05 - Seite 312 - Ende (ab Kapitel 18 bis Ende)

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  • Das Buch hat mir keine Ruhe gelassen, ich musste es einfach beenden… :-[


    Meine Gedanken bezüglich Morgan Andicott waren doch richtig. Sie versucht, das Vermächtnis ihres Großvaters zu erfüllen. Ihre Sichtweise kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Wenn ihr Großvater eine Theorie hatte, diese rumposaunt, aber keine eigenen Schritte unternimmt, um sie zu beweisen oder den „Schatz“ selbst zu finden, dann hat er keinerlei Anspruch auf ihn. Er hat es selbst nicht deuten können. Aber Morgan ist einfach zu verblendet, ebenso wie ihr Großvater es war und bringt dadurch Menschen in Gefahr oder den Tod. Erstaunlich fand ich, dass sie mit Gemma zusammengearbeitet hat. Besonders geärgert habe ich mich über ihre Aussagen was Gemma betrifft. Wenn ich mich mit jemandem nicht abgeben will, dann muss das doch akzeptiert werden! Manche Menschen meinen tatsächlich, man könnte ohne ihre Bekanntschaft nicht leben.


    Gemma und ihr Vater haben sich ausgesprochen. Die Szene, wo er ihr den Ehering ihrer Mutter gibt, fand ich sehr berührend. Und auch Gemmas Gedanken über ein Haus in Hawaii, um das sich jemand kümmern muss. Die beiden kommen sich langsam wieder näher und wenigstens werden sie die Zeit nutzen, die ihnen noch bleibt.


    Dann der Fund im Lüftungsschacht des Hauses ihrer Großmutter! Ich fand es sooooo spannend und kann mir vorstellen, dass alle erst einmal völlig überfordert waren von dem, was sich ihnen offenbarte. Cesare und auch Pissaro haben mir hier ebenfalls richtig gut gefallen. Sie sind echte Freunde in der Not. Besonders grinsen musste ich über Cesares Gedanken bezüglich dem Zoll! :P


    Das von Gemma gewählte Versteck in der NYC Library finde ich toll. So umgeht sie sämtliche unangenehmen Fragen, verhilft ihrem Vater gleichzeitig, weiterhin im Verborgenen zu leben und überlässt es jemand anderem, den „Schatz“ zu bergen und zu katalogisieren. Es führt so keine Spur mehr zu ihr und Sisley.


    Sisley und Gemma sind nun wirklich ein Paar, das sich überlegt, wie man sich am besten über die nächste Zeit retten kann, bis man eine Entscheidung für einen Wohnort trifft. Nachdem sie so viel gemeinsam durchgestanden und füreinander da waren, ist dies ein folgerichtiger Schritt – da haben sich zwei gesucht und gefunden.


    Was Lucrezia betrifft, hat sie noch die Möglichkeit gehabt, mit Hilfe von Sandro und ihrem Arzt einige ihr wichtige und wertvolle Dinge aus der Reichweite ihres Ehemanns zu schaffen, was ich richtig toll fand.


    Browning selbst hatte mit seinem Werk keinen Erfolg. Gleichzeitig sinniert er über den Erfolg seiner Frau. Hier spiegelt sich doch etwas Eifersucht und auch Resignation wieder. Er hat heimlich den Malachit, den er seiner Frau geschenkt hat, entwendet. Warum eigentlich? Das habe ich nicht so verstanden, vor allem vor dem Hintergrund, dass er wusste, wie sehr sie an dem Stück hängt und dieses händeringend sucht. Dafür wirft er es in den Arno (will er alle Italiener vergiften?). ???


    Mir hat das Buch sehr gefallen, ich bin von der Geschichte mit all ihren Wendungen und ihren Verbindungen begeistert und bewundere Dich dafür, liebe Nicole, wie Du alles so ineinanderfließen lässt. Solche Dinge müssen einem erst einmal einfallen, damit wir Leser unsere Freude daran haben. 8)


    Ganz herzlichen Dank, dass ich hier dabei sein durfte. Natürlich bleibe ich der Runde noch erhalten und meine Rezension werde ich erst in den nächsten Tagen schreiben können. Die Geschichte muss sich erst einmal setzen… ;)

  • Gemma trifft auf ihren Vater, der durch seine Leidenschaft einen Schatz entdeckt hat, was irgendwie entdeckt wurde, und der dadurch sich und die Seinen in Gefahr brachte. Er konnte seine Frau nicht mehr retten, aber seine Tochter. Um sie nicht zu gefährden, überließ er sie der Obhut der Großmutter. Er beobachtete sie heimlich, um sich zu vergewissern, daß sie in Sicherheit aufwächst.


    Daß Linda, die Mitarbeiterin der NYC Library Morgan Andicott war, auf diese Idee wäre ich nie im Leben gekommen. Morgan Andicott, die Enkelin von Professor Andicott!


    Gemma und Sisley sind über sich hinausgewachsen und werden zusammen ihren Weg machen. Sie verstehen sich und ihre Bedürfnisse. Auf welche Art und Weise es mit ihnen weitergehen wird, wird die Zukunft zeigen. Sie können alles in Ruhe angehen lassen.


    Daß Gemma Lucrezias Unterlagen in das Archiv gibt, ist eine tolle Lösung. So schnell werden sie nicht entdeckt werden.


    Mir hat diese Geschichte prima gefallen, eine Geschichte mit vielen Verbindungen, zu Gemmas Kindheit und Gegenwart, zu Lucrezia und ihrem Maler Allori, zu Robert Browning und Elizabeth Barrett, geheimnisvoll miteinander verbunden.

  • Das Finale ist gekommen und alle Rätsel konnten gelöst werden.


    Gemma und Sisley habe Bescheid bekommen und werden von einem Auto an einem Ort gebracht, an dem sonst eigentlich nur Paare und solche Paare die heiraten möchten, hinfahren.
    Dort trifft sie auf ihren Vater, Sisley hat gut entschieden, sie den letzten Schritt alleine gehen zu lassen.
    Sie bekommt nun Stück für Stück von ihrem Vater erzählt was sich damals zugetragen hat. Was es mit dem Schatz auf sich hat und wer noch hinter all dem steckt. Wie es zu dem Brand kam und was dann geschehen ist.
    Ihre Kollegin Linda, Morgen Andicott, der sie nicht all zu viel Aufmerksamkeit geschenkt hat. Also war es doch jemand der Gemma genau im Auge hatte.


    Zum Showdown kam es als Gemma Sisley, auf dem Weg zum Kraterrand, zurück lassen musste. Alleine entdeckt sie ihren verletzten Vater, ich habe gedacht das er so verletzt ist, dass er es nicht überleben wird. Das wäre schade gewesen. Aber zum Glück ist alles gut ausgegangen. Linda hat ihr Vorwürfe gemacht und Gemma vor Augen gehalten, wenn sie vielleicht mehr auf sie geachtet hätte, es nicht so weit hätte kommen müssen.
    Am Ende ist es glimpflich ausgegangen, Sisley ist über sich hinaus gewachsen und den Berg auf allen Vieren Gemma hinterher gekrochen.


    Langsam sind sich Vater und Tochter näher gekommen, er wird in Hawaii bleiben und Gemma überlegt sogar ein Haus zu kaufen in dem der Vater dann wohnen kann.


    Wieder zu Hause gab es noch einmal ein Treffen , bei dem sie sich die gefunden Schätze aus dem Luftschacht gemeinsam durchlesen und begutachten.
    Gemmas einziges Ziel ist es, das keine Spur zu ihrem Vater führt. Lucrezias Unterlagen legt sie in eine Schublade im Archiv, wo sie genau weiß, dass es in den nächsten zehn Jahren nicht entdeckt wird.
    Lucrezia konnte mit Hilfe des Doktors und Malers ihre wertvollsten Dinge in Sicherheit bringen. Mehr als nach zu vollziehen, das sie das nicht ihrem Mann hinterlassen wollte.


    Sisley und Gemma haben doch den Schritt gewagt sich aufeinander einzulassen, nicht wie geplant alles langsam anzugehen. So ist es mit der Liebe, da kann man nichts planen. Ich habe mich für beide sehr gefreut. Sie werden ihren Weg gemeinsam gehen.

  • Vielen Dank für diese faszinierende Reise mit euch und dir, liebe Nicole :-*


    Diese Reise war auch eine Grenzerfahrung für Gemma, die ihr alles abverlangt hat und gerade deshalb so wichtig für sie. Auch Sisley musste über mehr als einen Schatten springen und hat sich selbst dabei neu kennengelernt und Dinge über sich erfahren, die er zuvor mit seinem scharfen Verstand nicht erkennen konnte, weil die tiefsten Wahrheiten auch immer die sind, die man gerne vor sich und anderen verschleiert.
    Es ist sehr bewegend, wie Gemma nach so langer Zeit ihren Vater wiedersieht und wie behutsam sie sich annähern.
    Wir sehen auf der einen Seite das idealisierte Bild, das Kinder oft von ihren Eltern haben und das mit der Realität oft wenig zu tun hat. Dazu passt auch die Geschichte von Sisley`s Vater, der plötzlich in den Augen des Sohns fehlbar und schwach wurde durch seine Eheprobleme. Aber auch er ist kein Übermensch - nobody is perfect - und das ist auch gut so, aber das musste Sisley erstmal für sich einordnen und verstehen, ebenso wie Gemma. Das ist eine wichtige Lebenserfahrung, weil wir so auch lernen können, mit unseren eigenen Fehlern und Schwächen klarzukommen.
    Ein weiterer Aspekt ist die Frage nach der persönlichen Identität - wer sind wir? Was bedeuten Namen? Für ihren Vater bedeutete es auch Freiheit und Mut, ein Leben zu führen ohne festen Halt im Alltag, ohne Familie und ein Zuhause. Gemma braucht Ordung und rationale Erklärungen, um nicht unterzugehen. Das führt uns zu der Frage - was ist Besitz, wie wichtig sind materielle Güter, Geld für ein erfülltes Leben etc.?
    Für Clifford ist es wichtiger, eine innere Ruhe gefunden zu haben - die Natur, das Meer, ein paar Freunde - das ist alles da, wenn wir es sehen und zu schätzen wissen. Ist nicht derjenige reich, der sich daran erfreuen kann und sich nicht ständig mit anderen vergleicht, die angeblich "mehr" haben?
    Die Lösung am Ende, die sie finden für Lucrezia`s Juwelen und ihr Tagebuch, gefällt mir auch sehr gut. Dennoch hat mich eine Sache verwirrt.
    Gemma hat doch schon vor Jahren diese Wohnung verkauft, wo die Sachen versteckt waren. Demnach gehört rechtlich gesehen alles, was sich in dieser Wohnung befindet der neuen Eigentümerin, dieser Mrs. Bristow. Haben sie ihr denn vorher gesagt, wonach sie suchen und wie wertvoll diese Sachen sind? Sisley`s Bruder Pissarro ist doch Anwalt, der müsste das gewußt haben. Sonst wäre das ein weiterer Diebstahl wie damals bei Clifford Bernstein?


  • Das Gemmas Vater sie über all die Jahre beobachtet hat ist ja löblich. Aber ist es nicht auch schrecklich? Er sieht sie verfolgt was sie so macht und kann keinen Kontakt mit ihr aufnehmen.


    Ich fand es schön, dass Gemma und Sisley sich am Ende voll und ganz aufeinander einlassen könnten. Ich glaube nicht das sie beide einen besseren Partner hätten finden können.


    Die Idee mit dem Archiv war toll, aber sie hat auch ganz schön mit sich kämpfen müssen ob sie das richtige macht. Ich habe mich gefragt, warum sie sie nicht selber behalten hat. War es zu gefährlich?


  • Das Buch hat mir keine Ruhe gelassen, ich musste es einfach beenden… :-[


    ... was mich natürlich sehr freut! :)



    Meine Gedanken bezüglich Morgan Andicott waren doch richtig. Sie versucht, das Vermächtnis ihres Großvaters zu erfüllen. Ihre Sichtweise kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Wenn ihr Großvater eine Theorie hatte, diese rumposaunt, aber keine eigenen Schritte unternimmt, um sie zu beweisen oder den „Schatz“ selbst zu finden, dann hat er keinerlei Anspruch auf ihn. Er hat es selbst nicht deuten können.


    Das war der große Unterschied zwischen Andicott und Bernstein: Bernstein hat zwar die Idee "geklaut" - aber er hatte den Biss und die Ausdauer, um den Schatz auch zu suchen und dann zu finden. Etwas abstrakter betrachtet fand ich da den Gedanken spannend, wem eine Idee letztlich gehört: der, der sie hatte - oder der, der etwas daraus macht?



    Browning selbst hatte mit seinem Werk keinen Erfolg. Gleichzeitig sinniert er über den Erfolg seiner Frau. Hier spiegelt sich doch etwas Eifersucht und auch Resignation wieder. Er hat heimlich den Malachit, den er seiner Frau geschenkt hat, entwendet. Warum eigentlich? Das habe ich nicht so verstanden, vor allem vor dem Hintergrund, dass er wusste, wie sehr sie an dem Stück hängt und dieses händeringend sucht. Dafür wirft er es in den Arno (will er alle Italiener vergiften?). ???


    Möglich, dass ich da zu sehr in meiner eigenen Autorenhaut stecke: aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er nicht wenigstens ein bisschen neidisch war. Für mich gibt es ja zwei Arten von Neid: diesen Neid "ich gönne es dem anderen nicht" und den Neid "ich gönne es dem anderen schon - aber warum kann ich das nicht auch haben?". Und letzteren vermute ich bei Browning, unabhängig von seiner Liebe zu Elizabeth - die dieses Neid-Gefühl sicher noch schwerer erträglich gemacht hat. Und da fallen mir dann auch Dinge ein wie "grün vor Neid" oder "Neid vergiftet die Seele" ....


    Apropos grün und Gift: die Dosis macht das Gift ... Lucrezia hat über Monate hinweg ein Glas Wasser getrunken, in dem ein Malachit lag - und ist dadurch langsam vergiftet worden. Die Menge Wasser, die jeden Tag durch den Arno fließt, wird definitiv die Giftigkeit des Malachit zu homöopathischer Dosis zu verdünnen. Wobei ich auch nicht glaube, dass Browning um dessen Giftigkeit wusste - denken wir nur an die Unwissenheit der Viktorianer, was die giftigen grünen Tapeten angeht, von denen Sisley in der Bibliothek in Waco erzählt.



    Mir hat das Buch sehr gefallen, ich bin von der Geschichte mit all ihren Wendungen und ihren Verbindungen begeistert und bewundere Dich dafür, liebe Nicole, wie Du alles so ineinanderfließen lässt. Solche Dinge müssen einem erst einmal einfallen, damit wir Leser unsere Freude daran haben. 8)


    Dankeschön - ich bin sehr happy, dass Du es mochtest! :)



    Daß Linda, die Mitarbeiterin der NYC Library Morgan Andicott war, auf diese Idee wäre ich nie im Leben gekommen. Morgan Andicott, die Enkelin von Professor Andicott!


    Es sollte niemand sein, der praktisch aus dem Nichts auftaucht - für mich musste es plausibel sein, dass es jemand ist, auf den man nicht sofort kommt, der aber eben dicht genug an Gemma dran ist, um in ihr Leben einzudringen.




    Mir hat diese Geschichte prima gefallen, eine Geschichte mit vielen Verbindungen, zu Gemmas Kindheit und Gegenwart, zu Lucrezia und ihrem Maler Allori, zu Robert Browning und Elizabeth Barrett, geheimnisvoll miteinander verbunden.


    Das freut mich sehr, danke! :)




    Diese Reise war auch eine Grenzerfahrung für Gemma, die ihr alles abverlangt hat und gerade deshalb so wichtig für sie. Auch Sisley musste über mehr als einen Schatten springen und hat sich selbst dabei neu kennengelernt und Dinge über sich erfahren, die er zuvor mit seinem scharfen Verstand nicht erkennen konnte, weil die tiefsten Wahrheiten auch immer die sind, die man gerne vor sich und anderen verschleiert.


    Das war für mich auch das grundlegende Thema dieses Romans: diese Schnitzeljagd hat nicht nur das Ziel, einen materiellen Schatz zu finden - Gemma findet dabei auch viel wertvollere Schätze: sich selbst - und Sisley. (Und umgekehrt genauso).
    Deshalb war es mir so wichtig, dass sich am Ende der Kreis schließt: all die Hinweise führen zwar an den Ausgangspunkt zurück - aber diese ganzen Umwege waren alles andere als sinnlos: genau sie waren nämlich der Sinn dieser Reise.



    Es ist sehr bewegend, wie Gemma nach so langer Zeit ihren Vater wiedersieht und wie behutsam sie sich annähern.
    Wir sehen auf der einen Seite das idealisierte Bild, das Kinder oft von ihren Eltern haben und das mit der Realität oft wenig zu tun hat. Dazu passt auch die Geschichte von Sisley`s Vater, der plötzlich in den Augen des Sohns fehlbar und schwach wurde durch seine Eheprobleme. Aber auch er ist kein Übermensch - nobody is perfect - und das ist auch gut so, aber das musste Sisley erstmal für sich einordnen und verstehen, ebenso wie Gemma. Das ist eine wichtige Lebenserfahrung, weil wir so auch lernen können, mit unseren eigenen Fehlern und Schwächen klarzukommen.


    Mir war es da auch wichtig zu zeigen, dass es in Sisleys zwar schrulliger, aber sonst so perfekter Familie auch Brüche gibt.



    Die Lösung am Ende, die sie finden für Lucrezia`s Juwelen und ihr Tagebuch, gefällt mir auch sehr gut. Dennoch hat mich eine Sache verwirrt.
    Gemma hat doch schon vor Jahren diese Wohnung verkauft, wo die Sachen versteckt waren. Demnach gehört rechtlich gesehen alles, was sich in dieser Wohnung befindet der neuen Eigentümerin, dieser Mrs. Bristow. Haben sie ihr denn vorher gesagt, wonach sie suchen und wie wertvoll diese Sachen sind? Sisley`s Bruder Pissarro ist doch Anwalt, der müsste das gewußt haben. Sonst wäre das ein weiterer Diebstahl wie damals bei Clifford Bernstein?


    Das stimmt, liebe Emmy. Und eigentlich hätte ich das Pissarro auch sagen müssen. Nur hätte das noch einiges mehr nach sich gezogen: hätte denn Mrs. Bristow den gestohlenen Schatz behalten dürfen? Wäre es gerechtfertigt gewesen, ihr die Bürde der rechtlichen Konsequenzen aufzubürden, Diebesgut mit dem Apartment gekauft zu haben? Hätte es dann noch eine Möglichkeit gegeben, Clifford da herauszuhalten?
    Bestimmt hätte ich das alles erwähnen müssen, um den Schluss wasserdicht zu machen. Ich fürchte nur, dann hätte ich ihn auch überfrachtet, da ohnehin schon so viele Fäden und Details in diesem Kapitel zusammenlaufen ... :)
    Was ich sicher hätte erwähnen oder klarer herausarbeiten sollen: dass sie Mrs. Bristow sagen, dort sei etwas versteckt, was von ihren Eltern stammt und von dem sie bisher nichts wusste.



    Das Gemmas Vater sie über all die Jahre beobachtet hat ist ja löblich. Aber ist es nicht auch schrecklich? Er sieht sie verfolgt was sie so macht und kann keinen Kontakt mit ihr aufnehmen.


    Ja, das ist auch schrecklich - schmerzhaft und traurig. Er war eben trotzdem nicht da ...



    Die Idee mit dem Archiv war toll, aber sie hat auch ganz schön mit sich kämpfen müssen ob sie das richtige macht. Ich habe mich gefragt, warum sie sie nicht selber behalten hat. War es zu gefährlich?


    Zum einen sieht sie darin wirklich die größte Chance, die Spuren zu ihr und Clifford zu verwischen (ohne Garantie darauf, dass das funktioniert - aber dieses Restrisiko muss sie in Kauf nehmen) - und andererseits vermeidet sie so auch, dass Clifford für den Diebstahl des Schatzes und des Manuskripts zur Rechenschaft gezogen wird.
    Auf der anderen Seite weiß sie schlicht nicht, was sie sonst mit Lucrezias Manuskript machen soll.

  • Auch ich musste Abschnitt vier und fünf am Stück lesen. Und es kommt tatsächlich zu jeder Menge Aktion und einem Showdown. 8)


    Es geht also um einen Schatz. Um Geld und Gold.
    Gemmas Vater und seine Handlungen sind für mich schwer verdaulich. Wenn es damals keinen Konkurrenten gegeben hätte, was hätte er mit dem Schatz der Lucrezia gemacht? Ihn tatsächlich an Italien so ohne weiteres abgegeben? Hätte er sich wirklich mit Ruhm und einem kleinen Finderlohn zufrieden gegeben? Warum hat er denn den Schatz nicht anonym an Italien gegeben? Warum ist er geflüchtet und hat den Schatz versteckt? Wenn er ihn offiziell weggegeben hätte, dann hätte doch keine Gefahr mehr für seine Tochter oder ihn bestanden? Hatte er Angst, ins Gefängnis zu gehen für den toten Mann, der verbrannt ist? Aber das war doch Notwehr. Selbst wenn er eine Strafe hätte absitzen müssen wäre die doch keine 30 Jahre gewesen. Und Gemma hätte gewusst, dass es einen Vater noch gibt.


    Dass er den Schatz so einfach verstecken konnte, war auch mehr Zufall und Glück als Planung, oder? Dass er alles bei der Schwiegermutter versteckt hat und der Doorman ihn nicht erkannte, war so ja nicht abzusehen und ungewöhnlich.


    Am schönsten fand ich, dass Sisley Gemma rettet indem er über seine Höhenangst hinauswächst. Wahrscheinlich, weil ich die selber habe und nachvollziehen kann, was es ihn für eine Überwindung gekosten haben muss.


    Gott sei Dank gibt Morgan dann doch auf und verschwindet sang- und klanglos aus Gemmas Leben.

  • Es ist sehr bewegend, wie Gemma nach so langer Zeit ihren Vater wiedersieht und wie behutsam sie sich annähern.
    Wir sehen auf der einen Seite das idealisierte Bild, das Kinder oft von ihren Eltern haben und das mit der Realität oft wenig zu tun hat. Dazu passt auch die Geschichte von Sisley`s Vater, der plötzlich in den Augen des Sohns fehlbar und schwach wurde durch seine Eheprobleme. Aber auch er ist kein Übermensch - nobody is perfect - und das ist auch gut so, aber das musste Sisley erstmal für sich einordnen und verstehen, ebenso wie Gemma. Das ist eine wichtige Lebenserfahrung, weil wir so auch lernen können, mit unseren eigenen Fehlern und Schwächen klarzukommen.


    Diese Erfahrung machen sicherlich alle Kinder, wenn sie erwachsen sind mehr oder weniger. Wobei ich sagen muss, dass ich Sisleys Vater und sein Verhalten besser akzeptieren kann, als Gemmas Vater und sein Handeln. Gemma versucht ja, ihre Enttäuschung mit Vernunft zu verarbeiten und ich bewundere, wie wenig Vorwürfe sie ihrem Vater macht. Ich wäre da viel deutlicher gewesen.

  • Gemma hat doch schon vor Jahren diese Wohnung verkauft, wo die Sachen versteckt waren. Demnach gehört rechtlich gesehen alles, was sich in dieser Wohnung befindet der neuen Eigentümerin, dieser Mrs. Bristow. Haben sie ihr denn vorher gesagt, wonach sie suchen und wie wertvoll diese Sachen sind? Sisley`s Bruder Pissarro ist doch Anwalt, der müsste das gewußt haben. Sonst wäre das ein weiterer Diebstahl wie damals bei Clifford Bernstein?


    Das Entgegenkommen der neuen Wohnungsbesitzerin hat mich auch etwas überrascht. Und auch hier ist es ja ein glücklicher Umstand, dass niemand den Schatz vorher gefunden hat.


  • Daß Linda, die Mitarbeiterin der NYC Library Morgan Andicott war, auf diese Idee wäre ich nie im Leben gekommen. Morgan Andicott, die Enkelin von Professor Andicott!


    Mir ging es ebenso - die Brücke zur Kollegin aus dem Museum - da wäre ich nie drauf gekommen. Wie sich Morgan gegenüber Gemma über deren Zurückgezogenheit geäußert hat, das fand ich geradezu unverschämt. Man muss sich doch nicht gleich mit allen Kollegen "verbrüdern" und auch nicht sein Privatleben ausbreiten. Da bin ich wohl eher wie Gemma gestrickt, ich trenne das sorgfältig und kann damit gut leben. Dann bin auch ich eben ein Sonderling... ;)

  • Es sollte niemand sein, der praktisch aus dem Nichts auftaucht - für mich musste es plausibel sein, dass es jemand ist, auf den man nicht sofort kommt, der aber eben dicht genug an Gemma dran ist, um in ihr Leben einzudringen.


    Das fand ich gut. Auch wenn es erschreckt, dass ein Mensch sein ganzes Leben und Streben darauf ausrichtet, einen anderen zu stalken, um an Informationen über den Verbleib eines Schatzes zu kommen. Diese Energie und diese Fixierung sind kaum vorstellbar. Morgan muss ja auch noch ein Kind gewesen sein, als das alles begann. Ob ihr Vater sie absichtlich zu seiner "Rächerin" herangezogen hat?


  • Dennoch hat mich eine Sache verwirrt.
    Gemma hat doch schon vor Jahren diese Wohnung verkauft, wo die Sachen versteckt waren. Demnach gehört rechtlich gesehen alles, was sich in dieser Wohnung befindet der neuen Eigentümerin, dieser Mrs. Bristow. Haben sie ihr denn vorher gesagt, wonach sie suchen und wie wertvoll diese Sachen sind? S


    Das ist nicht korrekt. In Amerika kannst Du zwar Dein Haus verkaufen, das gehört dann dem neuen Eigentümer. Doch wenn dort etwas versteckt war und man erst im Nachhinein davon erfährt, kann man die Herausgabe verlangen, da es nicht mit dem Haus zusammen verkauft wurde. Das Haus steht für sich, verborgene Gegenstände, von denen man erst im Nachgang erfährt, gehören dem ehemaligen Eigentümer, es sei denn, er ist tot und hat keine Nachkommen mehr.


  • Am schönsten fand ich, dass Sisley Gemma rettet indem er über seine Höhenangst hinauswächst. Wahrscheinlich, weil ich die selber habe und nachvollziehen kann, was es ihn für eine Überwindung gekosten haben muss.


    Für mich war das auch der ultimative (Liebes-)Beweis, dass er wirklich etwas für Gemma empfindet und es ihm mit ihr ernst ist.


  • Gemmas Vater und seine Handlungen sind für mich schwer verdaulich. Wenn es damals keinen Konkurrenten gegeben hätte, was hätte er mit dem Schatz der Lucrezia gemacht? Ihn tatsächlich an Italien so ohne weiteres abgegeben? Hätte er sich wirklich mit Ruhm und einem kleinen Finderlohn zufrieden gegeben? Warum hat er denn den Schatz nicht anonym an Italien gegeben? Warum ist er geflüchtet und hat den Schatz versteckt? Wenn er ihn offiziell weggegeben hätte, dann hätte doch keine Gefahr mehr für seine Tochter oder ihn bestanden? Hatte er Angst, ins Gefängnis zu gehen für den toten Mann, der verbrannt ist? Aber das war doch Notwehr. Selbst wenn er eine Strafe hätte absitzen müssen wäre die doch keine 30 Jahre gewesen. Und Gemma hätte gewusst, dass es einen Vater noch gibt.


    Absolut berechtigte Fragen, liebe gagamaus. Mich hat dabei beschäftigt, wie rational man in einer solchen Nacht und danach handelt (bzw. wie das Rationale auf einem komplett schiefen Fundament stattfindet) - und wie schwer es sein kann, das Richtige zu tun, wenn man irgendwann einsieht, dass man das Falsche getan hat.



    Dass er den Schatz so einfach verstecken konnte, war auch mehr Zufall und Glück als Planung, oder? Dass er alles bei der Schwiegermutter versteckt hat und der Doorman ihn nicht erkannte, war so ja nicht abzusehen und ungewöhnlich.


    Ja, da hat er darauf vertraut, dass sich schon ein Weg auftun wird.



    Diese Erfahrung machen sicherlich alle Kinder, wenn sie erwachsen sind mehr oder weniger. Wobei ich sagen muss, dass ich Sisleys Vater und sein Verhalten besser akzeptieren kann, als Gemmas Vater und sein Handeln. Gemma versucht ja, ihre Enttäuschung mit Vernunft zu verarbeiten und ich bewundere, wie wenig Vorwürfe sie ihrem Vater macht. Ich wäre da viel deutlicher gewesen.


    Das kann ich sehr gut nachvollziehen, das ist auch eine ganz andere Dimension. Und ich hoffe, es kommt rüber, dass jetzt nicht alles einfach gut ist, nicht so, als ob nichts geschehen wäre - sondern dass ein (absolut begründeter und berechtigter) Konflikt bleibt, der Vater und Tochter noch beschäftigen wird.



    Für mich war das auch der ultimative (Liebes-)Beweis, dass er wirklich etwas für Gemma empfindet und es ihm mit ihr ernst ist.


    Das rechne ich ihm (durchaus basierend auf meinem eigenen Erleben ;D ) auch sehr hoch an.

  • Das kann ich sehr gut nachvollziehen, das ist auch eine ganz andere Dimension. Und ich hoffe, es kommt rüber, dass jetzt nicht alles einfach gut ist, nicht so, als ob nichts geschehen wäre - sondern dass ein (absolut begründeter und berechtigter) Konflikt bleibt, der Vater und Tochter noch beschäftigen wird.


    Ja,ist bei mir angekommen, liebe Nicole. Gemmas innere Zerrissenheit habe ich gespürt. Und ihre Sehnsucht nach einer Versöhnung.

  • Ja,ist bei mir angekommen, liebe Nicole. Gemmas innere Zerrissenheit habe ich gespürt. Und ihre Sehnsucht nach einer Versöhnung.


    Da bin ich froh. :)
    Für mich spielen da auch die Sturmnacht und die Stunden oben auf dem Diamond Head eine große Rolle, die haben einiges in Gemma zugunsten von Clifford verschoben.

  • Das ist nicht korrekt. In Amerika kannst Du zwar Dein Haus verkaufen, das gehört dann dem neuen Eigentümer. Doch wenn dort etwas versteckt war und man erst im Nachhinein davon erfährt, kann man die Herausgabe verlangen, da es nicht mit dem Haus zusammen verkauft wurde. Das Haus steht für sich, verborgene Gegenstände, von denen man erst im Nachgang erfährt, gehören dem ehemaligen Eigentümer, es sei denn, er ist tot und hat keine Nachkommen mehr.


    Vielen Dank für die Info - das wusste ich nicht. :) Ich denke aber, dass es in Deutschland juristisch anders bewertet wird, mit dem Kaufvertrag geht alles in den Besitz des neuen Eigentümers über, so kenne ich das jedenfalls.

  • Für mich war das auch der ultimative (Liebes-)Beweis, dass er wirklich etwas für Gemma empfindet und es ihm mit ihr ernst ist.


    Das war eine sehr dramatische und zugleich berührende Szene. Ich hätte Sisley in diesem Moment auch knuddeln mögen :herz:
    Den beiden ist es ernster miteinander, als ihnen bewusst ist, so empfinde ich das jedenfalls. Vielleicht sind solche Beziehungen auch viel stabiler und ehrlicher, wenn beide von Anfang an ihre Angriffsflächen offenlegen und sich verletzlich zeigen, als wenn man großes Theater macht, um den anderen zu beeindrucken und nachher alles in sich zusammenfällt.
    Für die Zukunft stelle ich mir vor, dass Gemma New York irgendwann nicht mehr brauchen wird, um sich in der anonymen Menge zu verstecken und auch ihre Wohnung als sicheren Kokon abstreift - wie ein Schmetterling, der sich aus der Larve schält und seine Flügel entfaltet,um endlich frei zu sein und zu fliegen. Ich wünsche mir für die beiden, dass sie erstmal nach Oxford zieht zu Sisley, vielleicht findet sie dort Arbeit in der Unibibliothek und lässt sich abends von Sisley bekochen - am Montag asiatisch. ;)
    Dann werden sie auch immer mal wieder nach Hawaii fliegen und ihren Dad besuchen, der dort in dem kleinen Haus eine Art Klassenzimmer eingerichtet hat, wo er seinen pädagogischen Ambitionen nachgehen kann und seinen Schützlingen Unterricht gibt. So wünsche ich mir die Zukunft für Gemma, Sisley und Clifford nach dem ganzen Stress. :)

  • Die Vermutung, dass Bernstein einen Schatz gefunden haben könnte, trifft also zu - was mich letztend doch einigermaßen überrascht hat, da ich nicht ernsthaft damit gerechnet hatte, weil eben die Brownings da nicht hineinpassen wollen. Immer noch nicht!
    Hatte Browning, als er seine Last Duchess schrieb, Kenntnis von dem Gemälde gehabt, das für Gemmas Vater zur Schatzkarte geworden war? Ich glaube es nicht, und schließlich ist diese Frage auch offen geblieben. Unwichtig eigentlich...?


    Das Bindeglied zu Lucrezia ist dann wohl der Malachit, der dann nicht mehr aufzufinden war, weil der Roman-Robert ihn entsorgt hatte. Lucrezia brachte er den Tod - und Browning, der sich damit als Glücksbringer Ruhm erzwingen wollte, entschied sich noch rechtzeitig für die Liebe, zu seiner Frau, der er durch seinen Verzicht auf eigenen Erfolg eine der Lasten abnahm, die sie ihr Leben lang mit sich herumtrug. Wofür er aber nicht verantwortlich war, wenn ich mich recht erinnere ( Margaret Fosters Biographie! ). Sie war kein einfacher Mensch - und in dieser Beziehung sicherlich die Dominante, was sie durch ihre Zartheit und Kränklichkeit gut kaschierte ( das war das, was aus der besagten Biographie hervorging! )


    Der Auftrag, den Lucrezia dem Maler Sandro gegeben hatte, wurde von diesem erfüllt - und mehr noch: er hat in dem Gemälde all das dargestellt, was Bernstein, richtig entschlüsselt, zu dem Schatz führte.
    Dieser aber, und jetzt bewegen wir uns auf dünnem Eise, wurde erst von Andicott thematisiert. Bernstein hat ihm durch seine Suche danach, wenn man es genau bedenkt, die Idee gestohlen, um ganz alleine den Ruhm zu ernten!
    Er sagt, er wäre nach dem Brand verschwunden, um Gemma zu schützen. Wovor denn? Zu dem Zeitpunkt und natürlich schon davor hätte er ohne weiteres zu den verantwortlichen Stellen gehen können, um den Schatz dem italienischen Staat, dem er rechtmäßig gehört, zu übergeben. Das wäre trotz aller Probleme die einfachste und ehrlichste Lösung gewesen. Und Gemma hätte nicht ohne ihren Vater aufwachsen müssen.
    Warum Bernstein den Weg des Untertauchens gewählt hat, entzieht sich meinem Verständnis. Ebenso seine Begründung, dass er Gemma auf die Suche nach ihm und damit dem Schatz geschickt hat, um seinen 30 Jahre alten Fehler geradezurücken.


    Gewiss, Bernstein ist in der langen Zeit, in der er sich in den unterschiedlichsten Identitäten durchs Leben geschlagen hat, ein Anderer geworden, jemand, dem ich gegen meinen Willen mehr Sympathie entgegenbringe, als allen anderen Charakteren dieses Romans. Er kennt nach seinen Erfolgsjahren als bewunderter Wissenschaftler auch die vielen anderen Gesichter, die das Leben abseits von all dem Luxus und Privilegiertsein hat, das ihm bis zu seinem Verschwinden so selbstverständlich war. Und es befriedigt mich, dass er unter den Obdachlosen schließlich seine Heimat gefunden hat, die er durch kein anderes Leben mehr eintauschen möchte. Er ist sehr bescheiden und genügsam geworden, der berühmte Wissenschaftler!


    Gemma ihrerseits wird in der Szene am Diamond Head von Linda/Morgan der Spiegel vorgehalten: selbstzentriert, hochnäsig, nicht an ihren Mitmenschen interessiert sei sie. Ja, das ist eine ihrer Facetten - und möglicherweise genau die, die mich nicht in die allgemeinen Sympathiebekundungen für die junge Frau einstimmen ließ. Doch hat sie Potential, was sie letztendlich beweist, als sie diese vorläufige und vernünftige Entscheidung bezüglich des wahren, des eigentlichen Schatzes trifft: Lucrezias Aufzeichnungen, ihr Vermächtnis! Hier denkt sie mal gar nicht an sich und ihre Befindlichkeiten, sondern an den Vater, zu dem sie bereit ist, wieder eine Beziehung aufzubauen, von Neuem zu beginnen. Sie schützt ihn, was mir nicht schlecht gefällt.


    Was ihre Beziehung zu dem britischen Wunderknaben angeht - nun, die kann man weiterspinnen! Beide wissen, dass sie richtig füreinander sind, beide brauchen Zeit und Raum, um zu wissen, wie es mit ihnen als Paar weitergehen soll oder auch nicht. So ein Ende passt zu dem Roman! Gottseidank endete er nicht in einem klebrig-süßen Happy End, für das die beiden Exoten hätten verbogen oder geradegebogen werden müssen....