicht nur Harald. Und er kann noch immer nicht zurückkehren in seine Heimat. Kein Wunder, dass er erst mal zögert und den ehemaligen Feinden nicht vertraut. Aber es ist wie wohl zu allen Zeiten in der Politik, die Fähnchen drehen sich und die Meinungen ändern sich. Dass Harald damit seine Probleme hat, kann ich verstehen. Und dem zu verzeihen, der seinen Bruder getötet hat, da gehört schon innere Größe dazu. Dass er sich im Inneren noch einen kleinen Zweifel und einen Rachegedanken behält, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Bei so was wäre ich auch nachtragend. Krieg hin oder her.


    Dass Eilif mit ihrer Gegenwehr gegen die Verlobung so leicht Erfolg hat, hat mich überrascht. Auch der Einwand des Priesters, es wäre Freiwilligkeit bei der Eheschließung notwendig, hätte ich so gar nicht erwartet. Ich dachte, die Kinder werden da nicht wirklich gefragt in dieser Zeit.


    Macht schon wieder großen Spaß, dieser zweite Band. :)

  • Früher wurden Fürstenkinder aus dynastischen und bündnispolitischen Gründen schon sehr früh verkuppelt. Oft schon in frühem Kindesalter. Das hat die Kirche (zumindest die römisch-christliche Kirche dann versucht zu regeln, indem sie ein Mindestalter festgelegt hat. ich glaube, es war 12 für Mädchen und 14 für Jungens. Solche Ehen wurden früher ja auch vom jeweiligen Lehnsherrn geschlossen. Auch hier hat sich die Kirche ab dem 11. Jh. eingemischt und die Ehe zum heiligen Sakrament erklärt, wonach in Folge Ehen nur durch einen geweihten Priester geschlossen werden konnten. Und um allzu schlimme Auswüchse von erzwungenen Ehen auszuschließen, verlangte die Kirche die öffentliche Zustimmung beider Brautleute. Das wird ja bis heute so praktiziert.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Hallo zusammen,


    nun sind wir wieder zurück im Land der Rus - seit dem ersten Band sind 5 Jahre vergangen.


    Sigurd Erlingsson und Harald sind sich in diesen 5 Jahren wohl nicht mehr über den Weg gelaufen. Ich bin gespannt, ob auch Sigurd die persönliche Fehde nach der Versöhnung wirklich ruhen lässt.


    Wir befinden uns direkt mitten in einem Raubzug bei den Ugriern und dieser Raubzug wird selbst von Bogdan, dem harten Kerl (mich hat es direkt gefroren, als ich von seinem Bad im Eiswasser gelesen habe ;D) als besonders schlimm angesehen. Das, was wir von dem Raubzug lesen, liest sich auch wirklich nicht nach einem Spaziergang.


    Harald geht es bei Jarisleif zwar recht gut, aber er ist noch weit davon entfernt, genügend finanzielle Mittel aufzubringen, um mit einem Heer den norwegischen Thron zurück zu erobern. Ich denke, wenn Kalfr nicht gekommen wäre, hätte das auch noch einige Jahre gedauert, bis es soweit gewesen wäre, wenn überhaupt.


    Dass Harald dagegen war, Sklaven oder auch Sklavinnen zu erbeuten, nimmt mich wieder für ihn ein; durch Ailas Schicksal ist er diesbezüglich sensibilisiert, vor allem, wenn sie als Kindern ihren Familien entrissen werden.


    Und dann die große Überraschung: Kalfr, Einar und ein Erlingsson kommen nach Holmgard! Ich muss gestehen, ich war im ersten Moment genauso geschockt und misstrauisch wie Harald. Ich an seiner Stelle hätte mir die Entscheidung auch nicht leicht gemacht, ob ich Magnus mit ihnen nach Norwegen hätte zurückkehren lassen, zumal er selbst nicht mitfahren kann.


    Bei Kalfr vielleicht noch am ehesten, er hatte noch die meiste Ehre im Leib, auch wenn er schlussendlich für Olafs Tod verantwortlich war. Aber andererseits hat der Bischoff natürlich recht: es herrschte damals Krieg, es war kein Mord, auch wenn es natürlich erschütternd war, dass Olaf von einem seiner ehemaligen besten Freunden getötet wurde. Das war wirklich keine einfache Situation und ich bin froh, dass Harald wenigstens ein wenig Zeit hatte, darüber nachzudenken.


    Auf der anderen Seite haben die Frauen recht, dass man nicht immer alles mit der Axt klären, sondern auch mal auf Gespräche setzen sollte. Und nach dem Gespräch mit Grimkell war ich auch nicht mehr so misstrauisch. Mich hat Grimkell hier ebenfalls überrascht, auch weil er Dinge, von denen er in der Vergangenheit noch überzeugt war, inzwischen bereut. Im ersten Band hatte ich ihn eher als fanatischen und engstirnigen Christ empfunden, nun erscheint er mir deutlich gemäßigter und sympathischer.


    Sehr schön fand ich die Szene, als Magnus mit seinem Oheim zusammensitzt und Harald damit die Entscheidung erleichtert. Auch wenn es bedeutet, dass nun nicht nur für Magnus ein neuer Zeitabschnitt beginnt, sondern auch für Harald, der nun nach Kiew gehen wird. Dass Harald Heimweh hat und auch ein wenig eifersüchtig darauf ist, dass Magnus die Krone bekommt, kann ich schon verstehen. Irgendwie fühlte er sich ja auch durch das Versprechen an Olaf immer für die Geschicke von Norwegen verantwortlich und jetzt plötzlich ist ihm diese Veantwortung abgenommen worden.


    Elisif und Magnus haben ja Glück, dass die Kirchen es nicht befürworten, die beiden zur Ehe zu "zwingen"; die beiden sind wirklich noch zu jung und zu unreif, um etwas miteinander anfangen zu können. Lieber noch ein paar Jahre warten, evtl. legt sich dann die gegenseitige Abneigung oder es ergibt sich etwas anderes.


    Hach ja, ich werde Finn, Thorberg, Alfhild und Ragnwald auch vermissen, immerhin begleiteten sie uns schon ein ganzes Buch lang.


    Aber nun auf zu neuen Ufern und Abenteuer in Kiew, ich bin gespannt, was Harald dort erwarten wird. Leicht wird es sicherlich nicht werden mit den Petschenegen.


  • Harald ist erwachsen geworden, hat einige gefährliche "Raubzüge" unternommen und leider zwei Kinder begraben. :( Traurig für ihn und Aila.


    Das hat mir auch leid getan, kein Wunder, dass es für Aila hart war, in der Kinderschar von Ingegerd und Jarisleif zu sitzen.

  • Hallo ihr Lieben,
    schön, dass es nun weitergeht. Ich finde es auch gut, dass die Bücher so schnell hintereinander erscheinen, noch besser wäre vermutlich ein schön dickes Buch gewesen ;D


    Die ersten Seiten haben sich ja auch wieder flott lesen lassen, ich war jeden falls sofort wieder ganz in der Geschichte und bei Harald im kalten Russland. Passt ja jetzt auch irgendwie von der Jahreszeit ganz gut (hier ist es auch kalt :) ). Die kurzen Rückblenden haben ebenfalls dafür gesorgt, dass ich mich gut an die Handlung erinnern konnte und jetzt geht es also fünf Jahre später weiter.


    Eigentlich war ich ein bisschen enttäuscht, dass Harald seine Aila noch nicht geheiratet hat. Ich war irgendwie davon ausgegangen. Auch wenn sie ihre Erlebnisse rund um die Schlacht wohl verarbeitet hat, hat sie es immer noch nicht wirklich leicht. So von den Frauen nicht wirklich akzeptiert zu werden, macht ihr Leben ja auch nicht leichter. Auch hat sie immer noch ein paar Geheimnisse, die erst jetzt zu Tage treten.


    Dann kommen die Norweger ins Spiel. Sie wollen quasi ihren König abholen. Harald war wohl ziemlich enttäuscht, dass sie nicht ihn zum König wollen, sondern Magnus. Auch wenn er immer wieder sagt, dass es so richtig ist, weil Magnus nun mal der Erbe ist, aber er wäre eben auch gern König geworden oder zu mindestens Mitregent, da der Junge ja noch zu jung ist. Jetzt darf er nicht mal mit nach Hause.


    Elisif hat ihre Eltern schon gut im Griff. Sie weigert sich Magnus zu heiraten. Ich finde es schon gut von ihr, dass sie ganz klar sagt, sie mag den Jungen nicht und verstehen kann man sie doch auch, oder. Sicher, sie ist ein verwöhntes, kleines Biest und will nur ihren Kopf durchsetzten, aber jeder so wie im die Mittel zur Verfügung stehen. Letztendlich hat sie sich ja durchgesetzt und Aila hat ja auch ein wenig recht, wenn sie sagt, das Mädchen hat es auf Harald abgesehen. Nur dieser merkt es offenbar nicht. Ich bin mal gespannt, wie es in dieser Beziehung weitergeht.


    Jetzt geht es für Magnus erst mal nach Hause, aber kann man den Männern wirklich trauen? Ich bin da ähnlich misstrauisch wie Harald. Ich glaube einfach nicht, dass sie im Sinne von Magnus handeln werden. Sicher, sie wollen einen neuen König, aber vermutlich jemanden den sie formen können, wohl der Hauptgrund warum Harald nicht mit darf.

  • Das hat mir auch leid getan, kein Wunder, dass es für Aila hart war, in der Kinderschar von Ingegerd und Jarisleif zu sitzen.


    Ja, der Verlust ist immer schwer, leider war es ja früher oft so, dass die Kinder einem so wegstarben. Ingegerd hat da ja richtiges Glück gehabt, mit ihrer Kinderschar.


    Ich hoffe mal, dass wir sie spätestens im dritten Teil wiedertreffen. :)


    Na, da gehe ich doch mal von aus :)


    Zitat von odenwaldcollies

    Sehr schön fand ich die Szene, als Magnus mit seinem Oheim zusammensitzt und Harald damit die Entscheidung erleichtert. Auch wenn es bedeutet, dass nun nicht nur für Magnus ein neuer Zeitabschnitt beginnt, sondern auch für Harald, der nun nach Kiew gehen wird. Dass Harald Heimweh hat und auch ein wenig eifersüchtig darauf ist, dass Magnus die Krone bekommt, kann ich schon verstehen. Irgendwie fühlte er sich ja auch durch das Versprechen an Olaf immer für die Geschicke von Norwegen verantwortlich und jetzt plötzlich ist ihm diese Veantwortung abgenommen worden.


    Für Magnus war es sicher schön, sich so im Frieden von seinem Onkel zu trennen. Die beiden verbindet schon ein tiefes Band und das ist es dann wohl auch letzendlich was Harald dazu bewegt den Jungen gehen zu lassen.

  • Es ist schon überraschend, dass die Jarls plötzlich in Novgorod auftauchen und den kleinen Magnus zum König machen wollen. Dahinter steckt ihre tiefe Enttäuschung mit der dänischen Herrschaft. Denn nach Knuts Tod wird Norwegen von seiner Gemahlin und dem Sohn beherrscht, die aber nichts anderes im Sinn haben, als das Land auszuplündern. Also haben die Norweger sie vertrieben und wollen wieder einen eigenen König, um das Land zu einen. Und Magnus hat die Legitimität, auch wenn er erst 11 ist.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Da ist es schon verständlich, dass die Norweger dann lieber wieder ihren eigenen König haben möchten. Und wie Kalfr sagt: der Zeitpunkt ist gerade sehr günstig, um sich von den Dänen loszusagen.

  • Ja, der Zeitpunkt ist günstig aber Harald hätte doch auch einen legetimen Anspruch gehabt. Als Bruder von Olaf ist er schließlich der nächste Erbe, wenn keine Kinder da sind oder diese zu jung sind. Was ja eigentlich der Fall war. Aber schauen wir mal wie es weitergeht.

  • Ohje, ihr seit schon fleißig am diskutieren, aber ich habe es nicht schneller geschafft.


    Aber erst ein " Hallo" in die Runde, schön das wir wieder beieinander sind 8)


    Ich habe gut ins Buch gefunden, sind mir doch so viele Protagonisten vertraut und da der erste Teil noch nicht so lange zurück liegt, kam ich auch gleich mit den Namen gut zurecht. Einige Neue sind dazu gekommen, die musste ich mir aufschreiben, da ich sie vergessen würde bis ich sie ein paar Mal gelesen habe.


    Von Anfang an habe ich Harald wieder in mein Herz geschlossen, bei ihrem Beutezug hat er bewiesen wie groß sein Herz ist. Er hat seinen Männern untersagt Frauen und Mädchen zu missbrauchen oder als Sklaven mitzunehmen. Er handelt , wie schon im ersten Teil, mit Bedacht und überlegt. Er besitzt sogar noch sein Bärenfell nach all den Jahren, das nur Mal so am Rande.
    Auch als sie wieder in Holmgard sind und erfahren das Kalfr sich dort aufhält, bezwingt er seinen Drang diesen am liebsten gleich zu töten und sich zurück zu halten.


    Harald will nach wie vor dafür sorgen das Magnus sein Recht auf den Thron bekommt, aber bis er ein eigenes Heer aufstellen kann würden noch Jahre vergehen auch wenn er ein reicher Mann ist. Dazu reicht es noch lange nicht, doch dann kommt eine Wendung, mit der Harald nicht gerechnet hat.


    Es findet ein Treffen beim Großfürsten Jarisleif mit Kalfr, Thorer Erlingsson und sogar der Bischof Grimkell ist mit dabei. Das was er zu hören bekommt gefällt ihm nicht, denn er kann all dem kein Vertrauen schenken. Magnus soll mit nach Norwegen kommen um König zu werden. All die Männer die Magnus begleiten, sind die, die Olaf verraten haben und zu Knut übergelaufen sind.


    Es sind Aila, Ragnwald und Alfhild die ihm versuchen klar zu machen, das dies der beste Weg für Magnus wäre um König zu werden. Ganz ohne Krieg, das Land, die Jarls sowie alle anderen wünschen sich nach Knut seinem Tod, endlich wieder Normalität in Norwegen.
    Innerlich kämpft Harald mit sich, wünscht er sich doch den Thron für sich.
    Auch Ingegerd lädt ihn mit Aila zu sich ein, sie verfolgt mit Jarisleif auch ein Ziel, das Bündnis zwischen den Rus und Norwegen zu stärken. Das wäre gegeben wenn Magnus später Elisif heiraten würde. Niemand würde es wagen den Schwiegersohn vom Großfürsten zu töten, so wäre auch die Sicherheit von Magnus gewährleistet.


    Harald zieht sich zurück um nachzudenken, er hofft auf ein Zeichen von Odin, als dann Magnus zu ihm kommt, ist seine Entscheidung getroffen, er willigt ein. Das Gespräch mit Magnus fand ich sehr berührend, gut das Ragnwald und Alfhild ihn begleiten dürfen. Ragnwald wird besonders auf auf Magnus Acht geben.


    Zur Hochzeit wird es nicht kommen, da Magnus und Elisif sich vehement weigern, das fand ich zum schmunzeln wie die beiden sich gegenseitig beleidigen.
    Ich stimme Aila zu das Elisif anscheinend Harald anhimmelt, nur ist ihm das nicht so bewusst. Erst als es um die Verlobung geht merkt er , dass sie immer seinen Blick und seine Unterstützung sucht.
    Obwohl ich nicht glaube das Aila eifersüchtig sein muss, Harald liebt sie.


    Die Zwei haben schon zwei Kinder verloren, das tut mir so leid, ich würde es ihnen wünschen. Es ist für beide schlimm, doch Aila leidet glaube ich noch mehr darunter, wo immer um sie herum Frauen mit Kindern sind.


    Bedauerlich und traurig zu gleich ist, dass Harald nicht zurück in seine Heimat kann, endlich seine Mutter in den Arm nehmen und seine Geschwister wiedersehen sehen zu können.
    Nun geht es auf nach Kiew, schon die Reise scheint abenteuerlich zu werden, wenn ich nur an die Schiffe denke die über diese Holperwege müssen.


    Wie beim ersten Teil bekommen wir auch wieder viele Informationen über Land, Leute und deren Gebräuchen was mir natürlich sehr gefällt.


  • Es ist schon überraschend, dass die Jarls plötzlich in Novgorod auftauchen und den kleinen Magnus zum König machen wollen. Dahinter steckt ihre tiefe Enttäuschung mit der dänischen Herrschaft. Denn nach Knuts Tod wird Norwegen von seiner Gemahlin und dem Sohn beherrscht, die aber nichts anderes im Sinn haben, als das Land auszuplündern. Also haben die Norweger sie vertrieben und wollen wieder einen eigenen König, um das Land zu einen. Und Magnus hat die Legitimität, auch wenn er erst 11 ist.


    Ich weiß ja das Harald Olaf das Versprechen gegeben hat, alles dafür zu tun, dass Magnus zu seinem Erbrecht den Thron zu besteigen kommt. Dafür hat er nun auch gesorgt, obwohl er ebenfalls gerne den Thron hätte.
    Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist die Tatsache, dass die Norweger Harald nicht im Land haben wollen weil er auf Olaf seiner Seite stand. Ist das ein Trick von Kalfr und den anderen, oder liegt es wirklich daran das Olaf einfach zu oft brutal gegen seine eigenen Leute vorgegangen ist um ihnen den christlichen Glauben aufzuzwingen?


  • Ja, der Zeitpunkt ist günstig aber Harald hätte doch auch einen legetimen Anspruch gehabt. Als Bruder von Olaf ist er schließlich der nächste Erbe, wenn keine Kinder da sind oder diese zu jung sind. Was ja eigentlich der Fall war. Aber schauen wir mal wie es weitergeht.


    Er hat Olaf vor der Schlacht von Stiklestad sein Wort gegeben sich um Magnus zu kümmern und alles dafür zu tun, das Recht auf den Thron für Magnus einzufordern, so gerne wie er auch selbst den Thron besteigen würde. Das würde einem Eidbruch gleich kommen, dafür ist Harald einfach zu pflichtbewusst.


  • Ich weiß ja das Harald Olaf das Versprechen gegeben hat, alles dafür zu tun, dass Magnus zu seinem Erbrecht den Thron zu besteigen kommt. Dafür hat er nun auch gesorgt, obwohl er ebenfalls gerne den Thron hätte.
    Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist die Tatsache, dass die Norweger Harald nicht im Land haben wollen weil er auf Olaf seiner Seite stand. Ist das ein Trick von Kalfr und den anderen, oder liegt es wirklich daran das Olaf einfach zu oft brutal gegen seine eigenen Leute vorgegangen ist um ihnen den christlichen Glauben aufzuzwingen?


    Ich habe ja vermutet - wie Harald - sie wollen den kleinen König lenken. Mit Harald ginge das nicht. Weder als König noch als Oheim, also finden sie es besser, wenn er ganz wegbleibt.

  • Eigentlich war ich ein bisschen enttäuscht, dass Harald seine Aila noch nicht geheiratet hat.


    Jetzt geht es für Magnus erst mal nach Hause, aber kann man den Männern wirklich trauen? Ich bin da ähnlich misstrauisch wie Harald. Ich glaube einfach nicht, dass sie im Sinne von Magnus handeln werden. Sicher, sie wollen einen neuen König, aber vermutlich jemanden den sie formen können, wohl der Hauptgrund warum Harald nicht mit darf.


    Ich finde auch das Harald Aila schon lange hätte heiraten können. Sicher, er hat ihr die Freiheit gewünscht, aber im eigentlichen Sinne ist sie sein Liebchen zu der er unter die Decken kommen kann wenn er wieder zu Hause ist. Den Rest der Zeit ist sie fast nur alleine, gut das sie Alfhild hatte.


    Ich wünsche mir auch das es ehrliche Absichten von Kalfr und seinen Männern sind und das man ihnen trauen kann. Gut das wenigstens Ragnwald bei ihm sein kann, zu dem hat Magnus Vertrauen. Auch wenn ich Grimkell nicht unbedingt mag, aber nach dem Gespräch was er mit Harald geführt hat, glaube ich zumindest das er es ehrlich meint.

  • Ich habe ja vermutet - wie Harald - sie wollen den kleinen König lenken. Mit Harald ginge das nicht. Weder als König noch als Oheim, also finden sie es besser, wenn er ganz wegbleibt.


    Stimmt, so ist es wohl, den kleinen Magnus können sie sich so formen wie ihre eigenen Interessen sind, die sich mit Sicherheit auch im Hintergrund verfolgen.

  • Ich habe ja vermutet - wie Harald - sie wollen den kleinen König lenken. Mit Harald ginge das nicht. Weder als König noch als Oheim, also finden sie es besser, wenn er ganz wegbleibt.


    Ja, so sehe ich das auch. Magnus ist ein Knabe, ein unbeschriebenes Blatt. Er wurde nicht einmal von Olaf erzogen. Ihn können sie in ihrem Sinne erziehen und beeinflussen.


    Harald dagegen hat an Olafs Seite gekämpft. Er ist erwachsen, ein Krieger. Sie fürchten seine Rache. Und dass er vielleicht Olafs Ziele weiterverfolgen würde. Solche Entscheidungen entstehen ja oft auch aus Gefühlen. Sie haben unter Olaf gelitten und Harald ist für sie ein zweiter Olaf.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Ich habe hier natürlich die historischen Fakten respektiert, obwohl sie nicht viel über Motivation und Gefühle der Menschen verraten. Die bekannten Fakten sind nicht sehr umfangreich: Olaf lässt Sohn und Mutter zu ihrem Schutz bei den Rus, bevor er nach Norwegen zieht; Harald wird in der Schlacht verwundet und flüchtet über Schweden nach Novgorod, wo er ein erfolgreicher Söldnerführer wird; und auf einmal taucht der Mörder seines Bruders auf und sie wollen Magnus zum König machen; und Harald erlaubt es. Das ist sehr stark verkürzt, aber viel mehr an Fakten hatte ich nicht. Trotzdem kann man sich vorstellen, dass es für Harald nicht einfach war. Motivation und Gefühle sind die Dinge, die der Romanautor hinzufügt, um daraus eine nachvollziehbare Geschichte zu machen. :)

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  • Ich stelle mir ja vor, dass es für einen Autor sehr spannend ist, wenn er gerade aus wenigen Fakten eine plausible Story stricken muss/kann/darf.


    In manchen Leserunden mit historischem Hintergrund kommt es zu Debatten, ob die Handlungen der Akteure glaubhaft sind und die AutorINNEN müssen dann oft darauf hinweisen, dass sie sich genau an die Fakten gehalten haben und die Wirklichkeit eben nicht immer logisch geschweige denn positiv bei den Lesern ankommt. ;D


    Ich finde bis jetzt alles nachvollziehbar und einleuchtend erklärt, lieber Ulf. 8) Und eine kleine Grauzone darf für uns Leser und für unsere Diskussionen gerne bleiben. ;)